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Ritze

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1

Montag, 1. September 2014, 03:55

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin

So! Ich bin jetzt erst mal für mindestens 2 Wochen weg. Wartet nur mal, was Ihr davon habt! :winke:

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Radsonstnix

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2

Montag, 1. September 2014, 06:04

Müssen wir uns hier irgendwie wappnen? Aufrüsten? Also mit Schnitzel und alkoholfreiem Weizen natürlich ... nicht, dass es da einen Versorgungsengpass gibt! :D

Viel Spaß hier - bist Du mit Fahrrad unterwegs?
Dieselersparnis: 2013 ca. 108L, 2014 ca. 275L, 2015 ca. 160L, 2016 ca. 180L, 2017 ca. 160L

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Kirsche

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3

Montag, 1. September 2014, 08:07

Viel Spaß Ritze, lass es dir gut gehen :D
Mit liebem Gruß,

Kirsche
------------------------------------
Super-Moderator 2radforum.de

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Ritze

Ritze

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4

Montag, 1. September 2014, 09:33

:xeno: Also 'ne Sau könntet ihr schon extra schlachten. Und in der schlimmsten Not trinke ich auch Pils

EvaChristina84

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5

Dienstag, 2. September 2014, 11:56

Viel Spaß und berichte mal von unterwegs oder im Anschluss :)

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Dienstag, 2. September 2014, 16:03

Wir wünschen dir viel spaß und zeit in Berlin . Die zeit wirst du brauchen wenn du viel sehen willst.

mfg
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7

Dienstag, 2. September 2014, 22:15

...Wartet nur mal, was Ihr davon habt! :winke:


Ich hoffe auf einen neuen, toll erzählten Reisebericht. ^^
„Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“ (David Ben Gurion)

Ritze

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8

Mittwoch, 3. September 2014, 00:14

Vielen Dank für die guten Wünsche! Die gastronomische Heimsuchung ist mit dem Bike per Bahn angereist. Vorerst werde ich mich aber etwas bedeckt halten, denn mit dem Handy tippen ist nicht so prickelnd.

Radsonstnix

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9

Mittwoch, 3. September 2014, 06:38

Ist `ne Tour geplant?
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10

Mittwoch, 3. September 2014, 16:02

Si! :P Ich muss ja auch wieder nach Hause.

Ritze

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11

Mittwoch, 24. September 2014, 01:41

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! 544 km; 37:17 h; 3261 hm

Nachdem der Labskaus 2012 in Hamburg so gut geschmeckt hat, „Der König der Löwen“ mir so gut gefiel und die Heimreise quer durch die Republik so gut von statten ging kam ich zu dem Schluss, daß ich so eine Tour unbedingt nochmal unternehmen muß.
Für Berlin sprach:
- daß in 2011 mit „Hinterm Horizont“ ein adäquates Musical uraufgeführt wurde.
- im Brandenburgischen, ca. 70 km südlich von Berlin, Verwandte von mir leben, die ich auch mal wieder sehen wollte.
- auf dem Heimweg jede Menge Sehenswürdigkeiten liegen.
- daß es dort lecker Bouletten gibt.
- daß ich ganz bestimmt nicht auf einen Flughafen angewiesen sein würde.
Um die ganze Tour in ein grobes Gitter fassen zu können hat Prabha mir ihre BVA-Gesamtkarte überlassen, auf der sämtliche Fernradwege in Deutschland verzeichnet sind. Ach, wie wurde mir der Mund wässrig, als ich sah wie viele Möglichkeiten sich boten, mehr oder weniger direkt von Berlin nach Hause zu kommen. Das hätte gereicht, um für den Rest des Jahres unterwegs zu sein. Da ich im vergangenen Jahr und auch heuer so viel trainiert hatte, ging ich entsprechend euphorisch bei der Etappenplanung zu Werke. Unter anderem wollte ich die Thüringer Städtekette in 3 Tagen abreiten, welche für sich schon beinahe 400 km und 3000 Höhenmeter hat! Was ich im Voraus geflissentlich ignorierte war die Sache mit dem Systemgewicht. Hatte ich in diesem Jahr doch tatsächlich mit ca. 150 kg zu kämpfen!
Aber das sollte nicht die einzige Nickeligkeit sein in diesem Jahr! Schaut aber selbst, was daraus geworden ist! Euch Lesern viel Spaß dabei!

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Mittwoch, 24. September 2014, 17:43

Naaa endlich, da isserja, der Bericht ... :P ;)
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13

Mittwoch, 24. September 2014, 18:26

Montag, 01.09.2014 18 km; 0:45 h; 99 hm

Zugfahrt Pforzheim-Sangerhausen

In den letzten Jahren war der Start in den Urlaub für mich meistens mit einigem Stress verbunden, da ich mit den Vorbereitungen nie zu Potte gekommen bin. Heuer sollte das ganz anders werden. Die Wohnung aufgeräumt und geputzt, alles gepackt, überpünktlich aus den Federn gekrochen und locker nach Pforzheim gestrampelt. Alles was ich noch zu tun hatte war ein Einschreiben auf die Post zu bringen, die um 9 Uhr öffnen sollte. Um 09:02 stand ich mit 8 anderen Leuten vor mir in der Schlange immer noch vor verschlossenem Schalter. Wieder einmal bewahrheitete sich der Spruch, daß die, die bei McDonalds wegen Unfähigkeit fliegen, beim Bund, der Bahn, der Post oder bei einer Krankenkasse unterkommen. Um 9:27 Uhr geht mein Zug. Also bleibt mir nichts anderes übrig, als zum Bahnhof weiter zu fahren.
Pünktlich wie ein Maurer stehe ich auf dem richtigen Gleis am richtigen Pfeiler-um zu erfahren, daß mein Zug 15 Minuten Verspätung haben wird. Ja, ja, das Ex-Personal vom Mäcces.
Als der Zug endlich einfährt mustere ich aufmerksam die vorbeihuschenden Waggons für den Fall, daß der Radwagen an anderer Stelle als geplant angekuppelt wurde. Wurde er nicht. Es wurde nämlich gar kein Fahrradwaggon mitgenommen, weil aus „technischen Gründen“ keiner verfügbar war! Und die Zugbegleiterin verwehrt mir den Zutritt zum Zug! Auf meinen geharnischten Protest, daß ich schon vor Wochen die Reservierung bezahlt und in Berlin Hotelzimmer und Konzertkarte gebucht hätte, verweißt man mich an die Bahnverwaltung! Und wutsch-weg ist der Zug!
Zunächst ungläubig und fassungslos, dann aber außer mir vor Zorn stürme ich ins Kundencenter, knalle meine nutzlosen Reservierungen auf die Theke und schildere lautstark meine Situation. Die zwei Ex-Burgerbrater machen sich umgehend ans Werk, um mir eine Ersatzverbindung zusammen zu pfriemeln: Pforzheim-Bagdad-Chicago-Bethlehem-Berlin. Mit 4-mal umsteigen und mit 22 Uhr als geschätzte Ankunftszeit! Naja, besser als nichts. Außerdem bekomme ich sogar noch 48 € rückerstattet. Um 10:26 Uhr geht’s los über Stuttgart, Würzburg, Erfurt und Magdeburg. In Erfurt habe ich über 2 Stunden Aufenthalt. Genug Zeit eine Postfiliale zu suchen um mein Einschreiben aufzugeben.
Abends um 18 Uhr in Sangerhausen betritt ein Bahnangestellter den Zug und verkündet, daß die Bahn bis 21 Uhr bestreikt würde. Ein weiterer Kollege würde in der Bahnhofshalle mit Informationen warten. Alles, was dieser wusste war, daß er nichts Genaues wusste. Vielleicht könnte man bis 22:30 Uhr Halle erreichen und dann von dort aus mit viel Glück in den frühen Morgenstunden nach Berlin kommen. Die Wahrscheinlichkeit die Nacht ohne Verpflegung auf einem zugigen Bahnhof verbringen zu müssen ist mir einfach zu groß. So lasse ich mir eine Bescheinigung ausstellen, damit ich die Fahrt am nächsten Tag fortsetzen kann.
Bis dato war Sangerhausen für mich eine Unbekannte, ein Kaff. Das grobe Kopfsteinpflaster in den Nebenstraßen verstärkt diesen Eindruck noch. Tatsächlich ist der Ort, laut Wikipedia, Kreisstadt in Sachsen-Anhalt mit nahezu 30.000 Einwohnern und etlichen historischen Gebäuden. Leider interessiert das außer mir niemand. Der Tourismus scheint , zumindest in der Nachsaison, brach zu liegen. Aus diesem Grund sind einige der Hotels und Pensionen, die mir mein Navigationsgerät vorschlägt, geschlossen. Im Hotel „Katharina“ werde ich endlich fündig. Unter diesen Umständen sollte es auch nicht ganz so einfach werden bei zunehmender Dämmerung ein Speiselokal zu finden. Die Suche hat sich jedoch gelohnt. Das „Carpaccio“ wurde mein Lichtblick für diesen Tag. Lachs mit grünen Bohnen und Nudeln, dazu reichlich Wernesgrüner Pils, damit das gute Tier auch ja schwimmen kann.
»Ritze« hat folgende Bilder angehängt:
  • 01. Hbf Pforzheim.JPG
  • 02. Hbf Pforzheim.JPG
  • 04. Abendessen Sangerhausen.jpg

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14

Donnerstag, 25. September 2014, 10:42

Sieht lecker aus. Aber auch "übersichtlich". Nur eines verstehe ich einfach nicht: Was spricht gegen runde Teller?
Bin gespannt, wie es weitergeht - ach ja - und Du solltest der Bahn dankbar sein, dass sie auf so elegante Art und Weise Dein Problem mit dem Einschreiben gelöst hat ... :duckrenn:
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15

Donnerstag, 25. September 2014, 13:18

Hier mal ein Tipp ,lecker Essen.

Die Berliner Leber ist Super Lecker



https://www.google.de/maps/place/Gasthau…FVOQW6OHi6No!2e



Gruß Gerd

Anrados

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16

Donnerstag, 25. September 2014, 20:59

oh mann, ich nutze ja auch meistens die Bahn für An und Abreise zu meinen Touren,
aber ein solches Desaster habe ich zum Glück noch nicht erlebt.
Übrigens - das die Thüringer Städtekette "etwas" hügelig ist hätte ich Dir auch auf dem Forentreffen sagen können ;)
Eisenach Weimar habe ich ja zur Anreise nach Mühlhausen noch mitgenommen :D
Mal sehen was noch für Überrraschungen kommen :)

Ritze

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Mittwoch, 7. Januar 2015, 01:48

Dienstag, 02.09.2014 11 km; 1:00 h; 50 hm

Zugfahrt Sangerhausen-Berlin

Das Erste was ich an diesem Morgen bewusst wahrnehme als ich die Augen öffne ist das Pladdern des Regens auf dem Dach. Meine „Glückssträhne“ bleibt mir also treu. Sofort macht sich wieder diese Nervosität breit, die einem überkommt, wenn man in Erwartung weiterer Katastrophen ist. So ganz und gar nicht „urlaubig“!
Im Frühstücksraum hängen Bilder und Zeitungsausschnitte an der Wand, welche die Entstehung des Lokals dokumentieren. So erfahre ich, daß mein Gastgeber erst im gesetzten Alter ein hohes finanzielles Risiko eingegangen ist als er das Gebäude errichtet hat um sich als Quereinsteiger der Hotellerie zu verdingen. So wie es aussieht wird sein unternehmerischer Mut allerdings nicht belohnt-ich bin, vollkommen ungerechtfertigt, der einzige Gast im Haus.
Als ich nach dem Frühstück das Bike belade hat es aufgehört zu regnen. So trolle ich mich eiligst zum Bahnhof, um möglichst wenig Zeit zu verlieren. Inkompetenz und Warnstreik der Bahn hat mich schließlich schon einen Urlaubstag gekostet, der mir für Berlin fehlt.
Am Bahnsteig treffe ich ein Paar aus Liverpool, welches das gleiche Ziel hat wie ich. Die beiden haben mitbekommen, daß der Zug unterwegs geteilt wird, aber nicht verstanden, welcher Teil ihrer ist. So kommen wir ins Gespräch und ich merke, daß beide „cause of the lausy german weather“ fürchterlich erkältet sind. Wir helfen uns noch gegenseitig beim Einladen und das war’s dann auch schon mit der Gemeinsamkeit.
Während der Fahrt merke ich, daß die Landschaft immer karger wird. Wegen der sandigen, nährstoffarmen Böden säumen überwiegend Kiefern die Gleise im Brandenburgischen. In der Mittagszeit erreicht der Zug, mittlerweile bei schönem Wetter, endlich den Berliner Hauptbahnhof. Das Gewusel im Bahnhof macht mich kirre. So sehe ich zu, daß ich ins Freie komme um mich zu orientieren. Das Erste, was ich von Berlin sehe, ist die Spree, das Kanzleramt und der Bundestag. Ich bleibe eine ganze Weile am Spreeufer stehen, um die Atmosphäre aufzunehmen. Nebenbei programmiere ich den Ibex mit der Hoteladresse und klaube den Stadtplan aus der Packtasche. Mit einer Kombination aus Navi, Stadtplan und Straßenschilder laviere ich mich Richtung Prenzlauer Berg, immer den Fernsehturm im Blick. Den Touristen an mir erkennt man ja schon zweifelsfrei am Gepäck. Den Provinzler an der zurückhaltenden Fahrweise. Während die Berliner Radler, die sich auskennen, durch die Gegend hämmern, als ob es kein Morgen geben würde, steige ich ganz gerne mal ab, um mir Überblick und Sicherheit zu verschaffen.
Gegen 14 Uhr erreiche ich schließlich das Park Plaza Hotel, untergebracht in einem Hochhaus mit moderner Glasfassade. Zum Einchecken schließe ich mein Bike neben zwei anderen Rädern am Ständer vor dem Haupteingang an. Es dauert eine Weile, bis ich meine Bagage auf mein Zimmer im 8. Stock geschafft habe. Schön ist es und mit Minibar! Die Preise für die Getränke aus meinem eigenen Kühlschrank sind allerdings so gesalzen, daß ich mich noch einmal aufraffe um „Richtfestbier“ und Wasser aus einem Supermarkt in der Nähe zu beschaffen. Bei meiner Rückkehr stelle ich fest, daß an einem der beiden Räder vor dem Hotel der Sattel fehlt. So frage ich an der Rezeption nach einem sicheren Stellplatz und darf mein Radl schließlich im Treppenhaus abstellen. Ich lasse mir auch einen Plan des Berliner S+U-Bahnnetzes geben, der die nächsten zwei Tage meine Mobilitätsbibel sein wird.
Mittlerweile ist es höchste Zeit etwas Körperpflege zu betreiben, wenn ich vor der Vorstellung von „Hinter dem Horizont“ noch etwas vom Potsdamer Platz sehen und essen gehen will. Frisch gestriegelt ziehe ich mir in der S-Bahnstation Landsberger Allee eine Tageskarte, mit der ich über Alexanderplatz zum Potsdamer Platz fahre. Fasziniert vergleiche ich die neuen Bauten mit den Fotos vergangener Tage, auf denen noch die Grenzsicherungsanlagen abgebildet sind. Rings um den Platz haben sich die großen Unternehmen der Nation und der Welt ihre Dependancen errichtet. In östlicher Richtung befinden sich die Gebäude des Bundesrates und des Finanzministeriums. Ich versuche noch, wenigstens an ein paar der wichtigsten Gebäude in der Umgebung vorbeizugehen, muß aber einsehen, daß die Wege zu Fuß einfach zu groß sind. Also breche ich ab und mache mich auf die Socken zum Marlene-Dietrich-Platz. Die Zeit reicht gerade noch für ein Maxi-Menü beim Mc D gegenüber des Theaters, bevor der Einlass beginnt.
Mag sein, daß viele Berliner das Lindenbergmusical für trivial halten. Ich für meinen Teil bin die nächsten 21/2 Stunden hin und weg. Obwohl ich kein ausgewiesener Udo-Fan bin reißt mich die Musik einfach mit. Schade nur, daß die Souvenirshirts so gar nicht meinem Geschmack entsprechen. Dafür amüsieren mich die Bilder, auch Likörelle genannt, da mit Likör gemalt, die Lindenberg im Foyer ausstellen lässt umso mehr.
Auf dem Rückweg zum U-Bahnhof nehme ich noch einen Drink in einer Bar, fühle mich in der durchgestylten Umgebung aber nicht wirklich wohl. In meiner schlichten Jeans mit dem billigen T-Shirt passe ich auch nicht so recht zu den jungen Hipstern. Obendrein weiß ich nicht, wie die U- und S-Bahnen bei Nacht fahren und es ist schon spät. Deshalb mache ich mich endgültig auf den Weg zum Hotel.
Großstadt hin, Berlin her- zu dieser fortgeschrittenen Stunde bin ich nahezu alleine auf den U-Bahnhöfen unterwegs. Schon ein wenig gespenstisch. In meinem Zimmer angekommen genieße ich noch für die Dauer einer Flasche Bier die nächtliche Aussicht, die einem das 8. Stockwerk über den Prenzlauer Berg bietet, bevor ich nach einem langen Tag zu Bett gehe.
»Ritze« hat folgende Bilder angehängt:
  • 05. Synagoge.JPG
  • 07..JPG
  • 08. Park Plaza.jpg
  • 09. Potsdamer Platz.JPG
  • 10. Stage Theater.JPG
  • 12..JPG
  • 13..JPG
  • 14..JPG

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Mittwoch, 7. Januar 2015, 07:01

Ja manche u bahnstationen machen nachts dicht. Hättest noch mit s bahn und bus fahren können die fahren zu der Zeit und die ganze Nacht im 10 - 20 min Takt.
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Radsonstnix

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19

Mittwoch, 7. Januar 2015, 08:26

Ein schöner Bericht - lustig + interessant, über Berlin mal aus der Touri-Perspektive zu lesen. Aber an einer Stelle muss ich einfach Klugschei...en: Bitte, Du bist niemals nicht mit dem Funkturm ("langer Lulatsch") im Blick gefahren, sondern mit dem Fernsehturm ("Sankt Walter", "Telespargel").

Das ist ein himmelsweiter Unterschied. Der Funkturm steht in Charlottenburg am Messegelände, der Fernsehturm am "Alex" in Berlin-Mitte. Auf Deinem Foto ist der Fernsehturm zu sehen.

Bin schon auf die Fortsetzungen gespannt.
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cloudestrife

20

Mittwoch, 7. Januar 2015, 09:16

So, Dann muss ich auch mal meinen Senf dazugeben. :D
1. Die Mark ist nicht karg, Krüppelkiefern gibts an der Ostsee, unsere Tannen und Fichten sind prächtig
2. Das ist der Fernseh- und nicht der Funkturm (hat Radsonstnix ja auch schon moniert)
3. Lindenbergs Bilder heißen Likörelle, da mit Likör gemalt
4. Regen bladdert nicht, er pladdert
5. @cloudestife: Das stimmt so nicht, die S-Bahn hat von 1:30 bis ca. 4:30 Betriebsruhe (außer in den Nächten Fr/Sa und Sa/So und an Feiertagen)
Grüße
Alltagsradler

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