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  • »marco irgendwer« ist männlich
  • »marco irgendwer« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: München

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1

Donnerstag, 22. August 2019, 02:42

München - Köln in 6 Tagen. Meine erste Tour! Tja - habe wohl keinen Anfängerfehler ausgelassen! Jetzt bin ich schlauer

Hallo zusammen,

ich möchte Euch von meiner ersten langen Tour berichten, die ich vor kurzem durchgezogen habe und von München nach Köln gefahren bin - in 6 Höllentagen!!!
Dies war meine erste große Tour über mehrere Tage - ich war bisher mehr so der Biergarten-Radler-Typ :P


Wie ich jetzt rückblickend festgestellt habe, habe ich so ziemlich jeden Anfängerfehler gemacht, den man sich vorstellen kann:
  • falsch eingestellter Sattel
  • falsche Kleidung bzw. falsch angezogene Kleidung
  • zu schweren Rucksack bzw. überhaupt einen Rucksack mitzunehmen
  • keine Snacks dabei
  • nur Wasser - keine gesüßten Getränke
  • kein Helm
  • Kein Flickzeug/Werkzeug
  • Kein Verbandszeug
  • etc.






Wer sich davon ein besseres Bild machen möchte, ich habe meine Strapazen, Unfälle und Motivationseinbrüche sowie die Knie-Probleme in einem Video-Tagebuch festgehalten:


https://www.youtube.com/watch?v=2mMj7644VgQ&list=PLluDSEBt64FAZ2CFTHIozK2HHvYdaTLyX


[img]https://i.ytimg.com/vi/2mMj7644VgQ/hqdefault.jpg?sqp=-oaymwEjCNACELwBSFryq4qpAxUIARUAAAAAGAElAADIQj0AgKJDeAE=&rs=AOn4CLBIz1-gS3XkjTzU4NznuApEQxQQlg[/img]


Vorweg:
Der größte Fehler bzw. der schwerwiegendste Fehler war wohl, dass ich den Sattel zu niedrig eingestellt hatte.
Ab Mitte des zweiten Tages begannen die Knie-Schmerzen, die dann fortan immer schlimmer wurden.
Aber glaubt ihr, ich hätte da einen Zusammenhang gesehen - natürlich nicht. Ich hielt es schlicht für eine Überlastung.
Jetzt bin ich schlauer - mir wurde gesagt, dass mein Sattel falsch eingestellt ist/war - sieht man im Video wohl auch ganz gut.

Bin seither in der Physiotherapie und muss aktiv dagegen vorgehen.


Also hier der erste Tipp am Rande: Stellt Euren Sattel richtig ein. Wer nicht weiß, wie man das macht, sollte sich von Profis oder fachkundigen Personal in Fahrrad-Läden helfen lassen! Denn das kann böse ausgehen - wie man an mir sehen kann.

Aber zurück zur Tour.
Mit riesengroßer Begeisterung schwang ich mich aufs Fahrrad und fuhr Richtung Norden.
Es war ein sehr sonniger und sommerlicher Tag - vllt. zu sonnig und sommerlich, denn nach nur einer Stunde schaltete sich mein iPhone, wegen Überhitzung, aus.

Gutes Zeichen dachte ich :thumbsup:

Also überhaupt gar kein Problem, wenn ich hier in der Hitze rumturne - total unbedenklich :P
Dieses Problem hielt aber nicht lange an, denn danach steuerte ich frontal in eine mega Gewitterfront - der ein oder andere kann sich bestimmt noch an die krassen Hagelschauer im Münchner Umland, und seine Folgen, erinnern - und ich mitten drin!

ich war mitten im Nirgendwo, als das Gewitter über mich einbrach, erst nur mit kräftigen Schauern und dann ging es zu Tischtennisbällen große Hagelkörnern über.

Mir blieb nichts anderes übrig, als mich in einem Wald unter zu stellen - was natürlich auch bei Gewitter einer mega gute Idee ist. Aber andererseits, auf dem Fahrrad gibt man für den Blitz auch ein gutes Ziel ab.
So oder so befand ich mich auf jeden Fall in einer ziemlich unvorteilhaften Lage.


Nachdem ich, als der Hagel einsetzte, im Wald auch keinen wirklichen Unterschlupf fand, kauerte ich mich unter meinem Rucksack zusammen, den ich wie ein Schutzschild über meinem Kopf trug - kam mir vor wie ein Krieger der sich vor einem Pfeilangriff schützend unter seinem Schild versteckt.

Als dieser vermeintliche Weltuntergang endlich ausgestanden war fuhr ich weiter, um mich nur wenige Augenblicke danach auf die Nase zu legen und mir dabei schön das Knie aufzuschlagen.
In diesem Augenblick fiel mir dann auch auf, dass ich natürlich auch kein Verbandszeug mit eingepackt hatte.

Durchnässt, blutend und völlig ausgepowert kam ich nach knapp 90km, abends um acht Uhr an meinem ersten Ziel an - was ein schöner Einstieg ins Leben eines Langstrecken-Fahrradfahrers :)

Mein Knie brannte wie Hölle - doch das war ab dem zweiten Tag nicht mein größtes Problem:
Oh mein Gott, was tat das Sitzen weh! Mein Arsch brannte wie Hölle - egal wie ich mich versuchte auf den Sattel zu setzen - ob nun vorne, hinten, auf einer Arschbacke oder beiden - es tat einfach alles weh.

Dabei hatte ich mir extra noch einen weichen Gelsattel gekauft (natürlich nicht ausgemessen - habe ich erst hinterher erfahren, dass man dies auf sein Becken genau abgestimmt kaufen kann). Aber ich spürte nichts mehr von seiner "weichen Eigenschaft" - es fühlte sich einfach nur an, als würde ich auf einem kantigen Ambos sitzen!
Ebenso hatte ich mir extra Radlerhosen mit einer Geleinlage besorgt - aber auch das half einen dicken Scheiß.
Noch dazu weiß ich jetzt auch, dass man diese ohne Unterwäsche hätte tragen müssen.

Und mal so am Rande erwähnt, hinterher hat mir ein Kollege erzählt, dass man sich auch, für lange Strecken, den Arsch mit Melkfett einschmieren kann - WTF!!
Sorry - selbst wenn man damit Krebs heilen könnte, aber das mach ich nicht ;P



Aber damit keine Monotonie im Schmerzempfinden aufkommt und man sich nicht langweilt, meldete sich ab Mitte des zweiten Tages dann noch das linke Knie - herrlich.
Sobald es bergauf ging und die Belastung größer wurde, hatte ich das Gefühl, es würde gleich explodieren.


Ich habe es dann versucht mit dem rechten Bein zu kompensieren, indem ich nur noch mit rechts ins Pedal trampelte - das ging sogar verhältnismäßig gut. Naja, bei zu steilen Anstiegen musste ich dann schieben - aber ich hielt die Schmerzen im Knie im Zaume.

Dieser Trick funktionierte aber nur bis Mitte des 3. Tages - als sich, durch die höhere Belastung auf das andere Knie, dort auch die Schmerzen ausbreitetet - ganz zauberhaft.

Also blieb mir nichts anderes übrig, als fast jeden steileren Berg zu schieben.
Dies ist besonders frustrierend, wenn man dann von gefühlt 100 Jährigen E-Bikern bergauf überholt wird - die an einem regelrecht vorbei "rasen", während sie noch ein fröhliches Liedchen vor sich hin pfeifen... :cursing:

Aber wer sein Fahrrad liebt....


Achja, kommen wir zu noch einem gravierenden Fehler: dem Proviant.
In meiner Vorstellung würde ich mir einfach unterwegs immer was kaufen, wenn ich hungrig bin oder irgendwo einkehren.
Tja - die Realität fiel im wahrsten Sinne des Wortes eher "nüchtern" aus.
Denn auf dem Land, in kleinen Dörfchen, gibt es zwar viele Gasthäuser - aber die meisten haben aber nur abends offen - zumindest unter der Woche. Auch gibt es in vielen Orten keine Supermärkte. Ich bin stellenweise durch so siedlungsarme Gegenden gekommen - da gab es einfach nichts!!!


Teilweise fuhr ich stundenlang mit knurrenden Magen und war total unterzuckert.
Hatte weder kleine Eiweiß-Riegel noch andere zuckerhaltige Dinge mit - bin halt einfach ein Organisations-Talent: Vorbereitung kann ich! :P

Stellenweise fehlte mir einfach merklich die nötige Energie - ich war total ausgelaugt.

Abends war es oft noch schlimmer - da ich meine Reise komplett über Airbnb gebucht hatte, war ich teilweise auch in so kleinen Orten, in denen es weder Restaurants noch Einkaufsmöglichkeiten gab.
Und da ich einfach zu erschöpft war, als noch einen 10km Umweg zu einem Supermarkt oder Restaurant zu machen, musste ich teils ohne Abendessen ins Bett!

Das frisst natürlich alle Energiereserven auf und macht die Tour nochmals beschwerlicher.
Habe auch ganz schön Federn gelassen - laut Navi habe ich 15.000kcal in der Woche verbraten.

Ab dem vierten Tag schwand meine Motivation auf ein kritisches Minimum ab.
Anfangs habe ich von vielen schönen Städten, Häusern oder Landschaften noch Fotos gemacht oder bin mit der Drohne geflogen - zum Schluss war mir alles einfach nur scheißegal. Ich wollte nur noch ankommen.


Als ich endlich am Ziel meiner Reise war, fühlte ich mich wortwörtlich gerädert. Mein Arsch war einfach nur noch eine wunde, tote und schmerzende Masse.
Meine Oberschenkel waren wie abgestorben und total ausgebrannt.
Meine Knie brachte mich fast um.

Ergo: ich war einfach nur fix und fertig mit der Welt und alles schmerzte.
Ich glaube, es hat 5 Tage gedauert, bis ich wieder ohne Schmerzen sitzen konnte.

Zurück ging es mit dem Zug - da hat das Sitzen auch Spaß gemacht - ich hätte mir wohl so einen Schwangeren-Kringel besorgen müssen, auf dem ich Platz hätte nehmen können :D
Unterm Strich und vor allem rückblickend war es aber ein unglaublich tolles Erlebnis und ich bin richtig froh es durchgezogen zu haben - vor allem auch mega stolz.

Trotz aller Beschwerlichkeiten und Anfängerfehlern habe ich es durchgezogen.
Und den Kopf mal so richtig schön frei bekommen. Vergessen waren all die Sorgen des Alltags oder Probleme des Jobs. Es gab nur mich, das Fahrrad und das Ziel - nichts anderes zählte.

Ich weiß nicht, ob ich sowas nochmal machen würde - noch zu tief sitzt die traumatische Erinnerung an die Schmerzen. :P
Aber ich kann es auf jeden Fall jedem empfehlen.

Ich habe die Reise auch bewusst alleine gemacht - weil ich einfach mit meinen Gedanken alleine sein wollte. Wollte dieses Abenteuer alleine bestreiten - nur auf sich gestellt. Und gerade das hat es für mich so spannend und reizvoll gemacht.
Klar - in der Gruppe hätte es bestimmt mehr Spaß gemacht und man hätte sich gegenseitig motivieren und helfen können - aber ich sehnte mich nach Einsamkeit, um sich selber besser kennenzulernen und sich, ohne Ablenkung, auf die Fahr konzentrieren und einlassen zu können.


Fazit:
ich fand es war eine unglaublich spannende Sache die mich geprägt hat und an die ich noch sehr lange denken werde und in mir immer ein Gefühl des Stolzes auslösen wird.
Ich möchte es nicht missen - aber wahrscheinlich auch nicht noch mal wiederholen :P
Aber ich hätte mich im Vorfeld besser informieren sollen, um den ein oder anderen Fehler nicht begehen zu müssen.
Wobei ich das bewusst nicht gemacht habe. Ich wollte nicht der sein, der sich ewig informiert und die Tour weiter und weiter aufschiebt. Lieber einfach mal machen dachte ich.
Klar fassen sich jetzt hier bestimmt viele an den Kopf und denken, was ein Spinner. Aber das war mir egal. Es sollte ja ein Abenteuer werden und keine total durchgeplante Sache.

Zumal die schlimmsten Erlebnisse hinterher ja immer die besten und lustigsten Geschichten sind, die man an einem Lagerfeuer in ner netten Runde erzählen kann.
Als wenn man sagen würde, Hey, ich bin 6 Tage nach Köln gefahren - lief alles glatt und reibungslos!
Wow - was ne Geschichte - da hängen einem die Leute natürlich an den Lippen :P

Gut, die Thematik der Sattelhöhe hätte ich mir wirklich besser ansehen müssen, im Vorfeld - besonders wegen meinem Knie!
Aber seis drum. Das wird schon wieder.



Ich wünsche auf jedem Fall jedem, der so eine ähnliche Tour vor hat viel Spaß.
Und lasst Euch nicht von ein paar Rückschlägen oder Widrigkeiten unterkriegen - das gute Gefühl, dass man am Ende hat entschädigt einen absolut - versprochen :)

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2

Donnerstag, 22. August 2019, 10:27

Hat Spaß gemacht zu lesen. ^^ Oh, mal Videos anschauen. :thumbsup:
Die Glorreichen schieben ...

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3

Donnerstag, 22. August 2019, 12:24

Nääääääääääääh! :lol:

Wassertretbecken?!

Die Glorreichen schieben ...

kylogos

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4

Donnerstag, 22. August 2019, 13:56

Ich fand die Videos ausgesprochen sehenswert! :thumbsup:

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Donnerstag, 22. August 2019, 15:29

Einfach kann ja jeder...und Respekt an jeden der zugibt, nicht perfekt zu sein.

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6

Donnerstag, 22. August 2019, 20:31

Haste super gemacht die Tour!

Denn so macht man es!

Das ist genauso wie wenn mich einer fragt was für ein Fahrrad man braucht um über den Himalaya zu fahren ... da kann ich nur antworten "nen Fahrrad". Also so wie "Wie fährt man nach Köln" - "indem man in München losfährt".
man fährt oder schiebt

2019: ohne Tacho
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7

Sonntag, 25. August 2019, 08:17

Hat Spaß gemacht zu lesen. ^^ Oh, mal Videos anschauen. :thumbsup:
Vielen Dank :)
freut mich zu hören :)

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8

Sonntag, 25. August 2019, 08:20

Nääääääääääääh! :lol:

Wassertretbecken?!



das war soooo erfrischend :)
hahahahahah

Während ich da durchgefahren bin, sind etliche Spaziergänger und andere Fahrradfahrer vorbeigekommen - Alter, haben die mich blöd angesehen :P
hab auch gedacht, dass irgendjemand zu mir her kommt und mich fragt was der Scheiß soll oder mich zusammenscheißt, dass ich mich verpissen soll oder so :)
aber außer blöde Blicke zu bekommen, ging alles gut aus

und ich war wieder erfrischt und lebendig :)

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9

Sonntag, 25. August 2019, 08:21

Ich fand die Videos ausgesprochen sehenswert! :thumbsup:
Vielen Dank :)
das geht ja runter wie Öl und freut mich ehrlich zu hören :)

das spornt natürlich an weiter zu machen :)

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10

Sonntag, 25. August 2019, 08:24

Einfach kann ja jeder...und Respekt an jeden der zugibt, nicht perfekt zu sein.
Danke :)
Klar ist Vorbereitung die halbe Miete - aber es soll ja Leute geben die sind während der Vorbereitung verhungert...
ich bin mehr der "einfach mal machen"-Typ.

Zumal es immer die Erlebnisse sind, die einem in guter und lustiger Erinnerungen bleiben, an denen viel schief gegangen ist :)
Perfekt ist zwar toll - aber leider auch langweilig.

ich seh schon, wie die Leute jemanden an den Lippen kleben, wenn jemand erzählt: und dann fuhr ich von München - Köln, in 6 Tagen
Alles lief reibungslos ab.

Wow - was eine fesselnde Geschichte :)

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11

Sonntag, 25. August 2019, 08:30

Haste super gemacht die Tour!

Denn so macht man es!

Das ist genauso wie wenn mich einer fragt was für ein Fahrrad man braucht um über den Himalaya zu fahren ... da kann ich nur antworten "nen Fahrrad". Also so wie "Wie fährt man nach Köln" - "indem man in München losfährt".
Das würde ich genauso unterschreiben.

Vielen Dank :)

ja, ich bin lieber ein Grünschnabel, der einfach losfährt und so gut wie alles verkehrt macht, als jemand, der noch nie im Leben auf einem Fahrrad saß und aber schon Equipment wie ein Vollprofi für zig tausend Euro am Start hat, aber noch keine Tour gefahren ist, die länger als bis zum Bäcker andauert.
über die muss ich mich immer kaputtlachen :)

zumal geht es mir auf den Sack, dass man ja anscheinend keine Sportart mehr betreiben kann ohne die dementsprechende Ausrüstung.
Früher ging man einfach laufen, wenn man joggen wollte.
heute geht das nicht mehr.

du brauchst Funktionskleidung, Pulsmesser, GPS-Tracker, Armbefestingung fürs Handy und und und...


gut - das mag ja auch alles seine Berechtigung haben und gesundheitlich Sinn machen - wie die Wahl für die richtigen Schuhe oder in meinem Fall Sattel.
Aber man wird bestimmt nicht gleich sterben, wenn man es beim ersten Mal noch nicht hat und man erst mal wissen will, ob es einem überhaupt Spaß macht.

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12

Sonntag, 25. August 2019, 10:00

Schöner Bericht! Bei aller Unterstützung für das Prinzip "Radfahren ist einach, fahr halt los" – schade mit dem Knie. Wir nehmen dich jetzt einfach mal als mahnendes Beispiel, zumindest das Rad halbwegs passend zu machen. Das kostet ja auch nix.

Das mit dem Gelsattel macht zumindest keine Spätfolgen :D

zumal geht es mir auf den Sack, dass man ja anscheinend keine Sportart mehr betreiben kann ohne die dementsprechende Ausrüstung.


Also GoPro, Drohne, Powerbank, Stative und Halterungen, Mikro, … ? ;)

Chasse Patate

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Sonntag, 25. August 2019, 10:06

Wenn ich mal Lust hab von München an den Gardasee zu fahren, melde ich mich bei Dir! Ist schöne Landschaft auf dem Weg dahin :)

Du wärest optimal vorbereitet, dein Fahrrad hat eine Gangschaltung. Also nicht verkaufen; wenn man die Ausrüstung hat, kann man die ein Leben lang benutzen ... ganz in Gretas Sinne.

Ritta Iron Knee

:airborne:

KTFL Racing Team
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14

Sonntag, 25. August 2019, 11:06

Schöner Bericht! Bei aller Unterstützung für das Prinzip "Radfahren ist einach, fahr halt los" – schade mit dem Knie. Wir nehmen dich jetzt einfach mal als mahnendes Beispiel, zumindest das Rad halbwegs passend zu machen. Das kostet ja auch nix.

Das mit dem Gelsattel macht zumindest keine Spätfolgen :D

zumal geht es mir auf den Sack, dass man ja anscheinend keine Sportart mehr betreiben kann ohne die dementsprechende Ausrüstung.


Also GoPro, Drohne, Powerbank, Stative und Halterungen, Mikro, … ? ;)


Hatte Tourkollege Toto Habschned auch im Gepäck, und wenn ich da an meinen radelnden Schulkollegen denke, was der für eine Fotoausrüstung dabei hat... Ich werde ja auch belächelt für meine mobile Grillstation und die Grillspieße, die man in der Gepäcktaschenhalterung versenkt oder der Sakura mit seiner mobilen Espressobar.

Mein Ex Chef erzählte mir ganz stolz, er fahre ja Rennrad in seiner Freizeit. Als ich ihn dann aber fragte, wo er unterwegs ist, wurde er rot im Gesicht und druckste herum. :rolleyes: :D Man sieht jeder hat seine eigene Art das Rad zu benutzen, vom Prestigeobjekt, das in der Garage neben dem geleasten Firmensportwagen steht oder dem Parkpenner, der seine Wohnung spazieren fährt. Wobei mir letzterer lieber ist, als diese zähnefletschenden Hobbydoper in Wurstpelle.
Die Glorreichen schieben ...

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Sonntag, 25. August 2019, 11:28

diese zähnefletschenden Hobbydoper in Wurstpelle


die Energieriegelschleicherhelmispiegligpspapagallos gucken uns ja meistens von hinten zwischen die Beine :thumbsup:
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macbookmatthes, Spike on Bike

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Sonntag, 25. August 2019, 17:32

Man sieht jeder hat seine eigene Art das Rad zu benutzen, vom Prestigeobjekt, das in der Garage neben dem geleasten Firmensportwagen steht oder dem Parkpenner, der seine Wohnung spazieren fährt.


Das meine ich ja: Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Aber:

Wobei mir letzterer lieber ist, als diese zähnefletschenden Hobbydoper in Wurstpelle.

die Energieriegelschleicherhelmispiegligpspapagallos gucken uns ja meistens von hinten zwischen die Beine :thumbsup:


Woher kommt das eigentlich, dass immer irgendjemandes Entscheidungen und Vorlieben und Leistungsvermögen oder -bereitschaft veräppelt werden müssen? Kann ich den Rennradler auf meinem schweren Cruiser versägen, ist das ein lächerlicher Schlaffi; hängt der mich ab - na klar, ist ja auch gedopt!

Die Eingang-Stahl-Enthusiast schaut herab auf den Rennradler (der vielleicht noch 200 km vor hat oder sich heute bloß erholt oder einfach Anfänger ist), der Rennradler auf den Tourenradler mit MTB und Rucksack und Gelsattel (der aber nebenbei erfolgreich Filmchen produziert), der MTB-Tourenradler auf den Bikepacker mit Titanrädchen und Raumfahrt-Täschchen (der aber vielleicht gerade für seinen Traum vom TCR trainiert), der Bikepacker auf den Tüftler mit Grillstation und Espressobar (der aber notfalls monatelang autark und wildernd durch die Lande ziehen könnte), und der wieder auf seinen Chef, der seine Rennräder mehr zum Anschauen hat (aber vielleicht alles darüber weiß und nebenbei ein Museum berät), und der auf seinen Nachbarn, der allen Ernstes ein zwanzig Jahre altes Dreigangrad für alles benutzt und sich nicht drum kümmert (aber dafür für ganz was anderes brennt).

Ja sind wir denn bei Stein-Schere-Papier? Muss sich doch niemand rechtfertigen :love:







Außer für Motoren natürlich :spiteful:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Goradzilla« (25. August 2019, 17:35)


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Sonntag, 25. August 2019, 23:03

Außer für Motoren natürlich :spiteful:



@goradzilla: Ein bischen mehr Toleranz bitte! Die Jungs und Mädels auf den elekrischen Stuten - besonders die ohne Schutzbleche - sind meine liebsten Trainigspartner. Ohne die dümpelte mein Puls kontinuierlich bei 60. Dieses kleine Intervalltraining bis hinter die nächste Kurve oder die nächste Kuppe soll ganz gesund sein. Immer schön dynamisch fahren. Ich freu mich jedes Mal, wenn am Horizont einer ausgemacht wird.

:airborne:
man fährt oder schiebt

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Montag, 26. August 2019, 19:43

Heute mal den im Video beschriebenen Cowboygruß mit Daumen und Zeigefinger an der Hutkrempe, ääh Baseballschirm ausprobiert bei der Vorbeifahrt an einer Bauersfrau (Howdy Ma´am). Es funktioniert! :D
Die Glorreichen schieben ...

Salamander

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Montag, 26. August 2019, 20:26

Oh mein Gott, was tat das Sitzen weh! Mein Arsch brannte wie Hölle - egal wie ich mich versuchte auf den Sattel zu setzen - ob nun vorne, hinten, auf einer Arschbacke oder beiden - es tat einfach alles weh.

Dabei hatte ich mir extra noch einen weichen Gelsattel gekauft (natürlich nicht ausgemessen - habe ich erst hinterher erfahren, dass man dies auf sein Becken genau abgestimmt kaufen kann). Aber ich spürte nichts mehr von seiner "weichen Eigenschaft" - es fühlte sich einfach nur an, als würde ich auf einem kantigen Ambos sitzen!

Du hast bei der Aufzählung anfangs einen weiteren Fehler vergessen :P "einen weichen Gelsattel" - aber mach Dir nix draus, damit bist Du nicht alleine. Was ist die Eigenschaft von weichem Gel? Es lässt sich leicht durch drücken, und dann sitzt man - na, worauf... auf dem harten Untergestell.

Außerdem kommen Sitzbeschwerden nach längerer Fahrt meist nicht von einem durchgesessenem Hintern, sondern von zunehmender Ermüdung der Muskulatur, mit weniger Kraft wird das Sitzfleich auch weniger entlastet. Mit anderen Worten: Ist Dein Sattel zu hart, sind Deine Beine zu weich :D

Aber tolle Leistung, und klasse Einstellung :thumbsup:

Und Denke für den Bericht, war sehr unterhaltsam zu lesen.
Mettwurst nach Art einer Mettwurst

Chasse Patate

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20

Montag, 26. August 2019, 21:35

Wie ich jetzt rückblickend festgestellt habe, habe ich so ziemlich jeden Anfängerfehler gemacht, den man sich vorstellen kann:


Kein Flickzeug/Werkzeug
Kein Verbandszeug
etc.


Clopapier darf man unter keinen Umständen vergessen einzupacken!

:airborne:
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