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Mickys Herrchen

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1

Montag, 17. Juni 2013, 17:18

Jetzt Helmpflicht durch die Hintertür ???

http://www.schleswig-holstein.de/OLG/DE/…ahrradhelm.html
Kaum zu fassen, die Richter werden auch immer bekna...,äh, seltsamer...

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Baerlin

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2

Montag, 17. Juni 2013, 17:35

Genau das habe ich schon gedacht.
Meine kleine Homepage:
http://www.rennrad-sabrinagrun.de.tl/

Helmlos

unregistriert

3

Montag, 17. Juni 2013, 17:56

Nach dem Motto kann Richter/Richterin auch Ellbogen-, Knie-, Schienbeinschutz und dergleichen fordern oder Ansprüche kürzen. Kann 'Mann' eigentlich mit einem Suspensorium noch geschmeidig radfahren?

:rad:

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Manfred1954

4

Montag, 17. Juni 2013, 18:38

Moin, wollte es gerade hier einstellen; http://www.ndr.de/regional/schleswig-hol…radhelm141.html Nun fahre ichja seit einem Jahr mit Helm. In diesem Fall frage ich mich aber: "Wie unaufmerksam dürfen Autofahrer sein????" Grundsätzlich ist ja auch zu fragen, ob Judikative die Legislative ersetzen darf. (geschrieben, ohne die Urteilsbegründung zu kennen) ^^
Gruß
Manfred


Ich bin immer noch verwirrt, aber auf einem höheren Niveau

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5

Montag, 17. Juni 2013, 18:49

Da bin ich ja auf die nächste Instanz gespannt. Ich bin auch für eine helmpflicht fur Fußgänger, der ja ansonsten eine Mitschuld trägt wenn ihm der Himmel auf den Kopf fällt
Lg Michael

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kasimir, mick

6

Montag, 17. Juni 2013, 19:31

wenn ihm der Himmel auf den Kopf fällt
oder ein simpler Dachziegel oder Ast. :rolleyes:
Gruß
Manfred


Ich bin immer noch verwirrt, aber auf einem höheren Niveau

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7

Montag, 17. Juni 2013, 19:34

Übertreibung macht anschaulich :-D

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Anrados

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8

Montag, 17. Juni 2013, 20:27

habs auch eben im Radio gehört und bin entsetzt.
Trotz grob fahrlässigem Verhalten des Autofahers bekommt die Radlerin eine Teilschuld
obwohl feststeht das der Helm die Unfallfolgen nicht verhindert hätte sondern nur vielleicht
oder eventuell etwas vermindert hätte. :cursing:
Da kann ich den Helm auch auf dem Gepäckträger mitführen da hilft er vielleicht auch.
Zum Glück wird das ja von jedem Gericht anders entschieden, es wäre aber dennoch schön
wenn man nach einem Unfall nicht die Glaskugel rausholen müsste um zu wissen ob man
denn nun seinen Schaden ersetzt bekommt oder Abstriche machen muss.
Man sollte also versuchen ein deutlich höheres Schmerzensgeld einzuklagen
damit am Ende nochwas überbleibt ;)

Recht haben heißt noch lange nicht Recht bekommen :rolleyes:

Casi2003

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9

Montag, 17. Juni 2013, 20:54

Zitat

Recht haben heißt noch lange nicht Recht bekommen


Wenn ich meinen Vater zitieren darf:

Zitat

Deutschland ist zu einer Bananenrepublik verkommen. Von diesem Staat ist keine Gerechtigkeit mehr zu erwarten.
Und:

Zitat

Ich hab mal als Junge mit auf den Weg bekommen, das alles was nicht ausdrücklich verboten ist, erlaubt ist. Heute ist in diesem Sch...staat alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist.



Mein Vater ist Jahrgang 1951.
Für ein freies und unabhängiges, und vor allem werbefreies 2radforum!!!! :thumbsup:

"Nicht jeder der ein Trikot anzieht und auf ein Fahrrad steigt ist automatisch gedopt." Gehört beim Braunschweiger Nachtrennen.

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10

Montag, 17. Juni 2013, 23:08

Casi, ich bin normal nicht pessimistisch, aber in letzter zeit häufen sich wirklich komische sachen: der mollath-fall, diese ganzen datenvorratsspeicherungensachen, solche urteile...

sportugalois

unregistriert

11

Dienstag, 18. Juni 2013, 00:05

Das Urteil weicht von der bisherigen Rechtsprechung eklatant ab, um zu wissen, wie es dazu kam, müsste man den Verfahrensverlauf und die Argumentation der Prozeßbeteiligten kennen.
Auch ohne Genaueres zu wissen, bezweifle ich stark, dass dieses Urteil in der nächsten Instanz so bestätigt wird.

So weit ich die Argumentationskette der Urteilsbegründung kenne, könnte man auch dem Fahrer eines 25 Jahre alten Fiat Panda, dem an einer Kreuzung von einem Porsche Cayenne die Vorfahrt genommen wurde, dem ihm zustehenden Schadenersatz und das Schmerzensgeld beschneiden.

"Fahrradfahrer sind heutzutage jedoch im täglichen Straßenverkehr einem besonderen Verletzungsrisiko ausgesetzt. Der gegenwärtige Straßenverkehr ist besonders dicht, wobei motorisierte Fahrzeuge dominieren und Radfahrer von Kraftfahrern oftmals nur als störende Hindernisse im frei fließenden Verkehr empfunden werden..."
Ich interpretiere das mal frei um:
"Fahrer von älteren Kleinwagen sind heutzutage jedoch im täglichen Straßenverkehr einem besonderen Verletzungsrisiko ausgesetzt. Der gegenwärtige Straßenverkehr ist besonders dicht, wobei stark motorisierte Fahrzeuge dominieren und Kleinwagen von Fahrern potenter Fahrzeuge oftmals nur als störende Hindernisse im frei fließenden Verkehr empfunden werden..."Usw.

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12

Dienstag, 18. Juni 2013, 05:14

Grundsätzlich ist unsere Verkehrsrechtsprechung so ausgeprägt, dass der schwächere Verkehrsteilnehmer stärker geschützt, als gestraft wird. Aber derartige Urteile gab es früher in erster Instanz meine ich schon öfter. Zumindest wurden sie in unzähligen Helmthreats im gelben immer wieder erwähnt. Jetzt ist es eine zweite Instanz... Ein Richter wurde befördert. :D

liberator

mind the cat

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13

Dienstag, 18. Juni 2013, 07:39

Hm, bei der Schuldfrage geht es ja mehr um eine Kostenverteilung, und wenn ein Radfahrer durch einen geringen Mitteleinsatz sein Verletzungsrisiko verringern kann, das aber nicht macht, kann ich nachvollziehen, dass ein Richter sagt, der Radfahrer bekomme Mitschuld, wenn er das nicht macht. Juristen ticken so, richtig finde ich das nicht, die Grenze ist gefühlt zu grau, irgendwann bekommt man eine Mitschuld am Armbruch, weil man keine Protektoren getragen hat. Das kann immer weiter gehen...

DerDickeBaer

unregistriert

14

Dienstag, 18. Juni 2013, 08:01

Das Urteil weicht von der bisherigen Rechtsprechung eklatant ab, um zu wissen, wie es dazu kam, müsste man den Verfahrensverlauf und die Argumentation der Prozeßbeteiligten kennen.
Auch ohne Genaueres zu wissen, bezweifle ich stark, dass dieses Urteil in der nächsten Instanz so bestätigt wird.
.


Ich wag mal zu bezweifeln, dass irgendjemand die arme Frau darin unterstützen wird, zum BGH zu gehen, denn das wäre die nächstmögliche Instanz (wenn die Revision nicht sogar ausgeschlossen wurde). Der ADFC tönt zwar laut rum, macht aber ganz sicher nix. Privat wäre mir das finanzielle Risiko auch zu höch, es sei denn, irgendeine Rechtschutzverischerung übernähme die Kosten.

Zum Fall selbst: geradezu perfid ist ja auch die Aussage, dass nicht nur das Schmerzensgeld, sondern auch alle anderen Kosten um 20% gekürzt werden. Welche Kosten sind da genau gemeint? Hätte beispielsweise das Schadensbild am Fahrzeug anders ausgesehen, wenn die Dame einen Helm getragen hätte?

Schon ziemlich unfassbar das ganze...

Pixelschubser

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15

Dienstag, 18. Juni 2013, 08:14

So weit ich die Argumentationskette der Urteilsbegründung kenne, könnte man auch dem Fahrer eines 25 Jahre alten Fiat Panda, dem an einer Kreuzung von einem Porsche Cayenne die Vorfahrt genommen wurde, dem ihm zustehenden Schadenersatz und das Schmerzensgeld beschneiden.


Nein, das sehe ich anders. Der Fahrradhelm ist keine notwendige bauliche Veränderung am Fahrrad, sondern eine Schutzmaßnahme für den Radfahrer. Wenn Du also den Panda-Cayenne-Vergleich heranziehen wolltest, müsstest Du sagen: Der Fahrer des Panda wird an seinen Heil- und Behandlungskosten beteiligt, wenn der seinen Gurt nicht angelegt hatte und durch den Unfall verletzt wurde. Es besteht eine Gurtpflicht (über die seinerzeit übrigens mit derselben Vehemenz diskutiert wurde, wie wir heute über die Helmpflicht diskutieren), die einzig und allein dazu dient, die Zahl der Schwerstverletzten und Getöteten etwas zu reduzieren. Niemand maßt sich an zu behaupten, der Gurt sei ein unbedingter Lebensretter. Genauso sollte man auch die Diskussion um den Helm betrachten: Auch der ist nicht dazu gedacht (oder geeignet), das Überleben des Radfahrers unter allen Umständen zu gewährleisten.

Zitat von »liberator«

Juristen ticken so, richtig finde ich das nicht, die Grenze ist gefühlt
zu grau, irgendwann bekommt man eine Mitschuld am Armbruch, weil man
keine Protektoren getragen hat. Das kann immer weiter gehen...
Auch da sehe ich das Ganze etwas anders: Grundsätzlich wird ja immer eine gewisse Verhältnismäßigkeit angestrebt. Der volkswirtschaftliche Schaden bei einem Armbruch hält sich normalerweise in recht engen Grenzen, somit kann dieses Risiko also durchaus als moderat eingestuft werden. Das sieht bei (potentiell tödlichen) Schädelverletzungen selbstverständlich anders aus - muss man, glaube ich, auch nicht weiter erklären.

Schaut mal bitte über den Tellerrand zu den Motorradfahrern: http://fahrschule-for-you.de/pages/fahre…utzkleidung.php
Hier gilt das gleiche nicht nur für den Helm, sondern für die Kleidung. Wer ohne Schutzkleidung fährt, verstößt gegen die Schadensminimierungspflicht und muss zahlen. Und? gab's unter den Bikern solche Heulereien wie unter uns Radfahrern? Oder sollten die an dieser Stelle tatsächlich einfach einen Tic vernünftiger sein?

Ich bin überzeugt, dass ein "einfaches" Schädel-Hirn-Trauma seltener zum Tode führt und leichter (ergo kostengünstiger) zu behandeln ist, als eine Schädelbasisfraktur. Wenn meine blöde ungeliebte Eierschale auf dem Kopf die Chance bietet, genau diesen Unterschied herzustellen, bin ich gerne bereit, den Helm zu tragen, auch wenns mir darunter warm wird und ich aussehe wie Calimero. Ich bin lieber ein lebendiger Calimero als ein toter Tweety.
Gruß: Pixelschubser

"A ship is safe in harbour - but this is not what ships are made for."

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16

Dienstag, 18. Juni 2013, 09:00

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehr…n-a-905466.html

Diesen Beitrag finde ich übrigens echt witzig: Helmpflichtgegner schreien erst mal Juchhe, wenn sie die erste Hälfte des Berichts lesen und fühlen sich in ihrer Haltung bestätigt. Tja, und hinterher kommt das böse Erwachen, das da sagt: Die Untersuchungen haben allesamt methodische Schwächen und sind somit für eine eindeutige Aussage nicht geeignet - und noch besser: sie lassen sich aufgrund des völlig anderen Verkehrsgeschehens nicht auf Deutschland übertragen. Und selbst niederländische oder dänische Ergebnisse könnten wir hier nicht anwenden, weil wir da und dort vollkommen andere Voraussetzungen haben - nämlich im Zahlenverhältnis zwischen Radfahrern und motorisierten Verkehrsteilnehmern, Einrichtung von Schutzstreifen, andere Ampelanlagen, weniger LKW-Transitverkehr auf Landstraßen und durch Städte und so weiter.

Ich zitiere mal eine Aussage aus SPON: "Jede blöde Bordsteinkante ist deutlich härter als der intelligenteste
Menschenschädel. Damit ein möglicher Konflikt beider nicht von
vorneherein aussichtslos für den Schädel ist, sollte der Helm drauf -
für jeden!"
DAS finde ich eine vernüftige Haltung.
Gruß: Pixelschubser

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17

Dienstag, 18. Juni 2013, 10:09

Das entscheidende Argument gegen die kanadische Studie verbirgt sich in einem Nebensatz. Wenn ich Aussagen über die Folgen des Helmtragens bei Unfällen haben möchte, muss man imho ALLE Unfälle mit "Kopftreffern" untersuchen! Stürze ich, mein Helm geht kaputt, mir gehts gut, gehe ich nicht ins Krankenhaus oder zum Arzt.

Da solche Unfälle oft nicht erfasst werden (wenn ich z.B. allein unterwegs im Wald stürze, und es zu keinem Polizei oder Rettungsdiensteinsatz kommt), müsste eine Studio eine gezielte Untersuchungsgruppe und eine gezielte Kontrollgruppe erstellen, und regelmäßig Unfälle etc. abfragen.

Immerhin schön, dass man im Blauen in einem Helmfred (die hier ja eigentlich mal unerwünscht waren) noch bei Beitrag 10 sachlich argumentiert - und nur wenig emotional. Wenn hier schon das Gelbe angeführt wird.

Meine Meinung, falls es wen interessiert: Ich fahre mit Helm, immer. Aber ich bin gegen eine Helmpflicht. Ob ich nun als nicht Helmträger einen Teil meines Schadens selber tragen muss, darüber habe ich noch nie nachgedacht. Das mit der Motorradschutzkleidung z.B. wusste ich gar nicht, finde ich aber ein nachdenkenswertes Beispiel. Nun, was meine Meinung zu dem Threaderöffnenden Urteil betrifft, befinde ich mich noch in der Findungsphase ... grübelgrübel.

Und gerade fällt mir ein, dass es ja schon einige verpflichtende Schutzeinrichtungen beim Radfahren gibt: Pedalreflektoren, Seitenreflektoren, 2 Bremsen, etc. pp. Fehlt soetwas, kann das im Schadensfall auch zur Teilschuld führen. Mit dem Unterschied, dass der Helm eben nicht verpflichtend ist. Hhm, ich komme zu keiner entschiedenen Meinung in diesem Punkt.
Dieselersparnis: 2013 ca. 108L, 2014 ca. 275L, 2015 ca. 160L, 2016 ca. 180L, 2017 ca. 160L

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18

Dienstag, 18. Juni 2013, 10:48

Ich kann ja nicht anders, ich muss ja immer noch nachladen ;)

Es ist doch letztlich so: Wenn ich mich in eine potentiell gefährliche Situation begebe (und der Straßenverkehr - insbesondere innerstädtisch - ist eine potentiell gefährliche Situation), dann sollte ich doch das mir mögliche und zumutbare dafür tun, die Gefahr für meinen Leib und mein Leben gering zu halten. Unfälle lassen sich nun mal leider nicht ausschließen, also muss man doch dafür sorgen, dass die Folgen eines Unfalles nach Möglichkeit gering gehalten werden.

Der Fahrradhelm ist keine Vollkaskoversicherung für unbedingte Unversehrtheit - dafür ist er auch nicht gedacht. Wenn ich mit meinem Rad unter die Reifen eines LKW gerate, weil der mich beim Abbiegen übersehen hat, bin ich erledigt, egal, wie gut ich mich schütze. Aber für die meisten anderen Fälle - wie z.B. rutschige Fahrbahn in der Kurve, ich schaller hin und knalle mit dem Kopf irgendwo gegen - ist der Helm definitiv eine gute Sache und wenn er nur den Unterschied zwischen Schädelbasisfraktur und Schädel-Hirn-Trauma darstellt.

Wenn ich bewusst auf den Helm verzichte, zwinge ich die Gemeinschaft der Versicherungszahler dazu, für meine höheren Behandlungskosten aufzukommen, das heißt, ich nehme bewusst einen volkswirtschaftlichen Schaden in Kauf. Ist das gerecht? Ist es gerecht und richtig, dass die Krankenkasse (und somit alle ihre Mitglieder) dafür aufkommen müssen, dass man nicht mal das Minimum an Eigensicherung akzeptieren will? Ich muss nicht besonders weit übertreiben, um daraus eine Verweigerung unseres Solidarprinzips zu machen.

Ob eine gesetzliche Helmpflicht für Radfahrer wirklich sein muss, darüber kann man diskutieren. Glücklich wäre ich damit auch nicht unbedingt, wobei ich mich als ohnehin recht regelmäßiger Helmträger damit auch nicht wirklich schwertäte. Aber ich denke, der Wunsch der Versicherer nach einer Selbstbeteiligung an den Behandlungskosten für verunfallte Helmmuffel ist durchaus nachvollziehbar und akzeptabel.
Gruß: Pixelschubser

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Pixelschubser« (18. Juni 2013, 10:52)


HotRod

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19

Dienstag, 18. Juni 2013, 11:17

Ich finde, man kann das Rad nicht mit anderen Verkehrsmitteln vergleichen, da es meiner Meinung nach inoffiziell nicht als "echtes" Verkehrsmittel anerkannt ist.


Der Fußgänger hat seinen Fußweg. Die motorisierten Fahrzeuge ihre Straße. Das Radfahrer fährt mal hier oder mal da, je nachdem wo die Verkehrsplaner denken, es könnte noch etwas Platz sein, denn "sein" Radweg wird entweder mit einem Fußweg kombiniert - wo der Radfahrer gegenüber dem Fußgänger der Stärkere ist, also defensiv fahren muss -, ist im schlechten Zustand, hört im Nirvana auf und/oder ist lebensgefährlich. Zugegeben, mancherorts mag es etwas besser aussehen, dürfte aber immer noch die Ausnahme sein.

Nun muss noch der Radfahrer - der ja gegenüber dem Auto der Schwächere ist - zusätzlich für den eigenen Schutz sorgen, um für den Fall, dass der Autofahrer einen Unfall verursacht, keine Teilschuld zu bekommen. Äquivalent dazu, müsste ein Fußgänger einen Helm tragen, wenn er nach einem Zusammenstoß mit einem Radfahrer auf einem kombinierten Fuß-/Radweg keine Teilschuld bekommen will.

Was für ein Blödsinn :pillepalle:

Sollte sich dieses Urteil durchsetzen, behalte ich meine Renner und verkaufe meine restl. Räder und fahre nur noch mit 'ner Enduro durch die Stadt. Die braucht nur unwesentlich mehr Parkraum, kommt an jedem Ampelstau nach vorne, kann locker jeden Bordstein hoch fahren und hat im Winter mit der richtigen Bereifung auch genügend Grip auf Schnee. Dann sind die Straßen sowieso besser geräumt. XD
"Nichts macht uns feiger und gewissenloser als der Wunsch, von allen Menschen geliebt zu werden."
Marie von Ebner-Eschenbach
"Gott ist eine vom Menschen erdachte Hypothese bei dem Versuch, mit dem Problem der Existenz fertigzuwerden."
Sir Julian Huxley, engl. Biologe, 1887-1975

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stilleswasser

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20

Dienstag, 18. Juni 2013, 11:42

Zitat

Es ist doch letztlich so: Wenn ich mich in eine potentiell gefährliche Situation begebe (und der Straßenverkehr - insbesondere innerstädtisch - ist eine potentiell gefährliche Situation), dann sollte ich doch das mir mögliche und zumutbare dafür tun, die Gefahr für meinen Leib und mein Leben gering zu halten.
ja, z.b. seitenabstand >autotürlänge einhalten. mehr ist zum vorliegenden fall nicht zu sagen.

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