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1

Mittwoch, 17. Juli 2019, 14:57

Thyssenkrupp macht in Stahlrahmen

Bin gerade über den Blog der Radspannerei drüber gestolpert, dass Thyssenkrupp sich an neuartigen Stahlrahmen versucht. Nicht aus Stahlrohren, sondern aus zwei Halbschalen, was ziemlich abgefahrene Formen zu erlauben scheint… Im Moment gibt es nur Details eines Rahmens zu sehen… von der Formgebung her erinnert das eher an Carbonrahmen, und auch die Eigenschaften "voll steif und trotzdem voll komfortabel" erinnern an die üblichen Carbon-Versprechen. Was ich noch nicht verstehe, ist, wie man da einen Sattel montiert, das Sitzrohr ist zum einen sehr kurz (jedenfalls der von oben gesehen gerade Teil) und zum anderen nicht rund.

Bin mal gespannt, es soll sowas schon später im Jahr zu kaufen geben. Wäre ja auch unter dem Umweltaspekt ganz interessant, einen Teil des aktuellen Carbonmarktes durch "Stahl in Bling" ersetzen zu können.

Was meint ihr so?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Goradzilla« (17. Juli 2019, 21:31)


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Anrados

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Mittwoch, 17. Juli 2019, 21:12

Ich denke das ist eher ein showprojekt was mit diesen hochfesten Blechen und entsprechender Formgebung machbar ist.
Eine Konkurrenz zu modernen Alu oder Carbon Rahmen wird das nicht sein.
Mit Stahl sind halt einfach keine Rahmengewichte um ein Kilogramm herum machbar , alte gute Rahmenbau Rohre waren auch schon nah an Cola Dosen Blech, dünner geht nicht und die waren deutlich schwerer und lange nicht so steif wie heutige Carbonrahmen,
bin aber trotzdem mal gespannt auf das Endprodukt und dessen technischen Daten. :)

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sakura

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3

Donnerstag, 18. Juli 2019, 05:42

Moin,

ganz ehrlich, viel bling bling auf der Homepage, aber das man mal ein paar Fakten oder umfassendere Bilder abgreifen kann und das bei einem Red Dort Design ist nichtmal auf der FB Plattform drin. Für die HP bekommen sie jedenfalls keinen Red Dot, da dreimal der gleichen Film abläuft. ?(

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Goradzilla

4

Donnerstag, 18. Juli 2019, 22:56

Stimme dir da zu, im Moment scheint irgendeine hippe Werbeagentur die Hosen anzuhaben.

Gegenüber klassischen Stahlrohrrahmen entfallen ja hier die schwereren Verbindungsstellen. Keine Ahnung, wie viel das ausmacht, aber nur über das Gewicht müssten sie das ja nicht verkaufen. Wenn es nicht bloß Show ist und die Dinger das hergeben, könnte ich mir schon vorstellen, dass es zum Beispiel einen Markt für futuristisch geformte, steife und komfortable Rennradrahmen gibt, die diese Versprechen ohne Carbon (Umfall-Problematik, Umweltaspekt, Steel is real und neuer ist sowieso immer besser) erfüllen.

sakura

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5

Samstag, 20. Juli 2019, 09:36

Stimme dir da zu, im Moment scheint irgendeine hippe Werbeagentur die Hosen anzuhaben.

Gegenüber klassischen Stahlrohrrahmen entfallen ja hier die schwereren Verbindungsstellen. Keine Ahnung, wie viel das ausmacht, aber nur über das Gewicht müssten sie das ja nicht verkaufen. Wenn es nicht bloß Show ist und die Dinger das hergeben, könnte ich mir schon vorstellen, dass es zum Beispiel einen Markt für futuristisch geformte, steife und komfortable Rennradrahmen gibt, die diese Versprechen ohne Carbon (Umfall-Problematik, Umweltaspekt, Steel is real und neuer ist sowieso immer besser) erfüllen.
...naja Umweltaspekt wird auch oft schön gerechnet. Als ob Stahl weniger Energie verbrauchen würde als Carbon. Zumindest und er Automobilindustrie entfallen teure weil schwerere und größere Umformwerkzuege für Stahl notwendig, also für Carbon. Und das Carbon so empfindlich ist, ist auch nur ein Gerücht. hatte dazu mal ein Video gefunden, daß ich, wenn Zeit ist, gerne nochmal einspiele.

6

Samstag, 20. Juli 2019, 15:32

...naja Umweltaspekt wird auch oft schön gerechnet. Als ob Stahl weniger Energie verbrauchen würde als Carbon.


In der Herstellung mag das stimmen, der Unterschied ist das Recycling. Metallschrott ist richtig wertvoll, Carbon-Recycling steht noch ganz am Anfang.

Und das Carbon so empfindlich ist, ist auch nur ein Gerücht. hatte dazu mal ein Video gefunden, daß ich, wenn Zeit ist, gerne nochmal einspiele.


Das hier? ;) ;)

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sakura

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Sonntag, 21. Juli 2019, 07:34

Moin,

nö das hier <klick> von Vit Bikes ^^

Salamander

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8

Sonntag, 21. Juli 2019, 12:26

...naja Umweltaspekt wird auch oft schön gerechnet. Als ob Stahl weniger Energie verbrauchen würde als Carbon.

Diese Energie wird ja nur einmal verbraucht, wenn bei der Verhüttung das Erz zum Metall reduziert wird. Danach kann das Metall unendlich oft recycelt werden. Carbon wird zu Sondermüll.


Und das Carbon so empfindlich ist, ist auch nur ein Gerücht. hatte dazu mal ein Video gefunden

Ein Werbevideo vom Hersteller, vielleicht beeindruckend aber mit Sicherheit nicht objektiv. Carbon hat schon hervorragende Eigenschaften, zeigt aber stark anisotropes Verhalten. Senkrecht zur Faserrichtung ist Carbon kaum belastbar und kann vor allem punktförmigen Druck nicht ab. Dabei entstandene Beschädigungen der Faserstruktur sieht man nicht unbedingt und können zu schlagartigem unangekündigtem Rahmenbruch führen. Sowas käme für mich nie in Frage als Alltagsrad, das ich dauernd unbeobachtet abstellen muss. Ich hätte keine Bedenken, mit einem Carbon-MTB Downhill zu fahren - nur kann ich nach dem ersten heftigen Sturz nicht mehr davon ausgehen, das die Unversehrtheit des Rahmens noch gegeben ist. Mit einem Stahlrahmen kann man noch nach Hause schleichen, wenn der nicht verzogen ist noch unbedenklich weiter nutzen. Und selbst Alu ist in dieser Hinsicht unkritischer.
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Montag, 22. Juli 2019, 19:59

Für die "Spielerei" dürfte zunächst kein Budget zur Verfügung stehen.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/thyssenkrupp-muss-sogar-beim-bueromaterial-sparen-a-1278096.html

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Montag, 22. Juli 2019, 22:19

Unabhängig von der Situation bei ThyssenKrupp bin ich leider auch skeptisch, ob das was wird. Ich nehme an, man braucht für jedes Modell und für jede Rahmenhöhe ein eigenes Werkzeug zur Umformung, das wird nicht billig sein - und das bei relativ kleinen Stückzahlen.

Dabei finde ich das Konzept durchaus gut - und das trotz meiner Vorliebe für Alteisen.

Kleiner Nachteil dürften die unpraktikabel dünnen Wandstärken sein, wenn es wirklich leicht sein soll. Einmal unaufmerksam angelehnt, und es ist eine Delle drin. Interessant wäre so eine Umformtechnik für Alurahmen.
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Montag, 22. Juli 2019, 22:43

Mit Hydroforming bekommt man heute alles in Form. Das ist nicht das Problem. Wir haben Edelstahlverteiler für Fußbodenheizung im Lieferprogramm, da wird rund zu eckig und bis zu 12 mal hintereinander. Die Wandstärke beträgt um die 0,8 mm. Die werden tausendfach produziert.

Vertrieb und Marketing sind gefragt. Ich glaube kaum, dass Thyssen als Hersteller von Rädern fungieren kann. Als Lieferant für verschiedene Markenhersteller aber durchaus.

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12

Montag, 22. Juli 2019, 22:55

Mit Hydroforming bekommt man heute alles in Form. Das ist nicht das Problem.

Das glaube ich Dir gern. Technisch gesehen - kaufmännisch ist die Frage, was kostet das ...
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Montag, 22. Juli 2019, 23:01

Vertrieb und Marketing sind gefragt. Ich glaube kaum, dass Thyssen als Hersteller von Rädern fungieren kann. Als Lieferant für verschiedene Markenhersteller aber durchaus.

Genau das ist mir auch durch den Kopf gegangen.
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Dienstag, 23. Juli 2019, 09:28

Für die "Spielerei" dürfte zunächst kein Budget zur Verfügung stehen.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/untern…-a-1278096.html

Kling etwas nach verzweifelter Suche nach neuen Märkten, neben Fahrradrahmen hat Thyssenkrupp die auch noch Autofelgen und Windkrafträder aus Stahl für den chinesischen Markt im Visier. Alles schön und gut, aber ob das Joint Venture mit den Chinesen sich langfristig auszahlt?

https://www.thyssenkrupp-steel.com/de/ne…otte-felge.html
https://www.thyssenkrupp-steel.com/de/ne…e-energien.html

15

Dienstag, 23. Juli 2019, 22:38

Wer gibt eigentlich mehr Geld für Laufräder aus als Autofahrer? Richtig - Fahrradfahrer (also jedenfalls manche)! Kommt jetzt das Comeback der Stahlfelge am Rennrad? :D

Anrados

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16

Dienstag, 6. August 2019, 22:15

Update

Naja , knapp unter zwei Kilo wird jetzt bei den Rennradlern keine Begeisterungsstürme auslösen ^^
wird wohl eher was für Sammler die was Besonderes suchen.
Und wenn ich jetzt alle Anbaueile aus Carbon da dran schrauben muss um das Gewicht unter 9 Kilo zu drücken
ist das auch nicht wirklich ressourcenschonend :rolleyes:
mal sehen wie der Preis aussieht wenn das Ding im Herbst angeblich käuflich zu erwerben sein wird.

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Goradzilla

17

Dienstag, 6. August 2019, 22:37

Danke! Bin gespannt, was rauskommt, wenn sie Hosen runterlassen müssen – sowohl preislich als auch gewichts- und komforttechnisch.

Wandstärken unter 1 mm sind bei klassischen Rohren nun auch nix besonderes, und die kann man vergleichsweise "günstig" auch auf Maß dengeln lassen… Mal sehen.

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