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Donnerstag, 8. November 2018, 17:59

Ich bekomme Buchungsbestätigungen idR per Mail. Und die habe ich dann auf dem Handy mit dabei. Brauchte ich zwar noch nicht, aber ist ein etwas ruhigeres Gefühl.
Und ob sie die Differenz zum Hotel bezahlt hätte? Ich habe bei solchen Angelegenheiten grundsätzlich keine Lust auf Streit, Stress und Ärger.


Ich denke schon, dass die Dame es getan hätte. Du hattest ja einen gültigen Vertrag mit ihr, den sie nicht erfüllen konnte. Das kriegt man idR ohne Stress und Ärger durchgesetzt.
Vor einigen Jahren im Spreewald hatten wir (2 Radler + Hund) mal was für 3 Nächte gebucht. (Es gibt dort relativ wenige, preiswerte Unterkünfte, wo man mit Haustier unterkommen kann.)
2 Tage vor der Ankunft dort klingelte plötzlich mein Handy, der Unterkunftswirt ist dran, entschuldigt sich - aber er hat (überraschend, unverhersehbar -??) eine größere Truppe drin, so dass unser Zimmer plötzlich belegt war 8|.
Ich habe ihn ganz freundlich gebeten, uns doch dann eine Ausweichunterkunft zu besorgen - was er auch gemacht hat. Er hat auch ganz von allein die Differenz zu seinem Zimmer getragen - unsere Ersatzunterkunft wurde nämlich auch einiges teurer als die zuerst gebuchte.
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Radsonstnix

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Freitag, 9. November 2018, 09:49

Teil 16 - der 5. Tag

Der Tag beginnt auf der bombastisch schönen Hotelterrasse und einem Frühstücksbuffet, wie es die großen teuren Hotels überall anbieten. Zum Glück ist das Frühstück deutlich besser als das Abendessen.

Eigentlich war dieser Tag als gemeinsamer Ruhetag am Badesee geplant. Schön in der Sonne chillen, Eis essen, Baden, chillen, Eis essen, Baden, … usw.

Klar habe ich Verständnis, dass meine Tochter lieber zur Geburtstagsparty ihrer Freundin möchte. Zumal sie noch nie im Irrlandia war. Dafür hatte ich das Ziel der Tour ja dann auch in diese Region verlegt.



Nach dem Frühstück wird meine Tochter auch schon abgeholt - und plötzlich bin ich allein - mit viel Zeit.

Na ja, chillen, Baden, Lesen kann ich auch alleine. Eis essen sowieso. So verbringe ich den Tag bis zum frühen Nachmittag. Dann wird es mir zu langweilig, und ich beschließe, mich ein wenig in dem Ort umzusehen. Dazu schwinge ich mich aufs Rad und rolle gemütlich los. Mein Buch habe ich dabei.



Nachdem ich ein Weilchen ziellos (s.o.) durch Bad Saarow gegurkt bin (der Ort gibt gar nicht so viel tolles her, wie ich gedacht hatte), hier und da viel gelesen habe, die eine oder andere bewirtete Terrasse ausprobiert habe (lecker: Neuzeller Himmelspforte und Sanfter Engel), habe ich eine Idee.
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Montag, 12. November 2018, 10:10

Eigentlich eine gute Gelegenheit, meine Schaltung reparieren zu lassen. Tante google hilft, und ich suche (den einzigen) Fahrradladen im Ort auf. Die Tür ist zu, obwohl die Öffnungszeit offen anzeigt … eine Handynummer steht dran (das muss irgendwie Mode sein). Ich rufe an, werde aber nicht erhört. Eine bequeme Bank ist da, ich beschließe, zu warten. Ein freundlicher Nachbar, der mich lesend antrifft, klärt mich auf: Der Inhaber meinte, da heute sowieso nichts los sei, könne er den Laden auch dicht machen - grrrrrr … hätte ich mal früher am Tag diese Idee gehabt, aber hätte hätte …, apropos Fahrradkette:



Jedenfalls bleibt die Schaltung unrepariert. Sie muss einfach bis nach Hause halten!

Immerhin gelingt es mir, ein (preiswertes) Restaurant für das Abendessen zu erkunden. Als meine Tochter dann Abends wieder im Hotel ist, fahren wir noch Mal gemeinsam in den Ort und essen lecker und günstig.

Statistik Tag 5 (nur meine):

Dauer: 1:49:29
Strecke:
24,32 Km
Schnitt:
13,33 Km/h
Vmax:
29,00 Km/h
Höchsttemperatur:
nicht abgelesen
hoch:
100 m
runter:
100 m
Höhendifferenz: 0 m


Für meine Tochter stehen gute 7 Kilometer auf der Uhr. Und morgen geht es dann nach Hause.
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Donnerstag, 22. November 2018, 10:17

Die letzte Etappe - der Schluss des Berichtes

Tag 6 (Heimreise):


Gestern beim Abendessen haben wir die verschiedenen Möglichkeiten erörtert, wie wir nach Hause kommen könnten:


• Wenig Radeln, aber viel umsteigen, oder
• wenig Umsteigen, nicht so viel radeln, dafür aber ein gutes Stück durch Berlin fahren müssen, oder
• wenig umsteigen und sehr viel radeln, oder
• nur radeln.


Ich lasse meinem Kind die Wahl, und sie entscheidet sich dafür, auf die Bahn zu verzichten. Habe ich schon geschrieben, dass ich ein tolles Mädchen habe? :love:


Es werden gute 60 Kilometer bis nach Hause werden - aber mit dieser Distanz haben wir ja ganz gute Erfahrungen gemacht. 60 Km, und das, obwohl uns unser Heimweg über Philadelphia führt:



Nach kurzer Zeit passieren wir den Wolziger See mit einer einladenden Badestelle. Aber heute will mein Kind nicht ins Wasser, obwohl es wieder sehr heiß ist. Mir soll es recht sein, so kommen wir früher nach Hause.



Es folgt eine Fahrt durch einen dichten Nadelwald, angenehm kühl.



Plötzlich sehen wir eine wirklich merkwürdige Kiefer. Der Baum, die „Wurzelkiefer Wolzig“ ist so besonders, dass er sogar ein eigenes Schild hat.








Nach kurzem Fotostopp geht es weiter.
Nach 20 Kilometern haben wir Durst und Lust auf ein Eis. Da kommt uns die kleine Tankstelle mit klimatisiertem Innenraum gegenüber dem Segelflugplatz Friedersdorf ganz gelegen.
Wir füllen unsere Flaschen, trinken Apfelsaftschorle und essen Eis. Dabei sehen wir zu, wie Segelflugzeuge mit einem Seil angezogen werden und abheben. Leider ließ sich das fotografisch mit dem Handy nicht so einfangen, dass man etwas erkennen könnte.




Weitere 12 Kilometer machen wir in einem kleinen italienischem Restaurant in Königs Wusterhausen Pause. Eigentlich wollten wir Apfelsaftschorle trinken, aber da haben wohl unsere Sprachkenntnisse nicht ausgereicht, wir bekommen große Gläser Apfelsaft. Na gut, wird eben noch ne Flasche Sprudel (jaaaa, mit Gas) nachbestellt.
Außerdem noch ein fettes Eis für das Kind, einen leckeren Eiskaffee für den Papa.



Anschließend gibt es nicht mehr viel zu berichten. Als wir noch in Rangsdorf gewohnt haben, war Königs Wusterhausen unser östlichstes „Erkundungsgebiet“ per Rad. Ab jetzt fahren wir also nur noch durch uns bekannte Gefilde. Kurz bevor wir wieder ein ganzes Stück direkt auf einer Landstraße fahren müssen, machen wir unsere letzte Pause.




Und schließlich erreichen wir gegen 16:00 Uhr erschöpft, aber sehr sehr glücklich unser zu Hause.






Was nehme ich aus dieser Reise mit?
1. Mir war nicht bewusst, wie unglaublich schön und vor allem vielfältig Brandenburg ist. Und dabei haben wir ja nur einen kleinen Bereich durchfahren, trotzdem hatten wir jeden Tag mindestens einen sehr deutlich wahrnehmbaren Landschaftswechsel. Wer sich an Natur und Landschaft erfreut, dem wird es in Brandenburg definitiv nicht langweilig, das kann ich versprechen.

2. In absehbarer Zeit, also solange mein Kind noch Kind ist, sind Tagesetappen zwischen 35 und 60 Kilometern optimal.

3. Möchte man nicht zelten (und aus verschiedenen Gründen wollen wir das nicht), ist so eine Radreise kein billiger Urlaub. Unterkunft und Verpflegung schlagen ganz schön ins Kontor.

4. Fotografieren mit dem Handy ist Kaceine so gute Lösung. Hier muss Abhilfe her.

5. Eine Radreise mit dem Kind ist so wunderschöne Qualitätszeit. Ich kann das allen Eltern, aber auch Onkeln Tanten Omas Opas etc. nur wärmstens empfehlen. Man erlebt so viele kleine spannende Abenteuer, man ist sich so nah - ich liebe es.

6. Künftig kann ich mit 13 Km/h Schnitt rechnen, wenn ich plane. Ob das allerdings auch für bergigere Strecken gelten wird, wird der nächste Sommer zeigen, sie 7.


7. Nach der Tour ist vor der Tour. Dazu gibt es demnächst hier mehr zu lesen (wenn Ihr mögt).

Statistik Tag 6:

Dauer: 4:21:04
Strecke: 63,08 Km
Schnitt: 14,50 Km/h
Vmax: 30,72 Km/h
Höchsttemperatur: 37,1° C
hoch: 320 m
runter: 300 m
Höhendifferenz: 20 m hoch


Statistik Tag gesamt:
Dauer: 20:53:28
Strecke: 291,34 Km
Schnitt: 13,95 Km/h
hoch: 1610 m
runter: 1580 m
Höhendifferenz: 30 m hoch


Lustig, nach der Heimfahrt liegt mein Haus 30 Meter höher, als vorher ... nun ja, die komoot Höhenangaben sind wohl nur Näherungswerte ... :thumbsup:
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Donnerstag, 22. November 2018, 16:09

Vielen Dank für Deinen tollen, spannenden und kurzweiligen Reisebericht und die Fotos. Ich wünsche Dir und Deiner Tochter noch viele schöne Touren und Urlaube. Für Deine Tochter sind das bestimmt auch besondere Erlebnisse.

Meine Mutter hat mit meiner Schwester und mir auch solche Radtouren unternommen. Das hat bei mir eine lebenslange Begeisterung fürs Rad fahren ausgelöst.
lg Jennifer

Mein neuer Blog: sonnewolken.wordpress.com

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Freitag, 23. November 2018, 22:35

Schöner Bericht! Danke.
Hat Dir schon mal jemand gesagt, dass du gut Geschichten erzählen kannst? :thumbsup:
Lustig, nach der Heimfahrt liegt mein Haus 30 Meter höher, als vorher ... nun ja, die komoot Höhenangaben sind wohl nur Näherungswerte ... :thumbsup:
Na, wer weiß, wer da was unter den Teppich (bzw. gleich ganz unter das Fundament) gekehrt hat. 8) Schau doch mal, ob du ein paar neue Leichen im Keller hast :P
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