Du bist nicht angemeldet.

Persönliche Box

Zur Zeit sind keine Benutzer aktiv.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: 2radforum.de - Das Fahrrad-Forum für Radfahrer und Rad. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

Harzrandradler

Scoterbiker

Blog - Galerie
  • »Harzrandradler« ist männlich
  • »Harzrandradler« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Osterode

  • Private Nachricht senden

1

Freitag, 16. November 2012, 20:21

Mobilität der Zukunft aus Verbrauchersicht

Werte Fahrrad Freunde,

wieder verlinke ich eine Studie. Diesmal die Mobilitäts-Broschüre der Verbraucherzentrale Bundesverband.

Meine Meinung:

Außer einigen kleinen Inhaltlichen Fehlern, z.B. bei der Beschriftung von verwendeten Grafiken, ist sie eine durchschnittlich gemachte Informationsmappe, mit Überraschung losen Schlussfolgerungen und Vorschlägen.

Weder überrascht sie durch neue Erkenntnisse, noch zeigt sie innovative Lösungswege auf. In vielen Punkten werden die Probleme aufgezeigt, ohne jedoch konkrete Lösungen anzubieten. Vielmehr beschränkt sie sich hauptsächlich auf die Forderung nach Effizienz steigernde Maßnahmen. Nicht verkehrt und auch sehr praktikabel, aber eben auch nicht Visionär.

Leider greift sie zu kurz. Bezahlbare Mobilität und veränderte Konsumverhalten lösen die bestehenden Probleme nicht. Verkehr ist nur ein Teilaspekt unseres Lebens, der dadurch entsteht, dass wir unseren Bedürfnissen nachgehen. Unsere täglichen Verkehrsprobleme sind ein untrügliches Zeichen von gesellschaftlichen Missständen. Solange Wohnungen in der Nähe der Arbeitsplätze unbezahlbar sind, bzw. von den Arbeitnehmern unmäßige Flexibilität gefordert wird, wird sich am Verkehrsaufkommen nicht viel ändern. Die Mobilität vernichtet Arbeitsplätze, Einkaufsmöglichkeiten und öffentliche Einrichtungen vor Ort, und ersetzt sie durch weit entfernte. Kein Wunder dass die Städte wachsen und die Dörfer schrumpfen. Daher sind die Vorgeschlagenen Lösungen nichts weiter als Maßnahmen, die zwangsläufig von alleine kommen werden.

Gruß
Karl-Heinz


Henner

2radfahrer

Blog - Galerie
  • »Henner« ist männlich

Unterwegs nach: we're on the road to nowhere

Wohnort: M'heim

  • Private Nachricht senden

2

Samstag, 17. November 2012, 19:48

Auch hier: danke für den Link. Ich habe mit die Broschüre runtergeladen und gelesen.
Es gibt viel dazu zu sagen, weil es ein wahres Megathema ist - meine Gedanken dazu in ein Posting zu packen fällt mir schwer.

Nur so viel: Ich stimme dir zu, die Broschüre greift an vielen Stellen zu kurz - z.B. ist ein suggeriertes "kauft mehr (japanische) Hybridautos!" oder auch die Einführung eines Tempolimits auf Autobahnen natürlich völlig daneben. Das ist ja ganz nett, hat aber keinen großen Einfluß.

Meines Erachtens wird es in Zukunft darum gehen mit weniger Verkehr auszukommen, bzw. mit weniger Verkehr, der auf die Verbrennung von Öl/Kohle/Gas angewiesen ist.
Was das vor allem für unsere Siedlungsstrukturen heisst muß man sich überlegen. Ich meine, daß das zumindest heutzutage nicht mehr eine völlige Verstädterung nach sich ziehen muß.
Genau da sind gute Ideen nötig..

Miss Montage

Nachteule

Blog - Galerie
  • »Miss Montage« ist weiblich
  • »Miss Montage« ist ein verifizierter Benutzer

Wohnort: Berlin

  • Private Nachricht senden

3

Sonntag, 18. November 2012, 19:46

Ich habe mal reingeschaut und gebe Euch recht - visionär sind die Inhalte nicht.
Am besten gefällt mir die Grafik auf Seite 30 ("leichtes Fahrrad leistet viel") - die hätte ich gern als Aufkleber:-)

Anrados

2radfahrer

Blog - Galerie
  • »Anrados« ist männlich

Wohnort: Duisburg

  • Private Nachricht senden

4

Sonntag, 18. November 2012, 20:39

ich finde die Broschüre gar nicht schlecht.
In so einer kompakten Form praktisch alle Punkte zu Mobilität und Verkehr
darzustellen und dabei auch die Vor und Nachteile zu erwähnen ohne
"die einzig wahre" Lösung zu favorisieren habe ich so noch nicht gesehen.

Es wird halt viele kleine Lösungen geben die dann das große Ganze bilden.
Das dabei auch einige unbequeme Wege gegangen werden müssen bleibt nicht aus.
Das sich die Gesellschaft allerdings vom Kapitalismus verabschiedet (S.56 Auswege aus der Wachstumsfalle) ist zwar m.E. sinnvoll werde ich aber wahrscheinlich nicht mehr erleben
und ist daher nicht wirklich Zielführend.

Trotzdem wird sich jeder für seine persönliche Situation den komfortabelsten günstigsten
Weg suchen.
Hier muss sich die Regierung genau überlegen wo sie sich regulierend einmischt.
Da wird es leider immer Gewinner und Verlierer geben.
Ich wünsche mir da eher das man Entscheidungen die nicht den versprochenen Erfolg brachten auch wieder rückgängig macht (z.B. Feinstaubplakette , E10)
So wie es aussieht muss ich da wohl auch bis zum nächsten Leben mit warten :D

Gruß
Andy

5

Montag, 19. November 2012, 19:59

Ich finde das ganze auch ausgesprochen positiv, vor allem wenn man sich überlegt, von wem das kommt: Die Verbraucherzentralen stehen ja nun nicht gerade im Verdacht, ökoextremistische Hardliner zu sein.

Da finde ich die Punkte:
- Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in der (Kern-)stadt
- CO2-unabhängiger Verkehr
- Umwidmung von Auto-Verkehrsraum zu Fußgänger- und Fahrradflächen

... schon beachtlich. Wie gesagt, das kommt nicht von Greenpeace oder dem ADFC, sondern "aus der Mitte der Gesellschaft" - und kann, wenn die das offensiv und ausdauernd so vertreten, meines Erachtens eine andere Wucht entwickeln, als wenn das (erwartbar) von "diesen Ökospinnern" kommt ;)

Ähnliche Themen

Verwendete Tags

Studie, Verbraucherberatung, Verkehr