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Miss Montage

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1

Samstag, 19. Mai 2012, 15:21

Kleine Fluchten

Mit Stolz vermelde ich meinen ersten Ü-Hu des Jahres: Satte 145,30 km sind es geworden. Hier die Strecke. Und ein paar Fotos.



Dahme bei Wernsdorf



Heidelandschaft bei Teupitz

Zeit in Bewegung: 5:55:36
ø - Geschwindigkeit: 24,51 km/h
max-Geschwindigkeit: 47,30 km/h

Jetzt muss ich in die Badewanne. Ich werde versuchen, heute abend noch etwas detaillierter zu berichten.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Miss Montage« (20. Mai 2012, 01:13)


FraWie

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Samstag, 19. Mai 2012, 18:50

Hallo Monika,
dann hast du also doch noch den Weg über die Autobahn bei Rangsdorf gefunden (ich habe dich aus dem Auto da unten stehen sehen). Ist eine blöde Ecke und wird wohl noch blöder werden, bis der Weg über die alte Brücke ins Gewerbegebiet Dahlewitz ferig gestellt ist. Z.Z. ist dieser Weg nicht rennradtauglich.

Aber ne schöne Runde bist du da gefahren!

Gruß Frank

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »FraWie« (19. Mai 2012, 20:12) aus folgendem Grund: ein paar Buchstaben fehlten noch


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Sonntag, 20. Mai 2012, 01:02

Sehr gut, dass es einen Zeugen gibt;-)

Stimmt, meinen Lapsus in Rangsdorf muss ich bei gpsies.com noch korrigieren. Ich bin vor der B96 treudoof der Open Cycle Map auf meinem Handy gefolgt und habe den vermeintlichen Radweg Berlin-Leipzig genommen. Auf den ersten 50 Metern sah das noch ganz gut aus, dann folgte ein zweispuriger Feld-/Wirtschaftsweg, der schnell in eine Riesenbaustelle und tiefen Sand mündete. Ich hatte nach bereits 125 zurückgelegten Kilometern einfach keine Lust, zurück zur Kreuzung zu fahren und habe mein Surly artgerecht den Sandberg zur B96 hochgetragen. Die Straßenüberquerung war etwas heikel. Da kam es mir zupass, dass der rechte Fahrbahnrand durch Baustellenhüte abgesperrt war und ich mich auf die Mittelinsel retten konnte.
Ich wäre dort gar nicht gelandet, wenn ich nicht Klein-Kienitz mit Kleinziethen verwechselt hätte (da war der Wunsch Vater des Gedankens;.)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Miss Montage« (20. Mai 2012, 01:12)


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Sonntag, 20. Mai 2012, 03:08

jetzt in epischer Breite...

Asche auf mein Haupt: kaum besitze ich zwei Fahrräder, lege ich deutlich weniger Kilometer zurück als mit nur einem. Woran liegt’s? Die letzten zwei Jahre waren sehr fahrradintensiv: Der Beryll hat jetzt, gute zwei Jahre nach dem Kauf,
über 14 Tausend Kilometer zurückgelegt, das Schönwetter-Surly in 8 Monaten über 3.000 km. Dass dieser Eifer wieder etwas erlahmen würde, hatte ich bereits geahnt. So lange mein jährliches Pensum sich deutlich über dem meiner Mifa-Jahre (2.500 bis 3.500 km jährlich) einpendelt, bin ich zufrieden.

Ich hatte noch keinen Urlaub, das Osterwochenende habe ich bei meiner Familie in Ostwestfalen verbracht. Außerdem fand ich dieses Frühjahr bislang über weite
Strecken recht unwirtlich, zumindest im Vergleich zum letzten: zu kühl und oft sehr windig. Auch meine vielen Nacht- und Wochenendschichten sowie mein schräger Schlaf-Wachrhythmus lassen den Kilometerzähler stagnieren.

Aber genug der vielen Ausreden. Außerdem liege ich in der Jahresstatistik ja auch nicht soo schlecht. Seit einigen Tagen dachte ich mir schon, dass ich das Stahlross in Sachen Tagesryhthmus einfach mal von hinten aufzäumen sollte: Nach Feier“abend“ noch ein paar Stunden aufbleiben, bei Sonnenaufgang viel kräftigen Kaffee trinken, in die Fahrradmontur schlüpfen, die Siebensachen zusammensuchen und ab durch die Mitte – oder besser raus aus der Stadt. Da ich eine Route fahren wollte, die mir noch nicht sehr vertraut ist, mochte ich auf mein Handy als Navigationshilfe nicht verzichten. Blöderweise war das gute Stück
seit Mittwoch letzter Woche unauffindbar. Ich konnte mich erinnern, dass ich es bis Schichtende auf lautlos gestellt hatte, wusste aber nicht mehr,ob ich es zwischen Telefon und Bildschirm versteckt oder wieder in den Rucksack gepackt hatte, und somit, ob ich mein Handy zu gut für mich selbst versteckt hatte, oder ob es mir gestohlen wurde.
Unsere Vorgesetzten waren dann einige Tage nicht vor Ort – selten habe ich sie so vermisst;-). Aber gestern abend wurde es mir endlich ausgehändigt.

Heute stand alles unter einem guten Stern: strahlender Sonnenschein, ein laues Lüftchen aus Südost, leere Straßen an diesem langen Wochenende. Ich wiederholte meine erste ausgiebige Fahrt mit dem Surly – die ich damals
dunkelheitsbedingt in Zernsdorf abbrechen musste. Dieses Mal – windtaktisch - in umgekehrter Richtung. Bis Wernsdorf ist mir der Weg wohlvertraut. Aber auch diesen Abschnitt fuhr ich zum ersten Mal von Grünau aus südwärts. Ich ließ es ruhig angehen und war rundum zufrieden, wenn der Tacho ca. 27 km/h anzeigte. Spannender war anfangs die Trittfrequenz-Anzeige (neu in Betrieb). Auf dem Mauerweg am Teltowkanal befand sie sich lange über 90, sank aber später gen 80. Ich hatte mich für kurze Hosen entschieden. Das war auf den ersten 50 km noch recht frisch. Ich sollte mir doch Beinlinge zulegen – wenn nur meine Schusseligkeit nicht wäre: ich muss befürchten, dass ich sie irgendwo verliere, verlege oder vergesse... Über meinem Kurzarmtrikot trug ich eine leichte Windjacke.

In Grünau war die Straße offiziell gesperrt, ließ sich aber trotz der Gleisarbeiten nebenan gut befahren. Ruckzuck war ich in Wernsdorf, verließ meine vertraute
Piste und folgte dem Dahme-Radweg. Leider ist der benutzungspflichtig
und besteht aus Verbundsteinpflaster. Das lässt sich zwar fahren, ich wäre lieber auf der Straße geblieben. Aber schon waren die ersten 30 Kilometer vollbracht – für mich ist das einfach der ideale Zeitpunkt für die erste Pause, und der Rastplatz ist sehr schön gelegen. Ein älterer Herr, den ich kurz vor meiner Rast überholt hatte, beäugte mich vom Radweg aus neugierig, fuhr zurück, setzte seine Fahrt aber schnell wieder fort. Es dauerte etwa vier Kilometer, bis ich ihn wieder überholte.
Zernsdorf war schnell erreicht, kurze Zeit später auch Bindow – das Dorf mit den fiesen Verkehrsberuhigungsbuckeln auf der Piste, die mich auf meiner ersten
großen Runde mit dem Surly zu Fall gebracht hatten – im Zusammenspiel mit
Gegenlicht und versagenden Akkus an meinem Frontscheinwerfer. Ab Dolgenbrodt macht der Dahme-Radweg für einige Kilometer richtig Spaß, führt über schmale, meist recht frisch geteerte Straßen über die Dörfer und durch die Wälder. Bei Prieros gibt es einen längeren tristen und schnurgeraden Abschnitt durch einen Nadelwald, der aus ziemlich grobem Kies – oder ist das schon Schotter? - besteht. Meine Hände und mein Nacken sehnten sich nach einer Pause. Bei Niedergöris, genau dort, wo der Dahmeradweg wieder auf eine asphaltierte Straße führt, stand eine Holzbank.

Es war 9:21, und ich hatte schon 62 Kilometer bewältigt. Diese Pause fiel etwas länger aus. Meine linke Wade zwickte bereits – es war ihr noch zu kühl. Auch meine Nackenmuskeln brauchten Zeit, sich zu entspannen. Es regten sich
leise Zweifel, ob ich meine Runde wirklich vollenden kann. Sei's drum, ich nahm mir vor, einfach so weit zu fahren, wie ich kann. Irgendeine Bahn findet sich im Berliner Umland immer, die mir die letzten 30 oder auch 50 Kilometer abnimmt. Der Abschnitt bis Märkisch Buchholz gestaltete sich wieder sehr angenehm. Und von dort an wurde es immer schöner. Die Sonne wärmte mich jetzt gut, und ich habe einfach ein Faible für Heidelandschaften. Zwar musste ich gelegentlich ein paar Höhenmeter erklimmen. Aber die wurden kurze Zeit später auch immer durch eine hübsche Abfahrt belohnt. Die Radwege haben teilweise beträchtliche Wurzelschäden, sind aber nicht benutzungspflichtig. Gelegentlich wurde ich auf der Fahrbahn knapp überholt, aber niemand hat gehupt. Ich hatte fast gar kein Bargeld dabei, bislang aber die wenigen Geldautomaten unterwegs ignoriert und auch den Supermärkten die kalte Schulter gezeigt. In Töpchin entdeckte ich ein Lokal mit Dachterrasse. Ich wäre gern eingekehrt, aber die Tür war geschlossen. Irgendwann dämmerte mir, dass es erst 11 Uhr war. Das Lokal würde erst in einer halben Stunde öffnen. Ich wickelte mir die Windjacke um die Hüfte, trank ein paar Schluck Magnesiumbrause und machte mich wieder von dannen. Inwzischen kamen mir etliche Rennradfahrer entgegen – die Strecke scheint beliebt zu sein.

Kurz hinter Töpchin hörte ich plötzlich ein Surren neben mir: ein Rennradfahrer überholte mich und grüßte freundlich: „Guten Morgen!“. Ich klemmte mich in seinen „Windschatten“ - mit ca. 3 Metern Abstand – eher weil ich mich angespornt fühlte, als um wirklich den Windschatten zu nutzen. Kurze Zeit später bogen wir beide links ab, aber er fuhr nun extrem langsam – er hatte mich mit deutlich über 30 Sachen überholt und fuhr nun nur noch 23 km/h . Seinen Wadenmuskeln nach zu urteilen konnte ihn das Aufholen und Überholen nicht ermüdet haben. War das
nun ein Annäherungsversuch, nervte ihn meine Anhänglichkeit? Oder irritierten in die Geräusche meines Rades – sodass er meinte, mit seinem eigenen sei irgendetwas nicht in Ordnung? An einer kleinen Steigung und erst recht beim folgenden Gefälle brachte er mich so aus dem Tritt, dass ich ihn wieder überholt habe.
An der kopfsteingepflasterten Dorfstraße in Kallinchen entdeckte ich den
„Alten Krug“. Der sah deutlich gepflegter und liebevoller gestaltet aus als die Dorfgaststätte in Töpchin. Der Inhaber bereitete gerade die Außentische vor. Ja, es sei bereits geöffnet, und er akzeptiere auch Plastikgeld. Na wunderbar! Ich bestellte mit weißem und grünem Spargel gefüllte Kräutercrepes mit Sauce
Hollandaise in der Orangenvariante und Salat, und ein alkoholfreies Weizenbier. Und ich genoss die Aussicht – farbenfroh getünchte Dorfhäuser, das scheinbar unbewohnte Storchennest auf dem Dach des Nachbarhauses, und vor allem die Geräuschkulisse: ein Kuckuck neckte, ein Hahn krähte, die Hennen erzählten sich was – eine von ihnen brach später noch in einen urkomischen hysterischen Gackeranfall aus.

Ich meine, den Rennradfahrer, der mich überholt hatte, etwa zehn Minuten nach meiner Ankunft im Lokal wiedergesehen zu haben. Ein zweiter – etwas rundlicher - war ihm dicht auf den Fersen. Vielleicht war mein Kurzzeit“begleiter“ nur
kurz zu mir vorausgeeilt, um sich etwas auszutoben und dann auf seinen Kumpel zu warten.

Die Crepes und der Spargel waren zwar nicht mehr heiß, als sie mir aufgetischt wurden, schmeckten aber vorzüglich, wie auch die Sauce und der Salat. Ich trank noch einen Kaffee und machte mich wieder auf. Ich hatte schon 96 Kilometer
absolviert, um als erster Gast zum Mittagstisch aufzuschlagen – das
ist mir in meinem ganzen Leben noch nie passiert:-)

Die nächsten 30 Kilometer vergingen wie im Flug. Hinter Schöneiche war die Straße gesperrt, für mich ohne ersichtlichen Grund. Aber wer weiß, was an Werktagen dort vor sich geht? Ich konnte jedenfalls unbehelligt und ohne Umwege
durchfahren. Eigentlich war ich entschlossen, dennoch in Schönefeld in die S-Bahn zu steigen. 125 oder 130 Kilometer sollten genug sein, ich bin zur Zeit ja eher untrainiert. Aber dann sah ich einen Wegweiser nach Klein-Kienitz – ich verwechselte den Namen mit Kleinziethen. Das wäre ja nur noch ein Katzensprung bis nach Neukölln! Etwas verwundert verließ ich die Möwenroller-Route. Ich begriff meinen Irrtum drei oder vier Kilometer später, sah aber auch schnell eine Möglichkeit, wieder aufzuschließen.

So hatte ich auch noch Gelegenheit, das Surly Cross Check einen Sandberg hinaufzutragen. (s.o.)

In Wassmannsdorf angekommen, entschied ich mich kurzerhand, doch bis nach Hause durchzuradeln.

Die Endorphine hatten inzwischen das Kommando übernommen und es bis jetzt nicht wieder abgegeben :D . Abends bin ich dann noch zur Arbeit geradelt und habe eine sehr gut gelaunte Schicht verbracht.

Wenn das keine Motivation für weitere Großtouren ist, was dann?

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Miss Montage« (20. Mai 2012, 18:27)


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Donnerstag, 7. Juni 2012, 15:59

Eine schöne Tour. Und wenn es Dich mal wieder in diese (meine) Gegend verschlägt, es gibt noch eine bessere Möglichkeit (nein, eigentlich zwei) die Autobahn bei Rangsdorf zu queren:

1. (Von Berlin kommend) in Richtung Hotel am Berliner Ring abbiegen und durch das Gewerbegebiet fahren, dann kommt man über eine kleine Fußgängerbrücke (seeeehr steil + Kopfsteinpflaster).

2. Noch ein Stück westlicher orientieren, westlich der Bahnlinie gibt es (wenn man quasi von Blankenfelde aus "Luftlinie" Richtung Rangsdorf fährt) gibt es einen sehr schönen Waldweg am Fließ entlang. Dieser Waldweg unterquehrt die Autobahn, man landet direkt am nördlichem Zipfel vom Rangsdorfer See (heißt auch Krumme Lanke).

Ich weiß leider nicht, wie ich hier Kartenausschnitte einbinden kann ... aber wenn Bedarf besteht, kann ich auch mal ne PN mit den Bildern schicken (oder mal für ein Teilstück Routenscout spielen, da kannst Du dann eine "rollende Pause" machen ... :sleeping: ) Aber mein Kindersitz macht einen ordentlichen Windschatten 8o

LG.
Dieselersparnis: 2013 ca. 108L, 2014 ca. 275L, 2015 ca. 160L, 2016 ca. 180L, 2017 ca. 160L

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