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Mittwoch, 14. September 2016, 20:44

Höhenkoller

den bekam ich bei der Adler Lüttringhausen RTF im Bergischen Land nicht gerade. Bei Höhen bis maximal 430 Meter über Meereshöhe blieb noch genug Sauerstoff zum Atmen. Und doch war die 110 km RTF mit 1500 Höhenmeter nicht gerade flach. Einige längere Steigungen und steile Rampen forderten bei Temperaturen bis 28 Grad schon eine gewisse Fitness. Ursprünglich wollte ich am Samstag die 150er Strecke mit 2400 Hm fahren, fühlte mich aber Morgens nicht so fit. Daher beschloss ich bald das die 110 km auch reichen würden. Entsprechend zäh war gerade der Anfang der Strecke. Da meine Saison bereits Anfang Januar mit der Westfalen Winter Bike Trophy begann, habe ich bereits meinen Leistungszenit überschritten. So beschloss ich keinen falschen sportlichen Ehrgeiz an den Tag zu legen, sondern gemütlich durch die Landschaft zu kurbeln.

Vom Start in Remscheid-Lennep ging es zunächst über kleine Straßen runter nach Beyenburg an der Wupper. Dann ein Stück an der Wupper entlang und in Dahlerau dann weg von der Wupper die erste längere Steigung bis auf knapp 400 Meter.


Mit ganz wenig Verkehr ging es immer weiter bergauf. Die Sonne schien von einem wolkenlosen Himmel. Hochsommer Mitte September.

Über Radevormwald ging es Richtung Hückeswagen.

Felder, Wiesen und Wälder boten Abwechslung auf der Strecke. Ich genoss die Strecke und machte mir keine Gedanken über die Geschwindigkeit.

Schließlich ging es bei ein paar Häusern rechts ab auf eine schmale Landstraße ohne Verkehr.

Nach einem kurzen bergauf Stück konnte ich es bergab durch den Wald rollen lassen. Der Schatten bot angenehme Abwechslung.
Dann ein kurzes Stück bergauf bis zur ersten Kontrolle nach ca. 30 km. Hier konnte ich endlich die leere Trinkflasche auffüllen.


Nun ging es mit welligem Profil zur Bevertalsperre. Viel Verkehr war nicht. Das empfand ich als sehr angenehm.


Schließlich erreichte ich die Staumauer der Bever. Die Talsperre ist ein beliebtes Naherholungsgebiet und schönes Segelrevier.

Nach der Staumauer folgte ich dem Ufer der Talsperre nach links, und es ging mehrere Kilometer immer wieder bergauf.


Nach einer schönen Strecke erreichte ich den höchsten Punkt der Tour in Halver.


Von Halver ging es weiter über Schalksmühle nach Dahlerbrück. Hier wartete nach 60 km die zweite Kontroll- und Verpflegungsstation.


Danach kam ein steileres langes Stück bis hinter Rummenohl.


Die lieblichen Bergischen Hügel täuschen. Es kann ganz schön steil werden.


Hinter Altenbreckerfeld rauschte die Straße hinab zur Ennepetalsperre. Nach Überquerung der Staumauer ging es entlang des Ufers.
Dann, nach einer schnellen Bergabpassage eine weit gezogene Kurve, die ich mit Tempo fuhrt, nur um festzustellen das direkt hinter der Kurve eine steile Rampe lauerte. Alle Versuche schnell herunter zu schalten scheiterten. Ich kam vorne nur aufs 42er Kettenblatt. Im Wiegetritt fuhr ich noch ein paar Meter weit, bevor das Rad einfach stehen blieb. Also umdrehen und bergab vorne aufs 30er schalten und gemütlich mit 30-28 hoch kurbeln als wenn nichts wäre. Ach ja, Zuschauer hatte ich bei der ganzen Aktion auch noch, peinlich.

Die Strecke erreichte den Rand von Radevormwald und es ging über eine Schlagloch übersäte Straße durch den Wald. Durch die vielen Schatten rumpelte ich durch etliche Schlaglöcher, da ich sie zu spät sah. Nach der Strecke taten mir die Handgelenke ganz schön weh. Nun führte die Straße wieder an der Wupper vorbei, wo dann 40 km nach der letzten Kontrolle die 3. folgte. Ich war schon halb verdurstet und froh nachtanken zu können. Von hier waren es "nur" noch 10 km bis zum Ziel. Allerdings wartete eine letzte lange Steigung auf mich.


Über kleinste asphaltierte Feldwege führte der Weg nach Lüttringhausen. Leider fehlten aus unbekannten Gründen die Pfeile.
Das hat wohl bei vielen Teilnehmern zu Problemen geführt. Aber da ich mich in der Gegend gut auskannte, fand ich den richtigen Weg auch so.
Dem ein oder anderen Mitfahrer konnte ich dann mit meiner Ortskenntnis auch noch helfen.

Immer wieder ging mein Griff bei 28 Grad zur Trinkflasche. Nur wenige Kilometer vor dem Ziel staunte ich dann nicht schlecht als an der Trinkflasche, die ich in der Hand hielt, auch noch der Flaschenhalter steckte. Der 30 Jahre Aluhalter war von der verschraubten Trägerplatte abgebrochen. Gut das das nicht früher passierte. Schade um den original Peugeothalter. Der war mit lila in Rahmenfarbe lackiert. Da muss wohl Ersatz her.

Nach über 6 Stunden (knapp 6 Stunden reine Fahrtzeit) erreichte ich das Ziel in Lennep. Noch ein bisschen mit ein paar Leuten quatschen, etwas Kuchen und ein paar Getränke und ich fühlte mich schon wieder erholt.
Mit einem Schnitt von etwas über 18 km/h war das sicher eine meiner langsamsten RTF. Aber ich habe die 110 km geschafft. Wichtig ist nicht aufzugeben auch wenn es mal nicht so gut läuft. Die vielen Höhenmeter spürte ich in den Beinen, aber Spaß gemacht hat es trotzdem. Und das ist doch die Hauptsache. Ach ja, 470 Teilnehmer starteten auf den diversen RTF und CTF Strecken.
lg Jennifer

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Montag, 19. September 2016, 12:26

Unendliche Weiten

Unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2016. Dies sind die Abenteuer des Rennrades Pink Lady, das mit seiner Besatzung unterwegs ist, um fremde Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Weit vom Heimatplaneten entfernt dringt die Pink Lady in Welten vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

Die Admiralität von Kurbel Dortmund schickte uns und 419 weitere Teams auf Erkundungstour in die unbekannten Welten des Münsterlandes. Wir sollten in Erfahrung bringen ob diese Welt bewohnt ist und welche Bedingungen vorherrschen.



So begaben wir uns bereits früh auf den langen Weg. Wie es aussah gab es durchaus Vegetation auf dem Planeten. Auch die Atmosphäre schien unserer ähnlich zu sein, so das wir auf zusätzlichen Sauerstoff verzichten konnten.



Bald stießen wir auf die erste Lebensform. Leider war unser Kommunikator nicht in der Lage die merkwürdigen Laute dieser Bewohner zu übersetzen. Es handelte sich offenbar um eine Lebensform die mit keiner uns bekannten vergleichbar war.



Eine Infrastruktur war auf dem Planeten vorhanden, aber erwies sich eher als rudimentär.



Dafür wurde in großen künstlich angelegten Kanälen Wasser gespeichert. Der genauere Sinn erschloss sich aber nicht. Hier wäre die unbestechliche Logik von Mr. Spock vonnöten gewesen.



Auch der Zweck dieser schwimmenden Stahlbehälter entbehrte für uns jeder Logik.



Einige Kanäle ließ man anscheinend wieder zuwuchern. Vielleicht hatten die Bewohner auch nur diesen Teil des Planeten wieder aufgegeben.



Reste von Bauten der Außerirdischen Lebensform sprachen eher von einfacher Baukunst. Allerdings bestanden die Wohnhöhlen aus künstlich hergestellten roten Steinen. Dies schien für diesen Planeten charakteristisch zu sein. Beton schien hier jedoch noch völlig unbekannt zu sein.



Giftgrüne Pflanzen bedeckten teilweise große Flächen des Planeten. Welchen Zweck sie hatten, oder ob es sich um schädliche Vegetation handelte, konnten wir allerdings selbst aufgrund ausführlicher Messungen nicht feststellen.



Dafür fanden wir noch merkwürdigere Pflanzen vor denen möglicherweise mit großen Schildern gewarnt wurden. Leider konnten wir die primitiven Zeichen nicht vor Ort entschlüsseln.



Was von Weitem wie eine Höhle aussah, erwies sich beim näher kommen als künstlich geschaffenes Portal in eine andere Dimension. Leider konnten unsere Messinstrumente das Portal nicht durchdringen, so das wir von einer Durchfahrung sicherheitshalber absahen.



Der Planet Münsterland schien uns sehr groß zu sein, aber kaum Erhebungen zu haben.



Unterwegs wurden wir vom Flottenkommando an mobilen Punkten verpflegt. In der Nähe einer dieser Verpflegungsstationen fanden wir diese Installation vor. Wir vermuten eine Art einfaches Kunstwerk, möglicherweise zu Kultzwecken, dahinter.

Nach 113 Raumkilometern erreichten wir wieder die Basisstation von Kurbel Dortmund, mit einer Warpgeschwindigkeit von 23,23 km/h. Viele Fotos und Messergebnisse müssen noch ausgewertet werden und bilden dann die Basis für die nächsten Expeditionen auf den Planeten Münsterland. Der Planet schien nicht besonders stark bewohnt zu sein, aber es gab keinerlei Anzeichen das die Bewohner kriegerisch eingestellt sind. Die klimatischen Bedingungen auf dem Planeten scheinen für viele Lebensformen optimal zu sein. Wir kehrten jedenfalls von einer sehr aufschlussreichen Expedition zurück. Oder wie Mr. Spock sagen würde: Faszinierend.

P.S: Diese Tour ist dem 50. Jahrestag der Erstausstrahlung von Raumschiff Enterprise (auf englisch: Star Trek) im amerikanischen Fernsehen gewidmet. In Deutschland lief die Serie zum ersten Mal 1972. Mich hat die Serie und ihre Charaktere (vor allem Mr. Spock) immer fasziniert.
lg Jennifer

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Montag, 19. September 2016, 13:17

Lustige Idee! Live long and prosper.
Dieselersparnis: 2013 ca. 108L, 2014 ca. 275L, 2015 ca. 160L, 2016 ca. 180L, 2017 ca. 160L

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Mittwoch, 28. September 2016, 10:06

De Enschede Fietstocht

Part Eens, Zaterdag


Ein Wochenende Mitte September. Der Wetterbericht sagte etwas wechselhaftes Wetter bei Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad voraus.
Am Dortmunder Hauptbahnhof trafen sich Morgens um 7 Uhr vier Gestalten mit unterschiedlichen Rädern. Ziel sollte Enschede in den Niederlanden sein.


Mit dabei auch Toto mit MTB und seinem Kampfpinguin als Begleitschutz. Der kann echt gefährlich gucken, der Pinguin.
Ich hatte meine Bloody Mary noch mit Licht ausgestattet und versucht das Gepäck dieses Mal etwas kleiner zu halten.
So kam ich mit der Lenkertasche und einer Packtasche hinten aus.

Zunächst warteten wir noch auf zwei weitere Mitfahrer, Spike und Jacqueline, die kurzfristig mitkam. Dazu muss man sagen das Jacqueline Niederländerin ist und auch Ortskenntnis in der Gegend von Enschede hat. Leider hatten die Beiden den Zug verpasst und wir mussten noch etwas warten. Doch dann kamen die Beiden mit ihren ungewöhnlichen Rädern. Jacqueline pilotierte eines ihrer Ratbikes ganz ohne Schaltung und Spike eines seiner Eigenbauten auf Basis eines alten Peugeot Renners.
Gegen 7:30 Uhr ging es dann endlich los. Toto führte uns mit seinem Garmin, aber fuhr leider etwas umständlich im großen Bogen um den HBF herum. Das hätten wir kürzer haben können. Aber machte nichts, wir hatten es ja nicht eilig. Durch die Nordstadt ging es aus der Stadt heraus, zum Dortmund-Ems-Kanal.


Leichter Nebel waberte über das Wasser und erzeugte zusammen mit dem noch dämmerigen Licht eine interessante Stimmung.
Wir fuhren weiter Richtung Waltrop.


Nun wurde es sehr ländlich. Immer wieder passierten wir Felder, Bauernhöfe und Waldstücke.

Hinter Datteln stießen wir dann auf den Datteln-Hamm-Kanal.


Hier legten wir eine erste kleine Pause ein. Vor allem die Raucher freuten sich. Außer ein paar Joggern war hier noch nicht viel los.

Weiter ging es über staubige Pisten eine Weile am Kanal entlang. Auch das Wetter hielt sich und es wurde langsam wärmer, auch wenn die Sonne sich nicht blicken ließ.


Auch meine Bloody Mary kam trotz der 25er Reifen gut mit Gravelroads zurecht. Im Verlaufe der Tour sollte sie noch zeigen was wirklich in ihr steckt. Schließlich verließen wir den Kanal und passierten den Haltener Stausse östlich Richtung Sythen. Zwischen den Silberseen ging es dann am Rand von Dülmen Richtung Coesfeld.


Die Wege wurden nicht wirklich besser, aber wir kamen gut voran. Im Flachen konnte unsere Niederländerin noch gut mithalten.

Leider wurden wir dann von diversen Bäckereien in den Ortschaften ausgebremst. Der Kaffeedurst war bei meinen Mitstreitern und mir einfach zu groß. So war dann immer mal wieder eine Pause angesagt. Aber wir waren ja nicht auf der Flucht.

Hinter Legden machten wir dann noch mal einen Stop in Ahaus, der letzten Stadt vor der Grenze. Von hier aus ging es dann unaufhaltsam Richtung Grenze, die wir am Nachmittag erreichten.


Von hier war es nicht mehr weit bis Enschede. Wir fuhren zunächst zum Markt, ohne uns aber mit Rädern und Gepäck ins Getümmel zu stürzen.
Da ich mir eine kleine Karte ausgedruckt hatte, führte ich uns zur Emmastraat, wo meine drei Mitstreiter in einer Pension unterkamen.

Ein nettes kleines Bed and Breakfast. Ich durfte noch einen Kilometer weiter fahren bis zum Parkweg.


Im Hotel Rodenbach am Volkspark war mein Domizil. Auch für meine Bloody Mary fand sich ein Platz in der Garage.

Nachdem ich mich ein wenig frisch gemacht und umgezogen hatte, ging es zu Fuß in die Emmastraat zurück.
Da kam mir der Kilometer schon deutlich länger vor, als vorher mit dem Rad.

Nachdem anscheinend die Dusche für einen der Mitreisenden länger in Betrieb war als üblich, konnte es nach einiger Wartezeit endlich zum Oude Markt gehen, wo wir noch Berger treffen wollten. Er war mit seinem Gravelbike aus dem Münsterland direkt nach Enschede gereist und wartete am Brunnen.

Auf dem Weg dorthin stießen wir auf moderne Architektur.

Häuser im Haus sind ja auch mal eine Idee, auch wenn der Blick nach draußen etwas getrübt sein dürfte.

Schließlich fanden wir Berger mit Bierdose am Brunnen des Oude Markt. Der hatte schon einiges vorgeglüht.
Unterwegs stießen wir noch auf einen Frikandel-Automaten, den wir mit Heißhunger plündern. Zum Glück für mich, gab es auch vegetarisch Fritiertes. Mit dieser Grundlage im Magen konnten wir endlich ein Lokal suchen wo wir, immer noch bei 20 Grad, gemütlich draußen sitzen konnten.


Die breite Sitzbank war allerdings schon besetzt. Als sich Toto neben die Taube setzte guckte die schon arg ängstlich. Toto sah anscheinend noch hungrig aus und die Taube suchte ihr Heil in der Flucht.


Natürlich bestellten wir Grolsch, das Bier einer Brauerei direkt in der Nachbarschaft, aus Boekelo. Mir reichte schon ein Glas, aber die Jungs zogen sich ein paar Bier rein. Der gemütliche Teil des Tages begann. Es wurde viel geredet und gab viel zu lachen.
Als es schon dunkel war, machten wir uns langsam auf den Weg zu unseren Schlafstätten. Noch ein kurzer Stop in einem Supermarkt der wohl die ganze Nacht offen hatte. Während die Jungs sich mit Bier eindeckten, kaufte ich Anisstreusel. Ich liebe Anisstreusel, also legte ich mir einen kleinen Vorrat zu. Dazu noch zwei Gläser Schokocreme. Die schmeckt mir einfach besser wie die bei uns.

Ein langer schöner Tag ging zu Ende. Ich war mal wieder in meinem Lieblingsnachbarland und schlief schnell in meinem Hotelbett ein.
Das Wetter hatte sich gehalten, wir bekamen keinen Tropfen ab, aber die Sonne ließ sich kaum blicken. Die Temperaturen waren mit ca. 20 Grad zum Radfahren ideal. Am Samstag hatte ich 118 km auf dem Tacho mit einem Schnitt von über 17 km/h. Wir hatten unterwegs keine Defekte und alle sind gesund geblieben. Ein toller erster Teil einer Tour mit coolen Leuten.
lg Jennifer

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Donnerstag, 29. September 2016, 10:08

Zitat

De Enschede Fietstocht

Part Twee, Zondag

Nach einer geruhsamen Nacht und einem ausführlichen Frühstück ging es kurz nach 10 Uhr wieder auf den Heimweg. Noch kurz ein paar Fotos in der Stadt, dann fuhren wir Richtung Grenze.


Bunte Kunst am Mooienhof.


Ratatoille, das Ratbike von Jacqueline. Im Hintergrund Bloody Mary. Ein Rad braucht einen Namen.

Kurz vor der Grenze verabschiedeten wir uns von Jacqueline und Spike, die einen anderen Weg ins westliche Ruhrgebiet nahmen.
Toto, Berger und ich fuhren alleine weiter Richtung Münsterland. Nach der Grenze passierten wir Alstätte und Ahaus. Da wir spät gestartet waren, fuhren wir ein bisschen flotter als auf dem Hinweg.


Nicht nur an der Küste gibt es Deichschafe.


Wieder jede Menge Gravelroads. Aber es sollte noch unwegsamer werden.


Über Waldpfade erreichten wir das Wasserschloss Egelborg bei Legden mit seiner alten Wassermühle, die schon etwas baufällig wirkte.


In Legden gab es dann Ortsfest. Das nutzten wir für eine Pause um uns vor Ort zu verpflegen. Für die Jungs gab es Bratwurst und anschließend Kartoffelpuffer mit selbstgemachten Apfelkompott. Ich begnügte mich mit den Kartoffelpuffern, die frisch waren und gut mundeten.


In Coesfeld gab es dann richtige Kirmes, die wir jedoch umfuhren. Nach bunten Fahrgeschäften war uns nicht.

Hinter Coesfeld wurde es dann zum Glück wieder ländlicher.

Am Rande von Lette stießen wir auf eine alte Windmühle. Diese hatte ihre besten Zeiten bereits hinter sich. Anders als mein Meral.


Die Äpfel im Obstgarten sahen zum anbeißen aus. Schade das da ein Zaun im Wege war.

Weiter ging es an einer Bahnlinie entlang wieder über Gravelroads, oder wie die Italiener sagen würden Strade Bianche.


In der Nähe von Merfeld kam dann die Krönung. Es ging über einen Singletrail mitten durch den Wald. Vor mir Berger mit seinem Gravelbike und hinter mir Toto mit seinem MTB. Dazwischen ich mit meinem Meral mit 25 mm Reifchen. Es ging über kleine Felsbrocken und reichlich Wurzelwerk. Und es ging erstaunlich gut. Hier machte sich das Wintertraining auf dem MTB im Gelände bemerkbar. Irgendwie machte es auch richtig Spaß und ich war fast enttäuscht als der Trail auf einem breiteren Waldweg endete.

Von Merfeld ging es nach Lavesum, vorbei an den Heubachwiesen. Am Rande von Haltern fuhren wir zum Halterner Stausee.


Hier war schon mehr los. Die Sonne ließ sich auch blicken. Noch über die Hängebrücke und dann machten wir uns auf die Suche nach einer Verpflegungsstation.



Die fanden wir dann in Form eines bayrischen Biergartens an der Hüllemer Straße. Für mich gab es Radler und Kartoffelgratin. Die Jungs orderten Bier und Brezeln. Nach der Stärkung verabschiedeten wir uns von Berger, der von hier seine Heimreise antrat. Toto und ich fuhren weiter Richtung Dortmund. Nach Hullern machten wir einen Schwenk Richtung Olfen.


Über kleine Landstraßen mit Sonnenschein fuhren wir über Vinnum Richtung Waltrop.


Zwischendurch nahm der Himmel mal bedrohliche Farben an, doch es blieb trocken und wurde wieder sonnig. Zum Glück Fehlalarm.

Kurz vor Waltrop verabschiedete ich mich von Toto. Er musste in den Osten von Dortmund, ich in den Süden.
Ich programmierte mein Navi neu und über Brambauer und Brechten ging es direkt durch die City nach Süden. Am frühen Abend, noch im Hellen, kam ich dann zu Hause an.

Ein tolles Wochenende neigte sich dem Ende zu. Während der Fahrt entstanden dann in unserer kleinen Gruppe auch schon Ideen für neue Touren. Ein bisschen wäre ich gerne noch in Enschede geblieben. Aber Montag war dann wieder Arbeitstag.

122 km mit einem Schnitt von knapp 20 km/h standen Sonntag auf dem Tacho. Das machte 240 km für das Wochenende.
Mit dem Wetter hatten wir trotz der Vorhersagen absolut Glück. Und ich fand heraus das meine Bloody Mary nicht nur Asphalt fahren kann.
lg Jennifer

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Donnerstag, 29. September 2016, 13:48

Ein schöner Bericht :thumbup: Die Tour mit Euch habe ich sehr genossen. Drei Tage am Stück einen Hunderter zu fahren (Freitag war mein Anfang, von Mülheim nach Hamm) war für mich eine neue Erfahrung. Mit Bepackung wiegt Ratatouille halb soviel wie ich, also weiß ich jetzt, dass es durchaus sinnvoll wäre, bei der nächsten Gelegenheit mehr als vier Stunden zu schlafen und vorher zu frühstücken :D :hmm: Ich werde häufiger längere Tagestouren fahren, damit der Schnitt bis zum Ende stabil bleibt.

Von Deiner Bloody Mary bin schwer begeistert. Seitdem spukt es mir durch den Kopf... so als Ergänzung zu Ratatouille und Otmar... könnte man doch... irgendwann... :vain: :whistling:

Groetjes,
Jacqueline
"Vertrauen ist eine Oase des Herzens, die von der Karawane des Denkens nie erreicht wird." (Khalil Gibran)

2017: 4660 / Nov.: 113
Ratatouille (12.03.2015) 4725 / Otmar (12.08.2015) 7000 / Ruby (22.10.2016) 1345 / A: 220
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Samstag, 1. Oktober 2016, 11:00

Ein schöner Bericht :thumbup: Die Tour mit Euch habe ich sehr genossen. Drei Tage am Stück einen Hunderter zu fahren (Freitag war mein Anfang, von Mülheim nach Hamm) war für mich eine neue Erfahrung. Mit Bepackung wiegt Ratatouille halb soviel wie ich, also weiß ich jetzt, dass es durchaus sinnvoll wäre, bei der nächsten Gelegenheit mehr als vier Stunden zu schlafen und vorher zu frühstücken :D :hmm: Ich werde häufiger längere Tagestouren fahren, damit der Schnitt bis zum Ende stabil bleibt.

Von Deiner Bloody Mary bin schwer begeistert. Seitdem spukt es mir durch den Kopf... so als Ergänzung zu Ratatouille und Otmar... könnte man doch... irgendwann... :vain: :whistling:

Groetjes,
Jacqueline
Danke, fand die Tour auch toll und hoffe das wir mal wieder eine Tour fahren. Fand es bewundernswert das Du die ganze Strecke ohne Schaltung gefahren bist.


Was Bloody Mary angeht, habe ich, inspiriert durch einige Projekte im Klassikerforum, auch die Idee mal ein Rennrad zu ratisieren. :D


Rahmen abbeizen (natürlich nicht Bloody Mary), ausführlich mit Fertan behandeln und über Nacht einwirken lassen und dann mit Le Tonkinois versiegeln. Sieht echt rattig aus. Und dann eine Black Dura Ace anbauen. Ginge auch als Singlespeed. Dazu schwarzer Vorbau, Lenker und Sattelstütze. Das hätte schon was. ;)


Aber als nächstes steht erst mal ein Sontags-Schönwetter-Rad an. Habe gerade das erste Teil dafür bekommen. ^^
lg Jennifer

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Samstag, 1. Oktober 2016, 12:50

Der sehr späte Spätsommer


Ende September war Herbstanfang. Während der Sommer ja sehr herbstlich anfing mit eher kühlen Temperaturen und sehr unbeständig, begann der Herbst sehr sommerlich. Das letzte Septemberwochenende versprach Sonne satt und Temperaturen über 25 Grad.

Also schwang ich mich Samstag auf die Pink Lady, nachdem ich bei Komoot einen Track um Soest herum erstellt hatte, und machte mich gegen Mittag auf den Weg. Zunächst verließ ich Dortmund Richtung Osten.



Vorbei am Flughafen führte die Route nach Unna.




In Unna lotste mich Komoot dann auf die B1 und wollte dort bis Werl bleiben. Darauf hatte ich aber so gar keinen Bock. Wer die B1 kennt, weiß wie stark befahren sie ist. Auch wenn es einen Randstreifen gab, störte mich der Lärm und die Abgase. Also bog ich nach wenigen Kilometern auf einen Feldweg ab. Schon nach kurzer Zeit wurde es ruhig.



Abgeerntete Felder und Windräder säumten nun meinen Weg. Kein Mensch weit und breit. Leider brachte mich der Weg nicht nach Werl und so musste ich noch einmal die B1 überqueren.

Nun hielt ich mich an den alten Hellweg (Handelsweg) der bis nach Paderborn führte. Das Navi wollte mich immer wieder zur B1 lotsen. Aber ich kann noch deutlich sturer sein und ignorierte einfach die Anzeigen auf dem Display.



Auf den schmalen Asphaltwegen ohne Verkehr machte das Fahren deutlich mehr Spaß.

Schließlich erreichte ich Werl. Und fuhr Richtung Altstadt und Fußgängerzone.



Werl kann richtig malerisch sein. Da wurde es natürlich Zeit für einen Fotostop.



In der Fußgängerzone wartete eine kleine Kirmes auf Besucher. Aber ich hatte ja mein eigenes Fahrgeschäft dabei. Das war mindestens genau so bunt wie der Break Dancer. Nur wurde mir auf dem Rad nicht so schnell schlecht.

In Werl beschloss ich dann endgültig von der vorgegebenen Strecke abzuweichen und nicht Richtung Soest zu fahren. Statt dessen ging es grob Richtung Hamm.



Ich verließ die Stadt nördlich auf der Straße nach Scheidingen und fuhr über Meyerich nach Welver.




Kurz vor Welver machte ich dann eine Schleife über Dinker.




Kurz vor Dinker stieß ich dann auf den Freistuhl der Freigrafenschaft Rüdenberg. Der friedliche Eindruck täuschte. Hier wurde Gericht gehalten und 1805 der letzte Mörder gerichtet.



Nach Dinker durchfuhr ich Süddinker. Und wohin führte diese Straße? Richtig! Nach Hamm. Stand ja auch auf dem Ortsschild. Im Ruhrgebiet ist man halt pragmatisch.




Nicht alle Straßen entsprachen den höchsten Ansprüchen. Aber dafür war auch wenig Verkehr.

Über Osttünnen und Westtünnen erreichte ich dann Bönen.



In der Nähe eines Industriegebietes führte eine Piste durch die künstlich angelegte Auenlandschaft des Teufelsbach. Die künstlichen Auen dienen dem Hochwasserschutz und liessen vergessen das man am Rande eines Industriegebietes ist.




In Bönen setzte ich mich dann am Rande einer Fußgängerzone vor ein Eiscafé und gönnte mir einen Milchshake und ein Eis.

So gestärkt machte ich mich langsam auf den Rückweg.


Ein Stück ging es an der Seseke entlang, wo es Kunst am Zaun gab. Ist schon toll was man sich so alles einfallen ließ.
Über Heeren erreichte ich dann Kamen.



Hier verließ ich die Seseke. Noch ein letzter Blick und dann folgte ich zunächst der Bahnlinie Richtung Süd-Westen.


Nach ein paar Kilometern dann ein Schwenk nach Süden und ich erreichte Massen. Weiter ging es über Wickede, Asseln und Aplerbeck nach Hause. Eine doch noch schöne Tour ging zu Ende. Ich war froh nicht weiter dem Navi gefolgt zu sein, sondern mal wieder spontan entschieden zu haben. Das sind oft die besten Touren. Sonne pur und Temperaturen bis 26/27 Grad versprühten noch einmal den Flair des Sommers. An solchen Tagen musste man einfach Rad fahren. 111 km mit einem Schnitt von knapp 19 km/h standen am Ende auf dem Tacho. Wieder keine Punkte für die Wertung, aber eine super Tour.
lg Jennifer

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69

Samstag, 1. Oktober 2016, 15:12

Rahmen abbeizen (natürlich nicht Bloody Mary), ausführlich mit Fertan behandeln und über Nacht einwirken lassen und dann mit Le Tonkinois versiegeln. Sieht echt rattig aus. Und dann eine Black Dura Ace anbauen. Ginge auch als Singlespeed. Dazu schwarzer Vorbau, Lenker und Sattelstütze. Das hätte schon was.

Aber als nächstes steht erst mal ein Sontags-Schönwetter-Rad an. Habe gerade das erste Teil dafür bekommen.


Denke ich mal drüber nach. Nur wird meins wohl nicht singlespeed werden. Die Leichtigkeit würde die Trittfrequenz erhöhen, und eine größere Übersetzung würde mir bei Steigungen die Knie absägen.

Viel Spaß beim Aufbau Deines neuen Projekts :thumbup:

Groetjes,
Jacqueline
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Samstag, 1. Oktober 2016, 16:08

Rahmen abbeizen (natürlich nicht Bloody Mary), ausführlich mit Fertan behandeln und über Nacht einwirken lassen und dann mit Le Tonkinois versiegeln. Sieht echt rattig aus. Und dann eine Black Dura Ace anbauen. Ginge auch als Singlespeed. Dazu schwarzer Vorbau, Lenker und Sattelstütze. Das hätte schon was.

Aber als nächstes steht erst mal ein Sontags-Schönwetter-Rad an. Habe gerade das erste Teil dafür bekommen.


Denke ich mal drüber nach. Nur wird meins wohl nicht singlespeed werden. Die Leichtigkeit würde die Trittfrequenz erhöhen, und eine größere Übersetzung würde mir bei Steigungen die Knie absägen.

Viel Spaß beim Aufbau Deines neuen Projekts :thumbup:

Groetjes,
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Eine Schaltung ist bei einem Rennradrahmen natürlich auch kein Problem. Würde ich auch bevorzugen. Falls Du nicht so viel schalten möchtest, kannst Du auch hinten nur 5 oder 6-fach nehmen (je nach Rahmen) und vorne die Kurbel mit kürzeren Schrauben auf ein Kettenblatt umbauen.
lg Jennifer

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Mittwoch, 5. Oktober 2016, 09:07

Jenny das Burgfräulein


Der letzte Sonntag im September bescherte nochmal sommerliches Wetter. Und so machte ich mich nach der Mittagssonne mit meinem edlen Stahlross Bloody Mary auf den Weg nach Norden. Mir war zu Ohren gekommen das es dort im Münsterland Burgen und Schlösser geben sollte. Und was war ein Burgfräulein ohne Burg? Ich passierte die alte Handelsstadt Dortmund östlich und ritt, äh fuhr über Brechten und Brambauer gen Norden. Über Selm erreichte ich die Burg Vischering zu Lüdinghausen.










Leider wurde mir der Einlass in den inneren Burghof und die Burg verwehrt. So mischte ich mich im vorderen Burghof unters Volk.
Wenigstens wurde Speis und Trank gereicht und ich konnte mich für die weitere Reise stärken.
Ich sattelte mein edles Ross und beschloss mein Glück in Nordkirchen zu versuchen. Dort sollte es ein gar prachtvolles Schloss geben.



Entlang der Stever verließ ich Lüdinghausen und erreichte schließlich Schloss Nordkirchen.



Das Schloss nannte man nicht umsonst das Versailles des Nordens. Auch hier wurde mir der Einlass verwehrt. Aber wer möchte auch so ein prachtvolles Schloss teilen? Doch eine Hoffnung auf ein Leben als Burgfräulein hatte ich noch. Schloss Cappenberg sollte mein nächstes Ziel sein.



Ich genoss noch die prachtvollen Parkanlagen und verließ dann Nordkirchen Richtung Süden.



Die braven Bauern brachten ihre Ernte ein. Gut so, denn durch ihre Abgaben konnte das Leben auf den Burgen und Schlösser erst ermöglicht werden.

Über Südkirchen traf ich dann in Cappenberg ein und suchte augenblicklich das Schloss auf.


Aber bereits der Zugang verhieß nichts Gutes. Ich sollte doch glatt mein tapferes Ross vor den Toren stehen lassen.
Das kam natürlich gar nicht in Betracht.

So traute ich mich nur ein Stück in den Park.


Ein Leben in der Scheune statt im hochherrschaftlichen Schloss? Hier wurde ich gewahr das sich meine Träume als Burgfräulein nicht erfüllen würden. So machte ich mich unverrichteter Dinge auf den Weg heim in meine Kemenate. Manchmal musste man sich halt mit dem zufrieden geben was man hatte. Und ich hatte immerhin mein treues Stahlross Bloody Mary und all die anderen Rösser in meinem kleinen Stall.



Weiter gegen Süden reisend erreichte ich Lünen und querte die Lippe und den Datteln-Hamm-Kanal.



Hinter Gahmen, kurz vor Derne stiess ich auf eine alte Trasse, wo sogenannte Dampfrösser fuhren. Das mussten gar gefährliche Maschinen sein, die der Hölle entsprungen waren. So ließ ich mir berichten. Doch jetzt wirkten diese Pfade sehr friedlich und so wagte ich meinen Weg fortzusetzen.



Manches Mal schaute ich mich aber dennoch um, ob nicht irgendwo Gesindel im Busch lauerte. Keine anderen Reisenden die mir notfalls zu Hilfe geeilt wären. Aber ich überstand die Passage unbeschadet.



Der Pfad führte mich nach Derne, wo in der Zeche Gneisenau Kohle, das schwarze Gold, gefördert wurde. Doch auch diese glorreichen Zeiten waren längst vorbei.

Durch den Ortskern erreichte ich wieder ländlichere Gefilde. Über Scharnhorst und Brackel erreichte ich dann meine heimatliche Kemenate südlich des Dortmunder Stadtkerns.

Bei sommerlichen Temperaturen, viel Sonne und ein paar Wolken ging meine Reise nach über 90 km dem Ende zu. Mit einer Reisegeschwindigkeit von knapp 18 km/h konnten Bloody Mary und ich die Burgen, Schlösser und Landschaften in Ruhe genießen.
Der Aufstieg zum Burgfräulein blieb mir verwehrt, aber vielleicht wäre mir das Leben also solches auch viel zu langweilig geworden.
lg Jennifer

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Samstag, 8. Oktober 2016, 22:21

Emscher-Lippe-Tour

Das Wetter am ersten Oktober-Wochenende war zunächst eher wechselhaft. Temperaturen zwischen frischen 10 Grad und 16 Grad am Nachmittag. Morgens auf dem Weg nach Gelsenkirchen hatte es noch geregnet. Ich ließ mir etwas Zeit mit der Anmeldung bei "Pfeil" Erle 1952 und kam erst gegen 9:40 Uhr auf die Strecke. Deshalb war eigentlich klar das ich nur die mittlere Strecke fahren würde. Die 112er würde zu knapp.

So schlich ich dann mit Bloody Mary los. Der Tacho zeigte am Anfang selten über 18 km/h an. Ich war irgendwie nicht in Stimmung für flottes fahren. Nach einem kurzen westlichen Schlenker ging es nördlich nach Marl.


Hinter Marl wurde es dann ländlich. Mich erwarteten die typischen asphaltierten Feldwege des Münsterlandes. Von oben blieb es trocken, doch die Straßen waren noch feucht.


Während ich auf der Brücke über den Wesel-Datteln-Kanal fotografierte, zog eine Gruppe vorüber, die ich wenig später wieder einholte.


Ab jetzt hielt ich mich immer einige Meter hinter der Gruppe da ich keine Lust hatte zu überholen, obwohl ich mittlerweileeigentlich schneller war. Die Müdigkeit vom Anfang war verflogen, aber ich wollte einfach den Herbstbeginn genießen und machte das ein oder andere Foto.


Wir schlossen auf eine Gruppe vor uns auf und die Gruppe wurde immer größer. Ich hielt immer meinen Respektabstand da ich nicht so gerne mitten in einer Gruppe fahre. So fuhren wir Richtung Lippramsdorf, welches ich schon von anderen RTF kannte.
Leider zweigte nach ca. 23 km die 46er Strecke ab und die komplette Gruppe bog rechts ab. Ich fuhr links alleine weiter auf den längeren Stecken. 46 km waren mir dann doch zu wenig.


Ein kurzer Fotostop hinter Lippramsdorf und dann erhöhte ich doch langsam das Tempo. Ich wollte ja auch mal ankommen.


Die erste Kontrolle ließ auf sich warten, dafür stieß ich auf eine Wander-RTF. Durfte mir die Strecke plötzlich mit hunderten von Wanderern teilen.
Mit der nötigen Rücksicht und langsameren Tempo war das aber kein Problem. Die Wanderer hatten ihre eigenen Verpflegungsstationen und zwei ausgeschilderte Strecken von 11 und 17 km Länge. Dann kam endlich meine Kontrolle nach gut 30 km. Ein bisschen quatschen, etwas essen und trinken und dann ging es ohne Wanderer weiter.

Landschaftlich gab es nichts zu meckern. Viel Landschaft wohin das Auge auch blickte.

Es ging knapp an Haltern vorbei und hier trennte sich die mittlere Strecke von der 112er. Ich bog links ab und nahm damit den Wendepunkt zurück zum Ziel. Die 112er führte wohl noch bis Dülmen. Mittlerweile wurde das Wetter auch etwas besser und vor allem wärmer. Das etwas dickere Langarmtrikot landete im Rucksack und mir reichten Kurzarmtrikot mit Armlingen und Windweste. Ab und zu schaute die Sonne zaghaft durch die Wolken. Ich zog das Tempo wieder an und machte keine Fotos mehr. Ich wollte zurück. Nach knapp 60 km dann die zweite Kontrolle.
Über Wulfen und Dorsten führte der Weg zurück nach Marl und Polsum und schließlich nach Gelsenkirchen Resse. Hier meldete ich mich nach 75 km und mit einem Schnitt von 21,5 km/h wieder ab. Jetzt wurde es richtig sonnig und so setzte ich mich noch mit Kaffee und Kuchen zu den Anderen und genoss die Herbstsonne.

Ach ja, vor der RTF kaufte ich noch einen Alurahmen von einem Händler vor Ort, den ich über den Winter aufbauen möchte und mit dem ich nächstes Jahr RTF fahren werde. Aber das ist eine andere Geschichte, über die ich natürlich auch berichten werde, Das Projekt "Yellow Bird"
lg Jennifer

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Montag, 10. Oktober 2016, 10:26

Bezirk Westfalen-Mitte Abschluss RTF


Mitte Oktober fand wie jedes Jahr wieder der Saisonabschluss für die RTFler in Dortmund statt. Dieses Jahr gab es die RTF das letzte Mal. Wieder eine RTF weniger für die Saison 2017. Das machte schon etwas traurig.

Als ich kurz vor 8 Uhr zu Hause losfuhr war es mit 4 Grad lausig kalt. Die ca. 8 km bis zur Europaschule an der Rennbahn legte ich noch gemütlich über Phönixsee, Schüren und Stadtkrone Ost zurück. Dort traf ich dann auf die ersten bekannten Gesichter und erfuhr das es die 111er Tour, genau wie letztes Jahr nicht geben sollte. Schön das man so etwas immer erst vor Ort erfuhr, hatte ich mich doch auf die längere Strecke eingestellt.
Angetreten bin ich mit meiner Pink Lady (Peugeot Cologne von 1989). Etwas quatschen, Kaffee trinken, für all das war genug Zeit bei der kurzen 71er Route. 9:20 Uhr machte ich mich dann doch mit Günter aus Essen auf den Weg. Über Wambel, Scharnhorst und Brechten ging es mit einer kleinen Gruppe langsam aus Dortmund raus. Bei der Kälte mussten die Muskeln erst einmal warm werden.

Nach nur 15 km kam dann kurz vor Lünen, nach überqueren des Datteln-Hamm-Kanals bereits die erste Kontrolle.



Die Sonne gab bei wolkenlosem Himmel ihr Bestes, hatte aber nicht mehr so viel Kraft wie im Sommer. Die Temperaturen kletterten gerade mal so ganz knapp in den zweistelligen Bereich (10 bis 12 Grad). Landschaftlich gab es nichts auszusetzen.



Viel Verpflegung brauchten wir so früh bei der RTF noch nicht. Ein Stück Banane, ein Schluck kalten Tee und weiter ging es.

Am östlichen Rand von Lünen fuhren wir nach Norden, dem Münsterland entgegen. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und in Cappenberg erwartete uns dann eine kleine "Bergwertung". Zum Glück waren die Muskeln mittlerweile warm gefahren und ich schaffte die Steigung mit 42-28 ohne Probleme. Nur der Puls erhöhte sich ein klein wenig. Schon erstaunlich was selbst bei mir mit regelmäßigen Training geht. Zumindest machen mir Steigungen mittlerweile Spaß. Das Schloss bekamen wir allerdings nicht zu Gesicht (nur einmal von weitem), da wir uns westlich hielten. Nach längerer Fahrt übers platte Land erreichten wir dann Südkirchen. Hier erfolgte eine Wende nach Osten, bis wir etwas südlich von Capelle den Wendepunkt der Tour erreicht hatten. Da es immer besser rollte erhöhte sich unser Tempo merklich.
Nach ca. 46 km kam dann kurz vor Werne die zweite Kontrolle.



Hier wurden wir kulinarisch verwöhnt. Waffeln mit Apfelkompott, Sahne und Schokosauce, dazu wurde Kaffee gereicht. Wieder viele bekannte Gesichter und einige Gespräche. Mit anderen Worten hier hielten wir uns länger auf.



Es kamen immer neue Gruppen und die engagierten Helfer hatten alle Mühe mit der Bereitstellung der Verpflegung hinterher zu kommen.

Es machte sich schon allgemein Wehmut breit, weil es die letzte RTF war. Echt schade um diesen tollen Saisonabschluss.

Schließlich machten wir uns auf die letzten Kilometer ins Ziel. Ich wollte jetzt einfach zurück und erhöhte nochmal etwas das Tempo.
Mittlerweile war ich richtig wach. Über Oberaden ging es vorbei an Lanstrop nach Asseln. Dann an der Bahnlinie entlang, vorbei an der Deponie Schleswig zurück zur Europaschule. Hier erreichten wir um 12:40 Uhr nach 76 km mit einem Schnitt von über 25 km/h das Ziel. Ca. 400 Hm, die meisten davon in Cappenberg hatten wir "erklommen".
Zur Belohnung gab es Kaffee und Kuchen und eine Menge Gespräche. Dann die ersten Verabschiedungen. Einige Mitstreiter werde ich erst nächstes Jahr wieder sehen. Das Saisonende hat schon auch immer etwas trauriges.

Bis gegen 15 Uhr saßen wir noch mit verschiedenen Leuten zusammen, bis Günters Frau Gabi eintraf. Sie hatte sich unterwegs leicht verfahren, kam aber glücklich und geschafft ins Ziel. Jetzt verabschiedete ich mich auch von den Beiden. Günter werde ich nächsten Sonntag bei meiner absolut letzten RTF für 2016 in Haltern noch mal sehen. Gabi ist dann leider nicht dabei.

Ein schöner Sonntag ging zu Ende und ich machte mich mit meiner Pink Lady auf den kurzen Heimweg. Insgesamt kamen mit An und Abfahrt etwas über 91 km zusammen.
lg Jennifer

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Mittwoch, 19. Oktober 2016, 22:18

Herbst Impressionen - Haltern am See RTF

Mitte Oktober fand die für dieses Jahr endgültig letzte RTF in NRW statt. Da mir noch zwei Pünktchen zur Erreichung meines Saisonzieles fehlten, fand ich mich Morgens um 8 Uhr in Haltern am See ein. Die Sonne ging langsam auf, aber es war mit 6 Grad doch recht kühl. Der Sommer war definitiv vorbei. Noch hier und da ein bisschen unterhalten und dann machte ich mich gegen 8:30 Uhr auf den Weg. Da für den Nachmittag noch einmal 20 Grad angesagt waren, hatte ich mich ein wenig zu dünn angezogen. Vor allem an den Fingern wurde es am Anfang ziemlich kalt.

Die Strecke führte schnell aus Haltern heraus. Nach ca. 7 km war Lippramsdorf erreicht. Hier führten schon einige RTF durch.
Dann wurde es wieder sehr ländlich und herbstlich.


Herbststimmung im Münsterland.


Kalt, aber schön war es.

Weiter ging es durch Wulfen-Barkenberg. Die ein oder andere Steigung war dann um Kleinreken zu meistern.


Bei Kleinreken kam dann nach knapp 25 km die erste Kontrolle. Auch hier Herbststimmung pur. Mittlerweile hatte ich mein Tempo auch erhöht und dadurch auch leider weniger Fotos gemacht. Bald führte die Strecke dann östlich nach Dülmen. Mittlerweile hatte die Sonne auch mehr Kraft und ich mich warm gefahren. Jetzt war es ganz angenehm, auch wenn die Temperatur von den versprochenen 20 Grad noch etwas weg war.


Hinter Dülmen dann nach knapp 50 km die zweite Kontrolle. Hier war schon einiges los. Es war noch immer Vormittags.
Nachdem ich mich kurz verpflegt hatte, ging es weiter. Kurze Zeit später dann die Streckenteilung. Links ging es auf die 112 km Strecke, rechts auf die 70er. Ohne zu zögern bog ich rechts ab. Zwei Punkte reichten mir und ich wollte auch endlich mal früh im Ziel sein. Noch einmal zog ich das Tempo an. Und so erreichte ich nach 70 km gegen 11:30 Uhr das Ziel mit einem Schnitt von knapp 25 km/h.

Hier traf ich auf zwei Vereinskollegen die die 50er Strecke gefahren waren. Kurzer Plausch, das alte Rickert des Vereinskollegen bewundern,
und dann meldete ich mich erst einmal ab und kassierte die letzten Punkte für mein Saisonziel. Geschafft!
Jetzt kam der gemütliche Teil der Veranstaltung. Kaffee und Kuchen und mit anderen quatschen. Radsportler sind halt sehr gesellig.
lg Jennifer

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Sonntag, 23. Oktober 2016, 19:35

Wanderfahrt Wannebachtal-Ruhr


Mein Radsportverein rief wieder zur jährlichen Wanderfahrt auf. Es gab zwei Gruppen, die Radwanderer und die Wanderer.
Ein Mitglied des Vereins hatte bereits eine Tour ausgearbeitet. Ausgangspunkt war das Wirtshaus Krämer im Wannebachtal.
Bei 3 Grad und Nebel fanden sich jede Menge dick eingepackte Wanderer und zwei Radfahrer ein.


Uwe hatte sein klappbares Trekkingrad von Link dabei und ich reiste mit dem Peugeot an. Zu zweit machten wir uns dann auf den Weg, um die Radsportfahne hoch zu halten. Ich hatte die Tourbeschreibung in eine gpx-Datei umgewandelt und in mein Navi geladen.

Zunächst führte der Weg uns nach und durch Schwerte. Zum Glück war so früh am Sonntag noch kaum Verkehr.



Nicht weit vom Stausee Hengsen kam dann wenigstens teilweise die Sonne durch.

Nach der Umfahrung einer Baustelle erreichten wir die Ruhr.



Bei der Überquerung strahlte die Sonne über der Ruhr, die viel Wasser führte.



Auf dem Weg nach Hennen waberte der Nebel über den Feldern. Eine tolle Herbststimmung.

Nach Hennen durchquerten wir Villigst. Der Verkehr nahm langsam zu.



Hinter Ergste wurde der Nebel wieder dichter. Sah schon etwas gespenstisch aus.

Dann führte uns die Route wieder über die Ruhr und durch Westhofen.



Über die Syburgerstraße ging es zurück ins Wannebachtal, wo uns strahlender Sonnenschein erwartete.




Nach über 36 km und mit einem Schnitt von knapp 19 km/h mit 350 Höhenmeter erreichten wir unseren Ausgangspunkt. Die Wanderer hatten wegen der Kälte abgekürzt und warteten schon auf uns. Zur Belohnung und zum Aufwärmen gab es für jeden Teilnehmer einen Aufgesetzten.
Danach aßen wir alle zusammen im Wirtshaus zu Mittag. Ein geselliger Abschluss einer viel zu kurzen Wanderfahrt.
Aber ich hatte ja noch meinen Rückweg und kam dann noch auf über 56 km und deutlich mehr Höhenmeter. Der Hinweg führte stetig bergauf und auch zurück gelangen mir noch ein paar Höhenmeter.

Die Kälte fand ich nicht schlimm, da ich dieses Mal gut vorbereitet war. Und so freue ich mich schon auf die nächsten Herbst/Wintertouren, die privat organisiert werden und garantiert deutlich länger ausfallen werden.
lg Jennifer

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Sonntag, 30. Oktober 2016, 09:19

Aus dem Sommerschlaf gerissen


habe ich mein Mountainbike. Nachdem ich es 8 Monate nicht bewegt hatte waren einige Wartungsarbeiten nötig.
So verbrachte ich den letzten Samstag im Oktober bei strahlendem Sonnenschein in der Werkstatt. Neue Kette von SRAM, anderer Sattel und den Vorderreifen wechseln. Dazu Schaltung einstellen, Verschraubungen überprüfen und hier und da etwas Fett oder Öl. Nachmittags ging es dann noch auf eine kleine Überprüfungsrunde. Das Mountainbike ist kein Klassiker sondern mit 16 Jahren eher ein Youngtimer.

Über die Bahntrasse von Phönix-West zum Phönixsee, dann hinter dem See über eine andere Trasse bis nach Asseln. Hier fuhr ich südlich bis zum Aplerbecker Wald. Ein paar breite Waldwege und den ein oder anderen Trail nahm ich unter die Stollenräder. Am Anfang krachte die Kette so fürchterlich das ich direkt wieder umdrehen wollte. Nach ein paar Kilometern wurde es besser. SRAM-Ketten mag mein Rad wohl doch nicht so.
Auch die Schaltung, die auf dem Montageständer noch klaglos funktionierte, zickte jetzt teilweise rum. Da muss ich wohl noch mal nachbessern.
Trotzdem setzte ich die Fahrt fort. Das Wetter war einfach zu traumhaft. Sonne und ca. 10 Grad. Ich war schon etwas winterlich angezogen, daher war mir nicht kalt.

Nach dem Aplerbecker Wald fuhr ich nach Lichtendorf, bog dann aber schnell nach Schwerte ab. Hier hielt ich mich am Rande der Stadt immer an den nördlichen Bahnlinien entlang.



Ein kleiner Plausch mit den vierbeinigen Anwohnern ließ ich mir nicht nehmen. Immer gut wenn man auf Ortskundige stößt.



Die Sonne stand schon tief und die Schatten wurden länger. Die A1 links von mir konnte man nicht einmal erahnen, zugewucherten Schallschutzwänden sei Dank.



Den Schwerter Funkturm hatte ich meistens im Blick. Er diente mir als Orientierungspunkt.




Von Schwerte führte mich der Weg nach Holzen. Unterwegs konnte ich dann den Sonnenuntergang bewundern.

Weiter ging es durchs Niederhofer Holz. Im Wald wurde es schon etwas dunkel, aber ich hatte ja Licht dabei.
Wieder konnte ich einige schöne, wenn auch manchmal steile Singletrails unter die Räder nehmen.



In Höchsten fiel mir dann dieser Klassiker ins Auge. Ein Ford Pickup aus den 50er Jahren. Statt der Holzkiste hinten ein paar Radhalter und man hätte einen stilvollen Radtransporter.

Über Höchsten und Berghofer Mark erreichte ich schließlich Loh. Dort fuhr ich noch einen Singletrail durch den Wald, bevor ich bergab Wellinghofen erreichte. Dann noch eine schnelle Abfahrt und ich war wieder in Hörde.


36 km waren jetzt nicht viel, aber da der Geländeanteil relativ groß war, ging das noch in Ordnung. Der Schnitt von 14 km/h war selbst für Gelände eher lahm. Höhenmeter gab es einige, aber da das Navi nicht mitlief kann ich dazu keine Angaben machen.
Die Kette hat sich zum Schluss immer mehr angepasst, aber die Schaltprobleme blieben und ließen sich unterwegs auch nicht beheben.
Womit ich aber nach 8 Monaten Rennrad viel mehr Probleme hatte, war die gerade Lenkstange. Wir werden wohl keine Freunde mehr. Werde mich bald mal auf die Suche nach einem geeigneten Rennlenker machen. Mir schwebt so ein Lenker wie beim Koga Beach Racer vor.
Mal sehen.

Die Tour selber war einfach spontan gefahren ohne genauen Plan und hat richtig Spaß gemacht.
lg Jennifer

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Mittwoch, 2. November 2016, 10:23

Ruhrgebiets Trassentour


Der letzte Sonntag im Oktober versprach noch mal passables Wetter zum Abschluss. Temperaturen um die 12 Grad und ein Mix aus Sonne und Wolken. Schnell hatte ich eine Tour ausgearbeitet. Von Dortmund über Bochum nach Gelsenkirchen, weiter nach Recklinghausen und dann Herne und über Castrop Rauxel zurück nach Dortmund. Dabei wollte ich möglichst viele ehemalige Bahntrassen "mitnehmen". Einige waren unbekannte kleine Industrietrassen. Der Gravelroad Anteil war mal wieder ziemlich hoch. Aber mit meiner Bloody Mary, trotz 25 mm Reifen, kein Problem.
Es ging allerdings erst gegen Mittag los.



Von Phönix-West fuhr ich über die erste Bahntrasse zum Rombergpark. Unterwegs tauchte im Hintergrund der Dortmunder Fußballtempel auf, eine Pilgerstätte für Zehntausende.

Über Barop und Witten erreichte ich Bochum Langendreer. Dann fiel mir auf dem Weg in die Bochumer City in Altenbochum ein kleines Hinweisschild auf, Walter Lohmann Ring. Während ich noch überlegte kam die Erkenntnis das es sich wahrscheinlich um eine Radrennstrecke handelte. Also schnell umgekehrt und den Hinweisen zu einem grünen Tor gefolgt. Ich lag richtig. Es handelte sich um eine Trainingsstrecke für Radsportler, benannt nach dem Bochumer Radrennfahrer Walter Lohmann, der unter anderem 1937 in Kopenhagen auf der Bahn Weltmeister wurde und auch oft auf der Bahn in Dortmund fuhr und gewann. Leider starb er schon 1993.


Da das Tor offen war ließ ich mir eine Runde über den Ring nicht nehmen. Im Start/Zielbereich dann schnell noch ein Foto gemacht.

Weiter ging es durch die Bochumer City.


Vor dem Rathaus gab es dann eine Touristenführung. Ich fuhr jedoch schnell weiter bis zum Westpark.



Im Westpark fand ich dann auch die berühmte Jahrhunderthalle vor. Ein Veranstaltungsort für viele große Konzerte.


Dafür hat man Reste der alten Gußstahlfabrik kunstvoll neu zusammengestellt. Was immer das auch darstellen sollte, ergab es aber doch einen interessanten Fotohintergrund.



Am Ende des Parks begann dann die Erzbahntrasse mit einer schwungvoll gestalteten Hängebrücke. Mittlerweile überwog die Bewölkung, aber es blieb trocken. Da ich etwas spät dran war, gab ich auf der Trasse Gas. Auch den Imbiss auf der Trasse, der gut besucht war, ließ ich links liegen. Kurz vor dem ZOOM (Gelsenkirchener Zoo) stieg ich dann aus der Trasse aus.



Nun folgte ich ein Stück dem Weg entlang der Bahnlinie, bevor ich dann Richtung Rhein-Herne-Kanal abbog. In der Nähe der Zeche "Unser Fritz" überquerte ich den Kanal und kurz darauf die Emscher.



Dann folgte ich ein Stück der Emscher, bevor ich links zur Halde Hoppenbruch abbog. Diese passierte ich westlich.



Und fuhr dann auf die Halde Hoheward zu. Diese umrundete ich im Uhrzeigersinn, teilweise auf den alten Industrietrassen.
Danach führte die Route wieder Richtung Süd-Osten zurück zur Emscher und dem Kanal.



Einige Trassen konnte ich nur kreuzen, da sie leider gesperrt waren. Es ist schon erstaunlich was es im Ruhrgebiet für ein Geflecht von Trassen gibt. Viele sind zum Glück befahrbar. Manche leider noch nicht.

In Herne überquerte ich dann wieder den Fluss und den Kanal am Herner Stadthafen. Nun begleitete ich den Kanal bis Castrop-Rauxel. Hier trennten sich unsere Wege.



In Castrop fuhr ich dann an diesem herbstlichen Haus vorbei. Es leuchtete regelrecht. Auch in den Städten gibt es also immer wieder Interessantes zu sehen.



Am Ortsende hatte ich dann allerdings irgendwie das Gefühl mich verfahren zu haben. Nur 1 km bis Schwerin? Da meine Großmutter aus Mecklenburg kam, war mir Schwerin durchaus geläufig und ich hätte es deutlich weiter nordöstlich verortet. Vielleicht gibt es ja doch so etwas wie die Krümmung von Zeit und Raum und ich habe gerade das beamen für mich entdeckt. Scotty lässt grüßen.

Hinter Schwerin, was mir so völlig unbekannt vorkam, erreichte ich dann Bodelschwingh. Glück gehabt, doch keine Abkürzung nach Mecklenburg, sondern der Weg nach Hause. Huckarde passierte ich westlich und erreichte schließlich den Revierpark Wischlingen, den ich durchquerte.



In der Dämmerung dann noch eine kleine Geländeeinlage. Da ich falsch abbog und keine Lust zum Umkehren hatte, fuhr ich mit dem Renner bergab über einen sehr holprigen Feldpfad. So kam ich wieder auf meine Route. Erstaunlich was mit so einem Rennrad alles geht, wenn man möchte.



Nun schon im Dunkeln ging es hinter dem Westfalen Stadion durch den dunklen Wald der Bolmke. Da die Hauptwege wegen Bergsturz größtenteils gesperrt waren, fuhr ich einige Trail. Das war aufgrund der Sichtverhältnisse nur langsam möglich. Aber ich schaffte es weder Wurzeln, noch Schlaglöcher, noch Hunde und Besitzer zu übersehen.



Endlich kam ich wieder aus dem Wald raus und genoss beim überqueren der Bahnlinie noch einmal den Blick auf das beleuchtete Stadion.
Von hier war es nicht mehr weit bis Phönix-West und bald war ich zu Hause.

Nach 85 km und ca. 800 Höhenmeter endete eine schöne und abwechslungsreiche Tour. Die Geländeeinlagen waren nichts für empfindliche Gemüter. Mit meinem Peugeot oder dem Bianchi wäre ich da sicher nicht lang gefahren. Aber das Meral ist deutlich härter im Nehmen und prädestiniert für solche Strecken.
lg Jennifer

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Donnerstag, 3. November 2016, 11:27

Goldener Oktober


Am letzten Tag holte der Oktober noch einmal das beste Wetter aus der Schatulle. Sonne satt und um die 15 Grad versprachen bestes Radelwetter.

So fuhr ich dank Urlaub am Montag Morgen mit meinem Meral los. Zunächst ging es von Hörde über die B1 zum alten Hellweg, der parallel verläuft. Vorbei an der Trabrennbahn und dem Hauptfriedhof fuhr ich über Asseln bis nach Wickede. Dann führte der Kurs durch Wasserkurl, Kamen und Bergkamen nach Herringen. Hier sammelte ich Mr. Sakura ein, der mit seinem Cannondale Cyclocrosser mitfuhr.

Zu zweit ging es zum Datteln-Hamm-Kanal, dem wir Richtung Osten folgten.



Die Lippe floss teilweise direkt neben dem Kanal. Hier fand sich ein schönes Plätzchen für eine kleine Pause.



Im Wasserschloss Oberwerries befindet sich eine Bildungs- und Begegnungsstätte. Bei dem Ambiente sollte man vielleicht mal wieder über eine Weiterbildung nachdenken. Auch die Umgebung der Lippeauen hatte etwas von Erholungsgebiet.



Über einen Feldweg ging es dann vom Schloss zurück zur Lippe. Mit der Kettenfähre setzten Kapitän Sakura und ich dann über.



Blauer Himmel. Kein Wölkchen trübte das schöne Blau.



Kein Wölkchen? Falsch, diese Wolke sollte uns für den Rest der Tour (zumindest solange es hell war) am Horizont begleiten. Wir fuhren quasi in einem Bogen drum herum.



Doch zunächst blieben wir in den Lippeauen. Dort gab es immer wieder Aussichtspunkte.



Die Auen boten uns Natur pur.



Der Herbst zeigte sich von seiner schönsten und buntesten Seite. Tolle Farbtöne, auch für eine Rahmenlackierung.



Im Dschungel von Malaysia? Nein, nur in den Lippeauen.

Doch dann verließen wir die Lippeauen und reisten über Lippborg nach Herzfeld. Hier gab es eine Verpflegungspause im Cafe Twin.
Nachdem ich meinen Durst mit alkoholfreien Bier gelöscht hatte, gab es Kaffee und leckere Cremtorte. Die Torten waren wirklich ein Genuss. Kann man nur empfehlen. Wir aßen jedenfalls direkt zwei Stücke draußen in der Sonne sitzend.
Doch auch die schönste Pause war mal zu Ende und so zogen wir weiter.



Bevor wir Herzfeld Richtung Süden verließen statteten wir noch dem Schloss Hovestadt einen Besuch ab. Das Schloss selber schien in Privatbesitz, aber der Schlossgarten war für die Öffentlichkeit freigegeben.

Über kleine Landstraßen erreichten wir schließlich Soest, die alte Handelsstadt am Hellweg (Handelsweg).



Hier warfen große Ereignisse bereits ihre riesigen Schatten voraus. Zwei Tage später sollte die Allerheiligenkirmes starten. So herrschte reges Treiben bei den Schaustellern.



Dazu kamen noch jede Menge Einkaufswillige in der Altstadt von Soest.

Wir beschlossen Soest schnellstmöglich zu verlassen und folgten dem alten Hellweg nach Werl.



Unterwegs dann in einem Dorf noch eine kurze Pause unter einem schattigen Baum.



Langsam ging die Sonne am Horizont unter. Zum Glück waren wir Beide Lichttechnisch gut ausgerüstet. Weiter ging es auf dem alten Handelsweg bis kurz vor Unna. Hier trennten sich unsere Wege. Mr. Sakura nahm Kurs auf Hamm und ich fuhr den Hellweg weiter bis nach Unna.
Hier erlebte ich die nächste Überraschung. Wieder Kirmes in der Altstadt, aber dieses Mal bereits voll in Betrieb.
Ich schlängelte mich, mein Rad schiebend, durch die Menschen, verzehrte noch einen Energieriegel und machte mich mittlerweile im Dunkeln auf den Heimweg.



Dann sah ich in Wickede auf dem dortigen Friedhof dieses Bild. Hunderte von Kerzen kündeten von dem kommenden Feiertag, an dem der Toten gedacht wurde.

Gegen Abend kam ich nach 150 km von einer schönen und interessanten Tour zurück. Auch wenn ich in der Gegend schon vieles gesehen habe, es gibt immer noch Neues für mich zu entdecken. Bin mal gespannt was der November für mich bereit hält.
lg Jennifer

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Sonntag, 8. Januar 2017, 19:22

Winterzeit - Radelzeit

Der 1. Lauf zur Westfalen Winter Bike Trophy stand am 2. Januarsonntag an. Für mich der Einstieg in die Radsportsaison 2017.
So machte ich mich zeitig auf nach Capelle im schönen Münsterland. Viel sah man allerdings nicht von der Landschaft, da es ordentlich nebelte. Wie es sich für eine Winter Trophy gehörte herrschten sowieso winterliche Bedingungen. Temperaturen um die 0 Grad, Eis und etwas Schnee mahnten zur Vorsicht. Ich startete mit meinem MTB Bully, das man mit etwas gutem Willen als Youngtimer bezeichnen könnte (17 Jahre alt).


10 Uhr sollte Start sein, aber aufgrund der Witterung ließ man uns erst eine halbe Stunde später starten. Das brachte zwar auch nicht viel, aber was soll´s. Dafür hatte man Zeit zum quatschen. Einige bekannte Gesichter traf ich jedenfalls. Selbst die Moerser waren am Start.

Nach einer kurzen Ansprache ging es dann gemächlich los. Da ich 7 Wochen wegen Krankheit nicht fahren konnte, nahm ich mir nur die 36 km Strecke vor. Und ich ließ mir Zeit. Zur Sicherheit lief mein neues Garmin-Navi mit dem Track mit. Das sollte sich noch bewähren.

Anfangs auf der Straße war etwas Schneematsch. Kurz zuvor war aber noch ein Streufahrzeug durchgefahren. Anders sah es dann auf den Wald- und Feldwegen aus.

Gefrorener Matsch und Schneereste verlangten eine sichere Fahrweise. Zumindest gab es dieses Mal keinen tiefen Schlamm. Mein Schaltwerk nahm das mit Freude zur Kenntnis und funktionierte problemlos.

Zunächst führten verschlungene Wege nach Südkirchen, bevor es durch Wald und Park zum Schloss Nordkirchen ging.

Die Statuen im Schlosspark wirkten eher gespenstisch. Da fiel mir spontan ein alter Gruselfilm ein: The Fog, Nebel des Grauens.
Also schnell weiter bevor es mich holte.

Dann war die 1.Kontrolle an der Orangerie des Schlosses erreicht. Hier ließ ich nur stempeln. Verpflegung brauchte ich nicht. Wird mal Zeit abzunehmen. Und Wasser hatte ich genug im Trinkrucksack.


Die Orangerie hatte mehr Ähnlichkeit mit einem Geisterschloss. Kalt lief es mir den Rücken runter. Kann aber auch nur die Kälte gewesen sein.
Ich fuhr weiter. Kurz darauf die Streckenteilung. Ich ließ die 52 km Strecke links liegen und bog rechts auf die 36er ab.

Die Schlammpassage durch den Wald, die mich letztes Jahr ein Schaltwerk kostete, umfuhr ich dieses Mal über die ausgeschilderte Straßenroute.
Leider fehlte dann ein Teil der Schilder. Aber mein Navi konnte da glänzen. So erreichte ich die 2. Kontrolle auf einem Bauernhof.

Auch hier wieder nur Stempel holen und weiter ging es. Die Kilometer bis zum Ziel wurden jetzt schon einstellig.

Aber ein paar Schwierigkeiten warteten noch. Die Strecke war geändert worden und wich von der in meinem Navi ab. Zum Glück fehlten hier aber keine Pfeile mehr. Erst als ich wieder auf der Navistrecke war, hatte Jemand Pfeile abgerissen und auf den Boden geschmissen. Dank Navi aber kein Problem. Es gab auch noch ein paar rutschige Waldpassagen.




Danach ging es dann nach Capellen zurück. Hier waren die Straßenverhältnisse mittlerweile wieder gut. Durch die Ortschaft fuhr ich zum Ziel.
Nach etwas über 36 und mehr als zwei Stunden war ich im Ziel. Der Schnitt betrug über 16 km/h, was für Gelände und Eis und Schnee gar nicht so schlecht war. An meiner Form muss ich nach der langen Pause noch arbeiten, aber ich war ganz zufrieden. Es hat trotz der Bedingungen richtig Spaß gemacht. Beneidet habe ich allerdings die wenigen Cyclocrossfahrer. So ein Rad hätte ich auch gerne, statt MTB. Rennlenker liegt mehr mehr wie der gerade Besenstiel.
Ach ja, die Teilnehmerzahl habe ich leider noch nicht. Habe vergessen zu fragen. Reiche ich aber nach.
lg Jennifer

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80

Sonntag, 15. Januar 2017, 20:50

Schnee oder nicht Schnee? Das ist hier die Frage!

So oder so ähnlich sahen meine Gedanken vor dem 2. Lauf zur WWBT in Werne aus. Der Wetterbericht gab in den letzten Tagen so ziemlich alles her was man sich vorstellen konnte. Morgens beim Start in Dortmund war es kalt, aber trocken. Von Schnee keine Spur. Also auf nach Werne.
Auf der Autobahn auch alles frei. Dann, ein paar Kilometer vor Werne, Schnee! Echter weißer Schnee! Also doch richtiger Winter. Na gut ein knapper cm Schnee ist noch nicht richtig Winter. Aber wenigstens war es kalt.



Jede Menge Getümmel am Start. Da ich etwas spät dran war, ging es direkt zur Anmeldung und dann an den Start.






Auch die ersten Meter über Waldpfade waren noch sehr winterlich. Also vorsichtig warm fahren. Traktionsprobleme hatte ich allerdings anfangs nicht.

Dann kam die Schlammpassage wo letztes Jahr viele stecken blieben. Dieses Mal war der Schlamm nicht ganz so zäh und tief, dafür aber dünnflüssiger. Entsprechend sah das Rad nach kurzer Zeit aus.

Die erste Kontrolle am Sportplatz in Cappenberg bot dann nach ca. 17 km eine kurze Pause. Die Feuerstelle zum aufwärmen nutzte ich allerdings nicht. Nur nicht verweichlichen.



Dann ging es auf die 20 km Schleife der 50er Strecke. Hier wurde das Teilnehmerfeld schon etwas dünner. Unterwegs gab es dann sogar noch einen Abzweig auf eine 80 km Strecke. Mir reichten die 50 völlig aus. Die Stempelkontrolle auf der Schleife fehlte dieses mal, was mich etwas irritierte, aber richtig war, wie ich später erfuhr. Dann traf ich auf einen Fahrer mit losen Speichen. Eine beachtliche Acht zierte bereits das Hinterrad. Mit meiner Zange konnte er die Speichen wieder etwas fest ziehen. Da er Scheibenbremsen hatte schliff wenigstens nichts.

Dann kam ich ein zweites Mal zur Kontrolle in Cappenberg. Ein heißer Tee und ein Stück Banane und weiter ging es. Von hier waren es nur noch 13 km bis ins Ziel. 13 sehr lange Kilometer. Es warteten noch einige schlammige Trails auf uns. Meine Schaltung mochte den Schlamm zum Schluss gar nicht mehr und zickte etwas rum. Dabei war das eigentlich meine Aufgabe.









Zwischendurch legte ich immer mal wieder einen Fotostop ein.






Am Ende der Fahrt kam sogar immer mehr die Sonne durch. Doch bei der Strecke blieb kein Rad und kein Teilnehmer sauber.
Fangopackung für Radler sozusagen. Mein Schnitt litt auf den letzten Kilometern etwas unter meiner Kraftlosigkeit. Bis ich an meine Form vom letzten Herbst anschließen kann, dauert es wohl noch etwas.

Nach 50 km und 3 Stunden Fahrtzeit erreichte ich dann etwas durch gefroren das Ziel. Wieder drei Punkte für die Jahreswertung erradelt und eine schöne und abwechslungsreiche Tour gefahren.



Dann zum Schluss noch in die Schlange gestellt. Einmal waschen, legen, föhnen bitte. Na gut, Rad sauber machen reichte mir auch.

In der Kantine traf ich noch einige Bekannte, teilweise aus Düsseldorf und Moers. Die Trophy ist weit über Westfalen hinaus bekannt. Bei Kaffee und Kuchen ließ ich, trotz Diät, den Radtag ausklingen.

740 Biker/innen fanden an den Start. Das finde ich schon beachtlich bei den Temperaturen.
Nächsten Sonntag geht es dann in Aplerbeck weiter. Da kann ich quasi zu Fuß hin. Aber ich werde wohl das Rad nehmen und auf der 56er Strecke starten. Die wird mit fast 800 Höhenmeter ein hartes Stück Arbeit, führt aber bis an den Rand des Sauerlandes. Eine schöne Strecke, die mich letztes Jahr ein Schaltwerk kostete. Dieses Jahr werde ich vorsichtiger sein.
lg Jennifer

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