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Unterwegs von: Phönix-West

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401

Dienstag, 1. Januar 2019, 18:34

Silvestertour







31.12.2018

An Silvester regnete es noch bis Vormittags. Als Tom und ich uns
Mittags in Lünen auf den Weg machten waren die Straßen noch nass, die
Temperaturen mit 10 Grad aber ungewöhnlich mild. Und da auch der Wind
komplett fehlte, war es gefühlt deutlich wärmer als der Rest des Monats.



Ich fuhr meinen 90er Jahre Alurenner von Kinesis mit 9-fach Shimano
Schaltung. Durch die improvisierten Schutzbleche waren auch nasse
Straßen kein Problem. Seitdem ich das Rad neu aufgebaut hatte, fuhr ich
es sehr gerne. Es war relativ leicht und hatte einen guten Vortrieb.



Vom Preußenhafen ging es erst einmal ein Stück den Kanal Richtung Hamm hoch. Dann überquerten wir die Lippe.





Weiter ging es Richtung Werne. Das Tempo war eher gemächlich.





Mitten auf dem Lande trafen wir auf dieses „etwas“ größere Baumhaus.
Da hatte man offenbar alles an Material verbaut, was übrig war.





Auch im Münsterland war es nicht ganz flach, sondern es gab das ein oder andere Hügelchen.





Kurz vor 14 Uhr erreichten wir Herbern. Hier gab es hübsche kleine
Häuser, aber keine offene Bäckerei mehr. Schließlich hatten wir
Silvester. Dafür fanden wir einen offenen Imbiss, wo Tom sich Currywurst
mit Pommes und ich eine Feta-Pizza gönnte. Nach der Stärkung machten
wir uns wieder auf den Weg. Wir fuhren noch weiter nach Norden bis
Ascheberg. Erst hier ging es wieder Richtung Süden.





Typisch für das Münsterland waren die Wegkreuze und kleine und kleinste Kapellen. Man war hier halt sehr katholisch.





Am Nachmittag trockneten die Straßen langsam ab und nur noch die
Pfützen kündeten vom Regen. Capelle passierten wir dieses Mal weiter
östlich.





Auf einem Bauernhof fanden wir dann diesen knuffigen LKW. Der wirkte
in der Umgebung geradezu deplaziert. Von der Optik her passte der eher
in eine moderne City. Ob der wohl einen Elektromotor hatte?

Wir erreichten Werne und Tom führte uns mitten durch die Stadt. Er
legte dabei so an Tempo zu, das ich den Eindruck hatte er wollte schnell
aus der Innenstadt wieder raus. Da die meisten Geschäfte eh längst zu
hatten, hielt sich der Verkehr jedoch in Grenzen. Aber ich war da
natürlich in Dortmund oft Schlimmeres gewohnt.





Wir fuhren weiter nach Rünthe und erreichten dort den Hafen. Weiter ging es am Kanal entlang, Richtung Lünen.





Langsam begann die Dämmerung. Die ersten Raketen und Böller waren
anscheinend auch schon abgeschossen worden. Wir fanden die Reste auf dem
Weg. Manche konnten einfach nicht warten.





An dieser Plattform fuhr ich schon öfters vorbei und fragte mich nach
dem Sinn. Man musste doch nicht mutwillig Steuergelder verschleudern.
Das Geld dafür wäre sicher woanders besser investiert worden.





Nach 67 km erreichten wir mit Einbruch der Dunkelheit den
Preußenhafen. Eine schöne Silvestertour bei grauem Wetter ging zu Ende.
Das neue Jahr konnte kommen.
lg Jennifer


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402

Dienstag, 1. Januar 2019, 19:26

Jahresrückblick 2018






01.01.2019

Auch für 2018 schaue ich wieder zurück und kommentiere meine
radsportlichen Aktivitäten. Es war ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen.



Januar 2018





Das Jahr begann mit einem Schock. Im Januar machte ich bei gutem
Wetter eine Probefahrt mit meinem frisch aufgebauten RIH Mistral. Bei
der Fahrt lockerten sich mehrere Speichen am Hinterrad. Das ich nicht
gerade leicht war, konnte ich sehen. Aber mein wahres Gewicht zeigte
sich erst nach dem Kauf einer Waage. 123 kg zeigte diese dann an. Es
musste etwas passieren. Ich beschloss drastisch abzunehmen und die
Winter Bike Trophy nicht zu fahren. Statt dessen kaufte ich mir eine
Rolle von Tacx, auf der ich mein Meral einspannte. Fortan stand ich
Morgens extra früher auf, um möglichst oft auf der Rolle zu trainieren.
Gleichzeitig stellte ich meine Ernährung um und fing an Kalorien zu
zählen. Ende des Monats zeigte die Waage 116 kg an. Ausser ein paar
kleineren Touren fuhr ich ausschliesslich auf der Rolle. 6,5 Stunden
kamen zusammen. Nicht viel, aber ein Anfang. Auf meinen wenigen Touren
kamen nur knapp 200 km zusammen.



Februar 2018

Im Februar intensivierte ich meine Fahrten auf dem Rollentrainer. An
vier bis fünf Tagen in der Woche fuhr ich morgens eine Stunde auf der
Rolle. Zusammen mit der geänderten Ernährung kam ich so auf etwas über
110 kg bis Ende Februar herunter. Das waren gut 12 kg weniger als noch
Anfang Januar.





Ein paar kürzere Touren fuhr ich mit meinem GT Karakoram Mountainbike. Da lockerten sich wenigstens keine Speichen.





Ende Februar fing dann für mich endlich wieder die Radsportsaison an.
Ich fuhr den 200 km Brevet in Maastricht/NL mit meinem neu aufgebauten
Mücke Randonneur aus Krefeld. Bei – 4 Grad ging es zunächst gute 90 km
gegen den starken Wind. Meine erste Bewährungsprobe 2018, die ich
meisterte, auch wenn am Anfang und am Ende des Brevets immerhin
insgesamt 1300 Höhenmeter zu bewältigen waren. Ich schien auf den Punkt
fit zu sein.

Der Februar ging also durchaus erfolgreich zu Ende. Ich ging mit
„nur“ noch knapp 110 kg in den März. Ich verbrachte 16 Stunden auf der
Rolle und fuhr knapp 500 km auf der Straße.



März 2018

Der März fing an, wie der Februar aufhörte, mit einem Brevet. Mit 109
kg fuhr ich einen 200 km Brevet in Twisteden. Es waren wieder – 4 Grad,
aber dieses Mal mit Schnee gepaart. Trotzdem nahm ich wieder mein Mücke
mit den 25 mm Straßenreifen.





Aufgrund der Bedingungen starteten nur 38 Randonneure von 150
angemeldeten. Ich brachte auch diesen Brevet erfolgreich hinter mich.
Der Schnee kostete Kraft, aber ich fühlte mich fit genug.



Eine Woche später ging dann, bei besseren Bedingungen, auch die
RTF-Saison los. Ich startete in Hamm, Sölde und Herne. In der Woche fuhr
ich weiter auf der Rolle. Die Temperaturen wurden endlich zweistellig
und damit frühlingshaft.



In Sölde startete ich mit einigen Mitgliedern aus meinem Verein
gemeinsam. Das Ganze zerstreute sich dann aber nach einiger Zeit, da
nicht alle die gleiche Strecke fuhren.

Eine Woche später kehrte der Winter dann mit – 5 Grad bei der RTF in
Herne zurück. Am folgenden Wochenende wurde es dann zumindest wieder
etwas wärmer beim 300 km Brevet in Twisteden. Die Fahrt führte durch die
Niederlande bis kurz vors Ijsselmeer. Mit einem Schnitt von 24 km auf
315 km war das ein für meine Verhältnisse schnell gefahrener Brevet. 4,5
Stunden vor Zielschluss traf ich ein. Es lief gut.

Am Karsamstag fuhr ich dann wieder die geführte permanente RTF in
Buer-Westerholt. In der „langsamen“ Gruppe ging es bei nur 4 Grad über
74 km mit einem Schnitt von 26 km/h Richtung Raesfeld. Ich hatte
überhaupt keine Probleme das Tempo mit meinem Rickert Spezial
mitzuhalten. Der März endete mit 19 Stunden auf der Rolle und 925 km
auf der Straße. Mein Gewicht drückte ich zum Ende des Monats auf etwas
unter 106 kg.



April 2018

Der April begann mit der RTF in Waltrop. Mit meinem Verein
organisierte ich eine Sternfahrt zur RTF. Deshalb fuhr ich nur die 72er
Strecke. Mit An- und Abfahrt kamen dann 130 km zusammen. Der Schnitt bei
der RTF lag bei 26 km/h. Ich fuhr , wie die meiste Zeit auch im März,
wieder mit meinem Mücke Randonneur. Die Temperaturen waren gerade wieder
zweistellig.





Eine Woche später fuhr ich dann einen inoffiziellen 200 km Brevet in
Münster. Der führte in die Niederlande nach Winterswijk und Haaksbergen.
Zum Ende des Brevets konnte ich sogar das erste Mal in 2018 bei 20 Grad
kurzärmlig fahren.





Zwei RTF fuhr ich im April noch, Bochum und Herne. Herne war dann
auch der erste Start mit meinem 1988 Raleigh 653 Race. Zwischen den
beiden RTF fuhr ich in Twisteden den 400 km Brevet nach Namur/Belgien.
Ich beendete den Brevet Sonntag Morgen um 8 Uhr drei Stunden vor der
Zeit. Und das obwohl ich auf der zweiten Hälfte der Strecke massive
Magenprobleme mit Leistungsabfall hatte. Falsche Ernährung war der
Grund. Aber die erste Hälfte war ich so schnell, das ich „bequem“ ins
Ziel rollen konnte. Die Quittung bekam ich am Montag Morgen. Ich wachte
mit solchem Herzrasen auf, das ich nicht aufstehen konnte. Erst gegen
Abend hatte sich das Herz beruhigt. Ich schob das auf den anstrengenden
Brevet. Aber selbst ohne körperliche Anstrengung sollte ich diese
Probleme immer häufiger bekommen.

Da ich bei steigenden Temperaturen nicht mehr auf der Rolle fuhr, kam
ich nur noch auf 9,5 Stunden. Dazu kamen aber 1.029 km auf der Straße.
Ende des Monats betrug mein Gewicht 104 kg. Um nicht zu viel Kraft zu
lassen, hatte ich meine Kalorienzahl wieder etwas erhöht. Gerade für die
Brevets brauchte ich etwas Reserven.





Mai 2018

Aufgrund meiner häufiger auftretenden Herzprobleme sagte ich meinen
600 km Brevet im Mai ab. Das Risiko war mir zu groß. RTF fuhr ich im Mai
gar nicht. Statt dessen machte ich einige Touren, unter anderem mit den
Klassikerfahrern aus Lünen und Münster. Mit Alex fuhr ich noch eine
Tour über 200 km, aber im eher gemütlichen Tempo. Das ging probelmlos.
Ganz ohne Langstrecken kam ich einfach nicht aus. Dann kam mein Urlaub
am Ijsselmeer.





Dort fuhr ich einige sehr schöne Touren mit meinem Mücke und dann am
Pfingstmontag den 235 km Marathon Fietselfstedentocht. Bei sommerlichen
Temperaturen bis 30 Grad fuhr es sich sehr angenehm. Ich holte mir zum
dritten Mal eine Medaille.

Nach dem Urlaub fuhr ich eigentlich nur noch am letzten
Mai-Wochenende die 43 km Strecke der Haarstrang RTF ab. Hier war ich am
Sonntag in der Anmeldung eingesetzt. Da war also nichts mehr mit selber
fahren.

Mein Gewicht war wieder leicht gestiegen auf knapp 105 kg. Das war
auch der Ernährung im Urlaub geschuldet. Aber 1074 km fuhr ich auf der
Straße. Das war ja auch nicht schlecht. Wenn ich nicht gerade Herzrasen
hatte, fühlte ich mich sehr fit.



Juni 2018

Um mich mehr zu erholen fuhr ich im Juni nur eine einzige RTF in
Düsseldorf. Ansonsten war ich mit den Klassiker-Leuten unterwegs.
Allerdings hatte ich da manchmal zum Ende der Touren auch wieder
Probleme mit dem Herz. Die bisherigen EKG´s hatten aber nichts gebracht.
Die waren einwandfrei. Der sogenannte Vorführeffekt. Mitte Juni fuhr
ich dann zu einem Treffen der Klassiker in den Taunus, Nähe Frankfurt.





Auch hier hatte ich bei der großen Tour wieder einen Einbruch. Die
Probleme traten aber nicht unter Belastung am Glauberg auf, sondern auf
der Rückfahrt im Flachen. Es musste etwas passieren. Den Juni beendete
ich mit 578 km. Das Gewicht habe ich leider nicht mehr erfasst. Ein
Fehler wie ich Heute denke. Meines Wissens nach stagnierte das Gewicht
bei 104 bis 105 kg bis Oktober.



Juli 2018

Im Juli reduzierte ich meine Ausfahrten noch etwas. Die Herzprobleme
hörten nicht auf. Ansonsten war ich noch relativ fit. Aber mental zogen
mich die Probleme schon etwas runter. Meine Pläne weitere Brevets 2018
zu fahren und 2019 Paris-Brest-Paris hatte ich bereits als unrealistisch
verworfen. Auch der 1.000 km Brevet in Maastricht im August lag nicht
mehr im Bereich der Möglichkeiten, solange mein Herz Probleme machte.
Nicht auszudenken wenn ich irgendwo weit weg Probleme bekommen sollte.





Dafür fuhr ich wieder einige Klassikerausfahrten mit und die RTF in
Hamm und die Klassiker-RTF in Köln-Lövenich. Ich merkte das ich mich an
den Bergstrecken auf jeden Fall noch verbessern musste. Knapp 450 km
hatte ich Ende des Monats auf der Haben-Seite.



August 2018





Der August stand bei mir irgendwie unter dem Motto Bergfahrten. Wenn
ich mich am Berg verbessern wollte, musste ich auch entsprechend
Höhenmeter fahren. So fuhr ich direkt am Anfang des Monats eine Tour
durchs Sauerland auf den Kahlen Asten, 120 km mit meinem Rickert
Spezial.





Danach kamen neben den Klassikerfahrten die RTF in Lippstadt, Haus
Opherdicke und Gevelsberg. Alle mit reichlich Höhenmetern. Mit jeder RTF
wurde ich wieder etwas fitter. Mit 673 km fuhr ich dann im August bei
meistens tollen Sommerwetter wieder mehr.



September 2018

Am 1. September fuhr ich die RTF in Sprockhövel. Eine schöne Strecke
durchs Bergische Land mit vielen Höhenmetern. Danach half ich bei der
Internationalen Meisterschaft von Dortmund, da dieses Rennen von meinem
Verein ausgerichtet wird. Unser Vereinsrennen fand dann Mittwochs am
späten Nachmittag auf der Dortmunder Niere statt. Ich hatte einen guten
Tag und schaffte einen Schnitt von 33 km/h. Das reichte um insgesamt
nicht Letzte zu werden und den 1. Platz bei den Senorinnen zu machen.





Beim Klassikertreffen in Köln konnte ich dieses Mal die Spitzengruppe
an den Steigungen im Bergischen zumindest im Blickfeld behalten.





Die RTF in Düsseldorf-Gerresheim schien erst einmal harmlos, aber sie
ging ins Bergische Land und hatte ordentlich Höhenmeter. Da ich aber
wieder einen guten Tag hatte, konnte ich selbst an langen Steigungen mit
meinen Mitfahrern mithalten. Danach kam dann noch die Regen-RTF in
Waltrop. Ansonsten fuhr ich Klassikerfahrten und eine Kanaltour. 568 km
kamen zusammen.



Oktober 2018





Im Oktober fanden die letzten RTF statt. Der Monat fing allerdings
mit einer Klassikerfahrt zum Münsterland Giro nach Münster an.





Mitte Oktober fuhr ich dann noch als Abschluss die RTF in Haltern. Da
wurde es mit 25 Grad noch einmal richtig sommerlich. Dann insgesamt 41
Punkte reichte für die Vereinsmeisterschaft bei den Frauen. Aber
gegenüber 134 Punkten im Vorjahr war das für mich schon mager. Ende des
Monats fing ich wieder mit dem Rollentraining an. So kamen im Oktober
6,5 Stunden auf der Rolle und 552 km auf der Straße zusammen.



November 2018

Im November war die Radsportsaison definitiv vorbei. Ich nahm mir die
Zeit mich mal gründlich durchchecken zu lassen, um meinen Herzproblemen
auf den Grund zu gehen. Bei einem Langzeit EKG trat dann Nachts
Vorkammerflimmern auf. Das trat aber nicht ständig, sondern nur ab und
zu auf (auch über einen längeren Zeitraum) und verursachte das
Herzrasen. Weitere Untersuchungen brachten keine körperliche Ursache.
Mein Herz war an für sich kerngesund und wies keinerlei Schäden auf.
Vermutlich war zu viel beruflicher Streß die eigentliche Ursache. Da so
die Gefahr von einem Schlaganfall oder Herzinfarkt bestand, bekam ich ab
sofort Medikamente, die dies verhindern sollen. Der Arzt meinte, ich
solle ruhig weiter Radsport betreiben. Aber trotz der Medikamente trat
das Herzrasen zusammen mit Schwindelanfällen immer wieder auf. Es würde
einige Zeit dauern bis die Medikamente wirklich ausreichend wirken
würden.

Im November fuhr ich einige Touren, unter anderem die Channel
Challenge und eine Pättkestour, die Weiterführung der Klassikerfahrten
mit geländetauglichen Rädern. Insgesamt fuhr ich drei Touren mit jeweils
über 100 km. Die Herzprobleme wurden etwas seltener.



Die Channel Challenge, eine Hin- und Rückfahrt entlang des
Datteln-Hamm-Kanals, fuhr ich mit meinem frisch aufgebauten 1990er
Gazelle Formula Cross.





Die Pättkes-Tour absolvierte ich mit meinem 2000er Rose MTB, welches
ich für meine Zwecke umbaute. Längere Touren fuhr ich nun mal am
liebsten mit Rennlenker. Die Dreifachkurbel baute ich auf zweifach um.
Extreme Geländegänge brauchte ich bei dem Rad nicht. Dafür hatte ich
noch mein GT MTB. Mein Rollentraining intensivierte ich sehr stark und
so kam ich im November auf 35,5 Stunden auf der Rolle und 497 km auf der
Straße. Mein Gewicht betrug Ende des Monats 102 kg.



Dezember 2018

Im Dezember fuhr ich weiter fleissig auf der Rolle. Da ich allerdings
beruflich auch noch viel Streß hatte, kürzte ich meine Einheiten etwas.
Anfang Dezember trat das Herzrasen noch mal auf. Da ich wieder mehr auf
meine Ernährung achtete kam ich Mitte Dezember mit meinem Gewicht knapp
unter 100 kg.





Am 15. Dezember fuhr ich dann meine erste Tour des Monats mit meinem
komplett neu aufgebauten gelben Alurenner. Am Tag nach der Tour fuhren
Tom und ich dann nach Arnheim ins Mountainbike Museum. Heiligabend gab
es dann sogar eine Geländetour mit meinem Straßenrenner auf ein paar
Halden rund um Lünen. Über zwei Wochen hatte mein Herz keine Probleme
mehr gemacht und an den steilen Rampen auf die Halden kam ich prima
zurecht. Wenn ich so weiter machte, konnte ich meine Bergform über den
Winter retten. Ich fühlte mich fitter und agiler, nicht nur auf dem Rad.





Zwischen den Tagen fuhren Tom und ich auch fleissig. Ich hatte
endlich die Schaltung meines Gazelle Crosser in den Griff bekommen. Am
30. Dezember fuhr ich dann meine einzige CTF in 2018. Mit meinem GT
Karakoram trat ich in Groenlo/NL auf der 49 km Strecke an. Neben einem
hohen Singletrailanteil hob sich die Strecke durch die Fahrt durch
einige Kuhställe/Scheunen und eine Kneipe von anderen ab. Ja, es ging
wirklich mitten durch die Kneipe. Ein echtes Erlebnis. Die letzte Tour
fuhr ich dann an Silvester. 311 km und 17 Stunden auf der Rolle kamen im
Dezember dann noch zusammen. Die gesamte Jahreslaufleistung betrug
7.333 km, gefahren mit insgesamt 9 Rädern. Das waren 600 km weniger als
in 2017. Aber das hatte auch etwas mit meinen gesundheitlichen Problemen
zu tun.



Die Aussichten auf 2019 sind aber durchweg positiv. Mit 97 kg ist
mein Gewicht am 1. Januar 26 kg weniger als Anfang 2018. Ich bin für die
Westfalen Winter Bike Trophy gemeldet, die am 6. Januar beginnt. Bei
der Fietselfstedentocht am Pfingstmontag bin ich auch wieder gemeldet.
Das wird dann meine vierte Teilnahme. Meinem Herz geht es immer besser,
dank der Medikamente. Und meine Kondition ist besser als in den letzten
Jahren.
lg Jennifer


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403

Freitag, 4. Januar 2019, 21:24

Neues Jahr – Neue Tour







03.01.2019



Die erste Tour im neuen Jahr ist für mich immer etwas Besonderes,
auch wenn sie gar nicht besonders ist. So machte ich mich am Donnerstag
bei 2 Grad um kurz vor 10 Uhr auf den Weg.





Da es geregnet hatte und immer noch stark bewölkt war, fuhr ich mit meinem gelben Kinesis mit Schutzblechen.





Von Hörde aus fuhr ich den Emscherweg. Dieser führte mich vorbei an
Brünninghausen und Renninghausen unter der A40 hindurch nach
Dorstfeld-Süd. Dort durchquerte ich die Schrebergärten.





Weiter ging es bei bewölktem Himmel nach Dorstfeld.





Der Tunnel führte unter der Bahnstrecke durch und nach einigen
Kilometern erreichte ich Huckarde. Dort im Radgeschäft holte ich ein
paar alte Teile für mein Giant-Projekt bei Chris ab. Wir quatschten noch
eine Weile und dann musste ich mich beeilen, da ich um 12 Uhr in Lünen
sein wollte.





So fuhr ich über den Dortmund-Ems-Kanal auf die andere Seite des
Dortmunder Hafens. Hier gab es so einiges zu sehen, wie diesen
Gasbehälter.





Einige Firmen hatten sich in der Nähe der Hafenbecken auch
angesiedelt. Der Weg führte mich weiter durch Eving, wo ich auf Höhe der
Zeche Minister Stein jeder Menge Glas auf dem Weg ausweichen musste.
Zum Glück schaffte ich es ohne Plattfuß. Weitere Stationen waren
Kirchderne und Derne.





Dann ging es über eine alte Bahntrasse nach Lünen-Süd. Dort kam ich
reichlich spät an und von Tom war nichts zu sehen. Ich versuchte ihn auf
dem Handy zu erreichen, aber das hatte er wie immer abgeschaltet.
Gerade wollte ich um die Ecke zum Preußenhafen fahren, da sah ich ihn am
Horizont auftauchen. Er hatte sich etwas warm gefahren.





So konnte unsere Tour losgehen. Wir fuhren zunächst Richtung
Lanstrop, um dann kurz vor der A2 einen kleinen Weg links rein zu
fahren. Keiner von uns wusste wohin uns der Weg führte. Nach einiger
Zeit sah der Weg wie auf dem Foto aus. Da ich keine Lust hatte
umzukehren, fuhr ich mit meinem Renner weiter. Würde schon irgendwie
gehen. Dann landeten wir direkt vor einem Feld. Ab hier war tragen
angesagt. Zum Glück war das Kinesis nicht so schwer. Das Schieben über
das Feld war nicht so gut. Es bestand aus sehr zähem, matschigen Ton.
Der klebte vor allem an Tom´s Geländereifen wie Pech. Auf der Straße
hatten wir erst einmal Probleme Reifen und Schuhe zu säubern. Aber dann
ging es weiter. Nach ein paar Kilometern bemerkte Tom einen
schleichenden Plattfuß am Hinterrad. Zum Glück hatte ich eine gute Punpe
mit. Über Niederaden ging es an Seseke und Kuhbach nach Oberaden. Tom´s
Reifen war schon wieder platt und wir machten erst einmal Pause in
einer Bäckerei. Nach erfolgter Stärkung pumpte Tom wieder den Reifen auf
und wir fuhren an der Seseke entlang zurück, da er sich nicht so gut
fühlte.





So erreichten wir den Horstmarer See am Kanal. Die einzigen Badegäste waren Enten.





Schnell hatten wir wieder den Preußenhafen erreicht. Hier verabschiedete ich mich von Tom.





Der direkte Weg nach Hause hätte mich über Lanstrop und Kurl geführt.
Im letzten Moment entschied ich mich doch dagegen und fuhr über die
alte Industrietrasse nach Süden. In den Bäumen hingen merkwürdige
Spinnweben. Habe noch nie eine Spinne häkeln sehen. In Derne war ich
dann fast wieder auf der Strecke vom Hinweg, bog dann aber nach Hostedde
und Grevel ab. Ich erreichte hinter Scharnhorst eine Bahntrasse, der
ich ein kurzes Stück folgte.





Ich durchquerte Brackel und folgte der Bahntrasse an der Rennbahn nach Wambel. Hinter der Rennbahn überquerte ich die B1.





Von der Stadtkrone Ost hatte ich einen guten Ausblick auf Schüren und
Aplerbeck. Dann ging es hinunter nach Schüren, wo ich den Emscherweg
erreichte.





Der Emscher folgte ich bis zum Phönixsee. Hier besuchte ich einen
großen Radladen um noch ein paar Teile für mein Giant zu kaufen. Dann
fuhr ich am Phönixsee auf die Bahntrasse des feurigen Elias und
erreichte über den Damm Phönix-West. Hier erreichte ich nach 67 km
wieder heimatliche Gefilde. Auf der ersten Tour 2019 war es überwiegend
trocken. Ein paar Mal fielen ein paar Tropfen von oben. Regen konnte man
das aber nicht nennen.
lg Jennifer


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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Sonne_Wolken« (5. Januar 2019, 07:57)


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404

Samstag, 5. Januar 2019, 21:11

1. Dortmund-Nord CTF 2019







05.01.2019



Im Januar findet immer am Samstag vor den Läufen der WWBT (Westfalen
Winter Bike Trophy) eine geführte CTF (Country Touren Fahrt) vom
Radsportverein Dortmund-Nord statt. Hierfür gibt es dann immer 2 Punkte
für die Wertungskarte. Die wollte ich mir natürlich nicht entgehen
lassen. Das Wetter stimmte mich schon einmal auf die Trophy ein. Es
hatte um die 6 Grad und Nieselregen. Gegen kurz nach 9 Uhr machte ich
mich auf den Weg von Hörde in den Dortmunder Norden, genauer zur
Münsterstraße. Hier sollte um 10 Uhr Start der beiden Gruppen sein. Ich
hatte mich für die langsamere Gruppe mit 42 km gemeldet. Im Radgeschäft
Noll angekommen waren noch nicht viele da. Kurz nach 10 Uhr waren wir
nur zu siebt. Deshalb gab es nur eine Gruppe.





Wir fuhren nach Norden und erreichten Eving. Weiter ging es Richtung
Derne, bogen aber kurz vorher nach Gahmen ab. Dann erreichten wir
Lünen-Süd. An den Steigungen gaben die Jungs vorne ordentlich Gas und
wir mussten auf die zweite Mitfahrerin und einen Mitfahrer warten. Die
wären bestimmt auch wie ich lieber mit der langsamen Gruppe mitgefahren.
Ich konnte das Tempo aber noch einigermaßen halten.





Wir erreichten den Datteln-Hamm-Kanal und fuhren ein Stück Richtung Hamm.





Dann kam der Preußenhafen mit seinem letzten Ladekran in Sicht.





An diesem Wochenende fand im Preußenhafen das Winterglühen statt.
Morgens waren die Glühweinstände noch zu, aber da ich auf Diät war, war
das auch ganz gut so. Also fuhr ich weiter und schloss wieder auf die
Anderen auf.





Am Horstmarer See ging es links über die Kanalbrücke und dann auf der anderen Seite weiter Richtung Hamm.





Schließlich verließen wir den Kanal und überquerten die Lippe. Dann ging es durch Alt-Lünen und östlich an Wethmar vorbei.





Auf die Beiden am Ende der Gruppe mussten wir dann immer öfter
warten. Ich konnte gerade noch so vorne mithalten. Nach ca. 17 km
klinkten die Beiden sich dann aus. Kurz überlegte ich ob ich mich ihnen
anschließen sollte. Ich machte es nicht und blieb bei der Gruppe. Ein
Fehler, wie ich kurz darauf dachte. Denn nun zog das Tempo noch mal an,
vor allem an den Steigungen. Ich fuhr bereits am Anschlag und konnte
immer weniger mithalten. Ich wollte mich eigentlich nur locker für
Sonntag einfahren, aber das hier war schon Kampf und ich ließ ordentlich
Körner. Wir fuhren nun überwiegend über Waldpfade und kleine Straßen
zwischen Cappenberg und Werne. Als ein Waldweg wegen Jagd gesperrt war,
kehrten wir um. Niemand von uns hatte Lust mit einem Wildschwein
verwechselt zu werden. Man hört ja so einiges. Nun ging es auf anderer
Strecke wieder zurück. Ich war auch langsam echt bedient. Auch wenn die
Jungs immer wieder warteten, macht das so natürlich keinen Spaß mehr.



Über Langern und Nordlünen erreichten wir Alstedde. Bei der Firma
Remondis überquerten wir die Lippe und fuhren am Kraftwerk vorbei. Nach
Überquerung des Kanals erreichten wir den Rand von Brambauer. Auf die
Befahrung der Halde der Zeche Minister Achenbach wurde glücklicherweise
verzichtet. Nach einem längeren Stück übers Land erreichten wir
Brechten. Hier überquerten wir die A2. Nach einem Waldstück erreichten
wir wieder Eving. Nach ca. 49 km erreichten wir wieder die
Münsterstraße. Hier gab es etwas zu trinken. Auf den Kuchen verzichtete
ich wegen meiner Diät.





Ich verabschiedete mich um kurz nach 13 Uhr und machte mich auf den
Weg nach Hause. Jetzt fuhr ich deutlich ruhiger und der Schnitt ging
runter. Trotzdem erreichte ich bald den Wall und kam an diesem Denkmal
vorbei, das ich immer achtlos hatte stehen lassen. Der Unternehmer
Heinrich Schüchtermann engagierte sich im 19. Jahrhundert sozial mit
Spenden und Stiftungen für Arme und benachteiligte Menschen in Dortmund.
Ausserdem setzte er seinen Einfluss für den Bau des Dortmund-Ems-Kanal
ein. Aus Dankbarkeit setzte ihm die Stadt Dortmund 1899 das Denkmal am
Ostwall. Manchmal muss man nur etwas genauer hinschauen um etwas über
die Geschichte seiner Stadt zu erfahren.





Am Südwall fiel mir dann hinter dem Adlerturm der Nachbau eines
mittelalterlichen Baukrans statt. Das Hamsterrad diente als Antrieb. Nur
das statt Hamster Menschen in dem Rad liefen. Baukräne gab es wohl
schon seit der Antike.





Hinter dem Adlerturm verließ ich den Wall und fuhr Richtung Hörde. Am
Südbad dann die Skulptur zweier Kosakenpferde, ein Geschenk der
Partnerstadt Rostow am Don. Das vorne ist natürlich mein GT Karakoram
aus den USA. Über die Märkische Straße fuhr ich dann weiter nach Hörde.
Am Anfang des Stadtteils fuhr ich dann auf die alte Bahntrasse nach
Phönix-West. Nach 62 km kam ich zu Hause an. Die meiste Zeit hatte es
geregnet und durch die Wald- und Feldwege sahen das Rad und ich
entsprechend aus. Also ging es erst einmal in die Waschküche und Rad und
Schuhe wurden mit dem Wasserschlauch gesäubert. Das Rad war wieder
einsatzbereit für die WWBT am nächsten Tag.
lg Jennifer


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405

Sonntag, 6. Januar 2019, 19:50

1. Lauf zur WWBT in Capelle







06.01.2018



Am 1. Sonntag im Januar begann die Westfalen Winter Bike Trophy, eine
Geländeserie für Mountainbikes und Crosser. Ich fuhr rechtzeitig zu
Hause mit dem Auto los und wollte mich anmelden. Leider musste ich
feststellen das der Scan-Code aus meinen Startunterlagen nicht stimmte
und anscheinend mehrfach vergeben war. Zum Glück hatte ich aber auch
meine Jahreswertungskarte dabei und so konnte ich mich anmelden.

Ich traf dort einige bekannte Gesichter. Ralf, Harald und Jupp zum
Beispiel. Mit Ralf wollte ich dann um 10 Uhr gemeinsam starten. Auch ein
paar Fahrer vom Samstag bei Dortmund-Nord sah ich wieder.





Bereits eine viertel Stunde vor dem Start wurde es richtig voll. Ralf
und ich stellten uns hinten an. Nachdem wir den Startstempel bekamen,
wollten wir losfahren. Doch Ralf sagte mir er käme gleich nach. Also
startete ich alleine und dachte er holte mich schon ein.





Irgendwie lief es am Anfang bereits ganz gut bei mir und so holte ich
eine Gruppe nach der anderen ein, die vor mir gestartet waren.





Es war zumindest von oben am Anfang trocken und etwa 6 Grad warm.
Nach einem Stück über Asphalt ging es rechts auf einen matschigen
Feldweg. Da wurde es natürlich dreckig, trotz Schutzbleche am Rad. Ich
hatte mein blaues GT Karakoram dabei. Mein Gravelcrosser (nicht so
sportlich wie ein Crosser, aber geländetauglicher wie ein Gravelbike)
war leider nicht fertig geworden. Der Anteil an Crossrädern war sehr
hoch bei der CTF. Die Strecke führte in einem südlichen Bogen durch
Wälder und über Felder nach Südkirchen.





Von Südkirchen ging es dann nach Norden bis zum Schloss Nordkirchen.





Wir fuhren um das Schloss herum zur Orangerie. Auf deren Hof war die
1. Kontrolle. Von Ralf war noch nichts in Sicht. Auch Harald und Jupp
waren wohl noch hinter mir. Ich besorgte mir den Stempel auf der
Kontrollkarte und wollte gerade weiter fahren, als Ralf doch noch
eintraf. So wartete ich noch einen Augenblick und wir fuhren gemeinsam
auf die Schleife der 52 km Strecke. Harald und Jupp kamen gerade rein
zur ersten Kontrolle, machten aber wohl erst einmal Pause.





Die Schleife führte uns nach Westen zwischen Selm und Lüdinghausen.
Das Tempo war noch immer recht hoch. An der 1. Kontrolle hatte ich einen
Schnitt von über 21 km/h. Das war für mich mit dem Geländeanteil recht
schnell. An den Steigungen klaffte dann teilweise eine Lücke zwischen
Ralf und mir. Oben nahm ich dann etwas raus. Zum Glück waren die Hügel
hier nicht so hoch. Auf den Asphaltstrecken zwischendurch ging das Tempo
natürlich entsprechend hoch. Aber gegen die Crosser hatten wir keine
Chancen.







Die Zuschauer an der Strecke wirkten nur mäßig interessiert.
Sportbanausen. Auf der Schleife überholte ich dann noch Vera aus
Wuppertal. Leider konnte ich nur kurz im Vorbeifahren grüßen. Wir kamen
ein zweites Mal zur Kontrolle an der Orangerie. Dort holten wir wieder
nur den Stempel und fuhren direkt weiter.





Die Route führte uns nach Norden und machte dann einen kleinen
Schlenker nach Osten, auf Ascheberg zu. Ein Stück vor Ascheberg war dann
die 3. Kontrolle auf einem Bauernhof. Hier gönnten wir uns heißen Tee
beziehungsweise Brühe und ein paar Salzstangen und ein Stück Banane. Das
musste reichen. Kurz vorher war mir doch glatt ein Fahrer mit kurzer
Hose und kurzärmligem Trikot entgegen gekommen. Und das bei 6 Grad und
mittlerweile Nieselregen.





Jetzt waren es noch einige Kilometer bis ins Ziel. Wir fuhren nach
Süden und an einer der Steigungen hängte ich Ralf wohl ab. Ich war so in
meinem Element das ich vergaß langsamer zu werden. Erst im Ziel sah ich
Ralf dann wieder, als er ein paar Minuten nach mir reinkam. Ich meldete
mich erst einmal ab und stellte mich dann für die Radwäsche an. Danach
sorgte ich für mein leibliches Wohl mit einem Käsebrötchen und Kaffee.
Während ich mein Brötchen vertilgte kamen auch Harald und Jupp rein. Wir
quatschen noch eine Weile. Ein Paar welches ich auch in Groenlo traf
setzte sich zu uns. Ein paar andere bekannte Gesichter wie Jörg und
Klaus sah ich auch noch. Norbert Adam hatte die Runde anscheinend auch
gut überstanden. Und noch viele Teilnehmer die ich kannte, aber deren
Namen mir gerade nicht einfiel.

Ca. 300 Höhenmeter auf 49 km schaffte ich mit einem Schnitt von knapp
21 km/h. Das war für mich auf dem MTB schon ziemlich schnell. Dort
komme ich eigentlich selten über 18 km/h im Schnitt. Aber irgendwie war
es ein guter Tag für mich und ich fühlte mich ziemlich fit. Das Wetter
war für die WWBT typisch: viel Matsch und Regen.
lg Jennifer


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Samstag, 12. Januar 2019, 21:30

2. Nordtour CTF von Dortmund-Nord






12.01.2018



Auch wenn wieder Regen vorhergesagt wurde, fuhr ich Samstag Morgen zur 2. geführten CTF von Dortmund-Nord im Januar.





Um 9 Uhr fuhr ich mit meinem 1990er Gazelle Formula Cross zu Hause
los. Die Schutzbleche waren nur provisorisch, damit ich wenigstens nicht
ganz so Schlamm bedeckt sein würde. Geholfen hat es nur bedingt.





Kurz nach 10 Uhr ging es auf der Münsterstraße los. Treffpunkt war
wieder Zweirad Noll. Da wir nur 9 Teilnehmer/innen waren, gab es nur
eine Gruppe. Das war also wieder nichts mit der langsamen Gruppe. Mit
dem Crosser konnte ich dem Tempo dieses Mal aber etwas besser folgen.
Wir fuhren Richtung Norden und östlich vom Hafen ein Stück durch den
Fredenbaumpark.





Hinter dem Park fuhren wir dann über den Dortmund-Ems-Kanal. Von der
Brücke aus hatte man Blick auf die Ruderclubs, unter anderem den
Hansa-Club. Nun ging es vorbei an Deusen zur Emscher rüber. Dort folgten
wir eine Weile dem Emscherweg. In Mengede verließen wir die Emscher und
fuhren durch ein paar Waldgebiete bis Ickern.





Dann wechselten wir wieder zum Dortmund-Ems-Kanal und folgten ihm bis kurz vor den Schleusenpark Waltrop.



Ein Teil der Strecke kannte ich bereits von der CTF in Waltrop.





Bei Datteln erreichten wir dann den Datteln-Hamm-Kanal, den wir bis
hinter Waltrop entlang fuhren. Eine Treppenbrücke musste auch noch
überquert werden, was mit dem Crosser auf der Schulter für mich recht
einfach war.





Hinter Waltrop ging es dann weiter nach Brambauer. Ein Stück hinter
Brambauer verloren wir dann einen Teil der Gruppe. In dem Teil waren
leider auch die Tourguides. So warteten wir vergeblich und mussten dann
einsehen das die irgendwo abgebogen waren. Jetzt fuhren wir zu fünft auf
eigene Faust weiter.





Die Gazelle schlug sich auf den Wald und Kanalpfaden wirklich gut.
Selbst im Schlamm und auf nassem Gras boten die Crossreifen einen guten
Grip. Das Rad machte richtig Spaß.





Das Tempo zog jetzt merklich an und ein Fahrer hatte Mühe zu folgen.
Ich ließ mich zurück fallen damit er nicht alleine fuhr. Es ging wieder
ein Stück am Kanal entlang und dann Richtung Eving und durch Alt-Eving
durch. In Eving trennte sich der Fahrer von uns und fuhr an der
Hauptstraße entlang, während wir ruhigere Parallelstraßen fuhren. Ich
musste mich jetzt schon ranhalten um mit den Jungs noch mithalten zu
können. Die Strecke war auch deutlich länger als vorher angekündigt.
Aber irgendwie schaffte ich es dran zu bleiben. Nach 53 km erreichten
wir dann gegen 13:30 Uhr die Münsterstraße. Hier gab es noch einen Snack
und etwas zu trinken. Dann machte ich mich auf den Weg nach Hause. Um
14:15 Uhr kam ich nach insgesamt 66 km zu Hause an. Ich reinigte das
Rad, zog mich um und schraubte noch etwas für den nächsten Tag. Die
Gazelle bekam Shimano XTR-Pedale, und ich verlegte den Zug für den
Umwerfer neu, da es sich etwas ungenau schalten ließ. Dann noch Kette
ölen und ich konnte mich um mein leibliches Wohl kümmern. Sonntag soll
es dann zum 2. Lauf der WWBT nach Werne gehen. Natürlich wieder mit der
Gazelle.
lg Jennifer


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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sonne_Wolken« (12. Januar 2019, 21:44)


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Sonntag, 13. Januar 2019, 20:14

2. Lauf zur WWBT in Werne









13.01.2019

Heute fand der 2. Lauf zur Westfalen Winter Bike Trophy in Werne
statt. Trotz regenreichem Wetter war ich wieder am Start. Geplant hatte
ich die 53 km Strecke zu fahren.



Mit dabei hatte ich mein Gazelle Formula Cross. Am Start traf ich unter anderem Harald und Ralf.





Für das Wetter waren einige Biker/innen angereist. Neben vielen Mountainbikes gab es einige Trekkingräder und natürlich Crosser.





Gegen 10 Uhr versammelte sich schon eine größere Menge am Start. Ich fuhr hinter der ersten Welle los.





Nach kurzer Zeit merkte ich bereits das es nicht ganz so gut lief.
Meine Muskeln wollten bei dem Wetter nicht so richtig warm werden. Die
Strecke führte in einem Bogen zunächst nach Norden. Durch den vielen
Regen war der Boden teilweise sehr durchgeweicht. Auf einigermaßen
festem Untergrund war ich trotzdem noch relativ flott unterwegs, aber im
tiefen Schlamm fehlte mir trotz guter Traktion der Reifen ein wenig die
Kraft. Irgendwann überholte mich dann Ralf, der deutlich besser klar
kam.





In einem Waldgebiet vor Südkirchen kam dann Harald mit einer ganzen
Gruppe an mir vorbei. Ich war überrascht, weil ich dachte das die
bereits vor mir waren. Aber das war der Expresszug auf den ich gewartet
hatte. Ich hängte mich hinten dran. Gerade als ich vorne aufs große
Blatt schaltete, merkte ich wie die Kette irgendwie am Umwerfer hängen
blieb. Bevor ich reagieren konnte, riss die Kette und ich trat ans
Leere. Mein Zug war weg und ich rollte an den Rand des Weges. Mist!
Leise vor mich hinfluchend lehnte ich das Rad an und machte mich an die
Arbeit. Zum Glück hatte ich einen Kettennieter dabei. Ich trennte das
kaputte Stück aus der Kette und vernietete diese mit einem gebrauchten
Bolzen. Das hatte ich schon mal gemacht und hielt für gewöhnlich ganz
gut.





Ich fuhr weiter, aber keine zwei Kilometer später riss die Kette beim
schalten vorne erneut. Dieses Mal konnte ich neben einem liegenden
Baumstamm halten. Ich kürzte die Kette erneut, demontierte dieses Mal
aber auch den Umwerfer vorne. Dann legte ich die Kette auf das mittlere
38er Kettenblatt. Hinten konnte ich noch eingeschränkt schalten. Nur
nicht aufs 32er Ritzel, da dafür die Kette mittlerweile zu kurz war. Ich
veränderte hinten den Anschlag des Schaltwerks, damit ich nicht doch
aus Versehen…. Noch einen Kettenriss konnte ich mir nicht leisten, dann
wäre endgültig Feierabend. Vorsichtig fuhr ich weiter. Da ich mich
anfangs nicht traute die Kette im Wiegetritt zu belasten, schob ich den
steilen Anstieg zur Kontrolle nach Langern lieber hoch. Ich holte mir
nur den Stempel, obwohl die Kontrolle wirklich eine tolle Atmosphäre
bot. Natürlich war klar das ich die 53er Schleife nicht mehr fahren
konnte. Das Risiko war zu groß, zumal da einige Anstiege warteten.





So bog ich nach der Kontrolle auf die 32 km Strecke ab. Schade, aber
das war einfach vernünftiger. Auch hier gab es reichlich Schlamm und
Wasser.





Hatten die Bauern im Sommer und Herbst noch Probleme, das die Felder austrockneten, wurden sie jetzt regelrecht überschwemmt.





Da ich anfangs etwas verhalten fuhr, zogen so einige Gruppen an mir
vorbei. Nach ein paar Kilometern kam dann aber die Erkenntnis das die
Kette halten würde. Als dann ein paar schnelle Fahrer aus meinem Verein
bergauf doch recht langsam an mir vorbeizogen, gab ich wieder mehr Gas.
Erst wollte ich mich dran hängen, aber dann war mir das Tempo sogar zu
langsam. Das hatte ich bei mir im Verein noch nie. Also gab ich Gas und
zog wieder vorbei. Bis ins Ziel wurde meine Fahrweise dann wieder
gewohnt flott. Die Kette hielt durch. An den restlichen Steigungen fuhr
ich sogar im Wiegetritt.





So kam ich nach 32 km ziemlich dreckig und nass, aber wohlbehalten
ins Ziel. Ich stellte mich sofort bei den Kärcherboys an und ließ mich
und die Gazelle wieder in einen vorzeigbaren Zustand versetzen. Vielen
Dank für den tollen Service. Von den Bekannten war noch Niemand im Ziel.
Die waren noch auf der langen Strecke unterwegs.





Knapp 450 Starter/innen waren auf der toll organisierten CTF
unterwegs. Das war für das Wetter kein schlechter Wert. Bei Trockenheit
wären es aber deutlich mehr gewesen.

Ich meldete mich ab und holte mir wenigstens noch die zwei Punkte für
die Wertungskarte. Dann zog ich mir auf der Damentoilette trockene und
warme Kleidung an. Danach gab es Käsebrötchen und Kaffee. Kurz darauf
traf Ralf ein. Dann kamen meine Vereinskollegen. Wie ich erfuhr hatten
die Probleme mit ihren mechanischen Scheibenbremsen. Die Beläge stellten
sich nicht nach und nach einiger Zeit hatten die Scheiben kaum noch
Bremswirkung. Da lobe ich mir doch die alten Cantileverbremsen an meinem
Crosser. Die funktionierten auch bei dem Wetter zuverlässig. Es wurde
noch viel gequatscht, bis Harald und die Gruppe reinkamen. Die hatten
natürlich nichts von meinem Kettenriss mitbekommen. Ich gönnte mir einen
zweiten Kaffee und ein Stück Kuchen. Für die Anderen gab es
Erbsensuppe. Gegen 14 Uhr verabschiedeten wir uns und ich fuhr nach
Hause. Die Gazelle braucht jetzt auf jeden Fall dringend eine
Überholung. Ich überlege vorne auf die Schaltung zu verzichten und nur
ein Kettenblatt zu montieren. Das war früher bei Crossern durchaus
üblich. Mal sehen. Nächsten Sonntag darf dann in Dortmund eines der
Mountainbikes zum Einsatz kommen.
lg Jennifer


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Montag, 14. Januar 2019, 09:22

Du hast aber im Moment mit Ketten eine Strähne, oder?!
Mein Nervenkostüm wäre bei sowas ein wenig strapaziert.... ;(
Ich fahre nur bei schönem Wetter...in Europa also gar nicht :pardon:

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Montag, 14. Januar 2019, 09:29

Du hast aber im Moment mit Ketten eine Strähne, oder?!
Mein Nervenkostüm wäre bei sowas ein wenig strapaziert.... ;(
Scheint wirklich so. Aber hilft ja nichts. Ich bin bei sowas ganz pragmatisch. Hauptsache ich komme irgendwie weiter. Muss jetzt mal sehen wie ich die Probleme mit der Schaltung vorne dauerhaft behebe. Brauche wahrscheinlich einen anderen Umwerfer. Werde mich mal im MTB-Bereich umschauen. :search:
lg Jennifer


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Dienstag, 15. Januar 2019, 00:21

Wie ich erfuhr hatten
die Probleme mit ihren mechanischen Scheibenbremsen. Die Beläge stellten
sich nicht nach und nach einiger Zeit hatten die Scheiben kaum noch
Bremswirkung.
Hm, ich hatte ja noch keine mechanische Scheibenbremse, aber ist das nicht wie bei jeder anderen mechanischen Bremse auch, dass man die schon selbst nachstellen muss? Letztlich dann auch nix anderes als bei Felgenbremsen…

Glückwunsch jedenfalls zur Kettenbastelei. Konntest du erkennen, ob Riss Nummer 2 am "gebrauchten" Bolzen auftrat?

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411

Dienstag, 15. Januar 2019, 09:01

Wie ich erfuhr hatten
die Probleme mit ihren mechanischen Scheibenbremsen. Die Beläge stellten
sich nicht nach und nach einiger Zeit hatten die Scheiben kaum noch
Bremswirkung.
Hm, ich hatte ja noch keine mechanische Scheibenbremse, aber ist das nicht wie bei jeder anderen mechanischen Bremse auch, dass man die schon selbst nachstellen muss? Letztlich dann auch nix anderes als bei Felgenbremsen…

Glückwunsch jedenfalls zur Kettenbastelei. Konntest du erkennen, ob Riss Nummer 2 am "gebrauchten" Bolzen auftrat?
Ich habe vermutet das es der gebrauchte Bolzen war. Ist halt nicht ganz so stabil wie ein neuer Bolzen. Aber Ursache war wieder ein Rückstau der Kette beim schalten.
lg Jennifer


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Sonntag, 20. Januar 2019, 22:55

Nordwärts - Die 5-Halden-Tour










19.01.2018



Am dritten Samstag im Januar hatte Dortmund-Nord wieder zu einer
geführten CTF geladen. Zu neunt starteten wir auf der Münsterstraße. Zu
meiner Überraschung war Ralf extra aus Gelsenkirchen angereist. Das
Wetter war mit Temperaturen etwas unter 0 Grad kalt, aber sonnig und
trocken. Das was vor einer Woche noch Matsch war, war nun gefroren.





Ich fuhr wieder mit meinem Gazelle Formula Cross. Die Probleme vom
Sonntag davor waren behoben. Ich hatte Innenlager, Kurbel (eine alte
7-fach Shimano Deore DX) und Umwerfer (ein aktueller 9-fach MTB
Umwerfer) ausgetauscht und eine neue 10-fach Kette (Connex) montiert. Es
gab mit der Konstellation keinerlei Probleme beim Schalten mehr.





Nach Norden ging es aus der Stadt raus und durchs Burgholz. An den
Teichen vorbei erreichten wir Eving. Nach ca. 10 km teilten wir uns in
zwei Gruppen auf. Die schnelle Gruppe, der ich mich anschloss, bestand
aus 6 Leuten, die langsamere Gruppe fuhr zu dritt eine etwas andere
Strecke. Wir sollten uns aber später noch einmal treffen.





An zwei Bahnlinien entlang erreichten wir Lanstrop. Das Lanstroper Ei
(ein eiförmiger Wasserturm aus Stahl) war schon von weitem zu sehen. Am
Ei vorbei kamen wir zur Roten Fuhr (ein alter Wetterschacht).





Unsere erste Halde an dem Tag war die Grevel Alm. Es gab so einige
Höhenmeter zu erklimmen, aber von oben hatte man einen tollen Ausblick
auf die Umgebung.





Nach dem überqueren der A2 kletterten wir auf die Preussenhalde
Lünen. Eine besonders vereiste Strecke schoben die Meisten aber
sicherheitshalber. Wir hatten keine Lust auf einen Sturz, der vielleicht
vorzeitig die Saison beenden konnte. Am nächsten Tag sollte es in der
WWBT genau entgegen unserer Fahrtrichtung gehen. So trafen wir auch die
Ausschilderer von Kurbel-Dortmund unterwegs.





Nach der Halde fuhren wir Richtung Datteln-Hamm-Kanal.





Dem Kanal folgten wir eine Weile Richtung Waltrop bis hinter Lippholthausen.





Dann ging es die Halde Tockhausen bei Brambauer hinauf. Der Weg war
teilweise so steil das ich schieben musste und selbst das war sehr
mühselig. Mit dem Crosser bekam ich einfach das Vorderrad nicht mehr auf
den Boden. Da wäre ein MTB sicher von Vorteil gewesen. Nach fast 30 km
und bereits etlichen Höhenmetern ließen meine Kräfte auch langsam nach.





Bei der Abfahrt tauchte dann dieses Ufo auf. In Wirklichkeit war das
Objekt vom Designer Luigi Colani designed und Mitte der 90er Jahre auf
den stillgelegten Förderturm der Zeche Minister Achenbach in Brambauer
gesetzt worden. Schnell prägte der Volksmund den Namen Ufo. Warum dürfte
gut erkennbar sein.





Hinter Brambauer fuhren wir dann auf die Halden Achenbach 1 und 2
hinauf. Noch einmal kamen einige Höhenmeter zusammen. Erst ab dem
Windrad ging es wieder bergab.





Also noch einmal alle Kräfte mobilisiert und den steilen Schotterweg
hinauf gefahren. Jetzt war ich richtig platt. So platt das mich selbst
die Ankündigung einer weiteren Halde fast nicht mehr schocken konnte.





Die Halde Groppenbruch gegenüber dem Gewerbegebiet Königsheide war
erst vor ein paar Monaten für die Öffentlichkeit frei gegeben worden.
Entsprechend spärlich war noch die Bepflanzung. Dafür war die Aussicht
ganz gut. Nach der Abfahrt ging es ein Stück an der A2 entlang nach
Osten. Dann bogen wir nach Süden ab und durchquerten das Grävingholz in
Eving.





Wir überquerten mal wieder den Dortmund-Ems-Kanal auf Höhe der
Ruderclubs. Hinter diesen ging es dann durch den Wald. Bald erreichten
wir den Fredenbaumpark. Von hier war es nicht mehr weit zur
Münsterstraße. Nach 53 km kamen wir dort an und wurden mit heißem Punsch
und Christstollen bewirtet. Nachdem ich mich erholt hatte machte ich
mich auf den Heimweg. Nach insgesamt 67 km kam ich Nachmittags in Hörde
an.
lg Jennifer


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Dienstag, 22. Januar 2019, 10:01

Ein schöner Bericht. Irgendwann muss ich mir die Ecke mal anschauen. Meine Familie stammt ja daher.

Ich bin zwar gebürtiger Wittener, kenne den Ruhrpott aber so gut wie gar nicht.

Zitat

Nach insgesamt 67 km kam ich Nachmittags in Hörde
an.


Ein geflügeltes Wort bei uns war/ist beim Kartenspielen: "In Hörde, auf dem alten Markt, da hat sich mal einer tot gemischt ...". 8)

So eine CTF/RTF was auch immer würde mich auch mal reizen. Alleine traue ich mich allerdings nicht. Leider mangelt es in meiner unmittelbaren Umgebung an Interesse.

So lese ich hier gerne weiterhin mit.
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414

Dienstag, 22. Januar 2019, 23:25

Ein schöner Bericht. Irgendwann muss ich mir die Ecke mal anschauen. Meine Familie stammt ja daher.

Ich bin zwar gebürtiger Wittener, kenne den Ruhrpott aber so gut wie gar nicht.

Zitat

Nach insgesamt 67 km kam ich Nachmittags in Hörde
an.


Ein geflügeltes Wort bei uns war/ist beim Kartenspielen: "In Hörde, auf dem alten Markt, da hat sich mal einer tot gemischt ...". 8)

So eine CTF/RTF was auch immer würde mich auch mal reizen. Alleine traue ich mich allerdings nicht. Leider mangelt es in meiner unmittelbaren Umgebung an Interesse.

So lese ich hier gerne weiterhin mit.

Bestimmt an der schlanken Mathilde. Die Knochen sollen noch unterm Pflaster liegen. :D

Alleine bist Du weder bei einer RTF noch einer CTF. In der Regel sind da bei uns einige hundert Leute unterwegs. Da findet man auch meistens Anschluß, wenn man möchte.
lg Jennifer


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Mittwoch, 23. Januar 2019, 10:17

3. Lauf zur WWBT in Dortmund-Brackel









20.01.2019

Am Sonntag fand bei Sonnenschein und leichten Minustemperaturen der
3. Lauf zur Westfalen Winter Bike Trophy in Brackel, einem Stadteil von
Dortmund statt. Ausrichter war Kurbel Dortmund.





Von Hörde aus fuhr ich mit meinem roten Gazelle Formula Cross die 10 km zum Startort.





Dort war schon einiges los. Ich quatschte noch mit Ralf, Harald und Harald, bevor es zum Start ging.





Gegen 10 Uhr wurde der Start frei gegeben. Ich holte mir den
Startstempel und fuhr dann hinter dem ersten großen Pulk mit den beiden
Haralds los.





Da mir die Beiden zu schnell waren (irgendwie saß mir die Fahrt vom
Samstag noch in den Knochen und Muskeln), ließ ich abreißen und fuhr
alleine mein Tempo. Auf einem Feldweg hatte ich dann noch eine
gefährliche Situation als ein ungeduldiger Fahrer sich links (wo gar
kein Platz war) vorbei drängte und mich dabei fast zu Fall brachte. Das
war doch kein Rennen. Das kapierte anscheinend nicht Jeder. Zum Glück
blieb es das einzige Erlebnis dieser Art. Mit den schmalen Crossreifen
musste ich genau schauen wo ich hinfuhr. Die gefroreren Wege waren nicht
nur glatt, sondern auch sehr holprig. Da boten die schmalen 28er Reifen
wenig Dämpfung. Die Strecke führte nach Norden, westlich an Scharnhorst
vorbei.





Am Anfang war die Strecke noch schön flach. Viele Feldwege und ab und zu ein wenig Asphalt erwarteten uns.





Nach ca. 16 km erreichten wir die erste Kontrolle bei Derne. Hier
traf ich Ralf und die beiden Haralds wieder. Da die Schlange an den
heißen Getränken sehr groß war, aß ich nur etwas und versorgte mich mit
Wasser aus meinem Trinkrucksack. Nachdem ich mir den Stempel geholt
hatte, fuhr ich alleine weiter. Die Anderen waren schon weg.





Wenige Kilometer später erreichte ich die Preußenhalde in Lünen-Süd.
Hier ging es ein Stück bergauf und dann auf Asphalt wieder hinunter.





Nach einem kurzen Stück Straße fuhren wir durch den Südpark in Lünen.
Trotz der Kälte war es in der Sonne ganz angenehm. Aber ich hatte auch
entsprechend viele Schichten Kleidung an.





Zurück auf Dortmunder Gebiet kam der Anstieg zur Greveler Alm. Um
meinen Puls nicht zu hoch zu treiben kurbelte ich locker den Anstieg
hoch und war froh das ich an meinem Crosser eine MTB-Kurbel montiert
hatte. Das 28er Kettenblatt kam an den steileren Anstiegen zum Einsatz.





An dem Aussichtspunkt oben machte ich eine kurze Fotopause. Die
anschließende Abfahrt absolvierte ich wegen einiger glatter Stellen eher
vorsichtig. Bloss nichts riskieren. Mit meinem Gazelle war ich wieder
sehr zufrieden. Nach der Abfahrt kamen wir am Lanstroper See vorbei.
Hier traf ich einen Crossfahrer mit Problemen an der hydraulischen
Bremse. Er hatte nur noch wenig Bremswirkung. Das ließ sich vor Ort
nicht beheben. Er wollte vorsichtig weiter fahren. Ich hoffe er kam gut
ins Ziel.





Nach ca. 30 km erreichte ich die zweite Kontrolle auf einem Bauernhof
in Lanstrop. Dort traf ich die beiden Haralds wieder. Diese fuhren aber
vor mir weiter. Ich machte erst einmal eine kleine Pause und stellte
mich in die Schlange für eine heiße Brühe. Die tat richtig gut. Dazu gab
es noch Schnittchen mit Marmelade und Frischkäse und salzige Cräcker.
Ich fühlte mich gut versorgt.





Die Stimmung an der Kontrolle war sehr gut. Die Schnellen waren schon
durch und wir hatten es nicht so eilig. Ich traf noch einen der
Auschilderer vom Vortag. Er musste schon wieder einige geklaute
Richtungspfeile ersetzen. Auch so ein Phänomen unserer Zeit. Bis zum
Ziel waren es jetzt noch 24 km. Da lag noch einiges vor mir. Gut
gestärkt machte ich mich auf den Weg. An der Streckenteilung wählte ich
die 54er Strecke. Den Track für die 74er hatte ich erst gar nicht aufs
Navi geladen. Man musste ja nicht übertreiben. Für mich stand der Spaß
an der Strecke und am fahren im Vordergrund.





Nach Lanstrop ging es durch den Kurler Busch. Hier rollte es sehr gut
über trockene Waldwege. Ab und zu überholte mich eine Gruppe, oder ich
schloss auf langsamere Fahrer/innen auf. Insgesamt war es eine sehr
entspannte Fahrt ohne Streß. Vor Wasserkurl führte die Route dann wieder
Richtung Norden. Im Wickeder Ostholz fuhren wir mit über 160 müNN über
den höchsten Punkt der Tour und erreichten Dortmund-Wickede.





Nun nahmen wir Kurs auf den Dortmunder Flughafen. Hier ging es noch
einmal ordentlich bergauf. Normalerweise hatte man hier starken
Gegenwind. Doch an diesem sonnigen Sonntag war es windstill. So sehr
habe ich die bergauf Kurbelei noch nie genossen. Einfach perfekt.





Auch den Anderen schien die Fahrt hier richtig Spaß zu machen. Über
einen sehr holprigen Feldweg ging es dann wieder bergab nach Neuasseln.
Hier war höchste Konzentration gefordert, da auch einige Spaziergänger,
teilweise mit Hunden, unterwegs waren. Mit mäßiger Geschwindigkeit
manövrierte ich vorsichtig um alle Hindernisse herum.





Entlang der Bahntrasse ging es dann bis kurz vor Asseln. Hier machten
wir einen Schlenker Richtung Nord-Ost und erreichten nach 54 km und gut
500 Höhenmetern das Ziel in Brackel. Gut 800 Teilnehmer waren auf der
Strecke, wie ich bei der Abmeldung erfuhr. Ich versorgte mich mit Kaffee
und Apfelkuchen und setzte mich zu den beiden Haralds an den Tisch.
Dort saß auch noch ein Ehepaar das ich von diversen Veranstaltungen
kannte, aber deren Namen mir einfach nicht einfällt. Als ich schon fast
auf dem Rückweg war traf ich noch Grunzi vom MTB-Forum. Wir quatschten
kurz, dann kam auch Ralf von der 74er Strecke zurück. Auf dem Hof fiel
mir dann auch noch ein alter Trek 750 Crosser auf. Ich war also nicht
als Einzige auf alten Stahlrahmen unterwegs. Dann machte ich mich auf
den Heimweg. Am Nachmittag traf ich nach 74 km wieder in Hörde ein.
lg Jennifer


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Montag, 28. Januar 2019, 22:04

4. geführte CTF von Dortmund-Nord






26.01.2019

Am letzten Samstag im Januar fand die vierte und letzte geführte CTF
von Dortmund-Nord statt. Natürlich war ich wieder dabei. Bei leichtem
Nieselregen und 6 Grad machte ich mich um kurz nach 9 Uhr mit meinem
roten Gazelle Crosser auf den Weg in die Nordstadt. Dort war wieder bei
Radsport Noll um 10 Uhr Start. Leider waren wir dieses Mal nur zu dritt.
Unser Tourguide fragte uns ob wir mit einer 32 km CTF zufrieden wären.
Angesichts des Wetters kam nur Zustimmung.





Wir fuhren aus der Nordstadt raus Richtung Hafen und erreichten den
Fredenbaumpark. Wir durchquerten den Park und erreichten die Emscher.





An der Emscher entlang erreichten wir den Deusenberg, eine ehemalige
Müllhalde an der Kokerei Hansa. Jetzt hieß es den Anstieg hinauf
kurbeln. Ich konnte mit den beiden Anderen nicht ganz mithalten und fuhr
mein Tempo. Es war ein wenig diesig.





Oben sahen wir dann die MTB-Geländestrecke die dort gebaut worden war. Zum Glück musste ich da mit meinem Crosser nicht drüber.





Wir fuhren den Feldweg über die Kuppe. Hier oben war es ganz schön
nebelig. Ich wähnte mich in meiner Phantasie in den schottischen
Highlands. Doch wir waren mitten im Ruhrgebiet.





Die Kokerei Hansa wirkte im Nebel ganz schön gespenstisch. Wir fuhren wieder von der Halde ab.





Am Bahnhof Mooskamp bei Nette kamen wir am Nahverkehrsmuseum vorbei.
Die Straßenbahn dort war auch schon ein Klassiker. Die fuhren noch
mindestens bis in meiner Jugendzeit rum.





Hinter Obernette ging es dann auf einem etwas matschigen Weg entlang
der Bahnstrecke weiter. Beim Durchqueren dieser riesigen Pfütze erlebten
wir dann eine unangenehme Überraschung. Der Grund der Pfütze war eine
einzige Eisplatte. Zuerst lag unser Tourguide im Wasser und eine Sekunde
später der Rest unserer kleinen Gruppe. Leider hatte ich gerade meine
Kamera in der Hand, da ich eigentlich ein Foto von der Durchquerung der
Pfütze machen wollte. Leider drang Wasser ins Objektiv und obwohl die
Elektronik noch funktionierte, sahen die Bilder jetzt etwas wässrig aus.
Das ärgerte mich am Meisten. Mit den nassen Klamotten konnte ich
irgendwie noch leben, aber das meine treue Begleiterin seit über 10
Jahren auf allen meinen Touren mich jetzt verließ schmerzte doch sehr.
Ich war nicht nur bei meinen Rädern sehr Oldschool. Ich brauchte eine
Weile um den Schock des Sturzes zu verarbeiten. Mir selber passierte
nicht viel, lediglich leichte Prellungen an der linken Hüfte und dem
Knie und ganz leichte Schürfwunden. Zum Glück bluteten die nicht mal,
sonst hätte es unangnehm werden können. Die Gazelle hatte den Sturz zum Glück auch schadlos überstanden. Trotzdem fuhr ich zunächst
ziemlich lahm und ängstlich weiter. Die Anderen mussten immer wieder auf
mich warten.

Für Schloss Westhuisen hatte ich dann auch kaum einen Blick, obwohl
ich versuchte ein Foto zu machen. Aber da war nichts zu erkennen.





Wir erreichten Bodelschwingh und fuhren weiter zum gleichnamigen
Wasserschloss. Der letzte Versuch ein Foto zu machen, zeigte ein eher
bescheidenes Ergebnis. Zu meinem Leid hatte auch mein Handy seinen Geist
aufgegeben. Ohne Fotoapparat fühlte ich mich unvollständig. Keine Fotos
mehr auf der Tour. Meine Stimmung war echt am Tiefpunkt. Nach dem
Überqueren der A45 fuhren wir durch den Bodelschwingher Wald. Nach
Frohlinde kamen wir zur Zeche Zollern in Bövinghausen. Die Häuser der
alten Zechensiedlung stehen noch immer und die Zeche selber ist ein
Museum. Wir hielten uns nicht auf und fuhren weiter zum Haus Dellwig.
Eines der schönen Dortmunder Wasserschlösser. Nach einer Runde über den
Schlosshof ging es weiter nach Huckarde. Den Revierpark Wischlingen
ließen wir rechts liegen und fuhren am Hafen vorbei zurück in die
Nordstadt. Nach knapp 33 km kamen wir auf der Münsterstraße an. Hier gab
es heiße Getränke und Kekse. Trotz des Regens hob sich meine Laune
wieder und ich brach auf um mich zu Hause umzuziehen. Nach 48 km
erreichte ich Hörde. Trockene und saubere Sachen machten mich wieder
zufriedenener. Der Regen hatte aufgehört und ich schwang mich auf mein
Rose Reise-MTB um mir eine neue Kamera zu besorgen. Am nächsten Tag war
ja der 4. Lauf zur WWBT und da konnte ich doch schlecht ohne Fotos
zurück kommen. Ich kaufte mir eine einfache Dikitalkamera von Canon und
legte die gewässerte Fuji in Reis ein. Vielleicht konnte man sie ja doch
noch retten.



Edit: In der Tat funktioniert die Fuji im Prinzip wieder. Allerdings
kann man sie nicht mehr normal ein und ausschalten. Das geht nur noch
über das raus nehmen und einlegen des Akkus. Und das ist auf Touren doch
etwas unpraktisch. Mal sehen wie lange die frisch erworbene Canon Ixus
hält.
lg Jennifer


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Dienstag, 29. Januar 2019, 09:52

4. Lauf zur WWBT in Waltrop








27.01.2019

Der vierte Lauf zur Westfalen Winter Bike Trophy startete bei 6 Grad
und gerade mal trockenem Wetter um 10 Uhr in Waltrop. Ich fuhr wieder
mit meinem roten Crosser, da ich mich doch schon sehr an das Rad gewöhnt
hatte. Da es vorher ziemlich geregnet hatte, war die Strecke noch nass,
bzw. sehr matschig.





Nachdem der erste große Pulk weg war, fuhr ich auch los. So richtig
fit fühlte ich mich nicht. Der Samstag hing mir noch in den Knochen.
Aber zumindest regnete es beim Start nicht.





Nach kurzer Zeit führte uns die Route über matschige Feldwege. Ich
fluchte bereits leise vor mich hin. Irgendwie ging es in dem zähen
Schlamm einfach nicht vorwärts. Mir fehlte die Kraft. Dafür fiel es mir
leicht mal für ein paar Fotos anzuhalten. Schienen ja doch Einige auf
der Strecke unterwegs zu sein. Ich fragte mich aber warum ich nicht
gemütlich zu Hause vor dem Ofen saß.





Mit meinem geringen Anfangstempo gehörte ich eher zu den Langsamen, als wir auf das Kraftwerk Datteln zufuhren.





Dann kam in Hemmerde endlich wieder etwas Asphalt unter die Räder,
mein Metier. Meine Laune hob sich für den Moment und ich fuhr etwas
flotter.





Als wir den Dortmund-Ems-Kanal erreichten hob sich meine Laune noch
mehr. Wasser hatte meistens eine positive Wirkung auf mich. Da ahnte ich
auch noch nicht (bzw. ich hatte es verdrängt) was da noch auf mich
zukam.





Weiter ging es entlang des Kanals, zunächst noch auf einem schmalen
Asphaltstreifen. Doch bald wurde es wieder sehr matschig und vorbei war
es mit der flotten Fahrt. Ich merkte wie der Schlamm mir die Kraft aus
den Muskeln sog und hatte das Gefühl nicht mehr richtig voran zu kommen.
Ich versuchte mir die Kraft einzuteilen, denn es war noch eine
ordentliche Strecke vor mir. Hinter Waltrop ging es dann weg vom Kanal.
In einem Bogen fuhr ich am Rand von Waltrop entlang und erreichte nach
ca. 18 km die erste Kontrolle.





Ich stellte mein bereits verdrecktes Gazelle ab. Das Rad
funktionierte selbst im Schlamm absolut zuverlässig. Auch wenn der
Aufbau und die Suche der passenden Teile nicht einfach waren, hing ich
jetzt umso mehr an meinem roten Crosser.





An der Kontrolle war schon einiges los und ich stellte mich für eine
heiße Brühe an. Dazu gab es Schnittchen mit Marmelade und Käse, lecker.
Gut gestärkt ging es weiter. Meine Laune wurde wieder besser. Selbst als
es dann kurz nach der Kontrolle anfing zu regnen, tat das meiner
Stimmung keinen Abbruch. Zunächst nieselte es etwas, dann wurde leichter
Regen daraus. Dreckig war ich eh schon, wurde ich halt auch noch nass.
Was soll´s.





Kurz nach der Kontrolle wartete eine weitere Herausforderung auf
mich. Bei meiner letzten WWBT vor zwei Jahren musste ich den oberen Teil
des Anstiegs zur Halde Brockenscheidt an der Zeche Waltrop noch
schieben. Doch 2019 schaffte ich es, deutlich leichter als 2017, ohne
Probleme. Irgendwie hatte ich den Anstieg steiler in Erinnerung. Am Fuße
der Halde traf ich Daniel. Wir quatschten etwas und fuhren dann
gemeinsam weiter.



Als nächstes erreichten wir die Halde Brambauer. Hier wurde es so
steil das ich zu viel Schwung verlor und den Rest der Rampe schieben
musste. So konnte ich wenigstens mal Fotos machen. Einige schafften es
wirklich bis oben zu fahren. Alle Achtung!





Nachdem wir die Halde wieder verlassen hatten, kamen wir an den
Datteln-Hamm-Kanal. Hier wurde es wieder sehr matschig. Aber wenigstens
war ich mittlerweile warm gefahren. Geflucht habe ich trotzdem. Am Kanal
entlang erreichten wir wieder Datteln und gingen dann in der Nähe des
Zielortes auf die zweite Schleife, dieses Mal Richtung Norden. Dort
stießen wir wieder auf den Dortmund-Ems-Kanal und folgten ihm ein Stück
nach Norden. Kurz vor Olfen fuhren wir dann eine Schleife Richtung Süden
und folgten der Alten Fahrt, die parallel zu dem neuen Teil des Kanals
verlief.





Nach ca. 44 km erreichten wir die zweite Kontrolle auf einem
Bauernhof. Wir verpflegten uns wieder gut. Die Stimmung war durchaus
positiv. Das galt auch für mich.





Mein Gazelle war so richtig schön dreckig. Aber so konnte man
wenigstens sehen das das Rad artgerecht bewegt wurde. Da Daniel sich
entschlossen hatte die 74er Strecke zu fahren, trennten sich unsere Wege
nach der Kontrolle. Ich fuhr auf der 56 km Strecke weiter. Es ging auf
einer alten Brücke über die Alte Fahrt wieder ins Landesinnere.





Dann kam eine sehr steile, sandige und schmale Auffahrt zum Deich des
Datteln-Hamm-Kanals. Ich sah mich eigentlich schon schieben, aber
versuchte es trotzdem. Mit letzter Kraft kam ich tatsächlich oben auf
dem Damm an. Ein paar Meter weiter an der Brücke machte ich eine kurze
Fotopause.





Nun folgte ich eine Weile dem Kanal und hielt das ein oder andere
Kanalmotiv fest. Die Kanäle bei uns im Ruhrgebiet sind mir einfach ans
Herz gewachsen. Vom Dortmund-Ems-Kanal bog ich dann wieder an dem
Datteln-Hamm-Kanal Richtung Waltrop ab. Kurz vor Waltrop ging es dann
noch mal über eine Brücke, vorbei an einem Bauernhof und dann in den
Schlussanstieg hoch zum Ziel in Waltrop. Nach knapp 57 km kam ich dort
an.





Mein erster Gang war zum Waschplatz um mein Gazelle wieder in einen
ordentlichen und sauberen Zustand zu versetzen. Nach der Wäsche strahlte
das Rot des Rahmens wieder richtig. Dann meldete ich mich ab und gönnte
mir noch etwas zu essen. Harald traf ich auch noch. Ralf hatte ich den
ganzen Tag nicht gesehen, aber er war wohl auch gestartet. Kurz bevor
ich nach Hause fuhr kam noch Daniel von der 74er Strecke zurück.
Insgesamt war es wieder eine gelungene Veranstaltung mit schöner Strecke
(für das Wetter konnte man ja nichts) und guter Verpflegung. Die
Ausschilderung war gut. Einmal gab es etwas Probleme, weil wohl Jemand
ein Schild verdreht hatte. Knapp 500 Teilnehmer waren bei dem Wetter
ganz ok.
lg Jennifer


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Dienstag, 12. Februar 2019, 23:09

Witten und die Nullnummer








03.02.2019



Am ersten Sonntag im Februar fand der 5. Lauf zur Westfalen Winter
Bike Trophy in Witten statt. Am Anfang der Woche hatte es noch
geschneit, doch ab Freitag stiegen die Temperaturen und Tauwetter setzte
ein. Für den Sonntag waren bis zu 6 Grad angesagt. Da zu Hause in
Dortmund-Hörde der Schnee schon verschwunden war, machte ich mich mit
meinem Gazelle Crosser auf den Weg. Hoch nach Wellinghofen und dann
weiter an der Bittermark vorbei zur Hagener Straße sah es noch sehr gut
aus.





Auf dem Weg zur Bahntrasse Rheinischer Esel, war es dann aber doch noch weiß, zumindest neben der Straße.





Aber so richtig Böses schwante mir erst bei der Auffahrt zum
Rheinischen Esel. Über Nacht war der angetaute Schnee wieder gefroren
und ich schlingerte mit der Gazelle wie ein alter Dampfer in schwerer
See. Ein Adrenalinstoß nach dem anderen jagte durch meinen Körper.
Entspanntes Fahren war unmöglich. Ich hatte definitiv das falsche Rad
dabei. Mit den schmalen Crossreifen mit Lamellen war auf dem glatten
Schnee kein Halten. Eine ganze Weile kroch ich schlingernd so dahin, bis
ich endlich ein Stück bekannte Straße neben der Trasse fand und dort
zunächst unbehelligt weiter fahren konnte.





Aber leider waren die Nebenstraßen auch noch glatt und ich musste
vorsichtig sein. So erreichte ich trotzdem früh den Startbereich, war
aber noch unschlüssig ob ich wirklich starten sollte. Während ich noch
mit mir rang, traf ich einige bekannte Gesichter. Die meisten wollten
auf die Strecke gehen. Ich beschloss mich auch anzumelden, aber
vorsichtig zu fahren. Leider gab es keine kurze Strecke.





Ich wartete ab, bis die ersten Pulks unterwegs waren. Der Schnee auf
dem Rheinischen Esel war jetzt so plattgewalzt, das es etwas besser
fahrbar war. Aber die MTBler schossen mit ihren breiten Stollenreifen
geradezu an mir vorbei, während ich immer noch vorsichtig fuhr.





Und so verlor ich Ralf, mit dem ich gestartet war aus den Augen. Als
es von der Trasse runter ging, freute ich mich schon, aber nach einem
kurzen bergauf Stück mussten wir auf vereister Fahrbahn steil bergab
fahren. Ich fuhr langsam, konnte aber einen drohenden Sturz nur dadurch
verhindern das ich gegen die Bordsteinkante fuhr. Das waren definitiv
nicht meine Bedingungen. Ich konnte mit anderen auf der Strecke nicht im
Mindesten mithalten.





Als die Strecke in den Wald führte, konnte ich in dem zerfurchten Schnee überhaupt keine Linie halten.





Ich zog die Konsequenzen und stieg ab und schob durch den Wald. So würde ich das Ziel bis 15 Uhr nie erreichen.





Bei dem Versuch wenigstens noch ein Foto von meiner Gazelle im Wald
zu machen, fiel mir auch noch die Kamera in den Schnee. So wirkte die
rote Gazelle etwas unscharf. Ich vergaß einfach den Schnee vom Objektiv
zu wischen. Das zeigte wie sehr ich bereits durch den Wind war.

Nach dem Wald gab es eine Umfahrung auf Straße. Aber nach kurzer Zeit
musste ich von der gut geräumten Straße runter und wieder über glatten
Schnee und Eis. Meine Nerven waren schon kompett zerüttet und die
Sturzangst war groß. Ich tat in der Situation das für mich einzig
Vernünftige. Ich brach nach ca. 10 km ab und fuhr über geräumte
Hauptstraßen zurück zum Ziel in Witten. Das war wie eine Befreiung. Mir
ging es schlagartig besser. Wie ich erfuhr waren 541 Teilnehmer/innen
auf die Strecke gegangen. Ich traf noch Fahrer von Dortmund-Nord, die
gerade von zu Hause ankamen und auch schon Stürze auf glatter Strecke
erlebt hatten. Ich meldete mich ab und fuhr ohne Punkte nach Hause. Eine
absolute Nullnummer für meine Wertungskarte. Das war mir aber völlig
egal. Dafür steuerte ich in Hörde noch eine offene Bäckerei an und
gönnte mir ein leckeres Körnerbrot. Ich brauchte Nervennahrung. Insgsamt
kam ich noch auf knapp 47 km mit Hin- und Rückfahrt. Wenigstens war ich
unterwegs gewesen. Die nächsten Läufe der WWBT würde ich dann
sicherheitshalber mit dem MTB mit groben Stollenreifen fahren.
lg Jennifer


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419

Montag, 18. Februar 2019, 12:10

Durch den Dortmunder Südwesten






09.02.2019



Am zweiten Samstag im Februar beschloss ich am frühen Nachmittag noch
eine Runde zu fahren und dann einen Krankenbesuch in der nahegelegenen
Reha-Klinik zu machen. Das Wetter war etwas wechselhaft und sehr windig.
Von Hörde fuhr ich zunächst hoch nach Wellinghofen und dann an Friedhof
und Freibad vorbei. Zunächst wollte ich Richtung Wannebachtal fahren,
entschied mich unterwegs aber anders.





Es ging zunächst aber noch weiter bergauf nach Wichlinghofen.





Dort stand auf einer Wiese ein Reiher oder so und wartete anscheinend
auf etwas zu futtern. Als ich mich näherte stakste er von mir weg,
obwohl ich ihm beteuerte nur ein Foto machen zu wollen. Zum Glück hatte
meine Kamera ein Telezoom-Objektiv. Ich passierte den Rand von
Wichlinghofen und überquerte die B 54. Nach einem Waldstück erreichte
ich Lucklemberg.





Ich fuhr weiter nach Hombruch. Hier tobte der typische
Samstags-Einkaufs-Verkehr. Ich suchte mir schnell eine kleine Straße
entlang der Bahntrasse um dem zu entkommen.





Dort fand ich dann auch Ruhe um ein Foto von meiner Chimäre zu
machen. Ursprünglich ein Mountainbike von Rose aus Bocholt, mutierte es
mit Rennlenker, Schutzblechen und Reiseradreifen zum Allround-Tourer.
Nach 19 Jahren fahre ich das Rad immer noch gerne.





Am Rande der Universität in Barop führte mich mein Weg Richtung Emscher.





Auf dem Feldweg erwischte mich eine Sturmböe dermaßen das ich gerade
noch beide Beine auf den Boden bekam, bevor ich ins Feld fiel. Aber
wenigstens war es bisher trocken geblieben. Der Feldweg war allerdings
durchaus matschig.





Ich kreuzte kurz drauf den Emscherweg und fuhr weiter zur
Schnettkerbrücke. Auf dem Weg stand ein Radfahrer mit Hund. Als der Hund
auf mich zukam, hielt ich sicherheitshalber an. Der Mann meinte das der
Hund nichts tun würde. Ich sagte ihm das ich keine Angst hatte, aber
natürlich den Hund nicht anfahren wollte. Das Ganze war aber recht
entspannt. Ich war eh nicht schnell unterwegs und hatte es ja nicht
eilig. An der B 1 sah ich dann den vielen Verkehr und musste erkennen
das der BVB gleich ein Spiel haben würde. Auf dem Radweg der
Wittekindstraße kamen mir dann auch jede Menge BVB-Fans entgegen. Aber
mit niedrigem Tempo war auch das kein Problem und man machte mir
rechtzeitig Platz. Ich durchquerte wieder Hombruch und fuhr dann
Richtung Rombergpark.





Ich erreichte den Weg der westlich am Park vorbei führte und mich zur Klinik bringen sollte.





Durch den Park selber durfte ich leider nicht mit dem Rad fahren.





So blieb mir nur der Blick durch das offene Tor des alten Parks. Als
ich mein Rad vor der Klinik abschloß, kam Alex schon mit Krücken
anspaziert. Wir setzten uns bei Kaffee und Kuchen in die modern
eingerichtete Kantine und vergaßen vor lauter Quatschen ganz die Zeit.
Als ich aufbrach war es draußen bereits dunkel. Zum Glück hatte ich
Batterieleuchten dabei. Über eine alte Industriebahntrasse erreichte ich
Phönix-West und war dann kurze Zeit später nach insgesamt nur knapp 30
km zu Hause. Aber Hauptsache unterwegs gewesen war hier die Devise.
lg Jennifer


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Montag, 18. Februar 2019, 22:49

6. Lauf zur WWBT am Möhnesee








10.02.2019

Am zweiten Sonntag im Februar regnete es mal wieder. Zum 6. Lauf der
Westfalen Winter Bike Trophy sollte es dieses Mal an den Möhnesee gehen.
Pünktlich vor dem Start traf ich ein. Um 10 Uhr sollte es los gehen.
Zur Sicherheit hatte ich dieses Mal mein GT Karakoram Mountainbike mit
den breiten Stollenreifen mitgebracht. Das sollte sich noch als gute
Idee heraus stellen.





Pünktlich zum Start in Günne blieb es dann von oben trocken. Ich
machte mich alleine auf den Weg. Nach kurzer Zeit ging es rechts bergauf
in die Felder.





Anfangs fuhren wir noch ein Stück auf nassem Asphalt. Doch dann wurde
es matschig, richtig fies matschig. Ich ließ es langsam angehen und
versuchte Kraft zu sparen. Bergauf zogen einige an mir vorbei.





Der Himmel drohte bereits mit dem nächsten Regen, als wir nach Niederense fuhren.





Nach der ersten Kontrolle bei Moosfelde ging es lange durch den Wald.
Kreuz und quer führte uns der Weg. Teilweise war es extrem matschig.
Manche Wege waren total aufgeweicht und dann noch von schweren
Waldmaschinen total zerfurcht worden. Gut das ich die dicken
Stollenreifen hatte. Mit meinem Crosser wäre es hier noch deutlich
schwieriger geworden.





Dann fand ich ein altes Fachwerkhaus mitten im Wald. Sah ein bisschen
wie ein Hexenhaus aus. Früher war hier mal die zweite Kontrolle. Doch
ich sah nur ein Hinweisschild mit einem Pfeil. Also ging es weiter.





Geradezu endlos wirkte der Weg durch den Wald. Neben dem Matsch
erwarteten uns einige teilweise ordentliche Steigungen. Längst hatte es
wieder angefangen zu regnen und hielt sich dran. Sagte ich schon das ich
Matsch gar nicht mag? Ich hasse Matsch. Ätzend. Warum fuhr ich
überhaupt unter solchen Bedingungen? Ich hatte keinen Bock mehr. Was
sehnte ich mich nach der Straßensaison. Solche Gedanken gingen mir durch
den Kopf, und einige Flüche über die Lippen.





Am Möhnesee angekommen, erwartete mich die Streckenteilung. Ausserdem
wurde mitgeteilt das die 2. Kontrolle ausfiel. Ein Helfer war krank
geworden. Ich fuhr rechts und freute mich auf den Asphalt unter den
Rädern, auch wenn dieser sehr nass war.





Der Möhnesee gab dann auch einen guten Hintergrund für mein treues GT
Karakoram ab. Es regnete in Strömen und die Nässe kroch langsam unter
die Regenklamotten. Nasse Füße hatte ich auch schon. Also ein Wetter
echt zum wohl fühlen.





Auf der Brücke über die Möhne wusste ich das es nur noch ein paar
Kilometer bis zur dritten Kontrolle sein konnte. Dort gab es sicher
etwas essbares und heiße Brühe.





Doch der Weg zur Kontrolle zog sich gefühlt immer länger. Direkt in
der Nähe der alten Kontrolle war man jetzt auf einem Bauernhof ein Stück
hinter dem Jagdschloss Sankt Meinolf im Wald. Hier gab es nicht nur den
letzten Stempel, sondern auch die ersehnte warme Brühe. Doch zu lange
durfte die Pause nicht sein. Die kalte Nässe kroch unangenehm durch die
Klamotten. Also fuhr ich wieder los. Zunächst entschied ich mich für die
kürzere Strecke mit mehr Höhenmeter. Aber während ich bergauf fuhr und
es wieder deutlich matschiger wurde, fragte ich mich ob nicht doch die
längere Strecke, schön flach auf Asphalt direkt am See entlang, die
bessere Wahl war. Also kehrte ich um.





Wenigstens hatte ich jetzt eine Strecke mit Seeblick und der Matsch
war auch vorbei. Ich nahm mir sogar noch Zeit für ein Foto am See.
Selbst bei dem Wetter war es hier schön.





Es ging um den halben See, auch vorbei an der Staumauer, die grau und
etwas trostlos im Regen stand. Dafür füllte sich der Wasserspeicher
wieder ordentlich. Nach dem heißen Sommer dringend notwendig. Es ging
noch etliche Kilometer weiter am See entlang, bis rechts eine kurze
Steigung ins Ziel kam. Endlich, nach 50 km hatte ich es geschafft. Ich
war dreckig, nass, kaputt und hungrig als ich mich abmeldete. Da zog mir
der Duft heißer Erbsensuppe in die Nase. Ich orderte eine Schüssel
(ohne Wurst) und setzte mich mit der dampfenden Suppe an einen Tisch.
Selten hat mir eine Suppe so gut geschmeckt. Dazu noch ein alkoholfreies
Radler und als Nachtisch ein Stück Kuchen und eine Tassee Kaffee. Das
Leben konnte so schön sein, trotz nasser und dreckiger Klamotten. 354
Teilnehmer waren immerhin trotz des Wetters unterwegs gewesen.

Nach der Essenspause machte ich mich auf den Weg zum Auto. Dort hatte
ich trockene und saubere Kleidung deponiert. Ich reinigte mich und mit
frischen Sachen fühlte ich mich schon wieder wohl. Nun ging es ab nach
Hause, wo ich endlich die Beine hochlegen konnte.
lg Jennifer


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