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Radsonstnix

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21

Donnerstag, 8. September 2016, 08:01

Tourbericht Teil 3 (2. Tag)

Mittwoch, 24.08.2016 (Rattelsdorf - Gerolzhofen)



Um 08:30 Uhr sitzen wir beim Frühstück. Es gibt keine Beanstandungen, Kaffee, warmer Kakao, Wurst, Käse, Marmelade, Honig, Schokocreme, Brötchen und Brot. Alles lecker, von allem genug.

Um 09:35 Uhr sitzen wir wieder auf den Rädern, vor uns liegt die längste Tagesetappe.



Was wir jetzt noch nicht wissen: Es wird (trotz der langen Strecke) ein schöner Tourtag, obwohl wir keine Gelegenheit zum Schwimmen finden.

Unser Nachtquartier liegt bei ca. 300 Höhenmetern. Nach dem ersten Kilometer müssen wir über einen recht steilen Berg hinüber, wir schieben ein ganzes Stück, rauf bis auf 403 Meter.



Die Laune meines Kindes sinkt mit jedem Schritt. Stellenweise schiebe ich abwechselnd beide Räder, so geht es - auch mit der Laune 8). Endlich geht es wieder bergab. Oh je, es ist ein Schotterweg im Wald. ;(



Und dann passiert es: Trotz großer Vorsicht stürzt mein Kind.
Dieselersparnis: 2013 bis Januar 2018 ca. 965L; Benzinersparnis 2018: 121L; 2019: 281L; 2020: 365L; 2021: 47L

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22

Donnerstag, 8. September 2016, 09:21

Und dann passiert es: Trotz großer Vorsicht stürzt mein Kind.


Bitte bald weiter berichten - wie soll ich sonst in Ruhe arbeiten?
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Freitag, 9. September 2016, 07:14

Tourbericht Teil 4 (2. Tag)

Mit Erleichterung stelle ich fest, dass sie „nur“ sehr wütend ist. Auf den blöden:cursing: Weg mit den blöden:cursing: Steinen. Der Schreck ist größer als der sonstige Schaden, das Fahrrad hat gar nichts abbekommen, das Kind nur einen momentanen Schmerz, der nach kurzer Zeit verschwindet. Dieses mal brauche ich mein 1.-Hilfe-Set noch nicht. Dieses Mal.
Nach kurzem Trösten, Müsliriegel + Traubenzucker können wir weiter. Aber Schotterwege bergab werden fortan nur noch geschoben.


Pause nach dem Schreck (schlecht fotografiert):


Die nächsten 14 Kilometer sind ein ständiger Wechsel von bergauf und bergab, noch zwei Mal kratzen wir an der 400 Meter Marke. Bergab lässt es meine Tochter, falls der Untergrund fest ist :), inzwischen richtig krachen. Dabei steigt die Geschwindigkeit manches Mal auf über 42 Km/h 8o . Das sehe ich mit gemischten Gefühlen, es geht aber alles gut.

Die Hitze ist brutal. In der Spitze wird mein Tacho 39,4°C anzeigen. Oft fahren wir lange Strecken ohne Schatten.







Da kommt uns das Eiscafé „Las Palmas“ in Ebelsbach genau richtig. Auf dem Tacho haben wir knappe 19 Kilometer, also ein gutes Drittel des Tagespensums. Die Uhr zeigt 12:10 an. Ich mache mir leichte Sorgen, ob wir den Rest bis zu einer vernünftigen Uhrzeit schaffen werden. Unbegründet, wie sich zeigen wird.

Selbstverständlich wird trotzdem in dem Eiscafé eine Pause eingelegt. Erst jeder eine große Asascho, dann folgt ein großes Eis (5 Kugeln mit Sahne), bzw. ein großer Eiskaffee für mich. Es wird ein Foto von uns beiden zusammen gemacht, das zweite von drei Bildern, wo wir beide drauf sind. Die Fahrradflaschen werden auch wieder gefüllt.



Es folgt das heißeste, brutalste Stück der ganzen Tour. Schnell zeigt sich, dass zwei Mal 0,7 Liter Wasser viel zu wenig sind. Wir kommen aber auch an keinen Geschäften vorbei (eine Haarbürste suchen wir ja auch noch), und die Gastwirtschaften haben alle zu. Die öffnen erst nachmittags oder abends. Das wird übrigens an den beiden folgenden Tagen genau so bleiben. So gibt es kein einziges Mal ein warmes Mittagessen. Wir behelfen uns mit Riegeln und Eis, was wir beide ganz gut finden.



Kurz nach Ebelsbach haben wir den Main überquert, fahren nun ein Stück am südlichen Mainufer entlang. So kommen wir auch durch Limbach, dort steht eine beeindruckende Kirche - die Wallfahrtskirche Maria Limbach. Mit meiner kleinen Coolpix gelingt es mir nicht, ein gutes Bild zu machen:





Jedenfalls sind 20 Kilometer nach der Eispause beide Flaschen leer. Wir kommen überein, dass der Name Haßberge (Region zwischen Bamberg und Haßfurt) wohl von einem Radfahrer vergeben worden sein muss. :whistling: Mein Kind ist völlig fertig, verzweifelt suche ich Schatten. Schließlich gelangen wir nach Donnersdorf, wo es einen winzigen Schattenplatz gibt (Kilometer 41).



Dort machen wir Pause. Während ich die Lage checke, und überlege, wie es weitergehen soll, kommt eine ältere (darf man das Schreiben?) Dame auf einem Fahrrad vorbei. Ansonsten ist die Gegend menschenleer.

Bevor ich die Begegnung richtig realisiert habe, ist die Frau verschwunden.
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24

Freitag, 9. September 2016, 10:08

Danke das Du uns an eurem Radurlaub teilhaben lasst. Bin schon gespannt wie es weiter geht. :thumbsup:

Manches erinnert mich an meine eigene Kindheit und Jugend in den 70er Jahren. Meine Mutter liebte lange Radtouren und hat uns Kinder damit angesteckt. :rad:
lg Jennifer


Mein neuer Blog: sonnewolken.wordpress.com


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25

Montag, 12. September 2016, 11:35

Tourbericht Teil 5 (2. Tag)

Aber 5 Minuten später kommt die nette Dame zurück. Ich spreche sie an, und sie verhilft uns zu frischem Wasser. Wir dürfen mehrmals nachfüllen, so können wir uns mit kaltem Wasser übergießen, trinken, bis der Bauch platzt, und schließlich noch mal auffüllen.

Wenn man es am meisten braucht, ist ein rettender Engel oft nicht weit! Danke.

So erfrischt fahren wir weiter, Richtung Mönchstockheim. Der Kommentar meiner Tochter: „Heute morgen war blöd. Jetzt ist es schön.“ Ca. 4 Kilometer später (offenbar habe ich nicht angemessen auf die Bemerkung reagiert), überrascht mich mein Kind mit der Äußerung: „Jetzt macht es Spaß! Und Dir Papa?“ Da haben wir bereits ca. 46 Kilometer in den Beinen. :love:

Zwischendurch haben wir zwei Geschäfte aufgesucht, an denen wir vorbeigekommen sind. Einen NKD und einen Haushaltswarenladen. Eine Haarbürste habe ich noch immer nicht, und ich beginne darüber nachzudenken, ob dieser Kulturgegenstand in Franken vielleicht noch unbekannt ist. Wirre Gedanken von Missionarstätigkeiten, vielleicht sogar lukrative Haustürgeschäfte mit Kämmartikeln flattern zwischen meinen Ohren hin und her.

Auch wenn es ein krasser Verstoß gegen die Regeln der Style-Polizei ist, ich fahre gerne mit Rückspiegel. Der Nutzen im Stadtverkehr ist unbestritten, aber auch unterwegs mit Kind ist das eine Erleichterung:



Da wir dazu gelernt haben, nutzen wir Bänke mit Schatten, wenn sie sich uns so schön darbieten, für Pausen:







Schon gegen 17:00 Uhr fahren wir in Gerolzhofen ein, und direkt am Ortseingang befindet sich ein großer Edeka. Dort bekommen wir Obst, kalte Milchgetränke, einen Smoothie uuuuund eine Haarbürste. Haargummis werden mir auch noch abgeschwatzt. Nebenan ist ein Baumarkt und ich kann mir Styroporkleber kaufen, um meinen Helm zu reparieren.

Die Unterkunft, ein Gästehaus, ist super. Ein großes helles Zimmer, keine Mitbewohner. Allerdings müssen wir zum Abendessen außer Haus. Nach dem Duschen nehmen wir die Räder und fahren das kurze Stück zum Marktplatz. Dort werden zwei Schnitzel mit Beilagen verdrückt. Anschließend gehen wir müde, aber glücklich und zufrieden, ins Bett.

Statistik

Tageskilometer: 56,87

Tourkilometer: 87

Fahrzeit: 5:01:50

Schnitt (gerollt) 11,31 Km/h

Tagesschnitt 7,4 Km/h
(mit Pausen)


Vmax: 47,09 Km/h

TF: 63

Bergauf: 580 m

Bergab: 600 m
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Montag, 12. September 2016, 12:48

Schöner Bericht!

Es macht Spaß, Eure Tour mit zu verfolgen. :thumbup:

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Dienstag, 13. September 2016, 16:06

Tourbericht Teil 6 (3. Tag)

Ich freue mich, dass mitgelesen wird - und schön das es gefällt.

25.08.2016 Gerolzhofen - Estenfeld

Pünktlich um 08:00 Uhr sitzen wir beim Frühstück, dass sich im Grunde nicht von dem vom Vortag unterscheidet. Es gibt noch Orangensaft dazu.

Um 09:00 Uhr fahren wir los. Gerolzhofen werden wir in angenehmer Erinnerung behalten.

Zu Beginn führt uns der Weg auf Schotter (was Protest und Schimpfkannonaden bei meiner Tochter auslöst) durch Maisfelder. Die kleine kompakte Nikon hat - zugegeben nach Vorankündigung - nun beschlossen, komplett kaputt zu gehen. Ich muss ab jetzt die weiteren Bilder mit dem Handy machen. Das ist unbequem, da ich das Handy zum Navigieren nutze und in einer festen Halterung am Lenker habe. Mit dem Fotoapparat habe ich (im Sportmodus) das eine oder andere Bild auch während der Fahrt gemacht. Das geht nun leider nicht mehr.

Nach ca. 7 Kilometern haben wir die erste (und einzige) „Panne“: Bei meinem Rad springt die Kette vom Blatt (keine Ahnung, warum, es wurde vor der Tour alles neu gemacht und eingestellt - habe auch davor und danach keine Probleme mehr gehabt). Naja, der „Schaden“ ist schnell behoben und wir fahren störungsfrei weiter. Nach ca. 11 Kilometer haben wir Lust auf eine erste Pause. Wir sind in Volkach und halten am Stadtpark.




Hinter Volkach ist die Landschaft wunderschön, noch dazu die Strecke asphaltiert (puuh, was ein Glück) und das Wetter bleibt so traumhaft. Während links von uns die Mainschleife liegt, winkt uns von rechts Maria im Weingarten zu:

Hätte ich gewusst, dass dort ein Werk von Tillmann Riemenschneider zu besichtigen ist - und hätte ich gewusst, was uns in Fahr erwartet, hätten wir die Kirche angesteuert.

Danach geht es ein Stück am Ostufer des Mains entlang, wie geschrieben, bis Fahr. Dort wollen wir mit der Fähre über den Main. Gegen 10:30 Uhr erreichen wir diese. Aber die Fähre hat Mittagspause bis 12:00 Uhr :cursing:.



Ein Einheimischer erzählt, dass die Fähre in Obereisenheim - nur 2 Kilometer weiter Stromaufwärts - fahren würde. Wir beraten kurz und beschließen, den Umweg von guten 4 Kilometern in Kauf zu nehmen (also auf der anderen Mainseite wieder zurück - und dann auf die geplante Route).

Der Weg nach Obereisenheim bereitet uns großes Vergnügen. Zunächst werden wir von einer Gruppe älterer E-Biker überholt (meine Tochter mokiert sich über die Trittfrequenz :D , was ihr von ganz alleine aufgefallen ist. Leider habe ich ihre Bemerkung vergessen - ich muss sie unbedingt fragen, ob sie sich erinnert). Dann passieren wir eine Familie auf Fahrrädern. Die hat einen selbst radelnden Knirps, ich schätze ihn auf höchstens 5, dabei. Der will von uns nicht überholt werden und rast wie verrückt ein Stückchen vor uns her, lässt seine Familie weit hinter sich, beschleunigt auf respektable 20 Km/h. Schließlich muss er doch aufgeben - mein Kind schafft mit dem neuen Rad selbst getretene 25 Km/h. Er wirft meiner Tochter wütende Blicke zu (wollte er nicht von einem Mädchen überholt werden?) :rolleyes:. Jedenfalls hat er unser Tempo angetrieben, was dazu führt, dass meine Tochter beschließt, sich nun auch noch die E-Bike-Gruppe vorzunehmen. Auch das gelingt uns, der ganze Trupp wird von uns in rasender Fahrt überholt, der Triumph ist groß. 8)

Die Ernüchterung erfolgt in Obereisenheim.
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Montag, 19. September 2016, 14:09

Tourbericht Teil 7 (3. Tag)

In Obereisenheim hat die Fähre die gleichen Ruhezeiten. :cursing: Wie blöd ist das denn. :dash: Wir beschließen, zurück nach Fahr zu radeln, um dort im Schatten an einem Tisch gemütlich eine Zwangspause (von dann noch gut einer Stunde) zu machen. Wieder dort angekommen gibt es nette Unterhaltung mit anderen Radfahrern. Der gut informierte Einheimische ist leider nicht mehr da. :rolleyes:

Kurz vor 12:00 kommt der Käpt`n und wir setzen erfolgreich über. Unmittelbar darauf folgt wieder mal ein heftiger Berg, wir schieben die Serpentinen hinauf. Es geht auf relativ kurzem Weg von 240 Metern rauf auf 351 Meter. Dabei kommt mir die Idee, das mitgeführte Springseil einzusetzen (natürlich nur beim Schieben!). So zieht mein Fahrrad das meiner Tochter, sie muss nur noch stabilisieren, nicht mehr schieben. Für sie ist es eine große Erleichterung, und für mich … naja. Ich schaffe es jedenfalls, unter Anwendung meines präventiv eingesetzten Notfallsprays. Künftig setzen wir diese Technik noch häufiger ein.

Oben auf der Höhe angekommen, haben wir einen wunderschönen Blick über die mainschleife und die Gegend, wo wir hergekommen sind:



Man kann sogar die Fähre erkennen:





Es gibt wieder mal sehr wenig Schatten und sehr viel Sonne. Mehrfach müssen wir unsere Flaschen nachfüllen. Einmal machen wir dafür sogar einen kleinen Umweg zum „Gut Seligenstadt“, welches zur Stiftung Juliusspital in Würzburg gehört (am folgenden Tag werden wir in Würzburg genau dort vorbeiradeln).





Ansonsten geht es bis Estenfeld (Vorort von Würzburg) überwiegend bergab. Nur in Estenfeld müssen wir die Straße zum Campingplatz den Berg hoch, natürlich schiebend, von 283 m auf 325 m. Wir sind recht früh, schon um 13:50 Uhr an unserem Tagesziel angekommen, unser Schnitt war der höchste an den vier Tagen mit Gepäck.

An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass wir auf der ganzen Tour insgesamt viel weniger geschoben haben, als ich vorher gedacht hätte. Irgendwann ist meine Tochter Steigungen mit gutem Tempo hochgefahren, die zu Hause (Flachland) noch als Berge beschimpft, und schiebend bewältigt worden wären. Trotzdem sind wir uns darin einig, dass wir nicht gerne bergauf fahren.

Den Wohnwagen auf dem Campingplatz habe ich im Vorfeld reserviert, da sich mein Kind schon länger gewünscht hat, mal in einem Wohnwagen zu übernachten.



Der Wagen, den wir bekommen, hat allerdings seine beste Zeit schon hinter sich, er müffelt ein wenig, nach reichlich Lüften geht es aber. Ich kann allerdings nicht aufrecht stehen, und es ist alles sehr eng. Am nächsten Tag wird mein Kind bemerken, dass sie doch lieber in Pensionen übernachtet. Gutes Kind. :love: Aber die Betreiber, ein Ehepaar sind nett und hilfsbereit.

Ganz dekadent fahren wir (ungeduscht, in Fahrradklamotten) mit einem Taxi die ca. 10 Kilometer ins Dallenbergbad. Wir genießen den Nachmittag mit Eis und Baden. Zurück nehmen wir (frisch geduscht + umgezogen) die Straßenbahn bis zum Hauptbahnhof (dort kaufe ich ein „Mückenmittel“, um die Nacht überstehen zu können) und von dort nehmen wir dann den Bus. Das klappt hervorragend, auch wenn wir ein zweites Mal den Berg hochlaufen müssen, immerhin ohne Räder schieben zu müssen.

Nahe beim Campingplatz gibt es ein Restaurant. Das Essen ist mäßig, dafür die Aussicht von der Dachterrasse sehr schön. Zur Unterhaltung gibt es auf dem anliegenden Sportplatz ein Trainingsspiel des Estenfelder Fußballclubs (welches bei meiner Tochter mehr Beachtung findet, als ihr Smartphone).





Das Schlafen im Wohnwagen klappt besser, als befürchtet. Wir sind einfach müde genug.

Statistik

Tageskilometer: 38,89

Tourkilometer: 125,89

Fahrzeit: 2:53:31

Schnitt (gerollt) 13,44 Km/h

Tagesschnitt 8,6Km/h

Bergauf: 270 m

Bergab: 250 m
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Dienstag, 20. September 2016, 06:55

Tourbericht Teil 8 (4. Tag)

26.08.2016 Estenfeld - Wertheim

Das Frühstück auf dem Campingplatz ist kein Highlight, macht aber satt. Dabei stellen wir fest, dass man Holländer ganz gut verstehen kann, wenn man sich rein hört. Da wir am Vortag die beiden Duschmarken nicht gebraucht haben, nutzen wir eine davon vor dem Frühstück. Die zweite Marke können wir zurück geben. Wir bekommen das Geld dafür zurück und meine Tochter bekommt von der Platzinhaberin noch eine Tüte Gummibärchen geschenkt, weil sie so „tapfer“ Rad fährt.

Um 09:00 Uhr radeln wir los.



Es geht zunächst immer bergab, im Grunde bis Würzburg.

Wir fahren durch Würzburg durch, am Hauptbahnhof vorbei, durch die Altstadt, bis zur „Alte Mainbrücke“. Ich war schon oft hier, denn ich habe in Wertheim viel Familie. Schon als Jugendlicher bin ich gelegentlich mit dem Rad von Würzburg nach Wertheim gefahren. Meine Tochter kannte Würzburg bisher nur von der Autobahn aus. Auf der Brücke ist sie total begeistert: „Papa, willst Du hier keine Fotos machen?“ Doch, ich will. Es findet sich sogar jemand Vertrauenswürdiges, den ich mein Handy in die Hand drücken kann, für das dritte (und letzte) Bild der Tour, wo wir zusammen drauf sind.





Auf der anderen Mainseite geht es mal wieder bergauf, immer die Burkader Straße entlang, Richtung Höchberg, von 217 m auf 386 m (Zeller Waldspitze). Nicht alles schieben wir, das Meiste wird sogar geradelt.

Bergab geht es durch Waldbüttelbrunn, wo sich uns mal wieder ein niedliches kleines Eiscafé in den Weg stellt. Das wird natürlich dazu genutzt, Geld los zu werden und die Flaschen zu füllen.



So langsam aber sicher steigen Vorfreude und Ungeduld bei uns beiden, wir wollen endlich in Wertheim ankommen.

Mitten in der Pampa, kurz vor Helmstadt, müssen wir noch einen Berg erklimmen, es geht von 297 auf 373 Meter.



Nach ca. 32 Kilometern finden wir eine schattige Bank in Holzkirchhausen, nachdem wir mal wieder an lauter geschlossenen Wirtschaften vorbeigekommen sind.





Es gibt einen Brunnen, aber das Wasser ist ganz grün und taugt nur zum Abkühlen der Arme. Wir sind aber noch gut versorgt, haben verschiedene Riegel und die Gummibärchen. Wir machen eine lange Pause, genießen, auf dem Rücken liegend, die Flugshow der holzkirchhausener Schwalben. Noch ahnen wir nicht, dass das größte und „gefährlichste“ Abenteuer unmittelbar vor uns liegt.
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Dienstag, 20. September 2016, 09:26

Klasse Bericht!

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Dienstag, 20. September 2016, 21:00

Und wieder ein Cliffhanger :D !

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Donnerstag, 22. September 2016, 06:57

Ja - ertappt. :) Und es gab sogar Tränen. Vielleicht schaffe ich heute die Fortsetzung, sonst morgen.
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Freitag, 23. September 2016, 12:10

Tourbericht Teil 9 (4. Tag)

Frohen Mutes, schließlich haben wir nur noch ca. 16 Kilometer vor uns, fahren wir nach der Pause weiter. Rechts von uns liegt die A3, die wir vor Helmstadt überquert haben. Wir schielen immer mal wieder zur Piste, schließlich ist das der Weg, den meine Frau mit dem Auto nimmt. Später rechne ich aus, dass wir uns auf der Brücke nur ca. um 20 Minuten verpasst haben. Als wir nach der Pause unser Abenteuer erleben, ist sie schon im Hotel angekommen.
Gegenüber von Dertingen würde uns der Radweg direkt bis an die Autobahn heranführen. Würde. Es gibt dort allerdings zu der Zeit eine riesige Autobahnbaustelle. Darauf wurde auch mit einem Schild hingewiesen, es war allerdings nicht klar, dass die Strecke für uns unpassierbar sein würde (vielleicht habe ich das auf dem Schild auch übersehen, ich bin aber auch nicht zurückgeradelt, um das nachzuprüfen).

Jedenfalls war auf der Baustelle heftiger Betrieb von schweren LKW und Baggern. Sehr heiß, sehr staubig, sehr gefährlich. Keine Chance für uns, dort vorbei zu kommen. Also sind wir auf einen Feldweg ausgewichen. Das ließ sich zunächst auch gut an. Der Weg führte ein ganzes Stück weiter wieder auf unsere alte Route. Allerdings war dort immer noch Baustelle. Wir waren einige Meter oberhalb der Baustelle, ich hatte kein Fernglas dabei. Von unserer Position konnte ich nicht erkennen, ob wir dort vorbeikommen würden. Und mein Kind wollte auf gar keinen Fall auch nur in die Nähe der Baumaschinen. Wir hatten die Wahl, uns im fast rechten Winkel von unserer Route zu entfernen, das ging dazu noch sehr steil bergauf, die Länge des Umweges war nicht zu berechnen, da dieser Weg auf komoot u.a. nicht angezeigt wurde. Laut Navi standen wir mitten im Wald (war aber nur der Waldrand - und es war noch ein Weg) Parallel zu unserer Route führte ein Weg tiefer in den Wald. Bergab. Den haben wir genommen. Später bei der Auswertung meines Trackdaten habe ich gesehen, dass es noch eine bessere Variante gegeben hätte. Irgendwie hat mir vor Ort die Vogelperspektive gefehlt. Und ein Handydisplay ist dann eben manchmal doch zu klein.


Der Weg jedenfalls, den wir genommen haben, war nicht mehr fahrbar (wenigstens nicht mit Trekkingrädern mit Gepäck), also haben wir geschoben. Aus dem Weg wurde ein Pfad, aus dem Pfad wurde Urwald. Ein ehemaliger Pfad war zu erahnen. Mein Handy teilte mir irgendwann mit, dass unsere Route ca. 300 Meter rechts von uns liegen würde. Wir hatten beide keine Lust, den schwierigen Pfad wieder zurück zu schieben, noch dazu bergauf. Also haben wir uns durchgekämpft. Disteln haben unsere Knöchel verkratzt, überall waren wir gespickt mit Kletten. Und dann passierte das Unglück.
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Mittwoch, 28. September 2016, 10:18

Tourbericht Teil 10 (4. Tag)

Mein Kind ist - nach ihren Worten - einmal umgeknickt, dabei hat es ziemlich laut geknackt. ;( Ich fragte sie, ob das ein Ast war - sie verneinte. :blackeye: So gut es in dem engen Waldstück ging, habe ich mir ihren Fuß angeschaut. Belasten ging schmerzfrei, an der rechten Ferse gab es eine blutende Schürfwunde. Zum Glück hat sie sich bei dieser Aktion nicht das Gelenk verletzt, was auch immer da geknackt hat (ich vermute, doch ein Ast).Nun stand ich mit einem unglücklichen Kind mitten im Wald. Hatten wir uns verirrt? Diese Frage stellte mir meine Tochter. Natürlich hatten wir uns nicht verirrt, aber es war auch nicht absehbar, wie lange das Waldabenteuer noch dauern würde. Zumal ich mich auf dem Pfad nicht richtig um meine Tochter kümmern konnte. 300 Meter können verdammt lang sein.
Schließlich wurde der Pfad schon nach weiteren 50 Metern doch wieder zu einem breiteren Weg. Noch ein wenig schieben, einmal um die Ecke, ein fester Weg, Hurra. Dort war Holz aufgestapelt, das ein wenig Schatten bot, (es war natürlich wieder extrem heiß).

Im Hintergrund die A3 mit der Baustelle.



Deutlich sieht man die hängenden Mundwinkel ... zum Glück wurde das bald wieder besser!
Hier war Platz genug, und die Wunde wurde versorgt (Verbandszeug mit allerlei Dingen drin habe ich immer dabei), das Kind wurde getröstet (dabei wirkt Traubenzucker auch immer Wunder), die Räder gecheckt, die Kleidung (vor allem die Schuhe) gereinigt. Unsere eigentliche Route war schon wieder sichtbar (sieht man auf dem Bild oberhalb des Holzstapels), und zwar die Lindelbacher Straße, welche uns weg von der Autobahn (und der Baustelle) führen würde. Mein Kind schöpfte wieder Hoffnung, meine Erleichterung, dass außer einem kleinen Kratzer und einem ordentlichen Schreck nichts weiter passiert war, war groß.Wir konnten den Weg bis zur Straße dann sogar wieder fahren. Das Abenteuer war heil überstanden.Die Lindelbacher Straße haben wir dann aber wieder geschoben, von 243 Meter auf 345 Meter. Den ersten Teil in sengender Hitze, weiter oben dann endlich in kühlendem Schatten.Es folgte eine steile Abfahrt nach Lindelbach, dann kam Urphar, wo wir ein letztes Mal einen Anwohner um Wasser baten.
Danach kam der letzte Teil, immer am westlichen Mainufer entlang stromabwärts bis wir endlich gegen 17:00 Uhr in Wertheim ankamen.



Man sieht die Silhouette der Wertheimer Burg und die Hochhäuser von Wertheim-Wartberg.
Obwohl wir in der Summe 150 Höhenmeter mehr bergab gefahren sind, war es der schwerste Tag. Es waren sehr viele steile Stücke dabei (und das Schieben ist eben echt anstrengend), und dazu noch das Waldabenteuer.Auf dem Marktplatz haben wir meine Frau getroffen, zusammen sind wir ins Hotel.Es folgte ein gemütlicher Abend im Rahmen unseres Familientreffens - doch das gehört nicht hierher.Ganz zu Ende war die Tour jedoch noch nicht, denn als Programmpunkt für den Samstag gab es - ausgerechnet :rolleyes: - eine Fahrradtour mit der ganzen Familie von Wertheim zur Gamburg und zurück. (Fortsetzung folgt)StatistikTageskilometer: 48,52Tourkilometer: 174,41 Fahrzeit: 4:23:58Schnitt (gerollt) 11,02 Km/hTagesschnitt 6,2 Km/h
(mit Pausen)
Bergauf: 500 mBergab: 650 m
Dieselersparnis: 2013 bis Januar 2018 ca. 965L; Benzinersparnis 2018: 121L; 2019: 281L; 2020: 365L; 2021: 47L

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Donnerstag, 29. September 2016, 13:49

Tourbericht letzter Teil (5. Tag)

27.08.2016 Wertheim - Gamburg - Wertheim
Nach einem gemeinsamen Frühstück ohne den Wertheimer Teil der Familie (alle anderen waren im gleichen Hotel abgestiegen) wurden für die anderen die Leihräder abgeholt, einfache Tiefeinsteiger mit 7-Gang-Nabenschaltungen, aber auch 2 E-Bikes.

Zusammen ging es durch das liebliche Taubertal, bis zur Gamburg. Dort gab es Kaffee, kalte Getränke und Kuchen, anschließend eine bemerkenswert interessante Burgführung! (Absolut sehenswert)


Die "Obere Leberklinge" kreuzt den Dellengraben, ein Zufluss zur Tauber


Die Gamburg (ein kleiner Teil ...)





Ausblicke von der Gamburg über das Taubertal



Am Nachmittag ging es den gleichen Weg wieder zurück. Meine Tochter und ich haben dabei genossen, ohne Gepäck fahren zu können. Sie hatte allerdings nicht so richtig Lust auf den Ausflug. X( Trotzdem hatte sie phasenweise Spaß. Bergauf haben wir beide viel geschoben, bergab war sie immer ganz vorne mit dabei. :D Am Ende des Tages waren wir dann beide froh, die Räder endgültig abstellen zu können. Den Abschluss unserer Fahrradtour bildeten 6 Kugeln Eis (mit Sahne - und natürlich für jeden von uns beiden).StatistikTageskilometer: 35,32Tourkilometer: 209,73 Fahrzeit: 2:24:28Schnitt (gerollt) 14,67 Km/hBergauf: 440 mBergab: 440 m Somit sind wir beiden in 5 Tagen 210 Kilometer gefahren, überwiegend mit Gepäck. Dabei haben wir 1900 Höhenmeter überwunden.
Wir haben sehr viel Schönes erlebt und auch ein bisschen nicht so Schönes.

Ich möchte die Erfahrung auf keinen Fall missen. Es war ein sehr intensives, sehr positives Zusammensein mit meiner Tochter. Erinnerungen für das ganze Leben. Vielen Dank mein Kind, dass Du diese Reise mit mir unternommen hast. :love:

Ich kann jedem noch überlegenden Elternteil nur empfehlen, eine Radreise mit Kind zu unternehmen. Ich werde das definitiv wiederholen.

Für künftige Touren habe ich einiges gelernt:· lieber mehr Kilometer, als mehr Steigung· mehr Wasserflaschen· vorher gezielt Bademöglichkeiten raussuchen (ggf. danach die Strecke planen)
· 55 Km pro Tag gehen, ideal sind um die 40 (Kinder brauchen mehr Pausen)

· hin und wieder ein kindgerechtes Highlight steigert die Motivation

· ein vorab gebuchtes Quartier zu haben entspannt· prüfen, ob die Haarbürste wirklich eingepackt ist ^^ · mit dem Handy fotografieren ist unpraktisch
Vielen Dank fürs geduldige Mitlesen.



Über Kommentare, Anregungen und Kritik freue ich mich.
Dieselersparnis: 2013 bis Januar 2018 ca. 965L; Benzinersparnis 2018: 121L; 2019: 281L; 2020: 365L; 2021: 47L

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Radsonstnix« (29. September 2016, 13:53)


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Donnerstag, 29. September 2016, 14:32

Vielen Dank für Deinen anschaulichen Bericht, den ich von Anfang bis Ende verfolgt habe. Hat Spaß gemacht zu lesen!
Gruß, Astrid

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