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ulrich49j

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1

Freitag, 2. August 2013, 22:01

Warum brechen die Speichen & was soll ich machen

Hallo
Vor drei Jahren ein günstiges Fahrrad gekauft ( http://www.amazon.de/Vermont-Fahrrad-Kin…ductDescription ) mit dem ich bisher ganz zufrieden bin. Ich weiß das es bedeutend bessre Räder gibt aber ich habe nicht viel Geld und bin wie gesagt zufrieden. Vor ca. einem halben Jahr hatte ich hinten einen Speichenbruch. Ich ab zum Händler und mein Fahrrad abgegeben. Er hatte Zeit, ich konnte das Fahrrad nach 15 Minuten schon wieder abholen. Etwas seltsam fand ich jedoch das man die Speichen hinten bedeutend weiter wie am Vorderrad zusammendrücken konnte aber ich habe wenig Ahnung.
Heute habe ich auf einer Fahrradtour gemerkt das ich eine leichte Unwucht im Rad hatte und habe die Speichen kontrolliert. Allesamt sehr locker und zwei kann man richtig hin und her bewegen. Im Nachbarort bin ich zu einem anderen Händler und der meinte nur man sollte doch sofort alle Speichen erneuern. Ich bin Laie bzw. weiß nur das an meinen vorherigen Rädern die Speichen bedeutend strammer waren. An der angeblich gebrochenen Speiche sieht man keine Beschädigung. Sie ist nur halt extrem locker. Kann es sein das da ein anziehen reicht können die sich so stark lockern.
Nun meine Frage: Ich fahre nur Straße und befestigte Wege und das in normalem Tempo und wiege 95kg. Ich vermute das die ganzen Speichen zu locker sind, warum auch immer. Kann ich als "Laie" die defekten Speichen (Zahnkranzseite) erneuern oder wechselt man besser sofort alle. Wie erkennt man wann die Spannung richtig ist. Wäre es besser wenn man die Speichen selber wechselt und dann vom Fachmann die Speichen nachziehen lassen sollen mit gleichzeitigem auswuchten oder soll man besser das Rad direkt zu einem Fachmann bringen. Also die heutige Werkstatt wollte für das Wechseln der 36 Speichen mit zentrieren 80 € haben. Ist das teuer?
Da kann ich mir ja gleich ein neues Hinterrad kaufen.
Wenn ich mir ein neuees Hinterrad kaufen würde möchte ich natürlich eines haben, welches gleich aussieht. Ich habe aber noch nicht einmal mein Modell ( X-Pert X3 Alu Hohlkammer Felgen ) gefunden, kennt einer den Anbieter?

Mit freundlcihem Gruß
Ulrich

Ritze

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2

Samstag, 3. August 2013, 01:09

Hmmm. Hatte vor Jahren an meinem alten MTB ein ähnliches Problem: Billiglaufräder, Übergewicht und oft mit Gepäck gefahren. Irgendwann brach eine Speiche und ich hab's nicht gleich gemerkt. Beim Bremsen hat sich dann die Felge verzogen. Kurzfristig konnte man das zwar wieder richten (neue Speiche und zentrieren), langfristig brachen aber immer wieder Speichen. Ich hab dann für 60€ ein neues Hinterrad gekauft und Ruhe war.

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Draht_Esel

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3

Samstag, 3. August 2013, 08:31

Ich bin jetzt auch nicht so der Speichenexperte, aber...Bevor ich mir ein neues Hinterrad kaufen würde: erstmal für max. fünf euro einen Speichenschlüssel zulegen und selbst etwas tüfteln. Grundsätzlich ist das Speichen einstellen einfach, ein gutes Ergebnis zu erhalten allerdings etwas tricky. Als Zentrierhilfe kann man (falls an dem Rad vorhanden) einen V-Brake Bremsklotz soweit einstellen das er gerade an der Felge schleift. Wichtig ist das gleichmäßige Anziehen der Speichen, so dass alle nachher etwa die gleiche Spannung aufweisen.

Ist auf jeden Fall eine schöne Beschäftigung für den nächsten verregneten Sonntag :)

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kairo-hh

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4

Samstag, 3. August 2013, 09:14

Eine zu geringe Speichenspannung sorgt in den meisten Fällen für Speichenbrüche, eher unwahrscheinlich ist da schon eine Überlastung.

Ein Laufrad selber zu zentrieren und für die richtige Vorspannung zu sogen ist nicht ganz so einfach, wenn man nicht weiß wie es geht. Ansonsten ist es eigentlich sehr einfach.

Ein paar Worte zur Vorspannung, bzw. Speichenspannung.
Grundsätzlich kann man die Speichenspannung ohne Messgerät nur schätzen. Dazu drückt man zwei sich überkreuzende Speichen zusammen und schaut wie weit die Kreuzung sich verschiebt. Bis zu einem Zentimeter ist es OK, danach fängt der Bereich der zu losen Speichenspannung an. Aber, wie schon geschrieben, das ist nur eine Schätzung und hängt davon ab wie kräftig man in den Händen und Fingern ist. Sicherer ist es wenn man ein Tensiometer verwendet. Die Anschaffung eines solchen Gerätes lohnt sich aber nur, wenn man vor hat im Laufradbau mehr zu machen, als nur man sein Laufrad zu überprüfen.
Im allgemeinen gilt, dass eine gleichmäßige Speichenspannung dem "Rundlauf" vorzuziehen ist, was aber in der Praxis nicht zu 100% möglich ist. Es muss immer ein Kompromiss aus gleichmäßiger Speichenspannung und einem perfekt zentrierten Rad gefunden werden.
Zusätzlich muss man beachten für welche Speichenspannung die Felge und die Nabe ausgelegt ist. Wenn die Speichen zu stark gespannt werden, kann es passieren, dass die Felge oder der Flansch an der Nabe ausreißt. Mit anderen Worten, man kann eine Speiche nicht nach belieben spannen.

Eigentlich ist es sehr einfach ein Laufrad zu zentrieren, jedoch sind die meisten am Anfang viel zu "ungeduldig" dabei und drehen wie wild an den Nippeln rum, was das Laufrad nicht mag. Hier gilt immer der Grundsatz "Weniger ist mehr", denn eine halbe Umdrehung am Speichennippel kann einen großen Effekt haben.
Auch sollte man ein Grundsatz beim Zentrieren von Seitenschlägen beachten. Wenn man auf der einen Seite die Speiche anzieht, muss man die andere Seite lösen, ansonsten baut man sich einen Höhenschlag ein.

Wenn Du das alles wirklich lernen möchtest, dann solltest Du möglichst an einem alten Laufrad anfangen zu üben. Schaue dort dann was wann und wie passiert. An Deiner Stelle würde ich jedoch die Finger von Deinem jetzigen Laufrad lassen, es sei denn Du bist bereit Dir ein neues Laufrad zu kaufen. Falls Du kein altes Laufrad hast, gehe mal zu einem Fahrradhändler oder Schrottplatz. Wenn man dort freundlich fragt und vielleicht noch mit einem 10er winkt, kann auch dieses Problem gelöst werden ;)
Lieben Gruß

Kai

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5

Samstag, 3. August 2013, 13:44

Noch eine kurze Frage

Sorry aber ich haben noch einmal Fragen.
Heute habe ich das Hinterrad ausgebaut und festgestellt das 4 Speichen gebrochen sind. Alle oben am Knick also an der Nabe. Ich bin damit zu einem großen Fahrradladen und der meinte sofort das alle Speichen zu locker seien und es deshalb zu den Brüchen gekommen sei. Eine Speiche kostet 0,50€ egal ob verstärkt oder wie jetzt 2mm. Die kompletten Speichen wechseln würden da 70€ kommen. Der Wechsel der gebrochenen Speichen wäre nicht viel billiger, halt nur die Materialkosten.
Da ich ja ein relativ günstiges Fahrrad habe kostet eine neue Felge 40€ aber dann habe ich vielleicht wieder so ein Pech, denn ich denke im günstigen Bereich ist die Qualität überall gleich.
Bei uns gibt es eine Fahrradstation und dort "schraubt" einer um sich nebenbei etwas zu verdienen. Der meinte die Felge wäre gut und er würde mir die Speichen günstig einbauen und das Rad neu zentrieren. Soll man da jetzt alle Speichen erneuern lassen oder nur die gebrochenen und ich sage mal die Nachbarspeichen ersetzen. Da würde ich zuschauen und lernen denn irgendwann muss die Serie ja aufhören. Kann man einen Mix aus 2mm und den verstärkten Speichen fahren?
Mit freundlichem Gruß
Uli

kairo-hh

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6

Samstag, 3. August 2013, 14:39

Moin :)

Ein typisches Zeichen für zu geringe Vorspannung ist der Bruch der Speiche am Nabenflansch.

Für ein relativ gutes Laufrad, inkl. Nabe, musst Du ca. 100 Euro investieren. Dann handelt es sich schon um eine doppelt geöste Felge und guter Nabe, z.B. Shimano Deore. Aus diesem Grund lohnt es sich meistens nicht ein Laufrad neu einspeichen zu lassen, da man nicht weiß in wie weit das restliche Material, Nabe und Felge, schon in Mitleidenschaft gezogen wurde.
0,50 Euro für eine Speiche ist aber schon recht teuer. Der Einzelpreis einer Speiche beginnt schon bei ca. 0,20 und für etwas besseres bei ca. 0,25 Euro.

Ein Mischmasch aus verschiedenen Speichen sollte man nicht machen, da es dann zu Problemen mit dem Zentrieren und der gleichmäßigen Vorspannung kommt. Ich würde mich weigern ein solches Laufrad dann einzuspeichen.

Händler oder privat? Eine beliebte Frage.
Es gibt einen guten Grund zu einem Händler zu gehen. Gewährleistung. Wer gewerblich etwas repariert muss auf die Arbeit eine Gewährleistung geben. Eine Privatperson muss das nicht. Klingt bei einem Laufrad erst nicht so wild, kann sich aber doch gravierend auswirken.
Lass mal die Privatperson pfuschen, es kommt dadurch zu einem Unfall. Auf dem Schaden sitzt Du dann alleine. Den Händler kannst Du dann in die Verantwortung nehmen und dieser muss dann ggf. für den Schaden gerade stehen.
Von daher würde ich alle Arbeiten, die sicherheitsrelevant sind, entweder von einer Person machen lassen zu der ich absolutes Vertrauen habe oder von einer entsprechend ausgebildeten Person, die ich im Zweifel haftbar machen kann.
Wofür Du Dich nun entscheidest ist Deine Sache. Manchmal lohnt es sich aber 10 oder 20 Euro mehr auszugeben. Ob nun für das Einspeichen beim Händler oder für ein neues Laufrad.
Lieben Gruß

Kai

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7

Samstag, 3. August 2013, 15:36

Ich würde es an Deiner Stelle folgender Maßen machen:

Laufrad ausbauen und reinigen. Mantel und Schlauch demontieren, wenn Du das Werkeug hast, Zahnkranz runter. Wenn Du verstärkte speichen will, mußt Du alle neu machen, das lohnt sich bei den billigen Laufrädern meist nicht.
Ab damit zum Händler, und er soll Dir nur die gebrochenen Speichen ersetzen, plus die beiden benachbarten Speichen. Materialaufwand ca. 10€ Dann soll er Dir die Speichen einbauen, und das Laufrad zentrieren. Dabei muß er auch die Spannung der anderen Speichen überprüfen.
Ein erfahrener Mechaniker braucht zum Speichen ersetzen und Laufrad zentrieren ca. ne 1/2 Std, wenn das Rad ganz besch...en ist ne Std. Bei inen Std.-Lohn von 50,-€ wird Dich der Spaß irgendwo zw. 35-60 Euro kosten.
Für ein freies und unabhängiges, und vor allem werbefreies 2radforum!!!! :thumbsup:

"Nicht jeder der ein Trikot anzieht und auf ein Fahrrad steigt ist automatisch gedopt." Gehört beim Braunschweiger Nachtrennen.

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ulrich49j

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8

Dienstag, 6. August 2013, 11:04

Ich habe mir nach dem Kauf eines Nabendynamos (lieber Gruß nach Dortmund zu Bea) den Spaß gegönnt, das Vorderrad selbst einzuspeichen. Als absoluter Neuling und Laie auf dem Gebiet - lediglich ausgestattet mit einem Speichenschlüssel und einer gehörigen Portion Wagemut - habe ich drei Anläufe und somit drei Abende gebraucht, bis ich das Rad dann tatsächlich so weit hatte. Das Zentrieren habe ich unter Verwendung meiner Bremse und jeder Menge Zufall und Geduld tatsächlich hinbekommen, das Rad läuft tatsächlich ziemlich rund. Jedoch habe ich jetzt festgestellt, dass sich eine einzelne Speiche so glockert hat, dass sie anfing, durch die Reibung an der Nachbarspeiche leise vor sich hin zu knacken. Ich hab sie jetzt mal vorsichtig nachgespannt, mal schauen, wie sie sich weiterhin verhält.
Gruß: Pixelschubser

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grandsport

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9

Montag, 12. August 2013, 09:21

Zitat von »kairo-hh«

Auch sollte man ein Grundsatz beim Zentrieren von Seitenschlägen beachten. Wenn man auf der einen Seite die Speiche anzieht, muss man die andere Seite lösen, ansonsten baut man sich einen Höhenschlag ein.

Ich stimme deinen Ausführung ja so sehr zu, dass ich gar nichts mehr selbst schreiben wollte. Bis zu diesem Satz. Der ist einfach nicht richtig.
Man muss eben NICHT auf der anderen Seiten lösen, um den Höhenschlag zu vermeiden. Im Gegenteil: So gerät die gesamte Spannung in Unordnung und ein Höhenschlag wird sogar wahrscheinlicher.
Höhen- und Seitenschläge sollte man immer absolut getrennt voneinander bearbeiten.

Seitenschläge zieht man raus durch Nachspannen auf EINER Seite. Geht der Schlag nach links, zieht man von rechts. Vierteldrehungen maximal, bei Schlägen über längere Distanzen, reicht an Anfang und Ende des Schlags auch 1/8.
Sollte die Spannung zu hoch zu werden drohen, dann lässt sich alternativ auf der Gegenseite lösen.

Hat man den Seitenschlag jetzt korrigiert, betrachtet man mögliche Höhenschläge.
Die entfernt man, indem man auf BEIDEN Seiten zieht oder löst - und zwar zunächst um das gleiche Maß.
Erst beim Feinschliff variiert man ggf. das Maß; allerdings nie um mehr als 1/4-Drehung.

Anschließend überprüft man auf Seitenschläge. Immer schön im Wechsel (Seite/Höhe), bis alles passt.
War es eine umfangreiche Arbeit, kann sich eine Überprüfung mit einer Zentrierlehre lohnen.
Beim Neubau ist die ohnehin zu empfehlen, auch wenn es anders geht.
(Mein erstes Laufrad habe ich auch ohne Zentrierlehre gebaut und es lief jahrelang ohne irgendein Problem.)

mick

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10

Montag, 12. August 2013, 12:03

Du kannst einzelne Speichen gleichen Typs problemlos ersetzen. In deinem Fall wären das 4x -,50€ = 2,- € gegenüber 70 - 80,-€ komplett.
Ich finde da lohnt es sich zunächst die vier Speichen zu ersetzen und zentrieren zu lassen. Der Zeitaufwand hierfür sollte deutlich unter einer halben Arbeitsstunde liegen. Dabei sollte die Speichenspannung überprüft werden. Die zulässige Speichenspannung für die jeweilige Speiche kennt der Monteur und kann sie mit Hilfe eines sogenannten Tensiometers exakt messen, die Spannung der schwächsten und stärksten Speiche sollte nicht weiter als +/- 10% vom Durchschnitt der jeweiligen Laufradseite abweichen.
Die Antriebsseite (re.) wird idR stärker gespannt.
Um ein dauerhaft gutes Laufrad zu erhalten sollte der Speichenkopf etweder unterlegt werden oder mit einem kleinen Schlag so in den Nabenflansch eingepasst werden, dass der spielfrei sitzt.
Ich würde nicht am Material sparen, Markenspeichen von Sapim oder DT Swiss wären meine Wahl. Ausserdem würde ich Prolocknippel verwenden. Oder falls die alten Nippel drinbleiben diese mit Sekundenkleber oder Loctite 222 gegen lockern sichern.
Ich bin schrecklich inkonsequent - aber nicht immer!

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the Godfather

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11

Donnerstag, 15. August 2013, 06:31

Ich stimme deinen Ausführung ja so sehr zu, dass ich gar nichts mehr selbst schreiben wollte. Bis zu diesem Satz. Der ist einfach nicht richtig.
Man muss eben NICHT auf der anderen Seiten lösen, um den Höhenschlag zu vermeiden. Im Gegenteil: So gerät die gesamte Spannung in Unordnung und ein Höhenschlag wird sogar wahrscheinlicher.
Höhen- und Seitenschläge sollte man immer absolut getrennt voneinander bearbeiten.


Der Fahrradmechaniker, der mir das zeigte, erklärte es mir damit, dass wenn ich auf einer Seite die Speichen anziehe, die Spannung auf der anderen Seite sich auch erhöht, dadurch dass die Felge weggezogen wird. Zusätzlich muss dann nicht so stark angezogen werden, dass eventuell die Spannung zu hoch ist.
Ich selber bin kein gelernter Fahrradmechaniker und hatte mir entsprechenden Rat bei eben einem solchen geholt gehabt ;)
Lieben Gruß

Kai

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12

Sonntag, 18. August 2013, 14:41

Höhenschläge ohne Zentrierständer zu korrigieren würde ich eh nicht empfehlen. Die Kosten für einfaches Werkzeug (Zentrierständer, -lehre, eventuell Tensiometer) übersteigen den bisherigen Kostenrahmen.
Abgesehen davon lohnt sich der Aufbau von eigenen Laufrädern nur im Ausnahmefall. Die Kosten eines Fertigrades gegenüber dem Einzelkauf der Teile rechnet sich nicht. Bleibt eigentlich nur noch die regelmäßige Reparatur und auch da lohnt sich die Anschaffung von Werkzeug nur, wenn man die ganze Familie und den Freundes- und Bekanntenkreis aus Enthusiasmus mit Reparaturen beglückt ;-)
Ich bin schrecklich inkonsequent - aber nicht immer!

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Draht_Esel