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1

Montag, 29. April 2013, 14:16

Maltes Karma- und Diät-Trip

Hui,

nun ist es schon über einen Monat her, seit ich beschlossen habe, besser zur Welt und zu mir zu sein. Zumindest in puncto Ernährung. Alle Welt spricht von Nachhaltigkeit, Generationengerechtigkeit und all so ein bla bla. Und bei gelegentlich gesehenen Tierttransport-Fleischskandal-Dritte-Welt-Ausbeuter-Videos überkam mich hin und wieder ein depressives Gefühl, was mit dieser Welt eigentlich geschehen soll. Und die bittere Erkenntnis, dass egal, wie ökologisch korrekt ich mich verhalte, das keineswegs bemerkenswerte Auswirkungen auf diesen Planeten haben wird.

Dann hat mir hier jemand (ich hab vergessen, wer es war) im Chat hier das Buch "Anständig essen" von Karen Duve empfohlen. Ein fabelhaftes Buch, an dessen Ende ich mich fragte, was meine Konsequenz daraus ist.

Ich bin nie ein Öko gewesen, der abends in seinem Matetee rührt und sich über die Welt Gedanken macht und das werde ich hoffentlich auch nie sein. Fleisch war immer besonders gut, wenn es billig war und ich schon wieder etwas gespart habe.

So ging es nicht weiter.

Zunächst habe ich angefangen, vor knapp 2 Monaten auf Fleisch gänzlich zu verzichten. Doch nach dem Lesen des Buches kam mir das Gefühl, dass das nur die halbe Miete sei.

Was mich an Veganern immer genervt hat, ist dieses Mitleidsgerede über Tierquälerei. Letztlich haben sie recht, dass es womöglich falsch sein könnte, dass wir uns als eine von unglaublich vielen Spezies als jene entwickelt haben, die dominieren - dominieren über den Planeten und alle anderen, auf ihm befindlichen Lebewesen. Aber das allein hat meine egoistische Seele nie so richtig überzeugt und das abgepackte Hühnerbrüstchen in seiner (veermeintlichen) Sterilität hat doch jeden Bezug zu vorhergehenden Misshandlungen verloren. Was sollte mich das also vom Kauf abhalten? Dass das ein Irrweg sein kann, sieht man ja an übersäuerten Böden, Verschwendung fossiler Ressourcen, menschgemachter Krankheiten und so vielem mehr.

Als ich mich aber dann noch mit den Auswirkungen von z.B. Milch auf unseren Körper befasst habe, schllug der Egoismus zu: Mein Körper besteht aus dem, was ich esse. Ich will nichts essen, was Industrielle unter Zugabe von viel künstlicher oder völlig entfremdeter Scheisse in vermeintliches Essen tun und mir das als solches vorsetzen. Ferner sind Fleisch, Milch und Eier zwar verwertbar, aber unnötig und können Krankheiten verursachen. Von Brokkoli hört man das ja eher selten.

Also - Tiere aus dem Programm gestrichen - die sind dreckig, stinken und sollen halt ihr Leben leben, ich meins.

Mein völlig schulmedizinischer Hausarzt findet meine Entscheidung super - das überraschte mich und sagte, dass seine vegan lebenden Patienten allesamt keinerlei Mangelerscheinungen an irgendwas haben.

Nun denn, das Experiment sollte beginnen. Mein Gewicht habe ich leider nur spärlich verfolgt - doch Stand Dezember 12 waren 112 Kilo auf 194cm verteilt.

Vorgestern waren es noch 103.

Nach der Umstellung auf "tierlos" gab es zwei Wochen lang regelmäßig Durchfall. Dann war auch das vorbei. Seitdem fühle ich mich deutlich vitaler und vor allem aktiver undbelastungsfähiger.

Da das Gefühl irgendwie anhält, dachte ich, ich verfasse hier mal regelmäßig Romane über die weitere Entwicklung meines Zustands, vielleicht mal Rezepte und natürlich das Körpergewicht.

Keinesfalls sollen meine Ernährungsbestrebungen irgendwie belehrend, terroristisch oder verteufelnd gegenüber anderen Ernährungsformen sein. Das könnte ich auch nicht, immerhin habe ich 32 Jahre selbst anders gegessen.

Falls es doch jemanden interessiert oder jemand Fragen hat, nur zu. Ich geh jetzt erstmal Radfahren :)

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Prabha, stilleswasser

thomaspan

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2

Montag, 29. April 2013, 16:51

Interessanter Beitrag, Malte. Danke!

Aber wirklich nicht 1 - 2 x Woche eine frische gegrillte Forelle aus einem der Teiche hier? Oder ein Steak vom glücklichen Angusrind, wissend, wo es herkommt? Oder Pferdesteak vom Metzger aus der Winsener Innenstadt, der für seine Produkte die Hand in Feuer legt (und immer noch beide dran hat)? Oder Hacksteak aus bestem Tatar (statt Buletten aus fettem Schweinehack)? Oder Fisch und so vom Frischfischladen im Nebenort? Oder Muscheln vom Hamburger Großmarkt?

Dass das Zeux kostet, ist nachvollziehbar + für mich seinen Preis wert im Gegensatz zum anonymen + immer gleich aussehenden Fleisch in den folienüberzogenen Päckchen beim Discounter. Wer nen guten Whiskey schätzt, greift ja auch nicht beim billigsten blended scotch zu, sondern eher bei nem single malt.

Gibt übrigens leckeres veganes Futter: Pilze z.B. in allen Variationen, aber ... so lange ich nicht weiß, wer mir meine Austernpilze verkauft, bin ich erstmal skeptisch. Anbraten in Butter ist sicher nicht *hehe* ... geht Öl?

Spinat mit Kartoffeln + Ei + Schinken, ebenso Blumenkohl mit Schinken ess ich als Arme-Leute-Essen gern. Aber da musst du dich zu sehr einschränken.

Und noch was: mit 32 verträgt man ne ganze Ecke mehr als mit 47. Ich habe heute von meinem Arzt, den ich mit Grippesymptomen seit Freitag heute aufsuchte, bis 13.05. Sportverbot bekommen. Und darf dann wohl - nachdem wir lange gesprochen hatten + ich vom 06.04. erzählte- ganz langsam wieder anfangen: "Nüchterfahrt über 90 km bei dem kalten Wetter, da haben sie sich ihr Immunsystem auf Sicher in den Keller geradelt. So was macht man mit 30, aber nicht in ihrem Alter!"
Ich bete 10 Campa-Kränze und gelobe Besserung ...

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MalteHB

kai de cologne

unregistriert

3

Montag, 29. April 2013, 17:22

Ich finde dein Vorhaben klasse, Malte !
Vor einiger Zeit habe ich das auch so für mich begonnen, weil ich an nachhaltigen moralischen Blähungen litt.
Bin nun zwar kein hundertprozentiger Vegetarier geworden - sagen wir mal dreiviertel - und habe auch keine missionarischen Ambitionen, mit denen ich meine Mitwelt nerve, aber insgesamt halte ich es schon für eine gute Entscheidung.
Bloß mein Milchkonsum stößt mir manchmal sauer auf, weil ich süchtig nach Harzer Käse sowie Buttermilch bin.

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MalteHB

4

Montag, 29. April 2013, 18:48

@Thomas: Oh je, gute Besserung! Hoffentlich gesundest Du schnell, so dass wir schon ganz kurz vorher loslegen können ;)

Prinzipiell gerne ein Stück vom Angusrind! Mmmhh, lecker. Ehrlich lecker! Der Kompromiss, dass ich auch etwas anderes Leckeres finde genügt mir mit dem Wissen, dass auch das vielleicht zufriedene Angusrind nicht totgestreichelt wurde - sondern vermutlich ebenso wie all die anderen Kumpanen, die sein Alter erreichten, im zentralisierten Schlachthof ein ebenso mäßig würdiges Ende fanden. Das ist aber nur mein Empfinden, man kann das natürlich auch tolerieren oder zumindest akzeptieren. Ich tue das nicht mehr. Vor allem: Wenn ich es einmal tue, tue ich es wieder und eine schwammige Grenze zwischen "Essen" und "Nichtessen" führt nur wieder zu einem schleichenden und dauerhaften "Essen". Der Tod des Rinds zu meinen Gunsten hat mir 32 Jahre irgendwie nichts ausgemacht. Aber ich brauche es ja auch nicht und verzichte somit mittlerweile gerne.

Beim Fisch verhält es sich ähnlich: Der ganze, viel zu junge Beifang der verkrüppelt wieder über Bord geht - übrig bleiben Tiere, die sich ihr Leben lang den Scheiss reingezogen habenm, den wir so ins Meer kippen. Das ist ja ne Lotterie, welchen Grad an Vergiftung so ein Fisch hat ;)

Allerdings: Gestern war ich mit ein paar Leuten Sushi essen - für mich natürlich mit Gurke, Avocado und Mango. Schmackhaft, aber bei weitem nicht so appetitlich wie die Variationen mit Fisch. Komisch - aber der Fischverzicht macht mir sogar eher zu schaffen als der auf Fleisch. Geruch nach gebrutzeltem Fleisch löst da eher keine Sehnsucht aus.

Unterm Strich ist es aber eher ein Gewinn! Es gibt so viele neue Gerichte, dass es sich anfühlt wie neu kochen zu lernen. Und die meisten davon sind so lecker, dass ich in der ersten Wochen gar mehr als ein Kilo zugenommen hab :rolleyes: Tofu zum beispiel finde ich meist echt ekelhaft, aber Räuchertofu ist wahnsinnig lecker!

Und was mich halt echt besticht: Ich bin eher ein ziemlich träger, fauler und oft müder Typ. Ich lebe zwar immer noch ganz gern mal in Slow-Motion, bin aber diese Dauermüdigkeit los und bin viel unternehmungslustiger und habe ein deutlich besseres Körpergefühl.

@kai Das ist doch super, dass Du Dich damit auseinandergesetzt hast und es für Dich nützliche Spuren hinterlassen hat. Buttermilch - hmmm. Ist echt verdammt lecker und da hab ich noch nix gefunden, was dem geschmacklich nahe kommen könnte. Nur ne Milch, die besser schmeckt als Kuhmilch: Heute zum ersten Mal Dinkel-Mandelmilch. Mmmmmh, das ist wahnsinnig lecker.

Aber keineswegs wie Buttermilch. Harzer Käse - oh je :D Da zieht sich beimir alles zusammen! Bah! Dennoch, lass ihn Dir schmecken :)

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cosybiker

5

Freitag, 3. Mai 2013, 10:43



Oh nein, nur ein schrecklich unscharfes Handyfoto - aber es wollte schnell vertilgt werden und war unglaublich lecker :)

Sellerieschnitzel mit grünem Spargel mit Joghurt-Walnuss-Dressing und Dillkartoffeln.

Mit dem Radfahren war das alles nicht so bislang - knapp 50km und 1000 Höhenmeter und 25km aufm Trekker. Wenigstens die Waage sagt 102 Kilo - die magische Grenze rückt endlich in erreichbare Nähe ;)

FraWie

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6

Freitag, 3. Mai 2013, 10:49

Sellerieschnitzel mit grünem Spargel mit Joghurt-Walnuss-Dressing und Dillkartoffeln.

Ich dachte vegan?

7

Freitag, 3. Mai 2013, 10:53

Soja-Joghurt natürlich ;)

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FraWie

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8

Freitag, 3. Mai 2013, 15:28

Wie hältst du es eigentlich mit Honig? Und Leder(schuhe) und Wolle?

Als Veganer müsste ich ja auch auf meinen absoluten Lieblingssattel verzichten. Nein kein Brooks aber mit Echtlederüberzug.

9

Freitag, 3. Mai 2013, 20:13

Haha, gute Frage! Honig hab ich tatsächlich gestrichen, weil es meiner Meinung nach schlüssige Gründe gibt, auf Honig zu verzichten. Und der Verzicht ist nicht besonders groß, seit ich Agavendicksaft kenne - süßer als Zucker und eine Konsistenz wie dünner Honig.

Ich fahre Brooks! Und ledernes Lenkerband! Und die schmeiße ich auch nicht weg :) Ledertextilien habe ich bis auf ein paar Schuhe mit Wildanteil keine.

thomaspan

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10

Freitag, 3. Mai 2013, 21:14

Mit Sellerie kannt mich Wände + Decken hochjagen ... aber den Rest hätte ich dir sofort vom Teller geklaut.
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Prabha

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11

Freitag, 3. Mai 2013, 23:33

Mit Sellerie kannt mich Wände + Decken hochjagen ... .


Hast du denn wirklich schon mal ein gut zubereitetes Sellerieschnitzel probiert?
Leider ist meine letzte Erfahrung damit schon ein paar Jahre her - aber ich erinnere mich, dass ich überrascht war, dass es gar nicht nach Sellerie schmeckte, sondern zart und lecker war. So müsste Fleisch schmecken, damit es mir schmecken würde. ;)
„Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“ (David Ben Gurion)

OmikronXi

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12

Sonntag, 5. Mai 2013, 19:06

@Malte
Ich hab mich bislang rausgehalten, da meine Ernährungsansichten kolossal mit deinen kollidieren. Aber wenn du von Agavendicksaft schreibst, dann mach ich mir ernsthafte Sorgen um deine Gesundheit. Agavendicksaft ist pure Fruktose! Google doch mal nach Fruktose und Fettleber. Wegen der Erkenntnisse der letzten Zeit gibt es zum Beispiel die Diät-Nahrungsmittelverordnung für Diabetiker, in der Fruktose das Non-plus-ultra war, nicht mehr.



Und wieso kein Honig?...interessiert mich wirklich!

13

Sonntag, 5. Mai 2013, 23:45

Schön, dass das Pino wieder fährt :) Dass unsere Ernährungserkenntnisse kollidieren, sehe ich gelegentlich auf den Fotos Eurer Mahlzeiten ;)

Agavendicksaft nutze ich nicht viel, allenfalls ein wenig zum Frühstück - aber auch nur alle paar Tage. Mit Fructose muss man vorsichtig sein, das ist mir bewusst. Aber mal Hand aufs Herz, da kann man auch nach Olivenöl und Arteriosklerose googlen, oder, noch viel schlimmer und häufiger, nach "Milch" und "Eiter", "Diabetes", "Prostatakrebs", "Osteoporose" und und und -Milch ist eines der schlimmsten "Lebensmittel". Deshalb wird es auch so vehement beworben.....egal.

Honig - Zunächst werden häufig den Königinnen die Flügel gestutzt. Es werden größere, künstliche Waben in die Stöcke gelegt, um die Produktion zu steigern und letztlich der Honig "geklaut" - die Bienen bekommen dafür künstlichen Honigersatz. Dieser macht sie anfällig für Krankheiten. Genauso werden viele Arten gekreuzt und Stämme interkontinental transportiert, um sie anderswo anzusiedeln- durch entstehende Kreuzungen wird auch eine Schwächung des Immunsystems vermutet. Das sind die sachlichen Gründe, die gegen Honig sprechen. Ich habe ohnehin kaum Honig benutzt, insofern wird auch der Dicksaft nicht häufig verwendet.

Außerdem werden die Blütenpollen von Bienen gegessen, in deren Innereien zu Honig verarbeitet und letztlich wird das in die Waben erbrochen - so gut auch Honig schmeckt, aber Insektenkotze hat auch was ekeliges ;)

Gute Fahrt!

OmikronXi

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14

Montag, 6. Mai 2013, 08:24

Oh je, oh je...das was es auf Radreisen gibt ist ja mal überhaupt nicht repräsentativ! Ich geh normalerweise mehr in die Paleo- bzw. LowCarb-Richtung, falls dir das was sagt.

An das Wabenproblem der Bienen hab ich ja mal gar nicht mehr gedacht.
Aber wenn ich das richtig verstehe, dann verzichtest du auf Honig wegen Tierschutzgründen. Aber dann dürftest du doch auch kein Obst mehr essen. Denn dafür braucht man ja auch Unmengen an Bienen.

Und von wegen Olivenöl, Milch, etc....Soja, Getreide, Zucker ist mindestens genauso tödlich : P

Aber wenn du das Fruktose Problem kennst, bin ich ja schon beruhigt ;)

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FraWie

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15

Montag, 6. Mai 2013, 08:55

Aber dann dürftest du doch auch kein Obst mehr essen. Denn dafür braucht man ja auch Unmengen an Bienen.

Kann man auch anders herum sehen: Man sollte die Imker unterstützen, damit es mit der Befruchtung der Planzen (insbesondere Obstbäume) klappt. Wir kaufen Honig generell bei Hobbyimkern aus der Region.
Ein bedeutsames Thema ist deshalb das Biensterben infolge des Beizens von Saatgut mit Neonikotinoiden (ein Link), und natürlich auch der Genmais.

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Montag, 6. Mai 2013, 09:31

Das unterstütze ich voll - mein Vater ist z.B. ein "Hobby-Imker". Seine Königinnen sind nicht gestutzt und alle "Einheimisch". Dafür gibt es halt keinen "Sortenreinen" Honig.
Und dann ist es so, wie bei Vielem: Man muss mMn nicht auf Honig verzichten, aber man sollte sich überlegen, ob ein Preis von 1,99 für 500 Gramm ein realistischer (umweltfreundlicher) Preis ist ... Oder 6,99 für ein Kg Fleisch.
Dieselersparnis: 2013 ca. 108L, 2014 ca. 275L, 2015 ca. 160L, 2016 ca. 180L, 2017 ca. 107L

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Montag, 6. Mai 2013, 15:41

Und dann ist es so, wie bei Vielem: Man muss mMn nicht auf Honig verzichten

Darum ging es ja auch nicht, sondern dass man auf Obst verzichten muss, wenn man die industrielle Honigerzeugung verwerflich findet.
Oder fàhrt dein Hobby-Imker nach Sudtirol um die Apfelplantagen von seinen ungestutzten Bienen bestàuben zu lassen? Wohl eher nicht.

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18

Dienstag, 7. Mai 2013, 14:02

Nein, aber bei MalteHB klang es so, als würde er aus tierfreundlichen Gründen auf Honig verzichten. Diese Einstellung finde ich gut, ich denke aber, dass es neben Verzicht auch andere Möglichkeiten gibt, die allerdings - zugegeben - oft teurer sind, als das, was man im Discounter bekommt.

Und mein Hobby-Imker hat Bienen, weil er auf 2 Ha Obst + Gemüse für den Eigenbedarf anbaut - in einer Region, die von "BiszumHorizontMonokulturen" geprägt ist.

Würden die Menschen bereit sein, mehr Geld für ein Glas Honig auszugeben, würde es auch wieder viel mehr kleine Imker geben, und die industrielle Herstellung könnte reduziert werden. Mein Vater verkauft seinen Honig nur sehr selten, und nur an Freunde/Bekannte/Nachbarn/Familie. Er bekommt nur 3,50 / Glas (mehr würde kaum einer geben wollen). Ein leeres Honigglas kostet ihn im Einkauf 0,50 €. Dazu kommt die Arbeit: Wabengestelle basteln (Winterarbeit), Honig Schleudern, Abfüllen, Bienen pflegen (keine Ahnung, was genau, aber er muss regelmäßig ran an die Stöcke). Er sagte mal, dass er das wirklich nur als Hobby betreibt, da es selbst dann ein Zuschussgeschäft wäre, wenn er seine ganze Ernte verkaufen würde.
Und nebenbei, viele Obstplantagenbesitzer buchen extra "fahrende Imker", wenn die Plantagen blühen, eben weil es kaum noch ortsansässige Imker gibt. Kein wunder, wenn ich für den Preis eines selbsterzeugten Honigglases 3 bis 4 Gläser kaufen kann.

So ist es leider auch beim Fleisch, bei den Eiern etc.

Insofern freue ich mich, wenn hier jemand darüber nachdenkt, was er warum isst, auch wenn dieser Weg für mich nicht in Frage käme - dafür bin ich nicht stark genug (ohne Fleisch, Milchprodukte und Eier leben? :fie: kann ich nicht).
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Dienstag, 7. Mai 2013, 14:56

In meiner Schulzeit habe ich einen Bekannten, der sich für Vegan entschieden hatte, gefragt, was man als Veganer alles nicht dürfe; er antwortete mir, es komme nicht darauf an, was man nicht dafür, sondern darauf, was man nicht wolle und möglichst wenige Kompromisse zu machen.
Ich finde die Entscheidung gut, sei es aus Tierschutzgründen oder einfach nur abzunehmen. Es wird sich an den Monokulturen (Pflanzen, Tiere, Bäcker) nur was ändern, wenn sich die Verbraucher auf lange Sicht wieder ändern.

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20

Dienstag, 7. Mai 2013, 17:05

Ich freu mich, wenn der eine oder andere sich mit dem Thema auseinandersetzt - mit welchem Ergebnis auch immer. Ich finde es total spannend, dass Menschen in meinem näheren Umfeld nun immer ganz häufig berichten, wann sie wo weniger Fleisch gegessen haben. Als sei ich nun eine moralische Instanz - so ein Quatsch :)

Ich will hier nur schreiben, in wie weit sich die Umstellung auf vegane Ernährung auf mein Gewicht und meine Radelaktivität auswirken.

Bevor es zu nervig wird: Wenn ich Obst esse, dass durch Zutun der Biene erst gedeiht, werde ich mich zu so einem Quatsch nicht rechtfertigen! Natürlich ist das so. Aber wenn ich mir schon Gedanken mache, wie ich für mich meine Daseinsspuren als Last für diesen Planeten verringern möchte, werde ich mich dafür nicht weiter rechtfertigen - und erst recht nicht vor jemandem, der kritiklos Fleisch ist. Das wär ja irgendwie verkehrte Welt - auch wenn ich keinerlei Rechtfertigung von irgendeinem Fleischesser hören wollte.

Zum eigentlichen Thema: Sonntag 50km im Wald, 270hm 8mehr gabs hier nicht zu holen). 101,7 Kilo

Die magische Grenze kommt näher - das habe ich mit einer Tafel Schokolade und einem Glas Cola "gefeiert" - oh oh :rolleyes:

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