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Berny67

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Samstag, 16. August 2014, 01:15

Urlaub auf Sri Lanka beendet

Hallo liebe Radfahrergemeinde,

ich wollte mich mal zurück aus meinem Sri Lanka-Urlaub im letzten Monat melden. Am 04.08. sind wir abends wieder in Düsseldorf gelandet. Seit 18 Jahren war ich mit meiner Familie das erste Mal wieder dort, sind viel herumgereist und haben viele Verwandte besucht, was manchmal auch beinahe leicht in Stress ausartete. Abgesehen davon, dass sich in diesem langen Zeitraum, seit meinem letzten Besuch, viel verändert hat, und sich die Gegensätze dort noch stärker entwickelt haben, ist dort auch fahrradmäßig einiges los.
Das Fahrrad gehört dort mit Sicherheit zu einem der gebräuchlichsten Verkehrsmittel, genießt aber noch lange nicht den Stellenwert wie hier in Europa. Die meisten Menschen, die das Fahrrad benutzen, können sich schlichtweg kein motorisiertes Fahrzeug leisten. So kann einem durchaus mal begegnen, dass sich eine komplette vierköpfige Familie auf einem einzigen Fahrrad durch das Verkehrsgewühl schlängelt. Selbst Reparaturen an Fahrrädern scheinen für diese Menschen unerschwinglich zu sein, denn was kaputt geht, wird dann einfach abgebaut und nicht ersetzt, oft daran feststellbar, dass z.B. bei vielen Pedalen nur noch die Stange an der Kurbel vorhanden war, Lampen oder Schutzbleche vollkommen fehlten.
Natürlich besitzen auch die meisten Wohlhabenden Fahrräder, die aber scheinbar nur wenig genutzt werden, wie ich es bei der Verwandtschaft feststellen konnte.
Zudem gehören die Straßen, besonders in den Städten, scheinbar nur den Autofahrern, wahnsinnigen Busfahrern und Tuc-Tucs. Ich bin in Colombo mit dem Mountainbike eines Neffen, in einer eigentlich ruhigen Wohnstraße, mal so knapp 1 km nur so zum Test gefahren, habe mich dabei aber schon auf den ersten Metern gefragt, wie ich mir das nur antun konnte. Ich wurde bestimmt 20 mal angehupt, von Mopeds oder Autos geschnitten, oder Autofahrer, die gerade, natürlich ohne zu blinken, stoppten, öffneten ihre Tür, ohne in den Spiegel, geschweige denn über die Schulter, zu schauen. So kam es dazu, dass ich den ganzen Urlaub leider auf mein geliebtes Radfahren verzichtet habe, einfach weil ich nicht lebensmüde bin. Auch die kurzen 5 km Autofahrt mit dem Nissan Sunny (zum Glück Automatik) meiner Schwägerin haben mich eine Menge Schweißtropfen gekostet, obwohl ich den Trick mit der Hupe auch fleißig anwendete.
Da es in diesem Land schon sehr früh dunkel wird, bereits zwischen 18 - und 19.00 Uhr ist auf den Straßen besonders Vorsicht geboten, denn die Radfahrer sind zu 99 % ohne Licht unterwegs. Manche haben wenigstens vorne eine Lampe, sogar teilweise richtig gute LED-Leuchten. Hinten genügt bestenfalls ein Reflektor. Man muss ja schließlich nur vorne gucken können, wo man hinfährt, hinten müssen ja die anderen Verkehrsteilnehmer gefälligst aufpassen. Als ich bei einem Besuch erzählte, mit welchen Leuchtmitteln und Reflektoren meine Fahrräder ausgestattet sind, und dass ich im Dunkeln eine Sicherheitsweste trage, wurde mir nur ein verständnisloses Lächeln entgegnet. Äußerst interessant sind die verschiedenartigen Fahrradläden. Im Landesinneren und in Richtung Hochland sind diese meistens nur etwas bessere Garagen, während sie sich in den Touristengebieten, oder in der Hauptstadt Colombo, von den hiesigen eigentlich kaum unterscheiden. Der größte Renner sind scheinbar im Moment Jugend-Mountainbikes mit vollverkleideten Rädern, so wie sie früher mal von den Radrennprofis, für bessere Aerodynamik, benutzt wurden. Bei den Standardfahrrädern werden interessanterweise beide, also Vorder- und Hinterbremse, über ein Gestänge bedient. Dabei sind die hinteren Bremszangen liegend hinter dem Tretlager befestigt.
Übrigens trafen wir am Flughafen auch ein älteres holländisches Pärchen, die ihre Fahrräder als Sondergepäck mit in den Flieger genommen hatten und das Land damit erkunden wollten. Eigentlich eine tolle Idee, da zumindest die Hauptstraßen schon auf fast westlichen Standard ausgebaut wurden und die Landschaft dafür sehr reizvoll ist, aber auch ein verdammt mutiges Unterfangen auf Grund der mangelnden Verkehrsdisziplin, unzähligen streunenden Hunden und möglichen Überfällen.

Anbei gibt es noch ein paar Schnappschüsse von dortigen Fahrrädern.

Liebe Grüsse

Berny
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  • gebräuchliches Fahrrad auf Sri Lanka.JPG
  • Standardfahrrad auf Sri Lanka.JPG
  • Mountainbike 2 made in Sri Lanka.JPG
  • Mountainbike made in Sri Lanka.JPG
  • Mountainbikes made in Sri Lanka.JPG

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GünniReloaded

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Sonntag, 31. August 2014, 19:48

Hallo,

den Bericht über deinen Sri-Lanka Urlaub fand ich echt interessant! Ich war dieses Jahr in Thailand unterwegs und habe dort kaum Menschen auf Fahrrädern getroffen, die meisten hatten Roller oder kleine Mopeds und es herrschte das gleiche Phänomen wie du auch in Sri Lanka erlebt hast: die Straße gehören ausschlißelich den motorisierten Fahrzeugen, mit einem Fahrrad wär ich dort auch nie langgefahren. Aber auch sonst gibt es keine Radwege oder ähnliches...Es ist, wie du es schreibst: das Fahrrad hat dort einfach nicht den gleichen Stellenwert wie hier.

Grüße
Günni

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Dienstag, 2. September 2014, 10:20

Aber auch sonst gibt es keine Radwege oder ähnliches..

Hi Günni,

ist ja interessant, dass Du in Thailand ähnliche Erfahrungen gemacht hast. Für Sri-Lanka muss ich aber nachtragen, dass es zumindest auf den Hauptverbindungsstraßen so etwas wie Seitenstreifen gibt, wo auch von der Breite her höchstens ein Fahrrad drauf passt. Die werden auch fleißig von Radfahrern genutzt. Das Haus meiner Schwiegermutter in Chilaw liegt auch an so einer größeren Strasse. Da konnte ich den Verkehr ganz gut beobachten. Jedoch begibt man sich, wie gesagt, mit dem Rad in größere Gefahr, da vor allem die Linien- und Überlandbusse wie die Wahnsinnigen, teilweise in dritter Reihe, überholen und dabei auch ganz gerne mal mit lauter Fanfare den Seitenstreifen der Gegenfahrbahn anschneiden. Dem Radfahrer bleibt dann nur noch die Möglichkeit ins Gebüsch oder den tiefen Straßengraben zu springen. Verkehrsregeln sind dort grundsätzlich dafür da, übertreten zu werden.
Das komische an der Sache ist, dass meine 21-jährige Nichte dort auch mit dem Fahrrad unterwegs war, sich aber hier in Deutschland nicht so sehr traut, meistens nur, wenn ich mitfahre. Genau wie die Autofahrer, schauen die srilankischen Radfahrer beim Einbiegen in eine Straße auch nicht nach rechts und links. Die anderen Verkehrsteilnehmer müssen ja schließlich sehen, was man vorhat. Nur die Autohupen erwecken dann bei den Radfahrern ihre Aufmerksamkeit, die dann zwar Blickkontakt zum Autofahrer aufnehmen, jedoch trotzdem selbstbewusst in die Straße einbiegen. Irgendwie machen es die Autofahrer ja dann auch passend :censored: .
Auf einer unserer Rundreisen kamen wir im Norden auch an einem Park vorbei, wo es die Möglichkeit gab, mit hollandähnlichen Leihfahrrädern diesen zu erkunden. Augenscheinlich waren die Räder auch in einem ganz passabelen Zustand. Ich hätte diese Erfahrung gerne mitgenommen, aber der Rest unserer Truppe wollte nicht :fie: .
Schade eigentlich.

Grüsse

Berny

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EvaChristina84

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Dienstag, 2. September 2014, 12:12

Hey Berny,

interessanter Bericht! Die zwei MTBs sehen ja im Vergleich zu den anderen beiden Fahrrädern so was von hochwertig und modern aus...Gehören die dir bzw. bist du die gefahren?

Viele Grüße
Christina

Berny67

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Sonntag, 14. September 2014, 22:00

Gehören die dir bzw. bist du die gefahren?
Hi Eva Christina,

sorry wenn ich erst so spät auf deine Frage reagiere. Ich hatte die ganze Woche Nachtdienst. Von den Mountainbikes auf den Fotos selbst habe ich keins gefahren, aber bei einem Verwandten ein ähnliches. Fuhr sich auch gar nicht so übel, jedoch fand ich die Gangschaltung etwas schlabberig und gefühllos und in der Reaktion etwas zu langsam. Aber das wird sicher eine Einstellungssache gewesen sein.

Gruss

Berny :)

Gehören die dir bzw. bist du die gefahren?