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Berny67

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Unterwegs von: Witten

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Mittwoch, 2. November 2016, 11:40

Herbstimpressionen auf der Kohlenbahn

Hallo Zusammen,

meine Güte, ich habe ja wieder, nach längerer Zeit der Abwesenheit im Forum, auf Grund einer langen Krankheitsphase meiner Frau, mit Genuss Eure tollen Reiseberichte gelesen. Da es meiner Frau endlich wieder besser geht konnte ich auch endlich mal wieder zu einer kleinen, ca. 60 km langen Runde aufbrechen. Zuvor beschränkten sich meine Fahrradaktivitäten hauptsächlich auf meine Arbeitsfahrten und Besorgungsfahrten.

Ich hatte ja mal, schon vor längerer Zeit, eine im Ruhrgebiets-Radführer beschriebene Tour namens "Von Ruhr zur Ruhr" befahren. Sie startete auf dem Ruhrtalradweg bei Hattingen und führte, überwiegend über ehemalige Bahntrassen, über Sprockhövel bis nach Wengern, um dort wieder auf den Ruhrtalradweg zu stoßen. Dabei kamen auch einige Höhenmeter zusammen.

Dieses Mal befuhr ich die Tour aber entgegengesetzt und auch etwas abgewandelt. Ich machte mich also auf, ausgerechnet an einem regnerischen Donnerstag-Morgen vor zwei Wochen. Es ging dann zunächst ins Muttental, auf einem Teilstück des Ruhrtalradweges, entlang der Museumsbahnstrecke, vorbei an der Zeche Theresia, wo man u. a. an bestimmten Tagen Fahrten mit der alten Grubenbahn machen kann.

Auf extra ausgewiesenen Fahrradstraße, wo auch motorisierter Verkehr erlaubt ist (klar, sonst könnten die Anwohner ja nicht zu ihren Häusern ;) ), ging es dann weiter zum LWL-Museum "Zeche Nachtigall". Die Fahrradstraße verdient eigentlich auf Grund ihres desolaten Zustandes mit tiefen Schlaglöchern und Bitumenflicken ihren Namen nicht.

Vorbei an der Zeche Nachtigall fuhr ich weiter durchs Muttental, wo es einen schönen Lehrweg über die Geschichte des Bergbaus, mit teilweise nachgebauten historischen Zechengebäuden oder Gerätschaften. Den Anstieg der Berghauser Straße in Richtung Bommerholz hatte ich nicht so anstrengend in Erinnerung, aber ich hatte zur Sicherheit auch einiges an Werkzeug und viele Getränke und etwas Proviant mitgenommen, was alles schon recht schwer auf meinem Gepäckträger lastete. Dazu trug ich selbst ja noch meine Winter und Regenbekleidung. Trotz des schlechten Wetters boten sich von dieser Strecke immer wieder schöne Ausblicke, die ich fotografisch festhielt.

Von Bommerholz aus ging es dann über Durchholz bis hin zur Landstraße (B235) in Richtung Sprockhövel-Hiddinghausen. Es handelt sich dabei zwar um eine richtige Bundesstraße, die aber erstaunlich wenig befahren ist und auch mit ihrer landschaftlichen Schönheit entschädigt. Jedenfalls stellt das Befahren mit dem Rad keine großen Probleme dar, und die moderate Steigung in Richtung Sprockhövel ist auch ganz gut mit meinem nabengeschalteten "Museums-Reiserad" machbar.

In Hiddinghausen fährt man dann auf die "Kohlenbahn", eine ehemalige Bahntrasse, die ihren Namen eben dem Zweck verdankt, zu welchem sie zur damaligen Zeit benutzt wurde, eben dem Transport für Kohle. Da der Weg zum größten Teil geschottert ist und eigentlich eher einem Waldspazierweg ähnlicher als einem Radweg ist, geriet bei diesem Regenwetter die Fahrt schon irgendwie zur Schlammschlacht. Aber was kann den eigentlich schöner sein, als fernab vom Verkehr und allem Trubel durch so schöne Feld- und Waldgegenden zu fahren und schöne Ausblicke zu erhaschen.

Gemächlich radelte ich dann bis "Schee", einem höher gelegenen Teil von Sprockhövel. Dort hätte ich der Route noch weiter bis nach Wuppertal folgen können, aber da ich ja zurück zur Ruhr wollte, bog ich dann scharf rechts ab, auch auf eine ehemalige Bahntrasse, um über Niedersprockhövel in Richtung Hattingen zu gelangen.

Leider ist auch dieser Weg eher ein Waldweg, der zudem noch mit viel Laub und Eicheln, deren Knacken beim Überfahren mir reichlich Unbehagen bereitete, denn man denkt ja dann gleich, völlig unbegründet, an ungeliebte Reifenpannen. Und diese bei diesem Mistwetter zu beheben ist ja nun auch kein wirkliches Vergnügen.

Auf Höhe Niedersprockhövel machte ich dann eine kleine Rast, aber die an diesem Platz vorhandene Bank lud ja eben nicht gerade zum Verweilen ein, es sei denn man möchte anschließend gerne mit nassem Hintern weiterfahren.

Im weiteren Verlauf der Tour stößt man dann auf die eigentliche Besonderheit des Weges. Nach der Grenze zu Hattingen gibt es nämlich den "Schulenberg-Tunnel", welcher extra für Radfahrer und Fußgänger angelegt wurde, durchgehend asphaltiert und beleuchtet. Ich hörte davon, dass dort auch gerne mal Fledermäuse ihren Schlaf halten. Nun ja, begegnet bin ich jedenfalls keiner.

In Hattingen angekommen muss man leider für ca. knappe 2 km am lästigen Stadtverkehr teilnehmen um dann, nach Überquerung der Ruhrbrücke, welche einen meiner Lieblingsausblicke bietet, vorbei an dem Campingplatz wieder auf den Ruhrtalradweg zu stoßen.

Dort ging es weiter, vorbei an Bochum-Stiepel zur linken und Blankenstein zur rechten Seite, zum Kemnader-Stausee auf die nördliche Umrundung bis zum Oelbach-Radweg. Dort hörte es endlich auf zu Gießen und ich konnte mich meiner Regenklamotten entledigen.
Die Hose war unten ganz schön matschig geworden.

Entlang des Ölbachweges gelingt man eingentlich recht zügig zum Ümminger-See in Bochum, auch schön für eine kleine Rast.
Im Nachhinein weiß ich eigentlich auch nicht mehr, was mich dazu bewogen hat, in diesem Wahnsinns-Feierabendverkehr entlang des Werner Hellwegs dann auch noch in diesen Ortsverkehr in Bo.-Werne zu stürzen. Jedenfalls ließ ich dieses Stück dann zügig hinter mir und fuhr entlang der B235 in Richtung Bo.-Langendreer. Vom dortigen Bahnhof aus gelingt man dann über ruhige Nebenstraßen auf den, schon in meinen anderen Beiträgen erwähnten, sog. "Rheinischen Esel", auch eine ehemalige Bahntrasse, teils sehr gut asphaltiert, teils auch nur geschottert, die mich dann wieder zurück nach Witten führte.

Trotz einiger zu bewältigender Höhenmeter und des schlechten Wetters habe ich die Tour voll genießen können und kam ohne Beinkrämpfe oder schmerzendem Rücken oder Gesäß wieder zu Hause an. Trotzdem erfuhr mein Reiserad nach dieser Tour noch eine Verbesserung in Form eines anderen, in der Neigung verstellbaren, Lenkervorbaus aus einer Schlachtung, da sich der bisher verbaute, von meinem alten Heidemann-Rad übernommene, Vorbau doch als etwas zu hoch erwies.

Anbei noch ein paar fotografisch festgehaltene Impressionen.


LG

Berny
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cosybiker, Crossy2014, Draht_Esel, Goradzilla, Michihh, ullebulle

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Donnerstag, 3. November 2016, 21:54

Schöne Bilder! Vor allem, wenn man sie in der trockenen, warmen Stube betrachtet ;)

Auf dem Rheinischen Esel bin ich auch gelegentlich mal unterwegs. Wir sollten hier in der Gegend öfter mal Touren gemeinsam aushecken. Sind inzwischen glaube ich gar nicht mehr so wenige Leute - und die Rheinbewohner können ja dazu kommen. Was meinst du?

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Michihh

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Freitag, 4. November 2016, 00:24

Fahre mit Lucas am Wochenende eine Tour da in der Ecke um Hattingen. Falls sich wer anschließen möchte?

Berny67

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4

Freitag, 4. November 2016, 17:06

Sind inzwischen glaube ich gar nicht mehr so wenige Leute - und die Rheinbewohner können ja dazu kommen. Was meinst du?

Auf jeden Fall :thumbsup:

5

Freitag, 4. November 2016, 18:13

Michih, zitieren klappt hier grad nicht. Bin leider schon verplant, aber ein anderes Mal gern!