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sakura

2radfahrer(in)

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Sonntag, 13. September 2020, 07:53

Moin zusammen,

nachdem ich jetzt so langsam wider in Fahrt komme, bin ich gerade auf meine letzte Tour vor der OP gestoßen. Da mich die Tour faszinierte, will ich mal ein paar Zeilen dazu hier niedertippend. Also, die Tour fand am 11.07.2020 statt und war mal wieder, ganz untypisch für mich :vain: , etwas kreuz & quer und immer wider um zu schauen, was wohl hinter der nächsten Biegung so sein mag.

Die Basis für jene Tour war bildete zunächst der Kurricker Berg, den ich schon mal auf erste geniale Tour angefahren hatte. Nachdem ich jenen also mal wider, diesmal aber anders angefahren hatte, werd ich den Kurricker Berg also nochmals von der dann aber wirklich letzen Seite her hoch fahren – irgendwann. Das diese Steigung dann die heftigste ist glaube ich schon, aber das sie eine echte Hürde ist, eher weniger. Ich meine wir reden hier über läppische 73m, laut mapcarta.

Die Steigung via der Straße Starkenberg wird aber nur so heftig sein, weil dort die 73m in einer relativ kurzer Strecke erklommen werden. Unter dem Begriff Berg oder richtiger Steigung hab ich so Bilder wie im Sauerland im Kopf. Nun gut, ich weiß jetzt wo das ist und kann es dann das nächste Mal fahren und dann auf der Liste abharken.

Ich bin dann noch quer rüber über den BAB Zubringer wo ja auch eine Brücke rüber führt. Wollte ich auch immer mal machen, ist nun auch erledigt.
Reizvoll an der Geschichte fand ich, daß ich so von Norden aus wieder an jene Querung kam, die an der Genegge entlang führt.

Dort angekommen bin ich dann quasi rückwärts die Strecke gefahren, die ich letztes Mal gefahren bin. Nur einen Abstecher gönnte ich mir noch.
„Nur noch einen“, sagte ich mir, weil ich bis dahin viel Zeit mit dem auskunfschaften verbracht hatte. Klar, immer wieder das Motorola zücken und die Onlinkarte bemühen kostet Zeit. Und so ein wenig was hatte ich ja noch vor.

Als ich aber diesen eine letzte Wirtschaftsweg gemacht hatte, der leider direkt hinter bzw. auf einem Bauernhof endet, was mir immer nicht ganz so angenehm ist…
…man betritt ja schließlich Privatgrund, die Karte gab das so aber nicht her, folgte ich wieder bekannten Strecken. Nach einer letzten guten Kuppe gab’s dann oben angekommen das Frühstück.



Mit neuem Brennstoff, einer Birne, Salami und dem halben Brot aus dem Manufactum, rollte ich recht fix durch Walstedde. Dort bog ich dann auf jene Radroutenausschilderung ein, die in Richtung Ahlen zeigte. Ausgeschildert waren keine 7km, sollte also überschaubar sein.

Dem war dann auch so. Diese Querung bis kurz vor Ahlen rüber war von der Strecke her auch sehr nett zu fahren. Sind im Grunde nur kleine Landstraßen und von daher mit Kraftfahrzeugen kaum befahren.

Den Weg durch Ahlen durch machte ich wie im Schlaf, wobei…
…ab mehr oder weniger Ortseingang sich noch eine Parallelstrecke an der Werse entlang ergab.

Am östlichen Ortsausgang Ahlen bin ich dann bis Beckum der Werseradroute gefolgt und erreichte so kaum 40 Minuten später den markanten Kreuzungspunkt der wieder südlich in Richtung Höxberg/ Soestwarte führt.


Also mal wieder kurz auf die virtuelle Karte geschaut und losgerollt. Bei der nächsten querden Landstraße wieder geschaut, dann rechts ab und orginal bis zu jenem Bergkamm vorgefahren…




Kurz vor diesem mehr oder weniger letzten Tagesordnungspunkt entschloss ich mich aber nochmals spontan um. „Wie wäre es wohl wenn man dieser Strecke weiter Osten folgen würde und ob es da nicht noch eine alternative Strecke zur Soestwarte gäbe“, waren meine Gedanken.




…wo sich letztendliche auch der Höxtberg befindet. Diese Strecke, wenn auch nicht sonderlich lang, fand ich aber wieder genial. Noch genialer war das dort wo ich abermals rechts ab zum Zielpunkt abgebogen bin, auf der Gegenseite mit wieder Marschrichtung osten eine Weiterführung befand.
Das war für mich schon fast zu verlockend, aber der Blick auf den Uhrzeiger sagte mir: „das muß jetzt aber echt erst nächstes Mal sein.“

Und so fuhr ich dann doch in Richtung Zielpunkt. Bis dahin war es auch nicht wirklich weit, aber bis dahin tat sich schon wieder eine Genialität vor mir auf.
Was für ein Ausblick und dann noch press mit Blickrichtung süd und maximal am Hang!




(Bilder und ein kurzer Film von der netten Wanderhütte samt Ausblick gibt’s wie immer im Album)

Ehrlich, wann oder wo findet man sowas? Die dortige Wanderhütte ist nach dem bestens bekannten Baumuster errichtet. Leider war bei meiner Ankunft auch wieder eine gute Fuhre MC-Drecksmüll und eine ebenso gute Menge Kippen auf dem Boden.

Zum Glück hat man ja Schrauberhandschuhe im Gepäck und ja ich konnte es nicht lassen, ich hab da klar Schiff gemacht. Das sind schon sehr bedauerungswürdige Menschen die diese unglaubliche Distanz von nicht mal 2 Meter zum Müllkübel schaffen.

Aber so gesäubert hab ich dort eine Weile Platz genommen und Luft geholt. An der Wasserpulle wurde natürlich auch genuckelt, denn bis hierhin hatte ich nicht wirklich viel getrunken. Das zeigte sich dann auch am Ende der Tour, ging aber noch.

Die Waldfäche dort zwischen der Hütte und der Soestwarte ist wohl nicht so riesig, aber von ein paar Wegen durchzogen. Müsste-könnte man auch beim nächsten Mal erkunden. Vielleicht findet sich noch ein nettes Plätzchen.
Wobei nettes Plätzchen, diese Bauart an Hütten sollte auch eine diagonale Abhängung der Hängematte erlauben. Ich meine mit dem Ausblick, wann unter der Woche, also mit potentiell wenig Chance auf Trunkenvolk wäre das schon reizvoll für eine Nacht.

Lange Rede kurzer Sinn, die Zeit lief mit einem noch guten Puffer langsam ab. Da gab‘ s ja noch diese eine Radroutenausschilderung die nach Lippborg führen sollte, also mal wacker los. Der Weg dorthin war kein großer Trick…
…naja und der Rest halt ausgeschildert.

Lippborg sollte passiert werden und dann über bekannte Wegstrecken ein leckeres Coffee-Getränk nebst einem Stückchen Kuchen.

Diese Radroute ist recht einfach zu fahren und führte, zu meiner Verwunderung genau auf jene Strecke, die ich auch beim letzten Mal gefahren bin. Dort angekommen wird sie aber in einem weiten Bogen schon bis fast kurz vor Uentrop geführt. Landschaftlich schön, leicht wellig fährt man zunächst noch am Hang des Kammausläufers entlang, biegt dann in Richtung Süden ab um dann irgendwann wieder in Richtung Osten zu fahren. Schöne kleine Straßen und viel Land.

In Lippborg dann endlich angekommen, war der Rest der Strecke eher undramatisch weil sehr gut bekannt. Dennoch zwei Dinge sind mir noch aufgefallen.
Im letzten Drittel der Channel-Route hatte man wieder ein gutes Stück wegtechnisch aufbereitet. Bis vor kurzem war dort quasi nur eine schmale brauchbare Fahrspur links außen. Jetzt kann man den schon im letzten Jahr mittels groberen Splitt, bis dato aber leider kaum verdichtet, gut fahren und dies in voller Breite. Man hatte also noch eine gute Lage feineres Etwas aufgebracht und nicht nur alles glatt gezogen, sondern auch ordentlich verdichtet.

Da ich wohl zu wenig getrunken hatte, spürte ich etwas meine Beine. Aber bis zum Kafferöster war es ja nicht mehr weit. Auf dem Weg dorthin wurde noch die Trinkpulle gut geleert und dann nahm ich Platz.





Einen sehr erfrischenden Cappuccino Freddo und ein nicht gerade kleines Stück extrem leckeren Kuchen ließ ich mir schmecken. Extrem lecker, weil man den Teig für die Obstdeckung wohl mit einer Art Pudding gemischt hatte. Das machte den ohnehin sehr flockig-lockeren Teig in der Obstschicht nochmals fluffiger.

Ich bezahlte gleich mit dem Servieren, füllte nach dem Verzehr die Trinkflasche ein letztes Mal auf und schwang dann wieder die Hufe. So frisch gestärkt ging das auch gut bis zur Burg. Dort dann aufgeriegelt eingetreten alles entladen und den Rest des Trinkwasser die Gurgel runter laufen lassen. Erstes Resume im Kopf: nix war verkehrt und man hat einen schönen Tag gehabt. Und das Beste war diese Hütte mit Ausblick, aber auch diese magische Strecke die noch erkundet werden will. Geht quasi gar nicht anders.

Ja so war das. Wer sich das genauer auf einer Onlinekarte anschauen will, der kann das via dem Trainingsportal Strava <klick> machen.

Und nochmals - ja - heute denke ich werde einfach mal mit dem Radeln zur Kaffeerösterei fahren. Kleinvieh macht auch Mist. ;)


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »sakura« (13. September 2020, 08:07)


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