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Samstag, 11. Juli 2015, 23:52

Fahrradunfall, Unfallhergang und Fragen

Hallo, Leute,

die nun folgende Story ist weniger witzig, zum Glück aber auch nicht tragisch oder dramatisch.

Als Jackie & ich heute Abend von mir zu ihr nach Mülheim fuhren, ereignete sich ein Unfall, dessen Ursache ich mal als grobe Fahrlässigkeit bezeichnen möchte. Wir waren auf einem Teil des Ruhr-Radweges unterwegs, und zwar in den Ruhrauen auf der Speldorferstraße, einem Schotterweg östlich der E35. Auf diesem Weg parkte ein BMW SUV, und drei Männer standen dahinter. Vor Jackie fuhr ein junger Mountainbiker, der dieses Auto mit ca. 20km/h passierte.

Hinter ihm fuhr Jackie, dann kam ich, hinter mir fuhr der Kumpel des Mountainbikers. Plötzlich sah ich nur noch, wie der Mountainbiker rapide langsamer wurde, Jackie bremste und rutschte mit blockierendem Vorderrad weg und stürzte. Ich schnallte gar nicht, warum das passiert war, bis der Mountainbiker von diesem dünnen Drahtseil sprach, das ihn gebremst hatte.

Sofort regte sich einer der drei Männer auf: Ob wir denn nicht gesehen hätten, dass hier Vieh über den Weg getrieben werde?! Nur war da noch gar kein Vieh zu sehen, denn genau deshalb hatten sie ja das Seil gespannt. Überhaupt deutete nichts auf diese Aktion hin. Der Mann ereiferte sich weiter, dass wir doch schließlich das Auto dort hätten stehen sehen. Ich entgegnete, dass es häufiger vorkomme, Autos auf so ziemlich allen Wegen parken zu sehen, nur seien dort eher selten dünne Drahtseile quer über den Weg gespannt.

Die beiden jungen Mountainbiker kümmerten sich sofort um Jackie (einer der beiden hatten sogar Verbandszeug dabei), während ich einigermaßen hilflos Ratatouille (Jackies Rad) aufhob. Die drei Männer scherten sich einen Dreck um Jackie und das Geschehnis insgesamt, sondern waren vielmehr mit sich selber und ihrem Job beschäftigt. Anstatt einer Entschuldigung gab es Vorwürfe und null Einsicht. Zwischenzeitlich fotografierte Jackie, die erhebliche Schürf- und Schnittwunden davongetragen hatte, den SUV und ließ sich Namen und Tel.-Nummer des offensichtlichen Chefs des Trios geben.

Ich fragte die beiden MTBler, ob es okay sei, sie eventuell als Zeugen benennen zu können. Das Drahtseil war durch rein gar nichts als solches kenntlich gemacht geworden. Niemand hat es für nötig befunden, durch Winken oder sonst was auf dieses unsichtbare Hindernis aufmerksam zu machen, und Vieh war auch nicht zu sehen. Denn das hätte ja immerhin als Warnung gereicht (der MTBler und Jackie wären wohl kaum sehenden Auges in eine Kuh reingefahren).

Hat vielleicht jemand eine vage Ahnung, wie in dem Fall die rechtliche Lage aussieht, ganz unverbindlich?! Es handelt sich um einen öffentlichen Weg, der stark frequentiert ist und z. B. auch von Familien befahren wird (einem radelnden Kleinkind hätte das Seil die Halsschlagader zumindest quetschen können).

Gruise und Dank im Voraus, Jackie & Paule
2017: 3.917km; S:131.053; LB:20.690; DMC:18.964; PH:1.368; AB:6.372; ges.:178.447

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Sonntag, 12. Juli 2015, 01:27

Die Erklärungen klingen für mich ziemlich fadenscheinig. Ich würde zumindest auf den Tatbestand des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr tippen, sofern man denn diesen Weg als Straße bezeichnen kann und das Voraussetzung dafür ist. Auf jeden Fall scheint hier grobe Fahrlässigkeit wenn nicht sogar Vorsatz im Spiel zu sein.

Gute Besserung von mir (hatte auch schon 2 unverschuldete Unfälle durch Fremdeinwirkung in den letzten 12 Monaten).

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Sonntag, 12. Juli 2015, 09:32

Hallo Paule,

gute Besserung an Jackie. Da der Weg öffentlich genutzt wird, zumindest von Radlern und Fussgängern, handelt es sich auf jeden Fall um einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr. Ich hätte auch sofort die Polizei gerufen, damit nicht noch mehr Radler in diese Falle fahren. Es ist absolut wahnwitzig einen schmalen Draht über den Weg zu spannen. Bei Viehtrieb muss eine entsprechende Sicherung erfolgen. Ich muss da keinesfalls mit so einem Draht rechnen.
Macht bitte auf jeden Fall eine Anzeige bei der Polizei. Meiner Meinung nach kommt neben den gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr auch fahrlässige oder sogar vorsätzliche Körperverletzung in Frage. Lasst euch am Besten von einem Anwalt beraten.
lg Jennifer

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Sonntag, 12. Juli 2015, 09:37

Das ist ja ähnlich wie mit den Fallen gegen Mountainbiker.

http://www.mtb-news.de/forum/t/aenderung…8#post-12865654

http://www.mtb-news.de/forum/t/absichtli…r-biker.589819/

Mindestens Warndreieck und Warnweste aus dem Auto wäre drin gewesen, aber die Brüder waren anscheinend zu faul dazu. Wäre ich gestürzt, hätte ich wohl gleich die Sheriffs gerufen, bei dieser Uneinsichtigkeit.

Auch von mir gute Besserung.
Die Glorreichen schieben ...

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Sonntag, 12. Juli 2015, 09:47

Erst mal gute Besserung auch von mir.

Wenn hingegen der Träger der Straßenbaulast bzw. der Grundstücksbesitzer atypische Gefahren schafft, wie der Landwirt, der während eines Viehtriebes einen Weidedraht in ca. 1 m Höhe quer über den Weg spannt, dann haftet dieser wegen einer Verkehrssicherungspflichtverletzung für den materiellen und immateriellen Schaden eines Mountainbikers, wenn dieser wegen des Weidedrahtes zu Fall kommt. Nach einer Entscheidung des LG Köln vom 23.01.1998 (MDR 1998, 718 -719)



Quelle: http://www.fahrrad-recht.de/index.php?p=unfall&c=26


Ich gehe mal davon aus, dass zu absperren eines öfeentlichen Radweges sogar eine Genehmigung notwenidig ist, in der sogar die Sicherungsmaßnahmen geregelt werden.






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Sonntag, 12. Juli 2015, 10:17

Fetten Dank Euch allen erst mal :) !

@ Jennifer: Die Viehtriebaktion war bereits beendet, nach dem Unfall packten die drei netten Herren ihren Kram und verschwanden. Da war dann keine Gefahr mehr für nachfolgende Radfahrer vorhanden.

Tja, zuerst musste Jackie bluten, in absehbarer Zeit dann halt der Landwirt ;) ...

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Sonntag, 12. Juli 2015, 11:48

Von mir natürlich auch gute Besserung an Jackie!

Es wurde ja schon alles geschrieben. Zeugen vorhanden und Tatbestand eindeutig. Nehmt Euch einen Anwalt und den Landwirt aus!! Das nächste mal ist der Typ hoffentlich vorsichtiger!
"Nichts macht uns feiger und gewissenloser als der Wunsch, von allen Menschen geliebt zu werden."
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"Gott ist eine vom Menschen erdachte Hypothese bei dem Versuch, mit dem Problem der Existenz fertigzuwerden."
Sir Julian Huxley, engl. Biologe, 1887-1975

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Sonntag, 12. Juli 2015, 22:50

Lieben Dank für Eure Reaktionen. Heute war ich in der chirurgischen Ambulanz, wo Schotterreste aus diversen Wunden gepflückt wurden. Autsch. Danach gab es ein sehr positives Gespräch bei der Polizei. :D Der Fall wird weitergeleitet an das Verkehrskommissariat, wir sind gespannt.
Zum Schluss, als Therapie, noch ein Stückchen gefahren, wobei sich bei Ratatouille leider einen nichtmal scharfen aber sehr langen Metallstift in das Hinterrad eingedrängt hat. Zum Glück kann Paule schneller einen Schlauch wechseln, als ich eine Zigarette drehen und rauchen kann. :thumbsup:


Liebe Grüße,
Jacqueline

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Sonntag, 9. August 2015, 16:25

gute besserung

wir drücken euch die daumen das die verantwortlichen zur rechenschaft gezogen werden
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