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Honigbaerchen

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Donnerstag, 23. Juni 2016, 09:27

14 Tage nicht radfahren - Mist, ging aber nicht anders. Ich hatte massive Rückenprobleme, konnte zeitweilig nicht richtig laufen. Raufgekommen aufs Fahrrad wäre ich wahrscheinlich, aber das Absteigen wäre garantiert zur Qual geworden. In Ordnung ist das immer noch nicht richtig; ich kann zum Beispiel noch immer nicht schmerzfrei das linke Bein ausstrecken, wenn ich auf dem Rücken liege oder irgendwelche Sachen schleppen (bin gestern an einem Sechserpack Mineralwasser gescheitert). Na ja, wird schon wieder. Immerhin wollte ich mir ein wenig Bewegung verschaffen - und das Fahrrad hatte mich auch schon wegen des Stillstandes angemault. Aus besagten Gründen und aufgrund der Schwüle gestern abend maximal eine Stunde, etwa 15 km waren das Ziel. Geschafft! Habe aber die Deichauffahrten gemieden, bin lieber durch die Felder gefahren. Und das hat richtig gut getan.

km gestern: 15,55
km gesamt: 572,72
Schnitt: 17,8 km/h - hätte ich nicht gedacht...
Gruß, Astrid

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Dienstag, 28. Juni 2016, 11:22

Bin ja vorgestern noch meine "Geburtstagsrunde" gefahren. Irgendwie mußte ich ja Fahrrad und Tag noch zusammenbringen *lach*. So ziemlich das übliche - Rheinufer - Deich - Binsheim - Orsoy - Vierbaum - Baumkreisroute - Gewerbegebiet.

Tour km: 23,17
gesamt: 595,89
Schnitt: 17,82 km/h

Gerade eben habe ich übrigens mit dem "Blumenhändler" telefoniert und mir die Vaude Silkroad L mit Snapit-System bestellt. Der Flaschenhalter am Safari bietet mit Müh und Not Platz für eine handelsübliche Halbliterflasche Wasser (die muß ich allerdings trotzdem noch quetschen). Die Tasche bietet Platz für eine normale Trinkflasche (hab noch eine vom Uni-Sport-Club Duisburg-Essen); außerdem kann ich so die Kette für das Schloß und Regencape bzw. Zweitjacke immer mitnehmen. Die Lenkertasche von Abus gibt das einfach nicht her, weder vom Platz noch von der Gewichtskapazität her. Und immer eine Seitentasche dranhängen ist unpraktisch - viel zu groß und bleibt nicht unbedingt hängen, wenn es mal über Stock und Stein geht. Da ich beim Racktime Add it ja auch die zweite Ebene habe, kann ich bei Bedarf die Silkroad auch bei den Urlaubstouren nutzen (wenn ich mich dann mal für die entsprechenden Taschen entschieden habe - geht im Moment ebenfalls in Richtung Vaude). Ende der Woche sollte sie hier sein - ich bin gespannt!

Apropos: Ich muß korrigieren - der Schnitt am vergangenen Mittwoch lag bei 17,6 km/h.

Update: Rose hat mir heute morgen eine Versandbestätigung geschickt.
Gruß, Astrid

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Dienstag, 5. Juli 2016, 10:15

Gestern abend Gatterich noch zu einer Tour herausgefordert: Rheinufer Richtung Homberg - Brücke nach Ruhrort - Rheindeich wieder Richtung Norden bis Walsum - Fähre nach Orsoy und durch die Binsheimer Felder zurück. Die Strecke hat ja doch ihre sehr eigene Ästhetik, besonders ab dem Alsumer Berg bis zur Fähre...

Km Tour: 30,11
Km gesamt: 626,00
Schnitt gestern: 17,71 (erstaunlicherweise *grins*)

Dabei habe ich erstmalig die Vaude Silkroad mitgenommen. Und wieder einmal durfte ich feststellen: Alles richtig gemacht! An Bord hatte ich meine Plug-in-Kette für das Schloß, Ersatzschlauch, Regencape, Geldbörse, Handy, Tragegurt, Regenschutz für die Tasche und die Trinkflasche. Die Lenkertasche durfte zu Hause bleiben. Der Schwerpunkt hinten ist angenehmer, und die feste Verbindung mit dem Gepäckträger sorgt für Sicherheit sowohl in Bezug darauf, daß die Tasche nicht verrutscht als auch in Bezug auf Diebstahlsicherung. Außerdem hatte ich den Eindruck, daß das Fahrverhalten noch etwas ruhiger/stabiler ist. Eine größere Trinkflasche werde ich mir allerdings noch besorgen; die gut 600 ml, die in die Flasche vom USC mit Müh und Not rein passen, sind auch etwas knapp.
Gruß, Astrid

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Donnerstag, 7. Juli 2016, 13:58

Ich konnte gestern dem schönen Wetter nicht widerstehen - also ab ging es auf eine nette Runde. Eine meiner Lieblingsstrecken habe ich mir mal wieder vorgenommen: den Rheinradweg bis Rheinberg. Ich wollte doch unbedingt mal gucken, wie weit die jetzt mit der Deichbaustelle sind. Und siehe da: Man kann zumindest abends und am Wochenende da durch, denn die Deichkrone ist inzwischen gut asphaltiert. Während des Tages würde ich allerdings immer noch verzichten, denn fertig sind die da noch nicht... Windig war es da oben auch, aber trotzdem schön. An einer Stelle konnte man in der Ferne die Weseler Rheinbrücke sehen, aber auf dem Bild eben nur erahnen:



Ich bin dann kurz hinter Rheinberg auf die B 57 gestoßen, dann mitten durch die Stadt und den gewohnten Weg über Budberg und Vierbaum wieder nach Hause. Wie immer hatten die Hundehalter ihre Hunde alle super im Griff; da gab es keine blöden Situationen. Hier in Baerl auf dem Leinpfad habe ich eine Vollbremsung hingelegt, weil eine Schnucke mit ihrem Kinderwagen meinte, sie müßte nach dem Radfahrer, der mir entgegen kam, drei bis fünf Meter vor mir doch auf die (von mir aus gesehen) linke Seite wechseln. Allerdings hatte ich mich darauf eingestellt, genau dort vorbei zu fahren. Ich war eh langsam, weil ich den Kollegen vorbeilassen wollte, also alles gut gegangen. Kommt man in Rheinberg aus der Innenstadt, sind da kurz hintereinander zwei Kreisverkehre. An beiden durfte ich absteigen, weil die lieben Autofahrer ihre "Vorfahrt" erzwungen haben. Na ja, wenn sie meinen ... ich habe da Gönnerkarte.

Gestern habe ich dann auch endlich meine neue Radhose eingeweiht. Super bequem, aber ich muß schon aufpassen, daß sie richtig hochgezogen ist. Sonst drückt sie nämlich auf die Leiste. Trotzdem viel angenehmer zu tragen als die alte Hose.

km gestern: 33,74
km gesamt: 659,74
Schnitt: 18,24 (trotz Gegenwind - ich steigere mich *grins*)
Gruß, Astrid

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Samstag, 16. Juli 2016, 12:01

Bin ja noch was schuldig...

Freitag, 08.07., eine Abendrunde mit Gatterich. Nix besonderes, eher so ne typische Abendrunde.

km der Tour: 24,83
km gesamt: 684,57
Schnitt: 17,12 - war zwischenzeitlich aber auch ziemlich windig am Rhein.

Diese Woche war überhaupt nichts möglich. Montag haben wir einiges auf den Recyclinghof gebracht, anschließend sind wir noch nach Essen-Kettwig gefahren. Dort haben wir eine kleine Runde gedreht, aber auch den ALDI aufgesucht. Die hatten dort eine kleine Kamera im Angebot, mit 5x optischem Zoom, ich weiß nicht wieviel internem Speicher und einer 4-GB-Speicherkarte und einer Tasche. Gesehen, gekauft. Schon mal ein wenig ausprobiert, aber eben leider nicht auf Tour. Mittwoch und Donnerstag haben wir nämlich mein Zimmer "zusammengepackt" - danach war ich zu platt zum Radfahren. Gestern haben wir dann die rund 100 Bücher, die ich aussortiert habe, zur Bürgerstiftung Duisburg gebracht. Die haben an mehreren Standorten öffentliche Bücherschränke. "Meine" Bücher kann man demnächst dann in Ruhrort leihen. Die Aufsicht dort war begeistert, weil sie nämlich schon Büchernotstand haben... (Und mir tut das nicht weh, denn ich habe immer noch über 400 Bücher rumstehen - ach, nee, die sind ja jetzt in Kisten verpackt.)

Auch mein Schreibtisch ist abgebaut, weshalb ich im Moment ein Provisorium aufgebaut habe. Wozu Notenständer alles taugen, ist echt gut. Sogar als Interims-Laptop-Ständer taugen sie... :D Inzwischen sind wir eigentlich so weit, daß der Umzugswagen vorfahren könnte. Außerdem können wir vor Anfang August eh nichts in der neuen Wohnung machen. Also düsen wir jetzt doch noch für ein paar Tage ab. Montag geht es los, natürlich mit Zug und Rädern. Da werden dann doch noch ein paar Kilometer dazu kommen. Ob ich zwischendurch mal online bin, weiß ich noch nicht. Mein Tablet geht auf jeden Fall mit - ich brauche ja schließlich Lesestoff *grins*. Und damit kann ich eben nur per WLAN ins Netz; eine eigene SIM-Karte kann ich dem nicht einsetzen. Auf der Tour werde ich dann meine neuen Ortlieb-Taschen einweihen.
Gruß, Astrid

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66

Montag, 1. August 2016, 17:26

Inzwischen schon länger "terug van weggeweest", aber zum Bericht bin ich noch nicht gekommen. Zwar habe ich immer wieder die Kilometer eingetragen, aber die Tipperei auf dem Tablet finde ich zu mühsam. Und bebildern kann ich da auch nicht. Von daher...

Tag 1

Montag, 18.07.

Gegen 8 Uhr sind wir hier losgezogen mit unserem Gepäck in Richtung Duisburg Hauptbahnhof. Schließlich fuhr unser Zug um 9.14 Uhr laut Plan, und den wollten wir nicht verpassen. Pünktlich war er außerdem.

Mein Safari bepackt am Hauptbahnhof:



Bis Göttingen verlief die Bahnfahrt wie geplant; auch waren nicht so viele Radfahrer unterwegs wie befürchtet. Allerdings habe ich mich im ersten Zug mit einem Typen angelegt, der darüber meckerte, daß eben im Mehrzweckabteil Räder standen, sodaß er keinen Sitzplatz bekam. Na ja, er hätte ja nur durchgehen brauchen. Der "Dialog" verlief wie üblich - dem gingen die Argumente aus, er war ja auch im Unrecht, und wurde persönlich beleidigend. So wirklich nüchtern war der sowieso nicht mehr am frühen Morgen... Ich habe es dann vorgezogen, dem Typen den Rücken zuzudrehen und ihn zu ignorieren. Allerdings wünschte ich mir, ich hätte ein T-Shirt mit der folgenden Aufschrift gehabt: "Ich würde mich ja gerne geistig mit Ihnen duellieren - aber wie ich sehe, sind Sie unbewaffnet." *grins*

In Göttingen wartete dann der übliche Pendolino auf uns *grml*. Wir haben uns dann mit 8 Rädern in einen der Mittelteile gequetscht. Da die anderen aber schon in Mühlhausen ausstiegen, war das erträglich. Allerdings hat der Zug schon kurz nach Göttingen durch eine Gleisbaustelle kräftig Verspätung bekommen. In Neudietendorf haben wir dann auch prompt den Anschluß nicht bekommen. War aber nicht ganz so schlimm; so haben wir uns einmal umsteigen in Arnstadt erspart, auch wenn wir dadurch eine Stunde warten mußten. In Rottenbach hat dann alles wieder gut geklappt, und so kamen wir um 17.58 Uhr in Sitzendorf-Unterweißbach an.

Erstmal noch dort einkaufen, dann die Pferde satteln für die letzten gut 5 km. Die Einkäufe habe übrigens ich transportiert. Auf dem Stück geht es aber konsequent nur bergauf; wir müssen über 100 m Höhenunterschied bewältigen. Mit meinem ollen Batavus habe ich das nie geschafft, da mußte ich zwischendrin an ein paar markanten Stellen absteigen. Jetzt bin ich bis zum Abzweig Döschnitz durchgefahren, auch wenn es überwiegend in den Gängen 1 und 2 war. Da mußte ich dann doch mal runter - Wadenkrampf *puh*. Irgendwie habe ich dann den letzten halben Kilometer auch noch geschafft. Herzliche Begrüßung durch unsere Gastgeberin und dem Hauskater gab es dann, und danach mußte halt ausgepackt werden. Nach dem Auspacken erstmal futtern und dann habe ich noch die obligatorische Dorfrunde unter die Füße genommen. Dabei erfolgte dann die Begrüßung durch zwei weitere Katzen, wovon eine meine Lieblingskraulkatze ist. Die ist sowas von anschmiegsam und liebevoll, das ist unglaublich.



Alt bin ich aber an dem Abend nicht mehr geworden. War doch ziemlich anstrengend.

Tageskilometer: 19,18
km gesamt: 703,75
Gruß, Astrid

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Dienstag, 2. August 2016, 09:38

2. Tag

Dienstag, 19.07.

Erstmal ordentlich gefrühstückt und dann ab auf die Räder. Geplant war einmal Bad Blankenburg und zurück. Aber der Mensch denkt, und der Zufall lenkt... Die Fahrt Richtung Sitzendorf macht richtig Spaß: Es geht die ganze Zeit konsequent bergab, man braucht kaum treten und erreicht locker auch mal Geschwindigkeiten von mehr als 30 km/h (ja, ich bin ein Feigling und bremse zwischendurch immer wieder). Aber schön zu merken, daß mein Safari auch bei solchen Geschwindigkeiten absolut ruhig und laufstabil ist. Ab Sitzendorf ging es dann über einen der schönsten Radwege, den Schwarzatalradweg, weiter. Einen kleinen Zwischenstop an einer der schönsten Stellen in Schwarzburg haben wir uns dann gegönnt:



Hier kann man auch zu gegebener Zeit Gold waschen, habe ich aber noch nicht gemacht. Die Schwarza entspringt übrigens in Scheibe-Alsbach, ist etwa 56 km lang und mündet bei Rudolstadt-Schwarza in die Saale.

Weiter ging es nach Bad Blankenburg, wo wir uns wieder einen schönen Stop im Kurpark gönnten. Erstmal wurden die Füße im Kneipp-Tretbecken abgekühlt, dann noch das Brunnenwasser probiert.





Es schmeckt nicht wirklich gut, viel zu viel Natrium. Aber die Quelle enthält viel Calcium, und viele aus der Stadt holen sich ihr tägliches Wasser dort. Scheint also durchaus eine Sache der Gewöhnung zu sein...

Auf dem Weg zum Fleischer der Vertrauens mußte ausgerechnet ich eine Krankenversichertenkarte finden, die noch bis 2023 gültig war. Und nun? Erstmal jemanden gefragt, wo die nächste Geschäftsstelle ist. Antwort: In Saalfeld! Nun ja, da wollten wir am nächsten Tag sowieso hin. Also erstmal ab zum Fleischer, Mittag essen. Nett: Die eine Verkäuferin hat uns schon wieder erkannt; wir sind also schon Stammkunden da *lach*. Und nach dem Essen kam Gatterich auf die glorreiche Idee, man könnte ja die Karte sofort nach Saalfeld spedieren. Okay, also die Pferde gesattelt und entlang der Schwarza und der Saale nach Saalfeld. Erster Weg: zur Geschäftsstelle der Krankenversicherung. Ich habe dann die Karte abgegeben und gleichzeitig die Gelegenheit genutzt, mir Magnesium zu holen. Dieser dämliche Wadenkrampf störte mich immer noch. Ein Weg führte dann noch an der Sächsischen Kaffeestube vorbei (mmmh, leckeres Eis haben die da!) zum Supermarkt zwecks Wasser holen. Da wir eh am Bahnhof waren, stand zur Debatte, den Zug zu nutzen. Nein, Gatterich wollte fahren - denselben Weg wieder zurück.

...Fortsetzung folgt...
Gruß, Astrid

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Dienstag, 2. August 2016, 16:26

Und das haben wir dann auch getan. Erstmal zurück über die Saalebrücke, dann wieder runter auf den Saaleradweg. Die Saale kreuzt man sowieso noch mal an anderer Stelle:



Danach geht es erstmal ein paar Meter höher und neben der Bahn lang, bis die Saale wieder auf die Schwarza trifft. Zurück über Bad Blankenburg, Schwarzburg und Sitzendorf ging es dann wieder bis Döschnitz. Ein paar kleine Zwischenstops zwecks Wasser trinken waren immer wieder drin; außerdem bin ich die 12-%-Steigung bei Schwarzburg gelaufen. Wer dann am Ende gejammert hat, war nicht ich... Pech gehabt, Gatterich, ich hatte ja die Zugfahrt vorgeschlagen.

Immerhin: es wurden 63,62 km an diesem Tag!
Gesamt: 767,37 km
Gruß, Astrid

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69

Dienstag, 2. August 2016, 16:48

Tag 3
Mittwoch, 20.07

Wir waren mit unserer Gastgeberin in Saalfeld verabredet und haben deshalb freudig die Räder stehen gelassen und den Bus genommen. Nach der ausgiebigen Runde am Vortag auch nicht verkehrt...

Ein paar Eindrücke aus Saalfeld:

eine hübsche Gasse



der Hohe Schwarm



noch ein Schlößchen neben dem Hohen Schwarm



und schließlich das Renaissance-Rathaus



Saalfeld nennt man übrigens auch die Steinerne Chronik Thüringens. Ich meine, sie ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
Gruß, Astrid

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70

Dienstag, 2. August 2016, 17:18

Tag 4
Donnerstag, 21.07.

Faultiertag! Allerdings gezwungenermaßen. Schon beim Aufstehen deutete sich an, daß es den ganzen Tag regnen würde - und genau so kam es auch. Erst gegen 17 Uhr ließ der Regen langsam nach, um dann so gegen 18 Uhr vollständig aufzuhören. Klein-Honigbaerchen schob Kohldampf, und so setzten wir uns auf die Räder, um in den Nachbarort zu fahren. Dieser weist immerhin zwei Gaststätten auf. Eine davon hat sich kurzfristig einfach den Ruhetag genommen, aber das Landhotel Sorbitzgrund war geöffnet. Es gab Thüringer Rostbrätel mit Zwiebeln, Bratkartoffeln und Salatgarnitur - ein Schmaus! Übrigens trotz des teuer anmutenden Namens durchaus nicht teuer (9,90 € pro reichlicher Portion). Der Rückweg war mal wieder etwas beschwerlicher, weil es wie immer bergan ging. Allerdings bot sich ein tolles Bild durch die sehr tief hängenden Wolken. Ich bin dann noch mal losgstiefelt und habe versucht, die besondere Athmosphäre einzufangen. Ein wenig ist es mir gelungen:

Richtung Ortsausgang





und quasi von oben





und nochmal vom Standort mit meiner Lieblingskraulkatze, die ich jeden Abend verwöhnt habe





Tageskilometer waren nur 5,09
Gesamt: 772,46
Gruß, Astrid

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71

Freitag, 5. August 2016, 15:07

Tag 5
Freitag, 22.07.

Nach der Erfahrung, daß die Fahrt zurück doch ziemlich anstrengend ist, haben wir doch lieber den Bus nach Rudolstadt genommen. Wenn ich schon in der Gegend bin, dann ist das ein Muß. Und es war auch ziemlich heiß an dem Tag.

Das Rudolstädter Rathaus



Der kleine Park am Bahnhof



Am Abend gab es dann noch die übliche Dorfrunde, bei der wir uns länger auf der Anhöhe oberhalb des Goethe-Brunnens aufgehalten haben. War ja schließlich die vorerst letzte Dorfrunde. Und wie wir da so nichtsahnend sitzen, macht es auf einmal leise neben mir "platsch". Was war das denn bloß?

...

Ich war dann erstmal längere Zeit beschäftigt:



Scheint sich irgendwie unter den Dorfkatzen herumgesprochen zu haben, daß sie bei mir immer Krauleinheiten bekommen können.


Tag 6
Samstag, 23.07.

Und noch ein Faultiertag, weil es wieder Bindfäden regnete. Abends wurde es aber wieder trocken - und das war auch gut. Wir waren nämlich mit unseren Gastgebern zum Grillen verabredet. Rostbrätel, Rostbratwurst klassisch und mit Bärlauch - lecker! Der Abend war sehr magenfüllend und ziemlich feucht-fröhlich..
Gruß, Astrid

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Freitag, 5. August 2016, 15:37

Tag 7
Sonntag, 24.07.

Ein Tag zwischen Lachen und Weinen. Leider mußten wir unsere Sachen packen und weiterziehen. Einerseits war es klasse, endlich wieder auf den Rädern zu sitzen, andererseits hätten wir uns gerne auch noch länger in Thüringen erholt. So ging es aber weiter nach Sachsen-Anhalt, genau gesagt: nach Nebra. Dazu sind wir erstmal zum Bahnhof Sitzendorf-Unterweißbach gerollt. Fahren kann man das ja kaum nennen *grins*. Dann sind wir mit der Bahn über Rottenbach und Saalfeld nach Naumburg gefahren. Sehr angenehm, überall war genug Platz in den Zügen, die Umsteigezeiten waren optimal. In Saalfeld brauchten wir noch nicht mal den Bahnsteig wechseln: Unser Zug stand am Nachbargleis schon parat. Der Bahnhof Naumburg ist dagegen eine große Baustelle: Dort werden gerade Aufzüge eingebaut *grml*. Ich finde Aufzüge keine gute Lösung; mir sind anständige Rampen lieber. Da gibt es wenigstens keine Wartezeit, und die Ausfallquote tendiert gegen 0 wie auch die Folgekosten. Aber die Bahn sieht das offensichtlich anders. Jedenfalls mußten wir unsere Räder schleppen.

Jetzt hatten wir die freie Auswahl: Entweder fahren wir mit der Burgenlandbahn bis Nebra oder wir satteln unsere Pferde und treten in die Pedale. Da wir den Weg ja schon kannten (wir sind vor zwei Jahren die Unstrut von Naumburg bis Mühlhausen gefahren), wußten wir, daß die Strecke bis Nebra gut zu schaffen ist. Also haben wir uns für die eigene Muskelkraft entschieden. Erstmal den kürzesten Wege zum Blütengrund erfragt (ich war nicht mehr ganz sicher, wie der war) und dort dann mit der Handseilfähre übergesetzt. Diese Handseilfähre befindet sich genau am Zusammenfluß von Unstrut und Saale. Auf der anderen Seite sind wir dann losgezogen Richtung Nebra. Es war auch inzwischen Mittag geworden, sodaß sich unsere Mägen regten. Wir hatten zwar Brote mit, aber die sollten für abends bleiben, da wir in der Jugendherberge kein Abendessen bekommen würden. Bis Freyburg sind wir dann gefahren und haben dann dort in einer sehr netten Gaststätte gut gegessen.

Weiter ging es immer an der Unstrut lang:



vorbei an Sonnenblumenfeldern



bis zur Jugendherberge, die natürlich oben auf einem Hügel liegt und einen wunderschönen Ausblick bietet.



Am späten Nachmittag waren wir da und haben uns erstmal eingenistet und frisch gemacht. Danach wurden die Formalitäten erledigt und der Abend auf der Terrasse verbracht. Allzu spät ist es aber wieder nicht geworden, denn die Nacht davor war doch eher kurz gewesen.

Tageskilometer: 43,33
km gesamt: 815,79
Gruß, Astrid

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Freitag, 5. August 2016, 16:22

Tag 8
Montag, 25.07.

Ein Grund, weshalb wir uns für Nebra entschieden haben, ist die Himmelsscheibe. Vor zwei Jahren waren wir ja nur auf der Durchreise und hatten keine Zeit, uns die Ausstellung dazu und den Fundort anzusehen. Also haben wir am Morgen die Räder geschnappt und sind erstmal rein die Stadt. Wir hatten uns auch Nebra noch gar nicht angesehen, und Mineralwasser brauchten wir auch... Erstaunlicherweise war die Kirche geöffnet. Gut, da wird im Moment der Sandsteinboden saniert, weshalb die Türen ausgehängt waren. Aber für uns die Gelegenheit, mal einen Blick hinein zu werfen. Während Gatterich sich in der Kirche befand, habe ich mal meinen Blick schweifen lassen und fand den Marktplatz nett anzusehen:



Interessant fand ich auch eine der mittelalterlichen Türen, die ich an einem Haus auf dem Markt entdeckte:



Das ist eigentlich ziemlich typisch für Mitteldeutschland, und nach meinem Wissen wurden die "Hocker" an den Seiten tatsächlich zum Sitzen benutzt.

Ab zum Supermarkt, Wasser geholt und dann den Weg nach Wangen zur Arche genommen. Geht schön an der Unstrut lang, wird dann aber zur Kletterpartie. Räder abgestellt, abgeschlossen und hinein in die Ausstellung. Perfekt getimt: Wir konnten als erstes die Planetariumsshow zur Himmelsscheibe genießen. Ich finde sie sehr gut gemacht und absolut informativ. Ach so, wer es nicht weiß: Die Himmelsscheibe von Nebra ist etwa 3600 Jahre alt und die älteste Darstellung des Himmels, mit der man den Beginn der Säzeit und der Erntezeit bestimmen konnte. Sie wurde irgendwann während der Bronzezeit vergraben und 1999 von Raubgräbern entdeckt. Erst später gelangte sie dann in den Besitz des Landes Sachsen-Anhalt - kleiner Krimi inklusive.

Die Ausstellung über die Himmelsscheibe zeigt dann wirklich unterschiedliche Aspekte noch mal auf: wo das Material herkam und wie es gewonnen wurde, die Herstellung der Scheibe und die vorgenommenen Veränderungen, ihre Bedeutung, usw. Auch gibt es eine Geschichte der Himmelsdarstellungen. Witzig finde ich die Animationen, die in den Schaukästen sind. Da erzählt der Hausgeist noch einiges über das jeweilige Thema des Kastens. Zusätzlich gibt es auf einer weiteren Fläche immer noch eine Sonderausstellung, im Moment über Playmobil-Welten.

Wenn man die Präsentation gesehen hat, ist man eigentlich relativ schnell mit der Ausstellung durch. Also sind wir losgekraxelt, um uns den etwa 3 km entfernten Fundort auch anzusehen. Die Räder haben wir mitgenommen, aber die waren für den Aufstieg zum Mittelberg eigentlich kaum brauchbar. Zwischendurch bot sich ein sehr schönes Panorama:



Oben angekommen bot der Aussichtsturm ein erstaunliches Bild:



Warum das Teil so schief ist, erschließt sich mir nicht. Vielleicht hätte es sich mir von oben erschlossen, aber da ich doch eine gewisse Höhenangst habe, habe ich mir das erspart. Interessant waren die Betonbänder, auf denen dann nochmal exakt die Positionen von den notwendigen Sonnenauf- und -untergängen angezeigt waren sowie die Richtung von Kyffhäuser und Brocken. Bei gutem Wetter soll man den Brocken auch sehen können. Einige Meter links neben dem Turm war dann die Fundstelle angezeigt:



Dann ging es denselben Weg wieder nach unten. In dieser Richtung waren unsere Räder sehr brauchbar *lach* - hat Spaß gemacht, mit bis zu 40 km/h den Berg runter zu sausen...

Unten angekommen ging es dann noch bis Kleinwangen, wo uns der Hunger ereilte. Und wie gewünscht lag "Maria's Gute Stube" am Wegesrand. Ein uriges altes Häuschen aus Sandstein mit einem schönen Innenhof, und gegessen wurde, "was auf den Tisch kommt". Heißt: Sie macht morgens um 9 die Stube auf, kocht dann ein Gericht, und nichts anderes gibt es dann. In unserem Fall war es Schweinegeschnetzeltes mit Reis und Rotkrautsalat. Bei den Getränken gibt es genügend Auswahl. Ich frage mich, wie sie davon leben kann, denn wir waren für zwei Personen mit rund 12 Euro dabei...

So gestärkt ging es zurück zu Jugendherberge. Allerdings habe ich dann zwischendurch noch einen Aufenthalt gehabt. Bei solch netten schwarzen "Teufelchen" kann ich nicht widerstehen...



Ich weiß auch nicht, wieso die mir immer alle zulaufen. Aber ich habe meinen Spaß daran!

Montag abend gab es dann Lasagne - na ja, ganz lecker.

Tageskilometer: 19,85
km gesamt: 835,64
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Samstag, 6. August 2016, 17:12

Tag 9
Dienstag, 26.07.

Hmmm, das angesagte Wetter war eher mistig und wir wurden schon von einem Gewitter aus dem Bett geholt. Also was tun? Burgenlandbahn nehmen und nach Laucha fahren. Das Nest wollte ich mir schon länger ansehen, denn mir war die mehr oder weniger komplette mittelalterliche Stadtmauer beim Durchfahren aufgefallen (und zwar schon vor zwei Jahren). Auf dem Weg zum Bahnhof hüpfte uns ein Minifrosch über den Weg:



Keine Ahnung, ob der noch wächst oder schon ausgewachsen war. Später hüpften uns noch mehr davon über den Weg.

Am Bahnhof machte Gatterich dann erstmal ausgiebig Station an den Brombeerbüschen. Zeit für mich, mir mal den alten Wasserturm näher anzusehen. Der ist heute ein Artenschutzturm:



Irgendwann (natürlich pünktlich) kam der kleine Schienenbus. Ich habe mir dann ganz vorne einen Platz gesucht, sodaß ich einen Blick auf die Schienen hatte wie sonst nur der Lokführer. Fand ich spannend; ich würde sowieso mal gerne eine Fahrt im Führerstand mitmachen. Eine halbe Stunde später waren wir dann in Lauch angekommen. Den falschen Ausgang erwischt, was einen kleinen Umweg in die Stadt ergab. So wurden wir von einem ehemaligen Stadttor empfangen:



Mitten in dem Nest befinden sich das Rathaus



und die Kirche



Und je mehr man herumlief, desto mehr sah man von der Stadtmauer.



Mal direkt am Unstrut-Radweg:



Mittag gab es dann in einem Biergarten direkt an der Unstrut:



Anschließend kam Gatterich auf die "geniale" Idee, man könnte ja Richtung Nebra zurück laufen. Der Radweg führt ja eh ziemlich genau an der Bahnstrecke lang. Na ja, zu solchen Schandtaten bin ich ja generell erstmal bereit. Allerdings briet die Sonne dermaßen auf das Gehirn, daß ich nach relativ kurzer Zeit dann doch die Vernunftparole ausgab: Schluß! Umdrehen, zurück nach Laucha und von dort den Zug zurück nehmen. Vor allem, weil wir auch kein Wasser dabei hatten... Zurück in Laucha konnte ich es mir nicht verkneifen, dann doch noch mal die alte Mühle an der Unstrut aufs Korn zu nehmen:



Am Abend sind wir dann nach dem Abendessen noch eine Runde gelaufen. Beweis, daß wir in einem Weingebiet waren:



Zwischendurch ergab sich ein sehr schönes Landschaftspanorama:



Und auf dem Rückweg zur Jugendherberge konnte man an einer Stelle die ICE-Brücke bei Karsdorf gut sehen:



Diese Brücke ist Teil einer ICE-Neubaustrecke über u.a. Erfurt nach Berlin. Dieser Abschnitt ist bereits fertiggestellt und wird befahren, weiter südlich in Thüringen dauert das noch bis Ende nächsten Jahres. Allerdings hat sie offensichtlich einen klaren Nachteil gebracht. Nebra liegt in einem Talkessel, an dessen Bergen der Regen immer abprallt. Wir konnten das teilweise gut beobachten, daß die Regenwolken nicht über die Kämme kamen. Kam aber der Regen von Naumburg her, hat Nebra auch immer was abbekommen. Seit die Brücke steht, wirkt auch sie wie ein Hindernis, weshalb Nebra in diesem Jahr eher mit Trockenheit kämpft als mit den sonst üblichen Wassermassen.

Tageskilometer gab es leider keine, aber wenn wir das geahnt hätten, daß es trocken bleibt, hätten wir doch die Räder genommen.
Gruß, Astrid

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75

Dienstag, 9. August 2016, 15:58

Tag 10
Mittwoch, 27.07.

Besseres Wetter als am Vortag war angekündigt, und trotzdem wurden wir wieder mit Grummeln draußen geweckt. Nun ja, egal, trotzdem wollten wir uns auf die Räder schwingen. Haben wir dann auch gemacht. Ich habe mich dann durchgesetzt, daß wir nochmal in dieselbe Richtung fahren, die wir am Vortag mit dem Zug genommen hatten. In der anderen Richtung endet der Zug wenige Kilometer in Wangen. So konnten wir noch die ganzen kleineren Dörfer unterwegs genauer begucken. Ich habe dann Gatterich knipsen lassen.

Das erste Dorf, das am Weg lag, war Reinsdorf. Die Kirche hat uns ebenfalls bei jedem Vorbeifahren angezogen, weil sie eine der wenigen mit einem Oktogon ist. Sie ist eine alte Klosterkirche. Leider konnten wir aber nicht rein.



Unser nächstes Ziel war Karsdorf. Die Kirche war geöffnet und bot halt den typisch lutherischen Kirchenraum. Einzige Besonderheit: In dieser Kirche wurde die Mutter des Komponisten Robert Schumann getauft.



Danach ging es weiter nach Burgscheidungen. Die bedeutendsten Bauwerke sind natürlich die Kirche - btw eine Radfahrerkirche - und die Burg. Erstere haben wir uns natürlich angesehen; letztere haben wir uns verkniffen, weil dort irgendwelche Dreharbeiten stattfinden sollten.



Irgendwo zwischen Burgscheidungen und Kirchscheidungen stand mir dann diese Sonnenblume im Weg:



Am Rittergut Kirchscheidungen stießen wir dann auf den wohl ältesten Weinstock der Unstrut. Ende des 19. Jahrhunderts gab es dort eine Reblausplage, durch die alle Rebstöcke vernichtet wurden. Als neue Weinstöcke gepflanzt wurden, konnten sie sich noch nicht halten; erst um 1890 rum gab es wieder nennenswerten Weinbau. Dieser Weinstock jedoch hat überlebt und ist jetzt geschätzte 140 Jahre alt.



Schließlich waren wir wieder in Laucha angekommen. Mittagszeit! Der Biergarten vom Vortag war aber geschlossen. Also ab in Richtung Rathaus, wo Markt war. Na ja, Markt... zwei Stände, einer mit Klamotten, einer mit Futterage. Ich habe dann zwei Mal Hähnchennuggets mit Kartoffelsalat geholt. Das haben wir dann im Eingang zum Ratskeller genossen, denn dort saßen wir wenigstens trocken. So ganz behagte uns das zwar auch nicht wegen des Gewitters, aber der Regen konnte uns so nicht viel anhaben. In der Konsequenz sind wir dann mit dem Zug zurück nach Nebra, weil es gar nicht aufhören wollte zu grummeln. Immerhin blieben wir dann aber relativ trocken, und ich hatte sogar noch Zeit, die alte Burgruine in Nebra aufs Korn zu nehmen.



Tageskilometer: 21,00
km gesamt: 856,64
Gruß, Astrid

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76

Dienstag, 9. August 2016, 16:15

Tag 11
Donnerstag, 28.07.

Heimreise, wie blöd! Aber leider nicht anders machbar. Die Planung war Nebra - Naumburg - Magdeburg - Braunschweig - Minden - Duisburg. Hat auch alles funktioniert, obwohl ich zwischendurch echt schon damit rechnete, eine Stunde später als geplant zu Hause anzukommen. In Magdeburg war die Zeit durch Verspätung sehr knapp geworden. Und dann gab es am Ankuftgleis keinen Aufzug, keine Rampe. Am (geänderten) Abfahrtsgleis gab es dann wohl einen Aufzug, aber der schlich im Zeitlupentempo nach oben. 12.33 Uhr sollte der Zug abfahren, und mit dem Glockenschlag war ich oben und im Zug *Schweiß abtupf*. Der Rest war dann von den Umsteigezeiten (einmal 38, einmal 37 Minuten) sehr gut bemessen. Der Zug von Braunschweig war aber ne mittlere Katastrophe! Ich stand jedenfalls total eingeklemmt an meinem Fahrrad. Ich habe aber frühzeitig dafür gesorgt, daß ich vor Minden wieder frei war. Allerdings hätte ich dieses mitreisende Radlerpaar.... na ja. Anstatt auf mich zu hören, die Fahrräder dann auf die andere Seite oder zumindest mal auf meinen freiwerdenden Platz zu stellen und damit einen Engpaß durch einen Anhänger zu beseitigen, haben die lieber nur rumgeschnäbelt *grml*. Hauptsache, wir waren rechtzeitig draußen.

In Duisburg angekommen, stellte sich die Frage: losfahren oder auf den 19.10-Uhr-Zug nach Moers warten? Wir sind dann doch zum Ausgleich gefahren und hatten es direkt mit lauter Pappnasen zu tun. Mehrfach waren die Radwege blockiert - mal von Autos, mal von Fußgängern - und blöde Sprüche gab es dann auch noch. Trotzdem waren wir so früher zu Hause, als wenn wir uns über den Rhein hätten kutschieren lassen.

Ich habe dann noch Nudeln mit Schinken-Sahne-Soße gekocht, was mich dann wieder ein wenig versöhnte.

Tageskilometer: 13,83
km gesamt: 870,47.

Damit sind wir im Urlaub exakt 185,90 km gefahren.

Fazit: Nächstes Jahr können, wollen und werden wir wieder unseren "normalen" Urlaub machen mit Strecke. Dieses Jahr klappte das nicht, weil wir ja Ende des Monats umziehen und einfach viel Arbeit haben. Dann dürfte auch wieder das Fünffache auf der "Urlaubsuhr" stehen.
Gruß, Astrid

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77

Dienstag, 9. August 2016, 19:03

Sehr schön geschrieben mit schönen Bildern!

Danke Astrid!

Gruß ulle

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78

Donnerstag, 11. August 2016, 15:32

Danke, freut mich!

Um mich mit meiner Kamera vertraut zu machen, habe ich auch mal Makrobilder gemacht. Dabei herausgekommen ist eine kleine Sammlung verschiedener Hibiskusarten. Erstaunlich, wie viele es davon gibt!

Der interessanteste: orange



blau:



reinweiß:



weißrot:



rosa:



In Saalfeld summselte es im Sommerflieder:



In Rudolstadt-Schwarza stand eine Kugeldistel am Wegesrand:



Und das (wie ich meine) spannendste Bild ist mir in Nebra gelungen:



Apropos: Nicht wundern über die (2) in einigen Dateinamen - ich habe die Auflösung anfangs zu hoch gehabt. Erst, als ich in Döschnitz die Abendstimmung eingefangen habe, habe ich auf eine geringere Auflösung gestellt. Alles mit hoher Auflösung habe ich entsprechend nachträglich mit GIMP verkleinert.
Gruß, Astrid

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Donnerstag, 11. August 2016, 16:30

Hallo,
danke für den Bericht - hat mir sehr gefallen. Wir waren Ende Juni unterwegs ... unbezahlbar, auch wenn die Räder auch mal so aussahen :thumbsup:


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80

Donnerstag, 11. August 2016, 16:43

Oh weh, da war aber zwischendurch putzen angesagt, oder? Unsere Räder sahen Gott sei Dank nie so aus.
Gruß, Astrid

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