Du bist nicht angemeldet.

Persönliche Box

Zur Zeit sind keine Benutzer aktiv.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: 2radforum.de - Das Fahrrad-Forum für Radfahrer und Rad. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

Draht_Esel

50% Bier, 50% Zitronenlimo

Blog - Galerie
  • »Draht_Esel« ist männlich
  • »Draht_Esel« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Hannover

  • Private Nachricht senden

1

Dienstag, 7. März 2017, 10:21

Artikel aus der SZ - "Radeln bei Rot - ganz legal"

http://www.sueddeutsche.de/auto/strassen…legal-1.3406955

Ok, auch dieser Titel hält im folgenden Artikel nur die Hälfte dessen, was er verspricht. Generell aber ein interessanter Ansatz, wie ich finde. Nur: genau wie andere positive Änderungen müssen diese auch dem autofahrenden Volk vermittelt werden:

- Damit man nicht wie z.B. beim Fahren auf der Straße angepault wird, weil der gemeine Dosentreiber nicht weiss, dass es keine Benutzungspflicht gibt für Radwege, die vom Zustand unzumutbar sind sowie für Gehwege mit Zusatzschild "Radfahrer frei".

- Das Radfahrer durch viele Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung fahren können hat sich auch noch nicht wirklich rumgesprochen.

- Und das es tatsächlich Radwege geben soll, die in beide Richtungen befahren werden dürfen und deshalb Autofahrer beim Kreuzen dieser besser - generell - in beide Richtungen schauen sollten wird auch gerne verdrängt.

- Außerdem: nur weil auf der einen Straßenseite ein "Radfahrerschutzstreifen" aufgespinselt ist bedeutet nicht, dass wenn dieser auf der anderen Seite fehlt der Radfahrer von der Fahrbahn weggehupt werden kann - nein: dann ist der Kommune einfach nur die weiße Farbe ausgegangen.

- das Radfahrer stehenden Autoverkehr vorsichtig rechts überholen können führt auch immer wieder zu hitzigen Reaktionen ("jetzt ist der Arsch schon wieder vor mir")

etc.etc....

Hier tut vor allem Aufklärung not - ich merke es immer wieder in meinem Bekanntenkreis, wenn mal wieder die neueste Story zum Besten gegeben wird über "den Radfahrer neulich, den ich am liebsten vom Rad gezogen hätte weil er [bitte hier Vergehen einsetzen]...hätte ich fast umgefahren, den Spinner!". Nach genauer Fallprüfung liegt der Fehler in den meisten Fällen dann aber doch beim erbosten Autofahrer, und es stellt sich schnell heraus, dass er seine Rechte (vermeintlich) sehr gut kennt - aber die des Radfahrers nicht - und man schaut für gewöhnlich in ziemlich erstaunte Gesichter.

Es haben sich bereits 3 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Berny67, Hausdrache, HotRod

Berny67

2radfahrer

Blog - Galerie
  • »Berny67« ist männlich

Unterwegs von: Witten

Unterwegs nach: Bochum und zurück und überall anders hin

Wohnort: Witten

  • Private Nachricht senden

2

Mittwoch, 8. März 2017, 10:03

Ja, die Idee ist eigentlich wirklich nicht schlecht. Natürlich halte ich mich als Radfahrer zwar auch an die Verkehrsregeln, aber ärgere mich auch gleichzeitig über unnötige Rot zeigende Ampeln, besonders wenn diese, nachdem sie tagsüber nur per Anforderungskontaktschleife funktionieren und abends ab irgendwann auf automatischen Betrieb gestellt werden. Da kommt es häufig, wie schon beschrieben, dass man allein auf weiter Flur, z.B. bei uns in einigen Gewerbegebieten, unnötig bei Rot warten muss.
Bei mir in der Stadt reagieren zudem auch einige Kontaktschleifen nicht auf das geringe Gewicht eines Radfahrers, sondern nur, wenn ein Auto daneben anhält.

Zu diesen Radfahrer-Schutzstreifen kann ich in diesem Zusammenhang auch nur sagen, dass gerade in meiner Heimatstadt der Rückbau von diesen voll im Gange ist. Leider wurde im letzten Krieg unsere komplette historische Innenstadt beinahe dem Erdboden gleich gemacht. Man hat dann alles schnell und billig (um nicht zu sagen, teilweise häßlich) wieder aufgebaut und das alles an den verbliebenen schmalen Innenstadtstraßen.

Und genau ein paar dieser schmalen Straßen hat man zur 30er-Zone erklärt und beidseitig eigentlich schöne Radfahrstreifen markiert. Nun hat man scheinbar nicht bedacht, dass die neuzeitlichen Automobile bereits als Kompaktwagen schon fast so breit wie ein damaliger 123er Benz sein müssen und eine mittlerweile ziemlich große Anzahl, für unsere Gassen überbreiter, SUV's unterwegs sind.

Sollen nun Fahrzeuge dieser Art sich in beide Richtungen begegnen, müssen sie zwangsläufig auf den Radfahrerstreifen ausweichen und damit den Radfahrer in gefährliche Situationen bringen. Auch der an der Ampel wartende Autoverkehr stand häufig mit seinen rechten Rädern schon auf dem Radfahrstreifen. Dort blieb ich dann auch schonmal, mehr oder weniger versehentlich ;) am Spiegel einer C-Klasse hängen und erntete hysterische Ausbrüche der Lenkerin, was mich aber nicht von der Fortsetzung meinr Fahrt abhielt.

Den Verkehrsplanern schien diese Situation scheinbar erst kürzlich aufgefallen zu sein, denn nun sind die Fahrradmarkierungen an der betreffenden Straße frisch abgefräst worden. Jetzt sind wir Radfahrer dort mal wieder zum Freiwild geworden.

Auch an anderen Stellen werden die durch Alterung und Überfahrung durch den motorisierten Verkehr verblichenen oder zerstörten Markierungen nicht wieder erneuert. Erst recht nicht, wenn irgendwelche Leitungsverlegungsbaustellen den Asphalt provisorisch wieder zugetüncht haben und die Radstreifenmarkierungen dort sozusagen im Sande verlaufen.

Radfahrer haben in meiner Stadt, wie leider auch in vielen anderen, einfach keine Lobby.

LG

Berny

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Draht_Esel

Elektrofahrerin

2radfahrerin

Blog - Galerie
  • »Elektrofahrerin« ist weiblich

Wohnort: Kassel

  • Private Nachricht senden

3

Donnerstag, 16. November 2017, 11:51

Verkehrssicherheit

Ich bin verwirrt, schockiert, perplex! :D Also Spaß bei Seite. Dieses hin und her mit den Regeln. Wer soll da noch durch steigen. Ich finde diese vermeitliche Regel "Fahren bei Rot" gefährlich! Es passiere schon ohne diese Erlaubnis Tausende Unfälle mit Radfahrern pro Jahr. Und ich kann mir vorstellen, dass genau solchen Regelungen die Zahlen in die Höhe treiben können.
Apropos Verkehrssicherheit: Ich finde, JEDER Radfahrer sollte sich das Helmtragen angewöhnen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Hausdrache« (18. November 2017, 20:22) aus folgendem Grund: Werbung entfernt


Prabha

km-Sammlerin

Blog - Galerie
  • »Prabha« ist weiblich
  • »Prabha« ist ein verifizierter Benutzer

Wohnort: Wuppertal

  • Private Nachricht senden

4

Samstag, 18. November 2017, 15:47

Normalerweise halte ich bei rot und warte grün.
Ich bleibe sogar an Bedarfsampeln stehen, betätige den Drücker und warte, bis ich grün bekomme.
Für mich ist das die entspanntere Form der Teilnahme am Straßenverkehr.

ABER:
Auf meinem Heimweg muss ich an drei Stellen links abbiegen, bei denen die Ampeln zu den Zeiten, an denen ich da hin komme, auf die Schaltung per Induktionsschleifen geschaltet sind. Und auf dem Rad bekomme ich kein grün - nur wenn auch ein Auto vor der Ampel steht und die Schleife auslöst, wird es grün.
An diesen drei Stellen kann ich zu diesen Zeiten gar nicht anders, als bei rot zu fahren - weil weder ein Auto da ist, dass das grün auslöst noch ein Auto, das grün hätte. ;)
„Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“ (David Ben Gurion)

Sonne_Wolken

Ruhrpottpflanze

Blog - Galerie
  • »Sonne_Wolken« ist weiblich

Wohnort: Dortmund

  • Private Nachricht senden

5

Samstag, 18. November 2017, 18:31

Normalerweise halte ich bei rot und warte grün.
Ich bleibe sogar an Bedarfsampeln stehen, betätige den Drücker und warte, bis ich grün bekomme.
Für mich ist das die entspanntere Form der Teilnahme am Straßenverkehr.

ABER:
Auf meinem Heimweg muss ich an drei Stellen links abbiegen, bei denen die Ampeln zu den Zeiten, an denen ich da hin komme, auf die Schaltung per Induktionsschleifen geschaltet sind. Und auf dem Rad bekomme ich kein grün - nur wenn auch ein Auto vor der Ampel steht und die Schleife auslöst, wird es grün.
An diesen drei Stellen kann ich zu diesen Zeiten gar nicht anders, als bei rot zu fahren - weil weder ein Auto da ist, dass das grün auslöst noch ein Auto, das grün hätte. ;)
Das Problem hatte ich auch schon. Einmal sogar mit einer ganzen Gruppe Rennradfahrer. Selbst da löst die Ampel nicht aus.
lg Jennifer

Mein neuer Blog: sonnewolken.wordpress.com

Hausdrache

Team 2radforum.de

Blog - Galerie

Wohnort: Münchhausen

  • Private Nachricht senden

6

Samstag, 18. November 2017, 20:24

Das Problem kenne ich hier leider auch.

Hatte jemand da schonmal die Situation, dass er es einem hochmotivierten Wesen in Uniform erklären musste? Würde mich interessieren, ob die Polizei da ein Einsehen hat....

Man kann ja auch nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag warten...
Hab vergessen was ich wollte... ?(