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Harzrandradler

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1

Freitag, 14. Dezember 2012, 16:06

Autofahren ist teurer als vermutet

Autofahren kostet die Gesellschaft mehr als vermutet.

Die Dresdner Neuste Nachrichten zitiert online eine neue Studie, welche die jährlichen Kosten durch Autofahren in Europa auf
durchschnittlich 1600 Euro pro Pkw aus den Folgen von Lärm, Umweltverschmutzung oder Unfällen beziffert. Für Deutschland werden sogar 2000 Euro pro Pkw errechnet.
Neu sind solche Berechnungen ansich ja nicht, sondern nur die Höhe des errechneten Volkswirtschaftlichen Schadens. Deutschlandradio kommentiert diese Studie kritischer und weist Ungereimtheiten nach.

Bei aller Rechnerei und Zahlenkampf fehlen mir aber Gesamtwirtschaftliche Konzepte und Visionen, wie wir in einer globalisierten Welt für alle bezahlbar mobil und wirtschaftlich erfolgreich bleiben können. Klar, Radfahren muss mehr gefördert werden, aber was schafft darüber hinaus auch Arbeitsplätze, zumal Autos gewinnbringend exportiert, Fahrräder in der Mehrzahl importiert werden? Allerdings kenne ich nicht die Importkosten von Mineralöl und ob die höher oder niedriger sind als der Exportgewinn der Kfz-Wirtschaft.

Gruß
Karl-Heinz


Anrados

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2

Freitag, 14. Dezember 2012, 19:40

oha - mal wieder ein "Chips und Bier" Thema :rolleyes:
Wie hoch die Kosten letztendlich sind ist doch egal.
Jeder weiß das Automobilität nicht zu bezifferne Folgekosten wie Lärm, Landschaftsverbrauch und Unfälle hat.
(Oder will es nicht wissen ;) )
Das wird aber gesellschaftlich akzeptiert weil es noch keine Alternative gibt.
Autoproduktion vereint halt auf wunderbare weise alle Produktions und Wissensgebiete
und sorgt damit für ordentlich Beschäftigung - eben DAS goldene Kalb.
Solange unsere Wirtschaft auf Wachstum ausgelegt ist wird das auch so bleiben.
Da der Rest der Welt wie China und Indien gerade erst auf den Geschmack des Automobils gekommen ist
dürfte das in den nächsten Jahren nicht mehr lustig werden mit den fossilen Antriebsenergien.

Über kurz oder lang wird man sich wohl mal mit einem neuen Gesellschaftsystem auseinander setzten müssen
das nicht oder zumindest nicht auf grenzenlosem Wachstum beruht.
Ich werfe da mal das Stichwort "Bedingungsloses Grundeinkommen" in den Raum.
M.E. ein vielversprechender Lösungsansatz für die Zukunft.

Gruß
Andy

Harzrandradler

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3

Samstag, 15. Dezember 2012, 00:49

Das Bedingungslose Grundeinkommen führt ja schon weit vom Thema Verkehr weg, löst aber auch nicht das Grundproblem, dass alles erst mal erwirtschaftet werden muss. Letztlich sind Wirtschaft und Verkehr bedingungslos von einander abhängig. Internetkauf und lange Wege zur Arbeit sind ja inzwischen üblich. Und wenn ich sehe was die Paketsklaven für die Auslieferung unserer Schnäppchen erhalten, bekomme ich das kalte Grausen.
Übrigens: mea culpa - ich war heute Abend per Auto zur Fahrad-Vereinssitzung in 30 km Entfernung.
;(
Allerdings in Fahrgemeinschaft mit 4 Personen.

kairo-hh

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4

Samstag, 15. Dezember 2012, 09:11

Eigentlich ist es ganz einfach von den vielen Autos weg zu kommen.
Die Wege für Fußgänger und Radfahrer müssten besser ausgebaut werden, der ÖPNV müsste besser ausgebaut werden und attraktiver werden, wozu ich insbesondere Abfahrzeiten und Preise zähle und das Autofahren extrem teurer gemacht werden (z.B. durch die KFZ-Steuer oder Maut, Ausnahmen für Landwirtschaft, Güter- und Personentransportwesen).

Sicherlich hätte es zur Folge, dass Jobs in der Auto-Mobil-Branche gestrichen werden würden, aber auf der anderen Seite würden neue Jobs entstehen. Der ÖPNV bräuchte z.B. deutlich mehr Fahrer und im Bereich alternativer Mobilität (Fahrräder) würde der Personalbedarf explodieren.

Aber das hätte auch Nachteile. Dem Staat würden jedes Jahr Milliarden an Steuereinnahmen flöten gehen, den Auto-Konzernen würden ebenfalls Milliarden an Gewinne verloren gehen, womit die Aktionäre (oder sollte ich Millionäre sagen?) weniger Kohle machen würden. Auch die Öl-Multis würden plötzlich mit deutlich weniger Gewinnen dastehen. Die Gewinner, wie z.B. die Fahrradindustrie, ÖPNV und Umwelt, sind dabei dann doch Nebensächlich. Zwar wird das Geld am Ende nur von eine Seite auf die andere Geschoben, aber das will man ja nicht sehen, schon gar nicht wenn man auf der Seite steht wo es weniger wird.
Lieben Gruß

Kai

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Anrados

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5

Sonntag, 16. Dezember 2012, 20:26

Dazu gibt es ein sehr interessantes Buch von
Ernst Ulrich von Weizsäcker "Faktor Vier"
Er beschreibt darin wie wir unseren Wohlstand behalten können aber dafür deutlich geringere Ressourcen verbrauchen würden.
Im Bereich Verkehr schlägt er auch den massiven Ausbau der Öffenlichen Verkehrsmittel sowie der des Radverkehrs vor.
Er geht sogar so weit das er die Anzahl der Taxis vervielfacht und somit die Fahrzeuge viel effizienter nutzt.
Der Fahrpreis müsste dann aber wie auch die Öffentlichen Verkehrsmittel subventioniert werden.
Das Problem ist auch hier die Finanzierbarkeit da das Wachstum nicht mehr der maßgebende Faktor ist.
Ich weiß nicht mehr wie er das Problem löst (Das Buch ist von 1995- muss ich wohl nochmal lesen :S )
Jedenfalls würde es mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen m.M. nach gut zusammenpassen.

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