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Radsonstnix

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1

Dienstag, 21. August 2018, 15:49

Die Eigentlich-Tour - ein Reisebericht mit Bildern

Einleitung

An dieser Stelle möchte ich Euch gerne wieder an einer erlebten Radtour, die ich mit meiner mittlerweile 10jährigen Tochter unternommen habe, teilhaben lassen. Über Anregungen, Kritik und Kommentare würde ich mich freuen. In welchem Tempo ich die Fortsetzungen hier reinbringe, kann ich noch nicht sagen. Anders als beim letzten Mal habe ich nicht bereits alles Vorgeschrieben. So bleibt es auch für mich spannend. 8)

Heute geht es mit der Vorbereitung los:

Die Eigentlich-Tour
Winter 2017/208:Mein Kind wünschte sich - ganz von selbst - mal wieder eine Radtour mit Übernachtung. Ein Wunsch, dem ich doch sehr gerne nachkomme. Flugs wird die Urlaubsplanung überprüft (bei solchen Dingen bin ich dann auch echt schnell) - und siehe da, in den Sommerferien 2018 findet sich eine geeignete 5-Tage-Lücke. Als weitere Wünsche werden noch geäußert, dass wir vorher nicht mit dem Zug fahren (zurück wäre das ganz o.k.), und dass wir aber auch auf jeeeeden Fall baden gehen.

Daraus mache ich mir diese Liste:


  • 5 Tage Zeit,
  • Badesee als Ziel (nach 4 Tagen erreichbar),
  • max. ca. 60 Tageskilometer,
  • Bahnhof und passende Bahnlinie für die Rückfahrt.

Nach etwas suche im Netz entscheide ich mich für den Senftenberger See in der Lausitz, mit einem noblen Hotel für 2 Nächte als belohnender Abschluss.Jetzt geht`s an die Detailplanung. Das macht mir Spaß - und mit kommot schaffe ich als Anti-Nerd das auch ganz einfach, habe ja inzwischen so was von Routine. Ich finde interessante Zwischenstopps, finde Orte mit geeigneten Pensionen, Seen unterwegs, die sich evtl. für eine Badepause eignen - Euphorie, Vorfreude und Ungeduld steigern sich täglich.Ich plane die Tour, speichere, ich buche die Übernachtungen, auch die für unterwegs, ich erstelle ein Handout, damit auch meine Tochter an der Vorfreude teilhaben kann, kurz: Alles ist prima!

Jetzt könnte es eigentlich losgehen. Aber dann klingelt das Telefon …
Dieselersparnis: 2013 bis Januar 2018 ca. 965L; Benzinersparnis 2018: 61L

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2

Mittwoch, 22. August 2018, 00:12

Ja und dann?!?!? Jetzt sag doch maaaaaaa! :stick:

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3

Mittwoch, 22. August 2018, 07:24

Teil 1

Meine Frau teilte mir mit dass eine Freundin unserer Tochter Geburtstag feiern möchte. GENAU während unserer Radtour. :dash: Unser Kind sei eine gaaanz wichtige Freundin, müsse unbedingt dabei sein. Will man das den Mädchen verwehren?

Lage checken:

Es betrifft unseren geplanten Ruhetag. Mist. Frust. :(

Aber dann, ein Hoffnungsschimmer: Der geplante Ort der Party ist das Irrlandia in Storkow.

Storkow, Storkow? :hmm: Das sagt mir doch was, da war doch auch so eine zum Baden geeignete Pfütze in der Nähe.

Tante Google weiß Bescheid: Der Scharmützelsee. Es folgt ein kurzer Familienrat, ein Telefonat mit den Eltern der Freundin (selbstverständlich holen wir S… in Bad Saarow ab).

Hurra, die Radtour ist gerettet!

Ziel wird nun entweder Storkow selbst (dann wäre es der „Große Storkower See“) oder Bad Saarow. Allerdings ist nun nicht mehr viel Zeit und es stellt sich heraus, dass es sehr schwierig ist, noch eine schöne + bezahlbare Unterkunft zu finden. Doch auch das Problem lässt sich mit Fleiß und Geduld lösen - es wird eine Pension in Bad Saarow ... eigentlich ... (dazu dann später mehr).

Jedenfalls wird die Pension für 2 Nächte gebucht, das Hotel am Senftenberger See storniert, und ich plane die Route neu.

Großbeeren - Bad Saarow, das sind nur gute 60 Kilometer. Also beschließe ich, einen Teil meiner ursprünglichen Route einzubeziehen und in einer Art „Hufeisenroute“ zum Zielort zu fahren. So kann ich zwei der bereits gebuchten Unterkünfte beibehalten, muss nur noch einer weiteren Pension absagen.





Die Planung steht, der Urlaub rückt näher. Das Rad meiner Tochter ist in einem reisefertigem Zustand, allerdings mein Trekkingrad nicht. Der Umwerfer zickt rum, ich kann nur sehr wenig Gänge fahren. Und Schaltung einstellen - da fehlen mir Erfahrung und Geduld.

Kein Problem, denke ich, radle ich zur Arbeit und rufe die Radambulanz. Das habe ich schon häufiger gemacht. Das klappt immer gut und ich verliere keine Zeit. Morgens mit dem defekten, aber fahrbaren Rad zur Arbeit, nachmittags mit einem perfektem Rad nach Hause.

Doch dann kommt mir ein sehr heftiger Arbeitseinsatz kurz vor dem Urlaub in die Quere, meine ganze Planung gerät plötzlich in Gefahr.
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Mittwoch, 22. August 2018, 14:26

Und eigentlich -??? ?( ?(

Mensch, du machst es aber auch spannend! :heul:
Wir wollen weiterlesn, wir wolln weiterlesn, wir wolln, wir wolln ... :vain:
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Donnerstag, 23. August 2018, 08:35

Teil 2

Arbeitstechnisch bin ich die ganze Woche vor dem Urlaub gezwungen, mit dem Auto zu fahren. Und eigentlich wollte ich mir Freitag noch frei nehmen (so in Ruhe alles packen und prüfen).

Daraus wird nichts, ganz im Gegenteil, ich komme erst spät Abends nach Hause.

Fahrrad nicht repariert, keine Tasche gepackt, was nun?

Naja, mein Fahrrad fährt ja, die kleinen Gänge bereiten weniger Probleme, also was solls? Und die Taschen für 5 Tage sind doch schnell gepackt. Mit viel Eifer und Vorfreude suchen meine Tochter und ich die Klamotten und sonstigen Notwendigkeiten heraus. Ganz wichtig: Badesachen! 8)

Das Wohnzimmer wird immer chaotischer, jetzt wollen wir packen. Ich habe zwei mindestens 20 Jahre alte Ortlieb-Taschen. Meine Tochter nutzt 2 Vaude-Taschen für Frontgepäckträger (allerdings hinten). Da lauert auch schon der nächste Schreck:

An einer der Vaude-Taschen ist der Klickmechanismus defekt. Dunkel kommt mir die Erinnerung, dass ich mich da noch hatte drum kümmern wollen.8| Wäre mir noch rechtzeitig aufgefallen, hätte ich nicht die letzten Tage immer so lange arbeiten müssen. Hätte, hätte … ihr wisst schon.

Sie will auf keinen Fall nur mit einer Tasche fahren. Kabelbinder? … Nicht sehr praktisch. Meine Frau hat doch auch Taschen. Allerdings große. Und das Design gefällt meiner Tochter nicht, sie würde so gerne ihre eigenen Taschen nehmen. Ich hole trotzdem die von meiner Frau. Mein Kind ist nicht glücklich.

Manchmal ist es so einfach - aber ich habe den Anstoß meiner Weltallerbesten gebraucht: Ihre Taschen sind auch von Vaude, allerdings ältere Modelle. Trotzdem lässt sich der Clip umbauen.Mein Kind ist wieder glücklich! Irgendwann nach Mitternacht falle ich endlich ins Bett. Todmüde. Eigentlich wollte ich früh schlafen gehen …

Egal, nun steht der Tour tatsächlich nichts mehr im Wege. Morgen früh kann es dann doch endlich losgehen, oder?

P.S.: Ab Teil 3 gibt es dann auch Bilder
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Freitag, 24. August 2018, 12:45

Teil 3 - es geht los

Hurra, es ist Samstag. Jetzt geht es los. Wir starten mit einem Familienfrühstück. Danach schmiert uns die Weltallerbeste :love: unsere Pausenbrote, während meine Tochter und ich unsere Räder wecken und beladen.

Alles klappt und kurz nach 10 Uhr rollen wir endlich los. Da ich sehr vorsichtig geplant habe, können wir gemütlich fahren. Ich staune allerdings dann doch über das Tempo zu Beginn. Die meiste Zeit zeigt der Tacho über 15 Km/h an. Wir fahren fast genau eine Stunde, bis wir die erste Pause machen - da haben wir schon knapp 14 Kilometer geschafft.

Es ist wahnsinnig heiß - aber das ist ja nichts Neues. Wir sind dieses Mal gut vorbereitet. Jeder hat eine 0,7 Liter Flasche Wasser am Rad, in den Taschen meiner Tochter befinden sich zwei weitere 0,7 Liter Flaschen. Die Gefahr in eine ähnliche Notlage zu kommen, wie vor 2 Jahren ist somit nahezu ausgeschlossen.

Trotzdem nutzen wir sich bietende Chancen für die Versorgung. Nach ca. 21 Kilometern kommen wir an einer Tankstelle in Trebbin vorbei. Auch, wenn die letzte Pause nicht lange her ist, halten wir an. Gerade sind wir ca. 4 Kilometer auf einer Landstraße gefahren, auf der sehr starker Verkehr herrschte. Dieser Straßenabschnitt ist Teil einer Umleitung für eine große Baustelle. Wir handhaben das so, dass meine Tochter vorne fährt, und ich leicht nach links versetzt dahinter. Erstaunlicher Weise beschwert sich kein einziger Kraftfahrzeugfahrer, obwohl wir nur passiert werden können, wenn kein Gegenverkehr kommt.

Jedenfalls ist die Tankstelle willkommen, das Eis und die saubere Toilette auch. Flaschen füllen: Weiter geht`s.

Jetzt fahren wir wieder eine Stunde, und irgendwann sind wir dann auch auf dem Fläming-Skate. Der fährt sich toll!

Nach knapp 36 Kilometern machen wir (erst) die dritte Pause. Dieses Mal begegnet uns in Ruhlsdorf der sehr gemütliche Biergarten „Zur Grünen Linde“.
Schöne kalte Apfelsaftschorle, Eis - der Urlaub fängt echt gut an.






Bis zur nächsten Pause fahren wir dann fast 20 Kilometer und erreichen nach ca. 54 Tageskilometern Kloster Zinna.







Hier wollten wir eigentlich einen Kulturstopp einlegen …
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Montag, 27. August 2018, 14:14

Teil 4 - Ende des ersten Tages

Pause in Kloster Zinna. Habe ich vorher ausführlich im Netz recherchiert. Normalerweise (also eigentlich ;)) interessiert sich mein Kind für so etwas. Aber heute … ist es zu heiß, wir sind schon zu viel geradelt - sie hat keine Lust, das Innere zu besichtigen.
Wir genießen kurz die Kühle im Foyer, ich stecke mir Flyer ein, und dann sitzen wir noch ein bisschen auf der Bank neben dem Eingang.


Schließlich gehen wir in dem Biergarten vom Hotel gegenüber Eis essen und etwas trinken (die Waldmeisterbrause klang leckerer, als sie es dann war). Der Wirt allerdings ist ein Original, sein Auftritt ist Geld wert, aber er will am Ende kein Trinkgeld.
Hier komme ich nochmal her, dann mit dem Auto - Kloster anschauen und den Biergarten besuchen.




Den Rest der Tagesetappe bleiben wir auf dem Fläming-Skate. Gegen 18:00 Uhr erreichen wir dann unser Ziel, das „Wirtshaus zum Grafen Bülow“ in Dennewitz. Hier hatten wir auf unserer Tour nach Dessau schon einmal übernachtet, wir bekommen „unser“ Zimmer. Klick (Post 17)

Draußen grollt und donnert es etwas - aber wir bekommen leider keinen Regen ab.

Das Abendessen ist sehr üppig und sehr lecker. Zum Nachtisch gibt es: Eis! (Zum vierten Mal heute.)

Da wir dieses Mal angemeldet sind, können wir morgen auch das Frühstück ausprobieren. Müde fallen wir in unsere Betten. Meine Befürchtungen, dass ich die Etappe vielleicht etwas zu lang geplant haben könnte, haben sich nicht bestätigt. Unser Schnitt liegt gute 3 Km/h über dem, womit ich kalkuliert habe. Mein Kind ist Topfit - :rad: wie sehr, dazu berichte ich mehr, wenn es dann bergauf geht …

Statistik Tag 1 (Großbeeren - Dennewitz):

Dauer (gerollte Zeit): 5:10:24
Strecke:
67,12 Km
Schnitt:
14,25 Km/h
Vmax:
39,44 Km/h
Höchsttemperatur:
37,8° C
hoch:
470 m
runter:
430 m
Höhendifferenz: 40 m hoch
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8

Mittwoch, 29. August 2018, 09:57

Strecke: 67,12 Km
Schnitt: 14,25 Km/h
Und das mit zehn Jahren - chapeau! Da haben viele Menschen "auf der Höhe ihrer körperlichen Fitness" ja schon zu knabbern ;)

Soweit das auf dem Bild zu sehen ist, hat sie aber auch ein richtig cooles, grünes Fahrrad :thumbup:

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9

Mittwoch, 29. August 2018, 11:33

Das Fahrrad wird man später noch besser sehen können. Ich habe es ihr wider besseren Wissens gekauft. Nichts tolles, aber sie wollte es unbedingt haben. Und da sie schneller aus ihren Rädern herauswächst, als andere aus ihren Hosen ...
Der Schnitt bezieht sich natürlich nur auf die gerollte Zeit. Finde ich aber trotzdem noch gut.
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10

Mittwoch, 12. September 2018, 20:37

Sach ma'... was is'n jetzt? :golly:

Wir sind neugierig! :popcorn:

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11

Donnerstag, 13. September 2018, 12:05

Ich habe gerade furchtbar viel zu tun. Wenn ich nach Hause komme, falle ich nur noch ins Bermudadreieck (Couch), von wo mich meine Frau ins Koma schickt (Bett).
Ich hoffe, nächste Woche geht`s weiter.
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12

Donnerstag, 13. September 2018, 20:41

Kein Ding, ab ins Bett!

Wollte nur mal signalisieren, dass dir das Publikum nicht abgesprungen ist ;)

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Montag, 1. Oktober 2018, 14:30

Teil 5 - Start in den zweiten Tag

Ausgeschlafen und in guter Stimmung stellen wir fest, dass das Frühstück genauso gut und empfehlenswert ist, wie das Restaurant abends. Ich liebe diese kleinen Pensionen auf dem Land. Die Wirtsleute sind sehr nett - sie konnten sich auch noch an uns erinnern.

Nach dem Frühstück werden die Räder gesattelt und wir brechen auf.



Am zweiten Tag werden wir nur noch etwas nach Süden fahren, danach wird es immer Richtung Osten gehen, die Tagesetappe ist mit ca. 38 Km kurz geplant. Das Ziel: Ilmersdorf.

Zunächst habe ich ein wenig Orientierungsschwierigkeiten, ich warte auf den GPS-Empfang des Handys. Der Wirt sieht die Kreise, die ich drehe und kommt kurz raus. Er weist uns den Weg - und kurze Zeit später begrüße ich dann auch endlich komoot zum zweiten Tag der Tour.

Gleich hinter Dennewitz - der Po ist noch nicht einmal warm gesessen, machen wir einen ersten Stopp. Wir müssen uns einfach diese schöne Mühle ansehen.





Hier wird allerdings nichts mehr gemahlen. Hier wird vermählt (siehe Hochzeitsmühle Dennewitz).

Danach lassen wir es rollen. Wir sind noch ein ganzes Stück auf dem Fläming-Skate unterwegs. Meistens rollt meine Tochter munter vorne weg, das gerollte Tempo ist ganz angenehm. Wenn nur diese Hitze nicht wäre - aber irgendwas ist ja immer.


Zwischendurch ein wenig Schatten, das hilft schon.

Mein Blick ins "Cockpit":


In Oehna müssen wir eine Bahnlinie kreuzen, ist ja klar, genau jetzt gehen die Schranken runter.



Eigentlich ein guter Anlass für eine kurze Pause, wir steigen ab.

Doch da fährt uns der Schreck gewaltig in die Glieder …
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Dienstag, 2. Oktober 2018, 12:05

Teil 6 - der zweite Tag geht zu Ende

In Oehna gibt es Gespenster, und sie lauern Dir am Bahnübergang auf! Wir beide finden die Vorgarten-Deko jedenfalls sehr gelungen.



Nach dem erzwungenen Stopp geht es munter weiter. Mein Kind beklagt sich über den Rücken. Ich schaue mir das ganze mal von der Seite an:



O.k., denke ich, das sieht nicht passend aus. Ich nehme mir vor, den Vorbau zu tauschen, sobald wir wieder zu Hause sind. (Das habe ich zwischenzeitlich auch tatsächlich umgesetzt, an meinem Trekking-Rad gleich mit. Jetzt sitzen wir beide deutlich besser.)

Eigentlich wollen wir beide nicht so schnell wieder eine Pause machen, aber nach guten 10 Kilometern kommen wir an einem verlockendem Schild vorbei.

Oehna hat auch ein Freibad! Es ist heiß, sehr heiß. Und so feiern wir die Feste, wie sie fallen. Es wird gebadet und ordentlich Eis gegessen.

Anschließend fahren wir erfrischt und sehr gut gelaunt weiter. Die Handtücher und die Badeklamotten trocknen auf dem Gepäckträger des väterlichen Rades.

Am späten Mittag wollen wir dann - hungrig und durstig wie wir sind -eine Gaststätte aufsuchen, um eine fette Rechnung zu machen.
Eine entsprechende Ankündigung bei der Ortseinfahrt in Wiepersdorf lässt uns hoffen - aber der Laden hat tagsüber zu:




Hier wollten wir eigentlich eine Pause machen.

Wir nutzen die Bänke unter den Bäumen im Biergarten trotzdem für eine kurze Rast und versorgen uns eben - preisgünstig, aber nicht so lecker wie gehofft - mit unserem Wasser und Riegeln.

Nach der Rast fahren wir ein Stückchen durchs Auenland. Ich jedenfalls muss bei dieser Tür an eine Hobbit-Höhle denken:



Relativ früh am Tag erreichen wir Ilmersdorf. Eigentlich wollen wir jetzt einchecken, Duschen und es uns gut gehen lassen. Doch daraus wird nichts ...
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Montag, 15. Oktober 2018, 10:19

Teil 7: Ankunft in Ilmersdorf

Die Pension ist nicht geöffnet! Es gibt zwar ein Schild mit einer Handynummer. Da es aber nicht mehr so lange hin ist, bis eh geöffnet wird, kann ich meine Tochter überreden, noch ein wenig durch den Ort zu radeln.

Dabei entdecken wir dieses technische Denkmal:





Schließlich lesen wir noch ein bisschen im Schatten unserer Pension, bis uns geöffnet wird.



Auch hier sind die Betreiber ein nettes älteres Ehepaar. Wir fühlen uns pudelwohl und genießen Speise und Trank im Biergarten.



Das Buch, welches ich gerade lese (das gelbe im Vordergrund), kann ich übrigens unbedingt weiter empfehlen, sehr spaßig und unterhaltsam: „Gebrauchsanweisung fürs Fahrradfahren“ von Sebastian Herrmann.

Leider kann ich hier nicht mit Karte bezahlen, meine Barmittel werden für die Rechnung am nächsten Tag nicht reichen.

Eigentlich wollten wir heute ja nicht noch einmal radeln … aber so fahren wir noch einmal schnell zum ca. 5 Km entfernten Geldautomaten. Hätte ich ja auch mal früher am Tag dran denken können …

Am Ende des Tages fallen wir müde in unsere Betten. Es war ein sehr schöner Tag.

Statistik Tag 2:

Dauer: 3:08:11
Strecke:
45,59 Km
Schnitt:
14,54 Km/h
Vmax:
40,83 Km/h
Höchsttemperatur:
37,3° C
hoch:
210 m
runter:
190 m
Höhendifferenz: 20 m hoch
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Mittwoch, 17. Oktober 2018, 09:38

Teil 8: der Dritte Tag

Hurra, ausgeschlafen und ausgeruht geht es zum Frühstück. Auch Familie Dümichen tafelt ordentlich und lecker auf, es bleiben keine Wünsche offen.
Nachdem wir uns ehrlich gemacht haben, schwingen wir unsere Ä … sthetischen Körper auf unsere Räder. Heute steht die zweitlängste Tagesetappe auf dem Tapet, wir wollen bis Märkisch Buchholz. Die Planung meint, es würden knappe 58 Kilometer werden. 5 Stunden auf den Rädern habe ich dafür veranschlagt, aber die Erfahrungen der letzten beiden Tage lässt mich auf eine kürzere Fahrzeit hoffen. Schauen wir mal …



Kurze Pause - um nicht in die Staubwolke fahren zu müssen, die ein LKW hinterließ.

Während der Weiterfahrt bemerke ich, dass wir auf dem „Dahme Wassermühlen Rad und Wanderweg“ unterwegs sind. Das klingt spannend. Es dauert auch nicht lange, und wir treffen auf die erste Mühle. Dort machen wir dann auch unsere erste richtige Pause. Es handelt sich um die Kanow Mühle Sagritz. Ich liebe Leinöl, daher kenne ich die Ölmühle bereits, von einem Marktstand eines kleinen Berliner Marktes (Ferdinandmarkt in Lichterfelde Ost für Interessierte). Was für ein Zufall.
Heute kaufen wir aber nur zwei (gekühlte!) Flaschen Apfelsaftschorle und genießen etwas Schatten.
Wir schwatzen ganz nett mit der Inhaberin, während dessen können wir durch eine Scheibe dem Produktionsbetrieb zuschauen. Da ist tatsächlich jede Menge Handarbeit bei, beim Ölpressen. Auch hierher möchte ich noch einmal hin, auch dann mit dem Auto (zwecks Einkauf verschiedenster Speiseöle - die haben da ganz tolle Sorten).
Die Dame fragt uns nach unserem weiteren Weg und empfiehlt uns in Golßen einen Besuch in der Badeanstalt. Lustig, das hat eine induktive Wirkung auf meine Tochter - jedenfalls steigt ihr Energielevel auf einmal massiv an. Derartig erfrischt und motiviert fahren wir weiter. Heute ist es noch heißer - hätte nicht gedacht, dass das überhaupt geht.
So wird Schatten für kurze Pausen genutzt.



Eine etwas längere (Foto)Pause machen wir an der Damm-Mühle:







Als wir schließlich Golßen erreichen, suchen wir zuerst den Marktplatz auf. Wir essen Eis. Mein Thermometer im Tacho zeigt 44° Celsius an. Bis ich zum Foto bereit bin, ist es schon auf 43,2°C „abgekühlt“ - da war ich wohl mit dem Eis in der Hand zu nah am Tacho …




Anschließend suchen wir die Badeanstalt. Weil die Schilder verwirrend sind, fragen wir. Denn eigentlich wollten wir ja noch schwimmen gehen, aber …
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Radsonstnix« (17. Oktober 2018, 09:45)


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Mittwoch, 17. Oktober 2018, 16:15

Eigentlich machst du es immer sehr spannend! :thumbsup:
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Donnerstag, 18. Oktober 2018, 08:21

… Das Bad macht erst am Nachmittag auf. ;( Es ist ja auch echt zu viel verlangt, dass in den Sommerferien in einem überdurchschnittlich heißem Sommer ein Schwimmbad/Strandbad schon am Vormittag öffnet … :golly:
Dann merke ich, wie verwöhnt man als Großstädter ist. Ich denke, würde es sich finanziell lohnen, das Bad früher aufzumachen, würde es das wohl auch. Mir tun allerdings dabei die einheimischen Kinder leid. Wobei die bestimmt andere Stellen am See kennen, wo sie baden können.


Die frei zugänglichen Ufer an dem See (eigentlich sind es zwei Teiche) hier, soweit wir sie passieren, sind jedenfalls alle eng bewachsen und wenig einladend. Und zum Suchen haben wir keine Lust - sagte ich schon, dass es unmenschlich heiß war?
Wohl oder übel fahren wir eben weiter - ohne gebadet zu haben. Da tröstet es auch überhaupt nicht, dass wir nun ständig an Schildern vorbeifahren, die uns Auskunft darüber geben, dass wir ganz in der Nähe vom Tropical Islands sind. Das kennen wir natürlich bereits von mehreren Besuchen.

Ganz in dessen Nähe machen wir Rast beim Thüringer, es gibt kalte Getränke und … - Eis!
Nach der Pause geht es überwiegend über asphaltierte Radwege durch Wald. Das ist angenehm, denn im Wald ist es ca. 5°C kühler, als in der prallen Sonne.



Bei diesem alten Gemäuer muss ich an die Radtour denken, die ich mit Kirsche und Kai vor einigen Jahren gemacht habe ...



Die Körperhaltung ist eindeutig: Erschöpft. Gerade holt sie die nächste Wasserflasche aus der Tasche -man sieht noch die Reste der "Dusche" auf dem Boden.

Langsam aber sicher nehmen die Steigungen zu, ich muss häufiger Schalten. Nun macht sich meine defekte Schaltung doch unangenehm bemerkbar, mein Sorgenlevel steigt leicht an. Zudem mache ich eine Beobachtung, die mir arg zu denken gibt… :fie:
Dieselersparnis: 2013 bis Januar 2018 ca. 965L; Benzinersparnis 2018: 61L

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