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Chasse Patate

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Donnerstag, 7. Dezember 2017, 20:50

Ich reflektiere ja schon fast so schön wie Mr. Sakura. 8)
... lass uns ma schaun ob man mittem Nabendynamo nen Stroboskop betreiben kann; also der Blitz geht immer dann los, wenn sich genug Saft gesammelt hat ...

Gruß und weiterhin matschige Fahrt ?( hä, wo war da Matsch?

Ritter Eisenknie
man fährt oder schiebt

2018: ohne Tacho
Origirat: (15.09.1979)
Insgesamt: bestimmt einmal rum


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Donnerstag, 7. Dezember 2017, 21:09


Gruß und weiterhin matschige Fahrt ?( hä, wo war da Matsch?

Ritter Eisenknie
An meinem Rad. Den sieht man aber nur bei langsamer Fahrt. :D
lg Jennifer

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Sonntag, 10. Dezember 2017, 10:53

Wintertour Emscher Ruhr


09.12.2017


Es ging auf Mitte Dezember zu und der erste richtige Schnee fiel in
Dortmund, und blieb auch vorerst liegen. Das bot mir Samstag Gelegenheit
für eine Schneetour. Dafür war das GT mit seinen Stollenreifen
prädestiniert. So fuhr ich gegen Mittag bei leichten Minusgraden los.
Wie so oft startete die Tour auf Phönix-West.





Das alte Stahlwerk im Schneemantel. Ein schöner Anblick. Ich war
gespannt wie sich mein GT Karakoram unter diesen Umständen schlug.





Auf Schnee und vereistem Schneematsch ging es über die Trasse des
„Feurigen Elias“ rüber zum Phönixsee, früher Phönix-Ost. Auch hier sah
es schon sehr winterlich aus. Die Traktion der Reifen war gut auf dem
schwierigen Untergrund.





Weiter ging es an der Emscher entlang.





Ein schmaler holpriger und glatter Pfad führte mich dann nach Aplerbeck.





Vor dem alten Rathaus in Aplerbeck war der Nikolausmarkt bereits in
vollem Gange. Doch mir war zu kalt für eine längere Pause und so folgte
ich weiter der Emscher. Kurz vor Holzwickede verließ ich dann den
Emscherweg und bog direkt rechts Richtung Emscherquelle ab.





An einer Bahnschranke hieß es dann warten bis der Zug kam. Wusste gar
nicht das die Bahn auch im Winter fahren kann, wo der Wintereinbruch
jedes Jahr doch immer so überraschend kommt.





Noch ein bisschen den Berg hoch und ich hatte den Emscherquellhof
erreicht. Bisher hatte ich nur wenige Spaziergänger, meistens mit Hund
gesehen. Radfahrer waren fast gar nicht unterwegs. Eine ruhige Fahrt
also.





Von Holzwickede fuhr ich dann über Hengsen Richtung Schwerte. Es fing
an zu schneien. Zum Glück war ich passend angezogen. Nur die Überzieher
für die Schuhe hatte ich vergessen. Und so spürte ich meine Füße nach
einiger Zeit nicht mehr. Egal, einfach weiter. Die würden schon wieder
auftauen.



Dann folgte ich einem holprigen Pfad durch den Bahnwald zwischen Holzwickede und Schwerte.





Kurz hinter Schwerte erreichte ich dann die Ruhr, die ordentlich
Wasser führte. Der Ruhrtalradweg, dem ich nun folgte, war schön leer.
Ein paar Jogger und wenige Spaziergänger, aber größtenteils hatte ich
den Weg für mich alleine.





Über diese Brücke bin ich schon öfters bei der WWBT (eine Winter
Mountainbike Serie) gefahren. Davon gibt es auch einige Fotos. Dieses
Mal fuhr ich zur Abwechslung mal unter der Brücke hindurch. Danach ging
es auf gefrorenem Schneematsch steil berghoch auf den Höhenweg entlang
der Ruhr. Ich war erstaunt wie gut das GT diese Aufgabe meisterte. Nicht
einmal drehte das Hinterrad auf dem glattem Untergrund durch. Das MTB
begeisterte mich immer mehr.





Das Haus Ruhr wurde passiert. In früheren Touren kam ich hier schon einige Male vorbei.





Auf dem gemütlichen Rastplatz direkt an der Ruhr machte ich dann eine
kurze Pause. Der Wettergott meinte es wirklich gut mit mir. Was
sarkastisch klingt, meine ich wirklich ernst. Ich hatte irgendwie voll
Bock auf Winter. So oft schneit es hier ja nicht.





Unterhalb der Hohensyburg angekommen, verließ ich die Ruhr und fuhr
hoch zur Burg. Um etwas Abwechslung zu haben, wechselte ich von der
Straße auf einen steilen Pfad durch den Wald. Gespickt mit Steinen und
Wurzeln und dazu noch ziemlich glatt, kam ich Kräfte mässig bald an
meine Grenzen. Das MTB bot aber gute Traktion. Schließlich erreichte ich
einen breiteren Weg und bog rechts ab.





Der Weg führte zu einem alten Bergbaustollen aus dem 19. Jahrhundert.
Überall gab es hier solche alten Stollen, die aus Sicherheitsgründen
gesperrt waren. Ich kehrte zur Straße zurück, wo ich nach ein paar
hundert Meter den Abzweig zur Hohensyburg erreichte. Jetzt wurde es noch
einmal etwas steiler. Ich fuhr zunächst zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal.





Von hier oben hatte man einen wunderbaren Ausblick auf die Ruhr. Na
gut, dieses Mal war der Blick vielleicht etwas getrübt. Aber auch so
gefiel es mir hier. Jede Menge Fußgänger waren hier oben, aber alle
schön bequem mit dem Auto angereist und oben auf dem Berg geparkt.
Radfahrer habe ich keine gesehen. Dann ging es vorbei an rodelnden
Kindern und einigen Schneemännern rüber zur Burg.





Im Schnee wirkten die Burgruinen irgendwie noch morbider. Von hier
oben hatte man die Ruhr früher schon gut im Blick und unter Kontrolle.



Dann sah ich eine Pflanze die wohl etwas zu optimistisch war. Blüten
im Schnee bekam man ja nicht so oft zu Gesicht. Ab jetzt ging es erst
einmal abwärts. Ich durchquerte Syburg und erreichte unterhalb das
Wannebachtal, dem ich aber nur ein kurzes Stück folgte. Dann fuhr ich
wieder bergauf, vorbei am Golfplatz. Das einzige was mir hier begegnete
waren protzige SUV. Es lebe die Dekadenz. Gut das mein GT ohne Sprit
fuhr. Oben angekommen bog ich rechts auf die Wittbräucker Straße ab.
Nach der Überquerung der A45 ging es links bergab nach Wellinghofen.





Dass Freibad in Wellinghofen konnte eindeutig über Besuchermangel klagen. Woran das wohl lag?





An der alten Kirche fuhr ich dann rechts runter nach Hörde. Aber
vorher mal endlich ein Foto von dem alten Gebäude. War hier schon oft
vorbei gekommen, aber Fotos habe ich kaum von dem alten Gemäuer. Am
Nachmittag kam ich dann nach ca. 4 Stunden wieder zu Hause an.



Meine Füße spürte ich nicht mehr und kam mit dem Rad kaum die
Kellertreppe runter. Die Tourdaten waren nicht so beeindruckend. Knapp
46 km und ein Schnitt den ich lieber nicht erwähne, sind kaum der Rede
wert. Aber bei den Bedingungen ging das für mich in Ordnung. Es ging
mehr ums durchhalten und weniger um sportliche Höchstleistungen (die ich
bei den Bedingungen eh nicht leisten kann). Aber selten hat mir so ein
Wetter einen solchen Spaß gemacht. Ach ja, ca. 500 Höhenmeter hatte ich
auch noch zu verbuchen. Insgesamt musste ich schon sehr konzentriert
fahren, um nicht zu stürzen. Das gelang mir auch. Fast. Auf dem engen
Waldpfad unterhalb der Hohensyburg kam ich unfreiwillig zum stehen und
klickte den rechten Fuß aus. Leider kippte das Rad nach einem kurzen
Moment dann nach links und ich fiel in Zeitlupe in den hohen Schnee.
Weder mir noch dem Rad passierte dabei etwas.
lg Jennifer

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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Sonne_Wolken« (10. Dezember 2017, 20:20)


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Sonntag, 10. Dezember 2017, 22:28

Super Bilder. Immer wenn ich die Burg am Phönixsee zwischen den Betonbunkern sehe, frage ich mich wer so einen Frevel verbrochen hat. :rolleyes:
Die Glorreichen schieben ...

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Montag, 11. Dezember 2017, 10:15

Jahresrückblick 2017


Das Jahr neigt sich dem Ende zu und jetzt gibt es überall wieder Jahresrückblicke. Für mich ein Grund meinen ganzen persönlichen Jahresrückblick aufzuschreiben.

Januar 2017


Aus sportlicher Sicht begann das Jahr sehr bescheiden. Nachdem mich ein hartnäckiger Virus zwei Monate lahm gelegt hatte, war im Januar nicht mehr viel von meiner Fitness übrig. Die ersten Fahrten der Westfalen Winter Bike Trophy litten darunter. Teilweise musste ich die kürzeren Strecken fahren. Trotzdem fuhr ich meine ersten Punkte für die Jahreswertung ein.



Dafür wurde im Januar mein 87er Bianchi Rekord 910S fertig. Nach den ersten Probefahrten musste ich das ein oder andere noch nachbessern, doch hatte ich einen sehr sportlichen klassischen Renner in meinem Fuhrpark. Ich wollte das Rad für Klassikerfahrten einsetzen.





Februar 2017



Ich hatte noch nicht wieder zur alten Form zurück gefunden, fuhr aber wieder die längeren Strecken, auch wenn die Kraft zum Ende ganz schön nachließ. In Neuenrade kam ich dann mental und körperlich bei einer Regenfahrt auf anspruchsvoller Strecke an meine Grenzen und ein Stück darüber hinaus. Eine interessante Erfahrung, zumindest im Nachhinein.




März 2017

Der März begann mit einer CTF in Coesfeld. Hier wagte ich mich sogar auf die 67 km Strecke. Das war im Gelände schon eine Hausnummer. Ich meisterte die Herausforderung, wenn auch mit letzter Kraft. Aber immerhin ging es mit meiner Fitness langsam bergauf. Einen Tag später startete ich dann zum letzten Lauf der WWBT in Iserlohn. Trotz Muskelkater schaffte ich die 56 km Strecke eine Stunde vor der Zeit. Da ich alle 9 Läufe der WWBT absolviert hatte, bekam ich eine spezielle Kaffeetasse und nützliches Zubehör zur Fahrradreinigung. Außerdem kam ich aufgrund der Läufe und einiger zusätzlicher CTF mit einem 33 Punktepolster zur ersten RTF des Jahres.



Doch die erste richtige Fahrt mit dem Rennrad war direkt ein Brevet über 200 km. Ich startete in Münster und musste schnell feststellen das meine Fitness bei weitem noch nicht ausreichend war. Ich kam mit Abstand als Letzte kurz vor Zielschluss an. Und das bei einer flachen Strecke. Das Jahr zuvor war ich zur gleichen Zeit auf der fast gleichen Strecke noch deutlich schneller. So musste ich meine Brevetpläne revidieren. Es schien mir unmöglich nur zwei Wochen später einen 300er Brevet zu fahren. So konzentrierte ich mich zunächst wieder auf die RTF. Hier stand traditionell Sölde auf dem Programm. 75 km waren für den Anfang genau das Richtige. Ich fuhr mit meinem neu aufgebautem Kinesis Team Rad. Das hatte ich im Herbst zuvor als Alurahmen (90er Jahre) gekauft und während des Winters überwiegend mit neuen Teilen (Shimano 10-fach) aufgebaut. Sölde war die erste größere Tour mit dem Rad. Das sollte sich im Verlauf der RTF noch rächen, da ich Probleme mit dem neuen Sattel bekam.



Ansonsten fuhr ich im März viele RTF und holte mir langsam die Fitness die ich brauchte. Ende März machte ich dann noch einige längere Touren. Am Berg spürte ich noch die mangelnde Kraft, aber ansonsten war ich wieder im Plan. Das stimmte mich zuversichtlich.



April 2017

Der Monat begann hervorragend. Mein Kinesis Team Rad bekam einen bereits bewährten Sattel. Bei der RTF in Bochum konnten wir dann beide beweisen was in uns steckte. 114 km mit einem Schnitt von über 25 km/h bedeuteten einen großen Sprung nach vorne für mich. Der gelbe Renner passte jetzt hundertprozentig. Die RTFs in Düsseldorf und Haltern bestätigten dann meine gute Form. In St.Tönis dann eine 150er RTF mit viel Gegenwind. Ich fuhr in einer kleinen Gruppe und fuhr gerade bei Gegenwind oft vorne. Trotzdem kam ich auf einen Schnitt von knapp 26 km/h. Der April schien wirklich ein guter Monat zu werden.



Ende April verbrachte ich das Wochenende dann in Bielefeld beim Bianchitreffen. Hier kam mein weißes Bianchi dann endlich mal zum Einsatz. Ich schaffte es mit dem Rad sogar ohne richtige Bergübersetzung hoch zum Hermannsdenkmal. Das hätte ich im März bestimmt noch nicht geschafft.





Mai 2017

Der Mai begann mit einer Erkältung. Ich startete trotzdem die RTF in Dortmund, aber nur auf der 71er Strecke und mit gebremstem Elan. Eine Woche später absolvierte ich in Werne auch nur die kürzere Strecke. Das gleiche in Capelle. Eigentlich waren an beiden Tagen die 150er Strecken geplant, als Vorbereitung auf kommende Brevets. Doch da die Gesundheit nicht ganz mitspielte, hieß es Schadensbegrenzung zu betreiben. Nur keinen längeren Ausfall riskieren.

Im Mai wurde dann auch mein Randonneur fast fertig. Er basierte auf dem Rahmen eines Koga Miyata Traveller von 1992. Leider musste das gelbe Kinesis bald die 10-fach Shimano Schaltung hergeben, da ich die für das Koga brauchte. Das Kinesis sollte dann mal neu aufgebaut werden. Noch mit dem Peugeot (das Koga war noch nicht fertig) fuhr ich dann Mitte Mai noch einen 200er Brevet in Münster. Ich wollte sehen wie fit ich war. Dieses Mal lief es gut und ich konnte sehr zufrieden sein. Am Tag danach dann eine 113 km RTF in Gelsenkirchen. Hier explodierte meine Form geradezu. Die Strecke war nicht ganz flach und ich überraschte mich selber als ich an den Steigungen vorne in einer Gruppe Tempo machte. Ich musste dann später raus nehmen, da einige meiner Mitfahrer Probleme bekamen. In Witten lief es dann Ende Mai auch wieder gut auf der 150er Strecke. Gerade berghoch wurde ich stärker, solange es nicht richtig steil wurde.



Am letzten Maiwochenende fuhr ich dann zum Klassikertreffen nach Hannover. Ich hatte wieder das Bianchi dabei. Samstags gab es eine rasante Ausfahrt mit fast 28 km/h Schnitt. Sonntags fand dann ein Teilemarkt statt, wo ich so einige Teile ergattern konnte. Da das Treffen an der Radrennbahn Hannover statt fand, hatte ich auch noch die Gelegenheit das erste Mal mit einem geliehenen Faggin Bahnrad auf einer Bahn zu fahren. Nach ein bisschen Übung hatte ich den Bogen raus und fuhr eine Runde nach der anderen. Ein tolles Gefühl.





Juni 2017

Der Juni fing erst einmal mit Urlaub an. Natürlich nahm ich ein Rad mit. Es ging nach Workum/NL am Ijsselmeer. Hier wollte ich eine Woche auf einem Campingplatz verbringen. Und Pfingstmontag fuhr ich dann mit meinem Peugeot und einigen Mitfahrern die Fietselfstedentocht, einen 235 km Marathon. Der lief trotz teilweise Gegenwind sehr gut. Ich kam auf einen Schnitt von 25 km/h. Die Tocht in Bolsward ist für mich einer der Höhepunkte der Saison. Wieder bekam ich eine schicke Medaille.



Zurück in Deutschland fuhr ich mangels RTF dann Touren und die Klassikerausfahrt in Münster. Mitte Juni dann endlich wieder RTF. Ich fuhr die 154 km in Herbern. Es lief wieder sehr gut. Ich war also gut auf Kurs. Ich fuhr nur noch wenige RTF im Juni. Die meisten RTF waren mit sehr langen Anfahrten bei sehr früher Startzeit nicht attraktiv für mich.





Juli 2017

Anfang Juli startete ich in Wuppertal. Dort war leider gar nichts los. Viele waren wohl beim Start der Tour de France in Düsseldorf. Das Wetter war auch nicht toll. Es regnete den ganzen Tag ohne Unterlass. Deshalb nahm ich das Koga, wegen der Schutzbleche. Da die RTF aber auch viele Steigungen hatte, machte sich das hohe Gewicht bemerkbar. Unterwegs bekam ich dann auch noch leichte Knieprobleme. Trotzdem kam ich gut ins Ziel. Am nächsten Tag hielten sich die Knieprobleme bei der RTF in Sölde. Ich hoffte sie in der Woche danach auskurieren zu können.

Am Wochenende darauf ging es zu meinem zweiten Saisonhöhepunkt nach Nortorf bei Kiel. Hier startete ich wieder beim 24 Stunden Marathon und hatte mir einiges vorgenommen. Es lief zunächst auch gut und vor allem ohne Schmerzen. Vier Runden am Stück (112 km) in einer für mich guten Zeit. Dann eine erste kurze Pause und es ging wieder auf die Strecke. Jetzt stellten sich nach kurzer Zeit wieder die Knieprobleme ein. Ich nahm etwas Geschwindigkeit raus, aber es nutzte nichts. Nach nur zwei Runden fuhr ich wieder raus und machte eine längere Pause. Danach wieder auf die Strecke. Immer noch Schmerzen. Jetzt kamen noch Muskelkrämpfe dazu. Nach nur acht Runden und 280 km gab ich auf. Ich war ziemlich enttäuscht, aber die Vernunft siegte. Ich legte mich ein wenig hin und humpelte Morgens zum Frühstück. Dann ging es zurück nach Hause.



Nur eine Woche später startete ich dann in Boekelo/NL einen 300 km Brevet durch die Niederlande. Aufgrund meines Knies fuhr ich etwas gebremst, kam aber zwei Stunden vor der Zeit ins Ziel. Das Knie tat nur noch etwas weh.

Ende Juli war ich dann beim Bundesradsporttreffen in Hannover. Eine Woche lang nur RTF fahren. Leider waren es nur 6 RTF, da eine wegen starker Überschwemmungen ins Wasser fiel. Mein Knie hielt wieder und ich konnte an die gute Form im April anschließen. Ein echtes Highlight der Saison.





August 2017

Der August fing mit ein paar Radtouren an. Nach dem BRT war ich irgendwie gesättigt, was RTF anging. Erst am 20. August dann wieder eine RTF. Die 150er Strecke in Bocholt war schön, die Verpflegungssituation eher nicht. Na ja. Aber ich war fit.



Eine Woche später fuhr ich dann alleine in Moers die 156 km mit einem 27er Schnitt. Es lief gut. Einen Tag später fuhr ich dann nach Münster um meinen Neuerwerb, ein Rickert Spezial, abzuholen. Natürlich drehte ich mit dem Rennrad auch direkt eine Runde durchs Münsterland. Mein Keller füllte sich so langsam mit Rädern.





September 2017

Das Rickert nahm ich dann auch Anfang September zur RTF nach Oberhausen mit. Das Rad fuhr sich richtig gut und wird wohl meinem Peugeot in Zukunft bei RTF Konkurrenz machen. Das war dann für einige Zeit meine letzte RTF, da ich einen Todesfall zu betrauern hatte und mir nicht mehr der Sinn nach Punktejagd stand.



Dafür fuhr ich ab und zu die ein oder andere kürzere Tour. Und ich war bei der Klassikerbörse in Köln, wo ich ein restaurierungsbedürftiges RIH Mistral kaufte. Noch ein Rad mehr.





Oktober 2017

Mitte Oktober fuhr ich dann zum Saisonabschluss doch noch mal eine RTF. In Haltern fuhr ich mit Günter die 114 km in einer annehmbaren Zeit.




Danach kamen noch ein paar kürzere Touren, aber nichts was sportlich forderte.
Dafür wurde ich mit der Restaurierung des RIH fertig. Die war doch aufwändiger und teurer wie gedacht. Eine erste Probefahrt war vielversprechend. Das Rennrad von 1981 war eine gute Ergänzung zu meinem Bianchi für Klassikerfahrten. Ende des Monats führte ich dann noch die Hugo Rickert Gedenkfahrt zum 6. Todestag des genialen Rahmenbauers.





November 2017


Der November fing mit einer Fahrt in die Nähe von Mönchengladbach an. Etwas Geld wechselte die Besitzerin und ich war im Besitz eines 1994er GT Karakoram. Ich brauchte unbedingt ein vernünftiges MTB für den Winter. Und ich fand es in den Kleinanzeigen. Eine erste Fahrt über matschige Feldwege war vielversprechend.



Mitte November war dann Clubfest mit den Ehrungen. Ich hatte trotz meiner Probleme die meisten Punkte und wurde Vereinsmeisterin bei den RTF.
Um meine Form ins nächste Jahr zu retten, folgten einige längere Touren über 100 km, unter anderem auch in den Niederlanden.





Dezember 2017

Anfang des Monats war ich dann bei den Ehrungen des Bezirks. Immerhin erreichte ich wieder den 2. Platz der RTF-Wertung in meiner Altersklasse. Es gab einen schönen Pokal fürs Regal.



Ansonsten versuche ich im Dezember noch möglichst viele Kilometer zusammen zu bekommen. Denn die neue Saison fängt schon im Januar an.



Alle meine Ziele habe ich für 2017 nicht erreicht. Aber zumindest teilweise habe ich mich gegenüber 2016 verbessert. Und es ist für 2018 noch Luft nach oben. Auf jeden Fall bin ich nach der langen Saison wieder motiviert. Ich hoffe das hält lange vor.

10 alte Räder mit Baujahren zwischen 1981 und 2000 tummeln sich mittlerweile bei mir. Bin mal gespannt was 2018 noch dazu kommt.
lg Jennifer

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sonne_Wolken« (11. Dezember 2017, 10:37)


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Montag, 11. Dezember 2017, 19:54

...öhm, das Jahr hat aber noch ein paar Tage. Du wirst doch noch fahren, oder ?

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Montag, 11. Dezember 2017, 23:12

...öhm, das Jahr hat aber noch ein paar Tage. Du wirst doch noch fahren, oder ?
Klar, deshalb steht in meinem Rückblick ja auch noch nichts von Gesamtkilometer. ;)

Aber aus sportlicher Sicht gesehen, ist die Saison 2017 ja jetzt vorbei.
Zeit sich bei ein paar gemütlichen Touren durch den Schnee zu erholen. :D
lg Jennifer

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Mittwoch, 20. Dezember 2017, 10:54

Wintertour de Ruhr




17.12.2017




Für Sonntag plante ich meine nächste Tour. Es sollte an der Ruhr
entlang von Dortmund nach Duisburg, bis an den Rhein gehen. Da die Ruhr
ziemlich viel Hochwasser führte, war ich nicht sicher ob ich die Strecke
über den Ruhrtalradweg fahren konnte. Aber ich wollte es zumindest
probieren. Der Rückweg sollte dann mit dem Zug erfolgen.



Von Hörde führte mich die Route zunächst berghoch nach Wellinghofen
und weiter zur Wittbräucker Straße. Dann bergab links am Golfplatz
vorbei und rechts ein Stück durchs Wannebachtal.



Dann die steile Auffahrt hoch nach Syburg.





In Serpentinen ging es dann in rasanter Fahrt runter zur Ruhr. Hier
folgte ich dem Weg Richtung Witten. Die Ruhr führte immer noch sehr viel
Wasser, aber der Weg war problemlos befahrbar. Bei Temperaturen knapp
über 0 Grad war es den ganzen Tag neblig und diesig.





Am Hengsteysee sah ich dann schon von weitem das Koepchenwerk, ein
Pumpenspeicherkraftwerk von 1930. Mein Weg führte dann direkt an dem
alten Kraftwerk vorbei. Hinter Herdecke erreichte ich dann den
Harkortsee. Dort entlang fuhr ich nach Wetter.



Auch wenn man es vor lauter Ruhrromantik kaum glaubt, aber an der
Ruhr qualmen immer noch Schlote. Wenn auch nicht mehr so viele wie
früher.





In Witten erreichte ich dann das Schleusenwärterhaus. Im Sommer ein
beliebter Treffpunkt für Radfahrer, im Winter nicht bewirtschaftet.





Bei dem Hochwasser war die Ruhr ziemlich wild. Hier sollte man nicht
ins Wasser fallen. Hinter Witten kam ich dann an den Kemnader See.
Hier war auch nicht so viel los. Ein paar Spaziergänger, einige mit
Hund, und wie auf dem ganzen Weg bisher so gut wie keine Radfahrer. Ich
kam ganz gut voran und war guter Dinge noch im Hellen Duisburg zu
erreichen.



Hinter dem Kemnader See sah ich dann die Burg Blankenstein auf der
anderen Ruhrseite. Der Weg war ziemlich matschig, da die Ruhr hier wohl
noch vor kurzem „zu Besuch“ war. Aber mit dem MTB kein Problem. Doch die
Probleme fingen dann in Hattingen an. Ab hier war der Ruhrtalradweg
sehr oft überflutet und nicht befahrbar. Da nicht überall eine Umfahrung
ausgeschildert war, musste ich improvisieren und mich teilweise auch
durchfragen. So kamen einige zusätzliche Kilometer zusammen.





Hinter Hattingen war größtenteils total Land unter an der Ruhr. Der Weg war kaum noch zu erkennen in den Wasserfluten.





Trotzdem versuchte ich immer wieder ein fahrbares Stück zu finden. Leider endete das immer wieder im Wasser.





Irgendwann wurde das Wasser plötzlich so tief, das ich nasse Füße
bekam. Kein angenehmes Gefühl. Da es immer tiefer wurde, musste ich
umkehren. Das war gar nicht so einfach. Ein Kanu wäre da eine gute Wahl
gewesen. Leider war keines in Sicht. Zurück auf der Straße fuhr ich
weiter Richtung Essen.





Der Ruhrtalradweg verlief nun etwas höher und war wieder problemlos
zu befahren. Das ließ mich hoffen. Doch dann kam wenige Kilometer
vor dem Baldeneysee wieder eine kurze Wasserdurchfahrt. Da ich eh schon
nasse Füße hatte, war mir das egal. Danach wieder ein Stück trockener
Weg und dann war die Böschung auf den Weg gerutscht. Schlamm und Wasser
versperrten mir den Weg. Aber mit dem GT kein Problem. Auf halbem Weg
stürzte ich dann in den Schlamm. Nass und dreckig, aber unverletzt,
rappelte ich mich wieder hoch und erkundete die Ursache für meinen
Sturz. Ein Baugitter war von der Böschung mitgerissen worden und verbarg
sich unter dem Schlamm. Hier war mein Vorderrad hängen geblieben, was
zum Sturz führte. Meine Versuche mich mit Papiertaschentüchern zu
reinigen, scheiterten kläglich. Meine nassen Füße spürte ich eh schon
nicht mehr, also egal. Aber ich überdachte meine Pläne. So würde man
mich sicher nicht mehr in den Zug lassen. Und wenn der Rest des
Ruhrtalweges auch so, oder so ähnlich aussah, wäre es fraglich ob ich
überhaupt in absehbarer Zeit in Duisburg ankäme. Der Entschluss
umzukehren war dann schnell gefasst. Ich fütterte mein Navi also mit der
Heimatadresse und kehrte um. An der nächsten offenen Bäckerei versorgte
ich mich mit Streuselkuchen und Cola für den Rückweg.



Leider wollte das Navi zunächst wieder an der Ruhr entlang. Wie
erklärte man seinem Navi das der Weg dort nicht befahrbar war? Ich
ignorierte also die Anweisungen und fuhr möglichst parallel auf Straßen
zur Ruhr. Das Navi berechnete dann immer wieder neu. Zwischendurch eine
kurze Essenspause und weiter. So ging es bis nach Hattingen. Hier
verließ das Navi die Ruhr und lotste mich über Hammertal und
Herbede nach Witten. Die Strecke führte auf und ab. So kamen noch einige
Höhenmeter dazu. Dann ging es mitten durch die City von Witten. Hier war
viel los. Die Leute schienen dem Weihnachtsmarkt zuzustreben. Ich
verließ Witten so schnell wie möglich und erreichte über Eichlinghofen
und Hombruch schließlich die heimatlichen Gefilde in Hörde, wo ich mit
Einbruch der Dunkelheit zu Hause eintraf. Knapp 118 km kamen bei einem
Schnitt von etwas über 16 km/h zusammen. Also eher eine gemütliche Tour,
wenn auch mit über 1000 Höhenmeter. Nach der Reinigung des Rades kam
ich dran. Unter der heißen Dusche tauten meine Füße dann schmerzvoll
wieder auf. Aber Leiden gehörte beim Rad fahren halt auch ein bisschen
dazu. Ich fühlte mich jedenfalls immer besser auf den Winter
vorbereitet. Obwohl ich nicht wie geplant in Duisburg ankam, war es eine
schöne und interessante Tour.
lg Jennifer

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sonne_Wolken« (20. Dezember 2017, 19:32)


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209

Donnerstag, 28. Dezember 2017, 09:58

Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte


26.12.2017

Und so begab es sich das die Klassikerfee am zweiten Weihnachtstage mit ihrem treuen Stahlross Bloody Mary die beschwerliche Reise gen Burghügel Mark antrat. Hier traf sie auf die beiden Pedalritter Spike und Patate.



Leider war die Zugbrücke zum Burghügel hochgeklappt und man verwehrte der tapferen Fee den Zutritt. Also schlug sie ihr Lager vor der Burg auf und wartete auf ihre Begleiter. So oder so ähnlich würde meine Geschichte beginnen, wenn es wirklich eine Weihnachtsgeschichte wäre. Aber da es nur eine ganz normale Radtour am zweiten Weihnachtstag war, wartete ich einfach vor dem Hügel in Hamm auf Spike und Patate. 43 km hatte ich bis dort hin bereits auf dem Tacho. Es war größtenteils bewölkt, aber ab und zu blitzte die Sonne bei 5 bis 6 Grad durch die Wolken. Nachdem meine Begleiter eingetroffen waren passierten wir zunächst den Maximilianpark nördlich. Weiter fuhren wir zum Datteln-Hamm-Kanal, den wir bei Uentrop erreichten.


Dann machten wir scheinbar einen großen Sprung und befanden uns plötzlich in Indien. In Wahrheit befindet sich der bunte Hindu Tempel aber mitten im Industriegebiet von Uentrop.


Und ein Stück weiter das waren auch keine indischen Reisfelder sondern ein überschwemmter Acker.

Daneben befand sich dann auch direkt das Kraftwerk. Wir verließen den Kanal und fuhren Richtung Welver.

Dort in der Nähe passierten wir die Burg Vellinghausen aus dem Jahre 1300. In der Nähe fand im siebenjährigen Krieg 1761 die Schlacht bei Vellinghausen statt. Gefährliche Zeiten also. Für uns wurde es aber nicht gefährlich, da auf den Straßen nicht viel Verkehr war.

Dafür machten wir dann aber eine gemütliche Pause in einem Unterstand mit Blick auf die Lippeauen. Von hier kann man auch schön Vögel beobachten. Während wir unsere Bütterken verspeisten entdeckten wir Enten, Reiher, Perlhühner und ein paar Kanadagänse, die hier vor sich hin dösten oder im Vogelgespräch vertieft waren. Eine schöne friedliche Szene, passend zum Anlass.

Nach der Pause fuhren wir weiter und erreichten bald die Museumsbahn in Heintrop. Die Strecke lag im Winterschlaf, bot aber einen ganz netten Anblick und erinnerte an frühere Zeiten wo Bahnen noch wichtige Transportmittel waren. Leider wurden diese dann gerade in ländlichen Regionen von Autos und LKW ersetzt.

Auf diesem Güterbahnhof wurden schon lange keine Güter mehr umgeschlagen. Nur ein Eisenbahnverein hielt die Erinnerung an vergangene Zeiten immer noch wach. Wir überquerten die Lippe und kamen durch Lippborg. Weiter östlich erreichten wir dann Kesseler. Unser Weg führte nun zunächst nach Süden vorbei an der Kesseler Mühle und wieder über die Lippe. Kurz vor Niederbauer ging es dann westwärts.

Dieser Baum hatte sich Weihnachten sicher auch anders vorgestellt. Wer steht schon gerne die ganze Zeit im Wasser. Aber durch die vielen Regenfälle, war an vielen Orten Land unter. Keine weißen Weihnachten, sondern ziemlich feuchte Weihnachten.
Wir erreichten schließlich Hultrop. Bei Spike machte sich hinten leider ein schleichender Plattfuß bemerkbar. Also war immer mal wieder etwas Luft pumpen angesagt. Da wir wieder an dem alten Bahnhof Heintrop vorbei kamen, setzten wir uns dort auf eine Holzbank und Spike ersetzte den alten Schlauch gegen einen neuen. Ein Flicken hatte sich gelöst. Ich nutzte die Pause für einen kleinen Imbiss. Immer gut wenn man etwas dabei hat. Dann ging es weiter.


Mitten auf einem Feld dann zwei alte Brückenköpfe. Anscheinend ist das Errichten von sinnlosen Bauwerken keine Erfindung der letzten Jahre. Wie sich herausstellte waren die Bauten Teil einer bereits in den 20er Jahren geplanten und Ende der 30er Jahre angefangenen Autobahn (die Strecke 77) zwischen Hamm und Kassel. Nach dem Krieg entschied man sich dann für einen anderen Trassenverlauf (die heutige A 44) und ließ einige der bereits errichteten Teile einfach auf dem Acker stehen.


Kurz vor Vellinghausen stießen wir dann auf ein Denkmal eines noch viel älteren Krieges. In der Schlacht von Vellinghausen 1761 standen sich Franzosen und Deutsche/Engländer gegenüber. Zum Glück sind solche Zeiten vorbei und ich konnte mir ein „Vive la France“ an diesem Ort nicht verkneifen. Damals hätte dieser Ruf bei den Deutschen sicher keine Begeisterung hervorgerufen. Aber aus Hass ist noch nie etwas Gutes erwachsen. Und so parkte ich mein Meral vor dem Denkmal. Für mich sind solche Denkmäler ein Monument gegen den Krieg.

Der Stahl dieser Kanone wäre sicher im Fahrradbau besser verwendet worden. Rad fahren verbindet und spaltet nicht wie Waffen. Nachdenklich fuhr ich weiter.
Nach Vellinghausen fuhren wir weiter nach Eilmsen, überquerten die A 2 und passierten Osttünnen. Es wurde langsam dunkel und ich verabschiedete mich von meinen Mitfahrern. Während sie weiter Richtung Hamm fuhren, zweigte mein Weg nach Rhynern ab und führte vorbei an Bönen nach Unna. Über Massen und Wickede erreichte ich Dortmund. Hier folgte ich der Bahntrasse Richtung City, bevor ich nach Süden zurück nach Hörde fuhr. Gegen 21 Uhr traf ich zu Hause ein.

Die Tour war lang und sehr schön. Auf den unbefestigten Bahntrassen die ich auf dem Hinweg fuhr, war es noch sehr matschig. Entsprechend sahen Bloody Mary und ich hinterher aus. Zumal sie vorne aus Platzgründen kein Schutzblech hat.
Knapp 139 km kamen am Weihnachtstag zusammen. Ein bisschen groggy war ich schon. Ungewohnt war der Sattel und der Trainingslenker. Beide sind nicht wirklich für lange Strecken geeignet. Aber Bloody Mary soll ja in Zukunft überwiegend als Stadtrad eingesetzt werden.
lg Jennifer

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210

Donnerstag, 28. Dezember 2017, 11:55

Wow, super Tourbericht! :thumbsup:
Die Glorreichen schieben ...

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211

Freitag, 29. Dezember 2017, 00:06

Wie immer: schöne Berichte und Fotos, und tolle Räder. Solltest Du mal wieder eine (etwas trockenere) Tour Richtung Duisburg/Mülheim planen, sag Bescheid wenn Du Lust auf ein bisschen Gesellschaft unterwegs hast ;)

Ganz liebe Grüße,
Jacqueline

PS: Ruby geht es immer noch prima :thumbup:
“It is our choices, that show what we truly are, far more than our abilities.”
― J.K. Rowling, Harry Potter and the Chamber of Secrets


Ratatouille (12.03.2015) 4859 / Otmar (12.08.2015) 7388/ Ruby (22.10.2016) 1816 / A: 220
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Dienstag, 9. Januar 2018, 11:22

Kanaltour 2018


08.01.2018
Da ich Urlaub habe fuhr ich am Montag eine kleine Runde am Datteln-Hamm-Kanal. Es wurde meine erste Tour für 2018. Um 20 vor 9 Uhr startete ich in Hörde. Da es am Kanal etwas dreckig werden konnte, nahm ich das GT Mountainbike mit den Steckschutzblechen. Erstes Ziel sollte der Preußenhafen in Lünen sein. Dort wollte ich mich mit Tom treffen. Es war bereits sonnig, aber nur 2 Grad „warm“. Der kalte Ostwind sorgte aber für noch mehr gefühlte Kälte. Von Phönix-West fuhr ich über die Semmerteichstraße hoch zur B1. Dann ging es weiter nach Körne, wo ich den Körnebach kreuzte.



Kurz vor Scharnhorst erreichte ich die Überlauffläche Ost. Dies ist eine von vielen Becken, die Überflutungen vermeiden oder zumindest abmildern sollen. Darum ist Hochwasser in Dortmund kein so großes Thema mehr. Über Scharnhorst und Grevel fuhr ich nach Lanstrop. Hier wurde es jetzt am nördlichen Rand von Dortmund richtig ländlich.



Im Hintergrund schaut das Lanstroper Ei hervor. Lanstroper Ei? Die meisten kennen sicher das Ei des Kolumbus, aber das Lanstroper Ei? Es handelt sich um einen alten Wasserturm aus Stahl, der eine etwas eirige Form hat. Daraus machte der Volksmund das Lanstroper Ei. Für mich immer wieder eine wichtige Landmarke zur Orientierung.



Die Gewächshäuser waren leer, boten aber auch so ein interessantes Bild. Weiter ging es vorbei am Lanstroper See nach Lünen.



Pünktlich um 10 Uhr traf ich zusammen mit Tom am Preußenhafen ein. Selbst jetzt im Winter ist das ein beliebter Treffpunkt für Skipper, Radler und Hundebesitzer. Ein bunt gemischtes Völkchen eben.



Wir fuhren Richtung Osten gegen den unangenehmen Wind, der in den Ohren pfiff. Aber so hätten wir auf dem Rückweg wenigstens Rückenwind. Der Kanal glitzerte in der Sonne. Viel war auf dem Weg nicht los. War ja auch Montag und nicht alle hatten Urlaub. Dann kam uns Theo entgegen, ein Radkamerad von Tom. Er war gerade auf dem nach Hause Weg, beschloss aber spontan umzudrehen und noch eine Runde mit uns zu fahren. So ging es zu dritt weiter.



Nach einigen Kilometern überquerten wir den Kanal und machten uns auf den Rückweg. Wenige Kilometer weiter verabschiedete sich Theo wieder und fuhr direkt nach Hause. Tom und ich fuhren dann noch ein bisschen abseits des Kanals, bevor wir zum Preußenhafen zurück kehrten. Ich gönnte mir eine Pommes, da der Magen mittlerweile doch ordentlich knurrte. Das Frühstück war eine Weile her. Wir saßen draußen in der Sonne und quatschten noch eine Weile, bevor wir uns verabschiedeten.



Ich fuhr wieder nach Lanstrop und machte einen Abstecher zum See. Der Lanstroper See entstand in den 60er Jahren durch einen Bergsturz und eine damit verbundene Absenkung. Die Senke füllte sich dann mit Grundwasser und schon war der Lanstroper See geboren. Man ließ es einfach so. Im Ruhrgebiet war man halt pragmatisch.



Neben dem See begeisterte mich immer wieder die Streuobstwiese mit alten Obstbäumen. Gerade im Sommer und Herbst ein schönes Fleckchen Erde.



Dann kam ich wieder am Lanstroper Ei vorbei. Für mich eines der Wahrzeichen von Dortmund. Passte auch gut zu meinen alten Stahlrädern. Und hatte auch reichlich Patina.



Neueren Datums war dieser riesige Bohrer in Kurl. Mit Bergbau und Tunnelbau kannte man sich in Dortmund aus.



Direkt gegenüber eine alte Mühle mit angrenzender kleiner Halle. Relikte aus der Frühzeit der Industrialisierung. Seit ein paar Jahren befand sich ein Restaurant in dem Gebäude. Weiter fuhr ich entlang des Körnebachs, der mehr Wasser als gewöhnlich führte. Aber dank reichlich Platz bestand noch keine Gefahr der Überflutung.



Der Name dieser Straße war Programm. Man könnte auch sagen eine sehr lange Reihe, von z.B. Häusern. Diese Straße war wirklich lang. Und da die Dortmunder Humor haben, gab es auch eine Kurze Reihe. Eine kleine, sehr kurze Seitenstraße der Lange Reihe.



Und damit nicht alle denken in Dortmund wäre es nur idyllisch, ausnahmsweise mal ein Foto einer großen, sehr großen Kreuzung. Hier trifft die Semmerteichstraße auf die B1. Mit dem Rad über die Kreuzung zu kommen dauerte mindestens 5 Minuten, aufgrund der ungünstigen Ampelschaltung.



Schließlich erreichte ich mit Phönix West wieder heimatliche Gefilde. Wir hatten sogar einen Skywalk. Hier sieht man den Aufgang. Leider kann dieser nur wenige Male im Jahr betreten werden.

Gegen 16 Uhr war ich dann wieder zu Hause. knapp 70 km sagte das Navi. Tempo war eher gemütlich. Aber eine schöne Einstiegstour fürs neue Jahr. Und ein schöner erster Urlaubstag.
lg Jennifer

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213

Mittwoch, 10. Januar 2018, 18:46

Dortmunder Südtour


10.01.2018
Aufgrund meines Urlaubs hatte ich am frühen Mittwoch Nachmittag Lust mal eine kleine Runde mit meinem RIH zu drehen. Mit 8 Grad war es für Januar ziemlich mild, trocken war es auch. So fuhr ich zunächst von Hörde hoch nach Wellinghofen.


Hier machte ich einen kleinen Fotostopp an der Kirche. Dann fuhr ich zunächst weiter Richtung Aplerbeck, um danach einen südlichen Bogen um Höchsten zu schlagen.


Im Süden von Dortmund war es keineswegs flach. Aber mit dem 39er Kettenblatt vorne meisterte ich auch die steileren Anstiege. Landschaftlich hat der Süden auf jeden Fall seinen Reiz. Auf der Wittbräucker Straße überquerte ich die Autobahn, bevor ich am Golfplatz runter ins Wannebachtal fuhr.


Dann durchquerte ich das Tal. Hier und da ein Bauernhof, ansonsten war es hier sehr einsam, und hügelig. Das waren wohl die Ausläufer des Ardeygebirges.


Landidylle pur am Rande von Dortmund. Am Ende des Tals fuhr ich rechts bergauf Richtung Hohensyburg.


Ich bog links zur Burg ab, hielt mich dann aber noch mal links Richtung Casino. Mein Ziel war die alte Kirche ein Stück vor dem Casino. Die Kirche gab es bereits im sehr frühen Mittelalter. Sie wurde später erweitert. Die Grabsteine vor der Kirche waren sehr alt. Auf einem konnte ich die Jahreszahl 1636 entziffern. In der Kirche sollen noch Grabsteine aus dem Mittelalter stehen.


Ich begnügte mich jedoch mit der schönen Außenansicht als Kulisse für mein RIH. Dann kehrte ich zurück auf dem gleichen Weg.


In einer alten Kutschenremise befand sich schon seit einiger Zeit ein Restaurant. Das Gemäuer schien auch schon etwas älter zu sein, bot aber einen schönen Anblick. Ich fuhr durch Syburg und runter zum Wannebachtal, das ich dieses Mal aber rechts liegen ließ. Nun ging es wieder steil bergauf hoch zur Wittbräucker Straße. Der folgte ich und bog dann hinter der Autobahn links nach Wellinghofen ab. Bergab schlackerte mein Hinterrad immer stärker, so das ich rechts ran fuhr und die Sache untersuchte. Mehrere Speichen waren lose, aber nicht gebrochen. Ich hatte den Laufradsatz gebraucht, aber in fast neuwertigem Zustand gekauft. Dann hatte ich ihn so eingebaut, statt ihn vorher noch mal im Zentrierständer genauer zu überprüfen. Meine Faulheit rächte sich jetzt. Statt einer weiteren Schleife beschloss ich vorsichtig nach Hause zu fahren.


Vom Wellinghofer Freibad war es nicht mehr weit. Nach einem Bad war mir sowieso nicht. Und mein RIH war auch sauber genug und hatte keine Wäsche nötig. So braun wie das Wasser aussah, würde man eh nur dreckig.

Nach 24 km kam ich wieder zu Hause an und fand im Briefkasten ein Buch mit Radsportgeschichten von Tim Krabbé vor. Für Lektüre im Urlaub war jetzt also auch gesorgt.
lg Jennifer

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214

Sonntag, 28. Januar 2018, 21:02

Winterkaffee


27.01.2018

Der letzte Januarsamstag war trocken und sogar ein wenig sonnig. Aber mehr als 7 Grad waren nicht drin. Mittags traf ich mich mit Tom am Preußenhafen in Lünen zu einer Ausfahrt ins Münsterland. In letzter Zeit war ich wenig gefahren, trainierte aber seit knapp zwei Wochen fast jeden Tag auf der Rolle. Da ich leider über den Winter bereits 13 kg zugenommen hatte, war ich gespannt wie es um meine Fitness bestellt war. Von meinen Rädern wählte ich mein GT aus. Es war einigermaßen leicht, aber trotzdem stabil. Das war angesichts meines nun sehr hohen Gewichts wichtig.
Zügig fuhr ich die ca. 20 km zum Preußenhafen. Hier hatte ich Tom dann zunächst verpasst, weil ich knapp eine halbe Stunde zu spät kam. Das hatte ich ihm vorher auch geschrieben, konnte er aber wohl nicht mehr rechtzeitig lesen. Nach einem kurzen Telefonat war das geklärt und ich vertrieb mir die Wartezeit mit ein paar Fotos.






Für mich war der Preußenhafen immer wieder ein beliebtes Fotomotiv. Genau wie meine Räder.
Zunächst fuhren wir am Datteln-Hamm-Kanal Richtung Hamm. Bei Beckinghausen überquerten wir dann den Kanal und kurz darauf beim Wehr Westfalia die Lippe. Diese führte ordentlich viel Wasser. Über die Westfalia-Brücke kamen wir zum ehemaligen Gelände der Zeche Westfalia.




Kurz vor dem Gelände dann ein bisschen Nordseeidylle. So einen kleinen Privatstrand im Garten hätte ich auch gerne.




Die alte Brücke, die zu Zechenzeiten benutzt wurde, hatte man als Denkmal aufbewahrt, als die neue etwas breitere Brücke gebaut wurde.




Die alte Kantine der Zeche war noch erhalten. Das wäre doch ein herrliches Gebäude für Wohnung, Werkstatt und mit Ausstellungsräumen für meine alten Räder. Ich mag so alte Industriegebäude einfach.

Hinter Wethmar folgten wir ein Stück der B 54 Richtung Werne. Am Rande von Werne drehten wir dann eine kleine Extrarunde bis wir den richtigen Weg fanden. Der führte uns nach Norden. Unser Ziel war Herbern.




Doch zunächst erreichten wir das Schloss Westerwinkel am Rande von Herbern. Das barocke Schloss, das seit dem 17. Jahrhundert nicht mehr verändert wurde, beherbergt ein Museum und einen Golfclub.




Ich bewunderte die großzügigen Räumlichkeiten. Jede Menge Platz für alles Mögliche. Aber bestimmt auch sehr teuer im Unterhalt.




Wirklich idyllisch präsentierte sich auch der große Hof. Nach einer Umrundung fuhren wir rein nach Herbern um am frühen Nachmittag einen Kaffee in der örtlichen Eisdiele zu trinken. Mehr verwehrte ich mir aufgrund meiner Diät. Dabei dufteten die frischen Waffeln die am Nachbartisch kredenzt wurden geradezu verführerisch. Aber ein imaginärer Blick auf meine Waage verbot jeden Gedanken an solche Köstlichkeiten. Bei meinem jetzigen Gewicht gerieten meine Saisonziele in große Gefahr.
Nun hieß es sich auf den Rückweg zu machen. Tom hatte keine Beleuchtung mit und wir sollten möglichst noch im Hellen wieder in Lünen sein. Ich hatte ja noch 20 km mehr bis nach Hause, hatte aber auch mit Lampen am Rad vorgesorgt. Wir fuhren größtenteils parallel zum Hinweg.




Dann kamen wir wieder zum Wehr Westfalia. Hier schäumte die Lippe regelrecht. Viel fehlte nicht mehr bis sie über ihre Ufer treten würde. Ich hoffte aber das es nicht wieder zu Überschwemmungen kommen würde.




Ein Stück weiter hatte der Sturm „Frederike“ diesem Grundstück arg zugesetzt. Fast der gesamte Baumbestand der dem Haus als Blickschutz diente, war rundum einfach umgeknickt. Zum Glück hatte das Haus nicht allzu viel abbekommen, wie es schien.

Wir erreichten den Kanal und fuhren an ihm Richtung Datteln entlang. Am Preußenhafen wechselten wir auf die andere Seite. Langsam fing die Dämmerung an, doch Tom hatte es nicht mehr weit. Wir verabschiedeten uns. Eine schöne Tour mit Sonnenschein am Nachmittag ging gegen 17 Uhr zu Ende. Ich schaltete das Licht ein und machte mich auf den Weg nach Hause Über Lanstrop und Kurl erreichte ich den Körnebach-Weg. Der brachte mich nach Wambel. Da ich seit dem Frühstück nichts mehr gegessen und nur Wasser und Kaffee getrunken hatte, ließ meine Leistung etwas nach. Also fuhr ich einfach langsamer. Jetzt musste mein Körper auf meine reichlich vorhandenen Fettreserven zugreifen.

Kurz vor 19 Uhr kam ich dann zu Hause an. Was freute ich mich auf etwas zu Essen. Ich bereitete mir eine Schüssel mit Magerquark, Erdbeermus und Kräutern zu. Selten fand ich Quark so lecker.

Endlich kam ich mal wieder zum Rad fahren. Knapp 103 km kamen zusammen. Obwohl ich unterwegs nichts aß, kam ich ganz gut auf den 100 km zurecht. Ein gutes Zeichen. Anfang März stünde mein erster Brevet an. Dann würde ich die Diät wohl kurz unterbrechen müssen. Für 200 km reichten meine Fettreserven wahrscheinlich nicht ganz.
lg Jennifer

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215

Dienstag, 13. Februar 2018, 10:47

Rund um den Baldeneysee

03.02.2018
Am ersten Samstag des Februars traf ich mich mit Jacqueline, Paule, Michi, Gerhard und Marcus am Schloss Broich in Mülheim an der Ruhr zu einer kleinen Tour. Es sollte entlang der Ruhr zum Baldeneysee nach Essen gehen.

Da es an der Ruhr teilweise noch matschig sein konnte, wählte ich wieder mein GT Karakoram zum fahren. Das Wetter war kühl und bewölkt, aber es sollte wenigstens trocken bleiben. Ein typisch grauer Wintertag eben.



Das Schloss entstand im 9. bis 11. Jahrhundert als Burg am Hellweg, um diesen zu sichern. Später wurde es dann erweitert.



Im Hof steht noch der alte Brunnen. Doch viel Zeit für Sightseeing hatten wir nicht, da wir Richtung Ruhr starteten.



Wir fuhren ruhraufwärts Richtung Essen. Die Ruhr führte immer noch relativ viel Wasser.



Nach einiger Zeit erreichten wir den Baldeneysee, der Anfang der 30er Jahre aufgestaut wurde.



Wir umrundeten den See und kamen schließlich zum Haus Scheppen. Neben dem ehemaligen Lehnshof aus dem Spätmittelalter befindet sich ein Imbiss, der ein beliebter Treffpunkt für Motorradfahrer, aber auch Radler ist. Hier legten wir eine Pause ein und verpflegten uns mit Getränken und einem Imbiss. Paules Tretharley machte sich gut vor der Stahlskulptur eines Rades.



Mein GT hatte schon etwas Schlamm abbekommen, schlug sich auf dem Terrain aber natürlich gut. Ist halt einfach ein gutes Touren-MTB.



Schließlich machten wir uns auf den Rückweg und verließen den See ruhrabwärts. Am späten Nachmittag erreichten wir wieder Mülheim und verabschiedeten uns. Ich musste noch nach Köln um dort einen Rennradrahmen abzuholen. Spät Abends traf ich kaputt, aber zufrieden in Dortmund ein. Ein schöner Tourtag mit netten Mitfahrern und knapp 53 km war zu Ende. Und ein neues Rennrad Projekt wartete jetzt auch.
lg Jennifer

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Montag, 19. Februar 2018, 12:27

Duisburger Runde

10.02.2018

Wieder traf ich mich Samstags mit Jacqueline und Gerhard am Schloss Broich in Mülheim. Bei sehr bewölktem Himmel und Temparaturen um null Grad sollte es dieses Mal die Ruhr hinunter bis zum Rhein und danach eine Runde durch Duisburger Gebiet gehen.
Schon beim ausladen meines GT Karakoram stellte ich fest das der Vorderreifen platt war. Das erklärte auch das leise Geräusch während der Fahrt mit dem Auto. Zum Glück war ich relativ früh dran und machte mich sofort an den Schlauchwechsel. Dieser klebte richtig am Reifen. Nach dem aufpumpen mit der mitgeführten Standpumpe fuhr ich zum Treffpunkt, wo Gerhard schon wartete. Kurz darauf traf auch Jacqueline ein. Dann ging es los.



Wir folgten dem Ruhrtalradweg. Teilweise hatten wir mit gefrorenem Matsch oder Eis zu kämpfen. Es hieß also vorsichtig zu sein. Wir passierten auch eine Ecke von Oberhausen, bevor Duisburger Stadtgebiet in Sicht kam.



Mit dem Duisburger Hafen und Meiderich verbinden mich viele Kindheitserinnerungen. Mein Großvater war in Meiderich geboren und wir machten öfters eine Hafenrundfahrt. Ich weiß noch wie ich als Kind gestaunt habe, ob der ganzen Geschäftigkeit und der vielen Schiffe. Meine Wiege stand etwas weiter südlich in Neudorf, in der Nähe von Rhein und Ruhr.



Wolkenschafe an der Ruhr. Aber dieses Mal hatten wir einen komplett verhangenen Himmel.



Über dieses Sperrwerk fuhr ich auch schon unzählige Male mit dem Rad.



Die Rheinorange ist für mich immer wieder ein beliebtes Ziel. Sie markiert den Zusammenfluss von Ruhr und Rhein. Die Orange soll übrigens einen glühenden Stahlrohling darstellen. Das passt gut zur Stahlstadt Duisburg.



Wir überquerten den Rhein etwas weiter flussaufwärts. Seit die Brücke dort stand, verlor die Fähre ihre Bedeutung. Und damit auch die dortige Gastronomie. Schade eigentlich.



Hier konnte man schön direkt am Rhein sitzen und sich ein kühles Getränk genehmigen. Wir wendeten uns rheinabwärts.



Teilweise gab es hier aber auch noch das alte, industriell geprägte Duisburg. Auf der nächsten Brücke querten wir wieder den Rhein. Hier war die Einfahrt zum großen Hafen. Wir folgten den alten Straßen mit Kopfsteinpflaster.



Hier wurden ebenfalls wieder Kindheitserinnerungen wach. Das Kopfsteinpflaster, die diesige Luft und die rauchenden Schlote, fast wie in den 60er und 70er Jahren. Nach einem weiteren Stück rheinabwärts hielten wir uns nun landeinwärts. Wir erreichten einen Weg entlang eines Bahndamms. Beim verlassen des Weges passierte es dann in einer gepflasterten Kurve. Ich fuhr eine etwas weitere Linie und lag plötzlich am Boden. Natürlich fiel ich genau auf mein linkes, eh schon kaputtes Knie. Der Kopf schlug einmal hart in Höhe der linken Schläfe auf. Zum Glück trug ich einen Helm. Der Schock und der plötzlich einsetzende Schmerz im Knie lähmten mich zunächst. Langsam krabbelte ich an die Seite und kam vorsichtig wieder auf die Beine. Als der Schmerz nach ein paar Minuten nachließ, konnte es dann weiter gehen. Das GT hatte nichts abbekommen und auch mein Knie schien nicht so sehr in Mitleidenschaft gezogen worden zu sein.



Nach einigen Kilometern erreichten wir dann den Landschaftspark Duisburg Nord. Das alte Stahlwerk war nach seiner Stilllegung fast abgerissen worden. Zum Glück besann man sich eines Besseren. Mittlerweile ist die Industrieruine eine absolute Attraktion. Wir kehrten in der dortigen Gastronomie ein um uns zu stärken. Ich bestellte einen Eintopf ohne Fleisch. Dann musste ich den ganzen Speck raus fischen. Soviel zu dem Thema ohne Fleisch. Nach der Pause machten wir uns auf den Rückweg.



Wir folgten dem grünen Weg. Hier mahnte ein grell angestrichenes Rad zur Vorsicht. Radfahrer haben keinen Airbag und keine Knautschzone.



Wir verließen den grünen Weg Richtung Oberhausen. Dort fand ich auf einer Wiese ein altes Schnellboot. Schade das das hier so vergammelte. Zunächst verabschiedete sich Gerhard und an der Grenze zu Mülheim dann auch Jacqueline. Ich fuhr alleine Richtung Ruhrtalradweg weiter.



Hier erreichte ich den Aquarius, einen alten Wasserturm. Nun waren es nur noch ein paar Kilometer.



Wie kalt es wirklich war, konnte man gut an dem Zaun sehen, der unter einer Brücke stand.



Schließlich erreichte ich vor Anbruch der Dunkelheit wieder Schloss Broich und verstaute mein Rad. Eine schöne Tour an Ruhr und Rhein ging zu Ende. Vielen Dank auch an meine beiden Mitfahrer für die Tour und die angenehme Gesellschaft. 53 km standen auf meinem Tacho.

Ach ja, mit meinem Knie hatte ich Glück. Nur eine leichte Prellung und eine kleine Schürfwunde waren die Folgen des Sturzes.
lg Jennifer

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Freitag, 23. Februar 2018, 17:31

Winterimpressionen


12.02.2018

Am Rosenmontag trat ich mit Tom die Landflucht an. Es war kalt und hatte teilweise geschneit. Wir beschlossen eine Runde mit den Mountainbikes ins Münsterland zu fahren. Zunächst ging es vom Preußenhafen in Lünen über die Seseke Richtung Lippe.


Wir passierten das Schloss Schwansbell und fuhren vorsichtig über die verschneite Sesekebrücke. Was war ich froh Stollenreifen zu haben.


Über verschneite Feldwege ging es dann weiter. Die Wälder mieden wir weitestgehend, wegen der immer noch vorhandenen Sturmschäden. Dann fuhren wir über die Lippe und kamen mal wieder am Eisenwerk Westfalia vorbei. Doch wir fuhren uns gerade erst warm und so hielten wir hier nicht an. Nach Wethmar passierten wir südlich Langern. Nach dem durchqueren von Werne richteten wir unsere Fahrt zunächst weiter nach Osten. Trotz einiger Schleifen erreichten wir bald darauf Hamm. Nun ging es nach Norden.


Unterwegs beobachteten wir ein paar Frischlinge beim wühlen im Schlamm. Die Kleinen machten sich wahrscheinlich gerne dreckig und waren quirliger als ein Sack Flöhe.

Da guckst Du aber, wollte ich dem Kerl zurufen. Noch nie eine Radfahrerin gesehen? Der konnte aber auch glotzen, ehrlich jetzt.


Ein paar düstere Wolken kündeten Unheil an. Aber die wollten nur drohen. Es blieb trocken. Der Schnee wurde auch langsam weniger.


In Drensteinfurt natürlich wieder das obligatorische Foto mit dem westfälischen Pferd. Unsere Drahtesel hatten mindestens genau so viel Temperament. Ich freute mich schon auf einen Kaffee und eine heiße Waffel im Eishaus auf der Dorfstraße. Doch das wurde nix. Montag war Ruhetag. Fast alles hatte zu. Doch schließlich fanden wir eine Bäckerei in einem Einkaufscenter hinter dem Bahnhof. Hier stärkten wir uns für die Rückfahrt.


Die Rückfahrt wurde dann schön sonnig. Trockene Straßen und grüne Wiesen ließen schon fast an den Frühling glauben. In der Sonne spürte man auch die Kälte nicht mehr so.


Wir erreichten wieder Lünen und die, leider schon lange, geschlossene Kantine des Eisenwerks Westfalia.


Auch das Pförtnerhaus an der Bücke über die Lippe war schon lange nicht mehr besetzt.

Dort drin schien die Zeit stehen geblieben zu sein.


Das Fährhaus an der Lippe war noch um einiges älter, aber seit dem Brückenbau nicht mehr in Betrieb.
Am späten Nachmittag erreichten wir nach 81 km wieder den Preußenhafen. Eine schöne Tour ging mal wieder zu Ende. Und ein positives Zeichen nahm ich auch aus der Tour mit. Die Steigungen die es durchaus gab, machten mir überhaupt keine Mühe. Selbst an etwas steileren Rampen konnte ich mit Tom mithalten. Ich wurde also wirklich fitter. Das Rollentraining zahlte sich aus.
lg Jennifer

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Freitag, 23. Februar 2018, 18:57

Eine Mücke macht (fast) keinen Sommer


18.02.2018

Am letzten Sonntag verabredete ich mich mit Tom zu einer Klassikerausfahrt. Ich wollte dabei mein neu aufgebautes Mücke Rennrad aus Krefeld testen. Der Rahmen aus den 80er Jahren wurde von mir als leichte Randonneuse für Brevets zusammengebaut. Das vordere Schutzblech ist nur ein vorläufiges Provisorium, da das eigentliche Schutzblech von mir noch bearbeitet werden muss. Um 11 Uhr machten wir uns in der Nähe des Preußenhafens auf den Weg. Wir fuhren nach Norden und durchquerten Wethmar und Nordlünen um dann westlich Alstedde zu erreichen.


Jetzt wurde es ziemlich ländlich. Strahlend blauer Himmel bei ca. 4 -5 Grad plus. Fast schon ein Hauch von Frühling.


Das Münsterland konnte mich immer wieder mit seiner Landschaft begeistern.


Und diese fiel keineswegs so eintönig aus, wie viele dachten. Auch die ein oder andere kürzere oder längere Steigung wurde uns geboten. Hier kam ich wieder bestens zurecht.


Bis auf das vordere Schutzblech gefiel mir meine Mücke optisch und von der Fahrweise her außerordentlich gut. Bequem aber flott zu fahren. Entspannte aber sportliche Sitzposition. Das ideale Rad für sehr lange Strecken. Wir fuhren ein Stück durch die Lippe Auen Richtung Datteln.


Hier erreichten wir den Dortmund-Ems-Kanal. Etwas maritimes Flair im Sonnenschein.


In einem Industriegebiet dann eine Erinnerung an meine Kindheit und Hühnersuppe mit Maggi. Nur das die Flasche hier „etwas“ größer war, als damals bei uns zu Hause.
Nach ca. 50 km passierte dann das Unvermeidliche. Ich schaltete ohne triftigen Grund hinten aufs große 28er Ritzel. Vorne war ich natürlich auf dem großen Kettenblatt. Ich wusste genau das ich diese Kombination niemals schalten durfte, da ich die Kette extra kurz gehalten hatte. Die Strafe folgte sofort. Ein Krachen, ein blockiertes Hinterrad und ich hatte den Salat. Einen Sturz konnte ich noch verhindern. Die Schadensbegutachtung ergab ein völlig verdrehtes Schaltwerk, wahrscheinlich auch ein verbogenes Schaltauge, eine geknickte und lockere Speiche und eine Acht im Hinterrad. Zum Glück hatte ich einiges an Werkzeug in der Lenkertasche. Nach über einer Stunde hatten wir alles so gerichtet das ich die meisten Gänge wieder schalten konnte und das Rad wieder einigermaßen fuhr. Selber schuld. Wir machten uns jetzt aber auf den Rückweg, um noch im Hellen wieder anzukommen.


Schließlich erreichten wir Lüdinghausen und die Stever. Dieser folgten wir eine ganze Weile aus der Stadt raus, bevor wir nach Nordkirchen abbogen.


Am Schloss Nordkirchen gaben wir uns mit dem Pförtnerhaus zufrieden, da am Schloss bei dem schönen Wetter einfach zu viel Betrieb war.


Tom´s alter Renner kam auch schon mehrfach bei den Klassikerausfahrten in Münster zu Einsatz.



Von Nordkirchen ging es dann nach Südkirchen, wo ich mich unsterblich in diese alte Halle verliebt habe. Wäre das nicht ein wunderbares Refugium für alte Rennräder und eine kleine Werkstatt?


Kurz vor Sonnenuntergang erreichten wir dann den Preußenhafen der in toller Lichtstimmung glänzte. Einfach ein schöner Ort. Dort trafen wir auf Spike und Patate. Patate der sehr groß ist, hätte mir glaube ich gerne das Mücke aus der Hand gerissen. Das Rad schien ihm zu gefallen. Das konnte ich gut verstehen. 85 km hatten wir trotz meiner selbst verschuldeten Panne zurück gelegt. Das war eine schöne Tour die Lust auf den Frühling machte.
Noch etwas zu meiner Fitness. Tom ging an der letzten Rampe vor dem Preußenhafen noch in den Wiegetritt, schaffte es aber wieder nicht mich abzuhängen. Da hat er sich schon etwas gewundert, war ich doch bisher an den Steigungen eher schwach. Für mich eine Bestätigung mit meinem Training so weiter zu machen. 12 kg hatte ich schon in 5 Wochen abgenommen und einiges an Kraft gewonnen. Eine Bergziege werde ich sicher nicht mehr, aber es machte schon mehr Spaß die Steigungen zu fahren.

Für mich hieß die Panne dann allerdings das ich die Woche, wann immer ich etwas Zeit hatte, schrauben musste. Ich richtete das verbogene und verdrehte Schaltauge, ersetzte das Schaltwerk durch ein MTB-Schaltwerk mit langem Käfig. Jetzt konnte ich sogar eine Kassette hinten mit 11 bis 32 Zähnen montieren. Eine neue, längere Kette vermied in Zukunft das Problem das mein Fehler sich wiederholen konnte. Ich ließ die Kette jetzt so lang das man groß/groß schalten konnte. Leider ging die Acht aus dem Hinterrad nicht ganz raus. So tauschte ich den Laufradsatz mit meinem Rennrad was ich auf der Rolle fuhr. Dort waren fast neue Laufräder dran. Die Acht stört auf der Rolle nicht so. Die Felgen sind jetzt zwar schwarz, aber dafür leichter. So wiegt das ganze Rad jetzt statt 12 kg nur noch 11,9 kg. Das ist für ein Brevet Rad mit Licht und Schutzblechen schon relativ leicht. Ich verbaute bessere Bremsbeläge und stellte die Bremsen auf die anderen Felgen ein. So kann ich diesen Samstag meinen ersten Brevet für dieses Jahr starten.
lg Jennifer

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219

Freitag, 23. Februar 2018, 22:19



Kurz vor Sonnenuntergang erreichten wir dann den Preußenhafen der in toller Lichtstimmung glänzte. Einfach ein schöner Ort. Dort trafen wir auf Spike und Patate. Patate der sehr groß ist, hätte mir glaube ich gerne das Mücke aus der Hand gerissen. Das Rad schien ihm zu gefallen. Das konnte ich gut verstehen ............................... 12 kg hatte ich schon in 5 Wochen abgenommen und einiges an Kraft gewonnen. Eine Bergziege werde ich sicher nicht mehr, aber es machte schon mehr Spaß die Steigungen zu fahren.



stimmt

RESPEKT!

:airborne:

Der Mücke würde ich dann ein zeitgemäßes babyblaues Design verpassen :)

man fährt oder schiebt

2018: ohne Tacho
Origirat: (15.09.1979)
Insgesamt: bestimmt einmal rum


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220

Samstag, 24. Februar 2018, 09:15

...ungeachtet der exorbitanten Umweltwerte dieses Fahrzeugs - *LIKE* - ein echter Klassiker und zudem noch sehr erfolgreich.

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