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Berny67

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Samstag, 3. Oktober 2015, 17:07

Seitenläufer-Dynamos. Welche sind gut oder brauchbar?

Hallo Zusammen,

es ist ja eigentlich unübersehbar, dass die Mehrzahl der heutigen Fahrräder mit Nabendynamos ausgestattet sind. Meine beiden hauptsächlich benutzten Räder verfügen auch über eben solche.

Nun kann es aber auch mal passieren, dass man auf ein drittes Rad ausweichen muss, wenn bei den anderen beiden kleinere notwendige Reparaturen anstehen für die man aber gerade keine Zeit hat.

Bei mir musste nun für meine Fahrten zum Dienst mein 3-Gang-Sportrad mit 27 X 1 1/4 Zoll-Bereifung herhalten. Dieses Rad war bis vorgestern mit einem hinten angebauten Hochleistungs-Seitenläufer von AXA ausgestattet, mit dem ich eigentlich bisher gute Erfahrungen gemacht hatte. An meinem alten Heidemann-Rad hat ein solcher, bevor ich irgendwann auf den Nabendynamo wechselte, störungsfrei bestimmt 2.000 km seinen Dienst verrichtet und tut dies auch weiter an meinem Anhänger.

An meinem MTB ist mir so ein Teil irgendwann mal auf dem nach Hause-Weg verreckt. Kann ja mal passieren, dachte ich, weil ich recht schnell unterwegs war.

Die Reibringe verschleißen leider bei häufigen Dunkelfahrten recht zügig und sind mit 4,-- € pro Paar auch nicht gerade ein Schnäppchen.

Irgendwann jedoch ist mir grundlos so ein Dynamo an meinem wenig bewegten Hercules-Klapprad verreckt, obwohl er gerade in diesem Moment gar nicht benutzt wurde und durch laute innere Klappergeräusche auffiel. Der Test bestätigte dann direkt Funktionslosigkeit.

Letzten Mittwoch Abend kündigte sich nach ca. dreiviertel meines Arbeitsweges erneut Unheil durch merkwürdige Geräusche an, die ähnlich wie Zündungsklingeln bei älteren Autos klangen. Syncron mit den Geräuschen flackerte auch das Licht.

Dann ertönte plötzlich ein lautes Ratschen, und das Licht war komplett weg. Aus dem Dynamo-Gehäuse drangen merkwürdige Quietsch-Geräusche, aber das Rädchen drehte sich noch einwandfrei. Gut, dass es morgens noch einigermaßen hell war und ich nicht unbedingt Licht auf meinem Rückweg brauchte.

Also habe ich kurzerhand nochmals einen nagelneuen Dynamo gleicher Art angebaut, den ich einem Fahrrad entnahm, welches ich eigentlich für den Verkauf extra damit ausgestattet hatte.

Dieser lief dann auch auf den ersten 6 km absolut ruhig und leichtgängig, bis auf einmal wieder diese merkwürdigen Knistergeräusche mit ebenso flackerndem Licht auftraten.
Ich dachte nur: "Nicht schon wieder!" X( Also fuhr ich mit verminderter Geschwindigkeit weiter. Aber es kam, wie es kommen musste, denn es folgte wieder dieses laute Ratschen, welches zum Totalausfall führte. :cursing:

Stolze Leistung, dachte ich. Wenigstens hat dieser 8 km gehalten. Da ich es nicht verantworten konnte, ohne Beleuchtung meinen Weg fortzusetzen, drehte ich also wieder um und konnte dabei überwiegend auf Rad- oder Gehwegen fahren.

Natürlich gab es gleich reichlich Mecker anderer Radfahrer mit lauten "Licht an!!"-Rufen.
Hätte ich ja auch gerne gehabt. Leider war es, zu Hause angekommen, bereits zu spät auf dasFahrrad meiner Frau umzusteigen, habe unser altes Auto genommen und bin mit 205 km/h und Bodenblech wutentbrannt zur Arbeit geplästert.

Ich habe mich dabei nur gefragt, wie es sein kann, dass diese Dynamos nicht mehr mein übliches Reisetempo aushalten, wie es eben jener, der jetzt am meinem Anhänger sitzt, problemlos geschafft hatte.

Daher meine Frage an Euch: Sofern ihr noch Seitenläufer-Dynamos benutzen solltet, welche kann man bedenkenlos wählen und wo bekommt man sie?

Für die AXA-Teile sprach bisher der ruhige, leichtgängige Lauf und auch gute, nahezu rutschfreie, Übertragung bei Nässe. Selbst Schnee machte dem an meinem Peugeot-Klapprad nichts aus. Jedoch scheint die Fertigungsqualität der neuzeitlichen Produktion grottenschlecht zu sein. :S

Gibt es welche, die ähnlich gute Eigenschaften besitzen, aber eben auch etwas haltbarer sind?

Danke für jeden Hinweis.

LG

Berny

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Berny67« (3. Oktober 2015, 17:12)


Salamander

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Montag, 5. Oktober 2015, 21:01

Ordentliche Dynamos lassen sich ganz einfach am Preis festmachen :rolleyes: Velogical, Busch&Müller, Nordlicht, AXA Traction HR. Die sind haltbar und geben bei Kälte/Nässe/Schnee als letzte auf.

Wobei man über den Traction HR gelegegentlich was von Lagergeräuschen liest. So einen Patienten hatte ich auch mal, noch der alte flaschenförmige. WIMRE leichtes Quietschen, hab ich mit kriechfähigem hochviskosem Schmierspray weg bekommen (CRC Multilube oder Molykote irnkwas). Ich hab/hatte zwei unauffällige Exemplare im Einsatz und würde mir den wieder holen (bzw jetzt nicht mehr weil der neue birnenförmige potthäßlich ist).

Ein vernünftiger Dynamo hat Sinterlager oder Bronzelager, früher gab es öfter auch noch Wälzlager. Alle mit Plastik-Gleitlagern taugen nix. Auch wenn da steht "hochwertiger Kunststoff", "Teflon", irgendein Geschwurbel oder gar nix. Billig ist billig und Schrott bleibt Schrott. Als nicht so teuren Kandidaten aus Fernost hätte ich vielleicht noch den Anlun im Auge, bin mir aber bei der Lagerung nicht sicher.


Für die AXA-Teile sprach bisher ... Jedoch scheint die Fertigungsqualität der neuzeitlichen Produktion grottenschlecht zu sein.

Welche jetzt konkret? AXA hat 4 eigene Dynamos im Sortiment und mindestens 2 weitere aus Firmenzukäufen (ehemals Union). Der "Duo" hat Popelplastiklager. Leider will AXA im Netz nicht gefunden werden, ich meine der "Quattro" wäre noch brauchbar.
"Salmei, Dalmei, Adomei"

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Montag, 5. Oktober 2015, 21:28

Ich kann nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten:
Nordlicht ist formschön und toll verchromt. Rutschte aber bei Nasse wenn es kalt war.
Habe dann den AXA HR traction verbaut. Der ist an sich gut, hat aber die Macke - wie du schon bemerkt hast - Reibringe wie wild zu verschließen. Bin dann zu B&M Akkulicht gewechselt. Die normale Lichtanlage mit dem AXA bleibt für den Notfall verbaut. Ist mein Alltagsrad.

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4

Montag, 5. Oktober 2015, 21:43

Merkwürdig, den Verschleiß beim Traction HR kann ich absolut nicht bestätigen.

@Henner, hast Du mal das andere Reibrad montiert?
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Dienstag, 6. Oktober 2015, 08:12

Ich kann den Verschleiß ebenfalls bestätigen.
Geht nix über nen Nady

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Dienstag, 6. Oktober 2015, 09:43

Und man hat Strom auf Reisen.
Die Glorreichen schieben ...

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Donnerstag, 8. Oktober 2015, 11:19

Hi Zusammen,

erstmal sorry, dass ich erst jetzt auf Eure zahlreichen Zuschriften reagieren konnte, da ich zwischenzeitlich einen Kurzurlaub in Belgien machte.

Es handelt sich aber bei meinen benutzten Dynamos tatsächlich um genau diese AXA HR-traction. Wie gesagt, der erste den ich damals über lange Zeit benutzte tut heute noch an meinem Anhänger Dienst und ist dort in sehr ungünstiger, liegender Anbringung noch mehr Rüttelbewegungen ausgesetzt.

Ich verstehe auch nicht, warum meine letzten Exemplare so unzuverlässig waren, Leider habe ich auch den Kassenbeleg nicht mehr, sonst würde ich denen das Teil direkt auf den Tresen schmeissen. :cursing:

Ich habe ja noch ein paar alte UNION-Museumsstücke, die eigentlich unverwüstlich sind, aber bei Regen durchrutschen und längst nicht so leichtgängig sind.

LG

Berny

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Donnerstag, 8. Oktober 2015, 22:55

Klingt nach einem zerlegten Rotor, wäre an einem Klapprad wegen der höheren Drehzahl plausibel. Wenn Du den verreckten Dynamo noch hast, nimm den doch mal auseinander. Das geht bei den Traction HR leicht. Und schau, was der für ein Lager hat.
"Salmei, Dalmei, Adomei"

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Freitag, 9. Oktober 2015, 13:30

Zu Vor NaDy Zeiten bin ich den Nordlicht an Zinkens gefahren. Mit Rädern von Modellautos als Reibrolle.

Nachteil bei Nordlicht, durch dem Metallkörper fängt der Dynamo unter ca 5°+ an durchzurutschen.

Walzendynamos als Alternative bin ich den Union, den Soubitez und den Sanyo gefahren. Der Sanyo war/ist leise und unverwüstlich aber bringt wenig Strom. Das müßte ja heute mit LEDs zu vernachlässigen sein.

Der Soubitez war laut, defektanfällig und nicht langlebig, brachte aber schon bei geringen Geschwindigkeiten gutes Licht (U 70).

Den Union gab es später sogar mit "Fernbedienung" und lag zwischen dem Soubitez und dem Sanyo.

Heute werkeln an allen Rädern NaDys oder Akkulicht.
Essen: check, Wasser: check, Glasperlen für die Eingeborenen: check, Knüppel gegen die Wölfe: check. Auf nach Brandenburg!

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10

Samstag, 10. Oktober 2015, 10:03

Wenn Aspekte wie Zuverlässigkeit und Haltbarkeit in Spiel kommen, sind Nabendynamos sind eh erste Wahl. Und LED-Lampen sowieso.


Der Sanyo war/ist leise und unverwüstlich aber bringt wenig Strom. Das müßte ja heute mit LEDs zu vernachlässigen sein.
Der Sanyo befeuert bis jetz mein Reiserad. Der ist tatäschlich so leise und leichtgängig, daß ich manchmal tagsüber mit Licht fahre wenn ich den nach einer Nachtfahrt nicht ausgeschaltet habe. Über zu wenig Licht (für Halogen jedenfalls) kann ich aber nicht klagen, mag am Elio Nova liegen, der wird nur noch von den sündteuren BiSy und E6 übertroffen.

aber schon bei geringen Geschwindigkeiten gutes Licht (U 70).

U 70 und gutes Licht ist aber ein Widerspruch in sich. Meintest Du vielleicht den H 70 - was das aber auch nicht wirklich besser machen würde...
"Salmei, Dalmei, Adomei"

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Samstag, 24. Oktober 2015, 08:22

Hallo Zusammen,

so, jetzt habe ich an das betreffende Schmalspurrad so ein altes Museumsstück von UNION montiert. Den hatte ich noch in meiner Wühlkiste. Bei diesem musste ich noch das Minuskabel am Rahmen, bzw. an der Halterschraube befestigen. Der Dynamo stammt noch von einem Schlachtrad, hat noch so ein gutes Metallgehäuse und gehört wohl so in die 70er-Jahre-Zeit. Damit bin ich bereits zu zwei Nachtdiensten meinen 17km Arbeitsweg geradelt. Macht einen Heidenlärm, bringt aber erstaunlicherweise genügend Licht, selbst für den Halogenscheinwerfer und das Standrücklicht. Auf dem Rückweg wurde ich dann einmal von einem Regenschauer überrascht und dachte schon, dass es jetzt vorbei sei mit der Beleuchtung.
Jedoch ließ sich der Museums-Dynamo auch davon nicht beeindrucken und drehte sich problemlos weiter an dem glatten Rennreifen. Hätte ich nicht gedacht. Genau wie der verreckte AXA wird er vom Hinterrad angetrieben.
Aber zur Arbeit werde ich damit wohl nur noch im absoluten Notfall fahren, weil die Geräuschkulisse fast einer Schlagbohrmaschine entspricht und auf Dauer nervt.
Aber als Übergangslösung für Kurzstrecken reicht es erstmal. ;)

LG

Berny

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