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Prabha

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1

Samstag, 13. Juli 2013, 17:41

Sommertour an der Ostsee

Am Montag ist es soweit: Ich steige in Dortmund in den Zug nach Greifswald.
Von dort aus habe ich bis zum 27. Juli Zeit um auf dem Rad nach Rendsburg zu gelangen, von dort fahre ich wieder mit dem Zug zurück.

Bis jetzt weiß ich nur wenig von meiner Streckenführung. Grade habe ich mir aber zumindestens mal eine Karte für einen Teil des Bereiches ("natürlich" den Startbereich) besorgt. Den Rest besorge ich mir unterwegs, genauso, wie ich unterwegs entscheiden werden, welche Streckenlängen ich fahre und wo der Weg lang gehen wird. Der Ostseeradweg wird sicherlich meine Hauptroute sein.

Ich hoffe, dass es nicht zu schwierig wird, für die Nacht ein Bett zu finden. Bei meinen vorherigen Touren ist mir das immer gelungen - da war ich aber nicht unbedingt in so ausgesprochenen Touristikgebieten wie dieses Jahr.

Vielleicht treffe ich unterwegs Menschen aus dem Forum. Locker geplant ist ein Besuch auf dem Campingplatz in Kühlungsborn und ein Besuch bei Bora. Ob was draus wird, wird sich unterwegs zeigen.

Ob ich unterwegs hier berichten werde, wird davon abhängen, ob ich ein Internetcafé sehe UND Lust habe, hineinzugehen. Wenn nicht, will ich hinterher hier von der Tour berichten. Ich habe mir sogar eine Digitalkamera ausgeliehen und kann vielleicht ein paar Bilder machen.
„Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“ (David Ben Gurion)

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Kirsche

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2

Samstag, 13. Juli 2013, 21:31

Ich wünsche dir ganz viel Spaß Prabha :)
Mit liebem Gruß,

Kirsche
------------------------------------
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Gene Krupa

unregistriert

3

Samstag, 13. Juli 2013, 23:30


Der Ostseeradweg wird sicherlich meine Hauptroute sein.

Ich hoffe, dass es nicht zu schwierig wird, für die Nacht ein Bett zu finden. Bei meinen vorherigen Touren ist mir das immer gelungen - da war ich aber nicht unbedingt in so ausgesprochenen Touristikgebieten wie dieses Jahr.

Nachdem ich im letzten Jahr den Ostseeküstenradweg gefahren bin, würde ich den auch empfehlen, ein Besuch auf Rügen auch nicht schlecht, und Bora wird Dir wohl Boltenhagen zeigen.

Bzgl. der Zimmersuche wäre ich allerdings skeptisch.

Ein schönes Vorhaben, zu dem ich Dir gutes Wetter und Spaß wünsche.

PS. Rad-und Speichenbruch nicht zu vergessen. :D

Plattenbiker

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4

Sonntag, 14. Juli 2013, 12:27

Hallo Prabha,

herzlich willkommen im Nordosten!

Ich wünsche Dir auch eine schöne Fahrt - und denk dran: die Gegenwinde sind die Berge des Nordens...

Wegen der Übernachtungen: problemlos wirds auf alle Fälle per Zelt laufen; Hotelzimmer müssten auch noch zu kriegen sein bzw. Plätze in Jugendherbergen (z.B. die in Prora ist ziemlich groß, da müsste noch was zu bekommen sein).
Andere Zimmer - da siehts eher schlecht aus, auch, weil die Vermieter meistens nicht für eine Nacht vermieten, meistens nur wochenweise.
Umwege erweitern die Ortskenntnis

Gene Krupa

unregistriert

5

Sonntag, 14. Juli 2013, 13:12

(z.B. die in Prora ist ziemlich groß, da müsste noch was zu bekommen sein).

Prora?, das ist doch die wo man noch nichts von der Wiedervereinigung mitbekommen hat, oder ?( :lol:

ullebulle

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6

Sonntag, 14. Juli 2013, 13:17

Auf jeden Fall ziemlich groß:



Viel Spaß, Anette!

Gruß ulle

7

Sonntag, 14. Juli 2013, 22:21

Moin Netti,

ich werde alles daran setzen, dass wir uns wenigstens abends mal treffen können.

Ob's 'ne kleine Begleittour wird, wage ich zu bezweifeln, da ich in den letzten 2 Tagen meine komplette Küche rausgekloppt und neue Elektrik verlegt habe. Nun noch alte Tapete runter, neue rauf und komplett Flur, Küche, HWR und Gäste WC durchfliesen. Und alles in den jetzigen 2 Wochen, denn am 26. kommt die neue Küche :D

GRuß Bora
Na, wie fährt sich deine Rohloff? - Eine Rohloff fährt man nicht, die hat man...

Prabha

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8

Sonntag, 14. Juli 2013, 23:52

Abends treffen ist doch schon gut! - (Sonst kommst du womöglich noch auf die Idee, mir 'nen Spachtel in die Hand zu drücken, damit ich beim Tapetenabreißen helfe. (Eine der wenigen Tätigkeiten bei der Renovierung, die sogar mir meistens gelingt. ;) ))

Ich melde mich, wenn ich absehen kann, wann ich bei dir sein könnte ... und dann schauen wir ob's klappt. :)

@Kirsche und die anderen hier:
Danke für die guten Wünsche zur Tour.
„Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“ (David Ben Gurion)

Plattenbiker

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9

Montag, 15. Juli 2013, 07:01

@Ulle: na ja, alles ist ja nicht JH...
Was du da gepostet hast, ist wohl ein Modell, wie der Koloss ursprünglich mal aussehen sollte, oder? Heutzutage steht ja nicht mehr alles - und es wird sicherlich auch nicht mehr alles aufgebaut.
@Gene:
hast du da schlechte Erfahrungen gemacht auf deiner Tour im letzten Jahr? Oder bezieht sich die Frage auf die Museen dort?
(Wobei das zweitere kanns ja eigentlich nicht sein - denn ohne Wende wär dort wohl noch immer Sperrgebiet ?( )
Umwege erweitern die Ortskenntnis

ullebulle

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10

Montag, 15. Juli 2013, 19:31

Hoffentlich passiert nicht sowas: http://www.presseportal.de/polizeipresse…grosser-wirkung

Gruß ulle

dirki

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11

Montag, 15. Juli 2013, 23:01

Klingt nach einer tollen Tour! Viel Spaß!
Freude am tanzen!

Gene Krupa

unregistriert

12

Dienstag, 16. Juli 2013, 00:07


@Gene:
hast du da schlechte Erfahrungen gemacht auf deiner Tour im letzten Jahr?

...bezieht sich in der Tat auf Erfahrungen des letzten Jahres, wobei die aber nicht unbedingt schlecht waren. :)

13

Montag, 22. Juli 2013, 23:45

Hallo Netti,

ein riesiges SORRY, dass unster 'Date' nicht zu stande kam :(
Aber das war echt der allerallerallerschlechteste Zeitpunkt dieses Jahr.
Ich habe immer noch Baustelle, aber langsam nimmt es Formen an.
Morgen noch malern, Elektro-Endmontage und dann Fr. die neue Küche...

... und ich hab' keinen Bock mehr! :huh:

Gruß Bora
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rautaxe

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14

Dienstag, 23. Juli 2013, 10:19

Tja, unser Treffen kam leider auch nicht zu Stande :(

Aber wir hatten die Schwiegermutter da und wir mussten unsere Abreise
vorbereiten. Die 2,5 Wochen waren viel zu schnell vorbei :(
Leider 1 Tag zu spät.

Grüße
Axel

Prabha

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15

Montag, 29. Juli 2013, 23:00

1. Tag Anreise

Puuh, was habe ich schlecht geschlafen. Zum einen hatte ich mir zum Ziel gesetzt vor der Abreise meine Steuererklärung abzugeben, zum anderen war ich unruhig: ich darf den Zug in Dortmund nicht verpassen. Ich schätze, dass es am Schluss nur zwei Stunden Ruhezeit waren. Aber auch so habe ich es geschafft, doch noch rechtzeitig gepackt zu haben.
Meine Ausstattung: 1 Ortliebtasche mit Klamotten, 1 Ortliebtasche mit „Sonstigem“ (Kulturbeutel, Lesefutter, Infomaterial meiner Firma (will ich unterwegs abgeben), Luftpumpe, Flickzeug …), 1 Satteltasche für die „Wertsachen“, aus dem Bett&Bike-Ratgeber die Seiten für Mecklenburg-Vorpommern
Erstes Ziel am Morgen: Noch schnell beim Fahrradhändler vorbei und einen Kartenhalter kaufen. Bis jetzt habe ich die Karten immer hinten in den Taschen gehabt, musste also immer anhalten, absteigen, auspacken, ausfalten, schauen …. Bei dieser Reise will ich direkt über die Strecke Bescheid wissen.
Von dort zum Bahnhof und in den Zug nach Dortmund. Erst ab Dortmund (Umstieg) habe ich einen reservierten Platz für „Charlotte“, mein Fahrrad.

Der Einstieg in die Züge klappt gut, die Umsteigezeit in Dortmund reicht für einen sehr gemütlichen Kaffee in der Sonne, endlich unterwegs.
Im Fahrradabteil ist es sehr voll: von 16 Fahrradplätzen sind 20 belegt … und es wären noch mehr Räder geworden, wenn an manchen Bahnhöfen der „Schaffner“ den Einlass nicht verweigert hätte. Irgendwo in der Mitte des Zuges gibt es noch einen zweiten Fahrradwagen, aber der ist nicht vernünftig ausgeschildert und ich finde es verständlich, dass die Aufforderung weiter vorne den anderen Radwagen zu nutzen, nicht grade auf große Begeisterung der Radreisenden stößt. Schließlich haben „wir alle“ einen reservierten Platz …
Trotz der Fülle im Abteil (außer den Rädern sind ja auch noch ein paar RadfahrerInnen und 2 Kinder im abenteuerlustigen Krabbelalter drin), finde ich einen akzeptablen Platz zum Sitzen (auf der Stufe zum Lokführerabteil). Als ich mich mal umdrehe (Oberkörper unter die Räder, Füße auf die Stufe), kann ich sogar ein bischen Schlaf nachholen.

Unterwegs schwärmt mir der Zugbegleiter von der Schönheit der Radwege auf Usedom vor. Die muss ich unbedingt befahren. Also gibt es die erste Änderung meines Plans: Statt von Greifswald aus gen Westen zu fahren, fahre ich erstmal nach Osten, nach Wolgast.
Da ich unterwegs feststellen musste, dass die von mir selbst ausgesuchte Karte (BVA Nr.3: Ostseeküste/Mecklenburg, 1:150.000) kurz vor Greifswald endet (geistige Umnachtung beim Kaufen ???), steuere ich in Greifswald erst einmal eine Tankstelle an und kaufe mir eine für das Gebiet passende Karte: Kompass Fahrradkarte „Usedom, Stettiner Haff, Greifswald“ 1: 70.000. Damit finde ich es gut nach Wolgast, obwohl mir irgendwann die Suche nach den Radwegen zu blöd ist und ich der mäßig befahrenen Landstraße folge. Unterwegs rufe ich in der B&B „Pension Am Peeneufer“ an. Schon dieser erste Anruf bringt mir ein freies Bett – allerdings im entsprechend teuren Doppelzimmer.
Abends gegen 20 Uhr komme ich dort an, Essen finde ich in einem Lokal in der Nähe – und schon ist der erste Tag vorbei.

44,2 km; 2:15 h Fahrrad-Fahrzeit; 11:20 h gesamt unterwegs

(Wer sich hier wundert, dass die km-Angaben auf der Grafik von meiner Angabe abweicht: Die Streckenführung mache ich nur sehr ungefähr - in Realität bin ich mehr Umwege gefahren. Und am Anreisetag hatte ich ja auch noch die ca. 9 km zum Bahnhof zu überwinden.)
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Montag, 29. Juli 2013, 23:06

Tag 2 - Insel Usedom

Morgens nach dem Frühstück will ich endlich den Kartenhalter am Lenker montieren. Der Pensionswirt stellt mir seinen Werkzeugkoffer zusätzlich zu meinem Multitool zur Verfügung. Aber: In der Tüte mit dem Zubehör fehlt ein wichtiges Teil, das zur Montage unbedingt gebraucht wird. Es wird also nichts mit der Montage. Schade.
Dann geht’s los auf nach Usedom. (Zum Abschied bekomme ich vom Pensionswirt Herrn Biedermann noch einen Radponcho geschenkt. Gauloises hat den gesponsort.) Wie immer ist es für mich eine Herausforderung den Weg aus der Stadt zu finden, aber es gelingt. Als Ziel habe ich mir Heringsdorf, ziemlich im Osten der Insel ausgesucht. Es geht über schöne Radwege, viel durch Wald, mit auf und ab, Wurzeln und Schlaglöchern, z. T. sehr schotterig, wenige Stellen etwas versandet.
Unterwegs überhole ich eine Radfahrerin, die sich dann bemüht, an mir dran zu bleiben. Ob die weiß, dass ich auch nicht weiß, wo es langgeht? Egal, irgendwann fahren wir nebeneinander und plaudern. Auf der Seebrücke in Heringsdorf verbringen wir noch eine gemeinsame Pause und dann geht’s für mich zurück Richtung Wolgast.
Heringsdorf ist eine sehr touristisch agierende Stadt. Hier wird mir die Steigerung von „Fußgänger auf Radweg“ klar: „Tourist auf Radweg“. Diese träumenden Menschen merken kaum was – und haben m.E. auch alles Recht zum Träumen. Aber das Fahren durch diese Menschenmengen ist nicht sehr angenehm. Auf dem Weg nach Heringsdorf ging es auch durch andere Bäder – mit Schiebegebot an vielen Stellen.
Auf dem Rückweg werde ich auf einmal mit meinem Namen gerufen. Die Radfahrerin von vorhin hat mich wieder entdeckt. Obwohl wir ganz verschiedene Rückwege ausgewählt haben, sind wir uns noch einmal begegnet. (Hatte ich schon geschrieben, dass ich einen sehr künstlerischen Orientierungssinn habe?)
Ein Bett brauche ich ja auch noch! – Ich rufe noch einmal in der Pension Am Peeneufer an und bekomme noch einmal das gleiche Zimmer. Hätte ich das nur vorher ahnen können, dass ich mich den ganzen Tag auf Usedom rumtreibe. Dann hätte ich das Gepäck in der Pension lassen können; einmal Bettwäsche wäre auch gespart worden. Aber das ist nun nicht zu ändern. Ich finde den für mich draußen deponierten Schlüssel und gehe müde schlafen. Vorher räume ich aber noch beide Fahrradtaschen aus und wie erhofft, finde ich ganz unten in der einen Tasche das kleine Teil, das mir morgens bei der Montage des Kartenhalters fehlte. Und nicht nur das, auch der kleine Inbusschlüssel, den ich noch gar nicht vermisst hatte, war aus der Tüte gerutscht und findet sich am Boden der Tasche wieder.

91,23 km; 5:15 h Fahrrad-Fahrzeit; 09:00 h gesamt unterwegs
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Montag, 29. Juli 2013, 23:09

Tag 3 - Wolgast - Stralsund

An diesem Tag scheitert die Montage des Kartenhalters daran, dass ich mein Multitool nicht finde und zu unruhig bin für die Muße der Montage. Also fahre ich gleich nach dem Frühstück weiter – Richtung Stralsund.
Geplant ist ein Fahrweg von 60 km. Aber mit meinem Orientierungssinn werden es 95 km, bis ich in Stralsund ankomme. Meine Theorie zur Radwegbeschilderung findet auf der Strecke neue Nahrung: Radwege werden von arbeitslosen Quantentheoretikern ausgeschildert. Die sind es von ihrer Arbeit gewohnt, dass Quanten mal da sind und mal nicht. Nach diesem Muster werden auch die Hinweisschilder aufgehängt: Mal sind sie da und mal nicht.
Bemerkenswert finde ich in Wolgast einen Laternenpfahl, an dem in alle vier Richtung ein Hinweis auf den Radweg hängt. Aber keiner der Richtungspfeile gibt einen Hinweis darauf, in welchen Ort der angezeigte Radweg führt. ?!?!?!?!

In Stralsund habe ich mir per Telefon ein Bett in der Jugendherberge reserviert. Dort angekommen finde ich das Zimmer „voll belegt“. Bei der Nachfrage an der Rezeption, ob ich das Zimmer mit 5 Teenies teile, werde ich informiert, dass nur zwei Damen gleichzeitig in dem Zimmer wohnen. Aber diese sind schon seit mehr als einer Woche dort (sie machen ihren Führerschein in Stralsund) … und haben sich entsprechend breit in dem Zimmer gemacht. Beim zweiten Blick habe ich dann auch ein freies Bett entdeckt und konnte bald schlafen gehen.
94,72 km; 5:58 h Fahrrad-Fahrzeit; 10:00 h gesamt unterwegs
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Montag, 29. Juli 2013, 23:11

Tag 4 - Stralsund –Ribnitz

Von diesem Tag gibt es wenig zu berichten. Ich bin einfach gefahren und habe den Weg gut gefunden. Was mir allerdings aufgefallen ist, auch auf anderen Strecken: Immer dann, wenn für die AutofahrerInnen das dreieckige Schild am Fahrbahnrand steht, das vor Fahrrädern warnt, wechselt der Radweg die Seite. Ist schon prima, dass die AutofahrerInnen vor uns gewarnt werden, doch es ist irgendwie auch eine Diskriminierung: Sie werden für so eingeschränkt gehalten, dass sie vor jeder Gefahr separat gewarnt werden müssen (vorsorgliche Aufmerksamkeit wird ihnen nicht zugetraut) – RadfahrerInnen müssen den kommenden Wechsel der Straßenseite daran erkennen, dass auf einmal das Radwegeschild auf der anderen Straßenseite weiter geht und der eigene Weg am Straßenrand ändert. Offensichtlich wird uns mehr Aufmerksamkeit zugetraut.

In Stralsund finde ich tatsächlich einen "echten" Fahrradhändler. Bis hierhin sind mir nur Fahrradverleiher begegnet. Da ich mein Multitool weiterhin vermisse, kaufe ich ein neues (der Kartenhalter wartet noch auf Montage!) und weil ich das Gefühl habe, dass der Sattel zu niedrig ist (mein Knie meckert) lasse ich mir vom Händler gleich noch helfen, den etwas höher zu schrauben. (Ich habe keinen Schnellverschluss.)

In Ribnitz finde ich die teuerste Übernachtung der ganzen Tour. In einem Hotel bekomme ich ein Zimmer. Was mich nur wundert: Zu Hause gelingt es mir trotz fehlendem Duschvorhang den Boden des Badezimmers beim Duschen relativ trocken zu halten – hier dusche ich mit Duschwand … und habe anschließend eine kleine Überschwemmung auf dem Boden ?!!!

Später ärgere ich mich ein bischen, dass ich nicht in Barth übernachtet habe. Dieses Städtchen hat mir gut gefallen. Es hatte (in meiner Wahrnehmung) eine nette Mischung von kleinen Einzelhandelsgeschäften; war nicht so übertrieben touristisch ausgerichtet und warb grade mit einer Ausstellung, die in meiner Erinnerung heißt: "Die wundersamen Heilungen der Amelie" - Ausstellung im Kloster der freundlichen Damen !?!?
Aber in Barth war ich grade erst 50 km gefahren - da konnte ich doch noch nicht auf Zimmersuche gehen, da lag noch Strecke vor mir ... ;)

86,95 km; 5:40 h Fahrrad-Fahrzeit; 9:50 h gesamt unterwegs
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Montag, 29. Juli 2013, 23:15

Tag 5 - Ribnitz - Stove

Heute wäre der Besuch bei Rautaxe möglich – mein Weg führt an Kühlungsborn ran. Über Warnemünde, wo ich eine Fähre benutzen muss (kostete incl. Fahrrad nur 2,20 Euro), komme ich nach Kühlungsborn, aber leider platzt der Besuch: die Schwiemu ist „im Anmarsch“. Schade.
Ich fahre also an Kühlungsborn vorbei (direkt am Campingplatz ;) ), weiter in Richtung Westen und fange an, nach Zimmern zu telefonieren, was sich als schwierig erweist.
Schließlich finde ich das günstigste der ganzen Tour, allerdings ohne Frühstück und ohne Infrastruktur drumherum. Ich habe aber Hunger! Die Wirtin schmiert mir ein Käsebrot, eine Flasche alkoholfreies Bier gibt’s auch im Vorrat … und so vergeht der Abend mit einer Plauderei mit den Vermietern im Sonnenuntergang.
Unterwegs hatte ich auch noch ein anderes Angebot bekommen: ein alter Mann, der neben einer älteren Frau auf der Bank vor dem Haus saß, rief mir zu, ob ich nicht mal eine Pause bräuchte – und bot mir dazu sein Bett an…
Das günstige Zimmer hatte neben dem fehlenden Frühstück (gegenüber gab es einen Bäcker) einen gravierenden Nachteil: Das ganze Haus mit den Fremdenzimmern hatte innen einen sehr unangenehmen Geruch. Es war kein Schimmelgeruch, aber etwas ähnliches. (Es dauerte am nächsten Tag bis Mittag, bis ich diesen Geruch aus der Nase wieder los wurde.)
Mich wunderte, dass das zeitgleich dort übernachtende Ehepaar meinte, dass sie bis jetzt auch Glück gehabt hätten mit den Zimmern. Sie würden ja nicht jedes nehmen, man hätte schließlich einen gewissen Anspruch. Welchen Anspruch hatten sie, wenn sie sich die Dusche mit mir teilen UND diesen Geruch in Kauf nehmen?
Nett waren die Vermieter jedenfalls und auch bemüht. – Aber ich befürchte, dass ihnen das Haus irgendwann zusammenfällt, weil es von innen verrottet ist.
75,51 km; 5:00 h Fahrrad-Fahrzeit; 10:00 h gesamt unterwegs
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Montag, 29. Juli 2013, 23:48

Tag 6 - Stove – Ivendorf (Travemünde)

Von Stove ging es am nächsten Tag weiter Richtung Travemünde. Heute wäre der Besuch bei Bora möglich. Aber, wie sich in ein paar sms klärt, ziemlich unpassend, weil der Fliesenleger kommt.
So fahre ich vor mich hin, wundere mich immer mal wieder über fehlende Beschilderungen, halte mich an die Karte und komm vorwärts. In einer Gegend, in der alles Travemünde heißt, aber nicht alles Travemünde ist (wie sich später herausstellt), nach einer Fährenbenutzung, frage ich im Gasthaus Grüner Jäger nach einem freien Zimmer – aber das Gasthaus ist ausgebucht. Auch zwei in der Nähe liegende Hotels sind voll (der Gastwirt telefoniert für mich!). Der Chef (?) hat zum Glück eine Schwester, und die hat einen Bauernhof, dessen Ställe längst umgebaut sind in nette Gästezimmern. Und dort bekomme ich ein Zimmer – weil ich „ein Mädchen“ bin. „Ein Junge“ hätte es nicht bekommen, weil nebenan zwei junge Mädchen übernachten!
Ich fahre also noch einmal 600 m weiter und beziehe das nette Zimmer im Bauernhof. Etwas erschreckt bin ich über das Plakat: "Heuherberge – schlafen in Heu und Stroh". Aber das ist ein Plakat aus vergangener Zeit. Inzwischen gibt es statt Heu und Stroh ganz normale Zimmer und Betten.
Es ist ziemlich nett dort, aber mein Orientierungssinn macht mir zu schaffen: Hinter welcher Tür war noch einmal die Dusche? Wo war die Toilette? Ich schaffe es dann aber, mir zu merken: Dusche+ Toilette ist die Tür mit dem Schwarz-weißen Türbeschlag, mein Zimmer hat den blauen Türbeschlag …
Auch hier laden mich die Vermieter zu einem gemütlichen Plausch unter den Baum in der Abendsonne ein. Inzwischen weiß ich auch, dass ich in Ivendorf (nicht direkt in Travemünde) bin.

83,28 km; 5:00 h Fahrrad-Fahrzeit; 10:00 h gesamt unterwegs
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