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Sonntag, 8. April 2012, 15:56

Verschiedene Schaltungen - Vor- und Nachteile

Um mal wieder fachliche Diskussionen an zu regen hier mal meine Meinung zu Schaltungen bzw. Fahrrad Antrieben.

Die einfachste und effektivste Art ein Rad über eine Kette an zu treiben ist ein Rad ohne Schaltung und Freilauf, also ein sogenanntes Singlespeed. Die Nachteile dieser Konstruktion bezüglich der Ergonomie wiegen aber die Vorteile so weit auf, dass im Radrennsport mit diesem System nicht mehr auf der Straße gefahren wird.

Eine gut eingestellte und gewartete Kettenschaltung hat sehr geringe Leistungsverluste. Im Profi Radrennsport wird aber auch die Antriebseinheit nach jedem Rennen komplett ersetzt. Problematisch sind die Schaltungsvorgänge, verschiedene Ritzel und der Schräglauf der Kette. Sie verschleißen Kette und Ritzel recht stark und senken die Lebensdauer der Antriebseinheit. Regelmäßige Reinigung und präzises justieren der Schaltung wirken sich deutlich Kostensenkend und Kraft sparend aus. Wer Ahnung von Fahrradtechnik hat und sich nicht scheut selbst daran zu schrauben, wird mit Kettenschaltungen gut zurecht kommen.
Über Kettenschaltungen kann ich sonst nicht viel schreiben, da ich mich nicht eingehender damit beschäftige.

Die klassische Nabenschaltung, auch abschätzig von vielen Radsportlern als "Dose" bezeichnet, ist zunächst mal die uneffektivste Antriebsart. Das Planetengetriebe schluckt viel Leistung, das relativ hohe Gewicht macht das Rad schwerer. Trotzdem hat sie gegenüber der Kettenschaltung auch Vorteile:
Kette und Ritze halten länger als bei Kettenschaltungen.
Die Antriebseinheit kann mit einem Kettenschutz komplett gekapselt werden, so dass die Verschmutzung und der Verschleiß von Kette und Ritzel auf ein Minimum gesenkt werden kann.
Der Kettenschutz verhindert außerdem das Verschmutzen der Hose und verhindert dass die Hose zwischen Kette und Zahnkranz gezogen wird.
Üblicherweise werden viele Nabenschaltungen über viele Jahre ohne Wartung gefahren, auch wenn die Hersteller diese empfehlen. Daher sind sie optimal für Gelegenheits- und Alltagsradler ohne Radsport Ambitionen.

Derzeitiges Spitzenprodukt der Nabenschaltung ist die Rohloff Speedhub mit 14 Gängen. Allerdings ist sie mit einem Preis von um die 1000,- € auch für die meisten Radler uninteressant.

An den meisten Rädern mit Nabenschaltungen finden sich Produkte von Shimano oder Sram mit Naben von 2 bis 11 Gängen. Als derzeitiges Spitzenprodukt für die gehobene Mittelklasse der Nabenschaltungen gilt die Shimano Alfine 11 mit einem Preis von unter 500,-€.

Relativ neu im Markt ist Fallbrook Technologie mit der NuVinci.
Sie besitzt kein klassisches Planetengetriebe der Nabenschaltungen, sondern Keramikkugeln und eine spezielle Flüssigkeit im inneren der Schaltung, welche die Kräfte Berührung und Verschleiß los auf die Nabe übertragen. Die Leistungsverluste werden als deutlich höher als bei herkömmlichen Nabenschaltungen eingeschätzt, jedoch hat sie keine festen Gänge sondern schaltet Stufenlos. Dies mag diesen Nachteil wieder ausgleichen. Interessant ist die völlige Wartungsfreiheit und der Preis von unter 400,- €

Gruß
Kalle

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