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Montag, 1. Mai 2017, 20:40

Le Bianchi Incontro Parte Uno

29.04.2017

Bianchi-Hilde hatte Ende April zum jährlichen Bianchi-Treffen nach Bielefeld geladen und einige kamen mit ihren klassischen Bianchis. Ich war das erste Mal dabei, da ich mir über den Winter ein weißes Bianchi Rekord 910S von 1987, genannt Donna Bianca, aufgebaut hatte. Das Mittelklasserad war für mich der Eintritt in die Bianchi-Welt. So buchte ich ein Hotel in der Nähe des Treffpunkts und reiste Morgens an. Auf der Autobahn war alles leer und so kam ich gut durch. Schon mal im Hotel anmelden, aufs Zimmer konnte ich erst später, und dann einen Kaffee trinken. Rechtzeitig machte ich mich dann auf den Weg zum Treffpunkt. 10 Uhr war vereinbart, aber ein paar Teilnehmer waren schon da als ich 20 vor eintraf. Großes Hallo in Hildes Küche, die schon etwas voll war. So lernte ich auch Hildes Frau und seine beiden Töchter kennen. Natürlich wurde über Räder gefachsimpelt, und das auf englisch, da ein Gast aus GB anwesend war, der aber leider nicht mitfuhr. Da ich zwar noch regelmäßig auf englisch lese, aber mittlerweile seltener spreche, hielt ich mich etwas zurück. Das ich mal kurze Zeit in Süd-England zur Schule ging, ist halt auch schon fast 40 Jahre her.



"Etwas" später schafften wir es schließlich uns zu einem gemeinsamen Foto vor der Ausfahrt aufzustellen. Das Foto habe ich mir von Andreas geliehen. Von rechts nach links: Knut, Bernd, Peter, Hilde (Andreas) und ich (Jennifer). Zu fünft fuhren wir dann irgendwann nach elf Uhr auch los. Es war mit ca. 6 Grad noch sehr kühl und bedrohlich bewölkt. Zunächst ging es oberhalb von Bielefeld nach Stieghorst. Da hatten wir schon die erste noch moderate Steigung in den Beinen. Ländlich fuhren wir auf welligem Terrain nach Oerlinghausen. Weitere Orte waren Währentrup, Stapelage und Augustdorf. Peter hatte dann in Hiddesen einen Platten. Von hier ging es hoch zum Hermannsdenkmal. Da Peter eh nicht mitfahren wollte, "deponierten" wir ihn in einem Eiscafe und machten uns zu viert an den "Aufstieg".



Während Hilde und Bernd uns mühelos davon fuhren, waren Knut und ich etwas langsamer. Vor den Serpentinen kamen immer etwas steilere Rampen, doch mein Bianchi und ich zogen gleichmäßig langsam unsere Bahn. Der Tacho zeigte an den steilen Stellen 7 bis 8 km/h an. Langsamer ging nicht mehr. Knut hielt dann an und wollte umkehren. Er war dieses Jahr noch nicht viel gefahren und da tat der Anstieg besonders weh. Konnte ich gut verstehen. Ich sagte den beiden anderen dann oben am Parkplatz Bescheid und wir fuhren die letzten 100 Meter zu dritt zum Denkmal hoch.



Hier gab es erst einmal ein paar Gruppenfotos. Ich ließ mich auf dem Foto durch die Donna vertreten.



Der Hermann drohte da mit erhobenem Schwert, doch ich fand das Stahl sich an einem Rennradrahmen besser machte.



So machte meine Donna Bianca mal wieder eine ausgesprochen gute Figur. Italienische Eleganz, Lässigkeit und Sportlichkeit halt. Wir brachen gerade auf um uns die Abfahrt vorzunehmen, da kam Knut doch noch. Er hatte sich den Rest der Steigung hoch gekämpft und war ziemlich fertig. Das nenne ich mal Kampfgeist. Natürlich machten wir dann auch noch ein paar Fotos von ihm vor dem Hermannsdenkmal.
Dann kam die Abfahrt mit Anfangs 20 %. Da sie auch sehr kurvenreich war und meine 30 Jahre alten Single Pivot Bremsen nicht so gut waren wie meine nur 2 Jahre jüngeren Dual Pivot von 1989 am Peugeot, fuhr ich etwas verhaltener bergab. Über Heiligenkirchen kamen wir dann zurück nach Hiddesen. Dort sammelten wir Peter mit reparierten Reifen ein und machten uns auf den Rückweg. Die Route führte uns am Kupferberg vorbei nach Hiddentrup und Billinghausen. Auch hier war das Profil wieder sehr wellig. Flach gab es rund um Bielefeld eher nicht. Wir passierten dann noch so malerische Orte wie Asemissen, Bechterdissen und Berkenbruch.



Dann ging es wieder oberhalb von Bielefeld zurück nach Stieghorst. Die Aussicht ins Tal war nicht schlecht.



Knut war froh das unsere Tour sich dem Ende näherte. War wohl seine erste richtige Tour dieses Jahr und dann direkt zum Hermann rauf.



Noch einmal den Fernblick genießen und dann rollten wir bergab zu Hilde. Dort gab es dann am Nachmittag Kaffee und frischen Käsekuchen zur Belohnung. Und natürlich wurde wieder jede Menge über alte Bianchis und Radsport gequatscht.



Schließlich stellten wir alle Bianchis in Hildes Garten in einer Reihe. Hilde und Peter steuerten mehre Räder für das Foto bei. Das älteste Rad auf dem Foto war aus den 50er Jahren das neueste wohl aus den 90ern. Meine Donna Bianca lockerte das Ganze dann farblich auf. Hatte ich noch vorher wegen der französischen Mavic-Felgen an meinem italienischen Klassiker ein schlechtes Gewissen, stellte ich fest das viele der Bianchis auf Mavic-Felgen rollten. Es war auf jeden Fall eine beeindruckende Ansammlung von Rädern.



Noch ein paar Daten zur Tour: Wir fuhren lediglich 65 km, sammelten aber 850 Höhenmeter an und das mit einem Schnitt von "nur" 20 km/h. Das lag aber vielleicht auch daran das während der Fahrt viel gequatscht wurde. Es war auf jeden Fall eine sehr schöne Tour und ich war bestimmt schon 15 Jahre nicht mehr mit dem Rad am Hermannsdenkmal. Wurde also wieder mal Zeit. Auch wenn ich sicher keine Bergziege bin, kam ich ganz gut zurecht. Nur mit kalten Muskeln einen Berg hoch fahren mag ich nicht. Aber die anfänglichen Wellen waren noch moderat. Das Wetter hielt sich und wir bekamen keinen Tropfen ab. Aber es blieb kühl und das Thermometer kletterte selbst Nachmittags nicht über 10 Grad. Am späten Nachmittag verabschiedete ich mich, um im Hotel zu duschen und mich umzuziehen. Hilde hatte für Abends ein Tisch beim Italiener bestellt und für drei von uns noch eine Überraschung. Knut konnte leider nicht mehr mit und musste dringend nach Hause.

Wir trafen uns dann Abends wieder bei Hilde. Christian und seine Frau Susanne waren dann auch mit dabei. Wir fuhren mit der Straßenbahn in die Bielefelder City und machten es uns beim Italiener bequem. Natürlich gab es leckere italienische Küche. Und dann gab es die Überraschung die Andreas schon angekündigt hatte. Peter, Bernd und ich bekamen jeweils eine Bianchi Owners Club Germany Tasse überreicht. Während Peter und ich um die Wette strahlten, konnte Bernd auf dem Foto seine Freude gar nicht in einen Gesichtsausdruck fassen. Das Foto habe ich mir wieder von Andreas geliehen, da ich meine Kamera Abends leider nicht dabei hatte.



Nach viel leckerem Essen und anregenden Gesprächen ging der Abend spät zu Ende. Es war wohl nach 23 Uhr als ich im Hotel ankam und einen wunderschönen Tag in Bielefeld Revue passieren ließ. Ich freute mich schon auf den zweiten Teil des Treffens am Sonntag.
lg Jennifer

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Dienstag, 2. Mai 2017, 07:47

Schöner Bericht, aber farblich gesehen fällst Du ganz schön aus dem Rahmen. :D
Die Glorreichen schieben ...

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Dienstag, 2. Mai 2017, 07:50

Schöner Bericht, aber farblich gesehen fällst Du ganz schön aus dem Rahmen. :D
Ich falle halt gerne aus dem Rahmen. :D
lg Jennifer

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Dienstag, 2. Mai 2017, 10:11

Bianchi Owners Club, hört hört :thumbup:

Hat/hatte das bei Bianchi irgendwas zu sagen, wenn ein Rad mal nicht in Celeste daher kommt?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Goradzilla« (2. Mai 2017, 10:14)


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Dienstag, 2. Mai 2017, 10:36

Bianchi Owners Club, hört hört :thumbup:

Hat/hatte das bei Bianchi irgendwas zu sagen, wenn ein Rad mal nicht in Celeste daher kommt?
Nö, aber gab nur wenige Räder in anderen Farben. Die Rekord Modelle in den 80er Jahren gab es in rot, weiß und silber und bei bestimmten Modellen wie dem Rekord 920 auch in mint. Das Centenario gab es 1985 in einem wunderschönen schwarz mit viel Tiefenwirkung. Da waren die Schriftzüge dann aber celeste. Die älteren Modelle gab es meines Wissen wohl nur in celeste. Aber auch das celeste hat sich im Laufe der Jahrzehnte verändert. Bianchi gibt es ja bereits seit 1885.
lg Jennifer

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Dienstag, 2. Mai 2017, 21:06

Le Bianchi Incontro Parte Due

30.04.2017

Am zweiten Bianchi-Tag war das Wetter schon deutlich freundlicher. Die Sonne schien und es waren Morgens schon ca. 12 Grad. Es sollte wieder um 10 Uhr los gehen und nach und nach trudelten alle ein. Hildes Küche platze aus allen Nähten. Nachdem alle halbwegs abfahrt bereit waren, gab es erst einmal wieder das obligatorische Gruppenfoto. Das habe ich mir wieder von Andreas geliehen.



Von rechts nach links: Bernd, Peter, Christian, Theo, Andreas (Hilde), Axel, Carsten und ich (Jennifer).



Ich hatte mich extra in Schale geschmissen und trug ein Trikot aus den 80er Jahren meines Vereines. Ja, ein bisken abnehmen sollte ich noch, dann sitzt es nicht mehr so spack. Leider war es mir für eine kurze Radhose dann doch noch zu kühl. Aber die lange Hose war auch schon antik. Auch dieses Foto hat Andreas netterweise gemacht.



Bis wir dann wirklich losfuhren verging dann noch etwas Zeit. So lange wurde einfach noch gequatscht. Axel war mit seinem wunderschönen Masi angereist. Und Carstens Bianchi Centenario in schwarz war echt ein Traum. Das Modell gab es 1985 zum 100 jährigen Bestehen von Bianchi. Auf allen Teilen waren 1885 und Centenario eingraviert. Ein ganz besonderes Rad welches aber nicht in einer Sammlung verstaubte, sondern gefahren wurde.



Dann ging es endlich los. In einigen Wellen ging es ein paar Kilometer in die Bielefelder City.



Dann mit noch kalten Muskeln hinauf auf den Sparrenberg zur Sparrenburg. Hier war schon reger Fußgängerverkehr, da dort oben das Ziel des Hermannlaufes war. In dem Gewühl verloren Peter und ich die Anderen aus den Augen. So fuhr ich einfach weiter bis in den Burghof.



Der große Kurfürst schaute etwas kritisch auf meinen Renner. Glaube im 17. Jahrhundert kannte man solche eisernen Pferde noch nicht.



Der Turm der Burg glitzerte jedenfalls imposant in der Sonne. Leider war mir jetzt auch noch Peter abhanden gekommen.
So fuhr ich wieder ein Stück den Berg herunter und sah Peter in der Sonne sitzen. Er hatte gerade mit Andreas telefoniert. Die anderen waren den Berg jetzt bereits wieder herunter gefahren und mussten nun ein zweites Mal hinauf. Peter gönnte sich derweil eine Bratwurst vom Metzger. Mich konnte das nicht so locken.



So lange setzte ich mich auch in die Sonne und schaute dem Treiben zu. Dann wurden wir von der Gruppe wieder eingesammelt und weiter ging die Fahrt. Erst einmal steil den Berg runter und dann aus der Innenstadt heraus.



Dabei kamen wir auch an einem alteingesessenen Produzent von Fertigprodukten vorbei. Da war mir die frische Pizza beim Italiener am Abend zuvor aber lieber. Immer wieder ging es berghoch im östlichen Teutoburger Wald und ich hatte Probleme mitzuhalten. Irgendwie wollten meine Muskeln noch nicht so richtig arbeiten. Wir passierten den Stauweiher des Fußbachs. Landschaftlich war es hier auch wieder sehr schön. Andreas Ankündigung das es jetzt flach wurde nahm niemand ernst. Zu Recht wie wir feststellten. Dafür rissen Peter und ich am Ende des Peletons unsere Witze über negatives Gefälle und versuchten uns die Anstiege flach zu reden. Mit Humor ging es zwar nicht schneller, aber angenehmer hinauf.
Wir durchquerten Mönkeberg und fuhren weiter Richtung Werther. Der Ort gab wohl den gleichnamigen Bonbons ihren Namen.
Kurze Zeit später bildeten sich zwei Gruppen. Die Mehrheit wollte über eine bergreiche Strecke nach Steinhagen, Peter, Christian und ich beschlossen die Bergkette zu umfahren. Leider war mein Navi bereits im Gebrauch um die gesamte Strecke aufzuzeichnen, aber wir bekamen von Andreas grobe Instruktionen. Wir bogen nach einigen Kilometern nach Borgolzhausen ab und erreichten schließlich die B 68. Zu der sollten wir uns parallel auf kleinen Straßen halten. Der Kurs erwies sich aber mehr als Zickzack das viel Zeit kostete und uns vom Kurs abbrachte.



Landschaftlich war es hier aber sehr schön. Einige asphaltierte Wege endeten aber leider in ziemlich groben Feldwegen. Wir richteten uns wieder nach der B 68 und fuhren entlang der leider stärker frequentierten Bundesstraße. Peter versuchte dann einen Abstecher nach links, der uns aber leider nur wieder in die Berge führte. Ich versuchte ihn zu überzeugen wieder runter zur B 68 zu fahren. Das war in meinen Augen die beste Option um nicht weiter herum zu irren und rechtzeitig mit den Anderen in Steinhagen zu sein.



So kehrte ich um und hoffte das die beiden Anderen mir folgen würden. Die Fahrt entlang der B 68 Richtung Bielefeld war nicht schön, aber wenigstens kam ich jetzt gut voran. So erreichte ich schließlich den Abzweig nach Steinhagen und fand kurz darauf die alte Kirche mit dem Platz an der die Eisdiele lag. Andreas war mit seiner Gruppe schon kurz zuvor angekommen. Ich hatte gerade bestellt da trudelten auch Christian und Peter ein. Jetzt war erst einmal Pause mit leckerem Eis angesagt. Andreas genoss sichtlich seine italienische Trinkschokolade. Muss ich mir auch mal bestellen. Nach einer angeregten Pause stand noch ein letztes "Attentat" auf Peter bevor. Dieser mochte längere Steigungen nicht so, musste mit uns aber noch mal ordentlich berghoch kurbeln für ein sehr spezielles Foto.



Wir posierten zusammen vor dem Restaurant "Peter auf´m Berge". Der Gag musste einfach sein. Peter konnte da auch schon wieder grinsen. Andreas war leider nicht mit auf dem Bild, da er das Foto schoss.
Danach begaben wir uns auf den Rückweg. Noch ein paar Wellen und dann ging es wieder runter nach Bielefeld. Ab durch die Mitte (Bielefeld-Mitte) ging es zu unserem Ausgangspunkt zurück. Die Daten von der Tour: 64 km mit ca. 700 Höhenmeter in einem Schnitt von 20 km/h.



In Hildes Garten errichteten wir wieder eine Bianchireihe mit 13 Bianchis und einem Grandis. Das Masi fehlte leider und hätte auch noch gut gepasst. Schon eine beeindruckende römische Phalanx. Danach kam dann der Moment des Abschieds. Ein Teilnehmer nach dem Anderen verabschiedete sich und ich machte mich ebenfalls auf den Weg. Ein wunderschönes Bianchi-Treffen ging zu Ende. Hoffe das ich die Teilnehmer mal bei anderen Events, z.B. in Hannover oder Köln wieder sehe. Es waren wirklich alle sehr nett und die Stimmung war ausgesprochen gut. Schön mal die Leute hinter den Nicknames im Forum persönlich kennen zu lernen. Danke an euch alle das ich dazu Gelegenheit hatte.
Und vielen Dank an Andreas Hilde für dieses tolle Treffen und das ich dabei sein durfte. Und vielen Dank für die schöne Bianchi-Tasse die sich schon als Teetasse Abends etabliert hat.
lg Jennifer

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Dienstag, 2. Mai 2017, 21:17

Feine Bilders, bei Bielefeld werden Erinnerungen an meine Triebwagen Ausbildung wach. Jeden morgen bei Doc Oetker vorbei, um dann im Nirgendwo in Halle (Westf.) neidisch zuschauen, was die fleißigen Arbeiter bei Storck so zum Feierabend alles in den Taschen haben. :rolleyes:
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Mittwoch, 3. Mai 2017, 12:02

Flach um Dortmund

01.05.2017

Am Maifeiertag startete ich bei der RTF des Sturmvogel Dortmund. Und das flach im Namen der RTF bedeutete hier wirklich weitestgehend flach. Es waren nur wenige mittlere Steigungen zu bewältigen. Das war mir nach dem welligen Terrain im Teutoburger Wald am Wochenende ganz recht. Da es ab Mittags regnen sollte und ich bereits die Vorboten einer Erkältung spürte, startete ich um 8 Uhr nur auf der 71er Strecke. Es war recht kühl und bereits stark bewölkt. Mein Bianchi Donna Bianca kam das erste Mal bei einer RTF zum Einsatz. Ich fuhr zusammen mit Klaus-Peter und Matthias (einem Vereinskollege) los. Schnell zeigte sich das Klaus-Peter zu schnell für meinen Vereinskollegen war und so ließen wir ihn ziehen. Ich hatte es nicht eilig und so fuhren wir relativ gemütlich zu zweit weiter. Ab und zu trafen wir noch auf andere Fahrer die es nicht eilig hatten.





Von Eving fuhren wir über Lindenhorst und Ellinghausen nach Nette. Hinter Bodelschwingh machten wir dann einen Schwenk nach Norden durch Mengede und Ickern. In Ickern kam dann die erste Kontrolle am Kulturzentrum. Hier trafen wir kurz wieder auf Klaus-Peter, der sich dann aber schon wieder auf den Weg machte. Dafür kamen nach uns noch Harald aus Moers mit Tochter an. Die Beiden waren in Herne Marathon gefahren und jetzt ebenfalls auf der 71er Strecke. Nun fuhren wir zu viert weiter.



Am Dortmund-Ems-Kanal hielt sich die Strecke dann westlich nach Becklum, bevor es wieder nördlich nach Horneburg ging. Hinter Datteln fuhren wir dann ein kurzes Stück am Wesel-Datteln-Kanal entlang, bevor wir ihn und die Lippe überquerten. Kurz vor Olfen erreichten wir dann den nördlichen Wendepunkt der Tour. Mein Bianchi und ich schlugen uns ganz gut. Die wenigen Steigungen löste ich mich manchmal von unserer kleinen Gruppe und fuhr zügig hoch um dann wieder zu warten bis sie mich eingeholt hatten. Das war für mich einfach ein kleines bisschen Zusatztraining. Noch 30 Kilo runter und ich werde doch wieder zur Bergziege. :)



Trotz grauem Himmel genoss ich die Fahrt und die Münsterländer Landschaft. In Vinnum wartete dann die 2. Kontrolle der 71er Strecke (3. Kontrolle der langen Strecke) auf uns. Noch mal Päusken machen, eine Waffel essen und weiter ging es. Der Himmel sah jetzt teilweise bedrohlich dunkel aus und wir hatten noch 22 km vor uns.



Während der Fahrt hatte ich das Gefühl das die Stellung meiner Bremsgriffe und der Winkel des Tachos sich verändert hatten. Wie ich nachher auf dem Foto oben sah, hatte sich der Lenker etwas nach unten verdreht. Das wurde dann natürlich zu Hause korrigiert. Das sind so die Kleinigkeiten nach einem Neuaufbau. Dafür halten jetzt Innenlager und Steuerlager gut, dank Gewindekleber. Irgendwas ist halt immer bei so altem Material. Das Bianchi hat ja immerhin schon 30 Jahre auf dem Buckel, genau wie die meisten Teile die auch aus dieser Zeit stammen.



Unsere kleine Gruppe beeilte sich rechtzeitig ins Ziel zu kommen. Über die Lippe ging es nach Süden, wo wir nach dem Datteln-Hamm-Kanal Brambauer erreichten. Über Schwieringhausen, Brechten und Kemminghausen erreichten wir das Ziel in Eving gegen 12 Uhr. Gerade rechtzeitig bevor der Regen richtig begann. Ein paar einzelne Tropfen hatten wir zwischendurch schon abbekommen.



Entgegen der Ausschreibung hatte die Strecke 76 km und 300 Höhenmeter, die wir mit einem Schnitt von 22 km/h fuhren.
Wir hatten es alle gut ins Ziel geschafft und ich war mit meinem Bianchi und mir zufrieden. Nach einem alkoholfreien Bier als isotonischen Durstlöscher und ein paar Gespräche, Klaus-Peter traf ich hier auch wieder, fuhr ich am späten Mittag gut gelaunt nach Hause. Ein schönes langes Wochenende mit meinem Bianchi ging zu Ende.
Die Quittung bekam ich dann am nächsten Tag. Die Erkältung brach jetzt komplett aus und meine Stimme war weg. Schlecht wenn man von Berufs wegen viel reden muss. Na ja, zwei Tage Ruhe und zum nächsten Wochenende bin ich hoffentlich wieder fit. Hatte das Kratzen im Hals wohl unterschätzt.
lg Jennifer

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Mittwoch, 3. Mai 2017, 14:00

Da hilft nur Gebärdensprache.

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Mittwoch, 3. Mai 2017, 14:06

Da hilft nur Gebärdensprache.

Nur ob meine Gebärdensprache jemand versteht? :S
lg Jennifer

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Mittwoch, 3. Mai 2017, 17:36

Haarstrang-RTF in Dortmund am 21.05.2017

Am 21. Mai ist es wieder soweit. Sonntags startet die beliebte Haarstrang RTF von meinem Verein RuMC "Sturm" Hombruch 1925 e.V. an der Schweizer Allee 25 in Dortmund-Aplerbeck. Zwischen 8 und 10 Uhr könnt ihr auf die drei Strecken der traditionsreichen RTF fahren. Die 113 km Strecke führt bis zum Möhnesee ins Sauerland. Die beiden anderen Strecken haben 43 und 73 km. Alle drei Strecken führen über den Haarstrang, eine Hügelkette zwischen Soester Börde und Sauerland und durchs schöne Ruhrtal. Es ist also für Abwechslung und schöne Landschaft gesorgt. Für ausreichende Verpflegung an den Kontrollpunkten wird gesorgt. Weitere Infos und Links zu den Strecken und GPS-Daten bekommt ihr: http://www.sturm-hombruch.de/dateien/aktuelles.htm
lg Jennifer

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Mittwoch, 3. Mai 2017, 23:15

Schöne Tour!!!

Mit Onkel Scheini war ich dort ja auch im letztem Jahr! :thumbsup:


Möhnesee


Aussicht vom Haarstrang.

Gruß,

Crossy

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Mittwoch, 3. Mai 2017, 23:22



Sehr schön, hast ein gutes Gedächtnis! Am näxten Sonnenscheintag liege ich wieder in der Hollywoodschaukel. :D
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Montag, 8. Mai 2017, 10:46

"Kurzstrecke" in Werne

06.05.2017

Am letzten Wochenende wollte ich eigentlich als Vorbereitung für meinen nächsten Brevet jeweils die 150er RTF-Strecken in Werne und Capelle fahren. Eigentlich! Leider machte mir eine Erkältung Anfang der Woche einen Strich durch meine Pläne. Wie das halt manchmal so ist. Freitags ging es mir zwar schon deutlich besser, aber ein bisschen was hatte ich noch in den Knochen. Also lieber nichts riskieren. Aber gar nicht fahren? Undenkbar! So fasste ich den neuen Plan auf die deutlich kürzeren 70er Strecken zu gehen, und das ganze ein bisschen piano. Hauptsache überhaupt fahren. Jetzt musste ich nur noch eines meiner Räder auswählen. Da ich dieses Jahr noch keine Fahrt mit meinem Meral unternommen hatte, war die Wahl bald erledigt. Freitag Abend bereitete ich das Rad vor. Da ich eine andere Sattelstütze montiert hatte, musste ich den Sattel neu einstellen. Eine Wissenschaft für sich. Sicherheitshalber nahm ich entsprechendes Werkzeug für unterwegs mit. Über das Klassikforum hatte ich mit Christian vereinbart zusammen zu fahren. So starteten wir Samstag gegen 10 Uhr bei Sonnenschein und ca. 11 Grad in Werne.

Am Rande von Werne fuhren wir Richtung Osten nach Horst und passierten Beckum dann nördlich. Bereits nach ein paar Kilometern merkte ich das die Sattelstellung beim Meral nicht stimmte. Ich konnte kaum noch sitzen und hielt an. Dadurch verlor ich zwar Christian aus den Augen, konnte aber den Sattel besser einstellen. Anscheinend hatte ich es etwas übertrieben, denn nach der Korrektur rutschte ich immer etwas nach vorne. Aber wenigstens waren die Schmerzen weg und so setzte ich meine Fahrt alleine fort. Landschaftlich gab es nichts zu meckern. Aller schönste Münsteraner Landschaft tat sich vor mir auf. Relativ flach, ab und zu nur mal eine Welle rollte ich dahin. Dann eine Stelle wo man uns die Wahl ließ: länger und flacher oder kurz und knackig. Ich bog nach rechts ab und entschied mich für knackig. Die Steigung war nicht ohne, aber mit dem Meral gut machbar. Allerdings sah ich auch einige schieben. Die hatten das knackig anscheinend unterschätzt.



Schließlich erreichte ich die erste Kontrolle in Ameke.



Hier saß Christian bereits auf der Terrasse des Vereinslokals in der Sonne. Ich holte mir meinen Stempel und setzte mich dazu. Dann trieb es mich doch mal zur Verpflegung. Das Wort Verpflegung traf die Sache eigentlich nicht richtig. Man konnte eher von einem all inklusive Buffet sprechen. Im Schlaraffenland konnte es auch nicht besser sein. Wir saßen dann in der Sonne und quatschten.....und vergaßen die Zeit. Normalerweise handelte ich die Kontrollen kurz ab und fuhr weiter. Doch dieses Mal dauerte es ca. eine halbe Stunde bevor wir uns zur Weiterfahrt aufraffen konnten. Ich korrigierte noch einmal meine Sattelposition etwas und dann fuhren wir doch noch weiter.



Jetzt passte der Sattel wieder perfekt. Nördlich von Ameke erreichten wir Drensteinfurt. Ich wollte einen Abstecher zur dortigen Eisdiele machen (das Eis im Eishaus ist wirklich gut), musste aber feststellen das auf der Dorfstraße Kirmes war. Also kehrte ich um und fuhr wieder auf die Strecke. Dann also leider kein Eis bei dem schönen Wetter. Ich war jetzt wieder alleine unterwegs. Hinter Averdung erreichte ich den nördlichen Wendepunkt. Nun führte die Route nach Süden und über Natorp wieder nach Drensteinfurt.



Größtenteils ging es über kleine Asphaltierte Feldwege und Landstraßen durch die schöne Landschaft. Je nach Richtung hatten wir allerdings etwas mit Gegenwind zu kämpfen. Trotzdem genoss ich die Fahrt.



In der Sonne wurde es auch richtig angenehm war. Aber ich traute mich aufgrund der Erkältung nicht mich etwas luftiger anzuziehen.
Und so behielt ich die Armlinge und das Langarmtrikot darüber an.



Auch typisch für das Münsterland waren überall die kleinen Kapellen und Kreuzwege. Und die wurden offensichtlich auch sehr gepflegt.



Mit meinem Meral war ich sehr zufrieden. Ich hatte vor der Fahrt noch Gepäckträger demontiert und auf Lookpedale gewechselt.
Bloody Mary und ich genossen unsere erste gemeinsame Ausfahrt des Jahres.



Nach Drensteinfurt erreichte ich die Kontrolle in Ameke ein zweites Mal. Christian war bereits vor mir da. Wieder machten wir lange Pause. Es war einfach zu schön dort gemütlich in der Sonne zu sitzen. Dann trafen auch noch Günter und Klaus-Peter ein. Die Beiden waren auf der 110er Strecke und jetzt ebenfalls auf dem Rückweg. Wir brachen dann gemeinsam auf, aber Günter war zu schnell und so waren wir eine ganze Weile zu dritt unterwegs.



Über Herbern führte uns die Strecke zurück nach Werne. Landgasthäuser an der Strecke sind ebenso typisch wie Felder und Wiesen im Münsterland. Am frühen Nachmittag erreichten wir dann wohlbehalten das Ziel. Abmelden und dann mit Kaffee und Kuchen in die Sonne vor der Schule setzen. Wir ließen es uns gut gehen. Auch wenn ich zwischendurch immer noch etwas hustete hatte ich die Fahrt gut überstanden. Christian, der nicht so viel fährt wie ich, hatte zum Schluss etwas zu kämpfen. Er fuhr zeitweise aber auch deutlich schneller als ich. Das kostet natürlich Körner.



Noch ein paar Zahlen: wir fuhren 71 km mit etwas über 200 Höhenmeter in einem Schnitt von 23,5 km/h. Das war für mich aufgrund der noch nicht ganz überstandenen Erkältung in Ordnung. Die neue Strecke erwies sich als Landschaftlich sehr schön und gut zu fahren. Da hat sich der RSC Werne wirklich sehr viel Mühe gegeben. Genau wie mit den Kontrollpunkten. Vielen Dank für die tolle Organisation und den schönen Tag. 513 Starter wussten das sicher auch zu schätzen.
lg Jennifer

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sonne_Wolken« (8. Mai 2017, 19:18)


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Dienstag, 9. Mai 2017, 10:53

Flach, flacher, am flachsten durchs Münsterland

07.05.2017

Am Sonntag war das Wetter dann leider nicht mehr so gut wie noch am Samstag. Auf dem Weg nach Capelle fuhr ich teilweise durch dichten Nebel. Ab Mittags war Regen angesagt. Um 20 vor 8 Uhr fand ich mich am Sportplatz in Capelle ein. Hier war schon einiges los. So traf ich meinen Vereinskollegen Matthias und dann auch Klaus-Peter und Renate. Auch Harald war mit seiner ganzen Familie aus Moers angereist. Ihn und eine seiner Töchter sollten wir noch ein paar Mal unterwegs begegnen. Wir beschlossen zu dritt loszufahren, Renate, Klaus-Peter und ich. Kurz nach 8 Uhr ging es los auf der 75 km Strecke. Die Route führte uns zunächst nach Davensberg. Der Nebel hatte sich etwas gelichtet, aber war noch nicht verschwunden. So war es noch etwas kühl, obwohl wir schon an die zweistelligen Temperaturen heran kamen. Doch langsam fuhren wir uns warm.



Nicht nur wir waren schon so früh unterwegs. Parallel zur Straße schwebte ein Heißluftballon am Horizont. Da oben war es bestimmt noch ein bisschen frischer. Dafür war der Nebel jetzt weg und das Wetter wurde freundlicher. Die Sonne kämpfte sich langsam durch die dünne Bewölkung. Und es wurde etwas angenehmer. Wir drei fuhren jetzt im flotten Tourentempo über die flachen Straßen. Nur ab und zu mal eine kleine Steigung über eine Brücke oder eine winzige Erhebung. Eine richtig gute Strecke um zu rollen. Nur ab und zu passierten wir ein Gehöft. Ansonsten war die Landschaft sehr ländlich geprägt und fast menschenleer und Autofrei. Felder, Wiesen und Wälder wechselten sich ab.



Kurz vor Rinkerode passierten wir das Wasserschloss Haus Bisping. Das dahinter liegende Wasserschloss Haus Borg konnten wir von der Straße aus leider nicht sehen. Aber auch das was man sah war sehr malerisch.



Hinter Rinkerode trafen wir dann auf die erste Kontrolle an einem Bauernhof. Man hatte sich richtig Mühe gegeben und die Kontrollstelle nett geschmückt.



Hier machten wir kurz Pause und verpflegten uns. Dann ging es weiter. Über 50 km lagen ja noch vor uns.



Das Wetter konnte sich nicht richtig zwischen trüb uns sonnig entscheiden. Aber wenigstens bleib es trocken und nicht zu kalt.
Nun führte uns der Weg an der Werse entlang, die durch die Wiesen und Felder mäanderte. In Albersloh verließen wir dann den kleinen Fluss Richtung Osten um uns ein paar Kilometer später wieder nach Norden zu wenden. Hinter dem Golfklub Brückhausen hatten wir dann den nördlichsten Punkt der Tour erreicht.



Nun fuhren wir nach Süden bis wir die zweite Kontrolle gegenüber der Westtorhalle in Sendenhorst erreicht hatten. Hier wurde noch einmal die Trinkflasche nachgefüllt und eine Kleinigkeit gegessen, bevor wir uns auf die letzten 27 km machten. Nun rollte es fast von selbst Richtung Ziel. Auch der Wind spielte mit und glänzte durch Abwesenheit. Dafür gab es wieder wunderschöne Münsterländer Landschaft.



Teilweise rollte es zu gut und ich fuhr so vor mich hin und bemerkte erst spät das ich die beiden Anderen lange hinter mir gelassen hatte. Also drosselte ich das Tempo und wartete. Mein Husten war ja immer noch nicht ganz weg und ich musste es ja nicht übertreiben.



Immer wieder säumten duftende Rapsfelder die Straße. Ich liebe diesen Duft und das leuchtende Gelb. Was in der Provence der Lavendel ist im Münsterland der Raps. Dann passierten wir Drensteinfurt und die Strecke hielt sich mehr Richtung Süd-Westen. Vorbei an Herbern erreichten wir vor 12 Uhr das Ziel in Capelle.

74 km und nur 160 Höhenmeter fuhren wir mit einem Schnitt von 24,7 km/h. Allerdings meldete sich mein Husten dann doch wieder zu Wort als ich zur Ruhe kam. Hoffe das er bald ganz auskuriert ist. Vielen Dank an Renate und Klaus-Peter für die gemeinsame Fahrt. In einer kleinen Gruppe machte die Strecke mehr Spaß als alleine. Wie ich vom Veranstalter erfuhr sollen es ca. 550 Teilnehmer gewesen sein, die auf die verschiedenen Strecken gingen. Vielen Dank an den SC Capelle für die schöne Strecke und gute Organisation.
lg Jennifer

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Dienstag, 16. Mai 2017, 21:47

Zitat

Der zweite Versuch

13.05.2017

Nachdem ich mit meiner Leistung beim ersten 200er Brevet dieses Jahr im März nicht wirklich zufrieden war, startete ich zwei Monate später einen zweiten Versuch in Münster. Ziel war es nicht wieder total kaputt und abgeschlagen als Letzte nach 200 km anzukommen. Im März schaffte ich gerade einmal einen Schnitt von 19 km/h, was selbst für mich langsam war.

Samstag hieß das früh aufzustehen. So quälte ich mich um 4 Uhr aus dem Bett. Gegen 6:30 Uhr machte ich mich mit dem beladenen Auto auf den Weg nach Münster, wo ich rechtzeitig ankam. Mit dem Rad rollte ich zur Anmeldung. Hier war um 20 vor Acht noch überhaupt nichts los. Das kannte ich von meinen bisherigen Starts in Münster aber anders. Das Wetter war schon ganz angenehm mit ca. 14 bis 15 Grad und es war mittlerweile von oben trocken, aber die Straßen noch nass. Für den Tag waren mehrere Gewitter vorher gesagt.



Mein mit Schutzblechen und einem zweiten Flaschenhalter aufgerüstetes Peugeot sollte mich wieder über die Distanz tragen.
Auch zwei Velomobile waren wieder am Start. Nach 8 Uhr wurden die nur ca. 25 Starter gebrieft und in zwei Gruppen aufgeteilt. Ich war in der zweiten Gruppe mit ca. 10 Leuten. Die Gruppe startete zunächst sehr ruhig, bevor sie nach ein paar Kilometern in zwei Gruppen zerfiel.



Ich fuhr zunächst in der hinteren etwas größeren Gruppe, die mir aber selbst für den Anfang zu langsam war. So machte ich mich alleine auf den Weg und holte zunächst einen einzelnen Fahrer ein. Da es gut lief zog ich vorbei.



Langsam schloss ich auf die vordere Dreiergruppe auf und hing mich dort dran. Das Tempo war genau richtig für mich.





Doch dann in einer Kurve eine Schrecksekunde. Der Fahrer vor mir rutschte in einer schnell gefahrenen Kurve in einer kleinen Pfütze weg und stürzte. Ich hatte direkt hinter ihm eine etwas andere Fahrlinie gewählt und konnte zum Glück noch bremsen. Er hatte sich die Hüfte geprellt, eine sehr schmerzhafte Verletzung, aber nicht gefährlich. Gebrochen schien nichts. Während er sich sammelte kamen die Anderen aus der Anfangsgruppe nach und nach vorbei. Ich machte mich wieder auf den Weg, da ich nicht helfen konnte und fuhr wieder an Allen vorbei. Jetzt lief es richtig gut und ich hatte bereits nach 28 km die letzten Fahrer der ersten Startgruppe im Blick, als ich nicht aufs Navi achtete und mich bergab verfuhr. Endlich merkte ich es und musste dann die Steigung wieder hoch. Am Horizont sah ich alle Anderen richtig abbiegen und damit an mir vorbei ziehen. Da es jetzt die einzigen richtigen Steigungen zwischen Nottuln und Coesfeld gab, brauchte es eine Weile bis ich mich wieder ran gefahren hatte. Peter vom Verein Westerholt-Buer war dann neben einem holländischen Fahrer der einzige der meinem Tempo folgte, als ich vorbei zog.



So bildeten wir eine Dreiergruppe die ab jetzt weiter zog. Das passte vom Tempo ganz gut und wir kamen voran. Es war immer noch bewölkt, aber die Straßen trockneten langsam ab. Die zuletzt gestarteten Velomobile pfeilten irgendwann an uns vorbei. Wir genossen die typische Münsterländer Landschaft. Dann sahen wir die Velomobile noch einmal am Straßenrand. Die Fahrer machten Pause, holten uns später aber natürlich wieder ein.



Mittlerweile waren Peter und ich alleine unterwegs. Wir kamen durch Gescher und Südlohn. Unser holländischer Mitfahrer hatte wohl für eine Pause angehalten. Doch wir zogen durch und wollten nach 77 km in Winterswijk Pause machen. Zuvor passierten wir hinter Oeding die Grenze zu den Niederlanden. Für mich immer wieder ein schöner Moment. Schließlich erreichten wir die Kontrolle in Winterswijk, wo wir auf eine Dreiergruppe trafen, die gerade wieder startete. Die sollten wir noch öfters sehen. Wir ließen abstempeln, fanden aber die Tankstelle für eine Pause zu ungemütlich. Also fuhren wir weiter. Es sollte sich doch noch etwas Besseres finden lassen. Eine für Randonneure gefährliche Denkweise.





Kurz nach der ersten Kontrolle dann die Ortseingangsschilder von Winterswijk. Da musste Peter natürlich für ein Foto posieren.
Und mein Peugeot ließ es sich natürlich auch nicht nehmen vor dem Ortsschild den französischen Poser zu geben.



Hier merkte ich schon das es deutlich besser lief wie noch im März, wo ich bereits nach 50 km zu kämpfen hatte. Peter und ich wechselten uns in der Führung ab, fuhren aber oft nebeneinander und quatschten. So verging die Zeit im Fluge.



Wir genossen die Fahrt durch die Niederlande sehr. Irgendwo sahen wir ca. 40 junge Männer mit französischen VeloSolex-Mofas. Anscheinend eine Klubausfahrt. Leider achteten wir dabei nicht aufs Navi und verfuhren uns. Wir sollten noch ein paar extra Kilometer machen. Winterswijk durchfuhren wir dann doch ohne Pause. Wir wollten die ca. 30 km zur nächsten Kontrolle fahren und dann pausieren. Über Meddo und Rekken erreichen wir Haaksbergen. Hier trafen wir die drei Fahrer von der ersten Kontrolle wieder. Doch mit der Pause wurde es nach 108 km immer noch nichts. Entweder gefiel uns die Location nicht, oder sie hatte zu. Also fuhren wir weiter. Ich hatte mich bis hierhin nur von 700 ml Apfelschorle ernährt. Bei der Fahrt durch Haaksbergen traf ich dann auf einen anderen französischen Klassiker. Eine wunderschöne Citroen DS stand in einer Hauseinfahrt. Bin zwar kein Fan von Autos, aber die "Göttin" hatte es mir irgendwie angetan. Weiter ging es aber mit meinem klassischen Peugeot.





Nun führte uns die Route leider wieder nach Deutschland. In Alstätte machten wir auch wieder keine Pause. Ich wunderte mich noch das ich immer noch fit war und selbst nach 120 km kein Hungerast drohte. Aber lange konnte das nicht mehr gut gehen. Doch jetzt fuhren wir nur noch über einsame Straßen und kleinste Dörfer. In Heek steuerten wir dann doch endlich einen Supermarkt an und versorgten uns mit neuen Getränken und Essen. Zum Glück gab es neben dem Supermarkt eine Sitzbank und wir machten die erste richtige Pause nach über 140 km. Jetzt hatten wir bereits zweidrittel der Strecke zurückgelegt und lagen richtig gut in der Zeit. Mittlerweile schien längst die Sonne und wir hatten über 20 Grad. So entledigte ich mich meiner Armlinge und fuhr kurzärmelig weiter. Die Landschaft, die Sonne und die Wärme ließen geradezu Urlaubsfeeling aufkommen. Wir waren immer noch guter Dinge und nach der kleinen Stärkung immer noch bei Kräften. Allerdings machte mir mittlerweile auch mein Heuschnupfen zu schaffen und ich hustete öfters und bekam schlechter Luft. Auf meine Leistung schien das aber kaum Einfluss zu haben.
Wir waren immer noch flott unterwegs und ich machte trotz Gegenwind Tempo.



Dann ereilte Peter ein schleichender Plattfuß hinten. Wir legten am Rande eines Bauernhofes eine Zwangspause ein. Nur noch 20 Kilometer bis zur nächsten Kontrolle, von da nur noch 30 km ins Ziel. Und wir hatten gerade Nachmittag. Schnell war der Defekt behoben und wir zogen weiter.



In Greven steuern wir dann das MCDonalds an um uns den ersehnten Stempel zu holen. Wir machen noch einmal Pause. Eine Cola und zwei Veggieburger soltlen mir Kraft für die letzten 30 km geben. Leider hatte die Belegschaft mit technischen Defekten zu kämpfen und so dauerten meine Burger ziemlich lange und unsere Pause wurde länger als geplant. Wir nahmen es mit Gelassenheit. 30 km waren doch nur noch eine Spazierfahrt. Schließlich machten wir uns wieder auf den Weg und die Kilometer schmolzen nur so dahin. Mittlerweile hatten wir späten Nachmittag.



Nur noch 10 km bis Münster und wir fuhren durch die Rieselfelder. Wunderschöne Landschaft vor den Toren Münsters. Ehe wir uns versahen fuhren wir nach Münster rein und erreichten nach 205 km im 18:45 Uhr die letzte Kontrolle, eine Westfalen Tankstelle. Hier sollten wir dann auch die Kontrollkarten abgeben. Wir trafen auf andere Fahrer die kurz vor uns eintrafen. Ich bekam einen richtigen Hustenanfall und röchelte nur noch vor mich hin. Blöder Heuschnupfen. Gut das das nicht während der Fahrt so schlimm kam. Nach einer Weile und einigen Schlucken Wasser beruhigten sich meine Atemwege wieder etwas. Wir gaben unsere Karten ab und machten uns auf die letzten 5 km zum Startort, wo unsere Autos standen. Hier verabschiedete ich mich von Peter meinem Mitfahrer. Noch einmal vielen Dank! Zu zweit machte die Strecke auf jeden Fall mehr Spaß.



Als Fazit kann ich sagen das der Brevet richtig Spaß gemacht hat. Das Wetter spielte auch toll mit und die Strecke durchs Münsterland und die Niederlande gefiel mir gut. Schade das so wenig Starter dabei waren.

Noch ein paar Daten: Wir fuhren 210 km (durch ein paar Verfahrer), mit einem Schnitt von 24 km/h. Die Strecke hatte nur etwas über 500 Höhenmeter die sich überwiegend zwischen Nottuln und Coesfeld konzentrierten. Reine Fahrtzeit war etwas über 8,5 Stunden. Insgesamt etwas über 10 Stunden. Meine Fitness ist also wieder da. Ein schönes Gefühl.

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lg Jennifer

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Mittwoch, 17. Mai 2017, 09:03

Rund um die Hohe Mark

14.05.2017

Nach dem Brevet am Samstag hieß es auch am Sonntag früh aufstehen. Sicherheitshalber nahm ich eine Tablette gegen meine Pollenallergie. Das sollte eine gute Entscheidung sein. Das Wetter war wieder angenehm warm (schon ca. 14 Grad beim Start) und Nachmittags auch etwas sonnig. Die RTF "Rund um die Hohe Mark" in Gelsenkirchen stand an. Es waren wieder Gewitter vorher gesagt. Das Peugeot war noch vom Vortag im Auto. Kurz vor 8 Uhr traf ich an der Schule in der Nähe des Schalker Stadions ein. Hier musste noch vor kurzem der Bär gesteppt haben wie viele kaputte Alkoholflaschen belegten. Also Rad ausgepackt und vorsichtig im Slalom zum Start gefahren. Hier traf ich Ralf, Christina und Andreas. Wir verabredeten zusammen auf die 114 km Strecke zu fahren. So meldete ich mich schnell an und los ging es. Obwohl wir verabredet hatten es piano angehen zu lassen, war das Tempo direkt relativ hoch. Das fanden meine Muskeln zunächst gar nicht lustig. Trotzdem blieb ich bis zur ersten Steigung nach Buer hoch noch dran, dann ließ ich abreißen und kämpfte. Als Ralf dann in den Wind ging wurde das Tempo noch einmal etwas höher. So kannte ich ihn, immer direkt Volldampf. Über kleine Straßen ging es nach Westerholt.



Christina konnte sich auch nicht zurück halten und fuhr vorne Tempo. Wir Anderen schauten das wir dran blieben. Von einer ruhigen Fahrweise war keine Rede mehr. Zum Glück wurden meine Muskeln dann langsam warm und ich ging nach ca. 15 km nach vorne und steigerte das Tempo noch einmal.



Das Profil der Strecke war genau mein Ding. Leicht wellig aber mit vielen flachen Stücken zwischendurch. Meine Muskeln waren jetzt richtig auf Arbeitstemperatur und trotz der 210 km vom Vortag erstaunlich fit. Auch an den Steigungen von maximal 5 % zog ich vorne voll durch und kam nach ein paar Hundert Metern oben noch mit ca. 28 km /h an. Ich wunderte mich selbst woher ich die Kraft nahm. Dank der Tablette bekam ich auch gut Luft, anders als am Vortag. Als Christian dann neben mir fuhr und meinte ich sollte das Tempo mal erhöhen, tat ich ihm den "Gefallen". Er war der Erste der hinten aus der mittlerweile größeren Gruppe raus fiel. Selber schuld. Die Anderen konnten noch mithalten und so hatten wir dann nach über 30 km einen Schnitt von 28,5 km/h auf dem Tacho. Die Route führte nördlich über Lenkerbeck nach Haltern am See. Die erste Kontrolle kam erst relativ spät bei ca. 34 km in Haltern. Hier zeigte die Gruppe dann doch etwas Auflösungserscheinungen und wir verabredeten das Tempo etwas zu drosseln. Nach der Pause fuhr ich dann etwas langsamer, aber immer noch schnell. Ralf hatte dann aber immer mehr Probleme die Gruppe zu halten und wir nahmen etwas Geschwindigkeit raus. Christina bekam dann auch noch Knieprobleme.



Weiter ging es durch Lavesum und Klein Reken und dann rund um Heiden. Hier war der nördliche Wendepunkt. An der zweiten Kontrolle nördlich von Heiden war Ralf fix und alle und wollte alleine weiter fahren. Auch bei Christina ging nicht mehr so viel mit dem Knie. Unser Schnitt war immer noch bei 27 km/h. Wir splitteten unsere Gruppe. Andreas blieb bei Christina und ich zockelte mit Ralf hinterher. Nun fuhren wir wirklich ein vernünftiges Tempo und konnten uns auch unterhalten. Ralf schien sich langsam wieder etwas zu erholen.



Die Strecke führte uns jetzt wieder nach Süden, Richtung Ziel. Über die Hälfte hatten wir bereits geschafft. Wir passierten Rhade östlich und nahmen dann Kurs auf Deuten. Dann noch einmal ein Haken über Alt-Wulfen und wir erreichten kurz vor der Lippe die nächste Kontrolle. Dort machten wir dann noch einmal etwas länger Pause und trafen auch Christina und Andreas wieder. Das Wetter war sonnig und warm und wir hatten es plötzlich gar nicht mehr eilig. Die Laune hob sich wieder und ich ließ Ralf anschließend vorfahren.



Nach der Überquerung der Lippe und des Wesel-Datteln-Kanals fuhren wir ein Stück den Kanal entlang, bevor wir dann Marl westlich passierten. Polsum und Bertlich waren die nächsten Orte. Mittlerweile nahm die Bewölkung wieder zu, aber es blieb angenehm sommerlich warm. Über Buer erreichten wir schließlich nach 113 km das Ziel in Gelsenkirchen.



Abmelden und dann draußen relaxen und die Energiespeicher wieder etwas auffüllen war nun angesagt. Mit anderen Worten wir ließen es uns nach der Anstrengung gut gehen. Während wir da so gemütlich unter dem Vordach der Schule saßen, kam dann doch noch ein Regenschauer runter. Unser Schnitt im Ziel lag immerhin noch bei 25 km/h und die Strecke hatte gut 500 Höhenmeter. Die meisten davon im ersten Drittel. Leider kamen trotz des guten Wetters nur etwa 250 Teilnehmer. Das Ralf und Christina Probleme hatten muss ich mir leider auch mit ankreiden. Als es gut lief habe ich mich dazu hinreißen lassen das Tempo nochmal zu erhöhen. Ohne diese Erhöhung des Tempos im ersten Drittel wäre es den Beiden sicher besser ergangen. Das tut mir echt leid. Habe mich selber gewundert über meine Leistung. Insgesamt fuhr ich 323 km am Wochenende. Und danach ging es mir immer noch gut. Ein Zeichen das ich wieder einen Leistungssprung nach vorne gemacht habe.
lg Jennifer

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Freitag, 26. Mai 2017, 15:01

Rund um die Borkenberge

25.05.2017

Donnerstag und Feiertag, was macht man da wohl? Na klar, RTF fahren. Dieses Mal sollte mich der Weg nach Witten führen. Da ich das Wochenende davor nicht fahren konnte, weil ich als Helferin bei dem eigenen Verein eingeteilt war, war ich entsprechend motiviert wieder selber in die Pedale zu treten. Der Startort war nur 15 km von meinem Zuhause entfernt, und so fuhr ich per Rad nach Witten. Es war gutes Wetter mit Temperaturen über 20 Grad angesagt und so fuhr ich in kurzem Trikot und kürzerer Hose. Doch zunächst war es etwas kühl und stark bewölkt. Kurz vor 8 Uhr traf ich am Startort ein und sah direkt einige bekannte Gesichter. Ralf war auch schon da und wir beschlossen die 150er Strecke zusammen zu fahren. Doch dann traf ich noch Harald und Jupp aus Moers und verquatschte mich ein wenig. Als ich mich endlich aufs Rad schwang hatten wir schon viertel nach acht und Ralf war weg. Also klemmte ich mich an eine schnelle Gruppe, die nach kurzer Zeit Gas gab und mit 35/36 km/h auf dem Rheinischen Esel (eine alte Bahntrasse zwischen Dortmund, Witten und Bochum) fuhren. Ich konnte gerade so mithalten, aber hatte Ralf dann zum Glück bald eingeholt.



Christian war am Anfang auch noch in unserer kleinen Gruppe dabei, fiel dann aber mit seinem Trekkingrad an den ersten Steigungen nach dem Verlassen des Rheinischen Esels zurück. Ralf und ich wechselten uns in der Führung ab. Natürlich hatten wir vorab vereinbart gemütlich zu fahren und natürlich bewegte sich unsere Durchschnittsgeschwindigkeit schnell wieder oberhalb von 26 km/h. Wir erreichten mit Lütgendortmund Dortmunder Stadtgebiet.



Ganz ließ sich der Rand der Großstadt nicht vermeiden wenn man Richtung Norden wollte. Von Weitem sah ich schon einen der Fördertürme der Zeche Zollern, ein echtes industrielles Highlight. Leider war keine Zeit um das interessante Portal im Jugendstil zu besichtigen. Auch die Maschinenhalle die wie eine technische Kathedrale wirkt, interessierte uns dieses Mal nicht so.



In Ickern war dann für uns die erste Kontrolle die aber K2 hieß. Hier versorgten wir uns und trafen noch ein paar bekannte Gesichter. Peter und Renate waren auf der 110er Strecke unterwegs. Der Himmel war noch immer bewölkt, aber wir hatten uns warm gefahren. Nach kurzer Pause ging es wieder auf die Strecke. Wir lagen gut in der Zeit.



Über Landstraße führte uns die Strecke vorbei am Leveringhäuser Vogelteich und über den Dortmund-Ems-Kanal zum Schleusenpark Waltrop.
Dann ging es vorbei an der kleinen Schifferkirche über den Rhein-Herne-Kanal und raus aus Waltrop. Ein Schlenker um Oer-Erkenschwick brachte uns über Marl-Sinsen und Hamm-Bossendorf nach Ahsen.



In Ahsen dann ein Abzweig nach Norden der uns zur nächsten Kontrolle in der Nähe von Gut Eversum brachte. Hier zweigte auch die Schleife auf die 150 km RTF ab, die nur bis 11:30 Uhr passiert werden konnte. Zum Glück war es nicht einmal 11 Uhr. So gönnte ich mir noch zwei kleine Stücke Wassermelone die an der Kontrolle gereicht wurde. Dazu noch zwei Stücke Waffel und die Trinkflaschen auffüllen. Mittlerweile war es auch sonnig und die Temperaturen stiegen an. So machten wir uns auf die Schleife.



Ich fühlte mich, genau wie Ralf noch sehr fit und übernahm zwischendurch auch mal Führungsarbeit. Teilweise hatten wir jetzt Gegenwind, was sich vor allem auf den Feldstücken bemerkbar machte.



So gab es dann auch ein Foto von mir in Unterlenkerhaltung bei Geschwindigkeiten von über 30 km/h. Warum Ralf da beim fotografieren nicht vom Rad gefallen ist, war mir schleierhaft. Auf der Schleife gab es keine weitere Kontrolle und damit auch keine Verpflegung. Aber es lief ganz gut.



Wir schlossen uns dann zeitweise einer schnellen Gruppe mit Zeitfahrlenkern an. Die fuhren locker einen 30er Schnitt. Das hielt bei uns auch das Tempo hoch. Nach 100 km hatten wir immer noch einen Schnitt von über 27 km/h. Die Schleife führte uns durch Hullern und vorbei am Hullerner Stausee und dem Halterner See nach Sythen. Dann zwischen den Silberseen nach Haus Dülmen. Hier war auch der nördliche Wendepunkt der RTF.



Auf dem Flugplatz Borkenberge war auch einiges los. Aber ich flog lieber mit meinem Peugeot über die Strecke. Wir umrundeten die Borkenberge um dann hinter der Stever kurz vor Olfen wieder Richtung Ahsen abzubiegen. Dort pausierten wir ein zweites Mal an der Kontrolle, die schon arg geplündert wirkte. Obwohl noch viele Fahrer/innen auf der Strecke waren, gab es nur noch Bananen. Ich begnügte mich mit einer Banane und etwas Wasser und dann hatten wir noch 50 km bis zum Ziel vor uns, knapp ein Drittel der Gesamtstrecke. Ich merkte hier schon das meine Kräfte bald nachlassen würden, eine Folge des hohen Tempos am Anfang und hinter der schnellen Gruppe.



Wir machten uns auf den Weg zur letzten Kontrolle. Knapp 30 km bis dorthin. Ralf fuhr jetzt öfters vorne und ich folgte im Windschatten. Doch immer öfters musste ich abreißen lassen und mich dann wieder ran kämpfen. Wir fuhren durch Datteln und dann in einem Nord/östlichen Schlenker um Waltrop nach Brambauer. Schließlich erreichten wir Mengede und damit Dortmund. Ich freute mich schon auf eine kurze Pause. In Oestrich dann die letzte Kontrolle, die aber K1 hieß, wo es gut gekühlten Joghurt gab. Lecker! Ich genoss meinen Mango-Joghurt und trank noch ordentlich um meinen Flüssigkeitsverlust zu kompensieren. Die Sonne brannte jetzt und es war schön warm.



Die letzten 20 km standen an. Ich konnte das Anfangstempo nicht mehr halten und Ralf wartete immer wieder, obwohl ich ihm anbot alleine weiter zu fahren. Vor allem an den Steigungen die jetzt noch kamen hatte ich zu kämpfen. Ich war dort einfach ca. 3 bis 5 km/h langsamer als auf den ersten 100 km. Da ich auch keinen totalen Einbruch riskieren wollte, fuhr ich mein Tempo. Richtig langsam war ich wohl trotzdem nicht, wie ich im Ziel feststellen sollte. Jetzt war die Strecke nicht mehr so ländlich und führte durch Huckarde und Dorstfeld, Stadtteile von Dortmund. Über Oespel und Stockum erreichten wir schließlich das Ziel in Witten. Ich war dieses Mal schon ein wenig kaputt, aber die Daten der Tour sahen gar nicht so schlecht aus. 151 km mit 620 Höhenmeter und einem Schnitt von über 26 km/h. Da konnte ich eigentlich zufrieden sein. War ich dann auch. Ich setzte mich zu Peter, Renate, Ralf und einigen Anderen draußen in die Sonne und fing schon an etwas zu regenerieren.
660 Teilnehmer fuhren auf den 4 Strecken. Ein guter Wert.

Am Nachmittag machte ich mich dann über den Rheinischen Esel auf den Weg nach Hause. Hier wimmelte es vorn jungen, halbnackten (teilweise kein schöner Anblick), besoffenen Männern die Vatertag falsch interpretiert hatten. Das waren garantiert keine Väter. So musste ich einige Hindernisse umkurven. In Dortmund ging es dann wieder und ich konnte auch schon wieder etwas Gas geben. Insgesamt kam ich dann mit gut 181 km zu Hause an. Mein Peugeot und ich hatten es wieder mal geschafft und Spaß gehabt. War eine schöne RTF mit passablen Wetter. Der nur leichte Einbruch zum Schluss zeigte mir das meine Kondition immer besser wurde. Früher wäre ich bei einem Einbruch nur noch geschlichen. Jetzt konnte ich das Durchschnittstempo noch gut halten. An Steigungen war ich auf den ersten 100 km auch wieder relativ stark. Bis zu mittleren Steigungsprozenten brachte ich schon ordentlich Druck aufs Pedal. Die Leistungskurve zeigt also dauerhaft nach oben. So stark war ich letztes Jahr noch nicht.
lg Jennifer

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Montag, 29. Mai 2017, 11:21

Klassik in Hannover Teil 1

27.05.2017

Da am letzten Wochenende das Klassikertreffen mit Teilemarkt in Rommerskirchen am Niederrhein ins Wasser fiel, organisierten Marc und Knut aus Hannover innerhalb einiger Wochen ein neues Treffen an der Radrennbahn in Hannover. Auch wenn die Anfahrt für mich etwa doppelt so lang wie am Niederrhein war, meldete ich mich direkt an. Ich kam in einem Hotel ca. 2 km von der Radrennbahn unter. Am Samstag Vormittag packte ich mein Bianchi und ein paar Klamotten in den Wagen und fuhr los. Knapp 2,5 Stunden später war ich bereits gegen Mittag in Hannover. Gegen 13 Uhr checkte ich im Hotel ein und machte mich danach auf den Weg zur Bahn. Die Ersten waren schon dort und die Bahn war auch auf.



Also warf ich erst einmal einen Blick auf die Holzbahn, die verlassen in der Sonne lag. Ich schloss die Augen und stellte mir ein Radrennen vor. Ich hörte die Jubelschreie der Zuschauer auf der vollen Tribüne, wenn wieder ein Fahrer nach vorne fuhr. Die Bahn ächzte unter der Geschwindigkeit der Fahrer. Man roch den Schweiß der Fahrer die alles gaben um gegenüber der Tribüne auf dem Treppchen zustehen. Die Zuschauer peitschten durch ihre Rufe die Fahrer weiter an. Adrenalin floss durch die Adern und Jeder gab sein Letztes um am Ende erfolgreich zu sein.



Ich öffnete die Augen und sah auf die leere Tribüne die bestimmt schon glorreiche Zeiten erlebt hatte. Morgen würde ich hier fahren. Das erste Mal überhaupt auf einer Bahn. Ich bekam Gänsehaut bei dem Gedanken. Was würde mich wohl erwarten? Wie würde ich mich anstellen?



Ich kam wieder in der Wirklichkeit an und schlenderte über das Gelände. Hier und dort traf ich ein bekanntes Gesicht, oder lernte neue Leute kennen. Hier ein Gespräch, da eine Fachsimpelei. Einfach toll so ein Treffen. Das Forum übertragen ins echte Leben.



Unsere Klassiker stellten wir natürlich in den Schatten. Sie sollten bald ja noch genug in der Hitze schuften. Ich fand es eigentlich angenehm warm, aber das war wohl nicht Jedermanns Sache. Dann ging es auf 15 Uhr zu und wir nahmen unsere Räder und stellten uns draußen auf.



Marc und Knut instruierten uns noch für die Ausfahrt und teilten die ca. 50 Fahrer/inen in zwei Gruppen ein. Die langsamere Gruppe sollte einen Schnitt von etwa 20 km/h gemütlich fahren, während die "Schnellen" einen Schnitt von 25 km/h anstrebten. Ich meldete mich für die flottere Gruppe und wollte meinem Bianchi mal eine schnelle Gangart zeigen.



Gespannte Erwartung kurz vor dem Start. Dann ging es endlich los. Da die Bahn am Rand von Hannover war, führte die Tour direkt aus der Stadt raus. Die Route ging nach Hemmingsen, vorbei an einigen Seen und Teichen. Überhaupt schien es hier viel Wasser zu geben. Uns erwartete eine weite Landschaft mit Blick bis zu den ersten Hügeln am Horizont.



Nun fuhren wir kurz durch Wilkenburg und dann wieder kleine Seen links und rechts. Harklenbeck war dann die nächste Ortschaft. Dann wieder plattes Land bevor wir Reden erreichten. Hinter Schliekum wurde das Streckenprofil dann leicht wellig, aber immer noch gut fahrbar. Das Tempo litt jedenfalls nicht darunter. Dann verlor ich es ohne zu merken meine Pumpe. Netterweise wurde sie mir dann von einem aufmerksamen Mitfahrer wieder gebracht. Vielen Dank noch einmal.



Jeinsen und Adensen waren die nächsten Dörfer die wir passierten. Dann sah ich oben auf einem Hügel ein Schloss und dachte noch da könnte man mal hochfahren.



Und in der Tat, plötzlich bog die Gruppe links ab und es ging jetzt richtig berghoch. Wie eine wild gewordene Horde Gallier, die auf die Römer zu stürmte, rasten die Ersten den Berg hoch. Das erinnerte mich doch sehr an Asterix und Obelix und ich musste schmunzeln. Da ich nicht mithalten konnte, suchte ich, wie ein paar Andere vor und hinter mir, mein eigenes Tempo und kurbelte die steiler werdende Straße mit ihren Serpentinen hoch. Immerhin ging es bis auf 150 Meter hoch. Das war in dieser flachen Gegend schon ein richtiger Berg.



Oben angekommen warteten Getränke auf die verschwitzten Fahrer/innen. Im Schatten von alten Bäumen war eine Pause angesagt. Wir hatten gut die Hälfte der Strecke hinter uns. Schnell drehten die Gespräche sich um alte Räder und alte Technik.



Die Räder waren so unterschiedlich wie ihre Fahrer/innen. Vom lupenreinen Racer bis hin zum Reiserad war alles vertreten.



Doch jede Pause hatte mal ein Ende und so machten wir uns auf den Rückweg. Netterweise ging es jetzt natürlich bergab.



Auf dem Rückweg ging die Jagd dann richtig los, als Marc mal nicht vorne fuhr. Schnell waren wir im Bereich von 35 km/h. Da hatte ich mit meinem alten Bianchi langsam Mühe noch dran zu bleiben. Zu meinem Glück wurde das Tempo dann aber doch wieder auf ca. 30 km/h gedrosselt. Die Gruppe erreichte dann nach ca. 51 km wieder die Radrennbahn. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 27,6 km/h. Also noch etwas flotter als geplant. Wir machten noch ein Gruppenfoto auf der Treppe vor dem Gelände. Dann warteten wir auf die andere Gruppe. Mittlerweile waren auch Andere eingetroffen, die nicht mitgefahren waren. Christian und Susanne saßen im Schatten auf einer Mauer. Nach und nach trafen dann weitere Teilnehmer ein. Manche kannte ich von Fotos aus dem Forum, manche konnte ich zunächst nicht zuordnen.



Dann ging es zum gemütlichen Teil über. Es gab Getränke und das Abendliche Grillen wurde vorbereitet. Noch einmal vielen Dank an Marc, das er auch an die Vegetarier gedacht hat. Es wurde viel gequatscht, Fahrräder bestaunt und schließlich "verirrten" wir uns in die Katakomben der Bahn und bestaunten die Bahnräder der Vereine, die dort in Verschlägen untergebracht waren. Dann stieß ich auf die Steherräder die unser Rickert-Rentner für die Ausstellung am nächsten Tag mitgebracht hatte. Das Meiste waren natürlich Räder von Hugo Rickert gelötet. Draußen auf der Wiese wurde während dessen richtig gearbeitet. Es wurden mit speziellem Werkzeug Rahmen gerichtet und festsitzende Vorbauten gezogen. Einfach toll wie sich da im Klassiker-Forum gegenseitig geholfen wurde. Natürlich gab es jede Menge Zuschauer.



Da am Abend auch das Endspiel im Fußball um den DFB-Pokal statt fand, hatte Marc einen Beamer besorgt und wir konnten beim Grillen Rudel gucken und ein abwechslungsreiches Spiel zwischen Dortmund und Frankfurt sehen. Da viele von uns aus Dortmund und Umgebung kamen, war das Interesse groß. Auch einige Frankfurter waren beim Treffen dabei und mussten zu ihrem Leidwesen sehen wie Dortmund mit 2:1 gegen Frankfurt gewann und den Pokal holte. Bis zum späten Abend war es trotzdem eine tolle Stimmung mit vielen Gesprächen. Spät Abends, es war schon längst dunkel, verabschiedete ich mich bis zum nächsten Tag und fuhr in mein Hotel. Ein richtig toller Tag ging zu Ende.
lg Jennifer

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Montag, 29. Mai 2017, 22:42

Klassik in Hannover Teil 2

28.05.2017

Am Sonntag klingelte der Wecker um 7 Uhr. Ich ging ins Bad und richtete mich her. Dann packte ich meine Tasche wieder zusammen und ging in den Frühstücksraum. Kurze Zeit später kam noch ein Paar herein, das ich vom Sehen vom Vortag an der Bahn schon kannte. So verging das Frühstück recht schnell und gut gestärkt checkte ich aus dem Hotel aus und machte mich auf den kurzen Weg zur Bahn. War aber gar nicht so einfach meiner Bianchi Donna Bianca zu erklären das sie nicht mit auf die Bahn durfte. Um 9:30 Uhr waren die Stände schon größtenteils aufgebaut und die Ersten stöberten schon.



Toll was es hier alles gab. Selbst kleinste Teile wurden reichlich angeboten. Ich machte mich auf die Suche nach Teilen die ich unbedingt brauchte und fragte mich an den Ständen durch. Leider war die weiße Silica etwas zu kurz für mein Bianchi. Dafür fand ich Schuhplatten für meine Carnac-Schuhe. Und dann eine MTB Deore Kurbel. Die war zwar dreifach, sah aber klassisch aus und hatte 110 mm Lochkreis. Mit den richtigen Kettenblättern hätte ich eine schöne klassische Kompaktkurbel. Sogar silberne, schmal bauende Cantileverbremsen für meinen Koga Miyata Randonneur fand ich. Dann zwei alte silberne Flaschenhalter fürs Bianchi und zwei schwarze, etwas neuere fürs Koga. Perfekt!
Und dann kam für mich der absolute Glücksgriff. Ich unterhielt mich gerade mit ein paar Leuten über mein Koga Randonneur, als ein Besucher anmerkte das er gerade einen Fehlkauf getätigt hatte. Einen Frontgepäckträger original von Koga, der leider mit seinen Mafac-Bremsen nicht passte. Bei der Beschreibung war mir schnell klar das es sich wohl um den Träger handelte, der an meinem Koga Miyata Modell original dran war. Zufällig kam er auch noch aus Hannover und bot mir an den Träger von zu Hause zu holen. Diese Träger sind leider nicht mehr einfach zu finden. Wir verabredeten uns für später, da ich ja noch auf der Bahn fahren wollte.



Dann war es gegen Mittag so weit. Wir durften auf die Bahn. Ich holte schnell Schuhe, Pedale und Helm aus dem Auto und betrat das erste Mal das Innenfeld der Bahn. Was für ein Moment. Etwas aufgeregt war ich schon, aber auch voller Erwartung. Ich bekam ein rotes Bahnrad mit 59er Alurahmen von Fagin. Nach dem aufpumpen der Reifen auf 10 bar, montieren meiner Pedale und einstellen des Sattels, konnte es losgehen.
Eine kurze Einweisung und ich drehte mit ein paar Anderen erste vorsichtige Runden auf dem blauen Innenfeld. Das war zwar etwas holprig, hatte aber noch keine Schräge. Wir sollten erst einmal lernen zu treten und dann wieder anzuhalten. Das war gar nicht so einfach. Dann wurde es etwas flotter. Und wir trauten uns vorsichtig auf die Schräge.



Ich fand es am Anfang sehr anstrengend, da ich mordsmässig in die Pedale trat, um nicht zu langsam in die Steilkurven zu fahren und dann etwa runter zu rutschen. Nach zwei Runden war ich völlig durchgeschwitzt und fertig. Ich machte eine kurze Pause und trank etwas. Dann ging es wieder aufs Rad. Nachdem ich Anfangs wieder die gleichen Probleme hatte, probierte ich es mit etwas weniger Druck und gleichmäßigerem fahren. Auf der Straße immer meine Spezialität bei langen Strecken. Und oh Wunder, ich bleib in der Kurve.



Dann wieder eine kleine Pause, in der ich mal von den anderen Teilnehmern Fotos machte. Die fuhren teilweise ganz schön flott, aber auch nur kurze Runden.



Au weia, die Tribüne füllte sich und wir bekamen richtig Zuschauer. Das machte die Sache noch spannender.



Ein Teilnehmer drehte lässig seine Runden und nutzte die Zeit auf der Bahn als Training fürs Worldklapp, einem Klappradrennen.
Leider durfte er mit dem Klapprad nicht auf die Bahn und bekam auch ein Bahnrad.



Jetzt kamen immer wieder neue Interessenten auf die Bahn. Das reizte schon Einige mal hier ein paar Runden zu drehen. Ich schwang mich auch wieder aufs Rad und fing an Runden zu drehen. Wie viele es waren weiß ich nicht, aber das Navi zeigte mir hinterher 10 km Strecke an. Da eine Runde 330 Meter hatte, waren es wohl einige Runden die ich da am Stück drehte. In Unterlenkerhaltung fühlte ich mich am wohlsten und fuhr und fuhr und fuhr. Es begann jetzt richtig Spaß zu machen und ich fuhr immer höher in die Steilkurve. Dann ließ ich mich zum Kurvenausgang wieder etwas abfallen und beschleunigte dadurch. Außerdem fand ich immer mehr meine Linie wo keine Schäden im Holz waren. Trotzdem rutschte ab und zu das Hinterrad und zweimal sogar das Vorderrad in der Steilkurve. Aber es blieb ohne Folgen und ich lernte Vertrauen zu haben. Die Unsicherheit wich einer absoluten Gelassenheit und der Gewissheit mir würde hier kein Sturz passieren. Das Selbstvertrauen stieg also. Genau wie der Suchtfaktor.



Doch dann bekam ich wieder Durst und beschloss eine kleine Pause zu machen. Ich trank etwas und schlenderte über den Markt, wo mir zwei Radbücher ins Auge fielen. Schnell waren sie mein und ich trug die Beute zum Auto. Jetzt nahm ich mir mal Zeit ein paar der ausgestellten Räder anzuschauen. Vor allem die Bahnräder hatten es mir angetan. Da dämmerte mir wohl bereits das ich demnächst ein eigenes Bahnrad brauchen würde. Beinahe hätte ich jedoch einen sehr günstigen Streaßenrahmen von Kotter gekauft. Auch ein Laufradsatz mit neueren Wolberfelgen und Tricolor Naben fand mein Interesse. Wirklich brauchte ich beides nicht, aber fand es interessant. So überlegte ich hin und her, aber konnte mich noch nicht entschließen. Ich wollte später noch einmal wieder kommen. Vielleicht kaufte mir Jemand auch beides weg, dann war ich von der Versuchung erlöst.






Nach der Pause ging es zurück auf die Bahn. Ich drückte Jemand meine Kamera in die Hand um ein paar Fotos in Aktion zu haben. Dann fuhr ich meinen zweiten langen Turn. Schön gleichmäßig, nicht zu schnell und nicht zu langsam. 30 km/h im Schnitt sagte mein Navi hinterher und wieder gut 10 km. So spulte ich Runde um Runde in der Hitze ab. Im Augenwinkel nahm ich die Zuschauer auf der Tribüne wahr. Ich fühlte mich fast wie bei einem neuem Stundenweltrekord, nur das ich keine Stunde fuhr und sicher zu langsam war. Ich fühlte mich eins mit der Rad und der Bahn. Sicher einer der schönsten Momente in meiner Radlaufbahn. Die Bahn lebte, sie hatte eine Seele und sie konnte hinterhältig sein. Immer mal wieder eine lockere Holzlatte und einmal sogar ein Loch, in dem mein Hinterrad einsank. Das war ganz am inneren Rand der Bahn. Zum Glück hatte ich so viel Schwung das ich nicht steckenblieb. Aber ich hörte das Krachen und spürte wie das Hinterrad einbrach. Das Gleiche mit dem Vorderrad und gute Nacht. Aber ich vertraute mir, dem Rad und auch der Bahn das nichts Schlimmes passieren würde. Und ich behielt Recht. Runde um Runde fuhr ich, wollte ewig so weiter fahren. 100 km, 200 km oder noch weiter. Einfach fahren, dem Knacken der Holzsparren zuhören und fahren, fahren, fahren. Das hatte definitiv Suchtcharakter und kannte ich teilweise von meinen Langstrecken. Doch die Vernunft siegte und ich stieg schließlich von dem Rad und gab es schweren Herzens zurück. Spätestens jetzt war klar, ich brauchte ein Bahnrad. Und eine Bahn. Das Erste ließ sich sicher machen, das Zweite war schon schwieriger, da bei uns in Dortmund keine Bahn mehr existierte. Aber das würde sich schon finden. Noch voller Glücksgefühle brachte ich Helm, Schuhe und Pedale zurück zum Auto und verpflegte mich erst einmal am Grill mit leckerem Grillkäse und dann mit einem alkoholfreiem Alster.





Noch einmal schlenderte ich durch die Exponate und entdeckte ein altes Steherrad welches mein Vereinskollege Frank Schmadtke von "Sturm" Hombruch in den 80er Jahren gefahren hatte. Jetzt gehörte es zu der großen Rickertsammlung vom Rickert-Rentner aus Münster.



Auch andere Räder von Rickert, Patria WKC und Polrad erregten meine Aufmerksamkeit. Eine wirklich schöne Sammlung. Danke fürs zeigen.



Mittlerweile war der Besucher auch mit dem Koga Frontträger zurück. Das Teil war absolut perfekt, in richtig gutem Zustand und wirklich das Originalteil. Ich konnte mein Glück kaum fassen und zahlte ihm den Preis für den er den Träger erstanden hatte. So hatten wir Beide gewonnen. Er hatte keinen Verlust gemacht und ich brauchte nicht mehr ewig nach dem Teil zu suchen. Was für ein Tag. Meine Glückshormone liefen langsam Amok. Dafür wurden die Stände langsam abgebaut. Ich war ganz froh das die Rahmen schon weggepackt waren, sonst hätte ich vielleicht doch noch das Kotter.... Aber ich hatte wirklich genug Baustellen zu Hause. Noch ein paar Gespräche und dann verabschiedete ich mich von den Anderen. Am Auto angekommen machte ich noch ein Foto von meinen "erbeuteten" Schätzen. Vieles hatte ich bereits dringend gesucht. Besser konnte es gar nicht laufen. Mein erster Teilemarktbesuch überhaupt und dann so erfolgreich für mich.



Gegen 16 Uhr machte ich mich auf den Weg nach Hause. Ein richtig tolles Wochenende ging zu Ende. Ich traf einige bekannte Gesichter wieder, lernte Neue kennen und hatte zwei richtig gute Tage. Die Atmosphäre war wirklich sehr freundschaftlich, geradezu familiär. Die Besucher und Organisatoren waren richtig nett und sympathisch und ich hoffe das ich Alle mal wieder sehe. Was ich jetzt natürlich auch sehr hoffe das es auch Klassikertage Hannover 2018 geben wird. Aber das hängt in der Form wie dieses Mal sicher auch von dem Fortbestand der Bahn ab. Der jetzige Betreuer der Bahn Jürgen ist bereits 80 und kann und will so nicht weiter machen. Ich hoffe es finden sich Helfer oder eine ganze Gruppe die ihn unterstützt und seine Aufgaben übernimmt. Die Bahn ist toll und hat ihren völlig eigenen Charakter, eben gerade weil sie nicht perfekt ist. Es wäre eine Schande wenn es sie irgendwann nicht mehr geben würde. Der Bahnradsport ist so toll und auch spannend bei den Rennen. Verstehe gar nicht das die Leute sich nicht mehr so dafür interessieren. Ich träume davon das es irgendwann mal wieder so wird wie in den Erzählungen meines Großvaters aus den 50er Jahren. Damals war der Radsport der zweite Sport hinter dem Fußball bei uns im Ruhrgebiet. Solange schließe ich die Augen und träume von den glorreichen Zeiten. Jetzt weiß ich zumindest wie es sich anfühlt auf der Bahn zu fahren. Ein irres Gefühl.Vielen Dank dafür. Das werde ich nie vergessen.
lg Jennifer

Mein neuer Blog: sonnewolken.wordpress.com

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