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stilleswasser

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Montag, 13. Oktober 2014, 19:42

Fructoseintoleranz (FI)

Hallo, ihr Lieben :).

seit einer kleinen Weile ist es gewiß: mein körpereigener Energiegewinnungs- und Verwaltungsapparat steht nicht so besonders auf Fructose :(. Gegenmaßnahmen mussten schnell eingeleitet werden, weil auch Bauchschmerzen zu den aus FI resultierenden Beschwerden gehören können und das ja bei mir ein ohnehin schon heikles Thema ist. Die Literatur spricht dabei aber immer von krampfartigen Bauchschmerzen, was meinem Problem nicht so unbedingt entspricht. dennoch will ich natürlich diese Unverträglichkeit als möglichen Verursacher so schnell wie möglich dingfest machen oder ausschließen können.

Habe deswegen mit einem vierwöchigen Karenzprogramm mit Verzicht auf etliche fructosehaltige Nahrungsmittel angefangen. Das meiste das wegzulassen ist, ist das gute Obst. Damit ließ sich bisher immer das schlechte Gewissen in bezug auf zu geringe Vitaminzufuhr beruhigen. Ab jetzt nicht mehr. Mein 'süßes Frühstück', also Marmeladen, Konfitüren und Honig fällt ebenfalls weg und damit es dann auch gar keinen Spaß mehr macht, zusätzlich die allseits beliebte Nuss-Nougat Creme und ausnahmslos alle Süßigkeiten. Hinzu kommen Biere, Weiß- und Rotweine, Früchtetees, Limonaden, Energydrinks und Schnäpse. Also auch meine geliebten Pfirsische und das Malzbier :S.

Zum Essen bliebe eigentlich mehr als genug übrig, aber das neue Ernährungskonzept hat zwei entscheidende Haken: Verzicht soll auch bei Zwiebeln, Paprika, Tomaten und Zitronen geübt werden, die bis dato wertvolle Würze und Geschmack verleihende Bestandteile vor allem der Hauptmahlzeit waren :(. Zweitens geht eine Fructoseunverträglichkeit wohl auch mit einer Sorbitunverträglichkeit einher und dieser Zuckeralkohol versteckt sich in ganz vielen Produkten aus dem halbfertigen bis fastfertigen Bereich. Ein sehr sorgfältiges Studieren der Inhaltsangabe und das Verzichten auf Gerngegessenes aus der Truhe oder Dose kommt also unausweichlich dazu. Vitaminpräparate als Kompensation des Obstweglassens fallen, wenn der Füllstoffs Sorbit enthalten ist, ebenfalls weg.

Über die 'Trickserei' mit Fructosin ( Ein Nahrungsergänzungsmittel das Fructose im Dünndarm zu Glucose umwandelt. Dadurch entstehen beim Verzehr von Fructose oder Saccharose angeblich deutlich weniger Beschwerden.) bin ich auch schon gestolpert, halte mich da aber ganz deutlich an die Ansicht, Fructosin, wenn überhaupt, dann nur in Ausnahmesituationen zu verwenden, in denen sich Fructosekonsum nicht verhindern lässt. Wäre gegen die täglichen Einnahme und möchte es gerade in der Phase der Ernährungsumstellung auf keinen Fall probieren. Tabletten und Kapseln schlucke ich zur Zeit eh schon mehr als mir lieb ist.

Hat jemand von euch Erfahrung mit einer Ernährungsumstellung wegens Fructoseunverträglichkeit?

Finde nur wenige Angaben zu Gewürzen (auch Knoblauch und Chili) und deswegen ist mir das 'neue' Essen bis jetzt ein wenig zu fad :|. Vielleicht könnt ihr mir da weiterhelfen? Würde mich sehr freuen.
.. only dancing on this earth for a short while (Cat Stevens)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »stilleswasser« (13. Oktober 2014, 19:48)


Kirsche

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2

Montag, 13. Oktober 2014, 19:48

ok, es hört sich definitiv nicht so an als würde ich begeistert mitmachen wollen :huh:

Ich drücke die Daumen das du dort etwas Geschmack rein bekommst der dich dann nicht wieder gesundheitlich zurück wirft. Nur, was machst du jetzt mit den ganzen Dosenpfirsichen? Und, mich an das Forumtreffen erinnernd, die Unmengen an Malzbier die du dort getrunken hast, was gibt es jetzt stattdessen, Wasser?
Mit liebem Gruß,

Kirsche
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stilleswasser

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Montag, 13. Oktober 2014, 19:52

Ja, es gibt überwiegend Wasser, Milch, Caro (mit deutlich weniger Zucker), Tees und Buttermilch. Es ist wie ein schlechter Traum!
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Kirsche

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4

Montag, 13. Oktober 2014, 20:14

Hauptsache da kommt nicht noch eine Laktoseintoleranz dazu :eek:
Mit liebem Gruß,

Kirsche
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stilleswasser

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Montag, 13. Oktober 2014, 20:21

Der Test hatte zum glück ein besseres Ergebnis :milk:.
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Montag, 13. Oktober 2014, 22:21

Da hast Du aber zugelangt- Aber aus Erfahrung in der Bekanntschaft damit kann man leben. Und wie ich das sehe auch ganz gut. Du wirst halt vorwiegend in der Drogerie und spzialiserten Läden einkaufen müssen. Aber brauchen tut man das wirklich niht. Aber immerhin mal eine Diagnose.

Salamander

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7

Dienstag, 14. Oktober 2014, 00:31

Ulkig, vor einigen Tagen hab ich in der Glotze nebenher einen recht skeptischen Bericht über Lebensmittelunverträglichkeiten mitgekriegt. Musst bei Interesse selber suchen, war ein öffentlich-rechtlicher Sender. Da war die Empfehlung, erstmal längere Zeit ein Ernährungstagebuch zu führen und alles zu essen, auch vermeintlich kritische Sachen. Danach konnten die Leute bedeutend mehr Lebensmittel zu sich nehmen als theoretisch Tabu gewesen wäre, was eine enorme Erleichterung für die Betroffenen war. Ging da zwar um Lactoseintoleranz WIMRE, aber das Prinzip sollte auch bei anderen Unverträglichkeiten funktionieren. In Deinem Fall solltest Du einige spezielle Inhaltsstoffe aber meiden, mehr unten.

Was mir bei Deiner Aufzählung sofort aufgefallen ist: Wer hat Dir das empfohlen, bzw verboten? Wieso keine Schnäpse ?( Sofern keine Liköre oder "Aufgesetzter" gemeint ist sondern reine Brände. Da ist keine Fructose drin, das geht durch den Destillationsvorgang gar nicht. Auch bei einigen anderen Lebensmitteln hab ich mich gewundert, vor allem bei Zitrone. Da hab ich einen Wert von 1,4 g Fruchtose pro 100 g gefunden, Äpfel enthalten das vierfache - und die werden von der Menge her in zigfacher Menge pro Mahlzeit verzehrt. Von Zitronen werden doch meist nur einige Milliliter Saft zum Würzen aufgenommen. Ich hab dann schnell im Schweinsgalopp quer gelesen und noch mehr Merkwürdigkeiten gefunden. Tomaten sollen mal gut verträglich sein, mal nicht. Das gleiche bei Paprika. Wobei es da Unterschiede gibt, wie ich schon vermutet hatte. Paprika grün enhält 1,19 g / 100 g, die süßlicher schmeckenden gelben und roten Sorten enthalten 2,17 und 3,74 g. Eine andere Quelle schreibt nur "Paprikaschote 1,3 g". Mit meinem naturwissenschaftlichen Hintergrund denk ich mir da nur :dash: :dash: :dash:

Obst ist auch nicht so pauschal verboten. Es gibt da durchaus Unterschiede im Fructosegehalt. Wer hätte das gedacht...

Ich kann Dir nur raten, hol Dir eine zweite und eine dritte Meinung. Und arbeite Dich da selber ein, bei solchen Sachen sind viele Betroffene in Selbsthilfegruppen zB recht fit - aber geh da mit wachem Verstand ran und hüte Dich vor Esoterikern und Fanatikern und selbsternannen Experten, die ihre eigenen Erfahrungen als Allheilmittel verkaufen.

Und dann probier mit so einem Ernährungstagebuch aus, was DU verträgst und was nicht. Meiden musst Du nur die erwähnten Zuckeraustauschstoffe, neben Sorbit sind das ua Xylit, Mannit, Isomalt. Ebenso stark industriell verarbeitete Lebensmittel, insbesonderers die mit einem riesigen Cocktail an Zusatzstoffen. Ebenso die erwähnten Zuckerbomben. Und keinen Fertigfraß. Ausnahmen wie Frosta können wohl gehen.


Finde nur wenige Angaben zu Gewürzen (auch Knoblauch und Chili) und deswegen ist mir das 'neue' Essen bis jetzt ein wenig zu fad :|.

Überleg mal selbst: wieviel Gewürz kommt in eine Mahlzeit, und wieviel ist das in Relation zu den Hauptbestandteilen... Davon ab, irgendwo hab ich gelesen, frische Kräuter und Gewürze seien immer fructosearm. Also hau rein das Zeuch!

PS: Noch ein Tip von mir: Ein Kräutergarten am Küchenfensterbrett lohnt sich, manches kann man auch hacken und einfrieren. Nicht ganz so gut sind getrocknete ganze Samen, Früchte etc, evtl vor der Verwendung gemörsert. Nur dritte Wahl sind die gleichen Kräuter gemahlen, wie Kümmelpulver statt Kümmelsaat.
"Auf meinen Reisen habe ich überall auf der Welt gute Menschen kennengelernt. Und auch ein paar Arschgeigen. Das hat nichts mit Hautfarbe, Pass oder Religion zu tun." - Jürgen Schwandt, Ankerherz Verlag

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Salamander« (14. Oktober 2014, 12:07)


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Dienstag, 14. Oktober 2014, 08:09

Oh Mann, das sind Probleme, die man niemanden wünscht.

Ich kenne mich nicht gut genug aus, um hier viel zu schreiben, ich will nur einen Tipp zum süßen geben: Sollten Kräuter erlaubt sein, dann könntest Du ggf. mit Stevia Deinen Süßhunger stillen. Wieviel Fructose aber ggf. in Stevia enthalten ist, weiß ich nicht.

Auch Reissirup oder Laktose sollte zum Süßen bei FI passen. Und wie ist das mit Glucose? Darfst Du die auch nicht? Das wäre ja der Traubenzucker ...

Ach ja, und gerade fällt mir ein: Ich esse sehr gerne reine (also 100%) Mandelcreme zum Frühstück, die schmeckt auch süß, wenn man nicht gerade vorher was Süßeres gegessen hat.
Dieselersparnis: 2013 ca. 108L, 2014 ca. 275L, 2015 ca. 160L, 2016 ca. 180L, 2017 ca. 160L

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Dienstag, 14. Oktober 2014, 08:42

Hallo Frank,

auch wenn FI natürlich beschXXXen ist, aber man kann damit umgehen. Und sei froh, dass endlich mal was gefunden wurde.

Zusätzlich zu den guten Tipps hier gibts noch spezielle FI-Foren wie

http://www.libase.de/wbb/index.php?page=Board&boardID=22

http://www.lecker-ohne.de/foren/forum-fructoseintoleranz
Ich bete 10 Campa-Kränze und gelobe Besserung ...

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Dienstag, 14. Oktober 2014, 10:41

Der Tipp mit den spezialisierten Foren ist auf jeden Fall ein guter.

Falls du ein Smartphone oder Tablet hast, ist die kleine Investition in die App "Histamin, Fructose & Co" von Baliza gerade am Anfang vielleicht hilfreich (iOS oder Android). Da kannst du angeben, was du wie wenig verträgst (Fructose, Sorbit, Lactose, Saccharose, Histamin, Salicylat, Gluten) und darauf aufbauend wird dann die in Kategorien sortierte Liste von Lebensmitteln nach Ampelfarben eingefärbt.
Es stehen auch meist Kommentare dabei, z.B. wenn etwas trotz geringer Menge bei vielen Betroffenen Probleme bereitet. Das zeigt aber auch schon: Jeder Jeck is' anders, und vieles wirst du langsam und vorsichtig ausprobieren müssen.

Irgendwann hast du den Bogen raus, dann hilft die App aber vielleicht immer noch deinem näheren Umfeld beim Einkaufen ;)

Viel Erfolg und Durchhaltevermögen bei der Umstellung!

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Dienstag, 14. Oktober 2014, 12:14

Vielen Dank für eure rege Beteiligung, die tollen Tipps und eure 'Anteilnahme', was die gesundheitlichen Konsequenzen angeht :thumbup:.
Oh Mann, das sind Probleme, die man niemanden wünscht.

Da hast du wohl recht, bei mir scheint es aber nur die irrelevantere Co-Erkrankung zu sein. die Symptome für FI sind eher:
  • Völlegefühl
    Blähungen
    Blähbauch
    krampfartige Schmerzen des Bauches
    Durchfälle

das entspricht meinen seit drei Jahren anhaltenden Schmerzen im Bauchbereich leider nicht. Will aber jegliche Überlagerung der Krankheitsbilder vermeiden und fahre deswegen auch ein sehr strenges Diätprogramm, bei dem ich aufgrund der vielen widersprüchlichen Angaben zu einigen Lebensmitteln, die Salamander zb in bezug auf Tomaten angesprochen hat, so vorgehe, alles was irgendwo als 'geht nicht' erwähnt wird, auch tatsächlich auf die Verzichtliste zu setzen. Dass das für alle Arten von klargebrannten Schnäpsen nicht zutreffen mag, habe ich mir schon gedacht, aber ich habe eben eine Liste gefunden, die Biere, Weiß- und Rotweine, Früchtetees, Limonaden, Energydrinks und Schnäpse ausschließt und daran halte ich mich nach dem o.g. Prinzip. Außerdem ist das kein wirkliches 'Opfer' für mich, denn ich darf wegen der hohen Tramaldondosierung sowieso gar keinen Alkohol trinken.

Das Krankheitsbild Fructoseintoleranz an sich wird (auch nochmal als Info für andere Betroffene) wie folgt beschrieben:

Bei Fructoseintoleranz liegt eine Störung der Aufnahme bzw. Verwertung der Zuckerstoffe im Dünndarm vor. Hier liegt eine Störung des Transportsystems "GLUT-5" vor, welches den Fruchtzucker beim gesunden Menschen in die Dünndarmzellen und damit in die Blutbahn schleust. Wird der durch die Nahrung zugeführte Fruchtzucker nur teilweise oder gar nicht verwertet, gelangt er weitgehend unverdaut bis in den Dickdarm, wo er eigentlich nicht hingehört. Die dort ansässigen Bakterien sorgen für eine anaerobe Vergärung, bei der neben kurzkettigen Fettsäuren auch die Gase Wasserstoff, Kohlendioxid und Methan entstehen. Die Fettsäuren regen die Bewegung des Darms an. Dadurch wird der Stuhldrang verstärkt und die Wahrscheinlichkeit für Durchfall erhöht. Die entstandenen Gase sammeln sich in der Dickdarmschleife und führen zu einem Blähbauch sowie Übelkeit. Die Gase entweichen durch Blähungen oder gelangen über die Blutbahn zur Lunge, wo sie abgeatmet werden. Durch diesen Prozess kann es bei empfindlichen Menschen zu teils heftigem Schwindelgefühl kommen. Diese vergleichsweise milde, so genannte intestinale Form ist die häufigste Variante der Fructoseunverträglichkeit. Bei der angeborenen "hereditären" Fructoseintoleranz fehlen den Betroffenen Enzyme, die für den Fructoseabbau benötigt werden. Wie auch bei der kongenitalen Laktoseintoleranz handelt es sich um eine sehr seltene und schwere Krankheit.
Dagegen werden die Beschwerden der Milchzucker-/Lactoseunverträglichkeit durch einen Enzymmangel hervorgerufen. Aber auch hier hat Salamander es schon angesprochen: sie verläuft im Prinzip ähnlich.

Frische Kräuter sind erlaubt und eigentlich auch Haushalts- und Traubenzucker. Bei anderen Zuckerarten hatte ich mir nur gedacht, es wäre bestimmt nicht schlecht, deren Verzehr ebenfalls deutlich zurückzufahren, wenn ich eh schon mal dabei bin, mich so drastisch einzuschränken. Wird auf jeden Fall meiner Silhouette gut bekommen .. Dennoch in dem Zusammenhang ein besonderes Danke für den Tipp mit dem Reissirup.

Nicht so ganz streng verbotene Obstsorten für Menschen mit FI sind Aprikosen und Bananen. Allerdings will ich es da auch lieber etwas strenger halten, als zu lasch. Und da sich ähnliche Hinweise auch bei Zitronen finden und die verwendete Menge als würzende Beigabe ohnehin sehr gering ist, haben gerade auch einige Tropfen frisch gepressten Zitronensafts Eingang in mein Hähnchenragout gefunden :rolleyes:.

Um Foren hatte ich mich im Vorfeld gekümmert, aber natürlich trotzdem vielen Dank, Thomas für deine Links :).
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »stilleswasser« (14. Oktober 2014, 12:19)