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Salamander

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Mittwoch, 30. Oktober 2013, 00:38

Owatrol, Leinölfirnis

Da in einem anderen Unterforum grade Owatrol erwähnt wurde: hat jemand Erfahrungen damit? Insbesonders, wie lange es dauert bis das ausgehärtet ist und überlackiert werden kann.

Owatrol ist ja laut Datenblatt im Grunde nix anderes als verdünnte Leinölfirnis, vielleicht noch mit speziellen Additiven (zum Aushärten?). Halböl hab ich, also hatte ich mal einige Versuche damit gemacht an leicht angegammelten Stücken. Funktioniert tatsächlich, (leichter) Rost wirkt offensichtlich als Sikkativ und beschleunigt das Trocknen bzw Aushärten. Vor allem an einer alten Alufelge mit rostigen Ösen geht das gut, die Leinölfirnis kriecht tatsächlich gut und der Rost auf den Ösen wird zumindest stabilisiert. Reste auf der Alufelge lassen sich nach einiger Zeit leicht abwischen, ggf mit etwas Terpentinersatz nachhelfen. Ist von Aufwand und Ergebnissen auf jeden Fall besser als die Ösen mit reaktiven Rostumwandlern zu behandeln.

Auf blankem Stahl dauert das Aushärten etwas länger. Verdünnte Leinölfirnis, mehrmals aufgetragen, ist vor allem was für Werkstücke die man nicht mit einem ordentlichen Lackaufbau (Entrosten, Grundieren, Lackieren) steichen oder Galvanisieren kann oder will. Also genietete bewegliche Teile oder wo Lack nicht elastisch genug ist. Gepäckträgerfedern zum Beispiel.

Ich kannte Leinölfirnis bislang nur zur Holzbehandlung, an Metallen nur von den historischen Ölfarben (nicht die Farben für Ölmalerei!). Hat noch jemand Erfahrungen mit Leinölfirnis in diesem Bereich? Trocknungszeiten? Haltbarkeit? Nachteile? Lohnt sich etwas Sikkativ aus dem Künstlerbedarf für schnellere Trocknungszeiten beizumischen? Kann man das einfach mit Pigmenten einfärben? Wie verhält sich ausgehärtetes Leinöl mit Mineralöl, etwa an Antriebsteilen. Muß ich eigentlich alles alleine machen? :D Fragen über Fragen...

Falls sich jemand damit versuchen will, noch eine dringende Warnung: Feinverteiltes Leinöl in Kontakt zu Luftsauerstoff neigt zur Selbstentzündung. Auf keinen Fall Lappen mit Leinöl irgendwo rumliegen lassen! Womöglich noch zusammengeknüllt, damit sich die Reaktionswärme da schön staut. Solche Lappen in dicht schließenden Blechdosen lagern. Wegschmeissen ebenfalls so, oder richtig nass machen und bis zur Abholung sicher nass halten.
"Auf meinen Reisen habe ich überall auf der Welt gute Menschen kennengelernt. Und auch ein paar Arschgeigen. Das hat nichts mit Hautfarbe, Pass oder Religion zu tun." - Jürgen Schwandt, Ankerherz Verlag

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