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Michihh

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1

Samstag, 22. Oktober 2016, 16:33

Ich fahre dann mal

Da ich gerne eure Berichte lesen, werde ich hier nun auch öfters berichten.
Ich hoffe das liest sich nicht zu trocken.
Fange mal an mit meiner letzten Tour mit Lucas von Kleve nach Amsterdam

Da der Himmel in den schönsten Grautönen strahlte und uns der Wind pervers entgegen blies und es mit den gegebenen Wetterbedingungen schon einer gewisse Menge an Masochismus bedarf so eine (Tor-) Tour trotz aller Widrigkeiten zu starten und zu bestreiten nenne ich den Bericht einfach mal

Shades of grey,
oder wir fahren dann mal spontan nach Amsterdam.
Auf meiner ersten Tour Anfang Oktober mit Lucas beschlossen wir eine 2. Tour recht schnell folgen zu lassen, klar war - es sollte wieder nach Holland gehen - diesmal weiter und mit Übernachtung.
Zeitpunkt war schnell gefunden . 18. hatte ich Prüfung danach einige Tage Leerlauf und am Wochenende ist ein Ausflug mit Freundin zu einem Weinfest an der Ahr geplant Lucas hatte Herbstferien, also war schnell der 19.-20.10 gefunden.
Als erstes Ziel war Lelystad angedacht - mangels passender Übernachtungsmöglichkeit wurde dann vor 10 Tagen (1 Woche vor der Tour) Amsterdam draus. Mit dem Amstel Botel war auch eine geeignete Unterkunft gefunden. Sehr zentral - für Amsterdam sehr günstig - 67,50 das Doppelzimmer inkl Frühstück. Schnell reserviert, war dann Termin und Ziel zementiert. Wettervorhersage in der Langzeitprognose deutete auf goldene Herbsttage mit 12
- 18° hin. Strecke wurde dann mit dem Knotenpunkteplaner vorbereitet.

3-4 Tage vor der Abreise jedoch änderte sich die Prognose- naja, gebucht ist gebucht. Ausweichtermin nicht machbar - also los.

Ich stieg morgens um 08:30 auf Rad um den Zug ab Aldekerk in 8km Entfernung nach Kleve zu erreichen., Was uns den Tag erwartete, konnte ich so schon vorab testen. Klatschnass enterte ich also den Zug 30 Min später als geplant, der Automat akzeptierte nur 10€ Scheine - bei einem Fahrpreis von 19,20 - absurd, ich musste also noch ins Dorf zum Geld wechseln und mir fuhr, der geplante Zug vor der Nase weg. War aber im Ergebnis egal, denn Lucas schlug sich mit den Wetterkapriolen rum, hatte er eine etwas längere Anfahrt. Er brauchte ebenfalls länger als erwartet so dass wir fast zeitgleich in Kleve ankamen.
Wir tranken noch einen Kaffee und los ging’s Richtung Rhein - Richtung Holland, die Rheinfähre in Millingen war das erste Etappenziel

In Millingen an der Fähre angekommen durften wir feststellen - die Fähre fährt heute nicht - wegen des Sturms. Noch am Morgen war auf deren Webseite nichts davon zu sehen

So wurde also aus der „kurzen“ Strecke von 35,2km


diese Strecke -


Mit einigen zusätzlichen Schlenkern (falsch abgebogen und verfahren zwischen Nijmegen und Arnhem brauchten wir für dann insgesamt 60 km Strecke ca 5,5h.

Regen peitschte uns die ersten 3,5 Stunden entgegen, gepaart mit Sturmböen, lies es uns kaum höhere Geschwindigkeiten als 13-15 kmh erreichen und das war schon extrem anstrengend.

Lange Pausen gab es nicht, nur an der (nicht vorhandenen) Fähre zur Umplanung der Route die längste war in einem Vorort von Arnhem, wo ich in einem Fahrradladen Öl kaufte, unser beider Ketten schrieen schon laut hörbar danach – kein Wunder nach knapp 4h in deren sie Wasser von allen Seiten erhielten, Ketten mit Öl versorgt, dreckig waren sie nicht trotz des Modders unterwegs.

So gesehen hatte der kräftige Regen die ganze Zeit auch Vorteile - an den Rahmen unterhalb des Körpers war deutlich mehr Dreck als im/am Antrieb.
Nach weiteren ca. 10 km erreichten wir den Bahnhof in Arnhem und beendeten für Mittwoch die Tour vorzeitig.
60km durch Starkregen, gepaart mit Sturmböen hatten un aller Kräfte beraubt zudem wären wir nie zeitlich einigermaßen passend angekommen. Brauchten wir doch schon über 5h für 60km, wie lange hätten wir für die restlichen 90km bei diesen Verhältnissen brauchen sollen?
Wir sind also in Arnhem in die Bahn gewechselt und waren kurz nach 17 Uhr in Amsterdam :)

Hier ein paar Bilder der Tour
(Einzelbilder aus dem Video was ich mit meiner billigst 4k Actioncam (48,-) gemacht hab.











Und hier noch ein paar mehr Bilder, der Himmel und alles schön grau in grau


















Da ihr alle Cliffhhanger liebt, gehts später weiter mit Bildern aus Amsterdam und dem 2. Tag mit der Rückfahrt :p
»Michihh« hat folgende Bilder angehängt:
  • Screenshot 2016-10-22 12.19.43.png
  • Screenshot 2016-10-22 12.19.25.png
  • Screenshot 2016-10-22 12.19.19.png
  • Screenshot 2016-10-22 12.19.02.png
  • Screenshot 2016-10-22 12.17.21.png
  • Screenshot 2016-10-22 12.17.12.png
  • Screenshot 2016-10-22 12.17.00.png
  • Screenshot 2016-10-22 12.16.53.png
  • Screenshot 2016-10-22 12.16.38.png
  • Screenshot 2016-10-22 12.16.28.png
  • Screenshot 2016-10-22 12.16.11.png
  • Screenshot 2016-10-22 12.15.38.png
  • Screenshot 2016-10-22 12.15.24.png
  • Screenshot 2016-10-22 12.14.58.png
  • Screenshot 2016-10-22 12.14.42.png

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Toto Habschned

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2

Samstag, 22. Oktober 2016, 20:20

Eieieiei, da hattet ihr mit dem Wetter aber richtiges Pech :/

Michihh

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Samstag, 22. Oktober 2016, 20:30

Hatten wir, der Regen war nicht das Schlimmste, aber wenn du strampeln musst wie ein Irrer um 13-15 zu fahren, und dadurch das Gefühl hast kaum vorwärts zu kommen dann frustriert das schon sehr, dann verfährt man sich auch nochmal eben und muss noch 8 km plus fahren da hatten wirs dann endgültig dicke

jenuch is jenuch sind ja durchaus beide leidensfähig aber das war to much

Toto Habschned

unregistriert

4

Samstag, 22. Oktober 2016, 20:38

Na ich hoffe nur wir bleiben im Januar von solchen Wetterbedingungen verschont und kommen einigermaßen trocken und entspannt in Winterswijk an :D

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Samstag, 22. Oktober 2016, 20:58

Mit Kälte kann ich gut um solange es trocken ist und 75-90km kann man immer machen, nach Amsterdam hatten wir aber noch über 90km und es war schon knapp 4, wir hatten insgesamt ca 68km ich und Lucas 98km bis dahin auf der Uhr und ich glaube unter diesen Bedingungen hätte jeder vernunftbegabte Mensch an dem Punkt aufgegeben und wär den Rest mit der Bahn nach Amsterdam.

Umso besser wird Amsterdam, dazu später mehr ;)

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LucasS

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Montag, 24. Oktober 2016, 01:45

Wirklich gelungener Bericht muss ich sagen ;)
Rückfahrt war ja immerhin vom Wetter recht ok und keine Sturmböen

Freue mich auf jedenfall auf die nächste Tour

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7

Montag, 24. Oktober 2016, 08:24

In Amsterdam
Wir stiegen kurz nach 17 Uhr in Amsterdam aus dem Zug und wie hätte es anders sein können?
Es erwartete uns blauer Himmel und Sonnenschein, klar wir müssen ja auch nicht mehr radfahren.



Da wir Amsterdam per pedes etwas besichtigen wollten, verfrachteten wir die teuren Räder in die bewachte Radstation am Hauptbahnhof. Teuer ist hier im Verhältnis zu sehen, ich habe während unseres Aufenthalts nur 3 wertige Räder gesehen, den Rest stellen komplett heruntergerockte Hollandräder/Cityräder dar die selten über Licht, nie über Reflektoren verfügten, Bremsen waren auch an vielen Rädern auf Rücktritt reduziert.

Wozu braucht es Bremsen, Licht und Reflektoren JEDER hat eine große Klingel am Rad und diese ersetzt alle hierzulande für nötig erachteten STVO konformen Einrichtungen, ring ring ring ring ring klingt mir jetzt noch in den Ohren, Als Abbiegehinweis, wenn man um Ecken fährt, wenn Fußgänger irgendwo im Weg sind ring ring ring ring ring ring ring ring ring ring ring ring ring ring ring…..

So standen unsere Räder safe am Hauptbahnhof in der bewachten Station für 1,30 pro Tag und wir machten uns auf zu unserer Herberge dem Botel (mit einer kostenlosen Fähre vom Hbf super zu erreichen), eingecheckt und erstmal ins Zimmer Sachen zum trocknen ausbreiten. Da es sich bei dem Botel um ein Hotelschiff handelt waren die „Kabinen“ auch entsprechend „groß“. Es passte ein Einzel und ein Etagenbett rein, ein Tischchen mit TV drauf ergänzte das ähhhm stilvolle Interieur, das Bad war quasi praktisch eingerichtet, man konnte sich auf dem Klo sitzend duschen und sich dabei am Waschbecken die Zähne putzen – Bad war ca. 1,5m² groß.



Nachdem wir den Inhalt unserer Rucksäcke zum trocknen an der Heizung trappiert hatten, machten wir uns auf, Amsterdam zu Fuß zu erkunden.
Amsterdam ist immer einen Besuch wert, ich mag die Architektur, die Lebensart und die Menschen in der Stadt.







Kirmess war auch gerade mitten in der Stadt


So taperten wir bis kurz vor Mitternacht kreuz und quer durch die Stadt und fielen dann gegen Mitternacht in einen komatösen Tiefschlaf



Amsterdam hat konsequent die Autos aus der Innenstadt vertrieben, man sieht nur Fahrräder und Taxen, kein Amsterdammer käme auf die Idee mit dem Auto in die Stadt zu wollen, Tempo 30 Zonen, Einbahnstraßen, Durchfahrsperren in Form von Pollern an vielen Einmündungen, Fußgängerbereiche.
Wer in Amsterdam seine individuelle Mobilität mit dem Auto gestalten will zahlt 3-fach.
- Durch die Verkehrsführung muss der PKW Fahrer von A nach B die mindestens doppelte Strecke eines Radfahrers oder Fußgängers absolvieren
- Parkraum ist insbesondere in Amsterdam sehr teuer
- Man muss weitere Wege in Kauf nehmen um vom Auto ans Ziel zu kommen

Autofahren ist in Amsterdam einfach unattraktiv, Radverkehrsanteil liegt bei gefühlten 70% - man sieht nur Räder und ÖPNV und Taxen keine bzw kaum Privatautos.
Radfahrerherz was willst du mehr? breite Radwege die die gesamte Innenstadt durchziehen, sogar eine Radschnellspur mitten durch den Hbf, überall in der Stadt (wie auch im restlichen Holland) Bettelampeln für Radfahrer, die aber im Gegensatz zu hier nicht den Kfz Verkehr bevorteilen sondern unabhängig von den Fußgängerintervallen nach Anforderung recht schnell grün für Radfahrer anzeigen.
Da war aber noch was...
ring ring ring ring ring ring ring ring ring ring ring ring ring ring ring….. irgendwie können Radfahrer echt nerven,mit Klingeln in den Ohren schlief ich dann recht schnell ein.

Mal sehen wann ich dazu komme, den 3. und letzten Teil zu schreiben
LG Michael

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Montag, 24. Oktober 2016, 12:31

Michael, ich bin schon gespannt auf Teil 3. :thumbup:

Das "Wozu braucht es Bremsen, Licht und Reflektoren JEDER hat eine große Klingel am Rad und diese ersetzt alle hierzulande für nötig erachteten STVO konformen Einrichtungen, ring ring ring ring ring klingt mir jetzt noch in den Ohren, Als Abbiegehinweis, wenn man um Ecken fährt, wenn Fußgänger irgendwo im Weg sind ring ring ring ring ring ring ring ring ring ring ring ring ring ring ring….."
:rofl:

So kenne ich das, nur mit weniger Lärm. Reflektoren, also sorry, die will ich nicht. Und in Holland hat mir immer eine Rücktrittbremse gereicht. Was mir im September in Enschede (wo ich gelebt habe) aufgefallen ist, ist dass unheimlich viele Räder vorne eine Transportkiste montiert hatten. In Holz an einem typischen Hollandrad gefällt mir das, aber nicht diese potthässliche Faltdinger aus Kunststoff.

Groetjes,
Jacqueline
"Vertrauen ist eine Oase des Herzens, die von der Karawane des Denkens nie erreicht wird." (Khalil Gibran)

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Ratatouille (12.03.2015) 4725 / Otmar (12.08.2015) 7000 / Ruby (22.10.2016) 1345 / A: 220
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Montag, 24. Oktober 2016, 13:35

Zitat

So kenne ich das, nur mit weniger Lärm. Reflektoren, also sorry, die will ich nicht. Und in Holland hat mir immer eine Rücktrittbremse gereicht


Naja, was einem persönlich reicht und was hierzulande gesetzlich vorgeschrieben ist, ist ja zweierlei.

In Amsterdam und da insbesondere rund um den Hbf hatten wir echt Probleme zu Fuß die Radwege zu queren, im Sekundentakt kamen 1, 2, 3 Räder vorbei und dementsprechend oft wurde geklingelt, wir liefen teils auf den engen Gassen auf der Straße mangels Alternative und ring ring ring wieder waren wir im Weg.

Zitat

dass unheimlich viele Räder vorne eine Transportkiste montiert hatten

die Kisten habe ich zwar kaum montiert gesehen aber ca die Hälfte der schrottigen Räder hatte vorne so ein massiven L-Träger montiert zum Transport von Kisten.

Überhaupt was da so rumfuhr würde der Rennleitung hier viele Überstunden und Kopfschmerzen beschaffen, das regulieren zu wollen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Michihh« (24. Oktober 2016, 13:40)


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10

Montag, 24. Oktober 2016, 14:07

Gesetz ist Gesetz, aber wenn es um Reflektoren geht, da hört bei mir der Spaß auf. Auch hierzulande. Einen mit Liebe gebauten Cruiser wie zum Beispiel mein Otmar, der sehr bewusst gewählt seine einzigarte Ausstrahlung entwickelt hat, den verunstalte ich zum Verrecken nicht mit Plastikteilen. An einem Reifen ist ein Reflektorstreifen, die Packtaschen haben reflektierende Markierungen und wenn nötig, dann ziehe ich eine grausam unschöne gelbe Regenjacke an die auch reflektiert. Das sollte reichen, ich bin sichtbar. Mit Beleuchtung.
An ihm eine Vorderbremse zu montieren, wozu wenn ich die bei ihm nicht brauche? Solange ich niemanden gefährde und achtsam fahre, finde ich das vertretbar. Glück gehabt: bis jetzt hat noch kein Polizist das bemängelt, eher wurden er, und auch andere Bikes von Paule, mit Interesse und Bewunderung betrachtet.
Nur meine Meinung, jedem das Seine.

Ich war nur selten und kurz in holländischen Großstädten unterwegs. Das wundert mich echt, dass der Hauptteil aus Schrott besteht. In meinem Bekanntenkreis wurden Räder normal gepflegt. Als Kind, an der Grenze mit Gronau aufgewachsen, fand ich die Räder in Deutschland sehr armselig und klapperig. Zeiten ändern sich... :)

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Montag, 24. Oktober 2016, 14:14

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Räder die wir zu Gesicht bekamen die einzigen der jeweiligen Besitzer waren.
Wo aber sehr viele Räder sind, werden sehr viele geklaut.
Aus diesem Grund stellten wir unsere "teuren" Räder ins bewachte Parkhaus.

Was wir da auf den Straßen sahen waren in der Regel alte, schwarze typische Holland Stahlrösser, mit denen ich nicht mal zur Kneipe radeln wollen würde.

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Toto Habschned

unregistriert

12

Montag, 24. Oktober 2016, 15:28

Wahrscheinlich alles die Gammelräder für die Stadt, die guten kommen dann Sonntags aus'm Safe :)
Hört sich ähnlich an wie in Münster. Als ich mal kurz für nen Kaffee da am Bahnhof angehalten habe standen im Parkbereich Quadrillionen von Fahrrädern....aber was wirklich hochwertiges war nicht zu erspähen beim groben Drüberschauen)

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13

Montag, 24. Oktober 2016, 16:08

Wenn ich mal zurück denke, doch, in meinen Enschede-Jahren (1987-2002) war das dort am Bahnhof nicht anders. Eine riesige Schrottsammlung. Ich vermute, viele haben da auch einfach ihr altes Rad so entsorgt. Hinzu kommt, Enschede ist eine Studentenstadt.
Ich würde nie mein Fahrrad an einem Bahnhof parken, weil schon der Standort andeuten könnte, der Besitzer ist vielleicht für längere Zeit unterwegs. Außerdem ist es oft so voll, dass manche ihr Rad auf die Schnelle dazwischen schmeißen oder an anderen Rädern anlehnen.
Nur ein einziges Mal stand ein Rad von mir an einem Bahnhof, und zwar in Rheine. Abends fuhr ich nach Münster und zurück, bis dahin hätte die gesicherte Aufbewahrung schon zugemacht. Es ging nicht anders. Nun war Rheine eine ruhige, nette Kleinstadt. Als ich jedoch zurück kam, konnte ich im Stehen nach Hause fahren, denn der Sattel (nichtmal ein toller Sattel...) war weg.

In Holland war das so üblich, dass Räder als wichtiger Gebrauchsgegenstand nicht vernachlässigt werden. Jedes Familienmitglied hat sein eigenes. Aber... da Holland nunmal klein ist, und die Schuppen und Keller auch, hat nicht immer jeder Lust, alle Räder rauszunehmen um an seins zu gelangen. Wenn man nur kurz etwas besorgen will, wozu der Aufwand. Und so wird das Rad das am meisten vorne steht, zu "hoertje van de familie", übersetzt, die Familienprostituierte. Wie der Name schon vermuten lässt, werden diese Räder nicht immer mit Respekt behandelt. Oft war das das Rad der Mutter, die irgendwann die Hoffnung aufgegeben hat.

Soviel dazu ;)

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Montag, 24. Oktober 2016, 16:55

So ein "Wenn man nur kurz etwas besorgen will, wozu der Aufwand. Und so wird das Rad das am meisten vorne steht, zu "hoertje van de familie" haben wir hier auch stehen

Mittlerweile habe ich auch keinen Bock mehr das instand zu setzen. Dauert immer 1-2 Wochen bis das nchste Teil kaputt ist.


Bis vor 1 Jahr war das ein 40-50 Jahre altes noch gut erhaltenes Sparta Hollandrad. Vor 6 Monaten durften sich die " Kinder" mal ausleihen. Das war dann Dauerzustand und nun sieht es so aus.
Selbst der Sattel und Stange fanden offensichtlich schon Zugang an ein anderes Rad

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15

Montag, 24. Oktober 2016, 17:20

Oh nein... :fie: ;( Das ist traurig. So ein altes, tapferes Sparta. Sollen die Benutzer doch ihre eigene Räder zerstören und zusehen wie sie danach klarkommen. Wertschätzung will gelernt werden.

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Montag, 24. Oktober 2016, 17:23

On the bright side... die Reflektoren sind noch dran. :D

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Montag, 24. Oktober 2016, 17:36

Vor 2 Jahren bekam meine Freundin das von Ihrer Mutter geschenkt da die nicht mehr fuhr.
Und es ist eben wie du es beschrieben hattest, es wurde hier dann seit einem Jahr von 3 verschiedenen 18-25jährigen genutzt und immer wieder ging was kaputt, Ständer abgebrochen, Kettenschutzkasten weg, Vorderradbremse kaputt, Beleuchtung ist wohl auch kaputt dann war die Kette gerissen und nie wars einer und nun eben Sattel nebst Stange weg - mir isses egal, hab keine emotionale Bindung zu dem Rad und der Wiederaufbau lohnt nicht

Michihh

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18

Montag, 24. Oktober 2016, 17:37


On the bright side... die Reflektoren sind noch dran. :D
Groetjes,
Jacqueline

LOL genau

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Toto Habschned

unregistriert

19

Montag, 24. Oktober 2016, 18:06

Gibt's auch Organspendeausweise für Zweiräder?

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20

Montag, 24. Oktober 2016, 21:45

Bei alten Rennrädern machen wir das anders. Wir kaufen ein Rad weil uns der Rahmen gefällt, verhökern die alten Teile, um uns andere alte Teile zu kaufen und wieder dran zu bauen. Das nennt sich dann Hobby. :D
lg Jennifer

Mein neuer Blog: sonnewolken.wordpress.com

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