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Montag, 13. August 2018, 12:50

Das sieht echt nach einer superschönen Gegend aus, da kriegt man Lust zum Radeln :thumbsup:

Zitat

Das lag auch daran das ich etwas Mühe hatte das Auto wieder zu finden.


In Münster habe ich auch schonmal mein Auto verlegt....
Hab vergessen was ich wollte... ?(



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Dienstag, 21. August 2018, 09:45

Lippstädter RTF


18.08.2018


Es wurde Zeit mal wieder eine RTF zu fahren. Samstag war es soweit. Ratingen sagte mir nicht so zu, obwohl dort sicher jede Menge bekannte Gesichter waren. Aber nach Streckenrecherche im Internet entschied ich mich das erste Mal in Lippstadt zu fahren. Die Strecke sollte durch die Soester Börde, über den Haarstrang bis ins Hochsauerland in die Nähe von Brilon führen. Das klang doch gut. So machte ich mich Morgens bei ca. 15 Grad auf den Weg nach Lippstadt-Dedinghausen. Kurz nach 8:30 Uhr startete ich dann alleine bei frischen 16 Grad. Die Kühle war nach der Hitze der letzten Zeit ganz angenehm. Dabei hatte ich mein Rickert Spezial.


Die ersten über 40 km sollten flach sein. Waren sie auch. So fuhr ich recht flott los, obwohl ich mir eigentlich vorgenommen hatte mich etwas zurück zu halten. Von Dedinghausen führte die Route nach Hörste und dann über Mettinghausen, vorbei am Römersee nach Boke.


Unterwegs kamen mir immer wieder automobile Klassiker der 60er bis 80er Jahre entgegen. Diverse Mercedes Benz, zwei Opel Monza, diese schöne Kastenente und dahinter ein Fiat (wahrscheinlich ein 850). Offensichtlich war eine Klassikerrallye auf dem Weg. Mittlerweile sorgte die Sonne dafür das es wärmer wurde. Nach 30 km erreichte ich die erste Kontrolle an der Hüsteder Mühle, in der Nähe von Geseke. Kurz die Trinkflasche auffüllen und weiter ging es.


Nun ging es durch Felder und vorbei an Gehöften nach Mönninghausen. Irgendwo in Bönninghausen (oder doch schon in Mönninghausen) muss ich dann allerdings einen Abbiegepfeil übersehen haben. Ich fuhr jedenfalls immer weiter geradeaus.


Auf der Landstraße traf ich dann auf diese sympathische Schafherde. Die konnten mir den richtigen Weg leider auch nicht sagen. Dafür traf ich einen Fahrer aus Bielefeld, der sich auch verfahren hatte. So fuhren wir zu zweit weiter und standen plötzlich in Geseke. Um wieder auf die Strecke zu kommen bogen wir dann nach Ehringhausen ab.


Zwischen Ehringhausen und Störmede kamen wir dann wirklich wieder auf die Route. Ein paar Kilometer hatten wir nun extra. Aber das sollte der einzige Verfahrer sein.


Ab und zu gab es schöne alte Gebäude, oder eine nette kleine Kirche zu sehen.


Es bildete sich eine kleine Gruppe, die den ersten Anstieg zum Haarstrang in Angriff nahm. Durch meine Fotos fiel ich immer wieder zurück, kämpfte mich aber an den Steigungen wieder langsam ran.


Obstbäume säumten die verkehrsarme Landstraße. Am liebsten hätte ich angehalten und etwas Fallobst aufgesammelt. Es roch richtig gut nach reifen Obst. 240 Höhenmeter waren jetzt am Stück zu bewältigen.


Stoisch kurbelte ich mein Tempo in der Steigung. Es lief für meine Verhältnisse erstaunlich gut. Ab und zu konnte ich sogar Jemanden überholen. Dieses Erlebnis hatte ich berghoch sonst nicht sehr oft. Aber meine Formkurve zeigte endlich wieder aufwärts. Und so waren die Anstiege keine Quälerei, sondern Spaß pur. Oben waren wir dann auf 340 Meter. Nun kam eine rasante Abfahrt. Mittendrin hinter Heddinghausen kam dann die Streckenteilung. Meine Mitfahrer fuhren rechts die 75er Strecke und ich stürzte mich alleine links weiter das Tal hinunter.


So kam ich durch Weine und fuhr Richtung Siddinghausen. Links und rechts die ersten Berge des Hochsauerlandes fuhr ich über kleine Landstraßen Richtung zweite Kontrolle.


Am Rande von Siddinghausen erreichte ich die zweite Kontrolle an einem Sportplatz. Zeit für eine kleine Pause. Mein treues Rickert hatte mich bisher problemlos über alle Steigungen gebracht. Ich lag zeitlich noch sehr gut, sodass ich mir um den Zielschluss keine Sorgen machen musste. Mehrere große Steigungen hatte ich allerdings noch vor mir.


Doch zunächst ging es weiter harmlos durchs Tal, parallel zum Flüsschen Alme. So erreichte ich dann den gleichnamigen Ort Alme. War es bisher immer nur ganz leicht bergauf gegangen mit ca. 2 bis 3 %, kam in Alme der Beginn des nächsten großen Anstiegs, der bis auf 480 Meter hoch gehen sollte. Hier war Durchhaltevermögen gefragt.


4 km ging es jetzt, teilweise etwas steiler werdend, richtig bergauf.


Gerade wenn man dachte man wäre oben, kam eine Kurve und die Steigung zog sich wieder bis zum Horizont. Aber es war landschaftlich auch sehr schön.


Manches Mal fühlte ich mich schon ans Alpenvorland erinnert. Und ich war noch fit genug das Panorama zu genießen.


So erreichte ich nach 80 km Wülfte mit einem grandiosen Ausblick. Wahnsinn. Mittlerweile war es auch angenehm warm geworden. Und das lag nicht nur an der Steigung, sondern auch an der sehr präsenten Sonne.


Hinter Wülfte hatte ich fast schon Brilon erreicht, als es in einem Bogen zurück ging. Nun kam erst einmal eine längere Abfahrt mit ein paar kürzeren Gegenanstiegen. In der Entfernung sah man schon die ersten Windräder auf dem Haarstrang. Ich durchquerte Meiste und Hemmern, wo nach ca. 97 km die dritte Kontrolle wartete. Da hatte ich gerade die letzte große Steigung mit ca. 100 Höhenmeter Unterschied hinter mir.


Nach der letzten Kontrolle ging es dann tendenziell bergab. Von 400 Meter mussten wir wieder runter auf 90 Meter im Ziel. Aber trotzdem gab es noch die ein oder andere Steigung die etwas weh tat und dafür sorgte das der Rückweg nicht zu leicht wurde.


Es war bereits früher Nachmittag als ich die letzten Kilometer Richtung Ziel rollte. Meine Beine fühlten sich trotz der Steigungen noch gut an und ich war schon ein wenig euphorisch angesichts der schönen Strecke und meines tollen Rades. Das Rickert fuhr sich wieder ganz vorzüglich. Es passt mir einfach.


Dann kam die Kirche von Dedinghausen in Sicht und wenige hundert Meter später war ich um ca. 14 Uhr im Ziel. 120 km (durch den Verfahrer, sonst 114 km) und 950 Höhenmeter fuhr ich mit einem Schnitt von 23,6 km/h. Das war für meine Verhältnisse ganz gut. Die Strecke war sehr verkehrsarm und wunderschön, abwechslungsreich und durchaus anspruchsvoll. Eine echte Empfehlung die ich mir sicher für nächstes Jahr merken werde.
lg Jennifer

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Mittwoch, 22. August 2018, 09:51

Rund um Haus Opherdicke 2018



19.08.2018



Am Sonntag machte ich das RTF-Doppelpack für das Wochenende komplett. Da ich mich nach dem Samstag noch gut fühlte, startete ich gegen 8 Uhr in Opherdicke mit Harald und Tochter und Ralf die Fahrt durchs Ruhrtal. Vorher traf ich noch auf einige bekannte Gesichter aus meinem Verein „Sturm“ Hombruch. Andreas unser Vorsitzender, Gerd und noch einige Andere gingen ebenfalls auf die Strecke.


Dieses Mal wählte ich mein RIH Mistral von 1981 als treuen Begleiter. In altem Vereinstrikot und Schuhen für Hakenpedale kleidete ich mich dem Alter des Rades entsprechend. Nur der Helm war ein Zugeständnis an heutige Zeiten.


Das Profil der Strecke war deutlich welliger als am Vortag, dafür waren die Steigungen kürzer und gingen nie über 285 Meter. Zunächst ging es aber erst einmal bergab. So kamen wir gut voran. Von Opherdicke ging es durch Billmerich und weiter nach Kessebüren. Es war anfangs etwa 17 Grad warm und die Sonne schien, angenehme Bedingungen also. Frömern und Ardey bescherten uns dann ein paar Steigungen zum warm fahren. Ab Fröndenberg ging es dann ein Stück durchs Ruhrtal.


Auf der anderen Seite des Tals sah man schon die ersten Erhebungen Richtung Sauerland.


Auf der linken Seite kam Wickede in Sicht.


Kurz darauf kam nach knapp 30 km die erste Kontrolle in Echthausen. Die einzige Trinkflasche auffüllen und etwas essen, dann ging es zu viert weiter.


Kurz vor Neheim verließen wir kurz die Ruhr und bogen Richtung Vosswinkel ab. Wimbern und Niederbarge wurden passiert, bevor wir in Halingen bei km 52 die zweite Kontrolle erreichten. Dort trafen wir auch auf Norbert, der an der Kontrolle aushalf.


Hinter Hennen kam dann in Rheinen nach 60 km die Streckenteilung. Haralds Tochter fuhr geradeaus ins Ziel und Ralf, Harald und ich bogen links auf die 111er Schleife ab.


Hier ging es höhenmetermässig noch einmal richtig zur Sache. Die längsten Steigungen der Tour erwarteten uns hier.


Nun führte uns die Strecke Richtung Iserlohn, also ins Sauerland. Durch Villich erreichten wir Ergste. Kurz danach kam mitten in einer Steigung die dritte Kontrolle schon bei km 67. Gerade mal 15 km nach der zweiten Kontrolle. Mittlerweile war es wärmer geworden und Temperaturen über 25 Grad luden dazu ein im Schatten zu verweilen. Doch wir rissen uns los und fuhren wieder in die Steigung. Den höchsten Punkt hatten wir dann nach knapp 180 Höhenmeter mit 285 Meter in der Nähe von Stübbeken erreicht.


Aber natürlich war das nicht die letzte Steigung. In Kalthof ging es dann wieder stetig bergauf. Hinter Rheinermark waren dann weitere 60 Höhenmeter erklettert. Während ich solche Steigungen früher mit vorne 42 und hinten 23 Zähnen fuhr, reicht die Kraft mittlerweile nur noch für vorne 39 und hinten 28. Die Zeiten der Heldenübersetzungen sind mit über 50 Jahren bei mir einfach vorbei.


Zum Glück gab es auch flachere Passagen wo ich mich ein wenig erholen konnte. In Rheinen kamen wir dann nach 84 km wieder auf die 75er Strecke, die ins Ziel führte. Auch hier warteten noch ein paar Anstiege auf uns.


Die Strecke gefiel mir aber sehr gut. Oft schmale Straßen mit so gut wie keinem Verkehr machten das Fahren zur Freude.


Durch Geisecke mussten wir zum Glück nicht bis ganz oben, sondern es ging ein kurzes Stück rechts über die L 673, bevor wir wieder auf kleinste Straßen abbogen.


Aber natürlich ging es auch dort wieder bergauf, also hieß es durchhalten. Das Ziel konnte so weit nicht mehr sein.


Flach war es auch hier nicht als wir über Hengsen dann schon um 13 Uhr nach nur 93,2 km Opherdicke und das Wasserschloss erreichten. Eine sehr kurze 111er Runde.


Am Wasserschloss war ordentlich was los. Der gemütliche Teil der RTF mit kalten Getränken und Musik begann.


Auch ein paar Stände rund ums Rad fahren und den Radsport gab es. Über 600 Teilnehmer waren unterwegs. Ich meldete mich ab und verabschiedete mich nach ein paar kalten Getränken (natürlich alkoholfrei) von Harald, seiner Tochter und Ralf. Eine tolle RTF ging zu Ende. 93,2 km und wieder 950 Höhenmeter fuhren wir mit einem Schnitt von 24 km/h. Insgesamt kam ich so am Wochenende auf über 200 km und fast 2.000 Höhenmeter. Langsam wurde ich wieder fit. Ein gutes Zeichen.
lg Jennifer

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Dienstag, 28. August 2018, 10:13

Gevelsberger Talsperren-Rundfahrt



25.08.2018



Samstag stand wieder eine RTF auf dem Programm. Das erste Mal startete ich in Gevelsberg. Da es regnete hatte ich mein Mücke vorbereitet. Mit der Bergübersetzung schien es gut geeignet für die anstehenden Steigungen zu sein. Anders als im Sauerland gab es im Bergischen Land jede Menge steiler Rampen die es zu erklimmen galt.



Licht und Gepäckträger wurden beim Mücke demontiert. Vorne kam wieder nur das provisorische Schutzblech dran. Nicht schön, aber effektiv. Ein kürzerer Vorbau, Aerobremshebel und neues Lenkerband komplettierten das Cockpit. Vom leichten Randonneur mutierte das Mücke zum RTF-Rad für die Berge. So wog es nur noch etwas über 11 kg.


Ich startete kurz nach 8 Uhr bei 11 Grad und regnerischem Wetter alleine direkt in die erste Steigung hinein. 2 km ging es nur bergauf. Die kalten Muskeln mopperten etwas, aber es half ja nichts.



Da es gerade noch geregnet hatte war die Straße noch nass. Aber die Schutzbleche hielten das Wasser von unten zuverlässig ab.



Während die Straße langsam abtrocknete drohten bereits die nächsten Wolken. Nachdem die Route Richtung Barmen führte, machte sie dann einen scharfen Bogen um Schwelm herum. Die nächste Steigung stand an. Es ging hoch und runter Richtung Wupper. Die ein oder andere steile Rampe war auch zu bewältigen. Mit vorne 39 und hinten 32 Zähnen konnte ich die aber noch fahren. Ich erreichte Beyenburg und die Beyenburger Talsperre und durfte dann die lange Steigung hoch Richtung Lennep in Angriff nehmen. Stoisch kurbelte ich mich die Serpentinen hoch. Zum Glück wusste ich was da auf mich zukam. Ab und zu tröpfelte es etwas. Aber mit langer Hose und Regenjacke war ich auf das Wetter vorbereitet. Als die Steigung sanfter wurde, zweigte die Strecke rechts nach Herbringhausen ab. Da ich mich hier ganz gut auskannte, schwante mir nichts Gutes. Und richtig, da kam sie schon die immer steiler werdende Rampe. Selbst mit der Bergübersetzung war kein runder Tritt mehr möglich. Doch absteigen und schieben war unter der Ehre. Also quälte ich mich da hoch. In Herbringhausen war dann zum Glück nach 23 km die erste Kontrolle. Wegen den Regenschauern hatte man sich in die Halle der freiwilligen Feuerwehr zurück gezogen. Sogar Sitzgelegenheiten gab es. Ich ruhte mich ein paar Minuten aus und lockerte meine Muskeln, bevor es weiter ging.



Natürlich ließ die nächste Steigung nicht lange auf sich warten.



Genau so wenig wie der nächste Schauer, der kurz aber heftig war. Ich fand die Temperaturen und das Wasser aber nach der Hitze der letzten Wochen eher erfrischend. Die Route führte bei Lüttringhausen dann an der Herbringhauser Talsperre vorbei.



Weiter ging es Richtung Lennep. Am Rande von Lennep sah ich bereits die Wuppertalsperre.



Ich folgte der Route entlang des Randes von Lennep und erreichte die Panzer Talsperre, die zweitälteste Trinkwassertalsperre Deutschlands. Ein kurzes Foto mit Mücke und weiter führte mich der Weg. Kurz danach erreichte ich nach ca. 35 km die Streckenteilung. Rechts die 112 km Strecke, links die 71er Strecke. Nach einem Blick auf die Uhr und meinen bisherigen Schnitt entschied ich mich für links und die 71 km.



Ab hier war ich also bereits auf dem Rückweg. Der glänzte zunächst durch schöne Landschaft und einsame Straßen.



Noch einmal kreuzte ich die Wuppertalsperre.



In Krähwinkel fuhr ich dann auf die alte Bahntrasse nach Radevormwald. Die führte stetig mit ca. 3 % bergauf. In Rade dann die große Überraschung. Schilder die den Weg wiesen waren auf einmal Mangelware. Hier hatte man eindeutig am falschen Ende gespart, sehr bedauerlich. Dank meiner Ortskenntnisse (ich bin beruflich viel im Bergischen unterwegs), fand ich aber immer die Strecke. In Rade war natürlich am Samstag Mittag viel Verkehr. Das war nicht so erbaulich, aber anscheinend kannte man keine Alternative. Ein Kreisverkehr war dann gar nicht ausgeschildert. Aber in einer der Straßen sah ich dann in der Entfernung wieder ein Schild.



Hinter Radevormwald fuhren wir dann auf die stark befahrene Straße nach Schwelm. Zum Glück gab es hier einen guten Radweg.



Dann wurde die Strecke wieder besser und einsame kleine Landstraßen führten Richtung Ennepetal. Es war mittlerweile trocken, auch wenn die Wolken wieder dunkler wurden. Schön zu fahren die Strecke, die ich schon von anderen RTF kannte.



Ich erreichte nach 53 km die zweite Kontrolle an der Staumauer der Ennepe Talsperre. Die gröbsten Steigungen hatte ich nun geschafft. Tendenziell ging es nun bergab mit nur noch kurzen Gegensteigungen. Und es waren nur noch 18 km bis ins Ziel.



Und als weitere Belohnung ließ sich sogar die Sonne sehen und die Temperaturen kletterten auf 15 Grad. Durch das Tal der Ennepe ging es lange bergab nach Ennepetal. Auf der schmalen Straße gab es kaum Verkehr. Ein echter Genuss.



Durch Burg und Grüne erreichte ich den Rand von Ennepetal. In der Stadt war dann der schöne Traum brutal vorbei. Mitten durch den Samstagseinkaufsverkehr führte nun die Route. Das war mehr als unangenehm, wenn hektische Autofahrer dicht überholten. Hier hatte ich alle Hände voll zu tun und machte keine Fotos mehr. Einfach zu gefährlich. Über eine weitere Steigung führte die Strecke rüber nach Gevelsberg. Hier das gleiche Bild. Viel Verkehr und keine Sicherheit für Radfahrer. Ich fragte mich ob es da keine Alternative gab. Auf dem Hinweg der Route schaffte man das doch auch solche Straßen zu meiden. Ziemlich gestresst kam ich gegen 13 Uhr ins Ziel. Ich meldete mich ab und schaute das ich nach Hause kam. Die Daten von der Tour: 71 km mit einem Schnitt von nur 18,4 km/h (das war den steilen Rampen geschuldet) und ca. 1100 Höhenmeter.


Als Fazit der RTF gab es für mich viel Licht (teilweise wunderschöne Strecken, viele Talsperren), aber auch Schatten (schlechte Ausschilderung vor allem in Radevormwald, mitten durch die Städte mit viel Autoverkehr). Das es noch besser geht zeigen z.B. die RTF von Adler Lüttringhausen und Schwelm, die teilweise in der gleichen Gegend unterwegs sind.
lg Jennifer

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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Sonne_Wolken« (29. August 2018, 08:43)


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Donnerstag, 30. August 2018, 10:03

Rickert-Tour August 2018



26.08.2018


Sonntag war ich wieder mit den Rickert-Freunden unterwegs. Bei 16 Grad und etwas Sonne fanden sich dieses Mal nur Tom, Sebastian und ich am Treffpunkt Stauwehr Westfalia in Lünen ein. Sebastian hatte gerade sein neues schwarzes Rickert Spezial aus den 90er Jahren fertig gestellt. Tom fuhr sein oranges Plaketten-Rickert aus Ende der 60er Jahre und ich pilotierte wieder mein einziges Rickert, ein blaues Rickert Spezial aus dem Jahre 2000. Eine Weile warteten wir noch auf Mitfahrer, bevor es um 11:30 Uhr dann los ging. Ich war optimistisch und trug kurze Hose und kurzes Trikot. Das war zunächst noch etwas kühl, aber ich fuhr mich schnell warm.


Es ging über kleine Straßen durch Wohngebiete nach Nord-Westen aus Lünen heraus. Ein Mix aus Sonne und Wolken begleitete uns.


Wir fuhren zunächst nach Alstedde über kleinste verkehrsarme Landstraßen und asphaltierte Feldwege. Das war wieder Genuss pur.


Weiter ging es nach Bork. Ab und zu kamen uns mal ein paar Radler entgegen. Aber Mittags war einfach noch nicht viel los.


In Bork war anscheinend Schützenfest und jede Menge Bier wartete auf durstige Seelen. Aber noch war der kleine Platz verweist.


Schnell verließen wir den Ort wieder und fuhren westlich nach Vinnum.


Landschaftlich gab es einen weiten Blick nach vorne. Auch das Spiel von blauem Himmel und Wolken war interessant. Die Temperaturen kletterten langsam aber beständig auf 20 Grad. So ließ es sich aushalten. Eine angenehme Abwechslung zu der Hitze der letzten Wochen.


Wir überquerten den Dortmund-Ems-Kanal und die Alte Fahrt (den alten Kanal) und durchquerten entlang der Lippeauen den Naturpark Hohe Mark. Olfen wurde westlich passiert, bevor wir in einem Bogen nach Osten Seppenrade durchquerten und abermals über den Kanal nach Lüdinghausen kamen. Dort machten wir nach 39 km auf der Terrasse einer Bäckerei Pause. Wir trafen auf einen Bekannten von Tom, der ebenfalls mit dem Rennrad unterwegs war. Mit belegten Brötchen und Kuchen wurde sich gestärkt, bevor es auf den Rückweg ging.


In der Sonne war es nun deutlich wärmer als 20 Grad. Über den Dortmund-Ems-Kanal führte Tom uns zunächst wieder Richtung Seppenrade, bog aber vor dem Ort nach Süden ab.


Bei Olfen stießen wir auf einen automobilen Klassiker aus dem Amerika der 50er Jahre. Wäre ein guter Radtransporter.


Dann ging es wieder Richtung Kanal.


Dieses Mal fuhren wir jedoch unter dem Kanal durch. Zum Glück blieb der Trog dicht und wir mussten nicht gegen Wassermassen von oben kämpfen. Diese Durchfahrt kannte ich von einigen RTF.


Ein Stück ging es nun am Kanal entlang, der oben auf dem Deich lag.


Auf dem Weg nach Selm sah ich dann diese Autowerkstatt, die offensichtlich nicht mehr benötigt wurde. Kein Wunder, gab es doch nicht mal einen Ort in der Nähe. Hinter Selm erreichten wir dann wieder Bork, wo am Getränkestand schon deutlich mehr los war.


Hinter Bork wurde es dann wieder ruhiger.


Wir durchquerten Cappenberg, wo die ein oder interessante Scheune zu sehen war. Was wäre dort viel Platz für alte Räder.


Dann fuhren wir direkt aufs Cappenberger Schloss zu. Doch nach Sightseeing war uns nicht. So bogen wir rechts ab und stürzten uns in die Abfahrt.


Nach einem Linksbogen sah man das Schloss auf der linken Seite auf dem Berg. Leider war es teilweise durch ein Baugerüst verdeckt. Nach einer landschaftlich schönen Schleife erreichten wir Lünen.


Auch in Lünen gab es einen Leuchtturm. Der schien aber eher dekorative Funktion zu haben. Also der richtige Hintergrund für unsere Rickerts.


Die alte Fußgängerbrücke, die früher über die Lippe führte, war ebenfalls ein toller Hintergrund. Wir verließen das Gelände des ehemaligen Eisenwerks Westfalia und erreichten Nachmittags wieder das Stauwehr Westfalia. Eine schöne Tour ging zu Ende. Vielen Dank noch mal an Tom für die tolle Strecke. Knapp 74 km und ca. 400 Höhenmeter fuhren wir mit einem Schnitt von 23,3 km/h.
lg Jennifer

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Samstag, 22. September 2018, 16:31

RTF Sprockhövel


01.09.2018

Samstag fuhr ich RTF in Sprockhövel. Wieder ging es durchs Bergische Land. Da ich am nächsten Tag früh raus musste, fuhr ich nur die 70er Strecke. Das Wetter war sonnig mit angenehmen Temperaturen. Gegen 9:30 Uhr startete ich alleine. Die einzigen bekannten Gesichter waren Vera und Axel die an der Anmeldung saßen.


Bald ging es aus Sprockhövel raus Der Verkehr hielt sich noch in Grenzen.


Unterwegs war ich mit meinem Mücke aus Krefeld. Mit dem 32er Ritzel hinten waren auch steile Rampen fahrbar.


Ich genoss die Fahrt die noch keine größeren Steigungen aufwies.


Ich erreichte Schee, und damit den Rand von Wuppertal. Weiter ging es am Rande von Schwelm entlang. Anders als in der Vorwoche in Gevelsberg führte die Route nicht mitten durch die Stadt, sondern durch etwas ruhigere Wohngebiete. Doch in Ennepetal hatte mich der Frust und der starke Autoverkehr dann wieder gepackt. Das ist einfach keine schöne Stadt zum Rad fahren.

Dann ließ ich Ennepetal hinter mir und nun ging es stetig bergauf an der Ennepe entlang. 9 km bergauf bei schönstem Wetter und toller Landschaft.


Ich genoss jeden Meter der Steigungen. Langsam fing das Berg fahren an mir Spaß zu machen. Kurz vor der Ennepetalsperre kam dann nach 30 km die erste Kontrolle. Kurze Pause und dann fuhr ich weiter.


Ich überquerte die Staumauer der Talsperre dieses Mal in eine andere Richtung wie noch eine Woche zuvor.


Das Mücke erwies sich, trotz des hohen Gewichts von 11 kg, als gutes Bergrad und zuverlässiger Begleiter.


Nach einem moderaten Anstieg wurde es dann steiler.


Nach einer ersten steilen Rampe wurde ich dann mit einem schönen Panorama entschädigt. Das war fast schon wie Urlaub in den Bergen.


Wälder und Wiesen so weit das Auge reichte.


Nach der zweiten steilen Rampe, an der ich laut fluchte, kamen dann nur noch normale Anstiege. So fand ich dann wieder meinen gewohnten Tritt.


Ein kleiner Ort mit Flugplatz zwischen Radevormwald und Schwelm kam in Sicht.


Nur 13 km nach der ersten Kontrolle kam dann in Königsfeld bereits die zweite Kontrolle. Ich ließ nur stempeln und fuhr direkt weiter.


Der Weg führte dann über Schwelm zurück.


Auf dem Weg ins Ziel gab es dann immer wieder einen weiten Blick auf viel Landschaft. Einfach nur schön. Nicht so schön war dann die Baustelle. Langes warten an der Ampel und dann ungeduldige Autofahrer im Genick, die nicht überholen konnten.


Nach Hasslinghausen führte die Strecke wellig über Hagelsiepen und Scheideweg nach Durchholz. Am Berg ging es dann noch mal hoch.


Kurz vor Sprockhövel genoss ich nochmal die schmalen, verkehrsarmen Straßen durch viel grüne Natur.

Nach 67 km und 900 Höhenmeter erreichte ich mit einem Schnitt von 21,4 km/h das Ziel. Ich verabschiedete mich und war bereits am frühen Nachmittag wieder zu Hause. Insgesamt eine schöne Tour, von Ennepetal und der Baustelle mal abgesehen.
lg Jennifer

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Samstag, 22. September 2018, 16:34

Internationale Meisterschaft von Dortmund 2018


02.09.2018

Am ersten Sonntag im September fand wieder die Internationale Meisterschaft von Dortmund in Hombruch statt. Da mein Verein „Sturm“ Hombruch der Ausrichter des letzten Dortmunder Rennens ist, war ich auch wieder als Helferin eingeteilt. Wie die letzten Jahre übernahm ich zusammen mit Denise wieder die Anmeldungen in der Nummernausgabe. Zu unseren Aufgaben zählte auch die Herausgabe der Preise und Preisgelder. Vom Aufbau, über die ganzen Rennen bis zum Abbau war ich den ganzen Tag beschäftigt und kam erst Abends wieder nach Hause. Während des Seniorenrennens gab es einen schwereren Unfall und einer der Fahrer musste ins Krankenhaus. Aber entgegen den Befürchtungen waren die Verletzungen dann doch nicht so schlimm und er konnte ein paar Tage später wieder nach Hause.
Hier ein paar Bilder vom Tag:


Mit meinem Mücke fuhr ich Morgens zur Rennstrecke.


Den Pavillon für die Anmeldung und Nummernausgabe bekamen wir von einem unserer Sponsoren.


Die Strecke wurde komplett mit Gittern abgesperrt.


Für das leibliche Wohl der Besucher wurde natürlich auch gesorgt.


Der Start/Ziel Bereich wurde aufgebaut. In dem Bus war dann die Zeitmessung und der Streckensprecher.


Um 12 Uhr startete das Rennen der ganz Kleinen. Schönes Wetter, viele Zuschauer und eine tolle Atmosphäre waren bestimmt beeindruckend wenn man sein erstes Rennen fuhr. Nach dem Rennen durfte ich dann die Preise ausgeben. Jedes Kind bekam etwas. Glückliche Kinderaugen sind das Tollste was es gibt.


Die Senioren gingen dann zusammen mit den Junioren an den Start. Spannende Kämpfe bahnten sich an. Unser bester U19 Fahrer kämpfte ganz vorne bei den Senioren mit.




Unser Führungsfahrzeug was uns von einem renommierten Autohaus zur Verfügung gestellt wurde.


Leider stürzte dann ein Senioren 4 Fahrer so schwer in die Absperrung, das er ärztliche Versorgung brauchte. Der Notarzt war sofort da. Solange der Krankenwagen auf der Strecke war, wurde das Rennen neutralisiert. Es dauerte lange bis der Fahrer transportfähig war. Ich nahm sein Rad und ein paar persönliche Dinge in Verwahrung, damit nichts weg kam. Es wurde später von einem Freund abgeholt. Wir machten uns richtig Sorgen um den Mann. Ein paar Tage später erfuhr ich dann das er richtig Glück hatte und außer einer Wunde, die genäht werden musste, „nur“ Prellungen hatte. Er wollte sogar zwei Wochen später wieder bei einem Rennen starten.


Nach der langen Unterbrechung des Rennens gab es einen Neustart mit verkürzter Rundenzahl. Trotzdem hingen wir unserem Zeitplan ziemlich hinterher.


Unser U19 Fahrer Moussa gewann seine Klasse souverän. Ich habe ihn während des Rennens beobachtet und mir gefiel wie er auf dem Rad saß, konzentriert seine Attacken fuhr und scheinbar locker mit den schnellen Senioren mithielt. Schön das er sein Heimrennen gewinnen konnte.


Dank des schönen Wetter standen viele Zuschauer an der Strecke. Ihnen wurde packende Rennen geboten. Bei den Elite-Fahrern gewann Justin Wolf aus Dortmund.


Die Krönung war dann am späten Nachmittag das Derny Rennen.


Auch hier konnte sich Justin Wolf durchsetzen.

Nach dem Auszahlen der letzten Preisgelder fingen wir dann mit dem Abbau an. Kurz vor 20 Uhr konnte ich mich endlich auf mein Mücke schwingen und nach Hause radeln. Ein sehr langer, aber erfolgreicher Tag ging zu Ende. Wieder hat „Sturm“ Hombruch die Rennfahne in Dortmund hochgehalten. Und wir sind motiviert das noch sehr lange zu tun.
lg Jennifer

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Samstag, 22. September 2018, 16:37

Vereinsrennen „Sturm“ Hombruch Dortmund 2018


05.09.2018

Am Mittwoch Nachmittag fand unser Rennen um die Vereinsmeisterschaften auf der Niere (Rennstrecke) bei Phönix-West in Dortmund-Hörde statt. Ich fuhr mit meinem Raleigh 653 Race von 1988 dort hin. Zum ersten Mal nahm ich auch an dem Rennen teil. Fotos habe ich nur vom warm fahren. Beim Rennen war fotografieren natürlich tabu. Das Wetter war warm und sonnig.







Nach dem aufwärmen starteten wir gegen 18:15 Uhr das Rennen. Die Elite-Fahrer mussten 1 Stunde fahren, die Junioren 50 Minuten und die Senioren und Frauen 45 Minuten. Nach 45 Minuten kam ich mit einem Schnitt von 33 km/h ins Ziel.
Bei den Junioren wurde Moussa Erster,
bei den Elite-Fahrern erreichte Christoph den 1. Platz,
bei den Senioren war unser 1.Vorsitzender Andreas 1. im Ziel
und bei den Frauen war ich (als einzige Frau beim Rennen) ebenfalls 1.
Wäre schön wenn wieder mehr Frauen im Verein aktiv würden.
Nach dem Rennen gab es dann Kuchen und Würstchen, Bier und Radler fürs leibliche Wohl. Abends machte ich mich dann auf den Weg nach Hause.
lg Jennifer

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Samstag, 22. September 2018, 18:20

Radklassiker Köln 2018



08.09.2018


Am zweiten Wochenende im September fand die zweite Radklassiker Köln statt. Samstag war Ausfahrt mit klassischen Rennrädern und am Sonntag dann ein Markt für alte Rennräder und Teile. Pünktlich um kurz vor 12 Uhr traf ich in Köln-Wahn ein. Großes Hallo, viele Teilnehmer die ich bereits kannte, plus einige die ich neu kennen lernen durfte.


Jede Menge toller Räder standen bereit zur Abfahrt. Auch einige Bianchis waren dabei. Ich hatte mein Mücke dabei, da die Strecke etwas ruppiger werden sollte. Dafür waren mir die meisten meiner Räder doch zu schade.


Ein schöner Randonneur, der mir in 62 oder 63 cm Rahmenhöhe auch gefallen würde.

Als wir uns zur Abfahrt aufstellen wollten, musste ich leider einen Plattfuß am Vorderrad diagnostizieren. Beim Ausladen aus dem Auto war der Reifen noch in Ordnung. Schnell wechselte ich Schlauch und Reifen und war nach ein paar Minuten abfahrbereit.


Stefan gab uns noch ein paar Anweisungen mit auf den Weg. Die Gruppe war mit um die 40 Fahrer/innen ziemlich groß. Stefan und Jan fuhren vorne, Roy bildete die Nachhut.


Durch die Wahner Heide fuhren wir zunächst Richtung Troisdorf. Noch blickte man in entspannte Gesichter. Erste leichte Steigungen forderten uns noch nicht.


Die Gruppe blieb noch einigermaßen zusammen.


Bei schönem Wetter fuhren wir weiter Richtung Lohmar.


Autofreie Straßen und viel Landschaft, so kennt man das vom Bergischen Land. Nicht umsonst ist die Gegend bei Radfahrern beliebt, trotz einiger Steigungen.


Schöne Landschaft, schöne Häuser. Fast wie im Schwarzwald.


Eine Weile folgten wir der Agger, bevor wir dann Richtung Naafbachtal abbogen.


Schotterwege gab es reichlich. Leider passten auf mein Mücke nur 25 mm Reifen. Das rote Gazelle mit den 28er Reifen war nicht fertig geworden.


Auf dem Schotter zog sich die Gruppe etwas auseinander.


An den Steigungen ging es dann richtig los. Mit den Schnelleren konnte ich nicht mithalten, hielt mich aber wacker. Selbst an den steilsten Rampen brauchte ich nicht absteigen. Einige schoben da bereits.


Nach einer langen Steigung warteten wir auf die Letzten. Von hier war es nicht mehr weit nach Hetzenholz, wo wir nach knapp 30 km eine Pause einlegten. In einer großen Garage waren nicht nur viele Räder, sondern es gab auch etwas zu essen und wir konnten die Trinkflaschen auffüllen.


Wer dachte das es nach der Pause leichter wurde, irrte sich. Es gab noch drei größere Steigungen zu erklimmen. Die steilen Rampen die es oben meistens gab taten richtig weh. Einige bekamen leider Krämpfe. Bei mir bewährte sich meine gute Vorbereitung und ich kam ohne Probleme überall hoch. Nur zwei Kettenabsprünge hatte ich unterwegs noch zu verzeichnen. Die waren aber witzigerweise bergab beim zu schnellen schalten.


Wir kamen durch schöne kleine Orte wie Eigen, Weissenportz, Schwellenbach und Növerhof.

Bei leichteren Steigungen konnte ich mit den Schnelleren noch mithalten.


Natürlich gab es auch rasante Abfahrten mit tollen Panoramablicken.


Dann ging es wieder länger berghoch. Die Gruppe zog sich wieder.


Am Horizont wurde schon wieder Köln sichtbar. Bald waren die letzten Steigungen geschafft und es ging runter in die Rheinebene.


Nun ging es über die Panzerstraße am Köln/Bonner Flughafen vorbei. Damit die Gruppe hier zusammen blieb, wurde das Tempo vorne auf ca. 30 km/h gedrosselt. Letztes Jahr war hier noch Zeitfahren mit über 40 km/h auf dem Tacho. Das Tempo konnten damals einige nicht mehr mitgehen. Dieses Mal bleib die Gruppe aber zusammen. Am späten Nachmittag waren wir wieder zurück in Wahn. Knapp 68 km und ca. 1000 Höhenmeter absolvierten wir mit einem Schnitt von knapp 20 km/h. Nach der Ankunft traf ich noch einige Leute die nicht bei der Ausfahrt dabei waren. Wir fingen mit dem gemütlichen Teil des Abends an. Grillen, trinken und fachsimpeln. Für mich gab es vegane Würstchen und alkoholfreies Bier. Abends bestaunten wir dann die ersten Teile der Händler, die anfingen auszuräumen. Spät Abends kam ich nach Hause.

Am Sonntag Morgen holte ich dann Tom ab und wir fuhren zum Teilemarkt. Leider hatte ich vor lauter Gesprächen und Verkaufsverhandlungen ganz vergessen vom Markt Fotos zu machen. Ich hielt mich mit dem Kaufen zurück. Aber ein Koga Miyata Teamsport von 1985 als Rahmenset reiste mit nach Hause. Dazu kamen noch eine Silca Imperior Luftpumpe für meine großen Rahmen, eine SR Sattelstütze und spezielle Carnac Schuhplatten. Ich war sehr zufrieden. Ein tolles Wochenende neigte sich dem Ende zu, als Tom und ich zurück ins Ruhrgebiet fuhren. Vielen Dank noch mal an die Organisatoren Jan, Stefan, Roy und Rudolf und alle Anderen. Schön auch so viele Leute wieder zu treffen und kennen zu lernen. Der September 2019 ist bei mir schon vorgemerkt.
lg Jennifer

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Samstag, 22. September 2018, 22:18

Von Düsseldorf ins Bergische


15.09.2018


Am Samstag fuhr ich nach Düsseldorf Gerresheim, um dort RTF zu fahren. Da ich lange in Düsseldorf lebte, war mein altes Trainingsgebiet das Neandertal. Schon in der Kindheit machte ich das Tal mit dem Rad unsicher. Ich hatte mein Raleigh 653 Race dabei. In Gerresheim traf ich dann Torsten, Harald und Ann-Sophie. Wir beschlossen zusammen die 100er Strecke zu fahren. Es war mit 15 Grad nicht mehr so warm und auch ziemlich bewölkt. Um 9:45 Uhr starteten wir zu viert. Zunächst führte die Strecke über Kopfsteinpflaster aus Gerresheim hinaus.


Dann ging es über Asphalt ins Neandertal und nach Erkrath. Vorbei am neuen Neandertalmuseum bogen wir kurz darauf rechts ab und es ging in Kurven auf den ersten Berg. Die ganze Strecke war jetzt ein einziges auf und ab.


Es war mal mehr und mal weniger steil. Ein paar Rampen mit ca. 15 % warteten auch auf uns.


Am Anfang war die Bewölkung noch etwas aufgelockert. Auf schönen Strecken ging es durch Wald und Feld.


Meine Tagesform war sehr gut und so hatte ich auch an den Steigungen keine Probleme an den anderen dran zu bleiben.


Richtung Wülfrath zog sich der Himmel dann immer mehr zu und es wurde deutlich dunkler.


Ab und zu tauchte ein nettes Häuschen an der Strecke auf.


Neben den Steigungen gab es auch flotte Abfahrten.


Nach 21 km kam dann die erste Kontrolle an einer Tankstelle in Schlupkothen.


Weiter ging es dann Richtung Eckbusch.


Am Horizont war schon Wuppertal sichtbar. Doch wir bleiben weiter nördlich der Stadt.


Siebeneick, Dönberg und Horath waren weitere Stationen. In Schee hatten wir dann zumindest den äußeren Rand von Wuppertal erreicht. Ganz in der Nähe endete auch die Nordbahntrasse.


Nun führte uns die Route nach Obersprockhövel. Kurz vor Sprockhövel kam dann die Kehrtwende nach Süd-Westen. Nach knapp 48 km dann die zweite Kontrolle auf dem Schotterparkplatz eines Landgasthofes. Dort fing es dann an etwas zu nieseln. So fuhren wir auf leicht feuchten Straßen weiter und mein schönes Raleigh wurde dreckig.


Der Nieselregen hielt zum Glück nicht lange an und die Straßen trockneten wieder ab. Wir kamen durch den kleinen Ort Lembeck. Nicht das der wirklich erwähnenswert war, aber ansonsten gab es einfach keine anderen Orte dort.


Es dauerte eine ganze Weile bis wir zumindest den Rand von Neviges erreichten. Dafür passierten wir einen winzig kleinen Flugplatz für Modellflugzeuge und Hubschrauber.


Darauf ging es wieder bergauf. Bei mir lief es immer noch gut und ich konnte bergauf sogar wieder aufschließen, wenn ich wegen Fotos mal etwas zurück fiel. Ein gutes Zeichen für meine Form. Die Fahrt mitten durch Wülfrath war dann bei starkem Einkaufsverkehr nicht so toll. Warum man die Stadt auf dem Rückweg nicht umfuhr war mir ein Rätsel. Auf dem Hinweg ging das doch auch. Heiligenhaus touchierten wir dann nur am Rande.


Nach einigem auf und ab erreichten wir dann nach einer rasanten Abfahrt die Ruhr gegenüber von Essen Kettwig. Unter einer alten Eisenbahnbrücke befand sich dann die dritte und letzte Kontrolle.


Die kurze Pause nutzte ich dann für ein Foto von meinem schönen Raleigh. Das hatte mich klaglos über alle Steigungen getragen. Weiter ging es. Kurz nach der Weiterfahrt bogen wir links ab und fuhren nun in Serpentinen einen Berg hoch. Harald preschte vor, doch noch vor Ende der Steigung war ich wieder an seinem Hinterrad. Das wäre vor ein paar Monaten noch undenkbar gewesen. Zum Ende der Saison wurde ich immer fitter. Das hat wohl auch mit der Pause nach dem anstrengenden Frühjahr zu tun. Leider fehlten uns oben angekommen dann die RTF-Pfeile. Es waren einfach keine zu finden. Wir entschieden uns Richtung Ratingen zu fahren. Das war wohl die falsche Richtung. Aber zumindest kamen wir von da aus wieder nach Düsseldorf zurück.


In Ratingen hatte ich dann eine Schraube locker. Die war sogar so locker das ich sie verlor. Zum Glück sah Ann-Sophie das hinter mir und sammelte die Schraube wieder auf. So war nun eine kurze Pause mit Reparatur angesagt. Es gelang mir meinen Cleat unter dem linken Radschuh wieder richtig zu befestigen. Nun fuhren wir Richtung Düsseldorf-Rath und kurz vor dem Düsseldorfer Stadtteil links nach Gerresheim. Dort mussten wir dann noch mal eine Steigung bewältigen, bevor wir nach knapp 104 km und 1400 Höhenmeter mit einem Schnitt von 22 km/h ins Ziel kamen. Eine schöne Tour war zu Ende.
lg Jennifer

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Sonntag, 23. September 2018, 19:19

Klassikerfahrt Lünen im September



16.09.2018


Letzten Sonntag war es wieder so weit. Vom Stauwehr Westfalia an der Lippe starteten wir eine Fahrt durchs Münsterland. Es waren wieder interessante Klassiker am Start.


Um 11 Uhr war Treffen. Zu neunt ging es dann gegen 11:30 Uhr los.


Der Weg führte direkt aus Lünen heraus. Kleine Straßen mit wenig Verkehr sind die Spezialität der Region.


Das Profil war fürs Münsterland eher wellig. Nach Werne kam der höchste Punkt der Fahrt mit etwas über 140 Meter über NN. Es wurde relativ flott gefahren. Nach kurzer Zeit hatte ich bereits einen Schnitt von über 24 km/h auf dem Tacho. Meine Beine waren nach den 1400 Höhenmeter vom Vortag noch etwas schwer.


Dafür war das Wetter deutlich besser als am Samstag. Sonne und etwas über 20 Grad waren ein Fall für kurze Ärmel und kurze Radhose. Ich pilotierte wieder mein Raleigh 653 Race.


Über Capelle fuhren wir weiter nach Nordkirchen. Das striffen wir aber nur am Rande.


Ein wirklich schöner Spätsommertag.


An der Stever entlang ging es dann nach Lüdinghausen. Hier war schon etwas mehr los. Spaziergänger mit Hund und andere Radfahrer mussten vorsichtig passiert werden.


So erreichten wir Burg Vischering, eine mittelalterliche Wasserburg in Familienbesitz. Auf dem Hof gab es ein Café, das leider voll besetzt war.


Wenigstens hatte ich eine schöne Kulisse für mein Raleigh. Das fühlte sich hier sichtlich wohl.

Weiter ging es zu einem anderen Café. Auch hier das gleiche Bild, alles voll. Als letzte Möglichkeit fuhren wir zu einer Bäckerei am Rande von Lüdinghausen in einem Industriegebiet. Hier war noch Platz auf der Terrasse. Nach 46 km konnten wir uns stärken. Allerdings teilten wir unser Essen wieder mit einer Horde Bienen. Aber niemand wurde gestochen.


Nach der Pause ging es über den Dortmund-Ems-Kanal.


Der Kanal lag ruhig in der frühen Nachmittagssonne.


Nach der langen Pause tat mir jede Steigung weh. Tom hatte wirklich jede verfügbare Steigung mit in die Route eingebaut, so kam es mir jedenfalls vor.


Auf den flachen Stücken konnte ich mich wieder etwas erholen.


Nach der Seppenrader Schweiz fuhren wir Richtung Olfen, umfuhren den Ort allerdings westlich.


Dann überquerten wir die alte Fahrt und fuhren wieder auf den Dortmund-Ems-Kanal zu.


Den Kanal unterquerten wir dann und erreichten Vinnum. Nächste Stationen waren dann Bork und Cappenberg. An einer der längeren Steigungen war ich dann kurz vor einem Muskelkrampf. Die Anderen waren längst weg und ich hielt oben an um meine Muskeln zu lockern. Nach kurzer Zeit fuhr ich weiter. Ab jetzt kamen nur noch kleinere Wellen. Die Anderen hatten bemerkt das ich nicht mehr da war und warteten. So ging es nun wieder komplett die letzten 7 km zurück nach Lünen. Nach 91 km und knapp 700 Höhenmetern waren wir mit einem Schnitt von 23,4 km/h im Ziel.


Zum Schluss gab es noch ein Gruppenfoto. Ich war ganz schön groggy. Knapp 200 km und über 2000 Höhenmeter am Wochenende waren auch für mich nicht üblich. Wenigstens war die Waage am Montag gnädig.
lg Jennifer

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Donnerstag, 27. September 2018, 09:19

Der Tag als der Regen kam


23.09.2018



Eigentlich war letzten Sonntag ja Klassikerfahrt in Münster angesagt. Aufgrund des vorhergesagten Regens wurde die Fahrt dann aber leider bereits am Samstag abgesagt. Was also tun mit einem verregneten Sonntag? Zu Hause rumsitzen? Auf keinen Fall! So packte ich mein Schlechtwetterrad Mücke ins Auto und fuhr nach Waltrop. Dort war RTF angesagt. Leider war aufgrund des Wetters nicht viel los, aber ich ging trotzdem mit Harald, den ich dort traf, auf die Strecke. Unterwegs einigten wir uns auf die 70er Route.


Mit meinem Mücke ging es dann um ca. 8:15 Uhr bei leichtem Nieselregen los. Richtig hell wurde es an diesem Tag nicht. Aber bei gutem Wetter fahren kann ja jeder.


Die Fahrt führte uns nach Norden über den Datteln-Hamm-Kanal. Wir blieben aber immer östlich von Datteln.


Nach einigen Kilometern überquerten wir die Lippe und erreichten Vinnum. Nieselregen wechselte sich mit trockenen Phasen ab.


Zwischen Olfen und Seppenrade erreichten wir nach 22 km die erste Kontrolle auf einem Bauernhof. Hier trafen wir auch Haralds Tochter Ann-Sophie, die vorausgefahren war. Wir machten eine kurze Pause und verpflegten uns. Dann ging es weiter auf nassen Straßen.


Etwas südlich von Lüdinghausen fuhren wir über den Dortmund-Ems-Kanal. Die Strecke über kleine verkehrsarme Straßen war toll. So macht Rad fahren Spaß.


Ab und zu eine kleine Ortschaft oder ein Bauernhof. Das Münsterland war nicht so dicht besiedelt.


In einem großen Bogen ging es um Nordkirchen herum. Hinter Südkirchen kam dann nach ca. 51 km die zweite Kontrolle, ebenfalls auf einem Bauernhof. Hier trafen wir Ann-Sophie schon wieder. Aber dieses Mal fuhren wir vor ihr wieder ab. Dafür bekamen wir noch einen dritten Mitfahrer.


Sehr ländlich war die Strecke. Ab und zu trafen wir nur ein paar Pferde oder Kühe auf einer Weide. Menschen begegneten uns kaum. Dafür wurde der Regen deutlich stärker und es sollte auch nicht mehr aufhören.


Stoisch kurbelten wir dem Ziel entgegen und das Tempo zog automatisch etwas an.


Der ein oder andere Hügel war auch zu erklimmen, aber nichts steiles. Also eine echte Rollerstrecke. Als wir ein zweites Mal den Datteln-Hamm-Kanal querten war es nicht mehr weit.


Nach 73 km und ca. 400 Höhenmetern kamen wir mit einem Schnitt von 22 km/h ziemlich nass ins Ziel. Spaß gemacht hat es trotzdem. Leider gab es nur ca. 70 Teilnehmer auf den vier Strecken. Schade, war eine tolle Strecke und für das Wetter konnten die Waltroper ja nichts. Wir gönnten uns dann noch Kaffee und Kuchen zur Belohnung.
lg Jennifer

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Donnerstag, 27. September 2018, 13:06

Dort ist es in der Tat wunderschön, und das Radfahren macht dort richtig Spaß. Allein diese landschaftliche Umgebung ist dabei ein echter Genuss. Ich hatte vor einiger Zeit auch mal die Tour bis Lüdinghausen gemacht und bin dann komplett am Dortmund-Ems-Kanal entlang zurück bis nach Dortmund-Hafen gefahren. Die Kanalradwege sind jedoch überwiegend geschottert. Zudem gibt es ja leider auch in Datteln diese blöde Unterbrechung wegen des Kohlekraftwerkneubaus.

Sonst ist die Gegend dort zum Radfahren echt empfehlenswert, eben auch auf Grund einer Vielzahl wenig befahrener kleiner Landstraßen.

LG

Bernd

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Samstag, 29. September 2018, 21:24

Herbst in Holzwickede


29.09.2018



Am Samstag montierte ich endlich meinen Gazelle Crosser von 1990 fertig. Bei Sonne und ca. 14 Grad machte ich dann am Nachmittag eine Probefahrt nach Holzwickede bei Dortmund.


Zunächst fuhr ich zum Phönix-See und passierte diesen am Südufer. Von dort ging es nach Aplerbeck und weiter Richtung Sölde.


Hier präsentierte sich Dortmund richtig ländlich.


Das Gazelle versah problemlos seinen Dienst. Optisch gefällt es mir auch sehr gut. Die 28 mm Reifen fuhr ich mit 6 bar Druck. So boten die Reifen etwas Komfort, ohne durchzuschlagen.


Zwischen Dortmund und Holzwickede befanden sich nur ein paar wenige Felder.


Auf ruhigen Straßen fuhr ich hinein nach Holzwickede.


Dann ging es immer am Stadtrand entlang, einmal fast komplett um Holzwickede herum. Eine längere aber moderate Steigung war natürlich keine Herausforderung.


Dann ging es wieder hinunter nach Aplerbeck.


Dort erreichte ich den Emscherweg, dem ich bis ins Zentrum von Aplerbeck folgte.


Natürlich durfte sich auch mein Gazelle, welches auf den Namen Rote Zora hört, nochmal in Pose stellen.


Die Emscher war hier bereits weitgehend renaturiert, aber trotzdem gab es noch hässliche Bauten zum Hochwasserschutz.


Dann erreichte ich das Wasserschloss Haus Rodenberg in Aplerbeck.


Über einen Trampelpfad ging es dann wieder zur Emscher zurück.


Mit den 28er Reifen war der holprige Pfad aber kein Problem.


Über die Brücke führt auch eine alte Bahntrasse.


Auf dem Emscherweg erreichte ich wieder den Phönixsee, fuhr dieses Mal aber am Nordufer entlang. Hier verlief früher eine alte Industriebahntrasse.


Über diese Trasse erreichte ich dann Phönix-West. Die alten Hochöfen stehen unter Denkmalschutz. Und sie sind eines meiner Lieblingsmotive. Dann war ich auch schon wieder zu Hause. 31 km mit einem Schnitt von etwas über 18 km/h und ca. 100 Höhenmeter konnte ich verbuchen. Und das Gazelle war jetzt wirklich einsatzbereit.
lg Jennifer

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Dienstag, 9. Oktober 2018, 09:21

Erstens kommt es anders….


30.09.2018


Den letzten Sonntag im September wollte ich in Essen die RTF Kettwiger Hügeltour fahren. Da sich mein Gazelle Formula bereits am Vortag bewährt hatte, nahm ich dieses mit als ich Morgens mit dem Auto nach Essen fuhr. Ich meldete mich an und quatschte noch mit ein paar Leuten. Torsten und Harald waren auch da, wollten aber die 150er Strecke fahren. Mir reichten angesichts der Höhenmeter die 110er RTF. Bei nur ca. 4 bis 5 Grad fuhr ich nach 8 Uhr alleine los. An der ersten Steigung in Werden schaltete ich zurück und hörte ein Rasseln. Gerade noch konnte ich stoppen bevor das Schaltwerk ins Hinterrad gezogen wurde. Die Schaltung hatte sich bereits nach ein paar hundert Metern total verstellt. Ich war ratlos. Erst nach einiger Zeit konnte ich am Straßenrand die Schaltung so einstellen das sie wieder lief. Aber das Risiko einer Weiterfahrt war mir zu groß. So rollte ich langsam zurück und meldete mich wieder ab. Echt ärgerlich. Da ich noch auf einen Fahrer aus Waltrop warten musste, der meinen dort vergessenen Rucksack dabei hatte, gönnte ich mir ein Stück Kuchen und Kaffee. Um 10 Uhr machte ich mich dann endlich auf den Weg nach Hause. Dort bereitete ich mein altes GT Mountainbike vor, aß dann zu Mittag und machte mich dann am späten Mittag erneut auf, dieses Mal direkt mit dem Rad.


Bei Sonne und knapp 15 Grad fuhr ich den Emscherweg Richtung Nord-Westen, also Emscher abwärts. Hinter dem Westfalen Stadion durchquerte ich die Bolmke, ein Naturschutzgebiet Mitten in Dortmund.


Dann ging es weiter nach Oberdorstfeld. Hier unterquerte ich in einem Tunnel die Bahntrasse zum Dortmunder Hauptbahnhof.


Alte Industriehallen säumten die Emscher.


Aber auch skurrile Skulpturen säumten den Weg. Innen war eine tolle Akustik. Über Huckarde erreichte ich den Dortmunder Hafen und folgte weiter dem Emscherweg.


Hinter der Mountainbike Arena Deusenberg wurde es dann bei Niedernette sehr ländlich.


Gut das es unterwegs auch Wegekarten für Blindfische wie mich gab. Immer wieder musste ich Umleitungen fahren. Nicht alle waren wirklich ausgeschildert. So ging es an Mengede vorbei.


Kurz vor Ickern war es dann wieder sehr ländlich. Aber von wegen Natur. Diese Landschaft war zu 100 % von Menschen geschaffen.


In Henrichenburg erreichte ich dann den Rhein-Herne-Kanal und die Henrichenburg. Von der war aber leider nicht mehr viel übrig. Hecken zeigen wo mal die Mauern der Burg standen. Es brauchte also etwas Phantasie um sich hier eine mächtige Burg vorzustellen.


Ich folgte dann ein Stück dem Kanal, auf dem ein paar Boote unterwegs waren.


Schließlich erreichte ich das berühmte Schiffshebewerk Henrichenburg. Beinahe wäre es in den 70er Jahren dem Abrissbagger zum Opfer gefallen.


Ich folgte eine Weile dem Dortmund-Ems-Kanal, bevor ich einen Schlenker nach Ickern fuhr.


Auf dem Weg zurück zum Kanal passierte ich die Kapelle Leveringhausen.


Kurz vor dem Kanal auf dem Kapellenweg stieß ich dann auf ein verfallenes Gebäude. Leider war das Gelände abgesperrt und ich konnte nur ein Foto durchs Gitter machen. Wäre interessant zu wissen wofür es mal genutzt wurde.


Nach einem weiteren Stück am Kanal, verließ ich die Route wieder und zwar dieses Mal Richtung Mengeder Heide. Mitten auf freiem Feld an einer kleinen Landstraße stieß ich auf diese beiden Sessel. Weit und breit keine Behausung zu sehen. Ich widerstand dem Drang hier eine Pause zu machen und fuhr weiter.


Nun folgte ich der Straße berghoch und querte die Emscherallee.


Nach einem kurzen Stück Asphalt bog ich links auf einen schmalen Trail ab. Er führte mich bergab durch ein kleines Waldstück und endete am Fuß einer Halde. Hier führte eine Rampe nach oben, Richtung Kanal. Mit dem MTB war das kein Problem. Oben angekommen führte mich eine Wiese zurück an den Kanal.


Dem Dortmund-Ems-Kanal folgte ich nun weiter nach Dortmund.


Am Dortmunder Hafen endete der Kanal und ich verließ die Strecke Richtung Huckarde. Über den Emscherweg fuhr ich nun wieder bis Phönix-West und kam nach 63,7 km mit einem Schnitt von über 18 km/h wohlbehalten zu Hause an. Für eine spontane „Ersatztour“ war das eine schöne Strecke. Und mein GT kam endlich auch mal wieder zum Einsatz.
lg Jennifer

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Mittwoch, 10. Oktober 2018, 08:53

Münsterland Giro 2018




03.10.2018


Am Tag der Deutschen Einheit fuhren wir eine besondere Klassikerfahrt. Es ging von Lünen nach Münster zum Münsterlandgiro. Um 11 Uhr trafen wir uns am Stauwehr Westfalia in Lünen. Um 11:30 Uhr war dann Abfahrt. Neben Tom und Jürgen fuhren noch zwei Trainingskollegen von Tom mit. Den einen sammelten wir aber erst auf dem Weg unterwegs auf.


Während ich mein 1981er RIH Mistral pilotierte, fuhren Jürgen und Tom auf Stahlrahmen aus den 90er Jahren. Tom mit einem lila Rickert, Jürgen mit einem gelbem Cinelli. Die beiden Anderen fuhren auf modernem Gerät.


Am Anfang war es noch bewölkt und etwas kühl. Die Route führte uns zunächst westlich an Werne vorbei.


Dann kam die Sonne endlich und es wurde mit 14 bis 15 Grad etwas wärmer. Wir durchfuhren Capelle und passierten Ascheberg östlich. Das Tempo war relativ flott. Wie schnell wir waren, konnte ich aber erst am Ende auf meinem Navi sehen, welches in der Trikottasche steckte und die Route aufzeichnete.


Weiter ging es nach Norden. Hinter Amelsbüren überquerten wir den Dortmund-Ems-Kanal.


Mit Mecklenbeck hatten wir den Rand von Münster erreicht. Von hier waren es nur noch ein paar Kilometer bis zum Aasee, am Rande der Innenstadt. Während wir vorher überhaupt keinen Verkehr hatten, erwarteten uns hier viele Radfahrer. Nicht alle interessierten sich für das Radrennen. Es war halt Feiertag und die Sonne schien. Dann erreichten wir den Schlossplatz.


Auf dem Schlossplatz war bereits viel los. Während bereits die ersten Jedermänner geehrt wurden, bummelten viele Besucher über das Ausstellungsgelände wo alles rund ums Fahrrad angeboten wurde.


Auch für die musikalische Unterhaltung wurde gesorgt. Doch statt bayrischer Volksmusik gab es zum Glück eher flotte Rhythmen.


Dann erreichten wir das Zelt des Leezenkultur e.V., eines Münsteraner Vereins, der sich um den Erhalt alter Räder verdient machte. Das dokumentierte auch die kleine Ausstellung. Natürlich trafen wir dort auch Hartmut und einige andere bekannte Gesichter. Fahrradenthusiasten unter sich.


Auch die Alltagsräder konnten mich begeistern. So ein Miele Rad ohne Schaltung hatte ich sogar schon mal bei einem Marathon in den Niederlanden gesehen. Es wurde dort als Marathonrad eingesetzt. Nur weil etwas alt war, hieß es nicht das es nicht mehr gut fuhr.


Das Rickert von Hartmut befand sich noch im absoluten Originalzustand der 60er Jahre. So ist es damals abgestellt und später von Hartmut gerettet worden. Der Dreck von Jahrzehnten bildete eine schöne Patina.


Nachdem wir uns gestärkt hatten, schauten wir uns Nachmittags noch das Profirennen an. Nach 16 Uhr kamen die ersten Profis durch die Innenstadt. Hier waren noch drei Runden zu fahren. Der Kampf ging los. Ein niederländischer Fahrer konnte sich zunächst etwas absetzen, wurde aber dank der unermüdlichen Arbeit der Teams Bora-hansgrohe und Katusha Alpecin wieder eingefangen. Hier war klar das die Sprinter beider Teams Ambitionen auf den Sieg hatten.


Das Feld fiel schnell auseinander und der neutrale Materialwagen fuhr vorbei. Die ersten Rennfahrer gaben chancenlos auf und verließen die Strecke Richtung der Mannschaftsbusse. Wir standen direkt in der ersten Kurve hinter der Zielgeraden.


Das Tempo auf der Rennstrecke war gnadenlos. Es ging schließlich um den Sieg bei dem prestigeträchtigen Rennen. Viele begeisterte Zuschauer standen an der Strecke und feuerten die Fahrer an.


Wer hinten war, war schnell abgehangen. Hier wurden keine Geschenke gemacht.


So sah ein erschöpfter aber glücklicher Sieger aus. Auf der Zielgeraden konnte sich Max Walscheid vom deutschen Team Sunweb gegen John Degenkolb, Nils Politt und Andre Greipel durchsetzen. Pascal Ackermann von Bora-hansgrohe wurde fünfter.


Das Teamfahrzeug von Sunweb. Eines der Räder auf dem Dach dürfte Max Walscheid gehören. Ich blieb lieber bei meinem Klassiker. RIH war mal in den Niederlanden eine beliebte Marke für Rennen.


Gegen 17 Uhr machten wir uns in der Sonne auf den Rückweg. Am Aasee entlang erreichten wir wieder Mecklenbeck und Amelsbüren.


Durch den Davert ging es nach Ascheberg. Wir durchquerten die Stadt und erreichten wieder ländliche Gefilde.


Noch war die Sonne nicht untergegangen als wir Capelle weiter im Osten umfuhren. Schnell ging es an Werne vorbei und an der Lippe entlang zurück nach Lünen.


Nach insgesamt 108 km kamen wir kurz vor Sonnenuntergang mit einem Schnitt von 23,4 km/h wieder am Stauwehr in Lünen an. Ein ereignisreicher Tag ging zu Ende.
lg Jennifer

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Mittwoch, 10. Oktober 2018, 21:29

Der Herbst der ein Sommer war



06.10.2018


Letzten Samstag stand ich extra früh auf, um zur RTF nach Ahlen zu fahren. Doch leider musste ich feststellen das mir das frühe aufstehen gesundheitlich gar nicht gut bekam. Mein Körper empfand das klingeln des Weckers um 5:30 Uhr als puren Stress. Doch statt mich wieder hinzulegen, frühstückte ich und machte mich zur Abfahrt bereit. Da sendete mir der Körper so deutliche Signale das ich sie nicht mehr ignorieren konnte. Statt also das Rad ins Auto zu packen, legte ich mich aufs Sofa und sah etwas fern. Danach ging es mir schon besser und ich fing an an meinem Rickert zu schrauben. Das tat richtig gut und war Entspannung pur. Gar nicht Rad fahren war natürlich auch keine Lösung und so beschloss ich Nachmittags eine Runde zu fahren. Praktischerweise hatte Tom die gleiche Idee und wir verabredeten uns zu einer Tour durchs Münsterland. 13:30 Uhr sollte Abfahrt sein. Da hatte ich noch genug Zeit das Rickert fertig zu stellen und einzukaufen. So machte ich mich gegen 13 Uhr mit meinem umgebauten Rickert auf nach Lünen.


An meinem Rickert ersetzte ich die klobigen Shimano STI Schalt/Bremshebel am Lenker durch schmale Aerobremshebel und Shimano Dura Ace 9-fach Unterrohrschalthebel. So sah das Rad mit Baujahr 2000 deutlich klassischer aus und ließ sich wie alle meine Klassiker bedienen. Mit den STI Hebeln war ich nie warm geworden.


So fuhren wir am frühen Nachmittag bei sommerlichen 25 Grad in der Nähe des Preußenhafens in Lünen los. Am Rande von Wethmar führte Tom uns nach Werne.


In nördlicher Richtung passierten wir Südkirchen etwas weiter östlich. Wir genossen die Sonne und den warmen Wind. Wer hätte gedacht das man im Oktober noch mal kurzärmlig fahren konnte. Die kleinen Straßen und Wege waren fast ohne Verkehr. Keine Ahnung ob und wo die Leute alle das gute Wetter genossen. Auf unserer Route jedenfalls nicht. Gut so.


Ab und zu gab es durchaus mal einen Anstieg. Aber nichts was uns den Angstschweiß auf die Stirn trieb. So fuhren wir zwischen Nordkirchen und Capelle weiter nach Norden.


Irgendwann erreichten wir dann Davensberg. Kurz hinter dem Ort passierten wir nach 38 km dann die Almhütte, wo wir schon einige Male Rast gemacht hatten. Doch an diesem Tag war es noch zu früh für eine Pause.


Am Rande des Davert ging es dann Richtung Ottmarsbocholt.


Durchs Venner Moor erreichten wir dann Senden, wo wir den Dortmund-Ems-Kanal überquerten. Von hier ging es dann nach Osten. Über die Feuerstiege erreichten wir den Rand von Münster. Kurz vor Amelsbüren machten wir nach 59 km bei einer Bäckerei in einem Industriegebiet Pause. Bei dem schönen Wetter saßen wir natürlich bei Kaffee und Kuchen draußen.


Nach der Pause ging es weiter nach Ameslbüren. Hier fuhren wir wieder Richtung Süden. An einer Obstwiese machten wir einen kurzen Fotostopp. die großen roten Äpfel sahen wirklich verführerisch aus. Aber da wir keinen Ärger wollten, begnügten wir uns mit ein paar Fotos von unseren Rädern. Mein Rickert Spezial aus dem Jahr 2000 wurde mit einer 9-fach Shimano Ultegra Schaltung und kompletter Ultegra Ausstattung bestückt. Für mich ein absoluter Traum.


Tom´s RoKaDo war ein ganz besonderes Rickert. Hugo Rickert lötete diesen Rahmen Anfang der 70er Jahre für das RoKaDo Team und einen Dortmunder Radsportverein. Sponsor war ein Möbelhersteller aus der Nähe von Dortmund. Ausgestattet wurde das Rad mit Campagnolo Record, bzw. Nuovo Record. Ein echt seltenes Rad und dazu noch richtig gut erhalten. Eines in meiner Größe zu finden dürfte wohl aussichtslos sein. Es gibt nur noch ganz wenige Exemplare.


Nach der kurzen Fotoschau fuhren wir weiter Richtung Ascheberg.


Die Schatten wurden länger und die Sonne verlor etwas an Kraft. Ich fand es aber immer noch warm genug.


Dafür schoben sich jetzt ab und zu Wolken über die Sonne. Aber das gab auch interessante Lichteffekte.


An einem kleinen Rastplatz machten wir noch einen Stop. Natürlich durften es sich unsere Räder auf der Sonnenliege bequem machen.


Die genossen die Sonderbehandlung sichtlich. Aber es half nichts, wir mussten weiter und hatten noch einige Kilometer vor uns.


Dafür ergaben sich unterwegs noch ein paar schöne Bilder. Der Nachmittag der langen Schatten. Wir mussten uns beeilen damit wir noch vor dem Dunkeln ins Ziel kamen. So erreichten wir im Eiltempo Werne.


Von Werne ging es parallel zur Lippe Richtung Lünen, dem Sonnenuntergang entgegen.


Noch ein paar schöne Häuser unterwegs, dann hatten wir Lünen fast erreicht.


Die letzten Sonnenstrahlen wurden von den Wolken geschluckt, die sich am Rande von Lünen in der Lippe spiegelten. Wir hatten es fast geschafft. Aber die dunkle Radbrille musste ich bereits abnehmen, um noch etwas im Restlicht zu sehen.


Nach Sonnenuntergang, aber noch am Anfang der Dämmerung erreichten wir nach 112 km wieder den Preußenhafen. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 24 km/h. Ein toller Sommertag im Herbst ging zu Ende. Mir ging es richtig gut. Das hatte ich nach dem Formtief am Morgen nicht erwartet. Vielleicht machte ich mir mit den diversen Radsportveranstaltungen, an denen ich immer unbedingt teilnehmen wollte, einfach selber zu viel Druck. Die besten Radtouren sind immer noch die ganz spontanen.
lg Jennifer

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Donnerstag, 11. Oktober 2018, 08:49

Rickert-Ausfahrt Oktober 2018



07.10.2018



Am Sonntag fand die vermutlich letzte Rickert-Ausfahrt des Jahres 2018 statt. Da es Vormittags noch sehr kalt war, wurde der Start der Tour von 11 Uhr auf 14:30 Uhr verschoben. Hier waren es mit um die 15 Grad immer noch 10 Grad weniger als am Vortag. Aber wenigstens schien die Sonne. Leider fanden sich keine weiteren Mitfahrer und so starteten Tom und ich zu zweit mit unseren Rickert Spezial. Nach der schnelleren Runde vom Vortag sollte es eher ein lockeres Rollen werden.


Vom Preußenhafen aus ging es zunächst entlang des Datteln-Hamm-Kanals zum Seepark Lünen, dem alten Landesgartenschaugelände direkt am Horstmarer See.


Dann überquerten wir den Kanal und fuhren über kleine Straßen durch Lünen Richtung Nord-Westen.


Der Herbst war nicht zu übersehen als wir Alstedde erreichten.


In Bork passierten wir das alte Stellwerk. Auf den Straßen war trotz der Sonne nicht viel los. Die meisten fuhren wohl mit dem Auto über die Hauptstraßen. Gut für uns. Durch Vinnum ging es weiter nach Olfen, das wir aber weiter westlich passierten.


Bei dem Bild kam mir ein altes Kinderlied in den Sinn: „Ein Rickert steht im Walde ganz still und stumm. Es hat von lauter Cyan ein Mäntlein um. Sagt, wer mag das Rickert sein, das da steht im Wald allein mit dem cyanblauen Mäntelein?“ So, oder so ähnlich hatte ich das jedenfalls in Erinnerung.


Nach gut 36 km erreichten wir nördlich von Olfen dann das Hof-Café Kökelsum, wo wir Pause machen wollten. Kaffee und leckerer Apfelkuchen stärkten uns für die Rückfahrt.


Trotz Windschutz war es bei 15 Grad und einem frischem Wind relativ kühl, wenn man sich nicht bewegte.


Zwischen Olfen und Selm gab es dann noch einen kurzen Halt. Zeit etwas in sich zu gehen, oder nicht.


Mein Rickert sonnte sich lieber. Es fuhr sich mit den neuen Schalthebeln einfach viel besser als mit den blöden Shimano STI.


Tom´s Rickert Spezial war in einem schönem Lilaton lackiert. Es war von Ende der 90er Jahre und wie meines ebenfalls mit Shimano Ultegra 9-fach Komponenten ausgestattet. Von Bork aus fuhren wir weiter nach Cappenberg.


Hier statteten wir dem Schloss einen Besuch ab. Das strahlte in der Nachmittagssonne.


Auf holprigem Kopfsteinpflaster ging es durch den Schlosshof. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Schloss noch als Kloster genutzt. Danach ging es in weltlichen Besitz über. Mittlerweile beherbergt das Schloss auch ein Museum.


Wir nutzten die Schlossmauer für ein Gruppenfoto unserer Rickerts.


Danach ging es zurück zum Preußenhafen, den wir noch vor Sonnenuntergang erreichten. Dafür fanden wir interessante Graffiti an einem Getränkemarkt. So eine Hängematte und ein kühles Getränk wären schon schön, nach einer langen Radtour.


Doch meistens fühlte man sich eher wie ein Verdurstender in der Wüste.


Schließlich konnten wir das Wasser nicht bunkern wie ein Wüstenschiff. Und die Geier warteten schon. Aber die bekamen mein Rickert nicht in die Klauen.
Eine schöne Nachmittagstour ging nach 66,7 km mit einem Schnitt von 21,75 km/h zu Ende.
lg Jennifer

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