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Radsonstnix

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1

Montag, 6. Juli 2020, 10:31

Radwege in der Zukunft

Ich habe an dieser Umfrage des Tagesspiegelüber die Zukunft der Radwege nicht teilgenommen. Aber das Ergebnis finde ich ganz interessant. Wenn auch nicht gerade überraschend. Ich bin gespannt, ob sich in Berlin wirklich mal was bahnbrechendes ändert.
Dieselersparnis: 2013 bis Januar 2018 ca. 965L; Benzinersparnis 2018: 121L; 2019: 281L; 2020: 193L

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Berny67

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2

Montag, 6. Juli 2020, 18:05

Ist übrigens eine interessante Sache mit dem Ausrechnen der Kraftstoffersparnis. Darüber hatte ich mir zwar auch schonmal Gedanken gemacht, aber noch nicht so genau nachvollzogen. Da ich ja meine Fahrten zur Arbeit mit dem Rad seit 2012 intensiviert habe, dürfte da auch kein geringer Betrag zustande gekommen sein. Jedenfalls nutze ich das Auto nur noch notfalls. Ganz drauf verzichten kann ich leider nicht.

LG
Bernd

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3

Montag, 6. Juli 2020, 21:36

@Radsonstix: vielen Dank für den Link - das ist ja eine journalistische Leistung, die ich schon länger nicht mehr gelesen habe. Toll. Wenn möglich würde ich direkt für den Artikel spenden.

Ist zu hoffen, dass viele viele Planer in den Kommunen diesen Artikel lesen und als Anstoß nehmen, sich eingehender mit der Schaffung sinnvoller(!) Fahrradinfrastruktur zu beschäftigen.

Da wo ich wohne ist es ganz schlimm: Kommunalpolitik macht einen auf ganz fortschrittlich, die Kassen sind prall gefüllt (ehrlich!) und es wird in einer Bauwut eine Gefahrenstelle für Radfahrer (Radweg mündet kurz vor Kreisverkehr auf eine verengte Fahrbahn, Radweg biegt mit einem Kurvenradius von 2-3m um 90Grad ab usw.) nach der anderen neu geschaffen.
Die einzige Möglichkeit sicher Fahrrad zu fahren ist der als getrennter Weg angelegte Rad- und Gehweg aus dem Ort hinaus. Wenn man sich dem Ortsausgangsschild nähert lässt der Schmerz nach :rolleyes: .

Salamander

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4

Mittwoch, 8. Juli 2020, 09:13

Da wo ich wohne ist es ganz schlimm: Kommunalpolitik macht einen auf ganz fortschrittlich, die Kassen sind prall gefüllt (ehrlich!) und es wird in einer Bauwut eine Gefahrenstelle für Radfahrer (Radweg mündet kurz vor Kreisverkehr auf eine verengte Fahrbahn, Radweg biegt mit einem Kurvenradius von 2-3m um 90Grad ab usw.) nach der anderen neu geschaffen.

Hier sind die Kassen leer und Fortschritt hieß lange Zeit "autogerechte Stadt", zunehmend verbunden mit einer Vorstellung vom Radfahren aus den Umwelt- und Friedens-bewegten 70er und 80er Jahren: Hollandräder mit den einschlägig bekannten Aufklebern, gefahren von verkifften zottelbärtigen Langhaarigen und Hippiefrauen in lila Latzhosen, die grenzdebil grinsen als hätten sie was drin. Kein Wunder, daß die sich nicht auf die Fahrbahn trauen und nach Radwegen plärren. Wurde von der Politik gerne aufgenommen, schließlich konnte man so die Straße für Autos - also den richtigen Verkehr frei machen von diesen lästigen Verkehrshindernissen. Billig war's auch, Pott Farbe und 'n paar Blechschilder kosten schließlich nicht die Welt.

In einem Punkt haben die in Deiner Ecke aber zumindest ansatzweise was richtig gemacht: Radweg im Kreisverkehr ist Mist! Auf einem Radweg sind Radfahrer für Autofahrer weg, daher die vielen "übersehenen" Radfahrer an Kreuzungen und Einmündungen. bzw Ausfahrten. Und an einem Kreisverkehr müssen Radfahrer gleich teils mehrere Ausfahrten passieren. Sicherer ist da die Führung auf der Fahrbahn. Vorausgesetzt, man muss da nicht nachrangig von einer einfachen Bordsteinabsenkung auf die Fahrbahn wechseln und auf den fließenden Verkehr achten. Sondern wenigstens ein abmarkierte Sperrfläche, besser eine bauliche Lösung, die den Radweg neben dem KFz-Verkehr auf die Fahrbahn führt.

Warum in den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen da außerstädtisch die Führung m Kreisverkehr empfohlen wird, steht auf einem anderen, üblem Blatt. Gegenteilige Lösungen für die gleiche sicherheitskritische Situation sind aus ergonomischer bzw psychologischer Sicht verheerend.
Ich habe das Grauen gesehn

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sakura

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Donnerstag, 9. Juli 2020, 06:18

Moin Radsonstnix,
moin zusammen,
Ich habe an dieser Umfrage des Tagesspiegelüber die Zukunft der Radwege nicht teilgenommen. Aber das Ergebnis finde ich ganz interessant. Wenn auch nicht gerade überraschend. Ich bin gespannt, ob sich in Berlin wirklich mal was bahnbrechendes ändert.
nach dem Überfliegen des Berichtes, ja ist cool und zeigt Defizite auf, aber leider auch Wünsche die man eventuell mal überdenken muß (Blumenkübel?). Was mich immens an de Sache stört, ist schon die Bezeichnung Radweg. Ein Weg ist zum gehen da, bedeutet im Umkehrschluss, daß Fahrzeuge aller Art darauf nix zu suchen haben.

Ich würde dem Ganzen den Titel geben: Radfahrspur und jene gehört auf die Fahrbahn. Da natürlich rechtsseitig weg vom ruhenden Verkehr (parkende Autos) und mit gebührenden Abstand/ Breite für die Nutzung und beidseitiger Einhaltung der Sicherheitsabstände. Natürlich darf es weder bei Kreuzungen/ Einmündungen als auch Kreisverkehren keine Beeinträchtigung einer ungehinderten Fortbewegung geben.

Radsonstnix

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6

Donnerstag, 9. Juli 2020, 12:35

Wo bitte steht denn festgeschrieben, dass ein Weg nur zum Gehen da sei? Das sehe ich anders. Ein Weg ist einfach eine Verbindung von zwei Punkten, zum begehen, bekriechen, berobben, befahren ...

Und Blumenkübel als bauliche Trennung finde ich cool. Effektiv als Trenner, dekorativ, und je nach Bepflanzung auch noch wertvoll für die nähere Umgebung.
Ich finde an dem ganzen Thema interessant, dass offenbar endlich auch bei uns geschaut wird, was es außer Rad- Fußwegkombination noch so gibt. Und Radschnellwege sternförmig von der City in die Umgebung fände ich erstrebenswert. Irgendwo in dem Artikel (oder doch einem Anderen?) stand es ja: Wenn die angebotene Infrastruktur (Wege) für Radfahrende besser wird, fahren auch mehr mit dem Rad. Also nicht wie bislang Radfahrende zählen, Autofahrende zählen, Zahlen vergleichen und Autostraßen bauen.
Ich arbeite seit 23 Jahren im gleichen Gebäude - und komme auch schon so lange regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit, seit 12 Jahren wieder sehr intensiv. Früher standen hier 5, 6 Räder tagsüber auf dem Hof. Seit einigen Jahren gibt es eine (beheizte) Fahrradgarage, anfangs war die zur Hälfte gefüllt. Inzwischen ist sie im Sommer Randvoll (ca. 30 Räder), und auch im Hof gibt es kaum mehr freie Stellplätze.
Also meine private Beobachtung: Radverkehr nimmt zu. Wird zeit, dass die Verkehrsplanung hinterher kommt.
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Berny67, sakura

7

Donnerstag, 9. Juli 2020, 22:14

Also meine private Beobachtung: Radverkehr nimmt zu. Wird zeit, dass die Verkehrsplanung hinterher kommt.


Ja… ich bin ich überzeugt, dass sich notwendig etwas in dieser Richtung tun wird.

Allein – und ich neige sonst nicht zu übermäßigem Pessimismus: Ich bin Mitte 30, aber ich bezweifle stark, dass ich davon in Deutschland noch nennenswert etwas haben werde.

Wo Politiker in Autos einfach Autos (und in vielen Autos folgerichtig ein Problem) sehen, kommt der Wandel aktuell in Riesenschritten: Paris, Mailand, Brüssel, Lissabon (kein Link, aber in 10 Jahren von "Fahrrad = Selbstmord" auf "Gestern Fahrspur, heute Radweg"), London … das ist nicht alles sofort perfekt, aber da wird ausprobiert, und zwar schnell.

Dummerweise steht da in Deutschland nicht einfach ein Haufen Blech, sondern ein Wirtschaftsfaktor, eine Ersatzbefriedigung, ein Sehnsuchtsort. Dieser sterbende Gaul wird so lange geritten werden, bis er mehr als nur mausetot ist.

Bis dahin wirft man uns ein paar Brotkrumen hin: Radschnellweg-Versprechen, die sich Jahrzehnte hinziehen und währenddessen fleißig verwässert werden (Nota bene: Da hat man sich in Dortmund schon entschieden, mal mit der Billiglösung "Fahrradstraße" anzufangen, aber selbst davon ist natürlich bisher nichts zu sehen). Noch 'n Witz? Kopenhagen Westfalens. :lol: 8| ;(

Sonst so? Ein Fahrradgesetz je Bundesland (natürlich ohne Verbandsklagerecht, wo kommen wir denn da hin). Planerische Vorgaben, die man im "flächendeckenden Einzelfall" dann wie eh und je ignoriert. Eine Festschreibung von Überholabständen in der StVO, die dann keiner kontrolliert.
Berlin? Halleluja, da wurde jetzt ein bisschen experimentiert. Und schon geht Deutschlands größte Vertretung von Partikularinteressen auf die Barrikaden, weil, haha, Partikularinteressen verfolgt würden.

Alles mimimi? Nö. Wir hier haben uns alle über Jahre ein dickes Fell zugelegt und arrangieren uns mit dem Zustand. Haben Spaß auf dem Rad, genießen die Freiheit, die bessere Gesundheit, finden sofort einen Parkplatz und so weiter. Fahren CMs mit und Sternfahrten und Silent Rides, versuchen uns einzubringen. Diskutieren mit Autofahrern, die zugänglich erscheinen – halten Abstand von denen, die offensichtlich bereit sind, ihr Fahrzeug als Waffe einzusetzen. Fahren hinter Kindern, Alten, Unsicheren in der Mitte der Fahrspur, damit die nicht nochmal so beängstigend überholt werden wie gerade eben. Sowas machen nur einzelne, unerfahrene, übermütige Fahrer? Allein dieses Jahr hatte ich drei wirklich brenzlige Situationen mit Linienbussen – zwei davon auf "Schutzstreifen".

Gesamtgesellschaftlich bringt uns das alles nur im Schneckentempo weiter: Wer nicht ins Radfahren reingewachsen ist, wird es immer zuerst als beängstigend, verwirrend, unerwünscht erleben. Ja, Radverkehr nimmt zu, aber nicht wegen, sondern trotz der Rahmenbedingungen. So, mein Wort zum Freitag.

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8

Freitag, 10. Juli 2020, 09:10

Zitat

Ja, Radverkehr nimmt zu, aber nicht wegen, sondern trotz der Rahmenbedingungen.
Ja, genau das meine ich. In kleineren Bereichen werden die Rahmenbedingung nachgezogen, wenn festgestellt wird, dass der Radverkehr zugenommen hat. Wie unsere Fahrradgarage. Obwohl das auch nicht ganz richtig ist, das Beispiel. Irgendwann haben die vielen "wild" abgestellten Räder den Verkehrsfluss auf unseren beiden Höfen gestört, so kam es zur Fahrradgarage. 8) Allerdings ist bei uns ein ungestörter Verkehrsfluss (schnelles Ausfahren) durchaus relevant.
Ich hoffe aber im Gegensatz zu Dir, dass selbst ich (der ich ja schon Anfang 50 bin) noch von wesentlichen Änderungen der Infrastruktur profitieren darf. Bin halt unverbesserlicher Optimist. :)
Dieselersparnis: 2013 bis Januar 2018 ca. 965L; Benzinersparnis 2018: 121L; 2019: 281L; 2020: 193L

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9

Montag, 13. Juli 2020, 09:01

Hier bei uns wird immer Reklame für das große Freizeitangebot gemacht, besonders wie schön man hier im Ruhrtal doch Radfahren kann. Dort geht es ja auch einigermaßen, aber erstmal mit dem Rad dorthin kommen. Das ist in unserer Stadt, trotz an manchen Stellen angelegter Radwege oder Schutzstreifen ziemlich gefährlich. Als Bengel habe ich früher, mit dem damals typischen 27er Jugendrennrad, häufig meine Tante in Herbede besucht und musste dann, entlang der Ruhr den kombinierten Fuß-/Radweg benutzen. Dies ist nun bereits fast 40 Jahre her, aber genauso lange ist an diesem Wegeabschnitt in keiner Weise etwas getan worden. Vor mehr als 30 Jahren wurden mal Beschädigungen der Oberfläche provisorisch mit Bitumen zugeschmiert, und das ist der Zustand, wie er heute noch vorhanden ist. Eine Buckelpiste sondergleichen! Wer dort schonmal unterwegs gewesen ist, weiß wovon ich spreche. Auf der Straße Ruhrdeich selbst möchte man gar nicht fahren, auf Grund des oft zu schnellen Autoverkehrs. Radfahrer, die außerhalb der Saison, also wenn die Fähre Hardenstein außer Betrieb ist, müssen zwangsläufig daher fahren.

Und dann gibt es ja noch den, hier schon öfter erwähnten, Rheinischen Esel, eine ehemalige Bahntrasse, die Bochum-Langendreer mit Dortmund-Löttringhausen verbindet. Diese Strecke nutze ich auch, in Richtung Bochum, für meinen Arbeitsweg. Dort hat man den Weg wunderbar ausgebaut mit schönem glatten Asphalt. Eigentlich ein Traum! Von Langendreer aus kommend leider nur zu einem äußerst geringen Anteil in unserer Klüngelstadt Witten. Da gibt es dann ab ungefähr Höhe der Dortmunder Straße bei Burger King, nur noch wassergebundene Oberfläche bis nach Dortmund.

Bei schön warmen Sommerwetter zieht man da eine große Staubwolke hinter sich her, bei Regen ist der Weg durch den entstandenen Matsch kaum noch passierbar. Zudem sind mittlerweile an den Rändern gefährliche Auswaschungen entstanden. Zumindest auf Dortmunder Seite plant man in Zukunft mal eine Asphaltierung. Hier in Witten wird zwar schon lange darüber diskutiert, aber wie mit vielen anderen Dingen hapert es mit der Umsetzung. Das Geld für diesen Ausbau wurde eigentlich schon längst vom Landesverband bereitgestellt.

Bezüglich der Diskussionen hört man dort so fadenscheinige Ausreden, dass es ja auch zu Konflikten zwischen Fußgängern, Inlinern und Radfahrern kommen könnte, wenn man so einen Schnellweg ausbauen würde.

Das ich nicht lache :lol: . Diese Probleme gibt es doch sowieso schon, da es auch auf dem bisherigen Weg, egal ob asphaltiert oder wassergebunden, immer wieder Teilnehmer gibt, denen gegenseitige Rücksichtnahme fremd ist. Ganz besonders die Leute, die mit fetten Kopfhörern auf dem Kopf durch die Gegend baseln, daher auch keine Fahrradklingel hören, diejenigen, die unbedingt im Familienverbund mit 5 Personen nebeneinander auf ganzer Wegesbreite spazieren müssen und die Hundetreiber, die ihre Lieblinge an ganz langer Leine oder gar ganz ohne Leine laufen lassen. Macht man diese Zeitgenossen dann mal vorsichtig per Klingel, wenn sie diese denn auch hören können, auf diese Gefahren aufmerksam, wird man gleich als Rüpel beschimpft, oder lässt sich extra viel Zeit, den Weg frei zu machen.

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Goradzilla

10

Mittwoch, 15. Juli 2020, 12:51

Und dann gibt es ja noch den, hier schon öfter erwähnten, Rheinischen Esel, eine ehemalige Bahntrasse, die Bochum-Langendreer mit Dortmund-Löttringhausen verbindet. Diese Strecke nutze ich auch, in Richtung Bochum, für meinen Arbeitsweg. Dort hat man den Weg wunderbar ausgebaut mit schönem glatten Asphalt. Eigentlich ein Traum!


Achja, der Esel! Für mich eine der Strecken, wenn ich mal ca. 1,5 Stunden Zeit habe: Von der Dortmunder City bis Löttringhausen, einmal Esel in voller Länge und via Oespel und TU-Campus zurück. Das Stück in Richtung Langendreer fährt sich ja wirklich wie von selbst, das ist schon toll.

Den Spaß gebe ich mir aber natürlich nur, wenn es trocken ist (ein bisschen Knistern unterm Reifen finde ich ja mal ganz nett) oder das Rad sowieso grundgereinigt werden muss. Kann absolut nachvollziehen, dass die Situation auf den wassergebundenen Teilstücken für den Alltag großer Murks ist.

Zumindest auf Dortmunder Seite plant man in Zukunft mal eine Asphaltierung. Hier in Witten wird zwar schon lange darüber diskutiert, aber wie mit vielen anderen Dingen hapert es mit der Umsetzung.


Ja, haha, naja… mein letzter Stand ist der hier. Das nützt für den Alltagsbetrieb alles gar nix, eingematscht ist eingematscht. Auch für Pflege und Instandhaltung sicher ein Albtraum.

A propos Umsetzung in Witten: Weißt du, ob die Baustelle an der Pferdebachstraße irgendwann mal fertig wird? Was tun die da eigentlich? Die ist ja schon ewig…


Diese Probleme gibt es doch sowieso schon, da es auch auf dem bisherigen Weg, egal ob asphaltiert oder wassergebunden, immer wieder Teilnehmer gibt, denen gegenseitige Rücksichtnahme fremd ist. Ganz besonders die Leute, die mit fetten Kopfhörern auf dem Kopf durch die Gegend baseln, daher auch keine Fahrradklingel hören, diejenigen, die unbedingt im Familienverbund mit 5 Personen nebeneinander auf ganzer Wegesbreite spazieren müssen und die Hundetreiber, die ihre Lieblinge an ganz langer Leine oder gar ganz ohne Leine laufen lassen. Macht man diese Zeitgenossen dann mal vorsichtig per Klingel, wenn sie diese denn auch hören können, auf diese Gefahren aufmerksam, wird man gleich als Rüpel beschimpft, oder lässt sich extra viel Zeit, den Weg frei zu machen.]


Interessant… gerade auf dem Esel empfinde ich das noch als vergleichsweise unproblematisch. Die Radfahrer erscheinen mir disziplinierter als z.B. auf der Erzbahntrasse, die Gassigeher akzeptieren ein frühzeitiges Klingeln – naja, mein Eindruck, vielleicht bin ich zu glücklichen Zeiten unterwegs. Oder ich sehe so furchterregend aus, dass mich alle als Gefahr wahrnehmen :whistling:

Der Weg ist aber ein prima Beispiel dafür, dass Radinfrastruktur immer noch keinerlei Standard entsprechen muss. Das Ding soll Radweg sein und Gassistrecke und offenbar auch Naturschutzgebiet. Wie der RS1 in Mülheim: Man hatte da mal gemeinsam Anforderungen an den Schnellweg definiert, aber die Mülheimer hatten wohl irgendwie noch Mittel aus einem Topf für Städtebau und Gedöns und haben am Bahnhof alles mit Bänken und Zeugs vollgestellt. Man soll da nämlich verweilen, auf dem Gar-nicht-so-Schnellweg :pillepalle:

Michihh

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11

Donnerstag, 16. Juli 2020, 07:39

Und der Schwachsinn nimmt kein Ende...
Die Krefelder Promenade, die dann als Verlängerung des RS1 am 02.08. eingeweiht wird, ist von vornherein als Weg für Spaziergänger, Radfahrer, Gassigeher geplant. Trotz 4m breitem Weg dürfte es da schnell zu Konflikten führen, die weitere geplante Trassenführung der Fortsetzung des RS1 über die Krefelder Promenade hinaus Richtung Venlo ist kompletter Schwachsinn, da wird ein "Schnellweg" geplant der die beiden Städte Krefeld und Venlo mit einem riesigen Umweg verbindet.
Es wird halt wie üblich die günstigste Lösung genommen und somit wird die Trasse über den vorhandenen Bahnradweg Kempen Kaldenkirchen geleitet der dann an kreuzenden Wegen Vorfahrtsrechte eingeräumt bekommt.

voigtjessica96

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12

Donnerstag, 16. Juli 2020, 09:59

Ich wohne ziemlich auf dem Land und weiß das noch solchen Beiträgen immer wieder zu schätzen!

Michihh

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13

Donnerstag, 16. Juli 2020, 21:15

Ich auch und zwar mitten zwischen Krefeld Duisburg und Venlo, ländlicher geht nicht. Weitere "Radtrassen" braucht es hier eigentlich nicht. Fast alle umgebenden Wege gehören zur "Niederrhein-Radroute". Kempen hier versucht die Grätsche zwischen deutschem Autolobbyismus und niederländisch anmutender Radinfrastruktur. Ergebnis ist ein extrem hoher Radverkehrsanteil :D.
Manche "Krankheiten" wie zu enge Radstreifen oder Wege mit Gegenverkehr bzw. linksseitige Radwege gibt es auch hier. aber insgesamt ist hier lokal schon "Jammern auf hohem Niveau". Die Verlängerung des RS1 über die Krefelder Proenade und weiter den Bahnradweg Kempen Kaldenkirchen nach Venlo wird höchstens von touristischer Bedeutung. Ein Rad-"Schnell-Weg" mit Sicherheit nicht. Mal gucken wie das am Ende ausgestaltet ist.

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