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Dienstag, 5. Juni 2018, 10:26

Die Rickert-Ausfahrt


03.06.2018


Nachdem ich letztes Jahr eine Rickert-Gedenkfahrt organisiert hatte, kam Tom auf die Idee doch mal generell eine Rickert-Ausfahrt zu machen. So gab es im rennrad-news Klassikforum einen Aufruf. Das Datum wurde schließlich auf den ersten Sonntag im Juni festgelegt. Treffpunkt war am Cappenberger See, am Rande von Lünen. Die Tour sollte durchs Münsterland führen. Die Tourlänge sollte 70 km betragen. Leider gab es in der Woche vor der Tour noch einige Absagen, teilweise krankheitsbedingt, oder wegen anderer Verpflichtungen. 11 Rickertfahrer/innen blieben übrig. Immerhin.

Da ich nur ein Rickert zur Auswahl hatte, fuhr ich mit meinem blauen 2000er Rickert Spezial. Es sollte das neueste Rickert im Feld sein. Kurz vor 10 Uhr kam ich mit Tom am Treffpunkt an. Da es erst um 11 Uhr losgehen sollte, gingen wir noch in die Bäckerei um die Ecke zum frühstücken. Als wir zurück kamen, waren die ersten schon da. Edgar hatte einen Defekt am Schaltwerk, aber Marc brachte einen Ersatz mit, der professionell vor Ort eingebaut wurde. So konnte Edgar auch mitfahren. Wie hieß es so schön: „Unmögliches erledigen wir sofort, Wunder dauern etwas länger“. Nach und nach trafen die Anderen ein. Kurz nach 11 Uhr ging es dann los. Es war trocken, aber noch bewölkt und um die 20 Grad warm.

Zunächst ging es durch Wethmar, wo gerade Schützenfest war. Das war in den ländlichen Regionen am Rande des Münsterland immer noch ein wichtiges Ereignis.


Der Pferdewagen wartete schon auf seine Passagiere. Wir nahmen lieber unsere Rickerts.


So ging es vorbei an Langern und Werne passierten wir westlich. Auf verkehrsarmen Straßen und asphaltierten Feldwegen fuhren wir durch die schöne Münsterländer Landschaft Richtung Norden.


Westlich von Drensteinfurt fuhren wir weiter nach Norden. Kurz vor Rinkerode machten wir dann einen Bogen nach Westen, bevor es südlich weiter ging. Wenn das Tempo flotter wurden, wurde es merklich ruhiger im Peleton. Auf den geraden Stücken konnte man sich aber auch mal unterhalten. Natürlich drehten sich die Gespräche oft um unsere Räder und Fahrten.


Nach 45 km kam dann die wohlverdiente Pause im Gasthaus Eickholt kurz vor Davensberg. Nach Kaffee und Kuchen für die Anderen und Flammkuchen und alkoholfreies Radler für mich, machten wir noch ein Gruppenfoto. Zu dem Zeitpunkt dachten wir das der größte Teil der Strecke bereits hinter uns lag.


In flottem Tempo ging es nun zurück. Nach kurzer Zeit war mir bereits klar das das mit 70 km nicht hinhauen würde. Dazu wurde es wärmer. Meine Trinkflaschen leerten sich zusehends. Nach Davensberg fuhren wir durch Capelle und Südkirchen nach Cappenberg. unterwegs noch eine kurze Fotopause, wo alle Räder abgelichtet wurden. Nach etwas über 70 km waren meine Trinkflaschen leer. Und das Ziel war noch nicht in Sicht. Das Thermometer war auf 24 Grad geklettert. Durstig hatte ich vor allem an den Anstiegen jetzt etwas Mühe den Anderen zu folgen. auf gerader Strecke holte ich sie aber wieder ein. Nach 84 km erreichten wir die Bäckerei in Lünen. Ich brauchte dringend etwas zu trinken. Einige verabschiedeten sich bereits, wir anderen setzten uns draußen hin und ließen uns Kaffee und ich auch Kuchen schmecken. Und ein halber Liter Zitronenlimo verdunstete geradezu als ich die Flasche ansetzte. Eine schöne, aber durchaus anspruchsvolle Tour ging zu Ende. Gegen 18 Uhr verabschiedeten sich Tom und ich von dem Rest, packten die Räder ins Auto und fuhren zurück. Ich musste ja noch bis Dortmund und kam dort am Abend an. Es war schön mal mit anderen Rickertfahrern unterwegs zu sein. So viele Rickerts auf einmal hat es sicher auch lange nicht gegeben. Die Ausfahrt schreit auf jeden Fall nach einer Wiederholung. Noch einmal vielen Dank an Tom für die gute Organisation und die Strecke.

Die Daten zur Tour: 84 km fuhren wir mit einem Schnitt von 24 km/h und bewältigten dabei etwas über 500 Höhenmeter. Ich hatte vom Vortag noch etwas schwere Beine, aber es ging noch.
lg Jennifer

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302

Dienstag, 5. Juni 2018, 12:17








Hi Jennifer!

Schöner Bericht! :) … und dann sehe ich hier auf dem Bild jemanden mit genau dem richtigen Rad für mich; in meiner Lieblingsfarbe mit Weisswandreifen und auch noch in der passenden Größe. :P Sowas suche ich, um im Alter dann auf's Rennrad umzusteigen. Denn langfristig werde ich bestimmt das Tempo mit dem '51er NSU und dem wehenden Mantel nicht halten können. Langfristig muss ich wohl aufrüsten und möchte dann auch mal son paar Gänge haben. :D Es wird Zeit für was modernes!

Gruß an alle Renner

Euer Ritta Iron Knee

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Dienstag, 12. Juni 2018, 11:37

Klassik Schlemmertour


10.06.2018


Sonntag war wieder Klassik Ausfahrt in Münster. Treffpunkt war das Freibad Stapelskotten. Zu 10. ging es kurz nach 12 Uhr bei über 20 Grad und Bewölkung los. Über Wolbeck ging es in flottem Tempo mit leichtem Rückenwind nach Osten, vorbei an Alverskirchen nach Everswinkel. Leider hatte ich meine Kamera im Rucksack und konnte mangels Stopp erst einmal keine Fotos unterwegs machen. Wir passierten Freckenhorst und streifen Warendorf am westlichen Rand. Danach ging es wieder Richtung Westen.


In Neuwarendorf kehrten wir dann im Gasthaus Allendorf ein. Hier konnte ich endlich meine Kamera aus dem Rucksack fischen. Die Markennamen der teilnehmenden Räder las sich wie ein Radkatalog vergangener Zeiten: Raleigh, Peugeot, Rickert, Bianchi, Colnago, Batavus, Jack Taylor. Räder aus England, Frankreich, Niederlande, Italien und Deutschland. Da die meisten von uns mehrere Räder haben, war es immer wieder spannend was bei den Ausfahrten so dabei war.


Ich pilotierte mein Raleigh 653 Race von 1988. Aber zunächst brauchten wir eine kleine Stärkung. Es war schließlich schon früher Nachmittag. Ich bestellte eine Backkartoffel mit Rahm und gebratenen Champions, dazu ein alkoholfreies Radler. Es mundete wieder vorzüglich. Natürlich wurde auch viel gequatscht. Mein Tacho zeigte mir allerdings einen flotten Schnitt von 24 km/h an. Kam mir gar nicht so schnell vor, aber das lag wohl am Rückenwind.


Nach der Essenspause ging es gut gestärkt weiter Richtung Westen. Die Sonne ließ sich jetzt auch immer mehr blicken und die Temperaturen kletterten auf ca. 24 Grad. Die Strecke war wieder sehr schön. Wälder und Felder wechselten sich ab. Schmale weitgehend autofreie Straßen machten das radeln zum Vergnügen.


Dafür waren auch jetzt am Nachmittag mehr Radfahrer unterwegs. Das war mit 10 Leuten manchmal gar nicht so einfach da vorbei zu kommen.


Wir durchquerten dann Müssingen und Raestrup.


Schöne Alte Bauernhöfe lagen am Weg. Kühe und Pferde schauten uns von der Weide aus beim vorbeifahren zu.


Überall saftiges Grün in der Kulturlandschaft Münsterland.


Ab und zu ging es dann wieder durch kleine Orte, die irgendwie verschlafen wirkten.


Dann fuhren wir nach Telgte rein. Hier war schon deutlich mehr los.


In der Altstadt gegenüber der Clemenskirche an der Ems, gönnten wir uns noch ein leckeres Eis in einer Eisdiele.


Mit nun endgültig vollem Magen ging es mit leichtem Gegenwind weiter. An einer großen Kreuzung mit Ampel verlief der Radweg auf der linken Seite. Beim überqueren der Kreuzung staute es sich dann etwas, da außer uns noch andere Radfahrer unterwegs waren.

Leider fuhr Karl dann quer über die Kreuzung nach rechts, um auf der Straße weiter zu fahren und dem Stau zu entgehen. Er bedachte dabei aber nicht, das die Autofahrer ja gleichzeitig mit uns grün hatten und so kam es unglücklicherweise zu einem Zusammenstoß. Der Autofahrer bremste zwar noch, aber der Aufprall war nicht mehr zu verhindern. Als wir ihn da so liegen sahen, rechneten wir mit dem Schlimmsten. Doch das Ganze verlief für die Umstände noch halbwegs glimpflich. Karl hatte eine Wunde unterhalb des Knies, die stark blutete. Ansonsten war er anfangs etwas benommen, was sich aber schnell legte. Am Auto war nichts dran, so das der Autofahrer auf die Polizei verzichtete. Karls Bianchi 910 S hatte etwas mehr abbekommen. Der Lenker war verbogen und das Vorderrad eierte ziemlich. Mit Hilfe eines Nippelspanners konnte Karl es aber wieder soweit zentrieren das das Rad mit geöffneter Bremse fahrbereit war. Die Blutung der Wunde konnte auch gestoppt werden.


So ging es nun vorsichtig weiter. Wir fuhren an Handorf vorbei und schwenkten nach Süden. Am späten Nachmittag erreichten wir das Freibad an der Werse.


Schnell noch ein Gruppenfoto. Hier sind nur meine neun Mitfahrer zu sehen, da ich das Foto machte. Dann wurde sich verabschiedet und Tom und ich luden unsere Räder ins Auto. Eine schöne Ausfahrt war zu Ende.

Wir fuhren 57 km mit einem Gesamtschnitt von etwas über 23 km/h. Steigungen gab es keine nennenswerten. Das Navi sagte um die 200 Hm, aber die haben wir gar nicht wahrgenommen. Am Montag erfuhr ich das es Karl gut ging. Also keine weiteren gesundheitlichen Folgen nach dem Unfall. Da war die Erleichterung groß.
lg Jennifer

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304

Mittwoch, 20. Juni 2018, 09:35

Die Fahrt des Grauens – Der Freitag


15.06.2018


Im rennrad-news Klassik Forum wurde die zweite Fahrt des Grauens organisiert. 2017 ging es in den hohen Norden, dieses Jahr sollte Hessen das Ziel sein. Ein ganzes Wochenende Touren fahren mit verrückten Leuten auf alten Stahlrennern. Da war ich natürlich dabei. Ziel war ein Ferienhaus in Usingen-Kransberg im Hochtaunus. Als ich Freitag Morgen meinen Wagen packte, kamen mir Zweifel ob ich wirklich nur ein Wochenende oder doch mehrere Wochen verreisen würde. Mein 1988er Raleigh 653 Race durfte mit und da noch ein Rad passte, lud ich mein 1994er GT Karakoram ein. Das blaue Stahl-MTB hatte auch mal wieder eine Ausfahrt verdient.

So ging es Vormittags auf die A45 Richtung Frankfurt. Da fuhr ich dann bereits die erste Fahrt des Grauen. Eine Baustelle reihte sich an die andere. Zum Glück waren es nur knapp 200 km und ich kam kurz vor 13 Uhr in Kransberg an. Da die Schlüsselübergabe fürs Haus erst um 16 Uhr sein sollte, war also noch Zeit für eine erste Tour. Ich parkte meinen Wagen auf der Hauptstraße des verschlafenen Dorfes und lud das MTB aus. Währenddessen schien sich eine schneeweiße Katze für mein ebenfalls weißes Auto zu interessieren. Als ich mich gerade wieder umdrehte sah ich noch wie das Tierchen durch die halb geöffnete Beifahrertür sprang und begann den Inhalt meiner Ladefläche zu inspizieren. Ich schnappte mir die Katze und setzte sie behutsam an die frische Luft. Jetzt musste ich sie erst einmal ausführlich kraulen, bevor sie mich dann wieder in Ruhe ließ. Leider konnte ich sie nicht mitnehmen.


Ich schwang mich um viertel nach eins aufs Rad und es ging endlich los. Am Ende der Dorfstraße bog ich nach links in den Wald ab.


Ich fuhr parallel zur Usa bis nach Usingen.


Die Gegend war sehr ländlich geprägt und immer wieder eröffnete mir der Weg tolle Aussichten auf die weitläufige hügelige Landschaft.


Flach war es hier nicht. Es ging immer wieder bergauf und bergab. Asphalt wechselte sich mit feinem und grobem Schotter ab. Ein Fall für MTB, Crosser oder Gravelbike.


Es war ziemlich bewölkt, blieb aber trocken und immerhin um die 20 Grad warm. Von Usingen ging es nun durch den Wald Richtung Wehrheim. Nur auf den ausgeschilderten Radrouten war es autofrei. Auf den engen Straßen wurde man leider immer wieder von Autofahrern knapp überholt. Kein schönes Gefühl. Ich war froh das MTB dabei zu haben und mied die Straßen wo immer es ging.


Mit den Stollenreifen war der Schotter kein Problem. Ich genoss die einsame Fahrt. Nur sehr selten begegneten mir Radfahrer oder Wanderer.


Am Horizont tauchte der Große Feldberg auf. Die höchste Erhebung im Taunus. Doch mein Ziel war weiter links die Saalburg, die nicht ganz so hoch lag.


Ich erreichte Wehrheim. Hier war natürlich mehr los. Überall wurde gearbeitet oder man fuhr schon einkaufen fürs Wochenende. Ich durchquerte die Stadt zügig und fuhr weiter nach Obernhain. Hier war der Einstieg auf den Berg mit der Saalburg, einem alten Römerkastell.


Geduldig kurbelte ich die Steigung zum Kastell hoch. Unterwegs der Hinweis auf den Limes, der Befestigung der damaligen römischen Grenze. Ab und zu begegneten mir Wanderer oder Mountainbiker.


Dann erreichte ich die Kuppe des Berges und ein wenig Disneyland. So hatte man sich um die Jahrhundertwende des 19./20. Jahrhunderts ein römisches Dorf vorgestellt. Mit der Realität hatte das, wie man Heute weiß, nicht so viel zu tun. Zum Glück lagen diese Häuser außerhalb des römischen Lagers und waren lediglich für Arbeiter und Wächter der Anlage gedacht.


Und da wir gerade bei Geschichtsfälschung sind, wäre mein GT sicher zu der Römerzeit ein ideales Fortbewegungsmittel gewesen. Wenn das Fahrrad damals schon erfunden worden wäre. Aber immerhin kannten die Römer schon den Straßenbau. Manche Römerstraße existiert nach 2000 Jahren noch immer. Unsere modernen Straßen verfallen deutlich schneller.


Das Kastell wurde teilweise wieder aufgebaut um als Freilichtmuseum einen Eindruck der damaligen Zeit zu vermitteln.


Leider musste mein GT draußen bleiben. Also blieb ich auch draußen.


Dafür konnte ich einen Blick in einen echten Römerkeller werfen. Über dem Keller stand das Haus aus Fachwerk und mit Lehm verputzt. Der gemauerte Keller hatte die Zeit überdauert. Leider fand ich keine Weinamphoren mehr dort und so musste ich mich mit Wasser aus meiner Trinkflasche begnügen.


Nach einer kurzen Pause machte ich mich auf den Rückweg. In Wehrheim stand ich dann an einer geschlossenen Bahnschranke, wo bereits ein automobiler Klassiker wartete. Danach fuhr ich schnell aus Wehrheim raus und suchte den direkten Weg nach Kransberg.


Dann kam ich zu einer Wiese mit einigen Schafen und einer halbstarken Kuh. Während ich ein Foto machte hörte ich die Worte: „Was guckst Du so“ Irritiert schaute ich die Kuh an. „Ja, Dich meine ich, die dicke Frau mit dem Fahrrad“ Hey, rief ich, ich bin nicht dick. Nur etwas mollig, vielleicht. „Ja, ne is klar“ meinte die Kuh. Ganz schön frech, meinte ich. Jetzt sprach ich schon mit Kühen. War Zeit weiter zu fahren. „Ja, hau nur ab“ meinte die Kuh und guckte richtig frech.


Von dieser aufreibenden Konversation erholte ich mich dann auf einem schönen Schotterweg bergauf. Irgendwie kamen Erinnerungen an MTB-Urlaube in den Alpen auf. Schotter und saftige Bergwiesen und zwischendurch ein schönes Panorama.


Dann erreichte ich Kransberg. Da noch Zeit war und ich einmal auf dem Rad saß, ging es noch hoch zum Schloss, das majestätisch über dem Dorf thronte. An dem Schloss ging es berghoch vorbei, weiter zum Waldgasthof, oberhalb des Schlosses.


Auf das Dorf hatte ich einen schönen Ausblick. Dann drehte ich um und fuhr zurück zur Hauptstraße. Da von den Anderen noch niemand da war, holte ich gegen 16 Uhr schon mal den Schlüssel und ließ mir das Ferienhaus zeigen.


Das Haus war von außen noch nicht ganz fertig, aber ließ innen keine Wünsche offen. Große, modern eingerichtete und gemütliche Zimmer und eine riesige Küche mit vier Kühlschränken. Da ich die erste war suchte ich mir schon mal mein Zimmer aus. Jedes Zimmer hatte den Namen einer Stadt. Ich wählte das Zimmer Bochum (Dortmund gab es leider nicht) aus. Es lag direkt neben dem Bad und gegenüber der Küche. Dann traf auch Alex ein. Er holte dann noch Alexandra vom Bahnhof in Wehrheim ab und nach und nach trafen die Anderen ein. Ich sprang schnell unter die Dusche, bevor alle da waren und machte mich frisch. Es waren zwar nur 30 km mit dem MTB gewesen, aber dafür knapp 700 Höhenmeter. Da kam man schon mal ins schwitzen.

Abends saßen wir dann zusammen am großen Küchentisch und aßen Pasta mit Tomatensauce. Die hatte Klaus zu Hause vorgekocht und in einem großen Topf mitgebracht. Alexandra, Klaus und ich fuhren noch einkaufen, damit am nächsten Morgen das Frühstück gesichert war. Bis spät in den Abend saßen die meisten von uns noch draußen im Hof und quatschten.
lg Jennifer

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Mittwoch, 20. Juni 2018, 09:51

Mal wieder schön zu lesen; danke dass Du uns teilhaben lässt.

Dann kam ich zu einer Wiese mit einigen Schafen und einer halbstarken Kuh. Während ich ein Foto machte hörte ich die Worte: „Was guckst Du so“ Irritiert schaute ich die Kuh an. „Ja, Dich meine ich, die dicke Frau mit dem Fahrrad“ Hey, rief ich, ich bin nicht dick. Nur etwas mollig, vielleicht. „Ja, ne is klar“ meinte die Kuh. Ganz schön frech, meinte ich. Jetzt sprach ich schon mit Kühen. War Zeit weiter zu fahren. „Ja, hau nur ab“ meinte die Kuh und guckte richtig frech.


Nen bischen einfältig die dumme Färse.
Was sagt der gemeine Hesse denn bei einer athletischen Figur wie deiner?
Eure Ritter
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Donnerstag, 21. Juni 2018, 11:26

Die Fahrt des Grauens – Der Samstag


16.06.2018


Nach einem ausführlichen gemeinsamen Frühstück brachen wir nach 10 Uhr zu einer Ausfahrt zum Glauberg in der Wetterau auf. Unter anderem waren noch Cornelius, Andreas und Marcus dazu gekommen.
Entlang der Usa ging es in sehr flottem Tempo nach Langenhain-Ziegenberg. Ich pilotierte mein Raleigh 653 Race von 1988, eines meiner schnellsten Räder.


Weiter ging es über offenes Land nach Ober-Mörlen.


Danach kam dann Nieder-Mörlen. Was auch sonst. Mein Tacho verriet mir immer noch einen sehr hohen Schnitt der Geschwindigkeit. Das Navi lief zur Aufzeichnung in der Trikottasche mit. Das sollte mich später am Tag noch retten.


Auf den geraden Stücken blieb die Gruppe von 13 Leuten immer gut zusammen. Das Wetter war sonniger wie am Vortag und mit 24 Grad auch etwas wärmer. Ich empfand es als etwas drückend. Leider gab es relativ viel Verkehr auf den Straßen und manche Autofahrer überholten knapp. Kein schönes Gefühl. Aber es gab wohl keine Alternative zu der Route für Rennräder. Wie schön ruhig war es da am Freitag mit dem MTB im Wald gewesen.


An den längeren Steigungen zerfiel die Gruppe dann etwas. Ich konnte mich aber problemlos noch vorne halten. Solange es nicht zu steil wurde, kam ich gut zurecht. Wir durchquerten kleine Ortschaften wie Dorheim und Bauernheim. In Bad Nauheim war ordentlich etwas los. Ich war froh als wir die Stadt hinter uns ließen. Über Florstadt und Lindheim näherten wir uns dem Glauberg.


Durch einen Kreisverkehr ging es direkt in die Steigung. Hier wurde es steiler. Ich beschloss möglichst ruhig zu fahren und Kräfte für den Rückweg zu sparen. So kurbelte ich locker die Kurven zum Keltengrab hinauf.


Immer mehr enteilten die Anderen meinem Blick. Nur Cornelius und Alex waren noch in Reichweite. Das letzte Stück hoch zum Museum wurde dann noch mal steiler. Aber auch das schaffte ich noch problemlos.


Oben stellte ich mein Raleigh dann ab. Es konnte sich dort mal mit dem anderen Raleigh in den Panasonic Teamfarben austauschen. Raleighs unter sich.


Wir sorgten derweil für unser Wohl. Ich gönnte mir einen super leckeren Apfelkuchen und ein alkoholfreies Weizen. Wir nahmen auf der Terrasse vor dem Museum platz, mit Blick auf die Landschaft und das Keltengrab.


Hier war vor sehr langer Zeit ein Keltenfürst beerdigt worden. In dem Museum wurden unter anderem die Grabbeigaben ausgestellt. Ich genoss die Sicht auf die schöne Landschaft.


Der Fuhrpark mit dem wir unterwegs waren, war schon sehr hochwertig. Das Moser gefiel mir auch ausgesprochen gut. Die Farbakzente hatten schon etwas.

Nach über einer Stunde Pause ging es in rasanter Abfahrt den Berg hinab. Auf den Geraden wurde dann weiter Tempo gemacht. Doch an der ersten längeren Steigung ging bei mir auf einmal nichts mehr. Meine Muskeln wollten schlagartig nicht mehr mitmachen. Ich merkte das ich kurz vor einem Krampf stand und kroch mit 8 km/h eine Steigung hoch, die ich von der anderen Seite zuvor noch mit knapp 20 km/h fuhr. Die Anderen waren vorne weg und bemerkten meine Probleme nicht. Oben musste ich anhalten und versuchte die Muskeln etwas zu lockern. Das kostete weitere Zeit. Bei einer größeren Gruppe merkte man nicht immer wenn Jemand fehlte.


Natürlich kannte ich mich überhaupt nicht aus. Ich wusste nur das irgendwo noch Eis gegessen werden sollte. Zum Glück hatte ich den Hinweg ja aufgezeichnet. Wir wollten die gleiche Strecke auch zurück fahren. So nahm ich mein Navi in der Hand und folgte der hellblauen Linie des Hinwegs. Meine Muskeln hatten sich nicht richtig erholt, aber etwas schneller ging es dann doch. Und tatsächlich, in einer Stadt kamen mir Nick und ein weiter Fahrer aus meiner Gruppe entgegen. Kurz darauf kamen wir an der Eisdiele an.


Ich gönnte mir ein Spaghettieis und ruhte mich etwas aus. Nach der Pause ging es weiter.


Auf der Geraden konnte ich einigermaßen dran bleiben, aber an den Steigungen musste ich jedes Mal abreißen lassen. Oft blieben Nick, Klaus und einige Andere bei mir. Ein paar wollten mich sogar den Berg hochschieben. Aber ich hatte auch meinen Stolz. Noch einmal vielen Dank fürs bei mir bleiben.


An einer Feldkapelle gab es eine Fotopause. In jeder Pause versuchte ich meine verhärteten Muskeln zu lockern. Zumindest bekam ich nicht auch noch Krämpfe. Dann wäre es ganz vorbei gewesen. Ich rätselte allerdings woher meine Probleme kamen. Hatte auch das Gefühl schlecht Luft zu bekommen. Nach der Pause ging es locker weiter.


Nur noch wenige Kilometer bis Kransberg und ich hatte mich zumindest wieder etwas erholt und konnte ein erträgliches Tempo fahren. Meine Muskeln spürte ich aber deutlich. Und mir kam auch der Gedanke das ich den 600er Brevet durch die Ardennen eine Woche später absagen musste. Das Risiko irgendwo Nachts in den Bergen mit Muskelproblemen oder gar Krämpfen zu stehen, war mir zu groß. Ich hatte anscheinend eine momentane körperliche Grenze erreicht. Und solange ich nicht wusste woran es lag, würde ich keine längeren Brevets mehr fahren.

Am späten Nachmittag kamen wir in Kransberg an. Ich schaffte sogar noch das steile Stück hoch zum Ferienhaus. 90 km mit einem Schnitt von über 23 km/h und ca. 700 Höhenmeter hatten wir bewältigt. Die Treppe zu meinem Zimmer hoch fühlte ich mich wie eine alte Frau. Abends ging es dann zu Fuß hoch zum Waldgasthof oberhalb des Schlosses. Dort wurde lecker gegessen. Danach saßen wir noch bis in die Nacht rein in der Küche. Am Sonntag war ja leider schon wieder Abreise. Und der Gedanke an den Abschied fiel glaube ich allen schwer. Wir waren schon eine tolle Truppe. Selbst der Küchendienst wurde automatisch erledigt, ohne das wir uns absprechen mussten. Jeder packte mit an. Mit den Leuten könnte ich mir auch gut eine Woche Radurlaub vorstellen.
lg Jennifer

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Donnerstag, 21. Juni 2018, 11:56

gibt es einen Grund warum Ihr das Treffen als die "Fahrt des Grauens" getauft habt.
Und zu Deinem Leistungseinbruch - 23 er Schnitt mit Bergaufmeter über 90km ist ja jetzt nicht soo schlecht. :)

Vielleicht nur mal nen schlechten Tag erwischt.
Ging mir gestern ähnlich (hoffe ich jedenfalls das nur "ein" Tag war :rolleyes:)

Fahre jetzt doch kurzfristig noch am Samstag zur Nordsee (RuhrtoNorthSea Challange)
Dazu gestern noch ne kleine 110km Tour nach Xanten gemacht und war danach völlig im Eimer :( :dead:

Gut es war ziemlich warm und zuwenig getrunken habe ich auch - aaber wenn ich daran denke übermorgen das dreifache zu fahren :fie:
Wen ich das nicht schonmal gemacht hätte würde ich vermutlich nicht fahren ^^

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Donnerstag, 21. Juni 2018, 15:15

Bei der Wettervorhersage wird das wohl wirklich zur Challenge. :rolleyes:
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Donnerstag, 21. Juni 2018, 16:53

Kenne das von den fliegerärztlichen Untersuchungen. Da macht sich jeder Flieger vorher in die Hosen - es will eben niemand wahr haben, dass er über den Gipfel ist.

Ich denke, wenn man jenseits des 15,5 km/h ADFC Durchschnittstempos und dann noch mehr als 50 km am Tag regelmäßig per Rad fährt, so sollte man sich auch regelmäßig untersuchen lassen. Jennifer, das nur mal so meine Gedanken. Lass es doch bitte sachte angehen solange Du nicht weisst, warum plötzlich solch körperliche Probleme da sind.
Gerade das Fahren in Gruppen führt dazu, dass man schnell jenseits seiner eigenlichen Leistungsfähigkeit unterwegs ist. Merkt man die Konsequenzen nach ein paar Minuten und macht eine gute Pause mit Verpflegung, so ist es ja gut. Merkt man die Konsequenzen irgendwann, so waren die letzten Wochen oder Monate gegebenfalls sogar Jahre zuviel. Wenn die körperlichen Symptome nicht greifbar sind so tendiert das Richtung Burn Out Syndrom.

Bewusst verzichte ich auf eine Tacho, wie ich auch niemals beim Laufen Musik hören würde, da sich die Schrittfreqenz dann dem Rythmus anpasst. Ich zähle hier auch keine Kilometer. Ich kann eben sagen: Samstag war ich dort, Sonntag bin ich dorthin gefahren und den frisierten E-biker oder Papagallo habe ich auch noch überholt. Das ist dann Intervalltraining. Ab und zu darf der Puls doch mal von 90 auf 140 gehen.
Da hier viele Kilometer sammeln ... ich fand es so schön, als ich irgendwann einmal las, dass - ich glaube Hell on Wheels - dann noch die letzten Minuten um den Block gefahren ist, da das Punkte für einen Winterpokal bringt. Genauso gut fand ich zu lesen, dass Honigbärchen 5,2 km gefahren ist. Respekt.
Also lass Dich mal beim Onkel Doktor gut durchchecken. (BelastungsEKG, Blutwerte, ...) Dann haben wir auf Dauer hier noch viel Freude an deinen Berichten wie auch Du noch viel Freude mit deinen Rädern und Ausfahrten haben wirst.
Wer wird denn außer Dir bei der geplanten golden 80th challenge sonst noch übrig bleiben? Der eine hat Knie, der andere hat Hüfte. :thumbsup:
Dortmund - Brest 2050? Die Normandie und Bretagne Steilküste ist genial; einmal fährt man oben, einmal unten, frische Briese, ...

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Donnerstag, 21. Juni 2018, 16:59

Bei der Wettervorhersage wird das wohl wirklich zur Challenge. :rolleyes:
Mach mir nur Mut ;(
Meine Wetterapp meint allerdings das es bis auf etwas Wind gar nicht so übel wird :thumbup:

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Donnerstag, 21. Juni 2018, 18:22

Bei der Wettervorhersage wird das wohl wirklich zur Challenge. :rolleyes:
Mach mir nur Mut ;(
Meine Wetterapp meint allerdings das es bis auf etwas Wind gar nicht so übel wird :thumbup:


Okay, ich wünsche Dir Rückenwind und besseres Sitzfleisch als meines. :thumbsup:
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Donnerstag, 21. Juni 2018, 21:37

gibt es einen Grund warum Ihr das Treffen als die "Fahrt des Grauens" getauft habt.

Den gibt es bestimmt. Aber ich erinnere mich nicht mehr. Letztes Jahr war ich bei dem Treffen nicht dabei, habe es aber am Rande verfolgt. Das war im Norden und hieß auch schon die Fahrt des Grauens. Wir sind halt alle so ein bisschen durchgeknallt mit unseren alten Rädern. Da passt das.
lg Jennifer

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Donnerstag, 21. Juni 2018, 21:41

Kenne das von den fliegerärztlichen Untersuchungen. Da macht sich jeder Flieger vorher in die Hosen - es will eben niemand wahr haben, dass er über den Gipfel ist.

Ich denke, wenn man jenseits des 15,5 km/h ADFC Durchschnittstempos und dann noch mehr als 50 km am Tag regelmäßig per Rad fährt, so sollte man sich auch regelmäßig untersuchen lassen. Jennifer, das nur mal so meine Gedanken. Lass es doch bitte sachte angehen solange Du nicht weisst, warum plötzlich solch körperliche Probleme da sind.
Gerade das Fahren in Gruppen führt dazu, dass man schnell jenseits seiner eigenlichen Leistungsfähigkeit unterwegs ist. Merkt man die Konsequenzen nach ein paar Minuten und macht eine gute Pause mit Verpflegung, so ist es ja gut. Merkt man die Konsequenzen irgendwann, so waren die letzten Wochen oder Monate gegebenfalls sogar Jahre zuviel. Wenn die körperlichen Symptome nicht greifbar sind so tendiert das Richtung Burn Out Syndrom.

Bewusst verzichte ich auf eine Tacho, wie ich auch niemals beim Laufen Musik hören würde, da sich die Schrittfreqenz dann dem Rythmus anpasst. Ich zähle hier auch keine Kilometer. Ich kann eben sagen: Samstag war ich dort, Sonntag bin ich dorthin gefahren und den frisierten E-biker oder Papagallo habe ich auch noch überholt. Das ist dann Intervalltraining. Ab und zu darf der Puls doch mal von 90 auf 140 gehen.
Da hier viele Kilometer sammeln ... ich fand es so schön, als ich irgendwann einmal las, dass - ich glaube Hell on Wheels - dann noch die letzten Minuten um den Block gefahren ist, da das Punkte für einen Winterpokal bringt. Genauso gut fand ich zu lesen, dass Honigbärchen 5,2 km gefahren ist. Respekt.
Also lass Dich mal beim Onkel Doktor gut durchchecken. (BelastungsEKG, Blutwerte, ...) Dann haben wir auf Dauer hier noch viel Freude an deinen Berichten wie auch Du noch viel Freude mit deinen Rädern und Ausfahrten haben wirst.
Wer wird denn außer Dir bei der geplanten golden 80th challenge sonst noch übrig bleiben? Der eine hat Knie, der andere hat Hüfte. :thumbsup:
Dortmund - Brest 2050? Die Normandie und Bretagne Steilküste ist genial; einmal fährt man oben, einmal unten, frische Briese, ...

:airborne:

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VPAPR Chapter Mark
Ich fürchte 2050 muss ich passen. Meine Lebensplanung hört schon vorher auf. ;)
Das wären ja noch 32 Jahre. Das ist mir ein bisschen zu lang. Irgendwann muss auch mal gut sein. :D
lg Jennifer

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sakura

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314

Donnerstag, 21. Juni 2018, 21:49

...dann noch die letzten Minuten um den Block gefahren ist, da das Punkte für einen Winterpokal bringt. ...
Wie jetzt ?! Du machst das nicht ? Iss doch normal. Bei schön Wetter kann ja jeder. Im Winter kann man dann jede zusätzliche Minute genießen. Aber Du hast schon recht, iss irgendwie crasy. Aber soll ja auch Leute geben, die am Anfang des Winterpokals den Kanal rauf und dann wider runter fahren. :thumbsup:

Hi zusammen,

nein jetzt mal im Ernst, ich tippe auf viel zu wenig getrunken und deshalb überhitzt. Ist mir fast so ähnlich auch am letzten Sonntag gegangen. Es waren ja fast 20c°, oder auch mehr, aber durch die Wolken und die eher kühlere Brise, kam es einem kälter vor. Und wenn man dann so fährt, hat man eben weniger Durst. Und ich trinke eigentlich viel, wenn ich fahre. Aber ab einem Punkt X...

Der Körper kann nicht mehr richtig kühlen, strengt sich deshalb noch mehr an, was wieder rum Energie frisst. Weshalb dann auch in vielen südlichen Ländern die Menschen dort durchaus kalorienreiche Ost tu sich nehmen, um diese Defizite wieder auf zu arbeiten.

Also ausreichend trinken, und auch Brennstoff zuführen ( es muß ja keine Currywurst-Pommes-Mayo sein ).

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Donnerstag, 21. Juni 2018, 22:13

Moment, das Preussenhafenmenü geht doch glatt als Sportlernahrung durch. :D
Die Glorreichen schieben ...

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Donnerstag, 21. Juni 2018, 23:04

Moment, das Preussenhafenmenü geht doch glatt als Sportlernahrung durch. :D

Da gibts das weltbeste Dessert überhaupt: Scharfe Fritten.
Und dass das stimmt beweisen die Gäste. Über 80jährige welche mit MTBs aus den 80ern immer und immer wieder die Böschung runterknallen. :thumbup:
Zuhaus werden die sonst wohl fixiert.
man fährt oder schiebt

2018: ohne Tacho
Origirat: (15.09.1979)
Insgesamt: bestimmt einmal rum


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Freitag, 22. Juni 2018, 09:02

Zitat

Zuhaus werden die sonst wohl fixiert.


:rofl: Genau, da ist immer irgendein spaßiges Völkchen anwesend.
Die Glorreichen schieben ...

Sonne_Wolken

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Montag, 25. Juni 2018, 17:16

Die Fahrt des Grauens – Der Sonntag



17.06.2018




Der Sonntag begann eher schleppend. Niemand wollte sich beeilen, schließlich galt es Abschied zu nehmen. Die Fahrt des Grauens näherte sich ihrem Ende. So saßen wir beim Frühstück noch einmal alle zusammen. Alex mahnte uns das das Haus pünktlich um 10 Uhr geräumt werden müsste. Das wollten wir jedoch gar nicht hören. Und so ließen wir den Morgen eher gemütlich beginnen. Gegen 11 Uhr hatten wir das Haus dann wirklich geräumt. Niemand hat sich beschwert das es eine Stunde später war. Unsere Wochenend-Klassiker-WG hatte wirklich gut funktioniert. Schade das die Zeit immer so schnell vorbei ging. Doch zumindest bestand Aussicht auf das nächste Treffen. Jens kündigte das nächste Treffen für Thüringen in Jena an. Da konnte man sich schon wieder auf etwas freuen.

Einige von uns wollten sich noch im Nachbarort Pfaffenwiesbach treffen und von dort auf den Großen Feldberg fahren. Da ich nach der Fahrt am Samstag schon etwas angeschlagen war, nahm ich das Mountainbike, wegen der kürzeren Übersetzung am Berg. Auch hatte ich so die Option von der Straße runter zu können, wenn es mir zu anstrengend würde. Zunächst fuhren wir nach Usingen. Es war relativ viel Verkehr.


Der erste der sich dann hinter Usingen aus unserer Gruppe ausklinkte, war Klaus. Ihm ging der viele Autoverkehr auf den schmalen Straßen einfach auf den Wecker. Mir ehrlich gesagt auch, aber ich blieb zunächst dabei. Wir wollten uns um 15 Uhr wieder in Pfaffenwiesbach treffen.


Wir fuhren weiter, jetzt auf schmaleren Straßen. Knapp überholt wurden wir hier erst recht. Ich fühlte mich nicht richtig wohl. Von NRW war ich gewohnt mit dem Rad relativ Autofrei auf kleinen Straßen unterwegs zu sein. Wir erreichten Neu-Anspach.


Danach erwartete uns eine lange Steigung nach Rod am Berg. Hinter dem Ort wurde es sogar mit über 16 % noch steiler. Ich kurbelte mich mit dem kleinen Kettenblatt da hoch. Nachdem ich die Anderen, die oben auf mich warteten erreicht hatte, trennte auch ich mich von der Gruppe. Ich war am Berg einfach zu langsam und das war weder für mich, noch für die Gruppe schön. Außerdem hatte ich Zweifel ob ich so auf den Großen Feldberg käme.


Ich bog links auf einen Waldweg ab und folgte einfach meiner Nase. Hauptsache Schotter und kein Autoverkehr mehr. Das war wie eine Befreiung. Und ich konnte so langsam fahren wie ich wollte. Ab und zu ließ sich auch die Sonne blicken. Es wurden so um die 24 Grad. Da war es wieder, das Urlaubsgefühl. Und das Gefühl etwas verpasst zu haben, weil ich so lange nicht mehr mit dem MTB unterwegs war. Gut das ich das GT mit eingepackt hatte.


Durch den Wald und über die Felder erreichte ich Anspach.


In einiger Entfernung blickte ich auf den Großen Feldberg. Die sanfteren Steigungen rund um Anspach gefielen mir aber besser.


Die ländliche Gegend bekam durch die Wolken eine besondere Dramatik. Doch es blieb trocken.


Dann kam ich an der Ziegelei zwischen Neu-Anspach und Wehrheim vorbei. Hier wurden keine Ziegel mehr gebrannt, sondern Konzerte veranstaltet.


Einige der Coverbands auf dem Plakat kannte ich sogar. Die traten auch schon mal in NRW auf.


Entlang der Bahnlinie erreichte ich dann Wehrheim. Leider musste ich durch den Ort durch und wurde in einer Engstelle fast von einem ungeduldigen Traktorfahrer massakriert. Er musste unbedingt in der Engstelle überholen, statt noch die 10 Meter zu warten, wo es wieder breiter wurde. Anscheinend vergaß er das sein Ackergerät breiter war, wie der Traktor. Ich wich ein paar cm nach rechts bis zur Bordsteinkante aus und drehte den Oberkörper ebenfalls nach rechts. Knapp gingen die Messer des Geräts an mir vorbei. Das brauchte ich echt nicht.


Hinter dem Ort fuhr ich ins Bizzenbachtal. Endlich wieder autofreie Straßen. Und ein paar Bergbewohner, die ich eher in größeren Höhen vermutet hätte. Aber die ließen sich von mir gar nicht stören. Anscheinend waren die Gräser und Kräuter zu schmackhaft.


Kurz darauf stieß ich auf militärisches Sperrgebiet. Mir blieb nichts anderes übrig, als links an dem Zaun entlang zu fahren. Zum Glück ging dann am Ende wieder ein Weg nach rechts, in meine ursprüngliche Richtung. Durch diesen Wald ging der römische Limes.


Nach einer längeren mäßigen Steigung erreichte ich das Römerkastell Kapersburg. Zunächst kam ich am Badehaus vorbei. Ein Bad wäre wirklich fein gewesen. Leider hatten die Römer beim Auszug das Wasser abgestellt. Also kein Bad.


Dann kam ich ins Kastell. Damit wurde früher der Limes, also die Grenze, überwacht. Ich fuhr mit meinem GT über die alte Römerstraße, die durch die Anlage führte. Auch las ich etwas über das Leben in der Befestigungsanlage. Einige Infotafeln brachten einem das Leben im 2 und 3. Jahrhundert näher. Nach der kleinen Bildungspause fuhr ich weiter.


in der Nähe des Lagers fand ich dann ein paar schöne Pflanzen. Ob die wohl schon zur Römerzeit hier waren? Als Insekt wäre ich jedenfalls vorsichtig. Sah doch sehr nach Falle aus.


Weiter ging es in einem großen Linksbogen durch den Wald. Manchmal wurde es richtig holprig, was aber mit den dicken Stollenreifen kein Problem war. Nur selten begegneten mir Wanderer oder andere Mountainbiker. Es war eine schön einsame Fahrt durch tolle Landschaft.


Doch dann kam bald der Rand von Pfaffenwiesbach in Sicht. Langsam bekam ich auch Hunger. Am Ortsrand fragte ich zwei Frauen nach einer Wirtschaft oder einem Imbiss. Ich bekam zwei Tipps. Der eine hatte leider zu, und den anderen fand ich gar nicht erst.


So fuhr ich auf der anderen Talseite noch einmal berghoch, über einen asphaltierten Feldweg.


Von oben hatte ich einen schönen Blick auf das Dorf. Über einen Wiesenweg ging es wieder hinunter ins Tal. Kurz darauf stieß ich auf die freiwillige Feuerwehr, direkt an einer Dorfhalle. Als ich um die Halle herum fuhr entdeckte ich ein griechisches Restaurant, und es hatte offen. Ich ließ mich auf der Terrasse nieder, bestellte etwas zu Trinken und einige fleischlose Vorspeisen um meinen Hunger zu stillen.

Danach fuhr ich zurück zum Treffpunkt, wo ich viertel vor 15 Uhr nach 36 km und guten 700 Höhenmeter eintraf. Klaus war schon da. Während wir etwas quatschten trafen nach und nach die Anderen wieder ein. Nun galt es endgültig Abschied zu nehmen. Ich verabschiedete mich von Klaus, Andreas, Nick und dem Rest der Verbliebenen. Drei schöne Tage waren zu Ende. Jetzt blieb nur noch die Heimfahrt mit dem Auto. Ich verstaute mein GT und machte mich auf den Weg zur Autobahn. Am späten Nachmittag kam ich gut zu Hause an. Was bleibt ist die Erinnerung und die Vorfreude auf die nächste Fahrt des Grauens.
Vielen Dank auch noch einmal an Alex für die Organisation des Treffens und die tolle Unterbringung. Das Ferienhaus war Klasse. Und vielen Dank an alle Teilnehmer das ich euch wieder treffen, bzw. kennen lernen durfte. War eine tolle Zeit mit euch.
lg Jennifer

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Dienstag, 26. Juni 2018, 11:45

Aliens in Düsseldorf



23.06.2017



Samstag Morgen machte ich mich auf den Weg nach Düsseldorf, genauer gesagt nach Flehe. Hier hatten die Radsport Aliens zu ihrer RTF geladen. Gegen 8:30 Uhr traf ich an der Schule auf der Fleher Straße ein. Klaus-Peter und Renate waren schon da, und auch Ralf sah ich kurz darauf. Ralf und ich wollten zusammen die 111er oder 151er Stecke fahren. Mir war eher nach der 111er, da ich nicht ganz fit war. Trotz meiner leichten Atemprobleme ging es aber kurz nach 9 Uhr relativ gut los.


Auf direktem Weg ging es zur Fleher Brücke und über den Rhein. Ralf hielt sich zum Glück etwas zurück und stiefelte nicht direkt voll los.


Wir waren nicht alleine unterwegs, aber die Gruppen waren zu schnell für uns. Rheinaufwärts ging es Richtung Uedesheim.


In Grimlinghausen gab es noch mal einen schönen Blick auf den Rhein. Das Wetter war sehr bewölkt und mit nur 14 Grad für den Sommer sehr kühl.


Die Strecken waren aber gut zu fahren und größtenteils autofrei. Kurz vor der Erftmündung führte die Route dann landeinwärts nach Müggenburg.


Felder und Wälder wechselten sich ab. Vorbei ging es an Hoisten und durch Neukirchen. Nach einem scharfen Linksbogen erreichten wir Hoeningen. Kurz darauf kam das erste Mal die Kontrolle am Sportplatz. Hier gab es gute Verpflegung, und für mich wichtig eine Toilette. An der Kontrolle traf ich dann auch „freemind“ aus dem Klassik Forum. Er gab den wirklich tollen Forumskalender mit schönen Fotos klassischer Rennräder (alle von Forumsmitgliedern) heraus. Bei mir über dem Schreibtisch hing auch ein Exemplar. Wir quatschten eine Weile und Ralf wurde langsam ungeduldig. Schnell noch auf Toilette und es ging weiter. Auf allen Routen gab es nur diese einzige Kontrolle, die immer wieder angefahren wurde. Wir sollten also noch öfters vorbei kommen.


Wir beschlossen erst die Runde 3 zu fahren, da diese die meisten Höhenmeter hatte. Nun ging es durch das Braunkohlerevier mit seinen großen Tagebaulöchern (von denen wir aber nichts sahen) und den Kohlekraftwerken.


Nach ein paar Anstiegen als Vorgeplänkel, ging es dann die Vollrather Höhe hinauf. Ich fuhr nicht am Anschlag, aber doch recht ambitioniert. So kamen wir gut den Berg hoch. Wir unterhielten uns sogar während der Fahrt. Das heißt Ralf redete und ich äußerte mich immer nur kurz um genug Luft für die Steigung zu haben. Nach der Steigung musste ich mich dann erst einmal erholen und konnte nicht voll fahren. Ich wusste auch das da noch so einiges kam.


Und wieder kamen wir an einem kräftig qualmenden Kraftwerk vorbei. Das war der Preis für unseren Strom aus der Steckdose. Die Energiewende würde wohl noch einiges an Zeit brauchen. Hoffentlich hatte unsere Umwelt diese Zeit noch.


Viel Zeit hatte ich nicht mir darüber Gedanken zu machen, denn der nächste Anstieg kam bereits.


Das Terrain war überraschend hügelig. Würde man in dieser Gegend so nicht vermuten. Neurath wurde als Wendepunkt umfahren und es ging wieder Richtung Kontrolle. Bald hatten wir den Sportplatz wieder erreicht. Ich verpflegte mich noch einmal und füllte die Trinkflasche auf. Danach sollte es auf die Runde 2 gehen.


Wiederholt kamen wir an dem kleinen Zirkus in Rammrath vorbei. Dann bogen wir auf die Strecke 2 ab. Die war zunächst mit der Rückfahrt nach Düsseldorf identisch. Aber mitten auf einem Feld war dann das Schild mit der Streckenteilung verloren gegangen. Ich wäre geradeaus gefahren, aber Ralf kannte die Strecke und meinte wir müssten rechts. Recht hatte er , wie wir kurz darauf an den Schildern sahen. So ging es nun auf die kürzeste Runde.


Wir kamen durch Gohr und Ückerath. In vielen Orten war Schützenfest und irgendwo sogar eine kleine Kirmes. Nievenheim striffen wir nur und bogen dann kurz vor Horrem wieder nach Süd-Westen ab. Hinter Straberg kam dann doch noch mal eine kleine Steigung. Die letzte größere Steigung führte dann hoch nach Anstel.


Nach einer Schleife über Deelen erreichten wir wieder Hoeningen, wo großes Schützenfest war. Aber entweder war das Fest schon vorbei, oder noch nicht voll im Gange. Vor den Toiletten fehlte jedenfalls die Warteschlange.


Kurz vor der Kontrolle kam ich dann zum dritten Mal an der kleinen Schafherde vorbei. Aber die flauschigen Tierchen konnten sich anscheinend nicht für schöne Rennräder begeistern. Gras und Kräuter waren da doch viel interessanter. Eine letzte kurze Pause an der Kontrolle, ein letzter Stempel. Die letzte Schleife für die 151er Strecke war bereits geschlossen. Da war ich doch erleichtert. Ein bisschen ko war ich schon. Und es waren noch 18 km bis ins Ziel. Ralf wäre sicher gerne noch die letzte Schleife gefahren.


So machten wir uns auf den Rückweg. Durch Rosellerheide hindurch erreichten wir wieder Uedesheim.


Über die Fleher Brücke ging es zurück auf die andere Rheinseite. Gegen 15 Uhr trafen wir im Ziel ein. 113 km mit einem Schnitt von 23 km/h und ca. 600 Höhenmeter schlugen zu Buche. Etwas über 400 Teilnehmer gingen auf die vier Strecken.

Ich war relativ groggy. Während ich mir ein Stück Kuchen und einen Kaffee gönnte, unterhielten wir uns mit einem Dortmunder. Der war wie Ralf mit dem Zug angereist und so beschlossen die Beiden zusammen zum Hauptbahnhof zu fahren. Ralf wollte am Sonntag in Rodenkirchen fahren, aber ich hatte Zweifel ob ich das schaffen würde. So verabschiedeten wir uns. War schön mal wieder mit Ralf zu fahren. Er hielt sich soweit zurück, das ich noch mithalten konnte. Das war ich von ihm gar nicht gewohnt. Meistens stach ihn irgendwann der Hafer und dann war er weg. Danke fürs bei mir bleiben.

Insgesamt bot die RTF schöne Strecken und war nicht zu anspruchsvoll aber auch nicht zu einfach. Die Idee mit nur einer Kontrolle fand ich persönlich gut, zumal es dort auch immer die Möglichkeit gab auf Toilette zu gehen. Die einzelnen Schleifen waren durchaus unterschiedlich. Strecke 3 mit den meisten Höhenmetern gefiel mir sehr gut. Nächstes Jahr bin ich gerne wieder dabei.
lg Jennifer

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Dienstag, 26. Juni 2018, 12:01

Sehr schöne Fotos und mal wieder schn geschrieben. :thumbup:

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Sonne_Wolken

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