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3rd_astronaut

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1

Freitag, 2. November 2012, 18:30

OnT-Miszellaneen

Da mir hier ein Faden für OnT-Angelegenheiten fehlt, die zu klein sind für einen eigenen Faden, mach ich mal sowas auf.
---------------------
Zu jeder Wahl kann man sich ja wieder mal fragen, welche Partei man aus Fahrradfahrersicht wählen kann. Naheliegend wären ja die Grünen, aber leider gilt dort nach wie vor: Gut gemeint ist...

Zitat von »ulli horlacher in d.r.f.«


Fritz Kuhn, neuer Stuttgarter Oberbuergermeister

http://mp3-download.swr.de/swr1/bw/leute…-kuhn.6444m.mp3

16:06

"Stuttgart ist, was den Radwegebau angeht, noch in einem gewissen
Entwicklungsstadium. Sie haben immer 80, 100 Meter Radweg und dann an der
Kreuzung endet er, die Todeszone beginnt.
Also, wir muessen Radwegebau forcieren."


ist es denn sooooo schwer zu verstehen, dass auf kreuzungen der gute radweg (TM) die todeszone ist??? also dazu muss man doch keine statistiken lesen, sondern einfach nur ab & zu in der stadt mit dem rad unterwegs sein? ich kapier das nicht...

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Harzrandradler

Casi2003

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2

Freitag, 2. November 2012, 18:52

Hmmm, ich verstehe immer nicht was die meisten Radfahrer gegen die Radwege haben. Ich persönlich fahre an einer viel befahrenen Land- oder Bundesstrasse lieber auf dem Radweg, statt auf der Strasse. Selbiges gilt für die Stadt.

Allerdings gebe ich Dir in soweit Recht, das häufig die Kreuzungen und Einmündungen Probleme bereiten. Da sollte es kostengünstig andere Möglichkeiten geben, um den Radverkehr sicher zu lenken/führen.
Für ein freies und unabhängiges, und vor allem werbefreies 2radforum!!!! :thumbsup:

"Nicht jeder der ein Trikot anzieht und auf ein Fahrrad steigt ist automatisch gedopt." Gehört beim Braunschweiger Nachtrennen.

3rd_astronaut

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3

Freitag, 2. November 2012, 19:23

wenn ich in der stadt mit dem rad fahre, will ich wohin. 90% der radwege hier halten mich auf, *ohne* mir erhöhte sicherheit zu bieten (oft ganz im gegenteil).
viel befahrene bundesstraßen sind ein anderes kapitel. allerdings ist auch dabei eine starre benutzungspflicht ärgerlich. ich muss beruflich oft sonntagmorgens herumfahren. da ist keine landstraße vielbefahren und ich könnte problemlos drauf entlangradeln. trotzdem muss ich alle naselang die seite wechseln auf den einseitigen radweg (wenn vorhanden) oder umwege fahren wegen zeichen 254.

sportugalois

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4

Freitag, 2. November 2012, 21:00

Hmmm, ich verstehe immer nicht was die meisten Radfahrer gegen die Radwege haben. Ich persönlich fahre an einer viel befahrenen Land- oder Bundesstrasse lieber auf dem Radweg, statt auf der Strasse.
Ich fahre persönlich auch lieber auf Radwegen, statt mich, weil Gegenverkehr, mit einem halben Meter Abstand überholen zu lassen.



Aber leider haben viele Radwege eine ganz schlechte Streckenführung, und/oder sind baulich in schlechtem Zustand.



Typisches Beispiel letzten Sonntag die Strecke von Amöneburg/Brücker Mühle durch den Ebsdorfer Grund nach Fronhausen http://www.marburg-biedenkopf-tourismus.…sen-radweg.html

Mal links, mal rechts an der Landstraße entlang geführt, immer schön in die Dörfer rein [für touristische oder gastronomische Ziele ok, aber für den, der von A nach B auf Strecke ist nur lästig] (und dann die Abzweige in den Dörfern nicht ausgeschildert), unübersichtliche Querungen, zwischendurch ohne Not über Schotter, dann wieder Wurzelaufbrüche, usw. Ist für eine Familie mit Kindern, die die Tante im Nachbarort besuchen, gut geeignet. Mit dem Rennrad ist's eine Qual. Wir sind deswegen nach Ebsdorf auf die Landstraße gewechselt, und erst in Bellnhausen wieder auf den Radweg.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »sportugalois« (2. November 2012, 21:10)


kylogos

unregistriert

5

Freitag, 2. November 2012, 21:33

Bin ich echt der Einzige, der mit dem Begriff OnT (und dem Teil danach) nichts anzufangen weiß? ?(

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HotRod

rogger

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6

Freitag, 2. November 2012, 22:37

Bestimmt nicht.

Ich deute den Titel mal so:
Verschiedenes mit Themenbezug.

Dem TO (TE?) geht es ja um Folgendes:
Da mir hier ein Faden für OnT-Angelegenheiten fehlt, die zu klein sind für einen eigenen Faden

On/off als Hinweis für OnT.
Es soll im Verlauf wohl nicht nur um Radwege gehen.

Vielleicht ist der TO (TE?) bereit, den Titel in verständlichere Bezeichnung zu ändern.
Gruß, rogger
------------------------------------
Moderator 2radforum.de


[img]https://winterpokal.rennrad-news.de/images/team/39.png?1676996[/img]

kai de cologne

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7

Freitag, 2. November 2012, 22:42

Ich rate mal...

OnT wie 'On Topic'.
Und die Miszella.. Dingens, die sich wie eine hartnäckige Bakterienart anhören, sind die deutsche (lateinische) Antwort auf die beliebte Rubrik 'Miscellaneous' (Vermischtes) in englischsprachigen Foren.

PS: da war ich zu spät.

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3rd_astronaut, OmikronXi

Salamander

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8

Samstag, 3. November 2012, 00:03

Ich werde meine Zeit hiermit nicht weiter verschwenden, nur eine Anregung:

Zitat

Ich fahre lieber auf dem Radweg als auf der Strasse


EHM, ein Radweg ist Teil der Straße, einer von mehreren wie Fahrbahn, Gewhweg, Seitenstreifen. Diese Gleichsetzung von Fahrbahn = Straße ist ein Teil des Problems, ein Teil von mehreren und der allergrößte. Vielleicht kommt ja der eine oder andere Radwegegläubige von alleine drauf. Kleiner Tip:: das Sprichwort "Aus den Augen, aus dem Sinn..."
"Auf meinen Reisen habe ich überall auf der Welt gute Menschen kennengelernt. Und auch ein paar Arschgeigen. Das hat nichts mit Hautfarbe, Pass oder Religion zu tun." - Jürgen Schwandt, Ankerherz Verlag

3rd_astronaut

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9

Samstag, 3. November 2012, 00:22

Na, OnT ist natürlich das Gegenteil zu OT bzw Off-Topic. Ich hätte es auch OnT-Allerlei nennen können, fand das bildungsbürgerliche Wort "Miszellaneen" aber dem Niewo des Forums angemessener ;-)

---

Schöne MTB-Bilder http://www.gipfeltreffen.at/showthread.p…ras-August-2012
versehen mit launischen Ösi-Impudentiae.

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thomaspan

HotRod

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10

Samstag, 3. November 2012, 00:45

An stark befahrenen Strassen fahre ich gerne auf dem Radweg. Besonders zur Rush Our, in der dunklen Jahreszeit oder bei Regen. Da nehme ich mich als Radfahrer gerne etwas zurück, fahre langsamer und lasse auch mal 9 gerade sein. Lieber zehn Minuten später als gar nicht ankommen. Ich bin noch oft genug mit dem Auto unterwegs um zu wissen, wie schnell bei solchen Gegebenheiten Fehler passieren können und man ein "funzeliges" Rücklicht neben den wesentlich stärkeren anderen Lichtern übersehen kann.


Auf Nebenstraßen finde ich Radwege allerdings nicht wirklich sinnig.

Aber mal zurück zum Thema. Gibt es überhaupt eine Partei, die sich ernsthaft mit dem Thema Radfahrer befasst? Aber eigentlich sind mir andere Dinge wichtiger. Eine Fahrrad freundliche Einstellung würde höchstens bei Gleichstand ausschlaggebend sein.
"Nichts macht uns feiger und gewissenloser als der Wunsch, von allen Menschen geliebt zu werden."
Marie von Ebner-Eschenbach
"Gott ist eine vom Menschen erdachte Hypothese bei dem Versuch, mit dem Problem der Existenz fertigzuwerden."
Sir Julian Huxley, engl. Biologe, 1887-1975

thomaspan

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11

Samstag, 3. November 2012, 22:34


... versehen mit launischen Ösi-Impudentiae.


Apokryph.
Ich bete 10 Campa-Kränze und gelobe Besserung ...

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3rd_astronaut

Miss Montage

Nachteule

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12

Samstag, 3. November 2012, 22:50

Ich möchte mich Salamander anschließen: die meisten Radwege verlaufen so, dass man schlecht gesehen wird.
Deshalb bevorzuge ich es meist, auf der Fahrbahn zu fahren. Stress entsteht vor allem dadurch, dass Autofahrer meinen, ich hätte dort nichts zu suchen - egal, ob rechts neben den parkenden Autos (die komischerweise kein Hindernis darzustellen scheinen) ein schmaler holpriger roter Pflasterpfad angelegt ist oder nicht.

Manchmal gebe ich klein bei und nehme den Radweg. Und manchmal sind diese ja auch so gut ausgebaut und einsehbar, dass es wirklich Spaß macht. Wie hieß es so schön an anderer Stelle in einer Interessengruppe: "Gute Radwege brauchen keine Benutzungspflicht".
Dazu zähle ich auch Radspuren auf der Fahrbahn, wenn sie breit genug und vernünftig geführt sind. Ich habe eben eine neue in unmittelbarer Nähe entdeckt, die geradeaus links von der Rechtsabbiegerspur gelegt ist: so soll es sein:-)

OmikronXi

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13

Sonntag, 4. November 2012, 13:46

die meisten Radwege verlaufen so, dass man schlecht gesehen wird.
Deshalb bevorzuge ich es meist, auf der Fahrbahn zu fahren.
Sehe ich auch so, fahre aber meist trotzdem lieber auf'm Radweg :D . Das schlecht gesehen werden ist für einen wissenden/aufgeklärten, sportlichen Radfahrer eigentlich kein Problem. Problematisch ist das nur für all diejenigen, die da entweder langtorkeln oder fahren, als ob sie die Vorfahrt eingebaut hätten. Wenn man von den Gefahren weiß und an jeder Ausfahrt etc. auf den Verkehr achtet, dann ist ein Radweg nicht unsicherer, als die Straße.
Dafür kann man entspannt am Stau vorbeifahren, steht an der Ampel immer vorne und hat deutlich mehr Ruhe, als auf der Straße. Das Optimum sind natürlich wirkliche Radfahrerspuren auf der Straße :thumbsup: ...da hat man auch das gesehen werden Problem nicht. Aber leider fahren die Torkelradler dann lieber auf dem Gehweg, als auf der Radspur 8| .


Mir fällt aber auf, wie sich meine Einstellung zu Radwegen immer wieder ändert. Auf dem Land hätte ich jeden Meter Radwegen küssen können, vor Freude darüber, dass er da ist ^^ . Schließlich baut man auf dem Land die Radwege neben Land-/Bundesstraßen...und eigentlich sind es meist auch keine Radwege, sondern Wege für Traktoren...und die schickt man auch nicht dauernd von rechts nach links und wieder zurück, schön breit sind diese Wege außerdem, mit wenig Höhenmetern und meist ziemlich direkt zum Ziel.

Dann das erste Jahr im München, da hätte ich am liebsten alle Radwege abgeschafft X( . Da hab ich all das gesehen, was es eigentlich nicht geben sollte und natürlich mit Benutzungspflicht und nervenden Autofahrern, wenn man sich nicht dran hält. Ich bin dann selbstverständlich alle Teilstücke, die mir nicht gepasst haben auf der Straße gefahren. Aber auf einer 4 spurigen Straße, wo 70km/h erlaubt sind fährt es sich halt auch nicht wirklich entspannt.

Meine neue Strecke, die ich seit 2 Jahren durch München fahre ist da anders. Die meisten Radwege benutze ich freiwillig, obwohl sie nicht perfekt sind...aber meist besser, als auf der Straße. Und kein Radweg auf meiner neuen Strecke geht über meine Schmerzgrenze hinaus...wenn ich links abbiegen will, wechsel ich aber trotzdem auf die Straße, oder wenn der Radweg mal überfüllt ist ;) .

ullebulle

Radfahrer

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14

Sonntag, 4. November 2012, 16:36

Ich glaube, das passt hier ganz gut:

Hochinteressante Artikel im aktuellen Monatsheft der Gewerkschaft der Polizei zum Thema Radfahrer, Radverkehr etc. - sehr lesenswert!

" Die Zahl der Radfahrer nimmt zu. 42,9 Millionen Pkw gibt es in Deutschland, aber 70 Millionen Fahrräder in rund 80 Prozent aller Haushalte. Allein in Berlin hat sich die Zahl der Radfahrer seit 2008 verdoppelt. Radfahren ist gesund, schont Umwelt und Geldbeutel – und geht vor allem Autofahrern und Fußgängern auf die Nerven, die darüber sogar ihren eigenen Krieg vergessen."

" MOBILITÄT IN DEN STÄDTEN Im Schutz der Anonymität blühen Aggressionen, Autofahrer steigen auf Nahverkehr und Fahrrad um, Mountainbike-Streife in der "Fahrradhauptstadt" Münster"

http://www.gdp.de/gdp/gdp.nsf/id/_dp2012…l=DE&ccm=400020

http://www.gdp.de/gdp/gdp.nsf/id/_dp2012…/DP_2012_11.pdf

Gruß ulle

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3rd_astronaut

Harzrandradler

Scoterbiker

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15

Sonntag, 4. November 2012, 22:14

wenn ich in der stadt mit dem rad fahre, will ich wohin. 90% der radwege hier halten mich auf, *ohne* mir erhöhte sicherheit zu bieten (oft ganz im gegenteil).
viel befahrene bundesstraßen sind ein anderes kapitel. allerdings ist auch dabei eine starre benutzungspflicht ärgerlich. ich muss beruflich oft sonntagmorgens herumfahren. da ist keine landstraße vielbefahren und ich könnte problemlos drauf entlangradeln. trotzdem muss ich alle naselang die seite wechseln auf den einseitigen radweg (wenn vorhanden) oder umwege fahren wegen zeichen 254.
Auch wenn das Thema eigentlich einen eigenen Faden verdient, und den Chips und Popkorn Umsatz ankurbelt, mal meine Infos dazu:

Radwegbenutzungspflicht gilt nur wenn der Weg entsprechend ausgeschildert und zumutbar und Straßen begleitend ist. Viele Innerstädtische Radwege entsprechen mindestens einem dieser Kriterien nicht. Als ADFCler lasse ich es da auch mal auf ein Bußgeld ankommen.
Straßenbegleitend ist ein Radweg übrigens schon nicht mehr, wenn er Verschwenkungen hat und weiter als 5m von der Straße entfernt liegt.
Unzumutbarkeit liegt u.a. vor, wenn mehr oder weniger oft Glas drauf liegt.
Führt ein Radweg an Parkbuchten vorbei und es ist dem Radfahrer nicht möglich min. 80cm Abstand zum parkenden Fahrzeug einzuhalten, ohne bereits den
Luftraum des nebenan befindlichen Fußweges zu verletzen, ist er nicht befahrbar.
Ein ständiger Wechsel zwischen Straße und Radweg oder wechseln der Straßenseite ist nur zumutbar, wenn die Streckenabschnitte auch eine zumutbare Länge haben und das Unfallrisiko durch den Seitenwechsel nicht erheblich steigt.

Soviel zur Theorie, die praktisch fast keinem Polizeibeamten und noch weniger Autofahrern bekannt ist. Von Stadtplanern und Bürgermeistern mal ganz zu schweigen.

Damit ein Radweg überhaupt benutzungspflichtig ausgeschildert werden darf, gelten noch viel strengere Kriterien, die 99,99% aller Radwege in Deutschland nicht erfüllen. Dazu gehört z.B. eine 24h Schneeräumung im Winter.
Hier setzen sich Kommunen, Kreise und auch der Bund klar über die Gesetze hinweg.
Ich kann jeden nur raten, der nicht auf einem geeigneten Radweg fahren möchte und ein Bußgeld zahlen soll, zu überlegen dagegen Widerspruch einzulegen und auch gleich Widerspruch gegen die Anordnung der Benutzungspflicht bei den verantwortlichen Stellen ein zu legen. Der ADFC als solcher hat übrigens kein Klagerecht.
Problematischer sind Autofahrer die in Selbstjustiz die vermeintlichen Verkehrssünder an hupen (passiert mir praktisch einmal täglich) oder ab drängen (passiert mir zum Glück seltener). Wer mich mit Absicht ab drängt wird von mir angezeigt, auch wenn Erfahrungsgemäß die Anzeige mangels Zeugen nicht fruchtet. Übrigens stellt selbst an hupen von Fahrradfahrern eine Nötigung dar.
Möglicherweise ist es sogar eine Körperverletzung (Tinnitus). Wissen auch viele nicht.
Das Wissen um mein Recht und dessen aktive Nutzung im Straßenverkehr macht mich zwar zu einem Kampfradler, aber außer meinem Leben habe ich nichts zu verlieren. :)
Übrigens: als Autofahrer habe ich hinterm Steuer mehr gefährliche Situationen und Unfälle erlebt als in gleicher Zeit als Fahrrad Fahrer auf dem Sattel. Nur sind meine Autounfälle ohne Personenschäden geblieben (einmal hat man mir die Vorfahrt genommen, drei mal lief mir Wild ins Auto), während meine Fahrradunfälle (jeweils selbst Schuld, weil zu schnell in der Kurve) mit mehr oder minder starken körperlichen Blessuren einher gingen. Als Radfahrer lernt man einfach mit rücksichtslosen Autofahrern zu rechnen und bremst eher, als Autofahrer fühlt man sich einfach geschützter und riskiert mehr.

Übrigens seit 2 Monaten schon nicht mehr selbst Auto gefahren (zumindest mit meinem), und die Entzugserscheinungen halten sich in Grenzen. Leider weiß ich aktuell gar nicht mehr wie hoch der Spritpreis ist, es interessiert mich einfach nicht. :D
Gruß
Karl-Heinz

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grandsport

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16

Montag, 5. November 2012, 12:09

Zitat von »Fritz Kuhn«

Sie haben immer 80, 100 Meter Radweg und dann an der

Kreuzung endet er, die Todeszone beginnt.

Ich weiß ja nicht, was in des Kuhns Kopf vorgeht, aber es passt schon: Ich erlebe es jedenfalls allzu häufig, dass ein Radweg bis zur Kreuzung geführt wird - aber dann geht er nicht weiter. Stattdessen ist der blaue Lolli zu bewundern mit dem Zusatzschild "Ende". Besonders schön ist das bei linksseitig geführten Radwegen.
Auf genau solchen Radwegen fahre ich sehr ungern, weil mich die Durchquerung der "Todeszone" schon abschreckt. Irgendwie muss man ja auf die andere Straßenseite kommen und dann mit dem Autoverkehr unterwegs sein. Mit dem Autoverkehr unterwegs zu sein, finde ich nicht so angenehm, ist aber auch kein Schrecken. Kommt vielleicht daher, dass ich in einer 80.00-Einwohner-Stadt groß geworden bin, die genau einen (scheiße geführten) Radweg hatte. Da lernst du, im Autoverkehr zu überleben.

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17

Montag, 5. November 2012, 12:34

Karl-Heinz, ich sage noch mal ausdrücklich danke, obwohl ich einen Teil der strafrechtlichen Äußerungen nicht teile. Aber egal!

---

Ich persönlich habe ja den großen Vorteil, im Niemandsland mit wenig Menschen + wenig Autos zu leben, wo ich nach Gutdünken (jawoll!!!) selber entscheide, wo ich radle.

In den umliegenden Dörfern + Kleinstädten ignoriere ich aus Sicherheitsgründen Radwege, außerorts nutze ich sie je nach Beschaffenheit oder auch nicht. Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmern gibts hier (nahezu) nicht + auch die (selten anzutreffende) Rennleitung ist sehr kulant.

Ansonsten entscheide ich nach eigenem Sicherheitsempfinden, z.B. in Hamburg, wo ich die Straße klar bevorzuge, aber an den 4spurigen Hauptverkehrs- + Ringstraßen auch mal das Schwänzli einziehe. Konflikte sind auch dort kaum vorhanden, wenn man sich radelnd so verhält

Zitat


Nach eigenem Gusto + Risiko (z.B. Ring 2 in HH) wähle ich aus, ob ich Radwege oder meist Straßen nutze, fahre mit meinen RRs meist sehr zügig, aber defensiv, immer Blickkontakt mit den anderen Verkehrsteilnehmern suchend ... und mir ist kaum eine kritische Situation hängen geblieben. Gut, Fehler kann jeder machen (andere wie auch ich), aber passiert ist nichts.

Fazit: Mit ein bisschen Rücksichtnahme (und die trifft man bei mindestens 95% der Verkehrsteilnehmer an) + eigener Aufmerksamkeit INCL. DEM MITDENKEN FÜR - VLLT. UNVERMEIDBARE - FEHLER DER ANDEREN gehts prima.
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18

Montag, 5. November 2012, 21:31

Glas und andere Spitze Fremdkörper

Auch wenn mein vorheriger Post anderes vermuten lässt: Ich benutze, vor allem außerhalb der Ortschaften häufig die Radwege. Zumal ich mir unnötigen Stress mit angefressenen Autofahrern ersparen will.

Um aber nicht zu einem reinen Radwege=Gut-Schlecht-Böse-Wichtig ab zu driften, fahre ich mal Thematisch weiter auf dem imaginären Weg und werfe das Thema Glas und andere Spitze Fremdkörper hinter mich. ;)

An der Hecktasche meines Fahrrades baumelt seit diesem Jahr immer Handfeger und Kehrblechplaste. Nach dem ich immer wieder gefragt wurde warum, habe ich jetzt einfach nen neongelben Aufkleber mit der Aufschrift: GLAS FREIE RADWEGE drauf gepappt.
Besonders zur Osterfeuer Zeit, Himmelfahrt und anderen Saufgelagen sind sämtliche Wege hier Glas verseucht. Das Glas kehre ich auf und entsorge es im nächsten Mülleimer, manchmal aber auch in einem Bach. Bevor jetzt der Aufschrei von wegen Umweltschutz kommt: Glas wird in einem Fließgewässer sehr schnell abgerundet und unschädlich.

Da Radwege bei uns höchsten 1 mal im Jahr gefegt werden und sämtlicher Dreck von der Straße drauf geschleudert wird, ist Eigeninitiative das einzige Mittel die Wege befahrbar zu halten. Allerdings hat mich auch schon ein Rennradler angemotzt: "Lass das Glas drauf, dann brauch ich den Weg nicht zu benutzen!".

Wie man es macht, macht man es falsch ;(

Eigentlich müsste ich auch noch ne Heckenschere mit führen, da einige bevorzugte Freizeit Radwege von Brombeeren zu gewuchert werden. Und ein großer Brombeer Dorn geht glatt durch den Big Apple Pannenschutz. :(

Doch nun zu meiner Frage:
Würde eine entsprechende Kampagne (Kein Glas auf Radwegen, Radweg ist kein Müllplatz etc.) die Bürger sensibilisieren und die Zustände verbessern, oder wäre es eher Kontra Produktiv?

Gruß
Karl-Heinz

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Montag, 5. November 2012, 22:52

Doch nun zu meiner Frage:
Würde eine entsprechende Kampagne (Kein Glas auf Radwegen, Radweg ist kein Müllplatz etc.) die Bürger sensibilisieren und die Zustände verbessern, oder wäre es eher Kontra Produktiv?

Gruß
Karl-Heinz
ich denke die meisten Bürger entsorgen ihren Müll nicht aus dem Autofenster hinaus.
Es sind wie bei vielen anderen (ärgerlichen) Vorfällen die wenigen berühmten schwarzen Schafe.
Und die erreicht man mit welcher Kampagne auch immer leider nicht. :thumbdown:

Ich könnte mir da eher vorstellen das sich Radler wie zu einer Critical Mass treffen und dann
gemeinsam vermüllte oder zugewachsene Radwege oder sehenswerte Orte wieder in den
ursprünglichen Zustand versetzen.
Nach dem Motto "Tue Gutes und berichte darüber" ;)
Nur wie organisiert man das ganze Öffentlichkeitswirksam ?(

Nebenbei bemerkt: An Himmelfahrt war ich dieses Jahr an der Alme (bei Paderborn) unterwegs.
Da waren einige Trupps mit Bollerwagen und eingebautem Grill ! unterwegs.
Trotz deutlich aufgehopftem Zustand machten alle ! Gruppen nach Klingelzeichen Platz und es gab keinen Glasbruch auf der Strecke.
Es geht also auch anders :thumbup:

Gruß
Andy

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Montag, 5. November 2012, 23:15


Doch nun zu meiner Frage:
Würde eine entsprechende Kampagne (Kein Glas auf Radwegen, Radweg ist kein Müllplatz etc.) die Bürger sensibilisieren und die Zustände verbessern, oder wäre es eher Kontra Produktiv?


Ich persönlich halte das für nachrangig. Zunächst sollte dafür gesorgt werden, dass das Radwege-Benutzungspflicht-Urteil des BVG umgesetzt wird, mit dem deutlich über 90% der Radwege überflüssig iSv. freigestellt werden.

Danach sollte der gemeine Bürger (= Autofahrer) darauf durch entsprechende Kampagnen hingewiesen werden einschließlich des Überholabstands wie in Frankreich (min. 1,5m-Schilder).

Nach diesen (vorringlichen) Aktionen kann man weiter sehen.

---

Dass ich mich hier noch mal politisch äußere :fie:
Ich bete 10 Campa-Kränze und gelobe Besserung ...

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