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Miss Montage

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1

Sonntag, 8. Januar 2012, 03:08

Zahl der Verkehrstoten 2011 drastisch gestiegen

In einem Zeitungsartikel über Peter Ramauers Bedenken zu Kopfhörern wurden bedenkliche Zahlen gemeldet:

"In Berlin und auch im Bundesgebiet die Zahl der Verkehrstoten 2011 deutlich gestiegen.
54 Menschen starben nach Polizeiangaben in Berlin bei Unfällen, die
Mehrzahl, nämlich 29, waren Fußgänger. Auch sonst wurden vor allem
schwächere Verkehrsteilnehmer Opfer, je elf Menschen kamen auf
Fahrrädern oder Motorrädern ums Leben. Bundesweit nahm die Zahl der
Verkehrstoten im abgelaufenen Jahr erstmals seit 20 Jahren wieder zu,
und zwar deutlich um etwa sieben Prozent. Es starben nach Hochrechnungen
des Statistischen Bundesamtes 3900 Menschen, exakte Angaben liegen noch
nicht vor. Die Zahl der getöteten Fußgänger sei sogar um 25 Prozent
gestiegen sein
."

Besonders traurig finde ich, dass es die "schwächsten" Verkehrsteilnehmer so hart trifft...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Miss Montage« (8. Januar 2012, 03:12) aus folgendem Grund: Zitat hervorheben


zweitwasser

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2

Sonntag, 8. Januar 2012, 08:26

es ist in jedweder weise tragisch, dass es verkehrstote gibt und natürlich noch viel mehr, wenn die zahl der verkehrstoten steigt. dein hinweis ist trotzdem schockierend, denn gäbe es wirklich einen eindeutigen zusammenhang zwischen dem anstieg der totenzahlen und dem abgelenktsein durch musikhören mit kopfhörern im strassenverkehr wäre es ja so einfach, eine grosse zahl von verkehrsunfällen zu vermeiden ..

da ist wohl eine menge aufklärung von nöten! und dann wohl eher in den musikdownloadforen, als in den radsportforen.
.. only dancing on this earth for a short while (Cat Stevens)

3

Sonntag, 8. Januar 2012, 09:11

Naja, die allgemenen Ursachen wie überhöhte Geschwindigkeit, zu wenig Abstand und Rauschmittel sind ja bekannt. Bei den "schwächsten" Verkehrsteilnehmern kommt aber laut meinem persönlichen Eindruck immer mehr Unachtsamkeit im allgemeinen dazu... ob das nun Musikhören ist oder ob die Jünger von unserem Yogi Mahatsef Gamsma Jobichler sind und in anderen Spären schweben? Die rennen/fahren gedankenlos einfach drauf los...


Ich bekenne mich mal als MP3 Jünger... aber wenn ich das Ding anmache, dann ist mir bewußt, dass ich nicht so viel über Geräusche mit bekomme und ich schaue mich 5mal mehr um als sonst.

körsbär

Team 2radforum.de

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4

Sonntag, 8. Januar 2012, 10:07

Hi,

auch ich bin öfter, gerade auf Kurzstrecken, mit den typischen Knöpfen im Ohr unterwegs. Für mich persönlich kann ich sagen das zum einem die Musik so leise eingestellt ist das ich mich ohne Probleme noch zeitgleich mit jemandem der neben mir fährt unterhalten kann und somit auch mitbekomme wenn etwas anderes um mich herum passiert. Dazu kommt dann noch das ich hier viel durch Parkanlagen ndn Fußgängerzonen (mit Radelerlaubnis) unterwegs bin und meistens nur eine Straße kreuzen muss, die Möglichkeiten hier überfahren zu werden sind also deutlich geringer als sonst. Ich denke auch das es durchaus noch unterschiede gibt in der Art der Kopfhörer, einige schließen das Außenleben ja wirklich recht gut aus.

Jeder Verkehrstote ist einer zu viel, da kann aber oftmals nur jeder selber an sich arbeiten, Gesetzesvorlagen bringen da nicht viel, eben auch weil viele typische Gefahrensituationen zu unbesorgt angehen.
Mit liebem Gruß,

Kirsche
------------------------------------
Super-Moderator 2radforum.de

ullebulle

Radfahrer

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5

Sonntag, 8. Januar 2012, 10:26

Tja, so ist das mit Herrn Ramsauer, irgendwas und irgendwo muß er ja was her diskutieren.

Er kann sich ja mal ein Beispiel an seinem Nachbarland Österreich nehmen;

Zahl der Verkehrstoten weiter rückläufig http://derstandard.at/1324501700149/Stat…er-ruecklaeufig
Die Ösis werten das so aus:"Die Hauptunfallursachen waren nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit (29,5 Prozent), Vorrangverletzung (17,7 Prozent), Unachtsamkeit/Ablenkung (13,6 Prozent), Überholen (9,0 Prozent), Fehlverhalten von Fußgängern (7,1 Prozent), Übermüdung (3,3 Prozent) und Herz-/Kreislaufversagen/Krankheit (2,2 Prozent). Eine Alkoholisierung war bei 37 oder 7,5 Prozent der tödlichen Unfälle schuld. Bei sieben war eine Alkoholisierung des Fußgängers unfallkausal."
Unser Minister: "Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) der „Saarbrücker Zeitung“. „Mit lauter Musik im oder dem Handy am Ohr schlafwandeln sie über Straßen und Bahnsteige“, kritisierte der Minister. Deswegen könnten sie Autos, Radfahrer oder Bahnen nicht hören."

Aber Populismus ist bei Politikern aus unseren südlichen Bundesländern ja wohl angesagt, wenn auf einer Welle sogar "Grün" einen Ministerpräsidenten stellen darf.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ullebulle« (8. Januar 2012, 10:32)


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Salamander

6

Sonntag, 8. Januar 2012, 11:47

Wie XXL Baer sehe auch ich die Hauptursache in der zunehmenden Unachtsamkeit, und zwar bei allen Verkehrsteilnehmern. Der rapide Anstieg bei der Gruppe der Fußgänger bestätigt meine Beobachtungen, dass zu 99% eine Straße rein nach Gehör überquert wird; mal kurz die Rübe zu drehen, scheint uncool zu sein. Hinzu kommt, dass die alte Kindergarten-Regel "Wenn das grüne Männchen aufleuchtet, darfst du gehen" immer mehr an Gültigkeit verliert.

Die Gelb-Phasen an Ampeln werden immer häufiger in den tiefroten Bereich ausgedehnt. Andererseits verpennt man gerne das Umspringen von Rot auf Grün, weil sich die Wartezeit ja vortrefflich mit einer wichtigen SMS füllen lässt. Auch wenn ich es schon mal erwähnt habe: Die Multitasking-Fähigkeit ist eine Lüge! Woher soll dieser vermeintliche Evolutionssprung auch plötzlich kommen?! Haben wir auf einmal allesamt Doppel- oder Dreifach-Hirne, die synchron mehrere Dinge 100%ig bewältigen können?!

Je mehr die Quantität des uns umgebenden Tingeltangels zunimmt, desto stärker nimmt die Qualität ab. Der Mensch unterliegt eben nur dem äußerst zweifelhaften Verlangen, möglichst viel in seinen 24-Stunden-Tag reinzupacken. Ein ganz privates Wettrüsten, damit man im Vergleich zu seinen Mitmenschen bloß nicht ins Hintertreffen gerät. Die wesentlichen, die "profanen" Tätigkeiten werden zu lästigen Randerscheinungen degradiert. Wozu soll man sich auch auf den simplen Vorgang des Laufens oder Fahrens konzentrieren, wo man das doch seit Jahrzehnten beherrscht?!!

Und warum muss ich mich nach einem Auto umdrehen, das ich nicht höre?! Wenn es mich plattfährt, merke ich das ja wohl - und muss das nicht auch noch sehen...

Gruise, Paule

P.S.: Mehr Gesetze, Verbote oder Reglementierungen bringen da überhaupt nichts. Erstens müsste deren Einhaltung ja auch kontrolliert werden, und zweitens ändern sie rein gar nichts am Grundübel. Es müsste ein kollektives Umdenken/Hinterfragen des eigenen Handelns erfolgen. Was aber kaum der Fall sein wird. Ich rechne nach wie vor mit ALLEM und fahre bisher sehr gut damit.
2017: 3.917km; S:131.053; LB:20.690; DMC:18.964; PH:1.368; AB:6.372; ges.:178.447

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Prabha

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7

Sonntag, 8. Januar 2012, 19:52

... Die Multitasking-Fähigkeit ist eine Lüge!

...Die wesentlichen, die "profanen" Tätigkeiten werden zu lästigen Randerscheinungen degradiert.

... Es müsste ein kollektives Umdenken/Hinterfragen des eigenen Handelns erfolgen.


:thumbup:

Zitat


Zuweilen wollen wir großes tun

Zuweilen wollen wir großes tun
die welt zu ändern
menschen zu bessern
aus fratzen gesichter schaffen
aus gleichgültigen teilhabende
aus unwissenden wissende
aus hassenden einander verstehende
aus engherzigen selbstlose

gut ist der gedanke

vergessend
bei uns selbst zu beginnen
denken wir ihn ergebnislos
immer wieder von neuem

Wolfgang Knape
„Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“ (David Ben Gurion)

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kairo-hh

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8

Sonntag, 8. Januar 2012, 20:18

Ramsauers Kritik an den Kopfhörern kam mir angesichts der traurigen Zahlen eher wie ein hilfloser Schuss ins Blaue vor. Im Artikel heißt es ja auch, dass es über das Unfallrisiko keine Statistiken gibt. Deshalb habe ich bewusst nur den Absatz über die Opferzahlen zitiert.

Mahatma Josef Gamsbichler

unregistriert

9

Sonntag, 8. Januar 2012, 20:26

Schon pervers, immer mehr Sicherheiten werden in die Fahrzeuge eingebaut, dennoch passiert mehr. Den Grund meinen sie ja auch zu wissen: Ablenkung durch die vielen Geräte wie Navi, Handy u.a. Bei manchen Verkehrstoten muss man sich wirklich fragen, wie das zustande kommt: Auf gerader Strecke, Fahrbahn trocken, gegen den Baum geknallt, tot. VIele Junge tippen WÄHREND der Fahrt eine SMS!

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10

Sonntag, 8. Januar 2012, 21:12

Ich frage mich auch, ob seitens der PKW-Fahrer die berüchtigte Risiko-Kompensation greift: Wenn man sich unverletzbar fühlt, braucht man ja nicht mehr so genau hinzusehen...

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NMG

Mahatma Josef Gamsbichler

unregistriert

11

Sonntag, 8. Januar 2012, 21:23

So mit 20, hat man ja mal locker die Cassette im Auto gewechselt ohne auf die Strasse zu gucken. Heute, mit über 40 habe ich Probleme, den Radiosender zu verstellen, habe Angst, zu abgelenkt zu sein. Genauso das Navi im Auto, man guckt zwangsläufig hin und drückt die eine oder andere Taste wenn Dich das Navi mitten auf der Autobahn zum links abbiegen plötzlich auffordert!

12

Sonntag, 8. Januar 2012, 22:10

Na ja, nun sind die Unfallzahlen jahrzehntelang immer nur nach unten gegangen, da wird irgendwo auch mal die Talsohle erreicht sein.

An plötzlich in grßer Zahl auftauchenden Kopfhörerhörköpfen wird es wohl kaum liegen, auch nicht an mehr Ampelsündern und was auch immer. Eine viel größere Rolle dürfte da das Wetter spielen. Man denke allein an die schneereichen Rekordmonate zu Jahresbeginn, den verregneten Sommer, ...

Und der Zufall ist auch immer wieder unberechenbar. Das Gesetz der Großen Zahlen greift halt erst bei großen Zahlen - zu denen zähle ich 3000 bis 4000 noch nicht.

Miss Montage

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13

Sonntag, 8. Januar 2012, 22:18

Sieben Prozent mehr Verkehrstote insgesamt, und ca. 25 Prozent mehr tödlich verunglückte Fußgänger halte ich aber durchaus für signifikant. Ich bezweifle ebenfalls sehr, dass es an den Kopfhörern liegt.

kairo-hh

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14

Sonntag, 8. Januar 2012, 23:25

Ich denke das Kopfhörer ihren Teil dazu beitragen, da nicht jeder an gefährlichen Passagen auf Kopfhörer verzichten und viele auch die Musik zu laut haben. Aber ich glaube auch nicht, dass Musik auf den Ohren so viel ausmachen.
Lieben Gruß

Kai

magicteddy

unregistriert

15

Montag, 9. Januar 2012, 11:11

Moin,

demnach müßten wohl die Smartphones verboten werden? 8)
Wenn ich sehe wieviele damit beschäftigt sind und durch die Innenstadt torkeln :cursing: .
Ich weiß schon warum ich meine Wege möglichst abseits vom Mainstream lege auch wenns mal ein Umweg ist.

-teddy

mick

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16

Montag, 9. Januar 2012, 11:24

[...] ich glaube auch nicht, dass Musik auf den Ohren so viel ausmachen.

Wenn ein paar Sonnentage im Jahr mehr oder ein paar Schneetage weniger einen Effekt machen, dann wahrscheinlich auch die massenhafte Anwendung von Ohrhörern oder Handys im Verkehr. Erforscht ist das vielleicht noch nicht, dafür ist das Phänomen zu jung.
Ich bin schrecklich inkonsequent - aber nicht immer!

17

Montag, 9. Januar 2012, 12:00

Es gibt auch immer mehr Menschen, die die Teilnahme am Straßenverkehr als Glücksspiel betrachten (eher die Jüngeren) oder schlichtweg überfordert sind (eher die Älteren). Drei Beispiele - zwei aus dem Bekanntenkreis der Tochter meiner Freundin, eines aus meinem Bekanntenkreis:

Tina, 22 J., Studentin sieht absolut kein Problem darin, im Großstadtverkehr während der Fahrt SMS zu tippen, achtet oft mehrere Sekunden nicht auf das, was um sie herum geschieht und überfährt regelmäßig rote Ampeln. Und das mit Kleinkind und anderen Passagieren an Bord!!! Der vermögende Vati finanziert Auto und Sprit uuund zahlt die Bußgelder. Einsicht = 0!

Marcel, 19 J., arbeitslos, Dealer, schläft schon mal während der Fahrt am Steuer ein, da auch die größte Menge an Amphetaminen kein Garant für ewige Wachsamkeit ist. Einsicht = 0!

Karl, 78 J., Rentner, biegt im Kreisverkehr auch mal auf eine Verkehrsinsel ab, weil er mit der Verkehrsführung offensichtlich überfordert ist. Einsicht = 0!

Von diesen Leuten sind zigtausende auf den Straßen unterwegs, und der einzige Grund dafür, dass nicht noch viel mehr passiert, ist der, dass die (zum Glück!) weit überwiegende Mehrheit aufmerksam ist. Denn wer fährt schon in eine für ihn grüne Kreuzung, wenn er sieht, dass da jemand bei Rot durchhuscht?!

Ich habe mal einen Autofahrer gesehen, der - aus einer Nebenstraße kommend - darauf wartete, dass der Verkehr auf der Hauptstraße abriss. Ich stand hinter ihm. Geduld schien nicht seine Stärke gewesen zu sein, denn urplötzlich - ich dachte, ich traue meinen Augen nicht - gab er Gas und fuhr einfach los! Nur der blitzschnellen Reaktion der von links Kommenden war es zu verdanken, dass es nicht direkt zu mehreren Auffahrunfällen kam.

Während meiner Cannabis-Therapie habe ich einen LKW-Fahrer getroffen, der wegen eines Kokain-Problems dort war. Der erzählte mir, dass viele seiner Kollegen koksen oder Amphetamine nehmen, um dem immer größer werdenden Druck standhalten zu können. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man auf Koks auch ganz gerne Allmachtsgefühle hegt. Man ist nahezu unverwundbar und jederzeit Herr der Lage - und in seinem 38-Tonner, hoch oben über dem "Kriechgetier" ist man das scheinbar oft genug auch.

Dann die ganzen Ghostrider und deren Nachahmer, die mit ihren Motorrädern mit bis zu 300km/h über die Autobahnen knallen und kleinste Lücken zwischen Überholern und Überholten zum Überholen nutzen. Man muss sich nur mal die you tube-Videos dazu zu Gemüte führen, dagegen sind "Need for Speed" oder ähnliche Games ein Kindergeburtstag, weil eben nur Games.

Richtig empfindliche Strafen - sinnigerweise gestaffelt nach dem Einkommen wie in Skandinavien - könnten ein Ansatz sein, denn wenn auch die hohle Birne weitestgehend merkbefreit ist, merkt es immer noch jeder an der Geldbörse. Wäre da nur nicht die Auto-Lobby, die den zehnfachen Fahrer-Airbag für viel zielführender hält. Irgendein Branchenkenner hat mal gesagt:"Wer sein Auto als rollende Gummizelle betrachtet, gehört da wahrscheinlich auch hin."

Gruise, Paule
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18

Montag, 9. Januar 2012, 12:08

Dazu passt der Anfallskranke, der in den letzten Jahren mehrfach für schwere Unfälle gesorgt hat. Zuletzt hat er mehrere Radler an einer Hamburger Ampelkreuzung ins Jenseits befördert. Der Spiegel hat im letzten Jahr ausführlich darüber berichtet. Der Epileptiker und Immobilienkaufmann hat auch nach mehreren schweren Unfällen nicht vom Auto abgelassen. Für mich unverständlich, dass Versagen von Polizei und Justiz.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,796151,00.html
Ich bin schrecklich inkonsequent - aber nicht immer!

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Mrs Tok

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19

Montag, 9. Januar 2012, 20:51

Mich würde interessieren, ob auch das Verkehrsaufkommen an sich gestiegen ist.

Und mir scheint die Knopf-im-ohr-these auch irgendwie vielversprechend. Es gibt mittlerweile so viele Gräte, die man mitnehmen und unterwegs bedienen kann - ich glaube nicht daran, dass man dann andere noch gut im Blick haben kann.

20

Montag, 9. Januar 2012, 22:13

Das Verkehrsaufkommen ist mit Sicherheit gestiegen, die Zahl der Fahrzeuge selbst wohl auch, aber nicht in dem Maße. Die Zahl der Fahrten hat zugenommen, weil immer mehr Menschen wirklich für jeden Dreck die Kiste nehmen...

Gruise, Paule
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