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Chasse Patate

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Samstag, 24. Februar 2018, 12:51

...ungeachtet der exorbitanten Umweltwerte dieses Fahrzeugs - *LIKE* - ein echter Klassiker und zudem noch sehr erfolgreich.

Den bauen wir einfach ökologisch neutral mit Fahrradhalter am Heck nach! Elekromotoren gespeist durch aus China importierte Kohle für deutsche Kohlekraftwerke, Akkus und Hightech mit selternen Erden aus dem Kongo, Kohlefsaser und Hightechkunststoffe, Solarzellen aus Silizium. Wenn der dann crasht geht er weg an die Müllmafia ...

Eure Rita Iron Knee

:airborne:
man fährt oder schiebt

2018: ohne Tacho
Origirat: (15.09.1979)
Insgesamt: bestimmt einmal rum


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Sonntag, 25. Februar 2018, 16:54

Maastricht Brevet 2018


24.02.2018

Meinen ersten Brevet 2018 fuhr ich schon am letzten Samstag im Februar. So früh wie noch nie zuvor. Dieses Jahr hatte ich mich vor allem auf der Rolle auf den Saisonstart vorbereitet. Die ein oder andere Tour Samstags oder Sonntags gab es natürlich auch, meistens auf dem Mountainbike. In Maastricht kam zum ersten Mal mein erst eine Woche zuvor fertig gestelltes Mücke Rennrad zum Einsatz. Ich war erst 85 km damit gefahren und gespannt wie es sich auf der langen Strecke machen würde.


Noch während der Woche hatte ich einige Dinge geändert. Für ein richtiges vorderes Schutzblech blieb leider keine Zeit mehr. So startete ich mit einem Provisorium.


Dieses Mal war lediglich ein Velomobil und ein Liegerad am Start.


Auch ein Tandem war dabei.


Ansonsten war vom alten Stahlrenner, über Aluminiumrahmen bis zu modernem Karbon alles dabei.


Mir fiel dieses Norwid mit Lenkerstulpen und einer ungewöhnlichen Sattelstellung ins Auge.
Im stayokay in Maastricht traf ich unter anderem Ivo und Peter. Mit Ivo war ich schon mal bei einem Brevet in Boekelo unterwegs. Peter kannte ich bisher nur von einem Forum. Dafür traf ich noch einige andere bekannte Gesichter. Genaue Starterzahlen hatte ich nicht, aber es waren geschätzt vielleicht etwas über 30 Teilnehmer. Und noch ein Peter lief mir über den Weg. Den kannte ich unter anderem von einem Brevet in Twisteden.
9 Uhr war Startzeit. Das Wetter war sonnig, aber ein paar Grad unter Null. Die meisten Teilnehmer waren dick vermummt. Die erste große Gruppe war schon weg, bevor ich in die Gänge kam. Es ging zunächst ein Stück an der Maas entlang und dann durch Maastricht. Nach wenigen Kilometer stieß ich auf die Gruppe von Ivo. Einer der Mitfahrer war wohl gegen einen Poller gefahren und musste dann aus technischen Gründen aufgeben. Da ich nicht helfen konnte, fuhr ich alleine weiter. Die Strecke führte aus Maastricht heraus nach Rothem. Nach 7 km kam die erste Steigung bei Meerssen. Ab hier ging es 7,5 km bergauf bis Schimmert. Schnell war ich warm gefahren und begann mich an der langen Steigung wohl zu fühlen. Das Mücke fühlte sich richtig gut an. Auch bei einer steilen Straße mit 17 – 18 % konnte ich mit vorne 39 und hinten 32 hoch kurbeln. Mit dem zuvor montierten 28 Ritzel hinten, wäre das knapp geworden. Irgendwann überholte mich an einer leichteren Steigung dann das Velomobil. Ich sah es erst im Ziel wieder. Ansonsten war die Fahrt zunächst ziemlich einsam.


Irgendwann lief ich auf zwei andere Fahrer auf und überholte nach einer Weile. Wieder war ich alleine unterwegs. Ich genoss die Sonne und wunderte mich das mir nicht kalt war. Anscheinend war ich warm genug angezogen. Über Spaubeek und Krekelberg erreichte ich nach 25 km Douvergenhout. Hier ging es noch mal richtig berghoch. Dann erreichte ich an der Grenze den Wildpark Gangelt. Die Strecke führte ein Stück an der Grenze entlang und dann nach Deutschland rein.


In Niederheid waren dann 40 km zurück gelegt. Ich wurde von einem Fahrer aus Sachsen eingeholt und wir fuhren dann zusammen weiter. In der Führung wechselten wir uns regelmäßig ab. Das war bei dem starken Gegenwind auch nötig. Komischerweise hatte mich aber meine lange Alleinfahrt bei dem Wind nicht geschwächt. Ein gutes Zeichen für meine Fitness.


Schließlich ging es in einem Bogen nach Randerath. Wir holten auf geradem Feld Peter aus dem Forum ein, der ordentlich gegen den Wind kämpfte. Ich forderte ihn auf sich uns anzuschließen und so waren wir jetzt eine dreier Gruppe. Nachdem er sich erholt hatte, beteiligte er sich ebenfalls an der Führung. Die Gruppe funktionierte.


Nächster Punkt auf der Strecke war dann Hückelhoven. Unsere kleine Gruppe harmonierte ganz gut.


Irgendwann trafen wir auf eine weitere kleinere Gruppe, unter anderem mit den Tandemfahrern. Nun waren wir zu siebt unterwegs. Erkelenz wurde südlich passiert und über Jüchen erreichten wir nach 88 km die erste Kontrolle in Grevenbroich. Hier war die Fahrt gegen den starken Wind dann auch zu Ende. Jetzt sollte es quer zum Wind Richtung Düren gehen. Doch zunächst ließen wir stempeln und stärkten uns dann. Leider verlor ich beim McDonalds die anderen Mitfahrer aus den Augen. Nur Peter tauchte wieder auf und so beschlossen wir zu zweit weiter zu fahren.

Unsere nächsten Stationen waren Frimmersdorf und Bedburg. Immer wieder begegneten uns andere kleine Gruppen, aber es ließ sich kein einheitliches Tempo finden. So fuhren Peter und ich alleine weiter. Wir harmonierten vom Tempo sehr gut zusammen und zogen uns gegenseitig mit. Auch an den Steigungen waren wir gleich schnell. In der Nähe von Sindorf bogen wir nach Westen ab. Endlich Rückenwind. Der sollte die nächsten 85 km mit uns sein. Dementsprechend flotter wurden wir dann. Nach 115 km erreichten wir den Tagebau Etzweiler.


Was hier aussah wie die Stufen zum Himmel, offenbarten oben eher das Gegenteil.


Ein riesiges Loch, wie der Schlund der Hölle, hatte sämtliche Dörfer verschluckt. Gleichzeitig beeindruckend, aber auch beängstigend. Wie viele Menschen hatten wohl durch diesen Tagebau ihre Heimat verloren? Bevor ich zu sehr über die Ungerechtigkeit der Welt nachdachte, fuhren wir lieber weiter.
In der Nähe von Sindorf bogen wir nach Westen ab. Endlich Rückenwind. Der sollte die nächsten 85 km mit uns sein. Dementsprechend flotter wurden wir dann.
Hinter Buir erreichten wir die zweite Kontrolle in Birkersdorf. Hier trafen wir etliche Fahrer wieder. Um kurz nach 17 Uhr ließen wir stempeln. Peter nahm noch einen Imbiss, ich begnügte mich mit einer Cola. 17:30 Uhr starteten wir zur letzten Etappe. 5 Stunden waren es noch bis Zielschluss für die letzten 70 km. Also Zeit genug. Licht hatte ich vor der Weiterfahrt bereits eingeschaltet und auch eine Warnweste angezogen. Gesehen werden war alles im Dunkeln.


Noch war es etwas hell, aber die Sonne ging bereits unter.


Noch ein letztes Foto, bevor es zu dunkel wurde.

Inden, Lammersdorf und Dürwiss waren die nächsten Orte. Über Kinzweiler und Mariadorf erreichten wir Alsdorf. Mittlerweile hatten wir für einige Zeit noch einen niederländischen Mitfahrer. In Herzogenrath wartete dann noch eine längere und teilweise knackige Steigung mit bis zu 17 % auf uns. Auch nach knapp 170 km war die Strecke keine Spazierfahrt und wir konnten noch nicht locker bis ins Ziel rollen. Aber das sollte es auch immer noch nicht sein.

Hinter Herzogenrath überquerten wir die Grenze und die Niederlanden hatte uns wieder. 35 km waren es noch bis ins Ziel. Die fuhren wir jetzt bei Dunkelheit. Nach einiger Zeit verabschiedete sich unser Mitfahrer und Peter und ich waren wieder zu zweit unterwegs. Imstenrade, Ubachsberg und Fronberg waren dann Ortschaften in den Niederlanden die wir durchquerten. 14 km vor dem Ziel waren dann noch einmal fast 100 Höhenmeter auf einigen Kilometern mit bis zu 17 % zu bewältigen. Auch diese letzte große Herausforderung bewältigten wir noch. Auch hier konnte ich wieder mithalten und wir kamen zusammen oben an. Mein Training war also anscheinend erfolgreich gewesen. Auf der Höhenstraße bot sich ein toller Ausblick auf das abendliche, schön beleuchtete Maastricht. Jetzt ging es fast nur noch bergab. Scheinbar ein Kinderspiel. Aber auf der schnellen Abfahrt verpassten wir beinahe die ein oder andere Kurve. Wir erreichten die Stadt und es gab noch eine kleine Sightseeingtour, da die Route durch die Innenstadt führte. Hier war es voll mit Fußgängern die sich einen schönen Abend in einer der unzähligen Restaurants, Bars und Clubs machen wollten. Ich genoss die paar Kilometer.

Um 21 Uhr rollten wir auf das Ziel zu. Die letzten 50 Meter. Peter und ich beglückwünschten uns zu dem bestandenen Brevet und gingen dann rein um den letzten Stempel abzuholen. 1,5 Stunden hätten wir noch maximal gehabt. Ein gutes Ergebnis. Die Strecke war sehr anspruchsvoll, nicht zuletzt durch den Wind, aber auch durch die Steigungen, aber auch sehr schön und interessant und abwechslungsreich. Ich trank noch einen Kaffee, quatschte mit ein paar Teilnehmern und ging dann gegen 22 Uhr zum Auto. Auf der Rückfahrt musste ich dann auch mal anhalten um ein kleines Nickerchen zu machen. Um 2 Uhr war ich dann zu Hause.

206 km fuhren wir mit einem Schnitt von 20 km/h. Für mich war dieser Brevet ein Erfolg und zeigte auch gegenüber letztem Jahr eine deutlich bessere Fitness. Weder der Gegenwind noch die vielen Steigungen konnten mich zermürben oder meine gute Laune stören. So machte das einfach Spaß. Nächsten Samstag folgt dann der zweite Brevet in Twisteden. Ebenfalls mit 200 km. Und natürlich ebenfalls mit meinem Mücke Rad. Das hatte sich richtig gut geschlagen. Mit dem deutlich schwereren Koga Miyata hätte ich an manchen Steigungen bestimmt Probleme bekommen.

„All´s well, that ends well“
lg Jennifer

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Sonntag, 4. März 2018, 11:50

Winterbrevet

03.03.2018

Am ersten Samstag im März startete ich meinen zweiten Brevet 2018. Über Nacht gab es eine böse Überraschung, der späte Winter bescherte einige Zentimeter Neuschnee in NRW. Ich erkundigte mich bei Moni ob der Brevet überhaupt statt fand, um die 120 km nach Twisteden am Niederrhein nicht umsonst zu fahren. Die Antwort war positiv und so verstaute ich mein Mücke Randonneur im Kofferraum und machte mich auf den Weg. Zum Glück ahnte ich nicht was wirklich auf mich zukam. Start war um 9 Uhr und so dachte ich in meiner Naivität das die meisten Straßen bis dahin geräumt wären. Von 220 angemeldeten Randonneuren standen lediglich 38 am Start. Die Landschaft war weiß, genau wie die Straßen.


Als wir gegen 9:10 Uhr starteten fuhren wir durch den noch fast unberührten Schnee. Es fuhr sich besser als gedacht. Doch ich musste noch einmal anhalten, da mein linker Cleat vereist war und nicht im Pedal einklickte. Nachdem das Problem behoben war startete ich eine kräftezehrende Aufholjagd um Ralf einzuholen, der weiter vorne fuhr. Es ging nach einem kleinen Bogen über die niederländische Grenze und dann zur Maas.


Auf den Geraden pflügte ich mit 26 bis 28 km/h durch den Schnee, um dann ganz vorsichtig um die engeren Kurven zu fahren. Das einzige Velomobil im Feld hatte auf den verschneiten Straßen Probleme und war langsamer. Auf den wenigen freien Straßen konnte er dann aber seinen Geschwindigkeitsvorteil ausspielen. Es ging ein Stück die Maas entlang und dann über den Fluss Richtung Venray. Danach passierten wir Horst und Tegelen. Und kamen wieder zur Maas hinter Venlo. Nach ca. 20 km hatte ich Ralf bereits nur noch wenige hundert Meter vor mir.


Leider kamen wir jetzt auf Straßen die zwar nicht geräumt, aber wo der Schnee durch viele Autos bereits stark komprimiert war. Immer wieder brach mein Hinterrad aus und ich hatte Mühe es wieder einzufangen. Ich musste Tempo raus nehmen und Ralf entschwand am Horizont. Ich wurde immer langsamer, da das balancieren des Rades doch sehr kräftezehrend war. Nun wurde ich von einigen Teilnehmern mit dickeren Reifen wieder eingeholt. Ich fand aber keine Gruppe die mir von der Geschwindigkeit zusagte, und so fuhr ich weiter alleine.


Die Niederländer eroberten die zugefrorenen Teiche mit ihren Schlittschuhen. Winteridylle pur. Wir wurden mit unseren Rennern mit teilweise schmalen Reifen allerdings angeguckt als wären wir bescheuert. Ein bisschen mussten wir das wohl sein um bei solchen Bedingungen zu fahren.


An der Maas war es besonders gefährlich. Festgefahrene Spuren und gefrorener Schnee machten die Straße zu einem Schlingerkurs. Ein Königreich für ein Mountainbike mit Stollenreifen. Meine Durchschnittsgeschwindigkeit war bereits deutlich gesunken und ich musste mich die ganze Zeit konzentrieren und stand unter Anspannung. Bloß keinen Sturz riskieren.


Immer wieder kamen wir durch nette kleine Orte mit interessanten Bauten, die ich mir gerne genauer angeschaut hätte. Aber so viel Zeit war leider nicht.


Den schmalen Höhenweg über der Ruhr schob ich lieber, genau wie einige andere Teilnehmer. Dafür war mein armes Mücke einfach nicht gebaut.


Auch der ein oder andere automobile Klassiker stand am Wegesrand. Ist sie nicht schön, die Göttin im Schneemantel? Französische Avantgarde in den Niederlanden.


Die Schleuse Sluis Panheel am Kanal Weesern-Nederweert. Ich näherte mich endlich der 1. Kontrolle.


De Pannekoekebbakker in Thorn bakkt echt lekkere Pannekoeke. Hier war die 1. Kontrolle nach 78 km und gleichzeitig eine erstklassige Labestation. Ich genehmigte mir einen Pfannkuchen mit Champions und Käse. Kraft tanken für die nächsten Kilometer. Hier traf ich dann Ralf wieder. Er beschloss abzubrechen und mit dem Rad nach Mönchengladbach zum Bahnhof zu fahren, ca. 50 km. Ich überlegte auch abzubrechen, entschied mich aber dann dafür doch nicht aufzugeben. Wir verabschiedeten uns.


Wie Ralf vorhergesagt hatte, wurde es dann am Kanal Weesern-Nederweert noch mal richtig glatt. Ich versuchte in der schmalen freien Spur zu bleiben, aber das gelang nicht immer. So kämpfte ich mich langsam über den glatten Weg. Erst nach ca. 12 bis 15 km hinter Nederweert verließ die Route den Kanal. Die Verhältnisse wurden deutlich besser und es ging über schneefreie Straßen. Der Schnee wurde generell immer weniger. Sogar die Sonne kam fast raus. Trotzdem war es noch relativ kalt. Weitere Stationen waren Asten und Deurne. Jetzt war zwar der Schnee weg, dafür spielte immer öfters der Wind eine Rolle. Doch ich lag immer noch so gut in der Zeit das es für mich außer Frage stand, das ich es in der Zeit schaffen würde, wenn die Verhältnisse so blieben. Und es blieb so, auch mit dem Wind. Aber der tat meiner Moral keinen Abbruch.


Nach 139 km erreichte ich De Korenbloem in Oploo, eine Windmühle von 1800. Also auch ein echter Klassiker. Weiter fuhr ich nach Sint Anthonis. Von hier waren es nur noch ca. 14 km bis zur 2. Kontrolle. Dann kamen Haps und Vianen.


Dann fand ich im ländlichen Gebiet diese kleine Bühne aus Schlagzeugteilen. Echt skurril und liebenswürdig. Kurz vor der 2. Kontrolle in Cuijk wurde es dann noch einmal spiegelglatt. Zum Glück war es noch hell und ich sah es sofort. Mit äußerster Vorsicht fuhr ich die ca. 50 bis 75 Meter über den Platz. Die Straße dahinter war wieder frei. Eine Stunde vor Ende des Zeitfensters erreichte ich die 2. Kontrolle an einer Tankstelle. Hier hielt ich mich nicht lange auf. Noch knapp 40 km bis ins Ziel und genug Zeit. Jetzt wurde die Fahrt wieder etwas schneller und der Wind kam meistens von der Seite. Warnweste und Licht hatte ich bereits an der Tankstelle angezogen bzw. eingeschaltet. Jetzt ging es ohne Pause durch. Südlich fuhr ich ein Stück an der Maas entlang und erreichte Gennep. Hier überquerte ich die Maas und erreichte schließlich Nieuw-Bergen. Nun war es nicht mehr weit nach Twisteden. Auf den letzten Metern wurde es noch mal glatt. Um mich nicht noch kurz vor dem Ziel abzulegen, fuhr ich langsam über den verschneiten Rand des Weges. Der Weg selber sah spiegelglatt aus.


Gegen 21 Uhr, 1,5 Stunden vor Zielschluss erreichte ich nach knapp 200 km mit meinem treuen Mücke das Vereinsheim in Twisteden. Wir hatten es geschafft. Die Durchschnittsgeschwindigkeit war etwas langsamer als die Woche zuvor in Maastricht, aber das kompensierte ich durch weniger und kürzere Pausen. Drinnen gab es leckere Tomatensuppe von Moni und schön heißen Kaffee. Und nette Gespräche mit den noch Anwesenden. 10 Fahrer/innen standen noch aus. Ich blieb bis nach 22:30 Uhr, bis die letzten auch im Ziel und versorgt waren. Jeder Teilnehmer wurde mit Applaus empfangen. Das fand ich gut. Denn es war wirklich von Allen eine gute Leistung bei den Bedingungen. Vielen Dank auch an Moni und Michael für diesen tollen Brevet. Wir sehen uns Ende März beim 300er wieder.

Und jetzt noch eine Frage, die vielleicht manche beschäftigt. Muss man bescheuert sein um bei solchen Bedingungen zu fahren? Auf jeden Fall! Aber ehrlich, welcher vernünftige Mensch würde generell 200 km oder mehr am Tag mit einem Fahrrad fahren? Ich bin jedenfalls froh das ich so bescheuert war und durchaus etwas riskiert habe. Mental hat es mich stärker gemacht. Gerade die Überwindung der Zweifel, die ich zwischendurch immer wieder hatte, war wichtig für mich. Ich habe nicht aufgegeben, und ich habe es geschafft. Und mein Mücke ist das Beste was ich bisher bei Brevets gefahren bin.
lg Jennifer

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Sonntag, 4. März 2018, 17:42

Respekt! bei diesen Bedingungen einen 200er Brevet zu fahren
der muss eigentlich doppelt zählen :thumbsup:

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Sonntag, 4. März 2018, 17:54

Genau genommen hätte ich den gar nicht fahren müssen, da ich die Woche zuvor ja schon den 200er in Maastricht erfolgreich absolviert habe. Aber wer weiß ob ich ohne den Brevet bei dem Wetter raus gegangen wäre. :D

Respekt! bei diesen Bedingungen einen 200er Brevet zu fahren
der muss eigentlich doppelt zählen
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Sonntag, 4. März 2018, 21:30

Kudos auch von mir!

So im Nachhinein: Wärst du nicht im Endeffekt schneller gewesen / hättest mehr Pausenzeit gehabt, wenn du mit dem MTB gefahren wärst?

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Montag, 5. März 2018, 08:58

Kudos auch von mir!

So im Nachhinein: Wärst du nicht im Endeffekt schneller gewesen / hättest mehr Pausenzeit gehabt, wenn du mit dem MTB gefahren wärst?
Nein, da ja die zweite Hälfte der Strecke frei war. Außerdem hätte ich mit dem geraden Lenker am GT höchstwahrscheinlich keine 200 km durchgestanden.
lg Jennifer

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Montag, 5. März 2018, 10:03

Meinen Respekt. Ich habe mich ja auch mit Toto auf NL Tour in Richtung Enschede gemacht und muss sehen, dass wir wohl richtig Schwein gehabt haben. Eisig wars, dafür überhaupt keinen Schnee und satten Rückenwind. Wenn ich mir jetzt vorstelle noch mal 70km drauf bei Schnee?! Hut ab.
Die Glorreichen schieben ...

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Sonntag, 11. März 2018, 21:19

Frühlings RTF Hamm

10.03.2018

Die erste RTF 2018 fuhr ich Samstag in Hamm. Das Wetter versprach Temperaturen zwischen 11 und 16 Grad und auch etwas Sonne. Der Frühling kam an. Eine Woche zuvor war ich noch im Schnee gefahren. Start war relativ spät um 10 Uhr. Ich war rechtzeitig mit meinem Mücke Randonneur vor Ort und meldete mich für die 110 km Strecke an. Wenig bekannte Gesichter sah ich, so das ich beschloss alleine zu starten. Insgesamt um die 330 Starten gingen auf die drei RTF und zwei CTF Strecken. Start war an der Schule am Maximilianpark.



Nach kurzer Zeit lief ich auf eine Gruppe auf, die ein gutes Tempo fuhr. Ich folgte mit etwas Abstand. Als sich dort aber die Vorfahrtverletzungen häuften, ließ ich die Gruppe ziehen. Das wollte und konnte ich nicht mitmachen. Einige haben immer noch nicht begriffen das eine RTF kein Rennen ist und das sie mit ihrem Verhalten nicht nur unter Umständen sich selber schaden (Unfallgefahr), sondern auch dem Veranstaltern. Wenn es immer mehr Beschwerden von Autofahrern gibt, werden auch die Auflagen für die Veranstalter seitens der Behörden immer aufwändiger. Einige RTF mussten deshalb in der Vergangenheit auch schon abgesagt werden.


Ich nahm etwas Tempo raus und genoss das sonnige Wetter. Über Dolberg ging es nördlich ins Münsterland Richtung Ahlen.


Mit 400 Höhenmeter war die Tour relativ flach. Aber die ein oder andere Steigung gab es natürlich trotzdem. Aber das war dann das Salz in der Suppe.


Manche finden die flache, weite Landschaft im Münsterland eher langweilig. Für mich ist das Erholung pur. Fast schon wie Meditation. Und ich mag Gegenwind. Den gab es natürlich auch wieder. Ralf, den ich etwas später auf der Tour traf, meinte das ich deshalb Psycho bin. Wie könne man Gegenwind mögen. Meine Devise ist, mach das was Du nicht magst zu Deinem Freund. Der Gegenwind ist mein Freund, genau wie die Steigungen. Mit dieser Einstellung verliert alles seinen Schrecken auf den langen Brevets die ich sonst fahre. Anders kommt man mental damit nicht wirklich zurecht. Es gibt keine wirklich schlechten Bedingungen, es gibt nur die falsche Einstellung dazu.


Den nördlichsten Punkt der Route erreichte ich dann auf einer Schleife um Drensteinfurt. Es ging auch ein Stück durch den Ort, aber leider blieb keine Zeit für einen kleinen Abstecher zum Eishaus auf der Dorfstraße. Außerdem war ich ja eh auf Diät.


Nun fuhr ich Richtung Westen und erreichte den Rand von Ascheberg. Hier zeigte sich das Münsterland wieder überaus typisch mit seiner Weite des Landes.


Ebenfalls typisch waren die rot geklinkerten Bauernhöfe. Landwirtschaft ist im Münsterland noch viel vorhanden. Irgendwo müssen unsere Lebensmittel ja herkommen. Ohne Bauernhöfe wären die Regale im Supermarkt leer.


An den drei Kontrollen hielt ich immer nur kurz zum Stempeln an. Verpflegung brauchte ich nicht, ich war ja auf Diät. Ich glaube das hatte ich schon erwähnt. Und der Anblick von Kuchen, Waffeln und Riegeln war für mich nur schwer zu ertragen. Wer schon mal versucht hat abzunehmen kennt das sicher. Was tut man nicht alles um den Winterspeck loszuwerden. Unterwegs begegnete ich immer wieder einzelnen Fahrern. Ich lag noch vernünftig in der Zeit und brauchte mir da keine Sorgen machen. Da störte auch das etwas langsamere Tempo durch Gegenwind nicht. Kurz vor Lüdinghausen erreichte ich den westlichen Wendepunkt. Jetzt ging es Richtung Osten, fast ständig gegen den Wind.


In Nordkirchen führte die Strecke fast direkt am Schloss Nordkirchen vorbei. Ich machte einen kleinen Abstecher durch den Schlosspark um ein paar Fotos zu schießen. Die Mücke machte sich gut vor dem schönen Barockschloss. Kaum war ich wieder auf der Strecke, sah ich Ralf vor mir. Er war wohl nach mir gestartet und hatte mich überholt als ich vor dem Schloss war. Ich trat ordentlich in die Pedale und hatte ihn bald eingeholt. Ihm machte der Gegenwind und seine bisher schnelle Fahrt zu schaffen. Ab hier fuhren wir zusammen.


Über kleine Landstraßen fuhren wir nach Capelle und weiter nach Herbern. Kurz vor Hövel kam dann die dritte Kontrolle, wo Ralf sich erst einmal stärkte. Zeit um ein bisschen zu quatschen.


Über Walstedde und vorbei an Heesen führte der Kurs schließlich wieder nach Süden.


Bei Schloss Oberwerries machten wir einen kleinen Schlenker und kamen über Wege durch viel grüne Landschaft wieder nach Hamm zurück. Nach 5 Stunden waren wir nach 107 km gegen 15 Uhr zurück im Ziel. Ich durfte mir dann an der Anmeldung anhören warum ich so spät reinkäme. Irgendetwas läuft da gründlich schief. Immer wieder wird betont das RTF keine Rennen sind und wir uns an die Straßenverkehrsordnung halten müssen, aber gleichzeitig wird offensichtlich erwartet das man mindestens einen 30er Schnitt fährt (ich hatte einen 24er Schnitt). Das passt echt nicht zusammen. RTF heißt Rad Touristik (oder wahlweise Touren) Fahrt. Schlusszeit war übrigens 16 Uhr.

Wenn ich da an die Brevets denke, wo selbst diejenigen die pünktlich zur Schlusszeit noch mit Applaus empfangen werden, ist mir das wesentlich sympathischer. Es ist schade das die Tourenfahrer bei RTF so einen schweren Stand haben. Das war kein einmaliges Erlebnis, sondern das habe ich so und so ähnlich schon öfters erlebt. Echt traurig. So schreckt man auf Dauer sicher viele ab. Die Zahlen bei den Teilnehmern sind jedenfalls rückläufig. Das hat sicher noch andere Ursachen, aber das ist eine davon.
lg Jennifer

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Montag, 12. März 2018, 09:10

Sölder RTF

11.03.2018
Der RTF Saisonstart in Dortmund wurde von mir zu einem Aufruf an meinen Verein genutzt. Ich rief zum gemeinsamen fahren auf. Und in der Tat sah man dann einige „Sturm“ Hombruch Trikots am Start in Aplerbeck. Ausgerichtet wurde die RTF vom benachbarten TuS-Westfalia Sölde. Auch viele andere bekannte Gesichter traf ich nach dem Winter in Aplerbeck wieder. Gabi und Günter kamen aus Essen, Renate und Klaus-Peter aus Oberhausen und Ralf aus Gelsenkirchen war auch wieder dabei und noch viele Andere deren Namen ich gerade nicht präsent hatte. Das Wetter versprach wieder 11 bis 15 Grad und Bewölkung. Aber immerhin sollte es trocken bleiben. Die Tour war mit 78 km und etwas über 500 Höhenmeter nicht ganz flach. Auch der Gegenwind sollte wieder eine Rolle spielen. Da wir die Strecke dieses Mal entgegen dem Uhrzeigersinn befuhren, gab es völlig neue Eindrücke.

Wir starteten mit 7 „Sturm“ Hombruch Fahrer/innen. Doch schnell stellte sich heraus das einige ein doch recht flottes Tempo anschlugen. Ich hielt zunächst noch mit, merkte aber das ein Teil der Gruppe nicht mithalten konnte und ließ mich zurück fallen.

Mit etwas gemäßigterem Tempo blieb der Rest der Gruppe dann zunächst einigermaßen zusammen.


Wir fuhren westlich von Unna nach Norden Richtung Kamen.


Hinter mir hatte sich dann eine bunte Gruppe gebildet. Matthias verabschiedete sich relativ früh an der Streckenteilung zur kurzen Strecke. Er musste noch arbeiten. Noch ein Mitglied aus unserem Verein trat dann bald darauf den Weg nach Hause an. Die Gruppe löste sich etwas auf und ich fuhr bald alleine weiter. Darüber war ich aber gar nicht so traurig. In Herringen kam ich am Haus von Alex vorbei. Da er gerade in seinem Garten war, hielt ich für einen kleinen Plausch an. Währenddessen sah ich einige wieder an mir vorbei fahren. Aber ich hatte etwas Zeit und freute mich Alex mal wieder zu sehen. Doch dann musste ich weiter. Wollte ja nicht zu spät ins Ziel kommen. Die erste Kontrolle lag bereits hinter mir.


Ich überquerte den Datteln-Hamm-Kanal mit Blick aufs Kraftwerk. Am Rande von Bockum kam dann der nördliche Wendepunkt. Nun ging es mit teilweise kräftigen Gegenwind nach Süden.


Und wieder überquerte ich den friedlich daliegenden Kanal. Die Bewölkung nahm zu, aber es blieb trocken.


Am Rande von Rünthe ging es nach Bergkamen. Dann eine Schleife nach Kamen und zurück nach Bergkamen. Noch einmal nach Norden, führte die Strecke dann ab Oberaden wieder südlich.


Noch vor der 2.Kontrolle erreichte ich Claus, der ziemlich zu kämpfen hatte. Er war dieses Jahr noch nicht viel gefahren und die hügelige Landschaft plus dem Gegenwind machte ihm zu schaffen. Er bog dann noch vor der 2. Kontrolle nach Hause ab und ich nahm seine Rückennummer mit, um sie im Ziel abzugeben. Ich fuhr dann bis zur 2. Kontrolle alleine weiter, traf dort dann auf Renate und Klaus-Peter. Wir fuhren dann zusammen weiter.


In Lanstrop erreichten wir dann Dortmunder Boden. Die Strecke führte am bekannten Lanstroper Ei, einem alten Wasserturm vorbei. Einige Höhenmeter waren noch zu bewältigen. Durch Asseln ging es dann Richtung Flughafen. Ich traf dann wieder auf Günter, der anhalten musste, um zu verschnaufen. Seine Erkältung war noch nicht ganz abgeklungen und der starke Gegenwind machte ihm dadurch zu schaffen. Er wollte aber keine Begleitung und so fuhr ich alleine weiter.


Dann kam die lange Steigung hoch zum Flughafen. Hier hatten wir alle zu kämpfen, zumal einem der Wind hier ordentlich um die Ohren wehte. Da es nicht mehr weit bis ins Ziel war, beschloss ich locker dort hoch zu kurbeln. Über mir flog ein gerade gestarteter Ferienflieger. Leider bekam ich den Fotoapparat nicht so schnell betriebsbereit um das einzufangen.

Um 15 Uhr war ich nach 78 km und etwas über 500 Höhenmeter wieder im Ziel. Hier traf ich viele Leute wieder, nur aus meinem Verein war keiner mehr da. Und ich hatte vergessen ein Gruppenfoto vor der Abfahrt zu machen. Aber vielleicht ergibt sich ja bald wieder eine Gelegenheit. Eine schöne Tour ging zu Ende. Ich ergatterte noch ein halbes Brötchen mit Käse und einen Kaffee und wir klönten noch ein bisschen. Hier gab es auch keine Hektik im Zielbereich. Erst sehr viel später, als die Letzten längst angekommen waren, wurde angefangen zusammen zu packen. Ich machte mich dann auf nach Hause. Weit hatte ich es nach Hörde nicht. Mit An- und Abfahrt kamen so 93 km zusammen. An beiden Tagen zusammen kam ich dann doch noch auf 200 km. Nächstes Wochenende sind wieder zwei RTF angesagt und danach folgen dann wieder einige längere Brevets. Ich fühle mich gut vorbereitet.
lg Jennifer

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Montag, 12. März 2018, 10:08

Danke für den Bericht!

Und gerade, als ich mir überlege, doch mal den Breitensportkalender aufzurufen, lese ich:
Nach 5 Stunden waren wir nach 107 km gegen 15 Uhr zurück im Ziel. Ich durfte mir dann an der Anmeldung anhören warum ich so spät reinkäme. Irgendetwas läuft da gründlich schief. Immer wieder wird betont das RTF keine Rennen sind und wir uns an die Straßenverkehrsordnung halten müssen, aber gleichzeitig wird offensichtlich erwartet das man mindestens einen 30er Schnitt fährt (ich hatte einen 24er Schnitt). Das passt echt nicht zusammen. RTF heißt Rad Touristik (oder wahlweise Touren) Fahrt. Schlusszeit war übrigens 16 Uhr.

Wenn ich da an die Brevets denke, wo selbst diejenigen die pünktlich zur Schlusszeit noch mit Applaus empfangen werden, ist mir das wesentlich sympathischer. Es ist schade das die Tourenfahrer bei RTF so einen schweren Stand haben. Das war kein einmaliges Erlebnis, sondern das habe ich so und so ähnlich schon öfters erlebt. Echt traurig. So schreckt man auf Dauer sicher viele ab. Die Zahlen bei den Teilnehmern sind jedenfalls rückläufig. Das hat sicher noch andere Ursachen, aber das ist eine davon.
Äh ja... danke, das klingt zum Ab- bzw. gar nicht Angewöhnen :S

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Montag, 12. März 2018, 14:25

Danke für den Bericht!

Und gerade, als ich mir überlege, doch mal den Breitensportkalender aufzurufen, lese ich:
Nach 5 Stunden waren wir nach 107 km gegen 15 Uhr zurück im Ziel. Ich durfte mir dann an der Anmeldung anhören warum ich so spät reinkäme. Irgendetwas läuft da gründlich schief. Immer wieder wird betont das RTF keine Rennen sind und wir uns an die Straßenverkehrsordnung halten müssen, aber gleichzeitig wird offensichtlich erwartet das man mindestens einen 30er Schnitt fährt (ich hatte einen 24er Schnitt). Das passt echt nicht zusammen. RTF heißt Rad Touristik (oder wahlweise Touren) Fahrt. Schlusszeit war übrigens 16 Uhr.

Wenn ich da an die Brevets denke, wo selbst diejenigen die pünktlich zur Schlusszeit noch mit Applaus empfangen werden, ist mir das wesentlich sympathischer. Es ist schade das die Tourenfahrer bei RTF so einen schweren Stand haben. Das war kein einmaliges Erlebnis, sondern das habe ich so und so ähnlich schon öfters erlebt. Echt traurig. So schreckt man auf Dauer sicher viele ab. Die Zahlen bei den Teilnehmern sind jedenfalls rückläufig. Das hat sicher noch andere Ursachen, aber das ist eine davon.
Äh ja... danke, das klingt zum Ab- bzw. gar nicht Angewöhnen :S
Ist zum Glück nicht immer so. Sölde war da wesentlich entspannter.
lg Jennifer

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Dienstag, 13. März 2018, 05:18

...jo, bei mir vor der Haustür sind sie ja auch vorbei geflitzt. Alleine vom Klang her waren die mit Sicherheit schneller als 30km/h. Und hier ist eine 30 Zone !

Moin zusammen,

ich habe nur innerlich gegrinst und mein Training weiter gemacht. Ich war dann den ganzen Tag draußen, sieht man mal von den zwei Stückchen Kuchen ab. War ein schöner Tag und wie ich lese, auch für Dich. So what !?

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Samstag, 17. März 2018, 19:36

Erkundung für Wanderfahrt

17.03.2018
Da Heute die RTF in Erftstadt leider wegen Schnee ausfiel, ging ich den Samstag etwas ruhiger an. Am Nachmittag stand dann bei starkem Wind und Temperaturen unter Null Grad eine Erkundungsfahrt für die nächste Wanderfahrt meines Vereins an. Ich wollte überprüfen ob die Route die ich dafür im Kopf hatte, auch so fahrbar war.
Start war in Hörde auf der Nordkirchenstraße. Von dort ging es über Phönix-West vorbei an der Dortmunder Niere, Richtung Rombergpark.

Am Rande der Straßen und Wege lag etwas Schnee, aber die Fahrwege waren weitestgehend frei. Ich durchquerte Hombruch und fuhr dann nach Westen, Richtung Stockum.


Auf freiem Feld war der Wind natürlich deutlich zu spüren. Doch zunächst hatte ich den im Rücken. Die Strecke war sanft hügelig, ohne größere Steigungen. Ich erreichte Stockum und fuhr weiter Richtung Bochum Langendreer.


Viel los war auf den kleinen Straßen die ich fuhr nicht. Ideal also für eine Tour. Langendreer streifte ich nur und hielt mich dann nach Dortmund-Kley. Über Barop und Hombruch erreichte ich vorbei am Zoo nach 32 km und 250 Höhenmeter wieder Hörde. Ein paar kleine Änderungen nahm ich unterwegs noch vor, aber jetzt steht unsere Strecke für die Wanderfahrt. Und danach taute ich meine eingefrorenen Knochen zu Hause wieder auf.
lg Jennifer

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Sonntag, 18. März 2018, 20:56

Eiskalter Frühling

18.03.2018
Der Winter kehrte Mitte März leider noch einmal zurück. Temperaturen von bis zu -5 Grad und ein eiskalter starker Wind luden eigentlich nicht zum Rad fahren ein. Ich zog alle wärmenden Radsachen an, die ich hatte und startete kurz vor 10 Uhr mit etwas Verspätung auf der 72 km Strecke der RTF in Herne. Es sollte bitterkalt aber schneefrei werden. Aber zu Hause auf dem Sofa vor der Heizung sitzen und nichts tun? Nicht mein Ding. Mein bewährter Mücke Randonneur sollte mich auch hier wieder gut durch die Kälte bringen. Die meisten der ca. 220 Starter/innen waren schon um 9 Uhr gestartet. Nur insgesamt 59 fuhren die Rennradstrecken, der Rest MTB. Und wie ich hinterher an Rädern und Leuten sah, war es dort wohl sehr schlammig.


Vorbei an der Zeche „Unser Fritz“, bog die Route dann Richtung Westerholt ab. Es war eine ziemlich einsame Fahrt. Nur ganz selten überholte ich mal andere Fahrer/innen.


Am Rande des Ruhrgebiets ging die Landschaft nahtlos ins Münsterland über.


Hinter Marl überquerte ich dann zunächst den Weser-Dattel-Kanal und dann die Lippe. An der ersten Kontrolle ließ ich nur stempeln und fuhr sofort weiter. Kurze Zeit später schlug mir ein strammer Gegenwind entgegen. Also mal wieder Unterlenker. Den sollte ich an diesem Tag noch öfters brauchen.


Ein Spielplatz auf dem Feld? So etwas gab es auch im Münsterland. Und die Segel für die kleinen Piraten waren auch schon gesetzt. Aber die hatten wohl gerade Landgang oder hielten sich in der Kombüse auf. Ein guter Ort bei dem Wetter.


Ich kreuzte aber weiter gegen den Wind und erreichte hinter Barkenberg den nördlichen Wendepunkt. In Lippramsdorf erreichte ich dann die zweite Kontrolle. Auch hier wurde nur gestempelt, Verpflegung brauchte ich auf der kurzen Strecke keine.


Oft stieß ich auf abgeholzte Bäume. Die konnten eigentlich nicht alle Opfer der vergangenen Stürme sein. Ich hatte den Verdacht das viele Bäume weichen mussten, einfach als Prävention. Die Menschen zerstörten immer mehr die Natur, konnten aber mit den Folgen nicht umgehen. Na ja.


Da half auch kein Beistand von Oben. Aber vielleicht half er mir wenigstens mein Ziel heil zu erreichen. Schaden konnte es ja nicht. Fast jeder Bauernhof hatte hier seine eigene kleine Kapelle. Ein Stück hinter Lippramsdorf kreuzte ich dann den Hinweg und erreichte Dorf Hervest.


Dann ging es wieder über die etwas wild gewordene Lippe. Da wollte ich auch nicht ins Wasser fallen. Und dabei machte die Brücke zumindest am Rand schon einen etwas baufälligen Eindruck.


Ein Stück weiter dann auf dem Kanal ein Frachtschiff. Die armen Schiffer mussten also auch Sonntags arbeiten.


Alpakas gibt es nicht nur in den Anden, sondern auch im Münsterland. Den Tierchen mit den lustigen Frisuren war aber offensichtlich auch kalt und so war Gruppenkuscheln angesagt. So ein Alpakapulli wäre jetzt schon nett gewesen. Aber die sahen nicht so aus als wenn die bei der Kälte ihre Wolle hergegeben hätten. Und so fuhr ich frierend alleine weiter. Über Polsum erreichte ich wieder Westerholt. Jetzt war es nicht mehr weit.


Neben der Zeche „Unser Fritz“ hatte ein Baum offenbar durchschlagenden Erfolg gehabt. Von der alten Mauer die dort stand waren jedenfalls nur noch einzelne Ziegelsteine übrig geblieben. Nach ein paar hundert Metern war ich dann nach 73 km ziemlich durchgefroren im Ziel. Meine Füße spürte ich trotz dicker Wollsocken und Überzieher nicht mehr. Nach der Abmeldung gab es ein belegtes Brötchen mit Käse und einen Kaffee. Ich setzte mich zu Klaus-Peter und Renate und wir unterhielten uns noch eine Weile. Dann nahte der Aufbruch. Trotz der Kälte habe ich es nicht bereut gefahren zu sein. Und zu Hause taute ich dann auch wieder auf. Es gibt keine schlechten Bedingungen, es gibt nur die falsche Einstellung dazu. So viel hatte ich in den letzten Jahren gelernt. Und oft sind es gerade diese extremen Touren die wirklich Spaß machen. Den Nachmittag verbrachte ich dann trotzdem noch teilweise auf dem Sofa. Aber das hatte ich mir jetzt auch verdient.
lg Jennifer

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Sonntag, 25. März 2018, 17:59

Tour de Niederlande

24.03.2018
Am vierten Samstag im März fand der 300 km Brevet in Twisteden statt. Das Wetter versprach endlich mehr frühlingshaft zu werden. Temperaturen zwischen 4 Grad und ca. 12 Grad und Mittags sogar etwas Sonne hörten sich nach den kalten Tagen bisher jedenfalls gut an. Der Wind sollte auch nicht so stark werden. Teilweise war leichter Rückenwind angesagt. Der Start war um 8 Uhr avisiert. Von Dortmund aus machte ich mich rechtzeitig auf dem Weg, nachdem ich das Auto beladen hatte. Vor Ort traf ich dann etliche bekannte Gesichter, unter anderem Ralf, Harald und Ingo. Nach der Anmeldung trank ich noch einen Kaffee und quatsche etwas. Von 130 gemeldeten, starteten 113 Teilnehmer. Es gab zwei Abbrüche. Die letzten Teilnehmer kamen wohl um 2:30 Uhr ins Ziel (Zielschluss war 4 Uhr)


Vor dem Start gab es dann noch ein paar Hinweise von Michael.


Dann rollten wir zum Startplatz, wo wir in vier Gruppen aufgeteilt wurden. Ich fuhr zusammen mit Ralf und Harald in der dritten Gruppe. Gegen 8:10 Uhr legten wir los.


Das Tempo wuchs rasch an. Mit Harald hielt ich mich relativ weit vorne in der größeren Gruppe auf.


Teilweise gingen Harald und ich für einige Zeit nach vorne und bildeten eine Doppelspitze. Der Schnitt lag zwischen 26 und 27 km/h. Wir versuchten das Tempo konstant zu halten. Wenn wir aus der Führung gingen, zog das Tempo jedes Mal an, so das wir uns im Windschatten kaum erholen konnten. So versuchten wir möglichst oft in Führung zu gehen, um das Tempo im erträglichen Rahmen zu halten. Schließlich lagen über 300 km vor uns.


Die Route führte uns zunächst Richtung Goch, dann weiter nach Kalkar und Bedburg-Hau. Nach der Rheinüberquerung erreichten wir Emmerich. Bei Stokkum wechselten wir dann über die Grenze in die Niederlande. Bis kurz vor dem Ziel ging es ab hier nur noch über niederländisches Gebiet. Nächste Stationen waren Beek und Loerbeek. In Doesburg überquerten wir dann die Ijssel.


Danach wurde es dann hügelig und wir fuhren am östlichen Rand vom Nationalpark Veluwezoom entlang. An einer längeren Steigung verlor ich die Gruppe und fuhr zunächst alleine weiter. Ein paar Kilometer später war ich dann wieder dran. Wir passierten Apeldoorn und fuhren weiter Richtung Norden. Nach knapp 100 km ließ ich dann endgültig abreißen. Mir war klar das ich das Tempo in der Gruppe nicht dauerhaft halten konnte. Der Schnitt war zu der Zeit bei knapp 27 km/h.


Als ich dann alleine unterwegs war konnte ich auch mal für ein Foto anhalten und die schöne Heidelandschaft genießen, auch wenn noch das winterliche Grau vorherrschend war.


Nach 110 km fand ich dann einen Rastplatz in der Sonne und beschloss eine kurze Essenspause zu machen. Einige Teilnehmer fuhren an mir vorbei, die ich später noch mal wiedersehen sollte.


Frisch gestärkt fuhr ich auf einige einzelne Fahrer und kleine Gruppen auf. In Gesellschaft fuhr es sich doch besser. Die Bahnschranke wollte sich einfach nicht öffnen und einige wurden schon ungeduldig. Zum Glück wagten sie sich aber doch nicht rüber, denn kurz darauf brauste noch ein zweiter Zug durch. Und was sind schon ein paar Minuten bei 20 Stunden Zeit?


Nach über 130 km in Elburg sah ich dann fast alle Gruppen wieder. Doch erst am Ortsausgang ging mir auf das hier die freie Kontrolle war. Das hätte ich vorher noch mal genauer nachlesen müssen.


Der alte Hafen bot etwas maritimes Flair. Das Veluwemeer (kein Meer sondern ein großer See) war nicht weit.


Verzweifelt versuchte ich an einer Tankstelle am Ortsausgang und in mehreren Restaurants/Imbissen einen Stempel zu bekommen. Doch leider hatte ich kein Erfolg. Als Ralf gerade vorbei kam, schlug er vor mich vor dem Ortsausgangsschild zu fotografieren, als Beweis das ich hier war. Gute Idee, Ralf!


Zusammen fuhren wir weiter. Ralf schwächelte etwas mental und ich versuchte ihm Mut zu machen. Das Wetter war toll und die restlichen Kilometer würden wir auch noch schaffen. Wir hatten etwas Gegenwind, aber der war fast harmlos. Am Ortsausgang gab es dann noch einen Yachthafen. Da schlug mein Herz als alte Seglerin schon höher.


Dann fuhren wir entlang des Veluwemeer. Bisher war ich hier nur mit dem Auto vorbei gefahren, wenn ich unterwegs nach Lelystad am Ijsselmeer war.


Teilweise ging es ziemlich winklig über schmale Betonplatten durch einen kleinen Wald. Da merkte ich mal wieder das mein Mücke Randonneur nicht sehr wendig war. Aber das Rad ist halt auch eher für lange, gerade Strecken mit leichtem Gepäck gedacht.


Kurz vor Nijkerk überholte uns dann ein Velomobil und ich hatte die Gelegenheit an einer Steigung mal etwas ran zufahren um ein Foto zu machen. Mich faszinierten diese effektiven Fahrmaschinen sehr. Die schnellste Art sich aus reiner Muskelkraft fortzubewegen.

In Nijkerk war dann nach nur etwas über 180 km bereits die zweite freie Kontrolle. Mit Ralf und einem anderen Fahrer bekamen wir einen Stempel in einem Restaurant. Als wir der Strecke weiter fuhren sahen wir vor einem Imbiss ein paar Rennräder stehen. Wir hielten an und machten eine Pause. Für mich gab es Fritten und Kaassoufflé, dazu eine Dose Cola. Nichts für die schlanke Linie, aber wir brauchten Energie für die letzten 130 km. Nach und nach trudelten weitere Gruppen ein und der Imbiss füllte sich. Die freuten sich natürlich über so viel Kundschaft. Vorher war es fast leer dort.


Nach dem weiter fahren bildete sich eine kleine Gruppe, in der unter anderem auch Ingo mit seinem fast 40 Jahre alten Raleigh dabei war. die Gruppe blieb eine ganze Weile zusammen.


Die Sonne ging so langsam unter. Aber wir hatten noch bis nach 19 Uhr ein wenig Tageslicht. Ich war guter Dinge und fand das wir sehr gut in der Zeit lagen. Aber Ralf war mental doch angeschlagen und zweifelte am Erfolg des Brevets. Ich rechnete ihm vor wieviel Zeit uns noch bleib, selbst wenn wir etwas Tempo raus nahmen. Bei 210 km hatte ich immer noch einen Schnitt von 25 km/h.


Wir fuhren durch Barneveld und Veenendal, überquerten den Nederrijn und kurz drauf die Waal. Wasser war in den Niederlanden nicht nur reichlich vorhanden, sondern spielte für die Wirtschaft auch eine große Rolle. Kurz vor Nijmegen bogen wir in Beuningen nach Süden ab. Dann fuhren wir auch noch über die Maas.


Noch ein letztes Foto bevor es zu dunkel wurde. Ralf hatte dann immer größere Probleme das Tempo der Gruppe zu halten. Ich schlug ihm vor die Gruppe fahren zu lassen und langsamer zu fahren. Auch wollten wir noch eine Pause machen. Selbst dann wären wir vor Mitternacht zurück. Ralf meinte ich sollte ruhig mit der Gruppe fahren. Aber er war so schlecht drauf das ich ihn nicht alleine lassen wollte. Und so bleib ich bei ihm und wir fuhren zu zweit weiter. Irgendwann sahen wir in einer Stadt einen beleuchteten Supermarkt. Es war kurz vor 21 Uhr und wir hatten noch ca. 50 km vor uns. Ralf freute sich schon auf etwas essbares, aber der Supermarkt war schon geschlossen. entmutigt schimpfte er vor sich hin. Ich gab ihm meine halbvolle Colaflasche und er aß noch einen Riegel. Wir fuhren weiter und ich sah an einer Tankstelle einen Automaten mit Getränken und Snacks. Ralf war so glücklich das er den Automaten umarmte. Eine Cola und ein Apfelkuchen weckte neue Lebensgeister in ihm. Weitere Fahrer kamen vorbei und nutzten den Automaten, der zum Glück noch gut gefüllt war. Ich genehmigte mir auch noch eine Cola. So ging es mit frischen Kräften weiter. In Cujik kamen wir an der Kontrolle von dem 200er Brevet, ein paar Wochen vorher, vorbei. Ab hier war der Weg ins Ziel identisch. Wir bekamen noch einen Mitfahrer mit Naviproblemen. 25 km vor dem Ziel klinkte ich mich aus, weil ich mal dringen musste. Ich hielt schon eine ganze Weile ein. Nach dem ich mich hinter einen Baum hockte und es mir danach wieder deutlich besser ging, waren meine Mitfahrer weg. Ich trank noch einen Schluck Cola und fuhr die letzten 25 km alleine ins Ziel. Dort kam ich nach 315 km um genau 23:30 Uhr an, 4,5 Stunden vor Zielschluss. Mein Schnitt betrug immer noch 24 km/h.

Nach der Abmeldung gab es wieder leckere Tomatensuppe und Kaffee. Ralf war ca. 15 Minuten vor mir ins Ziel gekommen. Wir landeten im Mittelfeld. Für mich war der Brevet die Bestätigung das es mit meiner Form weiter aufwärts ging. Ein guter Weg um dann auch die längeren Strecken mit 400 und 600 km gut zu überstehen. Nach einer längeren Pause machten wir uns auf den Heimweg. Da ich eh an Gelsenkirchen vorbei kam, nahm ich Ralf mit und setzte ihn zu Hause ab. Auf der Rückfahrt hatte ich dann aber doch mit der Müdigkeit zu kämpfen. Durch die Zeitumstellung verlor ich dann noch eine Stunde, so das ich erst nach 4 Uhr ins Bett kam. Sonntag spürte ich dann die 315 km doch deutlich in den Knochen. Also war ein gemütlicher Sonntag angesagt. An meiner Regeneration musste ich noch arbeiten. Im August ist ja auch noch ein 1.000er geplant.
lg Jennifer

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sonne_Wolken« (26. März 2018, 08:28)


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Sonntag, 25. März 2018, 20:59

Ho Sonne_Wolken,
hi zusammen,

na dann mal Glückwunsch zu den 300km+ ! Toll, da zieh echt den Hut vor. Ich hätte nicht mal die Zeit dafür gezielter zu trainieren. Gut mit der Baustelle im Körper sowieso nicht, also keine Zeit haben und so. Aber mein Gott, ich kann auch ohne leben. 8)

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Sonntag, 25. März 2018, 21:12

Ho Sonne_Wolken,
hi zusammen,

na dann mal Glückwunsch zu den 300km+ ! Toll, da zieh echt den Hut vor. Ich hätte nicht mal die Zeit dafür gezielter zu trainieren. Gut mit der Baustelle im Körper sowieso nicht, also keine Zeit haben und so. Aber mein Gott, ich kann auch ohne leben. 8)
War nur eine etwas längere Radtour. ;)
Die richtig langen Distanzen kommen noch. :)
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Sonntag, 25. März 2018, 22:02

Mir tut der Arsch schon weh, wenn ich nur daran denke so lange sitzen zu müssen. :rolleyes:
Die Glorreichen schieben ...

240

Sonntag, 25. März 2018, 22:07

Veluwe, sehr schöne Gegend. Ich war da schon bedeutend langsamer, aber dafür auch bedeutend schwerer bepackt unterwegs ;)

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