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1

Montag, 16. Januar 2012, 22:16

Dicke Dinger besser?

Moin,

hmm, man liest ja so einiges, aber ich möchte mal Eure Meinung hören. Man sagt ja, dass breite Reifen einen geringen Rollwiderstand haben sollen. Aber warum fahren RR'ler dann schmale Reifen und nicht Balloons :huh: ?

Der Hintergrund: ich baue je gerade einen City-Cruiser mit MTB-Geometrie und habe dort 60er Äpfel montiert. Nun mache ich mir Gedanken, ob der Bock nach Fertigstellung nun eher leicht laufen wird oder ob der Unmengen an Kraft schluckt... 8|

Gruß Bora
Na, wie fährt sich deine Rohloff? - Eine Rohloff fährt man nicht, die hat man...

2

Montag, 16. Januar 2012, 22:28

Man sagt ja, dass breite Reifen einen geringen Rollwiderstand haben sollen.


Das sagt man, aber das ist nur der halbe Satz. Er geht weiter mit "bei gleichem Reifendruck". Ich bin auch kein Physiker, aber der Satz "Ein 60er Ballon bei 3 bar hat einen geringeren Rollwiderstand als ein 23mm Reifen mit 3 bar" (allein die Vorstellung :D ), der klingt logisch, oder?

Theoretisch hat der Ballon bei 8 bar wohl einen geringeren Rollwiderstand als ein Rennpneu. Dummerweise ist der Rollwiderstand beim Fahren auf nackter Felge mit ein paar sterblichen Überresten eines Ballonreifens noch viel höher ;)

Ab 20 (?) km/h wird ja auch der Luftwiderstand zu einer entscheidenden Größe. Rennfahrer erhoffen sich mit den Dackelschneidern auch da Vorteile.

Bau den Cruiser mal fertig 8) Ich bin Ballone bisher nur probeweise gefahren, aber ich war immer überrascht, wie spritzig die doch sein können - trotz größerer Masse und geringen Drucks.

thomaspan

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3

Montag, 16. Januar 2012, 22:30

Beim Citycruiser ist das wohl egal.

Aber ...

RR-Pellen wiegen nix (gut 200g), beschleunigen zügig

sind superschmal + haben wenig Luftwiderstand (ab Tempo gut 30)

können mit bis zu 10 bar befüllt werden (und liegen nur mit weniger als 1 cm Breite auf)

---

Der dicke Reifen hat angeblich die gleichen oder bessere Rolleigenschaften als der dünne, wenn beide den glichen Druck haben ... aber das ist ja Utopie
Ich bete 10 Campa-Kränze und gelobe Besserung ...

blauer Brite

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4

Montag, 16. Januar 2012, 22:32

Mit entsprechendem Luftdruck lässt sich einiges anpassen.
Ein breiter Reifen hat da mehr Spielraum und kann mehr federn ohne gleich auf die Felge durchzuschlagen.

Auch ist das Profil und die Gummimischung entscheidend, wie diese auf dem Untergrund
haftet.

Die Rennräder haben mMn mit dünnen Reifen einen Vorteil gegenüber dem Luftwiderstand.
Bei Beschleunigung, die in einem Rennen auch wichtig ist, geht weniger Energie verloren, wenn der Reifen den ersten Schwung nicht schluckt, sondern mit seiner geringeren Auflagefläche und druckbedingter Härte die Kraft besser übertragen kann.

Ein breiter Reifen mit z.B. 8bar ist mit sicherheit auch bockhart und gewiss nicht mehr komfortabel.

Edit:
während ich tippte kamen schon die vorigen Antworten an. :rolleyes:
Gruß, rogger
------------------------------------
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thomaspan

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5

Montag, 16. Januar 2012, 22:51

Mit entsprechendem Luftdruck lässt sich einiges anpassen.

Ein breiter Reifen hat da mehr Spielraum und kann mehr federn ohne gleich auf die Felge durchzuschlagen.


Ich habe letzte Woche das Radel meines Vaters mit einem 622-47 bewegt. ungefähr so ein Profil:

[img]http://t1.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcT2Mtg9UpnjOH43noEw5iBjD9ZdH7zD1Nz2ywB4IzBcLXzjm9Q0edLQbg[/img]

Fazit: Mt dem angegebenen Maximaldruck eine Eierei ohne Ende, gut 1 bar drüber akzeptabel.
Ich bete 10 Campa-Kränze und gelobe Besserung ...

6

Montag, 16. Januar 2012, 23:15

Jetzt bin ich gespannter dennje. :huh:

Ich werd's ja sehen. Habe jetzt erstmal 4 bar drauf geknöpert. Mal schauen, wenn der Bock fertig ist, wie sich die ganze Schose durch die Botanik bügeln läßt.

Gruß Bora
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Salamander

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7

Montag, 16. Januar 2012, 23:22

Erstmal, breitere Reifen haben geringeren Rollwiderstand nur bei gleichen Randbedinngungen. Vor allem Reifendruck und Reifenaufbau. An breiteren Reifen zerren höhere Kräfte, das hatte man früher nicht im Griff und daher das Vorurteil, schmalere Reifen seien leichtlaufender.

Rollwiderstand ist aber nicht alles, man fährt ja nicht nur mit gleichbleibender Geschwindigkeit in der Ebene. Höheres Gewicht bergauf und vor allem der etwas größere Luftwiderstand sind zweitrangig, ausschlaggebender Punkt ist das höhere Rotationsträgheitsmoment beim Lenken und Beschleunigen/Bremsen. Das merkt man gegenüber RR-Reifen schon deutlich.

Anderer Punkt ist die Maschine Mensch. Wenn man auf schlechten Pisten durchgerüttelt wird, zermürbt das auch, mehr als man mit agilen und leichtlaufenden Hochdruckreifen rausholt. Und irgendwann sind Reifen auch totgepumpt, dann macht das Fahren auch unabhängig vom Komfortaspekt keinen Spass mehr.
"Auf meinen Reisen habe ich überall auf der Welt gute Menschen kennengelernt. Und auch ein paar Arschgeigen. Das hat nichts mit Hautfarbe, Pass oder Religion zu tun." - Jürgen Schwandt, Ankerherz Verlag

8

Dienstag, 17. Januar 2012, 07:58

Nachdem meine Vorposter ja wirklich alle relevanten Punkte genannt haben, gibt es nur noch eine Sache, die ich hinzufügen kann:

Um den Big Apple zu pushen, hat Schwalbe sich diese physikalische Halbwahrheit (und das physikalische Halbwissen der anvisierten Käuferschicht) zunutze gemacht. Für mich persönlich sind es folgende Gründe, die mich zu dicken Dingern greifen lassen:

1. Meine ausgeprägte heterosexuelle Ader.
2. Das Gesamterscheinungsbild meiner Räder.
3. Die längere Lebensdauer.
4. Die Allrounder-Eigenschaften.
5. Der Fahrkomfort (Dackelschneider beginnen bei mir schon bei 37-622).

Gruise, Paule
2017: 3.917km; S:131.053; LB:20.690; DMC:18.964; PH:1.368; AB:6.372; ges.:178.447

9

Dienstag, 17. Januar 2012, 09:38

@ Paule,

mir geht es ja auch hauptsächlich um die Optik. Auf einem MTB sehen Schmalspurindianer einfach sch***e aus. Dennoch möchte ich mit dem Hobel dahin gleiten koennen und eben nicht das Gerubbel der Grobstolligen haben.

Gruss Bora
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OmikronXi

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10

Dienstag, 17. Januar 2012, 09:46


mir geht es ja auch hauptsächlich um die Optik. Auf einem MTB sehen Schmalspurindianer einfach sch***e aus. Dennoch möchte ich mit dem Hobel dahin gleiten koennen und eben nicht das Gerubbel der Grobstolligen haben.

Ich kann dir die Kojak nur wärmstens empfehlen. Die sind richtig flott und knackig und schauen an MTBs auch gut aus. Gibts aber nur bis 50er Breite.

Edit: Sehe gerade, du hast die Big Apple schon drauf :|

thomaspan

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11

Dienstag, 17. Januar 2012, 10:02

... mir geht es ja auch hauptsächlich um die Optik. Auf einem MTB sehen Schmalspurindianer einfach sch***e aus.


Vllt. bin ich ja in der Minderzahl, aber ich finde 1,3er oder 1,6er Slicks aufm MTB chic + die Dinger sind damit nicht gerade langsam.

Ich bete 10 Campa-Kränze und gelobe Besserung ...

zweitwasser

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12

Dienstag, 17. Januar 2012, 18:58

ja, sehr wahrscheinlich bist du in der minderzahl.
.. only dancing on this earth for a short while (Cat Stevens)

13

Dienstag, 17. Januar 2012, 19:09

Tut mir wirklich leid, Thoamspan,

aber so etwas hat ein Mounti nicht verdient. Das sieht in meinen Augen total verloren aus. Ein wuchtiger Rahmen gepaart mit so schmalen Reifen in meinen Augen optisch ein nogo - die Fahreigenschaften seien mal dahin gestellt. ;)

Gruss Bora
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mick

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14

Dienstag, 17. Januar 2012, 19:17

Wenn ich das richtig sehe, istder Apfel für höhere Drücke ungeeignet und eigentlich ist dann auch der Witz weg. Schließlich soll der Apfel eine Federung überflüssig machen.
Für mich also eher die Gewichtsfrage: Fully- oder Apfelcityrutsche?


Die Pannensicherheit fand ich miserabel und ansonsten laufen sie leicht und leise.
Am Kinderanhänger fahre ich die Dinger immer noch und bin immer wieder begeistert wieviel Komfort die bieten, mit knapp 2 Bar. Da kann mir jede Elatomerfederung o.ä. gestohlen bleiben.
Ich bin schrecklich inkonsequent - aber nicht immer!

15

Dienstag, 17. Januar 2012, 20:12

An den richtigen Druck, werde ich mich dann zu gegebener Zeit heran tasten.

Gruß Bora
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magicteddy

unregistriert

16

Dienstag, 17. Januar 2012, 21:30

Moin,

An den richtigen Druck, werde ich mich dann zu gegebener Zeit heran tasten.


wie ich dich von den Bildern in Erinnerung habe dürften 4 bar schon fast dem äquivalent von Dackelschneidern entsprechen :D

Wenn ich das richtig sehe, ist der Apfel für höhere Drücke ungeeignet und eigentlich ist dann auch der Witz weg. Schließlich soll der Apfel eine Federung überflüssig machen.


Da der Apfel breiter ist ist weniger Druck nötig.

-teddy

Simplicius

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17

Dienstag, 17. Januar 2012, 21:46

wie ich dich von den Bildern in Erinnerung habe dürften 4 bar schon fast dem äquivalent von Dackelschneidern entsprechen

Meinst du in Bezug auf den Rollwiderstand, den Komfort oder beides?

magicteddy

unregistriert

18

Dienstag, 17. Januar 2012, 22:04

Moin,
Meinst du in Bezug auf den Rollwiderstand, den Komfort oder beides?


Beides ;), ernsthaft: Um das Systemgewicht tragen zu können ist eine Kraft nötig.
Druck ist definiert als Kraft/Fläche. Ist der Reifen breiter ist auch die Kontaktfläche breiter und damit größer. Deshalb brauchts weniger Druck. Eigentlich ist die Rechnung noch komplizierter weil sich der Reifen ja auch anders verformt aber das überfordert meine grauen Zellen :D

Ein zarter Hase von 70kg auf mit 4 bar aufgeblasenen Big Apple ist steinhart und hat 0 Komfort.

Es gilt halt den besten Kompromiss zu finden zwischen gerade ausreichenden Luftdruck und totgepumpt, wo Fahrkomfort, Rollwiderstand, Kurvenverhalten usw. zum Systemgewicht und Einsatzzweck passen. Das beste Instrument dafür ist imho das Popometer, es ist wie bei einem perfekten Essen, man merkt einfach das alles stimmt.

Ich hoffe, ich habe nicht an Deiner Frage vorbei geschossen...

-teddy

19

Dienstag, 17. Januar 2012, 22:06

wie ich dich von den Bildern in Erinnerung habe dürften 4 bar schon fast dem äquivalent von Dackelschneidern entsprechen

Meinst du in Bezug auf den Rollwiderstand, den Komfort oder beides?

... oder mein Gewicht :hmm:

Gruß Bora
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Simplicius

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20

Dienstag, 17. Januar 2012, 22:20

Moin

Ich hoffe, ich habe nicht an Deiner Frage vorbei geschossen...

Abgesehen von der Variablen Gewicht, deren Variation ich bisher nur eingeschränkt testen wollte, geht deine Antwort schon in Richtung meiner leicht zynisch gemeinten Frage.

Meine Erfahrung ist tatsächlich, dass sich ein 25er RR-Reifen bei dem empfohlemen Luftdruck (Conti) von einem 47er MTB-Slick nicht sehr im Rollwiderstand unterscheidet - aber auch nicht im Komfort.
Ich finde es auffallend, dass viele die auf breite Reifen setzen, bei 40 mm anfangen und dann über 50 mm bei 60 mm landen. Ich frage mich, ob die Steigerung aus Begeisterung oder Unzufriedenheit erfolgt.

Gruß Frank

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Simplicius« (17. Januar 2012, 22:31)


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