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Michihh

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Montag, 26. August 2013, 09:08

Anders Reisen oder unser Trip nach Prag

Wie in einem anderen Faden schon angekündigt wurde unser Trip durch die NL ja ganz spontan zu einen Trip in die entgegengesetzte Richtung, außer dem ersten Campingplatz hatten wir uns keine weiteren Gedanken gemacht, es wurde alles spontan vor Ort entschieden.

Tag 1:
Wir sind zu zweit mit einem Rennrad und einem Trekkingrad früh um 08:30 gestartet mit dem Zug ab Hamburg nach Dresden. Erwartungsgemäß war dieser Zug auch randvoll im Fahrradabteil musste an jedem Bahnhof mit noch mehr zusteigenden Personen und Rädern alles ständig umgebaut werden, das hat sicher jeder schon einmal erlebt im Zug zwischen dem Radabteil und der 2. Klasse auf dem Fußboden sitzen, superbequem war es nicht aber naja was will man machen ist halt so. Zum Glück hielt dieser Zustand nur bis Schwerin an.



"Anders Reisen" sollte also irgendwie das Motto dieser Reise werden. 3 mal die Regionalbahnen bis nach Dresden gewechselt (Schwerin, Cottbus, Ruhland) und natürlich, wie kann es auch anders sein, die Räder mit je ca 15kg Gepäck in unseren Fahrradtaschen an jedem Bahnhof treppauf treppab schleppen, in Dresden noch einen kurzen Einkauf dann noch in die S-Bahn nach Pirna umgestiegen von wo aus die Fahrrad(tor)tour dann begann, ich hatte die etwas hirnverbrannte Idee die Strecke nach Prag könnte man ja durch die sächsische Schweiz abkürzen, Wir tauschten also 30 km Strecke gegen 800 Höhenmeter.

Es ging also in Pirna los hoch nach Bad Gottleuba noch weiter hoch und bei Petrovice über die Grenze dann noch weiter hoch bis wir schließlich in Tisa ankamen, der vorher ausgeguckte Campingplatz lag in Ostrov, welcher Idiot hatte sich bloß diesen Campingplatz mitten in den Bergen ausgesucht.

und da wir wie erwähnt ohne große Planung los fuhren haben wir gleich am ersten Tag nen satten Umweg von ca 20 km gemacht -Naja "Anders Reisen" eben. Navi war auch nicht an bord, so fuhren wir also in Tisa angekommen einem Hinweisschild nach welches auf einen Campingplatz hindeutete, leider war keiner zu sehen und nachdem wir dann ca 5km gefahren waren standen wir auf einmal mitten im Wald auf einer Wanderroute.

Hmmm es kam noch schlimmer der Weg der nach Ostrov führen sollte war einfach nicht zu finden und da es schon etwas später war (nach 23 Uhr mittlerweile) war auch keiner mehr unterwegs den man hätte fragen können, im Wald schon gar nicht. Dann kam der erste GAU, der Waldweg führte mitmal auf einem felsigen Untergrund den Hang hinab, den wir natürlich nur schiebend zurücklegen konnten. "Wird schon gleich wieder normal werden" dachten wir uns und schoben die Räder diesen Weg den Berg runter. Nur leider hörte und hörte dieser Weg nicht auf, schon gar nicht so schnell, wie wir es erwartet hatten.

Unten angekommen es war schon 2 uhr geworden, da setze sich mein Freund auf eine Parkbank und sagte nur "ich streike, keinen Zentimeter mehr fahre ich diese Sch... Strecke". Ok ich setzte mich dazu und wir tranken erstmal ein Bier um etwas abzuschalten nach dieser Tortour.

Nachdem wir ca 15 Min gesessen haben, kamen Aliens aus dem dunklen Wald mit 4 hell leuchtenden Augen direkt auf uns zu. "Müssen wir nun Angst haben?", .... Also naja es war eine Gruppe von Wanderern die teilweise 2 Lampen an der Stirn hatten. Endlich hatten wir jemanden den wir fragen konnten, eine Gruppe junger Tschechen, die zu unserm Glück auch noch gut englisch sprachen und darüber hinaus auf die Frage wo wir einen Campingplatz finden. "Don't you like this place here? Why dont you just build up your tent here. Ich und mein freund guckten uns etwas irritiert an, mitten im Wald mitten im naturschutzgebiet? Bei allem was wir vorher über tschechien und Wildcamping gelesen hatten (ok, das war nicht viel) aber da hies es unisono es sind drakonische Strafen zu erwarten.ich hakte also nochmal nach "Will we get problems building upour tent here" No noone will care about it" Wie wahr, wie sich im weiteren verlauf der Reise immer wieder rausstellte. Dennoch fühlte ich mich aber unwohl dabei, so fragte ich nochmal nach dem offiziellen Campingplatz und bekam dann zu hören, dass dieser nur 1,5km den Weg auf dem wir uns schon befanden gradeaus die 2te Straße rechts ist. "There is a pub at the beginning of the 2nd road, turn right there and u wil be there." Glücklich über diese Auskunft und mit wieder erstarkter Motivation , bedankten wir uns und setzten unseren Weg dahin fort...

Nach ca. 1 km begannen die ersten Häuser von Ostrov der Pub tauchte auf da war aber direkt keine Straße an dem Pub. Sch... dachten wir zunächst "wieder nichts" Dann kam eine steile Abfahrt und wir hielten an reichlich genervt, wieder einen Weg hinunter zu fahren, der uns evtl. in die Irre leitet und jeder Weg den man in dieser Umgebung hinunter fährt führt dazu ihn an derer Stelle auch wieder hoch zu fahren. Dennoch fuhren wir hinunter. Am Ende des Abstiegs aber saß eine Gruppe junger Leute, die wir erneut fragen konnten.

LOL Wir standen nun direkt vor dem Campingplatz!!! Aber konnten wir da noch rauf? Es war ja schon halb drei mittlerweile, "Just build up ur tent und go to the reception in the morning It won't be a problem, Ungläubig taten wir wie uns geraten wurden fuhren auf diesen platz und stellten unser zelt auf, tranken ein - zwei Bierchen und waren heilfroh angekommen zu sein, auch wenn wir nicht exakt wussten wo wir angekommen waren aber egal wir waren sogar auf dem Campingplatz angekommen, den ich vorher noch rausgesucht hatte, wie wir am nächsten morgen herausfanden.

Nach dem Stress mit der Anreise beschlossen wir einfach den Sonntag dranzuhängen und unsere Reise am montag fortzusetzen. So schliefen wir dann letztendlich zufrieden ein. Die ersten 50km waren gerissen inkl. einem Umweg von 20km, naja "Anders Reisen" eben.

Edit: ungefähre Route (die ganzen Umwege die wir nahmen kann ich allerdings nicht mehr wiedergeben, hätten ja sonst gewusst, wie wir fahren müssten

Tag 2 ...

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Montag, 26. August 2013, 23:10

Tag 2:
Es sollte ein fauler tag werden und scheinbar war Petrus total mit uns, die Sonne brannte vom himmel und wir genossen einen Tag lang komplett den Müßiggang, radelten nur einmal die 5 km nach Tisa hoch und wieder runter, diesmal tatsächlich auf dem kürzesten Weg, nur mein Freund musste erneut sein Rad schieben, Steigungen von 14% sind nichts für seine Rennrad 14-Gang Schaltung, er kam schlicht nicht hoch, ich hatte also ausreichend Anlass zum Frotzeln, wenn er schneller liefe bekäme sein Rennrad einen neuen Sinn :D oder der Vorteil eines leichten Rennrades liegt auch darin es leicht den Berg hinaufzuschieben :P

Oben angekommen wendete sich dann aber das Blatt mit ca 70 Sachen gings den Berg wieder runter, kein wunder bei dem Gefälle und ganz klar hatte mein Freund nun alle Vorteile auf seiner Seite ich musste irgendwann abbremsen weil mein Trekker wohl nicht für diese hohen Geschwindigkeiten ausgelegt ist, oder hatte ich einfach nur Schiss es rennen zu lassen? Naja irgendwie hänge ich an meinem Leben und wollte auch nichts riskieren, also bremste ich vorsichtig herunter und fuhr mit irgendwas um die 60 runter, was ich immer noch als extrem schnell empfand da mein ganzes Rad vibriert. Was eine Geschwindigkeit man doch erreichen kann bei einem 5 km langen Gefälle mit durchschnittlich 12-14%

Nun sahen wir auch was wir die Nacht vorher falsch gemacht hatten, wir haben dummerweise eine Kreuzung abbiegen müssen an der wir gerade aus weiter radelten :(, hatte uns halt ca 4 Stunden Zeit und ewige Mühen gekostet, wie oben schon berichtet, naja so war der Sonntag also nur dazu da uns in aller Ruhe zu überlegen, wie wir nu weiterfahren und mit den nun gewonnenen Erkennntissen war klar, wir fahren Montag in aller Frühe los und genossen den Tag in der Sonne am Restaurant des Campingplatzes zu sitzen und uns das leckere tschechische Bier schmecken zu lassen,

Zumindest war nun klar, morgen heißt es Auf in den Kampf die Auffahrt nach Tisa wird ja mit einer ewig langen Abfahrt nach Usti nad Labem belohnt (Die Elbe heißt in Tschechien Labe)Wir bekamen noch viele weitere gute Tipps auf dem Campingplatz wurde dieser doch fast ausschließlich von jüngeren Leuten genutzt, die Teils mi dem Rad ankamen größtenteils mit dem auto aber alle zum klettern in dieser Umgebung, ein Paar hatte ebenfalls eine Route entlang der Elbe zu einem anderen Klettergebiet. Ein kurzer blick n deren Karte und die heutige Umgebungsfahrt half uns den nächsten Tag besser geplant zu starten, also ließen wir uns einige Biere schmecken gepaart mit einigen Vodkas mit den Kletterern , so gefiel mir der Urlaub, um halb 11 ab in den Schlafsack der nächste Tag sollte ja was Sttrecke gemacht, werden. Aber trotz aller "guter" Vorbereitung an diese Tag sollte es wieder anders kommen, "anders Reisen" eben.

Tag 3...

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Montag, 26. August 2013, 23:26

So zu fahren gefällt mir.
Man weiß zwar, wo man ankommen will, aber wie man den Weg bestritten haben wird, weiß man erst am Ende. :thumbsup:

Das macht doch das Reisen mit dem Radel aus.
Man lernt sich und auch den Mitfahrer neu kennen.

Bitte weiter berichten.
Gruß, rogger
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Montag, 26. August 2013, 23:41

Die Reise fand ja bereits letzte Woche statt, ich habe nun auch einige Bilder in meine Galerie eingestellt die einen Eindruck von der wirklich tollen Umgebung vermitteln sollen, obgleich die ja mit dem Handy aufgenommen, nicht die beste Qualität haben. Ich schreibe nun jeden Tag ein bis zwei Tage der Reise nieder

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Dienstag, 27. August 2013, 15:30

Tag 3:
Wir brachen tatsächlich früh auf, gegen 09 ging es los zunächst der Anstieg von Ostrov nach Tisa der wie schon am Vortag erlebt schwer war, diesmal mit vollem Gepäck noch schwerer, mein Freund durfte sein rennrad natürlich wieder schieben und erhielt dafür natürlich meinerseits wieder bissige Kommentare (konnte es mir einfach nicht verkneifen :P ) in Tisa oben angekommen ging es tatsächlich wie uns am Vortag von den anderen Radreisenden schon berichtet wurde bis nach Usti n. L. nur bergab. Auch hier hatte mein Freund dann natürlich wieder die Nase vorne, es war ihm gegönnt. In einem wahren Gescchwindigkeitsrausch ging es also hinunter und weiter hinunter und noch weiter hinunter, die Abfahrt wurde nur von ganz kurzen Anstiegen unterbrochen die man locker mit der Speed aus der Abfahrt ohne weiteren Kraftaufwand reißen konnte, was eine Erleichterung :D

Eines muss ich an dieser Stelle mal festhalten, wurden wir am ersten Tag der Reise noch von 2 Dresdner Vollpfosten in Ihrem BMW auf der Landstraße angehupt, der beifahrer hängte sich sogar aus dem Fenster, machte irgendwelche Drohgebärden und schrie uns an "seid ihr noch ganz dicht", dachte er wohl die Landstraße gehört ihnen alleine? Nur weil sie aufgrund Gegenverkehrs kurz langsamer fahren mussten, viel Verkehr war ja nicht und wir ließen reichlich Platz zum überholen, fanden wir so ein Verhalten bei den Tschechen überhaupt nicht vor! Im Gegenteil es wurde hinter uns hergefahren bis die Gegenspur frei war und man uns ohne uns zu gefährde, leicht überholen konnte, da kann sich der deutsche Michel gerne eine Scheibe von abschneiden, diese Form der Rücksichtnahme hatten wir bis dato nur in den Niederlanden erlebt!!! Wir wurden immer mit ausreichendem Sicherheitsabstand von geschätzten 2-3 m überholt.

Naja weiter im Text in Usti angekommen, fand die Wettervorhersage leider ihre Bestätigung und ein starker Regen setzte ein, wir steuerten also die nächste Gaststätte an und verweilten dort auf der terasse unter den Sonnenschirmen bei einigen Getränken bis der Regen wieder nachlies, dass waren dann leider 5 Stunden, die weg waren, aber egal wir haben ja Urlaub und mussten keine x km an diesem tag reißen. Als der Regen endlich was nachlies setzten wir uns auf unsere Räder und die Reise fort. Dann kamen wir an ein Sperrwerk und dachten uns erstmalig: "die spinnen die Tschechen" führte doch der Radweg 2 (Elbe Radweg) mitmal über dieses Sperrwerk und es hieß. die Räder samt Gepäck nach oben schleppen, was eine Plackerei über ca 60 stufen entsprechend 3 Stockwerken :( , Selbstverständlich durften wir die Räder auf der anderen Seite auch wieder hinuntertragen :xeno: .

Dann ging es über den gut ausgebauten Radweg (ohne Verkehr nur 2-3 m von der Wasserkante entfernt) bis nach Litomerice wo wir uns kurzerhand aufgrund der nun einsetzenden Dämmerung entschieden die Reise zu unterbrechen und den dortigen Campingplatz an der Elbe für unser Nachtlager zu gebrauchen. Irgendwie wunderten wir uns wo die Zeit geblieben war. Saßen scheinbar eine Ewigkeit in Usti fest da der nachfolgende Weg von ca 25km uns nicht sonderlich viel Zeit kostete, oder doch? War ich doch ziemlich am Ende meiner Kräfte, der Anstieg saß mir doch ziemlich in den Knochen aber egal. Zelt aufgebaut und uns an die Bude an der Elbe gesetzt und wieder gab es einige leckere Bierchen, etwas zu Essen. Egal eine Tagesetappe von ca 45 km ist auch ok - Der Weg ist das Ziel. Anders Reisen eben!!!

LG Michael Tag 4

p.s. Muss ich die ganzen Bilder hier eigentlich einzeln hochladen oder kann ich die auch gepackt ins Album reinladen? Das einzelne hochladen ist doch ziemlich lästig und schadde auch dass ich die hier nicht direkt in den Bericht an die pasende Stelle einfügen kann :(

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Michihh« (28. August 2013, 00:11)


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Dienstag, 27. August 2013, 21:23

und schadde auch dass ich die hier nicht direkt in den Bericht an die pasende Stelle einfügen kann


Geht recht einfach:
Klicke im Editor das hier an und füge die Grafikadresse des Bildes ein.
Gruß, rogger
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Dienstag, 27. August 2013, 22:51

Tag 4.
Nun meinte es Petrus wieder gut mit uns die Sonne kam hinter den Bergen hoch erwärmte das Zelt und schon waren wir wach, ein Frühstück verzehrt und gegen 10 radelten wir "schon" los. Heute wollten wir mal richtig strecke machen und bis Prag oder kurz davor durchradeln aber es sollte wieder anders kommen...

Wir fuhen einen anfangs gut ausgebauten Elberadweg entlang, schön plan 3m breit da konnte man mal Tempo machen. Was war das der schöne Radweg entlang der Elbe wurde mitmal bei Mucnice zu einem Feldweg der vom Regen des Vortages in eine reine Schlammkuhle verwandlelt war, Schluss war mit Tempo machen, kam ich noch mit meinem Trekker gut durch, bekam mein Freund mit seinem Rennrad und dr 25er Spur ernsthafte Probleme und musste mal wieder absteigen und .....schieben.Sichtlich angenervt sein Rad schon wieder schieben zu müssen, ersparte ich mir an diesem Tag lieber meine bissigen Kommentare, die mir doch so auf er Zunge brannten....

Nach ca 5km war der Weg dann wiede befahrbar, aber gut noch lange nicht, statt der Schlammkuhle bestand der Weg nun aus ca 3m langen Betonplatten mit kleinen Spalten dazwischen ...dong...dong...dong...dong... so ging es dannn erstmal ca. 5km weiter besser wurde der Weg aber nicht, aus der Betonplattenpiste wurde ein Weg mit Rollsplit der teilweise ziemlich tief war... wieder keine Strecke für ein Rennrad es hies sehr langsam fahren, schieben musste er nicht.

Naja nach weiteren ca. 5km dann der Supergau, mitten in der Pampa entwich ihm mitmal die Luft aus dem Reifen, kein Problem wir hatten ja Flickzeug dabei also erstmal das Rad in den nächsten Ort (ca. 2km) geschoben weil wir die Zwangspause dann auch mit einem Mittagsimbiss verbinden wollten, die Sonne schien bei knappen 30° und wir hatten auch Durst, es schrie nach einem kühlen Bier :)

Dort angekommen Bier bestellt, Hinterrad ausgebaut und dann angefangen zu flicken erst einen dann noch einen Flicken...schei.... die Luft entwich immer noch, die Flicken klebten nicht richtig da war der Kleber zu alt. Wtf was machen wir denn nun? Mitten in der tschechischen Pampa keinen blassen Schimmer wo man tatsächlich grade isttanken wir erstma noch ein Bier, dann kamen uns zwei ältere Herren auf Reiserädern mit vollen Gepäcktachen entgegen, ich sagte zu meinem Freund, warte mal die sehen so aus als könnten sie uns helfen, wenn sie uns denn verstehen. Ich aufgesprungen und hin da, Hello can u speak english or german, we need some help. Da antwortete der eine der Herren; "JA deutsch, ist da schon einfacher, was habt ihr denn?" Ich kurz die situation erklärt und was sich herausstellte, ist kaum fassbar, die beiden Herren kamen ebenfalls aus Hamburg und waren dabei den Elberadwe von der Quelle bis nach Dresden zu radeln, lol, unglaublich

Da fährt man durch die tschechei an der Elbe lang und die ersten die da lang kommen sind ebenfalls Hamburger. 8) :thumbsup:

Naja es half aber trotzdem nichts es waren zu viele Löcher im Schlauch, nach ca 10 aufgeklebten Flicken entwich immer noch Luft, Aber da die Herren den Weg herkamen den wir längs mussten hatten sie auch da Rat. In 5km oder so kommt Roudnice, da findet ihr bestimmt einen Fahrradladen, daraufhin verabschiedeten sich die Herren und überließen uns wieder unserem Glück.

Ich fuhr also mit meinem Rad alleine nach Roudnice
und suchte den Fahrradladen, welchen ich aber recht schnell fand. Ich musste 25 Min. warten bis der Radladen nach der Mittagspause aufmachte. Ich den Händler auf englisch angesprochen und der guckte mich nur ungläubig an, der verstand natürlich kein Englisch, als ob ichs geahnt hätte, hatte ich ja den kaputten Schlauch eingepackt und diesen legte ich dem Händler auf den Tisch der ihn sich ansah und nach hinten verschwand, kurz darauf erschien er wieder mit einem passenden dünnen Rennradschlauch mit sclaverand ventil. ich dann umgerechnet 3,90 Euro hingelegt und begab mich auf den Rückweg wo ich nach ca 1 Std insgesamt mit passendem Schlauch zurückkam diesen haben wir dann eingebaut und mit der Notfallpumpe, zu mehr taugte die nicht als 1 bar Druck auf den Reifen zu pumpen, So hieß es langsam und vorsichtig zurück zu dem Radladen zu fahren und mit ner guten Pumpe dort wieder ca 7 Bar Druck auf den Reifen zu bringen, so konnte es dann mit ewig viel Zeitverlust weiter gehen "Anders Reisen" eben. Es war mittlerweile ca 16 Uhr nachdem wir noch lecker essen waren.

Ein Putensteak in Pefferrahmsauce mit Pommes und Salat für umgerechnet 5 Euro gab's für mich, das war nicht nur superbillig sondern auch superlecker. :) also weiter gings der Radweg war nun auch wieder gut, komisch so lange man in der Nähe einer größeren Stadt ist, sind die Radwege super sobald man da weiter weg kommt werden die Radwege zunehmend immer schlechter,
Also die Ankunft Prag oder kurz davor konnten wir vergessen, das waren noch ca 70km und bei 16 Uhr Startzeit uns zu viel für den Tag, also wurde umdisponiert und wir suchten einen Campingplatz in Melnik,

traumhaft gelegen zwischen einem Güterbahnhof und relativ dicht an einer viel befahrenen Straße :( .

Bis wir das aber registriert hatten stand das Zelt und wir hatte keinen Bock es wieder abzubauen, also auf zum Campingplatzrestaurant und Prost :beer: Schluss für heute nun wurde aufgetankt :D

Für den nächsten Tag war klar wir fahren bis Prag, die Mitte der gesamten Zeit war dann auch erreicht und wir wollten ankommen!

Eines stand fest die Reise wurde immer abenteuerlicher! Nach dem was wir von den beiden Hamburgern hörten, sollten auch die Wege noch schlimmer werden.

to be continued...

LG Michael

Tag 5

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Mittwoch, 28. August 2013, 22:01

Tag 5
wir wurden wie erwatet früh von den Güterzügen geweckt, also für mich war die Nacht um 7 vorbei ;( , mein Kumpel blieb noch was liegen, ich habe die Stunde genutzt war ausgiebig duschen, die auch annehmbar sauber waren, Duschmarken gab es bislang auf keinem der drei Campingplätze so auch auf diesem nicht also stand einer ausgedehnten Duschorgie nichts im Weg, als nach einer knappen std dann auch mei Kumpel die Duschen aufgesucht hatte ging es noch kurz im Ort was einkaufen und die Fahrt ging direkt los. Zum Frühstücken suchten wir einfach einen der vielen Fahrrad Rastplätze am Elberadweg auf. Frühstück war angesagt und die Sonne strahlte wieder 8)




Was ich an den Radfernrouten nicht ganz verstehe, wer fährt vom Nordcap nach Malta? Aber egal die Strecke war wieder super ausgebaut und die Sonne schien bei angenehmen 22-24°.



Nun wechselte die Beschilderung des Radweges von 2 auf 7 wir waren also an der Moldau angekommen, schließlich mündet die bei Melnik in die Elbe.



Auch die Positionierung der Rad/Fußgängerweg Ende Schilder war teilweise nicht gedanklich nachvollziehbar, mussten wir doch hier geradeaus weiter.



Dies kümmerte uns aber nicht weiter den zur rechten Seite des Radwegs stand das gelbe Schild mit der 7 drauf . Also fuhren wir unbeirrt weiter. Bis wir 1 Std später oder 20 km weiter die Moldau queren mussten, dort stand eine Fähre die nur von der Strömung über den Fluss getrieben wurde. Es stieg gerade ein Pärchen von der Fähre herunter welche mit Trekkingrädern unterwegs waren ebenfalls schwer mit Gepäcktaschen beladen. Diese sprachen uns auf deutsch an und wünschten uns viel Glück bei der Weiterfahrt ohne uns auch im Hinblick auf das Rennrad meines Freundes zu warnen. "Wow das ist aber mutig mit einem Rennrad den Moldauradweg zu befahren" Wir guckten etwas ungläubig und verwiesen auf die bereits zurückgelegte Strecke und welche aus Kies Schotter Kopfsteinpflaster Matschkuhlen Betonplatten und Feldwegen bestanden und das es ja nicht schlimmer kommen könnte. "Doch, das geht noch schlimmer und es kommt noch schlimmer" 8|

Wir fuhren also erstmal weiter bis der Weg wieder schlechter wurde dort sahen wir aber eine Landstraße in der Nähe, erinnerten uns an die mahnenden Worte des Pärchens und bogen in Richtung der Landstraße ab, welche in ca 30 km in Prag endete, leider war mein Handy komplett alle und ich konnte erstmal keine Bilder mehr machen :(
Nunja wir fuhren die Straße hinunter und waren nach einigen Anstiegen und etwas Gefälle in Prag angekommen, dazu aber einen eigenen Post sonst wird dieser ewig lange :)
Nun heißt es erstmal die Bilder von Prag hochladen dann schreib ich später oder morgen weiter

LG Michael

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Mittwoch, 28. August 2013, 22:11

Und mit Bildern illustriert noch viel schöner zu lesen.
Auf Prag bin ich mal gespannt, was ihr dort erlebt habt.
Die Stadt hat ja ihre eigene unnachahmliche Schönheit.
Gruß, rogger
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Mittwoch, 28. August 2013, 22:31

Danke Rogger,
Ich hatte ja zwischenzeitlich den schön illustrierten Bericht von Omikron gelesen die aus Richtung Bayern nach PRag fahren wollten. Insgesamt kann ich deren Eindruck absolut nicht nachvollziehen, alle unsere Campingplätze waren nicht weniger sauber als deutsche, ein Bier0,5l vom Fass kostete umgerechnet zwischen 70 Cent und maximal einem Euro. Essen Eur 4-5, das Essen war also insgesamt deutlich billiger und die geselligen Abende noch viel billiger. Der Becherovka kostete da in 5 cl Maßen ebenfalls einen Euro , Snacks zum Bier wie Würstchen und ähnliches ca 1-1,50. Insgesamt habe ich an allen 9 Tagen inkl. an und Abfahrt mit dem Zug ca EUR 240 ausgegeben, und wir waren 3-4 Abende davon alles andere als nüchtern ins Bett bzw auf die Luftmatratze gefallen :)

Die Strecken kann man getrost als extrem abwechslungsreich bezeichnen.

Ich kann nur dazu raten diese Tour zu machen aber rate extrem davon ab es mit einem Renner zu machen. Dazu musste mein Freund zu oft flicken und schieben :). A m Ende war absolut klar warum 90% der Tschechen da mit einem Mountainbike fahren.

Rogger wenn ich mal wieder in der alten Heimat bin können wir ja mal ne Runde um die Fächerstadt drehen :). Dort bin ich früher kaum Fahrrad gefahren :)

LG Michael.

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Mittwoch, 28. August 2013, 22:36

Schöner Bericht,gut zu lesen.
Danke



Gruß aus Tiste
Gerd

rogger

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Mittwoch, 28. August 2013, 22:41

Rogger wenn ich mal wieder in der alten Heimat bin können wir ja mal ne Runde um die Fächerstadt drehen :). Dort bin ich früher kaum Fahrrad gefahren :)


Sehr sehr gerne,
wenn man die richtigen Ecken kennt, bzw. die falschen Ecken meidet, kann es hier schon ein Radelparadies sein, sogar überregional -Stichwort "PAMINA"-
Und den Schwarzwald haben wir ja auch noch, wenn man kraxeln will.
Gruß, rogger
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Mittwoch, 28. August 2013, 23:41

Tag 5 ff
Wir kamen also in Prag an, sofort nach dem Ortseingangsschild, war da schon ein Campingplatz, mein Freund freudestrahlend, sofort da draufgebogen und war sich am freuen dass er heute mal schon am frühen Tag gegen 01 Uhr Mittag das Zelt aufschlagen konnte. "Dann können wir ohne Gepäck nach Prag reinradeln und die Stadt erkunden." Wir also rein an die Reception und im Gegensatz zu sonst erkundigte ich mich erst nach dem Preis bevor ich gleich anfing das fest zu machen und meine Intuition war genau richtig. rief der doch umgerechnet über Eur 20 für 2 Personen mit einem kleinen Zelt auf 8o . wir hatten bis dato auf den anderen Plätzen EUR 6- EUR 7 für die Plätze bezahlt pro Nacht nun wollte dieser über das 3-fache? :fie:

,Ich hatte ja vorher geguckt und wusste dass es selbst in Prag günstiger und vor allem das war für mich der entscheidenste Punkt deutlich zentraler und ruhiger gelegenere gab. Ich war ja bereits 4 Mal in Prag 3 mal geflogen einmal mit dem Zug und wusste Prag liegt komplett mit dem Stadtkern in der Talsohle drumrum geht es überall n ach oben und wenn wir nun hier blieben und mit leeren rädrn in die stadt fahren müssten wir nachher nach einigen Bieren angetrunken die hügel hochkraxeln? NE, im Leben nicht!!! :pillepalle:

er versuchte es noch einmal mich zu diesem platz zu überreden aber ich war strikt dagegen!!! Letztendlich konnte ich ihn überzeugen und wir fuhren eine steile abfahrt in die Stadt hinunter, herrlich eine ganze Straßenspur nur für uns alleine, ok das war eine kombinierte Bus, Taxen Radspur :) es fuhren aber weder Busse noch Taxen also Attacke überholten wir die Autos rechts :D in unserer freien Spur, Kurz vor der Moldau im Stadtteil Troiska kam dann auch was ich erwartet hatte, dies hatte ich nämlich im Internet vorher noch gesehen 3 oder 4 sehr familiäre Campingpätze nebeneinander, dies waren quasi Campingplätze in den Gärten der 2-Familienhäuser die vorne an der Straße standen, Platz für ca 6 Wohnmobile und ein paar Zelte boten und saubere !!! sanitäre anlagen :)und mit Eur 6 pro Nase auch wieder im vertretbaren Rahmen. Nun hatte ich meinen Freund wieder auf meiner Seite, gut dass wir oben nicht geblieben waren. Hier hatten wir sogar die Tram direkt um die Ecke.



Wir bauten also das Zelt auf ich lud meinen Akku an der Rezeption und wir ließen die Räder auf dem Platz und fuhren mit der Tram ins Zentrum.




wow hier gibt es sogar noch die Holzklasse im ganzen Zug


In der Innenstadt angekommen waren wir relativ entsett schlimmer als in Hamburg auf der Reeperbahn, hier gibt es nur touristen, Massen von Schafen, die geleitet werden von Hirten mit einem Schirm oder Stock in der Hand mit einem bunten fähnchen dran. Ich war fast versucht mir einen schirm zu besorgen, mir ein Fähnchen ranzubinden und in irgendeine andere Richtung die Leute ins Nirgendwo zu lotsen. :phat:

Naja Prag war insgesamt um es kurz zu sagen städtebaulich natürlich superschön aber Touristennepp ohne Ende,. Essen nud Getränke drei bis viermal so teuer wie im sonstigen Land, das war echt übel, dann wurden ausgerechnet wir, die aus Hamburg kommen, auch noch von einem Koberer versucht in Sexshows zu locken, als hätten wir da in hamburg nicht genug von :rocket:
Das war klar dass Prag etwas teurer ist aber gleich ein Xfaches???
Naja was soll ich sagen, ich poste nun erstmal einige bilder aus Prag viele weitere findet Ihr in meiner Galerie






Es war mittlerweile dunkel geworden







Weitere Pragbilder lade ich morgen hoch habe nun grade keine Lust noch mehr Bilder hochzuladen sind es doch von dieser Reise in meiner Galerie bereits über 100. Ich weiß wer demnächst spenden muss.

LG Michael

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Mittwoch, 28. August 2013, 23:48

Rogger wenn ich mal wieder in der alten Heimat bin können wir ja mal ne Runde um die Fächerstadt drehen :). Dort bin ich früher kaum Fahrrad gefahren :)


Sehr sehr gerne,
wenn man die richtigen Ecken kennt, bzw. die falschen Ecken meidet, kann es hier schon ein Radelparadies sein, sogar überregional -Stichwort "PAMINA"-
Und den Schwarzwald haben wir ja auch noch, wenn man kraxeln will.


Lol , da kann ich auf der Tour meinen Vater in der Nordweststadt besuchen, meinen Bruder in der Südstadt, meine Mutter in der Pfalz und zum Abschluss nen Flammkuchen im Elsass :thumbsup: :rad: :rad: :rad:

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Donnerstag, 29. August 2013, 00:01

Ist doch schon mal eine gute Tourgrundlage.
Sogar in genannter Reihenfolge; Startpunkt entspräche meiner Wohnstätte.

Über die Südstadt durch die Klotze, an der Alb entlang zum Rhein und damit in die Pfalz, etc...
Gruß, rogger
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Donnerstag, 29. August 2013, 00:12

Den Schwarzwald könnte man noch an den Anfang dr Tou einbauen, mit der S1 nach Herrenalb hoch dann über Ettlinegn Rüppur runter durch die Südstadt in Die Klotze ab in die Nordweststadt wieder zur alb rüber und dann wie beschrieben traumhafte strecke

:rad: :rad: :rad: :rad: :rad:

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Donnerstag, 29. August 2013, 00:14

Yepp!
:thumbsup:
Oder so !
Gruß, rogger
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Samstag, 31. August 2013, 12:09

Nun mal weiter mit dem Bericht
....
Tag 5-6:



Wir waren also noch in Prag unterwegs, mein Freund musste sich unbedingt ne Pizza an einer der Buden holen, bäää , die kam 20s in Ofen und war lauwarm als er sie erhielt, Essen gehen wollten wir nicht, da alle Gerichte mit einem Touristenaufschlag von 100-200% versehen waren, dafür hatten wir an x anderen Orte gegessen und immer 120-150 kronen bezahlt, kostete das selbe hier mitmal 250-350, das Bier ebenfalls gegenüber 17-25 Kronen hier nun 50-60 Kronen, fuhr man nur 3-4 km aus dem Stadtzentrum raus war auch die Preisgestaltung gleich wieder eine andere das Essen kostete wieder um die 150, wenn auch etwas teurer als in den mittleren Städten wo wir durchfuhren aber immer noch sehr akzeptabel dort waren wir lecker böhmische spezialitäten, auch mal ne pizza oder steak essen, es hat immer geschmeckt und , die Bierpreise lagen wieder bei 25-28, alkoholfreie Getränke sind in Tschechien allgemein teurer, so kostete eine 0,2 Cola meistens 20 kronen, im Prager Centrum 30-40.

Nunja wir waren ja zum radfahren unterwegs nicht einmal groß auf Städtebesichtigung und so trollten wir uns dann nach einem kurzen Rundgang wieder in die Tram und fuhren zurück zum Campingplatz.

Dort nur noch in die Schlafsäcke und gut Nacht, es war 2 Uhr und es sollte ja am nächsten Tag bereits weitergehen, wir fuhren gegen 10 Uhr vom Campingplatz nochmal kurz in die Stadt wo wir uns an die Moldau setzten und den ganzen Touridampfern zusahen während wir uns Bötchen machten und diese verspeisten.





so gegen 11 Uhr brachen wir dann endgültig auf, da die Moldau in Prag eine Schleife hat, beschlossen wir quer durch zu fahren und abzukürzen, es ging fast ohne Steigung zunächst übe eine Kopfsteinpflasterstrecke über eine Kreuzung hinweg in der gefühlte 100 Schienen lagen, diese Holperpiste war aber nach ca 2km vorbei dann ging es über eine gut ausgebaute Radstrecke quer rüber Richtung Zoo und dann waren wir zurück an der Moldau, auf den Radweg Nr 7, also den Moldauradweg, nun wussten wir wieder genau, wo wir lang mussten.

Aber was war das? wir sahen einen Biergarten mit einem ungewöhnlich gesicherten Fahrrad am Eingang,


hier mussten wir irgendwie anhalten und uns das mal von innen ansehen, , Hier hatte sich der Inhaber total auf die Kundschaft auf Rädern eingestellt, man konnte sich hier Kickbikes ausleihen und dann war da noch etwas sehr ungewöhnliches


Eine Erste Hilfe Station, für Fahrräder, man achte auf den umfangreichen Inhalt des Schrankes, es war alles da was man braucht, lol, warum es da so eine Open Air Bar war gab war uns nach dem überqueren der Moldau klar (in einer kleinen Fähre mit 3 Sitzreihen gerade einmal groß genug dass die Räder quer reinpassten, aber es ging!).

Wir sahen eine Strecke von der man als Radfahrer träumt, glattgezogener Asphalt, keine Wurzeln, keine Schlaglöcher, kaum Fußgänger und wenn, nehmen diese sehr viel Rücksicht auf alles was da auf Rädern unterwegs ist, und dies sind fast alle. Im 5-10s Takt passiert man entgegenkommende, sowie in die selbe Richtung fahrende Radler und Inliner, der Weh zog sich in dieser Form ca. 10-14km die Moldau flussabwärts Richtung Melnik entlang, direkt an der Moldau, das Wasser immer 1-5m neben dem Weg, Wunderschön :rad:





Diese traumhaften Bedingungen sollten sich aber bald wieder ändern!
Hier war eine der am Besten zu befahrenen strecken zu Ende.


Die Route des Radwegs 7 führte tatsächlich hier durch!!

:puke:


Und da waren gleich 2 dieser Schranken im Abstand von 100m die derart den Weg zumachten dass man sein Rad da durchziehen musste, lol, Wir waren erst zurückgefahren und wollten weg vom Radweg 7, da hier für uns irgendwie zu Ende war. Aber nur solange bis uns Leute entgegenkamen, bzw genau da reinfuhren und ihre Räder auf die gleich Art und Weise bereits da durchzogen :censored:

Und dann ca. 20km weg aus dem Zentrum von Prag verwandelte sich Der Weg wieder mal in einen Feldweg
.



Es sollte aber noch schlimmer kommen,


Unglaublich aber wir waren immer noch auf dem MoldauRADweg


Mittlerweile führte der Radweg auf einem Monotrail direkt an der Moldau entlang, keine 40 cm breit ging es links 2m tiefer ins Wasser und rechts war überall Gebüsch und Brennesseln, der Weg mit hohen Wurzeln umgefallenen Bäumen und Steinen versehen, mussten wir wieder einmal schieben, wir haben Stunden verloren und es war Nacht geworden als auf einmal entlang dieses Weges ein Schild auftauchte


Hier hätte man einen LKW nicht einmal mit Hilfe eines Helikopters hinbekommen, es führte kein Weg von von diesem besch.... Weg, hätte es einen Weg aus dieser Hölle von Weg gegeben, wir hätten ihn liebend gern genommen. Das war es also was die anderen meinten als sie sagten, dass sei mutig, dass, mein Freund mitm Rennrad unterwegs sei. Dies war "Anders Reisen" pur. ::)

Der Tag war noch nicht zu Ende, unterbreche hier aber erst einmal.

LG Michael

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19

Sonntag, 1. September 2013, 14:40

Super toller Reisebericht, ich musste so lachen über die Betonplatten und das "dong-dong-dong..."

Bin gespannt wie es weitergeht und wie der Weg noch wird.

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20

Sonntag, 1. September 2013, 23:31

Tag 6-2 :
Wir schoben also ca- 2-3 Std unsere Räder durch diesen unbefahrbaren "Fahrradweg", bis wir endlich an einem Weg auskamen, der von diesem grauenhaften Moldauradweg wegführte. Wir dachten nicht lange nach sondern führen erstmal weg von der Moldau. nach 2-3 km bergauf kamen wir dann auch an einem Dorf an, es war auch schon spät so ca 22-23 Uhr und es war Zeit ein Nachtlager zu suchen, es standen zum Glück 2 Leute an einem Gartenzaun und unterhielten sich gerade, ich also hin da und auf die Frage wo wir einen Campingplatz finden würden, wurde ich nur ungläubig angeguckt, und es kam der Vorschlag " just build up ur tent next to the Football place? Drauf sah ich ihn etwas verwundert an, war doch dieser Platz mehr oder minder mitten im Dorf.

Ich fragte noch einmal nach, welchen Platz er meinte daraufhin bestätigte er nochmals 100m zurück, neben dem Fußballplatz da gegenüber dem Pub geht ein Weg rein, Mein Einwand dass dies ja nicht erlaubt sei, konterte er nur mit. dont mind, Noone will care about it. Hatte wir das nicht schon einmal am ersten Tag gehört mit der Empfehlung unser ZElt direkt an Ort und Stelle im Wald aufzuschlagen?

Ok ich dankte ihm für den Tipp und bin mit meinem Freund in die Kneipe die da gegenüber war, dort wollten wir nochmals fragen, ob die nen besseren Platz kennen.

Wir also abgesattelt und rein da, Jeder ein Bier bestellt, nach 15 Min bestellte sich mein Freund noch ein zweites als, Als die Wirtin mit dem 2. Bier meines Freundes ankam sah sie wohl unser Fahrradgepäck und fragte verwundert, wo denn unsere Räder sind. Wir: "draußen vor der Tür abgeschlossen natürlich". Sie sah uns entsetzt an und meinte wir sollen die Räder sofort reinholen, "there are bad brown guys living in that town here, your bikes arent safe outside."

Verwundert über die bösen baunen Menschen, die in diesem 800 Seelen ort wohnen sollten, taten wir also wie uns gesagt wurde und wir holten unsere Räder herein.

. Wa übrigens eine lustige Rockneipe, die mitten in der Pampa lag, es war erst Donnerstag abend und wir beschlossen uns es hier noch eine Weile gutgehen zu lassen, bis wir dann entscheiden wo wir schlafen, lol. Um halb drei machte dieser Laden zu und wir stellten unser Zelt dann auf dem vorgeschlagenen Platz auf, hatten wir auch eine zwei Bier zu viel drin um noch weiterzufahren.

Wir hatten Urlaub und es war "Anders Reisen" angesagt, wir dachten auch nich groß drüber nach wo unser Zelt steht und schliefen auch bald selig ein.

Am nächsten morgen wurde 100m neben uns am Fussballplatz gearbeitet und eine Tribune aufgebaut, Leute liefen im 5 MIn Takt am Zelt vorbei, aber es war tatsächlich so wie uns am Abend vorhergesagt wurde, "Noone will care".

Weiter im text morgen...


LG Michael

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