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Pfixie

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1

Mittwoch, 13. Februar 2019, 13:30

Dienstfahrräder und die Steuer- gewinne ich dabei?

Oh Wunder, Wunder!

Unsere Firma bietet in diesem Jahr ab Mai Dienstfahrräder an. Die Mitarbeiter können selbst ein Rad wählen, leasen es und dann dürfen wir das auch privat nutzen. Meine Kollegin meinte nun, dass man das auch versteuern müsste nach der 1% Regel (habe bereits gegoogelt: sieht sehr leicht aus, auszurechnen). Ich frage mich nun aber, ob sich das nicht bei 0 auflöst, wenn man gleichzeitig die 30ct pro km Pauschale geletend macht? Oder kommt das auf das Rad an? Wenn ich mir ein superbilliges kaufe, dann könnte ich dann ja sogar bei einem Plus rauskommen, wenn ichs richtig mache, oder?
Bei keiner anderen Erfindung ist das Nützliche mit dem Angenehmen so innig verbunden, wie beim Fahrrad.

macbookmatthes

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2

Mittwoch, 13. Februar 2019, 18:52

Das Ganze läuft so:
Es handelt sich z.B. bei Jobrad um eine sog. Entgeltumwandlung. Das Rad wird von einem Dienstleister gekauft, zum NETTOpreis, also ohne MWST. Dir wird eine Leasingrate vom BRUTTOlohn abgezogen, netto macht sich das weit weniger bemerkbar.
1% vom Listenpreis (netto ohne MWST) werden beim Finanzamt als pauschale Privatnutzung angesetzt. Je nach Wegstrecke merkt man das nicht einmal. Die 0,30 Euro wiederum sind Werbungskosten für den Weg zwischen Wohnort und Arbeitsort. Um zu beurteilen, ob die Werbungskosten für Wegstrecke kostendeckend sind, muss man alle Kosten für den Betrieb des Rades einbeziehen. Also Anschaffung und Unterhalt. Da sind die 1% zwar ein Posten, aber meist völlig vernachlässigbar.
Erfahrungsgemäß schafft man nur mit recht günstigen PKW die Einhaltung der 0,30 Euro "inklusive alles". Das Rad darf also deutlich teurer sein, ohne das es finanziell wirklich weh tut.
Ich fahre nur bei schönem Wetter...in Europa also gar nicht :pardon:

Farold

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3

Donnerstag, 14. Februar 2019, 12:14

Hi,
ich muss jetzt mal dazwischen fragen. Bei https://dienstfahrrad.com/neue-1-prozent-regelung/ habe ich mal eine Beispielrechnung gesehen:
Das Rad hat ein Bruttolistenpreis von 2000 €, die Leasingrate beträgt pro Monat 60 €.
Damit wären als Geldwert 1 % von 2.000 € = 20 € zu versteuern. Bei einem angenommenen Steuersatz von 25 % sind das 5 €. Durch die Minderung des Bruttogehalts um die Leasingrate von 60 € ergeben sich geschätzt Steuer- und Sozialabgabenvorteile von rund 30 €. Das Fahrrad kostet den Arbeitnehmer also letztlich nur ca. 35 €.

Soweit das Beispiel der Seite, so ganz steig ich da aber immer noch nicht hinter.
Heißt das, wenn ich zu meinem Arbeitgeber gehe und der d'ac­cord gehen würde mit nem 2000 Eurorad, dann zahle ich monatlich nur 35 Euro monatlich? Und habe das Rad dann wie lange? Auch 2 Jahre? Also so kenne ich es vom Auto.

Das würde sich ja richtig lohnen.

macbookmatthes

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4

Donnerstag, 14. Februar 2019, 18:35

Im Wesentlichen richtig.
Nicht enthalten ist halt noch die Wegstrecke, die man bei den Werbungskosten angibt. Diese sind ja vom Verkehrsmittel unabhängig.
Unterm Strich ist das Rad in vielen Fällen vermutlich glatt geschenkt. Aber selbst bei 30-40 Euro im Monat ist es noch immer sehr günstig.
Die Laufzeit ist zumeist wählbar, je nach Anbieter zwischen 12 und 60 Monaten. Danach wird das Rad zurückgegeben oder zum "Restwert" gekauft.
Von daher: Ein gute Möglichkeit ein Rad zu kaufen, dass einem sonst evtl. zu teuer wäre.
Ich fahre nur bei schönem Wetter...in Europa also gar nicht :pardon:

Prabha

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5

Donnerstag, 14. Februar 2019, 23:16

...
1% vom Listenpreis (netto ohne MWST) werden beim Finanzamt als pauschale Privatnutzung angesetzt.


Ich bin mit allen anderen deiner Erklärungen einverstanden, aber gegen diesen Satz habe ich einen Einspruch! Der geldwerte Vorteil berechnet sich aus dem Bruttolistenpreis - nicht aus dem Nettopreis!

Der Vorteil, ein Jobrad über den Arbeitgeber zu nehmen, liegt nicht "sofort" auf der Hand. Es ist schon ein etwas langfristiger Blick nötig, den die verschiedenen Rechner dazu i.d.R. auch deutlich machen.
Und wer nicht so ins Detail gehen will, kann - so wie macbookmatthes es oben schon geschrieben hat - davon ausgehen, dass damit ein Rad nutzbar wird, das ansonsten vielleicht zu teuer gewesen wäre.
„Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“ (David Ben Gurion)