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Sonntag, 16. April 2017, 16:45

Bin nach 130,9 km gut wieder angekommen und habe erstmal eine Riesenmütze Schlaf nachgeholt :) Vielen Dank an Sonne_Wolken für's Planen und an Salamander für die Verfeinerung der Tour. Ich musste ja nur noch mitfahren :thumbup:

Hat großen Spaß gemacht, und nachmittags war der morgendliche Regen auch vergessen. Nur meine Stimme scheint noch etwas länger unterwegs zu sein.

Ich hoffe, ihr seid auch wieder gut angekommen!

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Sonntag, 16. April 2017, 17:39

Ostertour 2017

16.04.2017

Da am Osterwochenende radsportmäßig nicht viel los war (zum selber fahren), hatte ich schon ein paar Wochen vorher in zwei Tourenforen meine Ostertour vorgestellt. Geplant war von Dortmund zum Bochumer Westpark zu fahren und von dort die eigentliche Tour nach Dorsten zu starten. Es sollte überwiegend über alte Bahntrassen und kleine Straßen gehen. Leider war der Wetterbericht nicht ganz so positiv und so hatte ich einige Absagen. Seit dem Start gegen 8 Uhr begleitete mich leichter Regen. Um 10 Uhr fanden sich aber dann doch zwei Mitfahrer ein. Goradzilla hatte ich schon vorher in Dortmund aufgesammelt. In Bochum warteten wir dann noch auf Salamander, der durch eine Baustelle aufgehalten wurde. Anrados musste leider Morgens absagen da er mit Fieber im Bett lag. Noch einmal an dieser Stelle gute Besserung.



Viertel nach 10 Uhr konnten wird dann von unserem Treffpunkt in der Nähe der Jahrhunderthalle auf die Erzbergbahntrasse fahren. Bereits nach kurzer Zeit war meine Radbrille wieder durch den Regen beschlagen. Meine Chimäre mit den verlängerten Schutzblechen war auf jeden Fall die richtige Wahl bei dem Wetter. Wir fuhren über die S-förmige Hängebrücke, jedes Mal wieder ein Erlebnis. Nach dem Überqueren der A40 kamen wir dann an der alten Zeche vorbei. Der Förderturm ragte schon von Weitem heraus. Aber das ganze Gelände war gesichert wie ein Hochsicherheitstrakt mit hohem Zaun, Stacheldraht und Kameras.



Ein paar Kilometer weiter passierten wir Holgers Erzbahnbude, die am Samstag Vormittag noch geschlossen hatte. Bei dem Wetter war sowieso nicht viel los.



Wir folgten der Bahntrasse bis zum Gelsenkirchener Zoo Zoom. Dabei war die Strecke immer schön grün, obwohl wir durch eng besiedeltes Gebiet fuhren. Da die Trasse auch gut asphaltiert war, machte uns der Regen nicht so viel aus. Über eine Hängebrücke fuhren wir dann über den Rhein-Herne-Kanal und folgten meiner Route durch Gelsenkirchen-Erle und vorbei am Schalker Stadion. Dann wurde es wieder grüner und wir hatten links den Berger See und rechts das Schloss Berge. Hier war ich so optimistisch meine Regenkleidung abzulegen. Leider machte der Regen nur kurz Pause und legte dann wieder los. War halt Murphys Law (Gesetz des "Zufalls"). Irgendwie schien es mir öfters so zu gehen, von wegen Zufall.



So schön das Schloss mit Park auch war, wir mussten weiter. Jetzt wurde es nicht mehr ganz so schön, es ging durch die "City" von Buer. Nach einigen Kilometern wurde es dann nach der Halde Oberscholven und dem Kraftwerk Scholven doch wieder ländlicher und damit grüner.



Dann kreuzten wir einen sehr kleinen beschrankten Bahnübergang, dessen Schranken sich natürlich kurz vor uns schlossen.



Wir passierten einige Beispiel für schöner Wohnen. Ganz nett die Häuschen, aber mir zu einsam. In einem Bogen fuhren wir dann noch am Erlebnispark Movie World vorbei. Aber die Parkplätze sahen eher leer aus. Es regnete immer noch leicht.



Schließlich erreichten wir am späten Mittag unser Ziel in Dorsten. Wir fuhren zum Marktplatz, wo auch wirklich Markt war und schlossen unsere Räder an um über den kleinen Markt zu schlendern. Danach kehrten wir ein und es gab vegetarische Pizza und Kürbissuppe für mich. Mittlerweile hatte es dann auch aufgehört zu regnen und die Sonne meldete sich zaghaft durch die Wolken. Nach der Stärkung machten wir uns auf den Rückweg.



Abschied von der netten Innenstadt von Dorsten und interessante Begegnungen in der Fußgängerzone. Die Umgebung ist halt sehr ländlich geprägt.



Wir fuhren über kleine Landstraßen und asphaltierte Feldwege Richtung Kanal. Mittlerweile war es Nachmittag und der Regen schien nicht mehr zurück zu kommen. Das steigerte die Laune natürlich noch mal erheblich.



Ab und zu passierten wir mal eine kleine Ortschaft, ansonsten ländliche Idylle pur. So machte Rad fahren Spaß. Gladbeck passierten wir dann am westlichen Rand, wo sich der Verkehr in Grenzen hielt. Natürlich nahmen wir die Glatteiswarnung sehr ernst und fuhren ganz langsam um die Kurve. Also um ehrlich zu sein wäre ich vor Lachen fast vom Rad gefallen.



Schließlich erreichten wir den Nordsternpark am Kanal in Gelsenkirchen, das alte Buga-Gelände. Hier lungerte eine riesige Gestalt auf dem Dach des alten Turms herum. Was wie ein Monster aus einer anderen Welt anmutete war jedoch die Statue des Herkules vom bekannten Künstler Markus Lüpertz.



Das Amphitheater direkt am Kanal war auch schon Schauplatz grandioser Konzerte. Salamander erzählte mir das er hier schon mal Deep Purple live gesehen hat. Das war natürlich mal eine Hausnummer.



Nach der Überquerung des Kanals wichen wir von meiner ursprünglich geplanten Strecke ab und fuhren ein Stück den Kanal entlang.
Salamander kannte da eine Bahntrasse, den Nordsternweg der uns dann zwischen Essen und Gelsenkirchen zurück bringen würde. Die Trasse brachte uns direkt zur nächsten Trasse, der Kray-Wanner-Bahn. Dann trafen wir leider auf eine Baustelle mitten auf der Trasse ohne Umleitung. Am Rande der Baustelle fuhren wir dann auf einem schmalen und holprigen Pfad weiter und kamen nach ein paar hundert Meter wieder nach der Baustelle auf die Strecke. Glück gehabt. Mit dem Rennrad wäre der Pfad wahrscheinlich kein Zuckerschlecken, aber machbar gewesen, wenn man nicht zu empfindlich ist. Die Kray-Wanner-Bahn brachte uns wieder zurück zur Erzbahntrasse, genau an Holgers Erzbahnbude. Jetzt war auch offen, aber nicht viel los. Wir verabschiedeten uns von Salamander und Goradzilla und ich fuhren über den Westpark zurück nach Bochum.



Hier fotografierte ich zum ersten Mal den Nachbau der ersten Bochumer Ampel. Wie oft bin ich hier schon lang gefahren und gegangen ohne jemals ein Foto gemacht zu haben. Fand die Konstruktion auf jeden Fall witzig, aber in der Praxis sicher nicht so praktisch.
Von der Bochumer City ging es zunächst durch Altenbochum nach Bochum-Werne. Am Rande von Lütgendortmund verabschiedete ich mich dann auch von Goradzilla und machte mich auf den Nachhauseweg.



Über Somborn, Kley und Eichlinghofen ging es über Barop und Hombruch, vorbei am Rombergpark nach Hause, wo ich gegen 19 Uhr trocken ankam. Insgesamt hatte ich 131 km, knapp 600 Höhenmeter und einen Schnitt von 18 km/h auf dem Tacho (mit An- und Abfahrt). Die ersten vier Stunden regnete es leicht aber kontinuierlich, danach war es trocken und teilweise sogar etwas sonnig. Die Temperaturen lagen zwischen 8 und 12 Grad. Trotz des nicht ganz so optimalen Wetters war es eine schöne und unterhaltsame Tour. Genau das richtige fürs Osterwochenende. Die Gesellschaft meiner beiden Mitfahrer war angenehm und es gab viel zu erzählen. Und meine Chimäre hat mal wieder ihre Qualitäten als Reise- und Tourenrad unter Beweis gestellt.

Hier noch der Track von der Route Bochum-Dorsten-Bochum: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=uhgwdcbiyrjhuekd
lg Jennifer


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Sonntag, 16. April 2017, 17:42

Bin nach 130,9 km gut wieder angekommen und habe erstmal eine Riesenmütze Schlaf nachgeholt :) Vielen Dank an Sonne_Wolken für's Planen und an Salamander für die Verfeinerung der Tour. Ich musste ja nur noch mitfahren :thumbup:

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Ja, bin auch gut nach Hause gekommen. Habe gerade den Bericht mit dem gefahrenen Track hier rein gesetzt. Aber die Stelle mit der Baustelle habe ich nicht wieder gefunden. Müsste eigentlich am Anfang der Kray-Wanner-Bahn gewesen sein.
lg Jennifer


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Freitag, 21. April 2017, 22:41

Nochmal mein Dank für die Ausarbeitung dieser Tour. Hat mir neue Horizonte eröffnet, obwohl das durch mein altes Trainingsrevier mit dem Rennrad ging. Allerdings auch unter anderen Randbedingungen. Mit dem RR wollte ich nur Kilometer machen, und zwar ohne anhalten und das in möglichst kurzer Zeit. Das muss ich nicht mehr... Und der Radwegewahn war da noch nicht ausgebrochen, jetzt macht das keinen Spass mehr zwischen Fußgängern rumeiern und Notbremsungen für blinde Rechtsabbieger.. Besonders auf dem Rückweg zwischen Dorsten und Gladbeck die Sträßchen waren schön. Ich brauche auch ein Navi...

Das Amphitheater direkt am Kanal war auch schon Schauplatz grandioser Konzerte. Salamander erzählte mir das er hier schon mal Deep Purple live gesehen hat. Das war natürlich mal eine Hausnummer.

Das alleine wäre ebenso wenig der Erwähnung wert wie zB Manfred Man in der Westfalenhalle, Stoppok in der Zeche Zollverein, oder Tina Turner in der Ostseehalle. Aber diese Atmosphäre am Amphitheater da war schon einzigartig. Ein schöner Spätsommertag ging zu Ende, mit einer unglaublichen Souverinät und Gelassenheit spieten die Altmeister und hatten ihren Spass, und in den leisen Passagen hörte man die Binnenschiffe die in den Sonnenuntergang tuckerten.

Hier zwei Bilder der Location bei einer Schiffsparade anlässlich des "Kulturkanals 2015":



Und eine Klangprobe von dem Konzert, aus dem Internet gemopst
Ich habe das Grauen gesehn

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25

Montag, 24. April 2017, 22:30

Die Trasse brachte uns direkt zur nächsten Trasse, der Kray-Wanner-Bahn. Dann trafen wir leider auf eine Baustelle mitten auf der Trasse ohne Umleitung. Am Rande der Baustelle fuhren wir dann auf einem schmalen und holprigen Pfad weiter und kamen nach ein paar hundert Meter wieder nach der Baustelle auf die Strecke. Glück gehabt. Mit dem Rennrad wäre der Pfad wahrscheinlich kein Zuckerschlecken, aber machbar gewesen, wenn man nicht zu empfindlich ist.

Die Cyclocross-Einlage war vorher auf der anderen Seite vom Kanal, kurz nach Querung der B 224 in Essen. Auf Deiner aktualisierten GPSIES-Touer müsste es das Stück mit Generalkurs Nord-Ost oberhalb der Brauckstraße sein, die gepunktete Linie dazwischen die Baustelle rechts neben userer Querfeldsein-Strecke.
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