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Montag, 9. Juli 2018, 10:27

Hagen - Iserlohn


24.06.2018


Am Sonntag nach der Aliens-RTF in Düsseldorf war ich ziemlich groggy. So schlief ich erst einmal aus und beschloss keine RTF zu fahren. Statt dessen war mir nach einer kleinen gemütlichen MTB-Tour. Ich suchte mir bei Komoot eine meiner Meinung nach passende Tour raus und lud die Route auf mein Navi. Dann fuhr ich mit dem Auto zum Startpunkt in Hagen. Für Ende Juni war es mit nur 14 Grad relativ kühl, aber ich war warm genug angezogen. Gegen Mittag startete ich meine Route. Zunächst ging es ein paar Kilometer durch Hagen durch.


Es dauerte eine ganze Weile bevor ich endlich Schotter unter die Räder meines GT Karakoram bekam. Jetzt war endlich auch der Autolärm weg. Ich kurbelte recht gemütlich durch Felder und in den Wald.


So hatte ich mir das vorgestellt. Entspannt ging es weiter. Ab und zu mal Wanderer oder Menschen mit Hund, aber ich hatte es ja nicht eilig.


Im Wald machte ich einen Abstecher zum Steinbruch Donnerkuhle.


Dann führte der Track auf einen reinen Reitweg durch den Wald. Da hatten MTBler eigentlich nichts zu suchen. Wer erstellt so einen Track? Ich war nicht begeistert. Zum Glück waren keine Reiter auf dem schmalen Weg. Dafür ein recht neu renovierter Unterstand für Jäger. Liebe Rehe, Wildschweine Füchse und Hasen, bitte macht einen großen Bogen um solche Hochstände. Die wollen euch nichts Gutes.


Ein paar Hindernisse gab es auch. Aber wenigstens wurde der Weg wieder etwas breiter und war wieder für alle da.


Aus dem Wald raus bot sich direkt ein schöner Blick auf kleine Dörfer und gegenüberliegende Hügel. Wir waren hier bereits am Rande des Sauerlandes. Doch dann hatte mich die Straße wieder und jetzt ging es kilometerlang entlang der Straße die durch das Lennetal nach Iserlohn führte. Auch wenn hier ein Radweg vorhanden war, machte mir der Lärm und Gestank durch den vielen Autoverkehr zu schaffen. Das war nicht erholsam. So hatte ich mir die MTB-Tour nicht vorgestellt.


Ich erreichte Hohenlimburg und überquerte die Lenne.


Dann ging es noch einmal über die Lenne, direkt in die Innenstadt. Aber wenigstens konnte ich einen Blick auf die Wildwasserstrecke werfen. Die befand sich quasi mitten in Hohenlimburg, das mittlerweile zu Hagen gehörte. Ein Stück weiter im Lennepark war das Lenneparkfest im Gange. Hier war so einiges los. Aber mich zog es mit dem GT schnell raus aus der Stadt.


Nun ging es über einen Fußweg (noch so ein Fehler in der Planung) wieder über die Lenne, vorbei an einem alten Stauwehr.


Ein Stück weiter stand dann ein Angler im Fluss. Wir waren aber nicht in der kanadischen Wildnis, sondern immer noch mitten in der Stadt. Echt skurril.


Es ging noch ein Stück direkt am Fluss entlang, dann hatte mich die B7 mit all ihrem Verkehr wieder.


Bei Letmathe traf ich dann auf Pater und Nonne. So hießen die beiden Felsen direkt an der B7. Dahinter lag die berühmte Dechenhöhle. Aber nach deren Besichtigung war mir nicht. War als Kind oft genug dort. Bin irgendwie nicht so der Höhlenmensch.


Bei Iserlohn verließ der Track endlich die Straße und es ging bergauf auf einem schmalen Asphaltweg. Dann sollte ich an einer Gartenkolonie rechts abbiegen. Ein schmaler, begrünter Weg führte steil den Berg hoch. Hier war schieben angesagt. Was für ein Mist. Wer denkt sich so was aus? Die Krönung war dann ein verschlossenes Tor durch die Gartenkolonie. Einen anderen Weg gab es nicht. Der Track führte eindeutig hier durch. Nach 18,5 km war Schluss mit lustig. Das war doch echt das Letzte. Fluchend schob ich den steilen Weg wieder runter. Ich beschloss mir ab hier selber eine Route zu suchen und den Track zu ignorieren. Da wusste offensichtlich Jemand nicht wie man eine vernünftige Route erstellte. Ich suchte mir einen Weg durch eine Siedlung, vorbei an einem Sportplatz und kam wieder an die unvermeidliche Straße. Leider gab es keine Alternative. So fuhr ich die B7 entlang zurück nach Letmathe. Hier überquerte ich die Lenne und fand einen Wanderweg, der oberhalb des Tales entlang der Lenne nach Hohenlimburg führte. Ich überholte ein paar Wanderer auf dem zunächst noch breiten Weg. Auf Schotter und Waldboden Fuhr ich, jetzt wieder gut gelaunt weiter.


Dann wurde der Weg zum schmalen Pfad und es ging steil nach unten. Zum Glück war das GT sehr leicht und ich konnte es für die ca. 100 Meter tragen. Mit den MTB-Schuhen hatte ich auch guten Halt beim laufen. Nach einer Bachdurchquerung ging es wieder steil aufwärts.


Dann hatte ich es geschafft und wieder einen fahrbaren Weg erreicht. So fuhr ich oberhalb des Tales bis Hohenlimburg weiter.


Dort fragte ich mich zum Schloss durch. Ich schob einen schmalen und sehr steilen Weg durch den Wald, bis ich genau am Schloss Hohenlimburg auskam. Meine Enttäuschung war groß das man nicht einmal auf den Schlosshof durfte. Nur im Rahmen einer Führung durfte man das Gelände des Schlosses betreten. Na ja, dann halt nicht. Ich fuhr den Berg hinab. Nun ging es zurück nach Hagen. In Holthausen machte ich noch eine Vesperpause und genehmigte mir in einer Imbissbude eine Pizza und ein alkoholfreies Radler. Lecker.


Danach fuhr ich bergauf durch Felder bis zu einem Wasserturm auf einem Hügel. Den hatte ich schon von Weitem gesehen und da er in meiner Richtung lag, war es eine gute Landmarke zur Orientierung. Die letzten Kilometer durch Emst waren dann notgedrungen wieder auf der Straße. Aber zum Glück war am Nachmittag nicht mehr ganz so viel Verkehr.


Nach dem überqueren der Volme war ich schon fast wieder am Auto, am Bahnhof von Oberhagen. Ich war ziemlich groggy, obwohl es nur etwas über 44 km mit einem Schnitt von lediglich knapp über 14 km/h waren. Aber dafür schlugen 900 Höhenmeter zu buche. Zu Hause fiel ich erschöpft aufs Sofa. Die Quittung bekam ich am nächsten Tag. Ich war so erschöpft, hatte sogar Atembeschwerden, das ich alle beruflichen Termine absagte und im Bett blieb. Was war bloß los mit mir? Dienstag ging es mir dann zum Glück wieder besser. Ich musste in Zukunft vorsichtig sein. Sicherheitshalber beschloss ich dieses Jahr keine Langstrecken mehr zu fahren. Ich sagte die bereits gebuchten Brevet und Marathon ab. Ich musste wieder zwei Schritte zurück machen. Der Check beim Arzt brachte nur allgemeine Erschöpfung zu Tage. Ich sollte mich schonen. Das hatte ich jetzt wohl verstanden.
lg Jennifer

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Montag, 9. Juli 2018, 11:43

Ich mag ja Touren die nicht strikt nach Plan verlaufen, auch wenn man im Moment des Fahrens die Haare raufen könnte. :thumbsup:
Die Glorreichen schieben ...

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Montag, 9. Juli 2018, 11:59

Kanaltour 2018, die Zweite


30.06.2018


Ende Juni war die Schafskälte endlich vorbei. Am letzten Samstag im Monat sollte es wieder schön warm (um die 28 Grad) und sonnig werden. Aber ich beschloss auszuschlafen und keine RTF zu fahren. Stattdessen wollte ich mich mal nach langer Zeit gegen Mittag wieder auf mein Koga Miyata Traveller schwingen. Da das Rad bald als Teilspender für ein neues Projekt herhalten sollte, wollte ich wenigstens noch einmal damit fahren. Geplant war eine entspannte Tour entlang der Kanäle bei uns im Ruhrgebiet. Von Hörde aus ging es zunächst nach Phönix-West und dann runter zur Emscher. Unter der B54 durch fuhr ich weiter zur Bolmke.


Kurz vor der Uni bog ich dann nach Dorstfeld ab.


Dort erreichte ich wieder den Emscherweg, der mich über feinen Schotter Richtung Hafen führte.


Am Dortmunder Hafen erreichte ich dann den Anfang des Dortmund-Ems-Kanal. Diesem folgte ich nun.


Auf der gegenüberliegenden Seite waren einige Ruderclubs. Bei einem wurde offensichtlich gefeiert. Auf dem Wasser war auch einiges los.


Aus Dortmund raus wurde es ländlicher. Die Bauern hatten bereits ihr goldenes Heu geerntet und zu schönen großen Ballen gebunden. Das glänzte richtig schön in der Sommersonne.


In einem alten Kohlebunker fand ich dann die geeignete Location um mein Schwarz/blaues Koga mal abzulichten. Es fuhr sich immer noch Klasse als Tourenrenner. Für Brevets hatte ich ja mittlerweile mein deutlich leichteres Mücke, aber für solche Touren war das Koga gut geeignet. Ich beschloss es zu behalten und wieder aufzubauen, nachdem das neue Projekt abgeschlossen war. Wäre echt schade es weg zugeben.


Am Kanal waren viele Angler und Sonnenhungrige, die den schmalen Grünstreifen zum bräunen nutzten. Einige badeten auch in dem Kanal. Ab und zu sah ich ein Frachtschiff.


Dann hatte ich das Schiffshebewerk Henrichenburg und den Schleusenpark Waltrop erreicht. Das Schiffshebewerk konnte man ganz im Hintergrund sehen.


Die mächtige Schleuse von 1912 war nicht mehr in Betrieb, dafür konnte man mit dem Rad hindurch fahren. Echt eindrucksvoll.


Statt der Lastenkähne tummelten sich jetzt hier Ausflugsboote und kleinere Yachten. Ein Paradies für Freizeitkapitäne.


Die beiden „neueren“ Schleusen aus den 30er und 60er Jahren waren dafür noch in Betrieb.


Weiter ging es zum Datteln-Hamm-Kanal. Hier stand ich vor einer nicht mehr existierenden Brücke. Also weiter.


Industrie gab es hier auch noch. Wenn auch nicht mehr so viel wie früher. Strom wurde immer gebraucht. Deshalb gab es entlang des Kanals einige Kraftwerke mit eigenem Hafen.


Auch am Stadthafen von Lünen herrschte noch reger Betrieb.


Dann erreichte ich nach 50 km den Preußenhafen in Lünen. Der hatte sich zum beliebten Treffpunkt für Freizeitkapitäne und Radfahrer entwickelt. Ich fand noch einen freien Tisch und bestellte Pommes Schranke (mit Ketschup und Mayonnaise) und alkoholfreies Radler. Nach der wohlverdienten Pause ging es auf den Heimweg.


Von Lünen fuhr ich nach Lanstrop und erreichte über den Kurler Busch schließlich den Körnebachweg. Dem Weg folgte ich bis Brackel. Hier zwang mich eine Sperrung wegen Prozessionsspinner zu einer Wegänderung. Auch wenn viele die Sperrung und Warnung ignorierten, hatte ich keine Lust auf den juckenden Ausschlag durch die fiesen Härchen der Raupen.


Stattdessen fuhr ich Richtung Hauptfriedhof, wo ich erst einmal an einem Bahnübergang warten musste.


Weiter ging es nun entlang der Pferderennbahn. Ich bewunderte wieder mal die schönen Graffiti auf der alten Begrenzungsmauer.


Die stürze allerdings aufgrund von Altersschwäche immer mehr ein. Und damit verschwand immer mehr Aktionsfläche für die Künstler. Schade drum.


Ich überquerte die B1 auf einer Brücke und erreichte die Stadtkrone Ost. Von hier oben hatte man einen schönen Blick auf Schüren. Entlang der Emscher ging es nun zurück nach Hörde, wo ich am späten Nachmittag wieder eintraf. Eine schöne und entspannte Sommertour ging zu Ende. 72,7 km fuhr ich mit einem Schnitt von knapp 19 km/h.
lg Jennifer

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Montag, 9. Juli 2018, 12:36

Rickert-Tour Juli 2018


01.07.2018


Die Rickert-Touren sollen eine regelmäßige Einrichtung werden. Tom hatte wieder eine schöne Strecke ausgekundschaftet.


So fuhren wir am ersten Sonntag des Juli zu viert am Stauwehr Westfalia an der Lippe los. Dabei waren Tom, Philipp, Jürgen und ich. Es ging wieder durchs schöne Münsterland.


Zunächst aber überquerten wir die Lippe und passierten die alte Kantine der Eisenhütte Westfalen.


In flotter Fahrt ging es dann über kleine verkehrsarme Straßen durch Werne und weiter nach Capelle.


Es rollte richtig gut und zu viert kamen wir gut voran. Ziel war eine Konditorei in Drensteinfurt. Hier genehmigten wir uns Kaffee und Kuchen. dann machten wir uns auf die Rückfahrt.


Kurz vor Hamm wurden wir dann durch eine geschlossene Bahnschranke kurz ausgebremst. Dann fuhren wir weiter.


Auch wenn es hier nach plattem Land aussah, gab es durchaus einige Steigungen.


Kurz vor Hamm bogen wir dann Richtung Werne ab. Etwas später erreichten wir dann wieder den Parkplatz in Lünen. Philipp hatte sich bereits kurz vorher verabschiedet, da er zum Bahnhof musste.

Und hier noch drei der beteiligten Räder:

Das Rickert von Jürgen


Dem Tom sein Rickert.


Und mein blaues 2000er Rickert Spezial.

Ich kam auch an den Steigungen ganz gut zurecht und konnte mit den Jungs mithalten. Am Vortag war ich ja eine eher gemütliche Kanaltour gefahren. das hatte Kraft gespart. Die Erschöpfung vom Wochenende davor trat zum Glück nicht wieder auf.
Noch ein paar Daten zur Tour: 84,5 km fuhren wir mit einem Schnitt von 23 km/h bei sommerlichen Temperaturen (27 bis 28 Grad) und teilweise Gegenwind.

Die nächste Rickert Ausfahrt soll dann eine Genusstour werden. Genossen habe ich aber bereits diese Tour.
lg Jennifer

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Montag, 9. Juli 2018, 12:47

Phönix-Runde




04.07.2018


Letzten Mittwoch hatte ich endlich mal nicht erst Nachts Feierabend. Kurz nach 19 Uhr war ich zu Hause. Eigentlich fahre ich dann Mittwochs zum Vereinsstammtisch. Aber da war in letzter Zeit nur wenig los. Also schwang ich mich lieber auf mein RIH Mistral, welches ich erst Dienstag wieder fahrbereit gemacht hatte. Kilometerstand seit dem Aufbau Oktober 2017 waren nur 36 km. Ein bisschen wenig. Das sollte sich nun ändern. Nun ging es auf eine lockere Trainingsrunde nach Phönix-West in Dortmund. Die Anfahrt war nicht all zu lange, da ich direkt neben Phönix-West wohne. :D

Erstmal das obligatorische Foto vor den Hochöfen, bzw. dem rostigen Zaun davor.


Dann ein paar lockere Runden über die Straßen von Phönix-West. Ist ein beliebtes Trainingsgebiet bei Vereinsfahrern.


Nach einigen Kilometern ging es dann runter zur Emscher und weiter zur Niere.


Die Dortmunder Niere ist eine Radrennstrecke die 1980 von einem Zusammenschluss Dortmunder Radsportvereine gebaut wurde und seit dem zum Training und für Rennen genutzt wird.


Viel war so spät nicht mehr los. Nach einigen Runden war ich alleine auf der Strecke.


Mein RIH Mistral ist mit Baujahr 1981 nur ein Jahr jünger als die Niere. Also das ideale Rad um von der Vergangenheit zu träumen. 1979 fing ich mit dem Radsport an. Aber so ein tolles Rad wie das RIH konnte ich mir damals nicht leisten.


Nach etlichen Runden auf der Niere fuhr ich wieder hoch nach Phönix-West und drehte da noch ein paar schnellere Runden.
Nach guten 40 km kam ich mit einem Schnitt von knapp 24 km/h wieder zu Hause an. Das RIH hatte sich bewährt und der Einstieg in die Pedale mit Haken und Riemen klappte auch wieder. Nach fast 30 Jahren mit Klickpedalen musste ich das erst wieder üben. Das RIH fährt sich durchaus komfortabel, aber auch schnell. Nur mit dem Wiegetritt musste ich aufpassen, da ich dort schnell aus dem Pedal rutschen konnte. Und die Riemen richtig fest zu ziehen traute ich mich dann doch noch nicht. Das RIH und ich waren jedenfalls bereit für die Klassikerausfahrt am Sonntag in Münster.
lg Jennifer

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Dienstag, 10. Juli 2018, 10:28

Maximilian-Tour 2018


07.07.2018


Am Samstag lud das Radteam Hamm zu seiner Maximilian-Tour ein. Die RTF bot mehrere Streckenlängen, teilweise bis zum Möhnesee. Ich entschied mich für die 76 km Variante bis kurz vor Soest, durch die schöne Soester Börde. Start war ab 10 Uhr, doch ich rollte etwas später an. Gegen viertel vor 11 startete ich dann auf meine Runde.


Ich wählte mein RIH Mistral. War mal gespannt wie ich so ohne Tacho klar kam. Nur das Navi ließ ich in meiner Trikottasche mitlaufen.


Schnell ging es aus Hamm hinaus und auf schmale verkehrsarme Straßen. Richtung Süden ging es an Braam vorbei.


Danach ein Schlenker nach Osten und Süddinker wurde durchquert. Ich war alleine unterwegs. Nur ab und zu überholte ich einzelne Fahrer oder kleine Gruppen, die ebenfalls spät gestartet waren.


Bei Temperaturen um die 26 Grad war es angenehm und die landwirtschaftlich geprägte Region zeigte sich von ihrer besten Seite. Ich passierte Scheidingen.


Ich war froh alleine unterwegs zu sein und meinen Gedanken nachhängen zu können. Die Strecke tat ein übriges dazu das ich sehr entspannt fuhr. Das RIH surrte vor sich hin und funktionierte tadellos. Für mich war das Spaß pur. Mehr brauchte ich eigentlich nicht zum Glücklich sein. Jedenfalls in diesem Moment. So erreichte ich irgendwann die erste Kontrolle in Einecke. Ich aß eine Waffel und füllte meine Trinkflasche auf. Es konnte weiter gehen. War schon komisch nicht zu wissen wie schnell ich war und wieviele Kilometer ich bereits geschafft hatte.


Über Merklingsen erreichte ich dann Ostönnen und den Haarstrang.


Hier kamen dann ein paar Steigungen die ich gut mit dem RIH meisterte. Aber der Haarstrang wurde nur gestriffen, so das sich die Höhenmeter in Grenzen halten würden.


Ab und zu ging es durch Ortschaften mit schönen alten Häusern. Über Röllingsen erreichte ich Meiningsen. Viele Ortschaften hier hörten mit der Endung „ingsen“ auf.


Zwischen den Orten gab es viel Natur. Die spross sehr üppig, konnte aber sicher mal wieder Wasser gebrauchen.


Eine Antiquität war mein RIH auch. Aber eine sehr flott zu fahrende.


Die Route führte westlich an Soest vorbei und hinter Hattrop dann über einen Bahnübergang.


Dann fuhr ich wieder über plattes Land bis zur nächsten Ortschaft.


In Brockhausen war dann nicht nur der Wendepunkt Richtung Westen erreicht, sondern auch die letzte Kontrolle. Von hier aus sollten es noch ca. 25 km bis ins Ziel sein.


Neben der Kontrolle befand sich ein Antiquitäten Café und davor ein alter Pferdewagen. Da musste ich natürlich ein Foto machen. Das RIH glitzerte so schön in der Sonne.


Ich fuhr weiter und sah nach etlichen Kilometern bereits das Kraftwerk am Horizont. Hamm war nicht mehr weit.


Die nächsten Orte waren Stocklarn, Berwicke und Hacheney.


Ich fühlte mich immer noch gut und genoss die Fahrt. Über Nateln und Eilmsen näherte ich mich Hamm.


An der Bahnlinie wusste ich das es nicht mehr weit war.


Dann war das Ziel neben dem Maximilianpark erreicht. Ich hatte es geschafft. Das RIH funktionierte problemlos. Nun nahm ich das Navi aus der Tasche und stoppte die Aufzeichnung. Ich war gespannt auf die Daten. 74,4 km fuhr ich mit einem Schnitt von 25,2 km/h und knapp 400 Höhenmeter. Da war ich doch gar nicht so langsam unterwegs. Hätte ich nicht gedacht. Ich fühlte mich auch noch fit. Zur Belohnung gab es Kaffee und Kuchen. Dann fuhr ich nach Hause. Dort sah ich dann noch den Zielsprint von der ersten Etappe der Tour de France. Dann war ausruhen angesagt. Am nächsten Tag sollte es nach Münster zur Klassikerausfahrt gehen. Natürlich wieder mit dem RIH.
lg Jennifer

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Dienstag, 10. Juli 2018, 20:41

Na sowas, da biste ja wieder fast vor meiner Haustür vorbei. :D

Das Stück Hellwegroute bin ich So auch noch gefahren.
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328

Dienstag, 10. Juli 2018, 22:12

Na sowas, da biste ja wieder fast vor meiner Haustür vorbei. :D

Das Stück Hellwegroute bin ich So auch noch gefahren.
Ich weiß. Habe auch die Augen aufgehalten ob Du da zufällig irgendwo rum fährst. :D
lg Jennifer

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Mittwoch, 11. Juli 2018, 20:56

Klassik rund um Münster


08.07.2018


Sonntag war wieder um 12 Uhr Klassikausfahrt in Münster. Treffpunkt sollte das Freibad Stapelskotten sein. Ursprünglich wollten wir uns eigentlich am Schlossplatz treffen. Aber kurzfristig musste der Treffpunkt aus organisatorischen Gründen geändert werden. Leider hatten das drei Leute nicht mehr mitbekommen und standen am Schloss in Münster. Dank Handy konnte das aber geklärt werden und wir warteten bis die Mitfahrer am Treffpunkt im Südosten von Münster ankamen. Mit 13 Leuten ging es dann auf altem und etwas neuerem Stahl los. Martin führte uns mit seinem Jack Taylor rund um Münster.


Ich wählte mein RIH Mistral von 1981 aus. Es ist mit einer Shimano 600 Arabesque Gruppe von 1981 ausgestattet. Nur die Bremsen sind von der nachfolgenden Shimano New 600 von 1982. Die bremsen einfach deutlich besser, vor allem mit den Jagwire Bremsklötzen. Sattel ist ein Selle Italia Super Professional. Vorbau und Sattelstütze sind von SR. Der SR Lenker war leider nicht mehr zu retten und musste aus Sicherheitsgründen einem neuen, aber klassisch geformten Exemplar Platz machen. Reifen sind Continental Grand Prix Klassik auf Mavic Felgen und mit Shimano Naben.


Etwas verspätet fuhren wir dann los. Die Route führte zunächst nach Süden, schwenkte dann aber kurz vor Wolbeck nach Westen wo wir Angelmodde striffen.


Weiter ging es nach Gremmendorf. Das Tempo war so moderat das man sich noch unterhalten konnte.


Wir fuhren entlang des Dortmund-Ems-Kanals nach Süden bis Hiltrup.


Nun richtete sich unsere Fahrt wieder nach Westen bis zur A1. Dort fuhren wir dann ein Stück parallel zur Autobahn nach Norden.


Es war sonnig und um die 26 Grad warm. So waren wir froh mal ab und zu im Schatten fahren zu können. Wir passierten Mecklenbeck und Roxel und erreichten schließlich Nienberge. Dort hatten wir mit etwas über 100 Meter dann auch den höchsten Punkt der Tour erreicht.


Weiter ging es über plattes Land, Felder und durch kleine Wälder.


Nach ca. 40 km machten wir einen Abstecher zum Landgasthof Schulze Relau. Hier hatte Martin uns schon vorab telefonisch avisiert. Ich bestellte einen Radler und Pommes. Der ersehnte Apfelpfannkuchen war leider aus.


Derweil lehnten unsere alten Räder an den Toren einer alten Remise. Das passte doch gut.


Vor der Weiterfahrt gab es noch das obligatorische Gruppenfoto. Drei Damen und zehn Herren mit ihren alten und nicht ganz so alten Rennrädern.
Kaum waren wir vom Hof machte es bei Martin „peng“. Das war einer seiner Schlauchreifen der sich mit einem Knall verabschiedete. 40 € waren hinüber. Ein großes Loch klaffte in der Lauffläche.


Während Martin einen neuen Reifen aufzog, schaute ich mir das Marschall von Werner genauer an. Er hatte es vor ein paar Jahren vom Rahmenbauer Uwe Marschall aus Edelstahl bauen lassen. Es war ein bis ins kleinste Detail durchdachter Randonneur für Brevets. Ich war direkt fasziniert von dem Rad. So viel Liebe zum Detail. Den hinteren Gepäckträger hatte Werner selber aus Edelstahl geschweißt. Eine tolle Arbeit.


Nach ein paar Minuten konnte es bereits weiter gehen. Wir fuhren Richtung Osten und erreichten die Rieselfelder nördlich von Münster. Dann führte uns Martin über Sudmühle und Dorbaum wieder nach Süden.


Wir fuhren parallel zur Werse und erreichten am späten Nachmittag wieder das Freibad Stapelskotten. Nun galt es sich zu verabschieden. Tom und ich luden unsere Räder ins Auto und fuhren Richtung Dortmund. Eine wunderschöne Tour, einmal rund um Münster, ging zu Ende. Es gab jede Menge toller Räder zu bestaunen. Da waren unter anderem Räder von Rickert, Koga Miyata, Gudereit, Peugeot, Jack Taylor, Herkules, Marschall und RIH. Die Zeit war wie immer zu kurz. Wir legten 63,7 km mit einem Schnitt von 22,3 km/h und ca. 350 Höhenmeter zurück. Hoffe das es im August wieder so eine schöne Tour gibt.
lg Jennifer

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330

Donnerstag, 12. Juli 2018, 13:41

Maximilian-Tour 2018


07.07.2018


Am Samstag lud das Radteam Hamm zu seiner Maximilian-Tour ein. ...
.... Natürlich wieder mit dem RIH.
Hi Sonne_Wolken,
hi zusammen,

die Strecke schaut ja richtig lecker aus, hast Du da mal einen Track zur Hand ?

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331

Donnerstag, 12. Juli 2018, 13:53

Radteam Hamm


Vielleicht bei der blaugelben Fahrrad FDP auf der Homepage. ^^
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Donnerstag, 12. Juli 2018, 19:40

Maximilian-Tour 2018


07.07.2018


Am Samstag lud das Radteam Hamm zu seiner Maximilian-Tour ein. ...
.... Natürlich wieder mit dem RIH.
Hi Sonne_Wolken,
hi zusammen,

die Strecke schaut ja richtig lecker aus, hast Du da mal einen Track zur Hand ?
Die von mir gefahrene 74 km Strecke findest Du hier: Maximiliantour
lg Jennifer

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Montag, 16. Juli 2018, 11:02

Back to Steel Tour 2018


15.07.2018



Mitte Juli lud der RSV Viktoria Lövenich das erste Mal neben seiner normalen RTF zu der Back to Steel Tour ein, speziell für klassische Stahlrennräder. So machte ich mich mit Tom auf den Weg nach Köln. Tom nahm sein bewährtes 90er Jahre Rickert mit und ich lud mein 1981er RIH Mistral ins Auto. Gegen 10 Uhr trafen wir am Start ein. Dort trafen wir Jörg mit seinem schönen 89er Koga Miyata Pro. Die anvisierten 300 Teilnehmer wurden zwar nicht erreicht, aber trotzdem machten sich um 10:30 Uhr eine ganze Schar Fahrer/innen auf alten Stahlrennern auf den Weg. Bis zur ersten Kontrolle sollte im Pulk gefahren werden. Der Organisator sprach von gemütlichem Tempo. Er fuhr mit einem „Kameramann“ auf einem Motorroller voraus und filmte unterwegs.


Das Tempo zog allerdings nach den ersten Metern bereits beträchtlich an. Von Lövenich wurden wir durch Frechen geführt.


Immer wieder entstanden durch das große Tempo Lücken, die zugefahren werden mussten. Mit noch relativ kalten Muskeln war das gar nicht so einfach. Ich wusste das ich das Tempo so nicht durchhalten würde und zweifelte schon ob ich die anvisierte 112 km Strecke überhaupt schaffen würde. Es wurde auch relativ schnell warm und die Sonne brannte erbarmungslos von einem wolkenlosen Himmel.


Mit Mühe schaffte ich es mich weiter vorne einzuordnen. So fuhren wir an Benzelrath und dem Industriegebiet Türnich vorbei.


Dann ging es ein leider nur kleines Stück an der Erft entlang.


Das Tempo war hoch und wir fuhren wie an einer Schnur aufgereiht. Bloß nicht den Anschluss verpassen. Weiter hinten mussten einige Fahrer schon längst abreißen lassen. Vorbei ging es am Wassererlebnispark. Doch für uns gab es keine Erfrischung, bestenfalls einen Schluck warmen Wassers aus der Trinkflasche. Nach 19 km erreichten wir dann die erste Kontrolle. Hier verabschiedete sich des Begleitroller. Jetzt hieß es jeder für sich. Mit Tom und Jörg machte ich erst einmal Pause. Vor allem viel trinken war wichtig. Ich erfuhr das wir einen Schnitt von mehr als 27 km/h hatten. Gemütliches Tempo stellte ich mir anders vor.


Schließlich fuhren wir zu dritt weiter. Nun fuhren wir überwiegend über freie Felder und nur ab und zu kam eine kleinere Ortschaft wie Mellerhöfe oder Herrig.


Die Temperatur kletterte gegen Mittag auf die 30 Grad. Ich kam mir wie in einem Glutofen vor. Die teilweise abgeernteten Felder verstärkten den Eindruck von Wüste und Hitze noch. Hinter Erp kam dann die Streckenteilung und ich musste mich entscheiden. 75 km oder doch 112 km? Ich entschied mich für die 112er Strecke und hoffte das das kein Fehler war. Aber ich wollte unbedingt noch ein paar Höhenmeter sammeln.


Und die gab es dann auch bald. Aber noch konnte ich mit den Jungs mithalten.


Über ländliches Gebiet ging es an Müddersheim vorbei. Jetzt war es nicht mehr weit bis die lange Steigung nach Nideggen anfangen würde. Ca. 200 Höhenmeter galt es zu überwinden.


Doch noch war es flach und ich blieb dran.


Dann ging es los. Ich musste die Jungs ziehen lassen und suchte und fand mein eigenes Tempo.


Alleine fuhr ich durch Ginnick und Muldenau.


Auf der ansteigenden Gerade danach sah ich die Beiden aber noch am Horizont. Aber wieder ranfahren war nicht möglich. Ich wusste da kam noch einiges.


Nach einigen Kilometern berghoch erreichte ich Berg. Der Name war Programm. Leider fand sich in Berg ein einzelner Pfeil mit RTF-Schriftzug dem ich folgte. Nach ein paar hundert Metern berghoch bemerkte ich meinen Irrtum. Der Pfeil war noch von einer anderen RTF übrig geblieben. Ich fuhr zurück nach Berg und folgte der Straße die mich nach Nideggen führen sollte. Oben in Nideggen erreichte ich dann nach insgesamt ca. 54 km die zweite Kontrolle. Hier warteten Tom und Jörg und schauten der Freiwilligen Feuerwehr bei Löschübungen zu. Ich versorgte mich auch mit Wasser und füllte die Trinkflasche wieder auf. Das gröbste war nun geschafft, was die Höhenmeter anging.


Als wir weiter fuhren kam noch mal eine Steigung aus Nideggen heraus. Aber da hatte ich mich bereits wieder gut erholt und konnte mithalten. Dann ging es tendenziell immer etwas bergab und Jörg gab richtig Gas. Es gelang mir aber Tom und mich wieder ranzufahren. Jetzt wurde noch mal richtig Tempo gebolzt. Wir überholten noch einige Teilnehmer von der normalen RTF. Die meisten Stahlfahrer waren auf die kürzeren Strecken abgebogen. Da sahen wir auf der 112er nur noch wenige. Wir fuhren durch Vettweiß und dort oder einem der anderen kleinen Orte blieb ich dann an einer roten Ampel hängen. Als ich dort endlich links abbiegen durfte, kam mir die Polizei und ein Schützenumzug entgegen. Ich musste auf dem Bürgersteig weiter schieben. Zum Glück war der Umzug nicht so groß und bald konnte ich weiter fahren. Nach dem nächsten Abzweig warteten Tom und Jörg dann im Schatten auf mich. Zu dritt ging es weiter nach Gladbach. Nach Wissersheim fuhren wir einen Bogen und erreichten die dritte Kontrolle nach 90 km in Gymnich. Diese war identisch mit der ersten Kontrolle. Da dort bereits abgebaut wurde, wären die Jungs glatt daran vorbei gefahren. Ich konnte sie zum Glück noch zurück rufen. Viel gab es nicht mehr. Aber ich konnte die Trinkflasche noch auffüllen. Ich sagte dort Bescheid das noch einige auf der Strecke waren.


Nun ging es über Balkhausen und Türnich endlich Richtung Ziel. Noch ca. 22 km lagen vor uns. Es war bereits Nachmittag und über 30 Grad heiß. Ein Sommertag wie er im Buche stand.


Der Wasserturm in Türnich fand meine Aufmerksamkeit. Ob der wohl mittlerweile als Wohnhaus genutzt wurde? Wäre jedenfalls ein schönes Domizil.


Schatten gab es nur sehr selten und auch nur kurz. Dafür sehr warmen Gegenwind. Ich spannte mich vorne ein. Gegenwind war genau mein Ding, da ich viel und gerne in den Niederlanden fuhr. Und dort gab es reichlich Gegenwind.


Und überall abgeerntete Felder. Der Rückweg zog sich ziemlich dahin. Wir wären alle nicht traurig gewesen bald ins Ziel zu kommen. Aber statt dessen machte die Strecke noch mal eine Schleife im Grefrath. Am Horizont sahen wir die Spuren des Tagebaus.


Dann kamen wir zu einem Ort der nach der gleichnamigen Grube Carl benannt war. Doch aus der Zeche hatte man mittlerweile Wohnhäuser gemacht. Stilvoll wohnen auf der Zeche. Wir fühlten uns fast wie daheim im Ruhrpott. Das Ziel war aber immer noch nicht in Sicht. Wir mussten noch durch Frechen durch und eine letzte Schleife durch Buschbell fahren. Nach 113 km kamen wir mit einem Schnitt von knapp 26 km/h und ca. 700 Höhenmeter in den Beinen kurz nach 16 Uhr endlich ins Ziel. Das alkoholfreie Weizenbier hatte ich mir nach der Abmeldung redlich verdient. Danach standen mir noch insgesamt 2 Stunden Autofahrt bevor. Unterwegs erfuhren Tom und ich aus dem Autoradio das John Degenkolb die Tour de France Etappe gewonnen hatte. Perfekt. Auch wir hatten gewonnen. So fühlten wir uns nach der Back to Steel Tour jedenfalls. Und natürlich hoffen wir auf eine Neuauflage in 2019. Die Strecke hatte alles was ich mag. Lange gerade Stücke, nette kleine Orte und ein paar Höhenmeter. Und den Gegenwind nicht zu vergessen.
lg Jennifer

Mein neuer Blog: sonnewolken.wordpress.com

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