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borstel

2rad Anfänger

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1

Montag, 5. August 2013, 09:59

Den Arbeitsweg statt Auto mit dem Fahrrad bewältigen...

Hallo Leute,

erst einmal vielen Dank für die Kaufberatung hier im Forum, nun möchte ich hier über meine Erfahrungen beim täglichen Bewältigen des Arbeitsweges berichten.

Kurz zu mir: ich bin 36 Jahre alt und im Moment eher unsportlich - früher habe ich gern Squash+Badminton gespielt und war regelmäßig im Fitness-Studio, ich musste dann aber für eine Weile ins Ausland und war dort faul - bei 60h Arbeitswochen und immer recht heißen Temperaturen fehlte die Lust und meist auch die Möglichkeiten. Nun habe ich wieder eine Arbeitsstelle in Chemnitz, und da der Arbeitsweg nur 10km beträgt, soll das Auto wieder verkauft werden und die Strecke mit dem Rad bewältigt werden.

Letzte Woche habe ich ein Fahrrad per Online-Händler gekauft, da ich zum Einen nicht allzuviel ausgeben wollte (wer weiß, ob ich das Radfahren durchahlte?), zum anderen habe ich beim Fachhandel um die Ecke nicht wirklich das Ead gefunden, für das ich 200€ mehr ausgegeben hätte.
Mein Rad: Vermont James Cook (nicht wirklich gut, aber besser als Baumarkt und trotzdem noch preiswert - wenn es ein paar Jahre hält).
http://www.bruegelmann.de/fahrraeder/tre…ver/327294.html

Heute die erste Fahrt auf Arbeit:
Ich habe den Vorteil, daß von den 10km Arbeitsweg etwa 3/4 durch den Wald oder Stadtpark führen, entlang an einem Flüsschen - eine wirklich schöne Strecke. Nach dem Gewitter gestern Abend ist es angenehm kühl, aber neblig und viel Bruch von den Bäumen auf der Straße - aber fast alleine durch den Wald zu fahren ist schon sehr belebend und macht Spaß, warum bin ich nicht schon früher umgestiegen? (mal sehen, was ich heute abend sage - es sollen ja 36°C werden, Schotterstrecke und die ganze Zeit leicht bis mittel bergauf.)

Im Büro gibt es leider keine Duschmöglichkeiten, daher auf der Toilette am Waschtisch kurz gewaschen, Wechselhemd angezogen und neu Deo aufgelegt, das sollte bis Nachmittag reichen, hoffe ich.

Kirsche

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2

Montag, 5. August 2013, 12:48

Hey Borstel,

freue mich immer wenn sich noch andere mit dem Rad auf den täglichen Weg machen (tun sogar sehr viele hier). Meine Tour ist 2 km kürzer und führt nur an Feldern und der Bahnvorbei (mit dem Vorteil des asphaltierten Weges, aber auch ohne Autoverkehr). Das mit der fehlenden Dusche ist bei mir der Grund weswegen ich nicht die kompletten 17 km fahre. Für mich habe ich allerdings festgestellt das, wenn ich normal fahre und nicht übermäßig heize, dann komme ich entspannt und nicht mal schwitzig auf der Arbeit an. Und Gas geben kann ich auf dem Rückweg doch immer noch. Schön finde ich ja immer das man, wenigstens theoretisch, mit seinem Sportprogramm durch ist wenn man Feierabend hat und zu Hause aufs Sofa sinkt :thumbup:

Dir viel Spaß beim Fahren, und wenn es dich tröstet, mein Arbeitsradel ist auch nicht das beste, immerhin steht es bei mir auch ein paar Stunden angeschlossen am Bahnhof, da gebe ich dann auch nicht übermäßig viel Geld aus.

Viel Spaß, viel Erfolg beim durchhalten.
Mit liebem Gruß,

Kirsche
------------------------------------
Super-Moderator 2radforum.de

Draht_Esel

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3

Montag, 5. August 2013, 18:41

Ich kann dich nur zu deiner Eintscheidung beglückwünschen. Ich bin seit 3 Jahren von der Droge Auto befreit und vermisse rein gar nichts: weder die Tankstellen oder die Werkstätten noch die Staus oder die Parkplatzsuche. Im Gegenteil: ich genieße die 12 Km fahrt zur Arbeit mit dem Rad bei wirklich jedem Wetter...und meiner zweitliebsten Beschäftigung, dem Essen, kann ich ohne Reue nachgehen. Ein bisschen Schwitzen gehört dazu, man will ja schließlich vorankommen. Bei dem derzeitigen Wetter sollte es für die Fahrt aber schon jeden Tag ein frisches T-Shirt aus atmungsaktivem Material sein :)

Ich wünsche dir viel Spaß mit dem Radl, wir brauchen viel mehr "Infizierte" wie dich! :thumbup:

borstel

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4

Montag, 5. August 2013, 19:08

Zum Glück war es nicht ganz so heiß (etwa 28°C), und der Weg weitgehend schattig. Zwar waren auch jede Menge Inliner, Hundebesitzer usw. auf dem Weg, aber erstaunlich umsichtig und kollegial. Trotzdem war ich völlig durchgeschwitzt, aber nach der Dusche belohnte mich der Körper mit jeder Menge Endophine. Ich freue mich auf morgen. :D

So, Auto wird baldmöglichst verkauft. Ähem, braucht jemand einen Seat Iiza? Ich weiß, es kommen auch andere Tage, und auch Schnee gibt es bei uns reichlich. Doch im Moment macht Radfahren richtig Spaß.

5

Montag, 5. August 2013, 20:19


So, Auto wird baldmöglichst verkauft. Ähem, braucht jemand einen Seat Iiza? Ich weiß, es kommen auch andere Tage, und auch Schnee gibt es bei uns reichlich. Doch im Moment macht Radfahren richtig Spaß.


Richtig so, weg mit dem Ding. Und kommt der Winter, kommt im Forum auch wieder der Winterpokal :pump:

Gerry

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6

Montag, 5. August 2013, 20:32

und auch Schnee gibt es bei uns reichlich.

Für solche Fälle steht bei mir im Keller ein fahrbereiter Laufradsatz mit Spike-Winterreifen, der bei Bedarf (wenns denn morgens glatt sein sollte) schnell montiert ist!

Ich fahre mittlerweile seit 2 1/2 Jahren durchgehend bei Wind und Wetter zur Arbeit (pro Strecke 18km) und kann es mir gar nicht mehr anders vorstellen.
Und wenn ich dabei noch Bilder von damals mit jetzt vergleiche, hat es meiner Figur, meinem Gewicht und Wohlbefinden auf jeden Fall nicht geschadet ;)
Grüsse,
Gerry

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rogger

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7

Montag, 5. August 2013, 23:17

Klingt gut, vor allem:
daß von den 10km Arbeitsweg etwa 3/4 durch den Wald oder Stadtpark führen, entlang an einem Flüsschen - eine wirklich schöne Strecke


Hat was, bis zum Winter hast Du dann die richtige Ausrüstung, oder zur Not eine Alternativstrecke erfahren.

soll das Auto wieder verkauft werden und die Strecke mit dem Rad bewältigt werden.


Auch ich lebe (mit mir die Familie) seit einigen Jahren ohne Auto und wir kommen sehr gut zurecht. Zugegeben haben wir auch eine passende Infrastruktur und auch eine für's Radeln fast paradiesische Umgebung.
Wenn Du noch einen guten Anhänger findest, bist Du für den Alltag ordentlich gewappnet.

Gutes Gelingen bei Deinem Vorhaben wünsche ich auf jeden Fall!! :thumbsup:
Gruß, rogger
------------------------------------
Moderator 2radforum.de


[img]https://winterpokal.rennrad-news.de/images/team/39.png?1676996[/img]

grandsport

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8

Dienstag, 6. August 2013, 07:57

Glückwunsch.
10 km sind ja ne entspannte Entfernung. Kurz genug, um auch ruhig radelnd nicht endlos lang unterwegs zu sein, und lang genug, um sie auch mal als Kurzsprint zu fahren.
Winter und Regenwetter lassen sich radelnd gut bewältigen, wenn man die passende Ausrüstung dafür hat. Regenklamotten, Spikereifen für Eis oder stärker profilierte für Schnee.

Ich fahre seit Jahren mit dem Rad zur Arbeit und kombiniere auch viel mit der Bahn. Meine Gesamtstrecke ist etwas länger als deine. 30 km sind täglich "Pflicht", der rest Bahn, an guten Tagen verzichte ich auf der Hinfahrt ganz auf die Bahn, an sehr guten auch auf der Rückfahrt. Gibt's dieses Jahr aber wohl nicht...

Als Single kommt man gut ohne Auto aus, wenn man einigermaßen gut infrastrukturiert lebt. Einen Anhänger braucht man da nicht mal. Ich habe meine Einkäufe früher mit dem RR gemacht. Rucksack und zwei Frontroller haben absolut gereicht.
Wenn du dir große Gepäckträgertaschen zulegst, kommst du damit ziemlich weit. Für größere Transporte gibt's Nachbarn, Freunde, Kollegen, Auto-Vermieter.

borstel

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9

Dienstag, 6. August 2013, 08:31

Danke für die Ermunterung...

2. Tag, der Weg klappt besser, langsam werde ich auch mit dem Rad vertrauter. Zwar habe ich heute für die 10km noch immer 30min gebraucht (heimwärts gestern 45min, da bergauf), aber die Leistung kann man ja langsam steigern.

Ganz ohne Auto können wir wohl nicht leben, wir wohnen am Stadtrand, zwar mit Einkaufsmöglichkeiten vor der Tür, aber als Familie mit 2 Kindern muss man immer mal schnell irgendwo hin und ÖNV ist auf die Dauer zu langsam und zu teuer. Im Moment haben wir 2 Autos, eins kann dann erst enmal weg - sind etwa 250€ im Monat Ersparnis (Abschreibung, Versicherung, AU/TÜV, etc. - Benzin ist ja noch das Geringste an den Kosten).

Und für diese Ersparnis (sagen wir mal 9Monate/Jahr x 250Euro) bekommt man dann auch was Feines auf dem Fahrradmarkt. :rolleyes:

@Gerry: Ich hoffe, ich kann auch bald sagen, dass das Radfahren sichtbare Änderungen an mir hinterlassen hat - im Moment passt es zwar noch (85kg bei 1,85m, aber die Tendenz ist Besorgnis erregend: als ich im Dezember nach Dtschl. zurück kam, waren es noch 73-75kg). Die angefutterten 10kg verteilen sich unschön in der Körpermitte.

Draht_Esel

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10

Dienstag, 6. August 2013, 19:09

Die Ausstattung machts, da kann ich roger und grandsport nur beipflichten. Anständige Regenklamotten, ein Satz wasserdichter Satteltaschen (enorm, was man da alles reinbekommt...aber bloß keinen Billigschrott kaufen) und am besten schonmal nach dem 2. Rad schauen: Es ist ganz einfach viel entspannter, morgens eine Alternative zu haben falls ein plötzlicher Defekt auftritt. Und im Winter hat man immer ein fahrbereites Rad mit M+S Bereifung parat, ohne groß den Schraubenschlüssel schwingen zu müssen.

Wo wir grad beim Winter sind: In der kalten Jahreszeit nicht den Fehler begehen und mit der fetten Winterjacke fahren. Eine leicht isolierte, einigermaßen winddichte und atmungsaktive Jacke mit einem entsprechenden T-Shirt drunter langt -> durch die Antrengung wird die körpereigene Standheizung mehr als aktiviert. Wichtig ist aber, für ausreichende Dämmung des Kopfes und der Hände zu sorgen!

borstel

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11

Mittwoch, 7. August 2013, 09:23

Tag 3 mit dem Rad:

Gestern hatte ich etwas Glück, konnte während der Hagel- und
Gewitterpausen bei relativ schönem Wetter heimfahren (auch wenn ich
einen neuen Weg probieren wollte, der mich schlechte, steile Schotterweg
und 3km Umweg entlang führte). Heute morgen scheint der innere Schweinehund gewachsen zu sein, er hat sich auch mit einem leichten Muskelkater verbündet - egal, bevor die beiden etwas sagen können, rauf aufs Rad und ab zur Arbeit.

Lautes und fühlbares Knacken beim Belasten der linken Pedale, das fängt ja früh an. Werde wohl heute nachmitag bei einem Radshop anhalten müssen, wird wohl nichts Ernstes sein, im Netz wird berichtet, dass es nach Fetten/Festziehen leicht beseitigen lässt.

Auf Arbeit angekommen, werde ich wie ein Exot bestaunt - erstaunlich, wer schon so alles mitbekommen hat, dass ich nun mit dem Rad komme - ich kenne die meisten Kollegen nur vom Sehen, auf der Starße würde ich nur wenige erkennen. Und viele vermuten, dass ich wohl den Führerschein abgeben musste... vielleicht sollte ich doch mal wieder mit dem Auto ankommen, um Bürotratsch vorzubeugen?

Hausdrache

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12

Mittwoch, 7. August 2013, 09:33

Nö, lass sie quatschen.

Ist immernoch die beste Unterhaltung für einen selber. Wenn man so viele neue Dinge über sich erfährt die man bis dato gar nicht wusste ;)
Hab vergessen was ich wollte... ?(



paulipirat

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13

Mittwoch, 7. August 2013, 10:20

Ich mach das jetzt auch seit knapp 3 Jahren - allerdings nicht täglich und konsequent. Ich gebe dem inneren Schweinehund auch gern mal (vor allem bei Schmuddelwetter) nach. Vor allem im Winter kann man das Auto doch mal vermissen. Auch wenn es in Rdaforen nicht gerne gelesen wird, rate ich Dir, erstmal einige Regenfahrten zur Arbeit und zurück gemacht zu haben (gerne auch mit ordentlich Gegenwind etc.), bevor Du das Auto verkaufst.

Ansonsten kann ich Dich aber nur zu Deiner Entscheidung mit dem Rad zu fahren beglückwünschen. Es mach wirklich Spaß und auch die Lust auf längere Touren kommt irgendwann von alleine, sowie auch die nötige Kondition und das Sitzfleisch....

grandsport

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14

Mittwoch, 7. August 2013, 11:28

Zitat von »Draht_Esel«

am besten schonmal nach dem 2. Rad schauen: Es ist ganz einfach viel entspannter, morgens eine Alternative zu haben falls ein plötzlicher Defekt auftritt. Und im Winter hat man immer ein fahrbereites Rad mit M+S Bereifung parat, ohne groß den Schraubenschlüssel schwingen zu müssen.

Korrekt. Habe selbst ein RR und ein Randonneur zur Verfügung. Morgens Zeitung holen, einen Blick nach draußen werfen und entscheiden, welches Rad es auf welcher Strecke mit welchen Klamotten wird - fein.

Was die Kollegenblicke angeht: Auf jeden Fall nichts sagen!
Und schon gar nicht, dass der Führerschein gar nicht weg ist. Solche Gerüchte muss man sprießen lassen, um sich möglichst lange an ihnen zu ergötzen. Irgendwann kommt ja der Zeitpunkt, da müsstest du eigentlich die Pappe wieder zurückhaben. Aber du wirst weiter radelnd ankommen.
Dann wird's noch lustiger.

Ich höre immer wieder von Kollegen schweres Mitleid, weil ich bei "diesem Wetter" mit dem Rad unterwegs bin. Als ob ich gezwungen wäre.
Ich kann damit so rein gar nichts anfangen.
4°C, Nieselregen, aber gefahren - ist doch geil! Weicheier gibt's genug. :P Verstehen sie aber auch nach Jahren noch nicht.

Als ich mal von einer Weihnachtsfeier nachts 2 Stunden bei leichtem Schneefall heimgeradelt bin, haben sie mich für verrückt erklärt und sich mächtig Sorgen gemacht. War ja irgendwie nett, aber ich sag da inzwischen gar nichts mehr.

borstel

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15

Donnerstag, 8. August 2013, 09:09

So, Tag 4 des neuen Lebens:

Die Beine sind heute morgen schon ein bißchen schwer, beim Losfahren ertappe ich mich, wie ich sehnsuchtsvoll zu meinem Auto rüberschaue. Nix da, so schnell wird nicht aufgegeben...

...ich habe mir heute eine neue Route ausgesucht, mit mehr Straßenanteil, und ich komme auch ganz gut durch den Verkehr - nur noch 8,5km statt vorher 10km, und ich bin mit 23min auch nicht mehr ganz so langsam unterwegs (wenn die Ampeln günstig stehen, vielleicht unter 20min machbar).

Ach ja, einen positiven Effekt scheint es zu geben - nachdem mein Gewicht seit Dezember langsam von 73kg auf 85kg hochgeklettert ist, so ist es seit Anfang dieser Woche von 84,5kg auf 82,7kg etwas zurück gegangen. Etwas unter 80kg möchte ich kommen, zumindest der Bauch soll wieder etwas straffer werden und die Kondition besser.

16

Donnerstag, 8. August 2013, 09:21

Moin,
finde ich gut, dass du das so eisern durch ziehen möchtest. Halte durch... Ich fahre, je nach Strecke jeden Tag meine 12-15 KM eine Tour. Auch im Winter. Ist klar, dass anfangs die Muskulatur ein wenig rebelliert ;-). Vielleicht solltest du auch mal einfach nur 5 Minuten länger einplanen und mal eine ruhigere Tour einlegen. Weltmeister im Strassensprint willst du ja nicht werden, oder? Vielleicht können dir die Leute auch beim Thema Ergonmie noch weiter helfen. Die richtige Sattelposition usw. helfen auch oft weiter. Hast du die Möglichkeit, dich mal fahrend fotografieren zu lassen. Von der Seite her? Bei mir hat das auch etwas gedauert - Sattel mal einen halben cm rauf usw. bis ich gemerkt habe, jetzt passt es.

Und mein Tipp - denk mal über Radschuhe und Klickpedale nach...

Prabha

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17

Freitag, 9. August 2013, 00:55



Als ich mal von einer Weihnachtsfeier nachts 2 Stunden bei leichtem Schneefall heimgeradelt bin, haben sie mich für verrückt erklärt und sich mächtig Sorgen gemacht. ...


In 2012 bin ich auch so von der Weihnachtsfeier nach Hause gekommen - anschließend haben mir die Kollegen das für die diesjährige Weihnachtsfeier verboten, weil sie sich solche Sorgen gemacht haben. ... Viel überzeugender fand ich, dass mir nachts, bei Schneeregen, die 35 km (?) sehr viel schwerer gefallen sind, als im Hellen bei Sonnenschein.
Aber noch wissen wir ja gar nicht, wo wir dieses Jahr hingehen ... 8)

Und ansonsten fahre ich inzwischen konsequent mit dem Rad zur Arbeit und zurück - allerdings auf dem Hinweg immer mit einer Busstrecke gekoppelt, auf dem Rückweg oft, aber nicht immer.
Die Kollegen haben sich dran gewöhnt und wissen, dass ich erst wirklich im Büro bin, wenn ich die Radklamotten gewechselt habe in den Bürodress.

Angefangen hat das übrigens damit, dass ich morgens noch im Bett mit Grauen an die bevorstehenden Aufgaben des Tages dachte. Dann fiel mir ein, dass ich mir ja ein schönes Erlebnis verschaffen könnte, wenn ich mit dem Rad zur Arbeit fahre. ... Und nun mache ich das eben immer so (auch wenn ich nicht täglich mit Grauen an meine Aufgaben denke. 8) )
(Ein eigenes Auto habe ich nie besessen, mir reicht die Monatskarte und der Carsharing-Vertrag.)

Also Borstel, halte durch! Und mach' dir keinen Stress mit der Zeit, die du für den Weg brauchst. Die Geschwindigkeit ist nachrangig - Hauptsache, du fährst! :) Dass du so schnell dabei abnimmst, ist ein toller Effekt! (Bei mir gab es den gar nicht!!!)
„Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“ (David Ben Gurion)

tobiwan80

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18

Sonntag, 11. August 2013, 19:48

Ich fahr momentan zwar nur 4 Km zur Arbeit und das ist auch recht ebenerdig.
Bist Du noch zufrieden mit dem Vermont?

borstel

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19

Montag, 12. August 2013, 08:38

So, die zweite Woche als Radfahrer hat angefangen...

...auf Arbeit begrüßte mich der erste Kollege auch gleich mit den Worten "Die erste Woche hast Du überstanden, jetzt sind es nur noch 3." Das Gerücht, dass ich den Führerschein abgeben musste, scheint noch aktuell zu sein. :D

Am Freitag war der Heimweg herrlich, bei strömenden Regen, aber angenehmen Temperaturen - ich habe zwar stellenweise nicht viel gesehen, aber durch den stillen, verregneten Wald zu fahren, war schon ein Erlebnis. Natürlich wurde ich dann am Wochenende von all meinen Nachbarn bedauert. Fehlt bloß noch, dass einer sich anbietet, mich auf Arbeit zu fahren.

Wochenende habe ich das Rad aber stehen gelassen - zum einen keine Zeit, zum anderen auch keine richtige Lust. Naja, eine kurze Fahrt Samstag zum Bäcker war schon drin, das schmecken früh die Brötchen besser. Sonntag war sowieso ein Schlemmertag, mit viel gegrilltem Fisch, so dass ich heute genauso viel wiege wie vor einer Woche. Aber ich fühle mich besser...

@ Tobiwan: Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Vermont zufrieden - es fährt sich gut, scheint solide zu sein (sofern ich das nach 100km beurteilen kann), ist aber schwer, hat eine schwache Lampe und ist alles andere als sportlich. Trotzdem überhole ich frühmorgens viele andere Radfahrer, es tut mir nach dem Fahren nix weh. Meine Einschätzung: ein gutes Einsteigerrad und ideal für für den "typischen Durchschnitts-Radfahrer": Etwa 40 Jahre alt und Fahrleistung um 300km pro Jahr.

grandsport

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20

Montag, 12. August 2013, 09:05

Zitat von »Prabha«

... Viel überzeugender fand ich, dass mir nachts, bei Schneeregen, die 35 km (?) sehr viel schwerer gefallen sind, als im Hellen bei Sonnenschein.

Ein Verbot durch die Kollegen würde mich ja nicht so richtig jucken.
Was deine Erfahrung mit der Strecke unter "besonderen" Bedingungen angeht: Mir ging es bei meiner Weihnachstfahrt ganz anders. Ich war geradezu "high", unter diesen "bekloppten" Bedingungen zu fahren. (Nachts zu fahren, finde ich immer hübsch.) Das "lonesome rider-Gefühl" (ja, wir Männer...) war schon irgendwie geil und zu wissen, dass man etwas tut, das völlig verrückt ist (für unsere Maßstäbe), obwohl es doch mit einigem Hirn und Training durchaus machbar ist. Mich hat das eher beflügelt.
War auch nötig, denn so fit wie heute war ich da noch nicht und 8 km vor dem Ziel war ich echt fertig und habe das Ende der Fahrt herbeigesehnt.
Das schon von weitem zu sehende Licht an der Haustür hat mich nochmal alle Kräfte aufbieten lassen. So ein "Licht am Horizont" bewirkt schon einiges.
Und mehr über die Türschwelle zu kippen als zu gehen, aber zu wissen "du hast es geschafft" - dieses Gefühl lässt sich auch nur schwer in Worte fassen.

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