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Harzrandradler

Scoterbiker

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21

Mittwoch, 22. Mai 2013, 23:33

Die berühmte Betriebsgefahr ergibt sich auch wenn ein Kfz-Fahrer um eine Kurve fährt, einen Radfahrer vor sich hat und wegen Gegenverkehr nicht ausweichen kann. Ändert nichts an der Tatsache dass der Radfahrer vom Kfz überfahren wurde, auch wenn der Kfz-Fahrer nur Teilschuld bekommt oder Frei gesprochen wird, weil unabwendbar.
Fährt ein Erwachsener auf dem Fußweg und wird vom Kfz überfahren, erhält der Kfz-Fahrer eine Teilschuld. Zurecht, da ein Kind dort legal unterwegs gewesen wäre.
Die Gerichte und vor allem die Versicherungen gehen nicht leichtfertig mit der Schuldfrage um.
Und die, freilich nicht berechneten, 99% beziehen sich auf alle Unfälle im Straßenverkehr, bei denen Radfahrer insgesamt wenige % ausmachen.
Aber über Statistiken kann man lange streiten und vieles und alles heraus lesen.
In der Praxis muss ich wohl ebenso häufig für andere bremsen wie andere für mich. Für einen Unfall reicht schon ein Fehler aus.
Aber hinter den Zahlen stehen Schicksale, und das sollten wir nicht vergessen.
Wie ein Mensch vor meinen Augen getötet wird möchte ich jedenfalls nicht erleben. Reicht wenn ich schon einige male Ersthelfer war.

sportugalois

unregistriert

22

Donnerstag, 23. Mai 2013, 00:42

Schlimme Nachricht - und so überflüssig! Längst müsste jeder LKW technisch so aufgerüstet sein, dass der "tote Winkel" kein Thema mehr ist. Warum gibt es keine elektronischen Helferlein, die die Fahrer solcher Kolosse warnen???
Eine Kollegin meiner Frau ist letztes Jahr von einem Baustellen-Lkw überrollt worden, ihr wurden beide Beine amputiert.
Die "Schuldfrage" zu debatieren finde ich müßig, der Radfahrer zieht den kürzeren, auch wenn er vorfahrtberechtig ist.

Die Radwege-Führung ist bei uns teilweise schwachsinnig, an der konkreten Stelle dürfen PKW (und LKW) nur rechts- oder links abbiegen, geradeaus führt in eine für Radfahrer (per abgetrennter Fahrspur) frei gegebene Einbahnstrasse.
Die Radfahrerin stand auf dem markierten Streifen halbrechts neben dem LKW, der ist bei Grün angefahren, sie auch, und wurde von den Hinterrädern überrollt.
Meiner Meinung nach müssen Radfahrer vor Kreuzungen und Abzweigungen in den fließenden Verkehr eingereiht werden, nur so sind "Abbiegeunfälle" zu vermeiden. Getrennte Fahrspuren erzeugen eine Scheinsicherheit, verzeihen keine Fehler.
Mir tut die Radfahrerin leid, mir tut der LKW-Fahrer leid.
Den (grünen) Verkehrsplanern bei uns in der Stadt könnte ich öfters in die Fresse hauen. Borniertes Deppenvolk.

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liberator

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23

Donnerstag, 23. Mai 2013, 07:28

Ich glaube, wenn alle Verkehrsteilnehmer der Situation, in der sie sich befinden, mehr Aufmerksamkeit zukommen ließen, würden sich eine ziemlich große Menge an Unfällen verhindern.
In Köln schaffen Leute es, sich durch geschlossene Bahnschranken zu mogeln und dabei die ankommende Bahn zu übersehen.

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kairo-hh

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24

Donnerstag, 23. Mai 2013, 09:18

Also. Ich habe mir das ganze Gedöns mit den Statistiken noch mal angeschaut.
Da es mir hier primär um verstorbene Beteiligte ging, muss ich feststellen, dass man aus den Zahlen nicht wirklich herauslesen kann in wievielen Fällen ein Auto beteiligt gewesen ist.
Trotzdem glaube ich nicht, dass in 99% der Fälle der Autofahrer schuld gewesen ist. Alleine schon deswegen nicht, weil ich oft genug zu sehen bekomme wie Radfahrer auf der falschen Straßenseite unterwegs sind, Vorfahrten missachten, bei Rot über die Ampel fahren und zumeist dabei noch Stöpsel in den Ohren haben.

Ich denke wir können uns aber auf eines einigen:

Jeder Unfall, egal ob nun mit oder ohne Auto, Fahrrad, Tote oder wie auch immer ist ein Unfall zu viel. Aber trotzdem lassen sich Unfälle nicht immer verhindern.
Lieben Gruß

Kai

grandsport

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25

Donnerstag, 23. Mai 2013, 09:57

Zweispurig geht's vorwärts, ich bin rechts mit dem Auto unterwegs, auf der linken Spur fährt einer, der mich irgendwann auch so gerade überholt und viel zu früh plötzlich auf meine Spur rüberzieht. Mich übersehen? Vergessen? Was weiß ich.
Ich hupe kräftig, er bricht den Spurwechsel ab, beschleunigt deutlich und zieht dann weiter vor mir gefahrlos auf "meine" Spur.

Mein Vorteil: Ich hatte eine Hupe, die wirkt. Nicht immer, aber immer besser als das noch so laute Pling-Pling einer Fahrradklingel.
Wir Radler sind nicht nur körperlich schwächer, wir sind hier auch technisch im Hintertreffen.

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mick

rautaxe

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26

Donnerstag, 23. Mai 2013, 10:00

Das Leben kann einfach manchmal unglaublich ungerecht sein.
Es gibt hat keinen 100% Schutz, aber deswegen sollte man sich
auch nicht unnötig einschränken.
Und als Softwaretester kann ich euch sagen,
auch elektronische Systeme sind nicht Fehlerfrei.
Aber jeder vermiedene Unfall ist was sehr positives,
man sollte sich aber nicht zu sehr auf die elektronischen
Helferlein verlassen.

Mir tun alle Beteiligten leid, aber ich werde
weiter Auto/Motorrad und Fahrrad fahren, trotz der bekannten
Gefahren.
Es ist aber auch gut, ab und zu daran erinnert zu werden.

Und als Zweiradfahrer muss man für die anderen Mitdenken.
Hätte ich dies am Mittwoch nicht getan, wäre ich bei der Ampel
auch sauber über den rechts abbiegenden PKW geflogen.
Ich dachte mir noch: "Die schaut doch bestimmt nicht auf
Radfahrer..."

In diesem Sinne:
Seit wachsam und Allzeit gute Fahrt



Offtopic:
Zur gesetzlichen Sicherheitsausstattung von LKWs.
Die Polizei hat die Tage Gefahrengutstransporte kontrolliert.
Ich glaube nur knapp die Hälfte war i.O..
Einer hat sogar zu einem Großeinsatz der Feuerwehr geführt,
da die Transportbehälter schon durchgerostet war und der
hochgiftige Inhalt ausfiel :thumbdown:

Und andere LKWfahrerinnen werden genötigt mit Karten, anstatt Navi zu fahren :thumbdown:

mick

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27

Donnerstag, 23. Mai 2013, 13:29

@sportugalois, genau diese von dir beschriebene Situation würde die obligatorische, elektronische "ToteWinkelAufklärung" rechtfertigen. Dabei ist die Schuldfrage garnicht mein Thema.
Vielmehr geht es um die Vermeidung solcher Alltagsgefahren durch Vorsicht, Rücksicht und, wo möglich, durch technische Prävention. Wenn unser Bewußtsein durch die breite Wahrnehmung eines tragischen Unfalls geschärft wird kann das nicht verkehrt sein. Wir haben auch so eine Rechtsabbiegerspur neben einem Geradeausradweg an einer Ampelkreuzung. Dort hat es in der Vergangenheit immer wieder Unfälle und brenzlige Situationen gegeben. Dann wurde ein Verkehrsspiegel aufgehängt. Diese Maßnahme war erfolgreich.

Wenn aus solchen Unfallgeschehen jedoch nicht die nötigen Konsequenzen gezogen werden, ist das so als würde man einem Pyromanen einen Flammenwerfer schenken.

Scheinbar ist die LKW-Lobby viel einflussreicher als die der Radfahrer.
Selbst wenn es scheinbar eine Tendenz zu eigenverschuldeten Unfällen bei Radfahrern gibt kann dies doch kein Argument gegen die Beseitigung eines großen Gefahrenpotenzials sein!
Ich bin schrecklich inkonsequent - aber nicht immer!

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kairo-hh

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28

Donnerstag, 23. Mai 2013, 13:41

Was vielleicht bei diesen technischen Spielereien, von wegen Abbiegewarner und Co., mal berücksichtigt werden sollte ist, dass so ein System auch versagen kann.
Das kann dazu führen, dass der Fahrer des LKW sich auf dieses System leider verlässt und einfach um die Kurven brettert, weil das Warnsystem würde ihn ja warnen, wenn da was ist.

Auf der einen Seite ist es sicherlich eine nette Sache, die sicherlich auch Unfälle vermeiden kann, aber auf der anderen Seite kann genau das System auch Unfälle verursachen.
Schaut euch doch nur mal an wie sich die Sachen teilweise mit ESP und Co. verändert haben. Viele Autofahrer verlassen sich blind auf diese Systeme und überschreiten dabei leider zu oft die Grenzen der Physik, immer mit dem Gedanken, dass das System einen ja schon schützen wird.

Ich sehe daher solche technischen Hilfsmittel immer kritisch. Auf der einen Seite sicherlich sehr hilfreich, auf der anderen Seite kann es aber auch zu einem erheblichen Schaden führen.
Lieben Gruß

Kai

mick

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29

Donnerstag, 23. Mai 2013, 14:02

Das klassische Argument gegen bessere Bremsen, Anschnallgurte, ABS, Ampeln und Airbag.
Ich kenne den umgekehrten Fall. Bis der Audi TT mit ESP ausgerüstet war gab es auffällig viele Unfälle, danach weniger.

Natürlich kann Technik auch versagen und natürlich lassen sich tragische Unfälle nie ganz vermeiden.
Aber gerade so eine Einrichtung wie die Aufklärung des "toten Winkels" ließe sich redundant absichern. Wenn die Technik versagt, müsste sie den Fahrer darüber informieren.

Mercedes hat doch solche Systeme der Fahrbahnaufklärung schon zur Serienreife entwickelt. Für mich bleibt nur das Kostenargument.

Scheinbar sind ein paar tote und verkrüppelte Radfahrer mehr oder weniger pro Jahr leichter zu verkraften als die obligatorische Einführung von Sicherheitstechnik.

Solange wir in der politischen Diskussion als Kampfradler konnotiert werden, dürfen wir uns nicht wundern wenn sich nichts ändert.
Ich bin schrecklich inkonsequent - aber nicht immer!

kairo-hh

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30

Donnerstag, 23. Mai 2013, 14:10

Oh, da scheine ich mich nicht richtig ausgedrückt zu haben.

Ich selber bin kein Gegner neuerer Technik, nur betrachte ich solche Dinge inzwischen etwas kritischer.
Die größte Fehlerquelle in einem Auto ist nun mal der Mensch, nur dieser lässt sich eben nur sehr ungerne von einem Computer ersetzen.
Lieben Gruß

Kai

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BNE_2011

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31

Donnerstag, 23. Mai 2013, 15:44

Zitat

Selbst wenn es scheinbar eine Tendenz zu eigenverschuldeten Unfällen bei Radfahrern gibt kann dies doch kein Argument gegen die Beseitigung eines großen Gefahrenpotenzials sein!

ich kann nur hier von der stadt sprechen, aber der gegensatz zwischen den vielbeschriebenen ramboradlern, die der unfallverursachung verdächtig wären, und den getöteten rechtsabbiegeopfern der letzten jahre könnte kaum größer sein: eine seniorin ~ 60 jahre alt, eine mutter mit (leerem) kinderanhänger; eine junge frau konnte sich *unter* einem lkw festhalten und hat diesen klassiker so weitgehend unverletzt überstanden; und noch 2 opfer, an deren beschreibung ich mich nicht erinnere.
also was ich sagen will: auffallend oft sind rechtsabbiegeopfer personen, die man als eher brave verkehrsteilnehmer wahrnimmt. *zu* brav, und zu wenig sensibilisiert für die gefahren, insbesondere des "sicheren" radwegs, wäre man versucht zu sagen...

thomaspan

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32

Donnerstag, 23. Mai 2013, 17:29

Das klassische Argument gegen bessere Bremsen, Anschnallgurte, ABS, Ampeln und Airbag.
Ich kenne den umgekehrten Fall. Bis der Audi TT mit ESP ausgerüstet war gab es auffällig viele Unfälle, danach weniger.


Ein bisschen ot, dann wieder zur Sache:

[ot] Der ursprüngliche TT war ein klasse Sportwagwn, nur erwarteten die Umsteiger vom Golf GTI (= kein Sportwagen) einen breiten Grenzbereich, den es - naturgemäß, je schneller, desto schmaler der Grenzbereich - nicht gab. Und dann sind sie abgeflogen.

Merke: Je höher (= schneller) der Grenzbereich, um so schmaler. [/ot]

---

Und wieder on topic:

Die meisten Verkehrsteilnehmer quatschen, hören Musik, kümmern sich um andere Dinge ... sind - kurz gesagt - nicht bei der Sache - und abgelenkt. Dagegen müsste man was tun .. auf beiden Seiten.
Ich bete 10 Campa-Kränze und gelobe Besserung ...

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33

Donnerstag, 23. Mai 2013, 17:37

verhältensänderungen sind in vielerlei bereichen dringend angebracht, nicht nur wenn's wie im strassenverkehr auf das konzentrieren auf's wesentliche ankommt .. auch im konsumverhalten: bei autos zum beispiel einfach mal weg von den sportlich aggressiven fahrwerks- und motorauslegungen (selbst für oberklasse grossraumlimousinen :S ), geld für neue scheibenwischer ausgeben, statt für noch breitere alufelgen und hirschfänger und show-lichtanlagen für LKW ..

und insgesamt statt eines auf konkurrenz und 'verdrängung' ausgelegten verhaltens gegenüber den mitmenschen hin zu einem toleranten, rücksichts- und friedvollen miteinander :).
.. only dancing on this earth for a short while (Cat Stevens)

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Pit-100

Draht_Esel

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34

Donnerstag, 23. Mai 2013, 18:27

Tragisch :(

Auch dieser Unfall zeigt mir mal wieder, dass wir Radler zwischen allen Stühlen sitzen.

Radwege sind gefährlich im Bereich von Einmündungen/Kreuzungen, durch unachtsame Fußgänger und dadurch, dass sie nach Etat gebaut werden und genauso plötzlich wieder enden wie sie begonnen haben.

Auf der Straße wird man weggehupt, geschnitten und der Ramsauer hat häufig auch was dagegen.

Ich lehne mich mal ein wenig aus dem Fenster und behaupte: Wenn der Verunglückte auf der Straße gefahren wäre, hätte der Brummifahrer ihn gesehen und er würde noch leben.

Ich fahre mittlerweile da, wo es mir am sichersten erscheint und ich am besten vorrankomme. Und das ist häufig die Straße. Selbst wenn daneben ein Radweg existiert. Ein dickes Fell sollte man sich allerdings schon wachsen lassen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Draht_Esel« (23. Mai 2013, 19:48)


The-Driver

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35

Montag, 27. Mai 2013, 02:44

Also. Ich habe mir das ganze Gedöns mit den Statistiken noch mal angeschaut.
Da es mir hier primär um verstorbene Beteiligte ging, muss ich feststellen, dass man aus den Zahlen nicht wirklich herauslesen kann in wievielen Fällen ein Auto beteiligt gewesen ist.


ich finde, das geht sehr gut:

Unfälle mit Personenschaden in 2011

Unfallbeteiligte Fahrrad vs. PKW


innerhalb geschlossener Ortschaft:
Gesamt 42.717
Hauptverursacher PKW 32.182 = 75,3%
Hauptverursacher Rad 10.535 = 24,7%


außerhalb geschlossener Ortschaft:

Gesamt 2.904
Hauptverursacher PKW 2.032 = 70,0%
Hauptverursacher Rad 872 = 30,0%


Quelle: Destatis, Unfallstatistik


übrigens wurden in 2011 insgesamt 76 Radfahrer durch den Güterkraftverkehr getötet. Schuldquote liegt meiner Erinnerung nach auch bei ca. 75% (müsste ich mal exakt aufbröseln, weil das unterteilt ist).


"früher" waren auf einem Sattelschlepper o.ä. meistens 2 Personen im Führerhaus. da hatte der Beifahrer einen besseren Überblick oder stieg in kniffligen Situationen aus und prüfte ob die Fahrbahn frei ist oder hielt gar den Verkehr an.

natürlich heute "undenkbar", was das alles kostet (außer Menschenleben).

so lax, dass Unfälle unvermeidbar sind, sehe ich die Sache bei LKW und Co. nicht. vielmehr wird auf menschliche (Beifahrer) und bereits vorhandene technische Möglichkeiten verzichtet und dadurch billigend der Tot mehrerer Menschen in Kauf genommen.

kairo-hh

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36

Montag, 27. Mai 2013, 09:00

Na ja, Du hast jetzt eine Statistik mit Personenschäden herangezogen. Ein Personenschaden kann jede Art von Verletzung sein.
Wie ich es aber geschrieben habe und Du auch zitiert hast, ging es mir um verstorbene durch den Unfall, nicht nur um Verletzungen.
Lieben Gruß

Kai

FraWie

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37

Montag, 27. Mai 2013, 10:49

Ich finde die oben verlinkte Statistik extrem unübersichtlich, man könnte meinen da steckt Absicht dahinter. Wesentlich besser sind die Daten hier durch den Berliner ADFC aufbereitet. Auch wenn nur die Daten aus Berlin ausgewertet werden, sollte dies in der Tendenz keinen großen Unterschied machen.

Die starke Gefährdung durch abbiegende LKW wird hier deutlich. Durch Radfahrer verursachte tödliche Unfälle passieren vor allem bei Missachtung von roten Ampeln, Queren der Fahrbahn und Straßenbahnen (siehe 1.3).

Zusammenfassung (siehe 1.7):

Zitat

· Die Zahl der getöteten Radfahrer steigt im Jahr 2012 stark an (+36%
gegenüber 2011)
· Die Abbiege-Unfälle mit Lkw-Beteiligung dominieren stark das
Unfallgeschehen bei Radunfällen mit Todesfolge (31% Anteil)
· Von den Radunfällen mit Todesfolge sind überproportional ältere
Radfahrer betroffen (50% älter als 55 Jahre und 33% älter als 65
Jahre)
· Von den Abbiege-Unfällen insgesamt sind stark überproportional
Frauen betroffen (67%). Bei Abbiege-Unfällen mit Lkw-Beteiligung ist
der Anteil der Frauen an den Betroffenen noch höher (75%)
· Auf Radspuren fanden in den Jahren 2008 bis 2012 nur etwa halb so
viele Radunfälle mit Todesfolge statt wie auf Hochbordradwegen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »FraWie« (27. Mai 2013, 11:22)


kylogos

unregistriert

38

Montag, 27. Mai 2013, 13:14

Bin ich hier eigentlich im Gelben?

Zur Erinnerung: es geht um einen Toten, Paulipirat war dabei.

Es geht nicht um Statistiken,Korinthen oder Schuldzuweisungen!

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paulipirat

radelnde Bleiente

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Unterwegs von: Überall

Unterwegs nach: Nirgendwo

Unterwegs über: Da wos schön ist

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39

Montag, 27. Mai 2013, 13:27

Danke, aber ich lese hier eh kaum noch mit (allenfalls über die E-Mail-Benachrichtigung).

Ich hatte meine Intention ja schon dargelegt, das hier zu posten. Ist schief gegangen, mach ich nicht wieder...

FraWie

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40

Montag, 27. Mai 2013, 15:23

Bin ich hier eigentlich im Gelben?

Zur Erinnerung: es geht um einen Toten, Paulipirat war dabei.

Es steht doch außer Frage, dass Paulipirat persönlich betroffen ist. Einen guten Freund hätte ich umarmt und bei einem Glas Bier drüber geredet. Das ist im Forum nun mal nicht möglich.
Gerade weil es einen Toten gab, muss es doch möglich sein, die Möglichkeiten zur Vermeidung solcher Unfälle zu erörtern!

Es geht nicht um Statistiken,Korinthen oder Schuldzuweisungen!

Aber Polemik gegen das Gelbe ist in Ordnung.

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mick