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Draht_Esel

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Sonntag, 24. August 2014, 19:29

"Wir lieben Lebensmittel!"

Demnächst geht's mit Freundin, ihrem Kind, Sack und Rad (3) nach Dänemark. Da meine Liebste es mit dem Sport wie Winston Churchill hält, war ich schon überrascht, dass von ihr der Vorschlag kam, Fahrräder mitzunehmen.

Ok, sie hat eins. Und wie man in der Überschrift vernehmen kann, eins von dem vor allem für seine famosen Kork-Lenkerstopfen bekannten "Fachhändler". Vor mehreren Jahren gekauft (ich bin unschuldig: da kannte ich sie noch nicht!). Angesichts der Kette (taufrisch) und der Reifen (noch Gummireste vom Backvorgang auf der Lauffläche) keine fünf Kilometer gelaufen. Nunja, neu ist eigentlich immer gut - selbst aus dem Edeka. Aber lieber mal drüberschauen, bevor man vor Ort böse Überraschungen erlebt. Was mir gleich mit auf den Weg gegeben wurde: der MuFu-Lenker wurde bemängelt und vorne wie hinten keine Luft auf den Reifen. Die Plattfüße entpuppten sich glücklicherweise als Standplatten - kein Wunder nach mehreren untätigen Jahren im Keller. Als ich den Multifunktionslenker betrachtet habe (so ein grausiges Ding mit Schaumstoffüberzug und Drehgriffschaltarmaturen) wusste ich sofort, dass man damit - so wie er montiert war - nicht gescheit fahren kann: Armaturen unten in Bückposition und um die zu erreichen musste man auch noch durch den Lenker durchgreifen. Dazu kam, dass der Lenker in Fahrtrichtung etwa 10 Grad schräg nach links montiert war. Mit Brille wär das nicht passiert, Kaya Yanar! Nun gut, das ließ sich alles ohne viel Aufwand ändern...und wenn Edeka nicht an der Zuglänge gespart hätte würden sie jetzt bei jedem größeren Lenkereinschlag nicht auf knirsch gehen. Egal: für den Urlaub reichts, hehe.

Mein nächstes Augenmerk galt den Bremsen. Ok, sie haben sie immerhin angeschraubt. Krumm und Schief, so das die Oberkante des Bremsbelags fast den Reifen berührt und die Unterkante schon an der Felge vorbeischaute. Dazu schleifte jeweils eine Backe an der Felge. Beim Einstellen bemerkt, dass sich im Hinterrad eine kleine Acht manifestiert hat. Beim Entfernen dieser wiedrum festgestellt, dass auch ein paar Speichen locker sind. Na toll. Also Vorderrad auch lieber nochmal die Spannung prüfen: Alles gut - da hatte wohl der mit dem Einspeichen beauftragte Regalauffüller einen guten Tag erwischt!

Weiter im Text: jetzt stand der Antrieb auf der Agenda. Bei der ersten Probefahrt festgestellt, dass mit etwas Geduld Kette und Ritzel hinten zueinander finden, wenn auch widerwillig - und schon gar nicht auf dem angezeigten Gang. Nach etwas Feineinstellung am Zug benimmt sie sich nun ganz manierlich. Dafür hatte ich dann aber ölige Finger, weil es die Azubis von der Fleischtheke auch versäumt hatten, die Anschlagsschrauben für den kleinsten und größten Gang zu justieren. Naja, bestimmt bestes Olivenöl? Ich habe es mir dann doch verkniffen, die Finger abzulecken. Das gleiche Drama vollzog sich nun am Umwerfer, ich erspare euch die Einzelheiten - nur soviel: das kleinste Kettenblatt ließ sich nicht schalten, aber hey: wer braucht das schon? :D

Eigentlich alles gut jetzt, wenn man mal von den zwölfunddrölfzig lockeren bzw. halbfesten Schrauben absieht die ich im Anschluss noch gefunden habe...darunter Klassiker wie die Achsenbefestigungen, eine V-Brake stützte sich am letzten Gewindegang ab und eine Kurbel war mit dem richtigen Drehmoment angezogen worden - ja, richtig für ein schweizer Taschenuhrwerk. Puh, wie gut, dass nichts sicherheitsrelevantes dabei war 8|

Bis zu diesem Wochenende war meine Definition von "vormontiert": Alles ist halbwegs korrekt montiert und funktioniert, nur noch mal die Schrauben auf festen Sitz überprüfen.

Auf Edekaisch bedeutet es aber eher: "Hey Mann, was beschwerste dich. Wir hätten dir das ganze Geraffel auch einzeln in einen Karton schmeissen können."


P.S.: Jetzt weiss ich auch, warum der Slogan von Edeka nicht "Wir lieben Fahrräder" heisst.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Draht_Esel« (24. August 2014, 21:13)


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Montag, 25. August 2014, 00:58

Achiwo, die Rewe, Aldi, Realräder (wen vergessen?) sind total toll und Räder aus dem Fachhandel völlig überteuert. :rolleyes:

Wer Ironie findet darf sie behalten. :whistling:
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Montag, 25. August 2014, 23:33

Ähnliches erlebte ich mit dem Alu-Cityrad von meiner Frau, welches vor ca. 13 Jahren bei ATU erstanden wurde. Wenigstens hat die 7-Gang SRAM-Nabenschaltung von Beginn an richtig funktioniert. Sonst musste auch alles Mögliche an Schrauben fest- und nachgezogen werden. Sie hatte sich jedenfalls voll in das Teil verguckt und wollte es unbedingt haben, da es eben auch keinen normalen Lenker besitzt, sondern dieses komische schaumstoffummantelte (klärt mich bitte auf ob ich es richtig bezeichne ?( ) Brezelteil, von dessen korrekter Einstellung beim Kauf auch keine Rede sein konnte. Dieser vielfach verstellbare Lenkervorbau wackelte wie der sprichwörtliche Lämmerschwanz. Ein fester Sitz konnte nur durch einen Kraftakt mit dem entsprechenden Imbusschlüssel erreicht werden. Auch die zu kurzen Schalt- und Bremszüge sind mir ein Begriff. Zudem war die hintere, auf Grund des Rücktritts eigentlich unnötige, Felgenbremse absolut funktionsuntüchtig. Aber einen Shimano-Nabendynamo, Halogenfront- und Standrückleuchte, gefederte Sattelstange und Federgabel bot es immerhin auch schon. Zur Beförderung unseres damals Erstgeborenen wurde noch ein Kindersitz montiert.
Leider fristete dieses Rad in den letzten zehn Jahren auch hauptsächlich ein unbenutztes Dasein im Keller, da meine Frau auch nicht gerade zu den begeisterten
Radfahrern gehört. In diverse Campingurlaube wurde es zwar mitgenommen, aber maximal nur zum Brötchenholen benutzt.

Von Standplatten kann ich daher auch ein Lied singen. Damit das Rad überhaupt mal bewegt wurde, fuhr ich sporadisch auch mal damit zur Arbeit und das gar nicht mal schlecht. Der Beinahe-Reifenplatzer auf dem Rückweg im Dunkeln von der Arbeit (riesige Blase an der rechten Flanke des Vorderreifens) zwang mich dann doch zum Austausch der Originalbereifung gegen neue Schwalbe Landcruiser in 28 x 1,75.

Und tatsächlich: vorletztes Wochenende drehten wir eine gemeinsame Abendrunde, und meine Frau meinte, man könne dies, gutes Wetter vorausgesetzt (also eher schlechte Aussichten :( ), ruhig öfter mal machen.

Noch schlimmer traf es unsere Nachbarin. Anstatt ihrer Tochter zum Geburtstag was Gescheites zu schenken, bestellte sie so ein rotes 24-Zoll-Jugendmountainbike aus dem Internet. Nach dem Preis dafür habe ich lieber nicht gefragt, er kann nur wenig über 100,-- € gelegen haben. Immerhin mit 21-Gang-Shimano-Schaltung (2.Wahl ?( ).
Da die Vorderradbremse nicht richtig funktionierte, bat sie mich mal um Nachschauen.
Dabei fiel mir auf, dass eigentlich an dem Teil so gar nichts richtig funktionierte. Die hintere Bremse tat es nämlich auch nicht richtig, und die Schaltung zeigte auch nicht korrekt die Position der Kette auf den Ritzeln an. Das Rücklicht brannte nicht, weil das zu kurze, auf Spannung im hinteren Schutzblech verlegte, haardünne Kabel, nicht angeschlossen oder beim Transport abgerissen war. Zu kurz bemessen waren auch die Schalt- und Bremszüge, die in Folge dessen einen störungsfreien Lenkeinschlag vereitelten. Das Gesicht meiner Nachbarin wurde dafür aber länger und länger. Ansonsten auch nur vorsinntflutliche Technik vorhanden. Billig-Dynamo und -Bereifung, normale Vorderfunzel und kein Standrücklicht. Aber was tut man nicht alles für nette Nachbarn. Nach knapp einer Stunde Beschäftigung hatte ich das Ding endlich fahrtüchtig aber eben nur fraglich verkehrstüchtig. :S
Obwohl ich auch nicht immer gleich wegen jeder Schraube zum Fachhandel renne und mich auch von grundsätzlichen Vorurteilen gegenüber Kaufhausfahrrädern freispreche,
kommt mir bei solchen Erlebnissen schon mal der Gedanke auf, dass Geiz nicht immer geil ist.

Liebe Grüsse

Berny

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Dienstag, 26. August 2014, 00:46

Und in einigen Jahren kommt die Frage, wie man eine ohne Fett montierte und festgegammelte Sattelstütze/Kurbel/Pedale/Vorbau los kriegt...
"Auf meinen Reisen habe ich überall auf der Welt gute Menschen kennengelernt. Und auch ein paar Arschgeigen. Das hat nichts mit Hautfarbe, Pass oder Religion zu tun." - Jürgen Schwandt, Ankerherz Verlag

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Mittwoch, 27. August 2014, 20:39

Brezellenker = Multifunktionslenkerbügel, weshalb jeder Brezellenker sagt. :D
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Mittwoch, 27. August 2014, 20:48

Süffisant grinsend kommt mir die Frage in den Sinn, ob die Räder nicht auch wegen dieser Brezellenker so wenig bewegt wurden :D

Edit lässt noch nachtragen, daß auch Tretlagerpatronen gerne trocken vormontiert werden.
"Auf meinen Reisen habe ich überall auf der Welt gute Menschen kennengelernt. Und auch ein paar Arschgeigen. Das hat nichts mit Hautfarbe, Pass oder Religion zu tun." - Jürgen Schwandt, Ankerherz Verlag

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Mittwoch, 27. August 2014, 23:40

auch wegen dieser Brezellenker so wenig bewegt wurden :D

Du, das könnte sogar fast der Fall sein. Ich finde diese Teile, vornehm ausgedrückt, auch nicht gerade optimal. Auf Grund der dortigen Montage des Drehschaltgriffes ist beim Rad meiner Frau auch noch ein umgekehrtes Schaltschema vorhanden. Auch wenn ich damit sporadisch mal meine 17 km zur Arbeit fahre, gewöhnen kann ich mich an sowas nicht.

LG

Berny

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Donnerstag, 28. August 2014, 09:18

Ergänzung der Mängelliste:

- Vorderrad hat nun doch einen Schleichplatten
- ein Kontakt des Scheinwerfers war abgezogen

to be continued...

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Donnerstag, 28. August 2014, 13:54

Leider muss ich den Kritikern der Superbilligbaumarkt- oder Discounterrädern jetzt mal ganz vehement widersprechen. 8)

Ich habe mir 2006 oder 2007 (nachdem ich auf dem Baumarkt-Fully für 130.- von einem Rennradler versägt wurde + damals von Rennrädern noch nix wissen wollte) dieses Radel des renomierten Herstellers Mifa in graublau-metallic für kleinstes Geld (gut 200 EUR) neu aus der Bucht zugelegt





um es abgelabelt mit Starrgabel (ohne Federgabelgeo), nicht verstellbarem Vorbau, ungefederter Sattelstütze, schmalem Sattel, Mini-V mit guten Belägen, ohne Seitenstäder, schmaler Bereifung (28 statt 37mm) zu bewegen, dazu ohne Beleuchtung + Bleche. Dafür aber mit extrem stark eingekürztem Lenker.

Es kam gut verpackt an, sämtliche Schraubverbindungen waren fest, Licht ging, lediglich eins der beiden Bleche + der Seitenläufer mussten ein wenig feingetunt werden. Bis all meine Umbauteile vor Ort waren, habe ich das Radel im Originalzustand knappe 1.000 km ohne jedes Problem bewegt.

Ich fahre das Radel heute immer noch - umgebaut auf Rennbügel + jetzt wieder mit ganz langen Schutzblechen - als Schlechtwetterrad problemlos. Original sind noch Rahmen, LRS, Steuersatz + der gesamte Antrieb abgesehen von Triggern + Verschleißteilen. Und es fährt sich immer noch gut mit der ollen 8fach Sora. :thumbup:
Ich bete 10 Campa-Kränze und gelobe Besserung ...

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10

Donnerstag, 28. August 2014, 14:58

Ausnahmen bestätigen die Regel sagt der Volksmund.

Die Frage ist nur: was ist die Ausnahme? Dein MiFa, das ATU von Berny oder das Edeka von meinem Weib?

?(

Berny67

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Freitag, 29. August 2014, 00:54

Hi Draht-Esel,

also das ATU-Rad wurde unter dem Namen "Baracuda" verkauft. Es fährt, wie gesagt, gar nicht mal so übel. Aber ich habe genau diesen Alu-City-Rahmen auch schon mit anderen Namen gesichtet. Möglicherweise wird dieser an einer Stelle produziert und mit verschiedenen Namensaufdrucken an die verschiedenen Handelsketten ausgeliefert. Für Gewalttouren mit schwerem Gepäck ist es meiner Meinung nach eher nicht geeignet. Zum spazieren Fahren jedoch allemal.

Gruss

Berny

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12

Freitag, 29. August 2014, 09:15

Hi,

also ich bin mit meinem alten Aldi-Radel, was mich jeden Tag brav zum Bahnhof begleitet, auch schon mal 100 km am Tag und mit Gepäck gefahren. Dabei waren auch weniger nette Steigungen bei Hitzacker dabei. Die Teile sind zwar meist sauschwer, aber manchmal hat man auch Glück. Meines war übrigens auch, bis auf die Vorderradbremse, überall "fertig" zusammen gebaut. Ist im Januar mit einem neuen Tretlager ausgestattet worden (die erste größere Geschichte seit dem Kauf 2005/2006), wird jährlich ca. 1.000 km bewegt und steht jeden Tag einige Stunden draußen, bei jedem Wetter, am Bahnhof und wartet auf mich.

Billigrad ist vielleicht eine der besten Diebstahlsicherungen (neben einem guten Schloß), was natürlich auch dran ist.
Mit liebem Gruß,

Kirsche
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Freitag, 29. August 2014, 16:37

Da hier so viele vehement eine Lanze für Fahrräder aus der Tiefkühlabteilung brechen: keine Ahnung, was das Edeka gekostet hat. Aber ich denke, für jemanden, der es nur sporadisch benutzt ist die gebotene Materialqualität in Ordnung. Nur gebe ich zu bedenken: solche Räder kauft für gewöhnlich niemand, der sich mit Fahrradtechnik ansatzweise auskennt. Und um mit so einem Rad zum Fachhandel zu fahren, um es dort endmontieren zu lassen, dass wäre - im Verhältnis zu den Anschaffungskosten - unverhältnismäßig (wenn man nicht sowieso mit Schimpf und Schande aus dem Laden gejagt wird). Ergo wird mit einem halbmontierten und dadurch vor allem gefährlichen Rad durch die Gegend gegurkt, bis es den Geist aufgibt oder man sich damit das Genick gebrochen hat. Beispiel: Ein entfernter Freund von mir hat so ein Real-Fully erworben. Drei Monate ging alles gut...bis eines Tages bergab Kette und andere nicht näher definierte Radkomponenten meinten, eine untrennbare Einheit bilden zu müssen, was in einem schweren Sturz resultierte.

Bei Autos gibt es für jeden popeligen defekten Schalter Rückrufaktionen durch das KBA, bei Fahrrädern muss der Hersteller es nur als "vormontiert" verkaufen und kann so die ganze Haftung von sich weisen.


Update:

Der Schleichplatten im Vorderrad hat sich nun als heimlicher Schlauchplatzer geoutet. Glücklicherweise ist der Mantel unbeschädigt geblieben. :thumbup:

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Samstag, 30. August 2014, 13:19

also ich bin mit meinem alten Aldi-Radel, was mich jeden Tag brav zum Bahnhof begleitet, auch schon mal 100 km am Tag und mit Gepäck gefahren.

Die Räder von Feinkost Albrecht sind ja auch nicht die schlechtesten ihrer Art. Trotzdem hast Du Glück gehabt. Einerseits in Bezug auf den Montagezustand, schau mal bei den zukünftigen Aktionen bei mehreren Rädern genauer hin. Andererseits das Rad selbst. Eine Serie wurde mit extrem korrosionsanfälligen Schrauben verkauft (silberne City Star vollgefedert) Oder achte mal darauf, wie viele "XYZ-Star" Räder mit gebrochenem oder fehlendem Scheinwerfer-Gehäuse rumstehen...

Nebenbei bemerkt, im gelben Forum hatte ich wiederholt einige typische Mängel von Aldi Rädern aufgezählt. Vor einiger Zeit hab ich dann bei der Aktionsware selbstsichernde Muttern und den Einsatz von Kabelbindern festgestellt. Wäre einen Beitrag in der Frustecke wert, daß ich da kostenlose Nachhilfe bei der Qualitätssicherung gegeben habe. Und daß ich einen Troll, einen Fanboy und etliche Ignoranten und Idioten gefüttert habe... ;(


Die Teile sind zwar meist sauschwer, aber manchmal hat man auch Glück.

Ich nehme an, mit "Glück" meinst Du nicht das Gewicht sondern den Auslieferungszustand. Man kann ja auch mit Teilen vom Fachhandel Pech haben. Die Frage ist nur, wie beides jeweils verteilt ist...


Meines war übrigens auch, bis auf die Vorderradbremse, überall "fertig" zusammen gebaut.

Wer der Meinung ist, vormontiert bedeutet "Lenker grade, Pedale rein, Sattel einstellen, Reifen aufpumpen und los...", der braucht aber schon eine gehörige Portion Glück 8|


Ergo wird mit einem halbmontierten und dadurch vor allem gefährlichen Rad durch die Gegend gegurkt, bis es den Geist aufgibt oder man sich damit das Genick gebrochen hat.

Unfälle durch Neuschrott gibt es zwar, aber sooo viele sind das nun doch nicht. Das Dumme ist, wenn, dann geht es gleich richtig übel aus.

Ich denke aber, viel häufiger sind die nervigen Kleinigkeiten. Scheinbar will die breite Masse nix anderes.

Tut mir nur leid für die Leute, die wirklich nicht viel Geld ausgeben können und dann bei so einer Gurke landen. Das Beispiel vom Kind von @Berny67 mit dem 20...30 Jahre alten Mixte Rad (finde die Stelle grade nicht) zeigt, wie lange man ein Fahrrad nutzen kann. Ganz abgesehen von den Projekten. Wie viele von den tollen Federgabelrädern wird man wohl in 20 Jahren noch sehen...?

Es scheint aber langsam besser zu werden. Möchtegern-MTBs mit Y-Rahmen haben jetzt fast alle eine Verstärkungsstrebe im Rahmen. Und es gibt immer mehr Billig-Räder ohne Federgabel.
PS: Abzuziehen sind hier aber die Modelle mit 6-fach Kettenschaltung, da dient die Starrgabel nur zum Abfangen der Preissteigerung.
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Samstag, 30. August 2014, 13:52

Nochwas:
Aber ich denke, für jemanden, der es nur sporadisch benutzt ist die gebotene Materialqualität in Ordnung.

Jein. Klar, auch diese Dinger werden erstmal einige Zeit irgendwie funktionieren. So man die denn ordentlich eingestellt kriegt, was auch nicht immer der Fall ist. Und alle Teile funktionieren einfach besser, wenn man mehr Qualität und damit mehr Geld in die Produktion steckt. Ob man das jeweils braucht, ist eine andere Frage. Fatal ist hier die Kreuzung von "Geiz-ist geil" mit "Ist-ja-nur-ein-Fahrrad" Mentalität.

Das zeigt sich auch in den erwähnten Brezel-Lenkern (wobei dieser Irrweg glücklicherweise ausstirbt). Ich denke, diese Beliebtheit von Pedelecs liegt - unter anderem - auch daran, daß die meisten Fahrräder heute so gebaut werden wie sie gebaut werden. Die Räder werden immer schwerer, vorgeblich bequeme Sättel für eine verkorste Sitzposition, unmögliche Lenkerformen, Federungsgeraffel... Im Vergleich dazu ist das erwähnte alte Mixte Rad wie Fliegen... Sowas mit zeitgemäßen Bremsen und Lichtanlage, die Reifen ein wenig breiter und eine gescheite Sitzposition lässt jedes Treckingrad alt aussehen.
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Dienstag, 16. September 2014, 01:03

Im Vergleich dazu ist das erwähnte alte Mixte Rad wie Fliegen... Sowas mit zeitgemäßen Bremsen und Lichtanlage, die Reifen ein wenig breiter und eine gescheite Sitzposition lässt jedes Treckingrad alt aussehen.
Da kann ich dir absolut zustimmen! :thumbup: . Genauso habe ich es mit meinem derzeit genutzten Biria-Mixterad gemacht. Das Teil ist zwar auch sauschwer, habe aber bergauf, auf der alten Wittener Straße in Bochum schon ein neuzeitiges Trekkingrad abgezogen, was mich in der Ebene kurz zuvor siegessicher überholt hatte. Ich konnte, dicht dahinter genau die ganze Schaltarbeit des Fahrers beobachten. Irgendwann wurde er mir aber zu langsam, und ich verlor dadurch beinahe meinen Schwung. Also die gute Pentasport auf Position 3 und gib ihm. Ich flog beinahe vorbei und hörte dann nur noch ein zorniges Knurren des noch jüngeren Fahrers ;) . Irgendwann meinte er, mich auf dem Gehweg an der Wittener Straße wieder überholen zu müssen als ich auf eine rote Ampel zusteuerte. Sie wurde aber im richtigen Augenblick wieder grün und ich trat wieder voll in die Peale bis in den 5. Gang. Als ich dann bei meinem Lieblingsbäcker stoppte, zog der Trekkingradfahrer wieder vorbei. Sein Gesichtsausdruck hatte so etwas mit "wenn Blicke töten könnten :cursing: " zu tun. Ich hatte jedenfalls kurz meinen Spaß auf dem Weg zur Arbeit. :D

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Sonntag, 28. September 2014, 13:13

So einen Vogel hatte ich gestern auch. Der konnte wohl nicht ab, mit dem Rennrad von einem Nabenschaltungsrad mit dicken Schlappen und Einkaufskiste auf dem Gepäckträger überholt zu werden. Gut, er konnte nicht wissen daß meine Sitzposition ist wie die Oberlenkerhaltung auf einem Rennrad. Die Kraftentfaltung auch... :D Wenn ich in Trainingsklamotten mal von einem flotten Alltagsradler überholt werde, juckt mich das ja nicht. Umgekehrt brems ich aber auch nicht für Rennradfahrer. Nunja, die Papgeienleberwurst hat es so gewollt :rolleyes: Zwischenzeitlich machte ich mir aber etwas Sorgen um dessen Gesundheitszustand, mit Hypertonie und durch die Leibesfülle eingeschränkter Atmung sollte man größere Anstrengungen vermeiden...
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Dienstag, 30. September 2014, 15:54

mit dicken Schlappen und Einkaufskiste auf dem Gepäckträger
Na ja, dicke Schlappen geht so. Bei mir sind es Schwalbe-Landcruiser in 28x 1,6, also nicht sonderlich dick. Und mein Körbchen auf dem Gepäckträger, mit meiner Arbeitstasche drin, wirkt vielleicht mindestens genauso peinlich wie als eine Einkaufskiste. :D

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Donnerstag, 9. Oktober 2014, 15:31

Positive Überraschung

Hallo Zusammen,

ich war am Wochenende bei meiner Schwägerin im belgischen Dendermonde zu Besuch. Weil ich auch dort auf mein Radfahren nicht so gerne verzichte, mir es aber auch lästig ist, mit Fahrradgepäckträger auf dem Auto die 270km dorthin zu eiern, benutze ich immer das 28er-Sportrad meiner Nichte. Es ist ein Aluminium-Rad der Marke "Rambler" mit 18-Gang-Kettenschaltung. Es hat auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel und hat wahrscheinlich knapp ein Jahr im Garten unter einer Plane verbracht, ist daher wohl auch nicht so häufig benutzt worden. Meine letzten Arbeiten daran liegen auch schon etwas zurück und beschränkten sich auf Einstellen der Bremsen und Tausch des defekten Dynamos mitsamt Einbau eines Standrücklichtes. Bevor ich am Freitag mit meiner Familie losfuhr, bat mich meine Schwägerin telefonisch, doch bitte Fahrradwerkzeug mitzubringen. Dort angekommen sah ich auch den Grund und war fast ein wenig verärgert. Das betreffende Fahrrad war in einem absolut schlechten Zustand. Die komplette Kettenkapselung ist scheinbar durch einen Sturz zerbrochen und wurde komplett entfernt. Der hintere Reifen, eigentlich auch noch nicht so alt, wies nach dem Aufpumpen, mit den lästigen französischen Ventilen, deutliche Risse in den Flanken auf. Eigentlich keine großen Sachen, jedoch ärgerlich, wenn die Verwandtschaft dann keinen Bock hat, entsprechende Ersatzteile zu besorgen. Anstatt der Kapselung würde es ja auch eine Kettenführungsscheibe am vorderen Dreifach-Zahnkranz tun. Zudem fehlte auf der linken Lenkerseite der Handgriff. Wenn ich das gewusst hätte! Ich habe doch so viele hier.
Ungeachtet dessen war ich immer beim Fahren davon begeistert, wie exakt und leichtgängig die Kettenschaltung funktionierte und wie leichtfüßig dieses Teil zu bewegen ist. Na ja, nun ist Vlandern ja auch nicht gerade für hohe Berge bekannt. Beide Laufräder sind an Schnellspannern befestigt und auch alles Andere macht einen soliden Eindruck. Bisher hatte mich nie die Herkunft dieses Rades interessiert, aber es scheint dort sehr beliebt zu sein. In der Siedlung gibt es noch zwei weitere in derselben Optik und in der näheren Umgebung sah ich die Ausführung mit Herrenrahmen. Zu meinem Erstaunen gab meine Schwägerin an, dass dieses Rad beim belgischen Ableger der "Feinkost-Albrecht-Kette" gekauft wurde und seitdem, außer der Gabe von etwas Kettenöl nie etwas daran gemacht werden musste. Das Fahrrad war beim Kauf direkt vollmontiert und nicht, wie es hier üblich ist, teilmontiert. Ich bin mit diesem Teil auch gar nicht mal so ungerne unterwegs. Kommendes WE bin ich wieder dort und werde die restlichen Mängel beseitigen.

LG

Berny

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Berny67« (9. Oktober 2014, 15:44)


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20

Donnerstag, 9. Oktober 2014, 22:44

Ich bezweifle sehr stark dass Discounterräder in Belgien endmontiert sind, ich glaube eher dass ein Kunde das Rad wieder zurückgebracht hat nachdem er Probe gefahren ist.
Wer und warum sollte das Rad bei Aldi endmontieren?
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