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Radsonstnix

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Dienstag, 21. August 2018, 15:49

Die Eigentlich-Tour - ein Reisebericht mit Bildern

Einleitung

An dieser Stelle möchte ich Euch gerne wieder an einer erlebten Radtour, die ich mit meiner mittlerweile 10jährigen Tochter unternommen habe, teilhaben lassen. Über Anregungen, Kritik und Kommentare würde ich mich freuen. In welchem Tempo ich die Fortsetzungen hier reinbringe, kann ich noch nicht sagen. Anders als beim letzten Mal habe ich nicht bereits alles Vorgeschrieben. So bleibt es auch für mich spannend. 8)

Heute geht es mit der Vorbereitung los:

Die Eigentlich-Tour
Winter 2017/208:Mein Kind wünschte sich - ganz von selbst - mal wieder eine Radtour mit Übernachtung. Ein Wunsch, dem ich doch sehr gerne nachkomme. Flugs wird die Urlaubsplanung überprüft (bei solchen Dingen bin ich dann auch echt schnell) - und siehe da, in den Sommerferien 2018 findet sich eine geeignete 5-Tage-Lücke. Als weitere Wünsche werden noch geäußert, dass wir vorher nicht mit dem Zug fahren (zurück wäre das ganz o.k.), und dass wir aber auch auf jeeeeden Fall baden gehen.

Daraus mache ich mir diese Liste:


  • 5 Tage Zeit,
  • Badesee als Ziel (nach 4 Tagen erreichbar),
  • max. ca. 60 Tageskilometer,
  • Bahnhof und passende Bahnlinie für die Rückfahrt.

Nach etwas suche im Netz entscheide ich mich für den Senftenberger See in der Lausitz, mit einem noblen Hotel für 2 Nächte als belohnender Abschluss.Jetzt geht`s an die Detailplanung. Das macht mir Spaß - und mit kommot schaffe ich als Anti-Nerd das auch ganz einfach, habe ja inzwischen so was von Routine. Ich finde interessante Zwischenstopps, finde Orte mit geeigneten Pensionen, Seen unterwegs, die sich evtl. für eine Badepause eignen - Euphorie, Vorfreude und Ungeduld steigern sich täglich.Ich plane die Tour, speichere, ich buche die Übernachtungen, auch die für unterwegs, ich erstelle ein Handout, damit auch meine Tochter an der Vorfreude teilhaben kann, kurz: Alles ist prima!

Jetzt könnte es eigentlich losgehen. Aber dann klingelt das Telefon …
Dieselersparnis: 2013 bis Januar 2018 ca. 965L; Benzinersparnis 2018: 42L

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2

Mittwoch, 22. August 2018, 00:12

Ja und dann?!?!? Jetzt sag doch maaaaaaa! :stick:

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3

Mittwoch, 22. August 2018, 07:24

Teil 1

Meine Frau teilte mir mit dass eine Freundin unserer Tochter Geburtstag feiern möchte. GENAU während unserer Radtour. :dash: Unser Kind sei eine gaaanz wichtige Freundin, müsse unbedingt dabei sein. Will man das den Mädchen verwehren?

Lage checken:

Es betrifft unseren geplanten Ruhetag. Mist. Frust. :(

Aber dann, ein Hoffnungsschimmer: Der geplante Ort der Party ist das Irrlandia in Storkow.

Storkow, Storkow? :hmm: Das sagt mir doch was, da war doch auch so eine zum Baden geeignete Pfütze in der Nähe.

Tante Google weiß Bescheid: Der Scharmützelsee. Es folgt ein kurzer Familienrat, ein Telefonat mit den Eltern der Freundin (selbstverständlich holen wir S… in Bad Saarow ab).

Hurra, die Radtour ist gerettet!

Ziel wird nun entweder Storkow selbst (dann wäre es der „Große Storkower See“) oder Bad Saarow. Allerdings ist nun nicht mehr viel Zeit und es stellt sich heraus, dass es sehr schwierig ist, noch eine schöne + bezahlbare Unterkunft zu finden. Doch auch das Problem lässt sich mit Fleiß und Geduld lösen - es wird eine Pension in Bad Saarow ... eigentlich ... (dazu dann später mehr).

Jedenfalls wird die Pension für 2 Nächte gebucht, das Hotel am Senftenberger See storniert, und ich plane die Route neu.

Großbeeren - Bad Saarow, das sind nur gute 60 Kilometer. Also beschließe ich, einen Teil meiner ursprünglichen Route einzubeziehen und in einer Art „Hufeisenroute“ zum Zielort zu fahren. So kann ich zwei der bereits gebuchten Unterkünfte beibehalten, muss nur noch einer weiteren Pension absagen.





Die Planung steht, der Urlaub rückt näher. Das Rad meiner Tochter ist in einem reisefertigem Zustand, allerdings mein Trekkingrad nicht. Der Umwerfer zickt rum, ich kann nur sehr wenig Gänge fahren. Und Schaltung einstellen - da fehlen mir Erfahrung und Geduld.

Kein Problem, denke ich, radle ich zur Arbeit und rufe die Radambulanz. Das habe ich schon häufiger gemacht. Das klappt immer gut und ich verliere keine Zeit. Morgens mit dem defekten, aber fahrbaren Rad zur Arbeit, nachmittags mit einem perfektem Rad nach Hause.

Doch dann kommt mir ein sehr heftiger Arbeitseinsatz kurz vor dem Urlaub in die Quere, meine ganze Planung gerät plötzlich in Gefahr.
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4

Mittwoch, 22. August 2018, 14:26

Und eigentlich -??? ?( ?(

Mensch, du machst es aber auch spannend! :heul:
Wir wollen weiterlesn, wir wolln weiterlesn, wir wolln, wir wolln ... :vain:
Umwege erweitern die Ortskenntnis

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Donnerstag, 23. August 2018, 08:35

Teil 2

Arbeitstechnisch bin ich die ganze Woche vor dem Urlaub gezwungen, mit dem Auto zu fahren. Und eigentlich wollte ich mir Freitag noch frei nehmen (so in Ruhe alles packen und prüfen).

Daraus wird nichts, ganz im Gegenteil, ich komme erst spät Abends nach Hause.

Fahrrad nicht repariert, keine Tasche gepackt, was nun?

Naja, mein Fahrrad fährt ja, die kleinen Gänge bereiten weniger Probleme, also was solls? Und die Taschen für 5 Tage sind doch schnell gepackt. Mit viel Eifer und Vorfreude suchen meine Tochter und ich die Klamotten und sonstigen Notwendigkeiten heraus. Ganz wichtig: Badesachen! 8)

Das Wohnzimmer wird immer chaotischer, jetzt wollen wir packen. Ich habe zwei mindestens 20 Jahre alte Ortlieb-Taschen. Meine Tochter nutzt 2 Vaude-Taschen für Frontgepäckträger (allerdings hinten). Da lauert auch schon der nächste Schreck:

An einer der Vaude-Taschen ist der Klickmechanismus defekt. Dunkel kommt mir die Erinnerung, dass ich mich da noch hatte drum kümmern wollen.8| Wäre mir noch rechtzeitig aufgefallen, hätte ich nicht die letzten Tage immer so lange arbeiten müssen. Hätte, hätte … ihr wisst schon.

Sie will auf keinen Fall nur mit einer Tasche fahren. Kabelbinder? … Nicht sehr praktisch. Meine Frau hat doch auch Taschen. Allerdings große. Und das Design gefällt meiner Tochter nicht, sie würde so gerne ihre eigenen Taschen nehmen. Ich hole trotzdem die von meiner Frau. Mein Kind ist nicht glücklich.

Manchmal ist es so einfach - aber ich habe den Anstoß meiner Weltallerbesten gebraucht: Ihre Taschen sind auch von Vaude, allerdings ältere Modelle. Trotzdem lässt sich der Clip umbauen.Mein Kind ist wieder glücklich! Irgendwann nach Mitternacht falle ich endlich ins Bett. Todmüde. Eigentlich wollte ich früh schlafen gehen …

Egal, nun steht der Tour tatsächlich nichts mehr im Wege. Morgen früh kann es dann doch endlich losgehen, oder?

P.S.: Ab Teil 3 gibt es dann auch Bilder
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6

Freitag, 24. August 2018, 12:45

Teil 3 - es geht los

Hurra, es ist Samstag. Jetzt geht es los. Wir starten mit einem Familienfrühstück. Danach schmiert uns die Weltallerbeste :love: unsere Pausenbrote, während meine Tochter und ich unsere Räder wecken und beladen.

Alles klappt und kurz nach 10 Uhr rollen wir endlich los. Da ich sehr vorsichtig geplant habe, können wir gemütlich fahren. Ich staune allerdings dann doch über das Tempo zu Beginn. Die meiste Zeit zeigt der Tacho über 15 Km/h an. Wir fahren fast genau eine Stunde, bis wir die erste Pause machen - da haben wir schon knapp 14 Kilometer geschafft.

Es ist wahnsinnig heiß - aber das ist ja nichts Neues. Wir sind dieses Mal gut vorbereitet. Jeder hat eine 0,7 Liter Flasche Wasser am Rad, in den Taschen meiner Tochter befinden sich zwei weitere 0,7 Liter Flaschen. Die Gefahr in eine ähnliche Notlage zu kommen, wie vor 2 Jahren ist somit nahezu ausgeschlossen.

Trotzdem nutzen wir sich bietende Chancen für die Versorgung. Nach ca. 21 Kilometern kommen wir an einer Tankstelle in Trebbin vorbei. Auch, wenn die letzte Pause nicht lange her ist, halten wir an. Gerade sind wir ca. 4 Kilometer auf einer Landstraße gefahren, auf der sehr starker Verkehr herrschte. Dieser Straßenabschnitt ist Teil einer Umleitung für eine große Baustelle. Wir handhaben das so, dass meine Tochter vorne fährt, und ich leicht nach links versetzt dahinter. Erstaunlicher Weise beschwert sich kein einziger Kraftfahrzeugfahrer, obwohl wir nur passiert werden können, wenn kein Gegenverkehr kommt.

Jedenfalls ist die Tankstelle willkommen, das Eis und die saubere Toilette auch. Flaschen füllen: Weiter geht`s.

Jetzt fahren wir wieder eine Stunde, und irgendwann sind wir dann auch auf dem Fläming-Skate. Der fährt sich toll!

Nach knapp 36 Kilometern machen wir (erst) die dritte Pause. Dieses Mal begegnet uns in Ruhlsdorf der sehr gemütliche Biergarten „Zur Grünen Linde“.
Schöne kalte Apfelsaftschorle, Eis - der Urlaub fängt echt gut an.






Bis zur nächsten Pause fahren wir dann fast 20 Kilometer und erreichen nach ca. 54 Tageskilometern Kloster Zinna.







Hier wollten wir eigentlich einen Kulturstopp einlegen …
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7

Montag, 27. August 2018, 14:14

Teil 4 - Ende des ersten Tages

Pause in Kloster Zinna. Habe ich vorher ausführlich im Netz recherchiert. Normalerweise (also eigentlich ;)) interessiert sich mein Kind für so etwas. Aber heute … ist es zu heiß, wir sind schon zu viel geradelt - sie hat keine Lust, das Innere zu besichtigen.
Wir genießen kurz die Kühle im Foyer, ich stecke mir Flyer ein, und dann sitzen wir noch ein bisschen auf der Bank neben dem Eingang.


Schließlich gehen wir in dem Biergarten vom Hotel gegenüber Eis essen und etwas trinken (die Waldmeisterbrause klang leckerer, als sie es dann war). Der Wirt allerdings ist ein Original, sein Auftritt ist Geld wert, aber er will am Ende kein Trinkgeld.
Hier komme ich nochmal her, dann mit dem Auto - Kloster anschauen und den Biergarten besuchen.




Den Rest der Tagesetappe bleiben wir auf dem Fläming-Skate. Gegen 18:00 Uhr erreichen wir dann unser Ziel, das „Wirtshaus zum Grafen Bülow“ in Dennewitz. Hier hatten wir auf unserer Tour nach Dessau schon einmal übernachtet, wir bekommen „unser“ Zimmer. Klick (Post 17)

Draußen grollt und donnert es etwas - aber wir bekommen leider keinen Regen ab.

Das Abendessen ist sehr üppig und sehr lecker. Zum Nachtisch gibt es: Eis! (Zum vierten Mal heute.)

Da wir dieses Mal angemeldet sind, können wir morgen auch das Frühstück ausprobieren. Müde fallen wir in unsere Betten. Meine Befürchtungen, dass ich die Etappe vielleicht etwas zu lang geplant haben könnte, haben sich nicht bestätigt. Unser Schnitt liegt gute 3 Km/h über dem, womit ich kalkuliert habe. Mein Kind ist Topfit - :rad: wie sehr, dazu berichte ich mehr, wenn es dann bergauf geht …

Statistik Tag 1 (Großbeeren - Dennewitz):

Dauer (gerollte Zeit): 5:10:24
Strecke:
67,12 Km
Schnitt:
14,25 Km/h
Vmax:
39,44 Km/h
Höchsttemperatur:
37,8° C
hoch:
470 m
runter:
430 m
Höhendifferenz: 40 m hoch
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8

Mittwoch, 29. August 2018, 09:57

Strecke: 67,12 Km
Schnitt: 14,25 Km/h
Und das mit zehn Jahren - chapeau! Da haben viele Menschen "auf der Höhe ihrer körperlichen Fitness" ja schon zu knabbern ;)

Soweit das auf dem Bild zu sehen ist, hat sie aber auch ein richtig cooles, grünes Fahrrad :thumbup:

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9

Mittwoch, 29. August 2018, 11:33

Das Fahrrad wird man später noch besser sehen können. Ich habe es ihr wider besseren Wissens gekauft. Nichts tolles, aber sie wollte es unbedingt haben. Und da sie schneller aus ihren Rädern herauswächst, als andere aus ihren Hosen ...
Der Schnitt bezieht sich natürlich nur auf die gerollte Zeit. Finde ich aber trotzdem noch gut.
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10

Mittwoch, 12. September 2018, 20:37

Sach ma'... was is'n jetzt? :golly:

Wir sind neugierig! :popcorn:

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Donnerstag, 13. September 2018, 12:05

Ich habe gerade furchtbar viel zu tun. Wenn ich nach Hause komme, falle ich nur noch ins Bermudadreieck (Couch), von wo mich meine Frau ins Koma schickt (Bett).
Ich hoffe, nächste Woche geht`s weiter.
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12

Donnerstag, 13. September 2018, 20:41

Kein Ding, ab ins Bett!

Wollte nur mal signalisieren, dass dir das Publikum nicht abgesprungen ist ;)

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