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Berny67

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1

Montag, 5. Mai 2014, 03:15

Sachs-Pentasport-Nabe

Hallo zusammen,

ich habe gerade wieder mal ein Sportrad aus den 80ern gerettet, was eigentlich nur als Schlachtobjekt dienen sollte, da ich scharf auf das Tretlager war. Ein guter Freund von mir wollte seinen Schuppen aufräumen und dieses Rad unbedingt loswerden. Es ist so ein Rad, welches einen Rahmen aus einem dickeren Unterrohr und zwei dünneren, vom Lenkkopf in Richtung Hinterradaufnahme verlaufenden, Rohren besitzt. Der gute Zustand hielt mich von meinen Schlachtideen ab. Bei der Übernahme besaß es eine 5-Gang-Kettenschaltung und die altmodische Radgröße von 27x 11/4. Ich verpasste dem Rad einen neuen Sattel, neue Reifen, die obligatorische Anhängerkupplung, einen bequemeren Lenker und ersetzte den nicht mehr funktionstüchtigen Schalthebel am Rahmen durch einen 5-Gang-Drehgriff. Ich hätte wissen müssen, dass dieser Drehgriff nicht zur dieser alten Schaltung passt. Hätte ich mal vorher meinen Zweiradmechaniker gefragt. Es funktionierten nie alle Gänge. Ich bin aber eine kurze Zeit so herumgefahren (nur die Gänge 1,3 und 5 funktionierten), was trotz der Schaltprobleme gewissen Spaß machte, da sich das Fahhrad sehr flott bewegen ließ und ich auch meinen Hänger gut ziehen konnte. Da mich die ganze Schaltgeschichte aber irgendwann nervte, kam der Entschluss, die gesamte Technik eines anderen, für den Schrott bestimmten Fundrades, zu implantieren. Dieses Fundrad fand ich bei uns in Annen, abolbereit vor den Mülltonnen, mit zwei Plattfüßen. Die gut erhaltenen 28-Zoll-Edelstahlräder passten mit Bereifung von 28x 1,5, von einem anderen Schlachtobjekt, super gut in den Rahmen und liefen absolut rund. Das Hinterrad besitzt die in der Überschrift erwähnte Sachs-Pentasport-Nabe, die auf beiden Seiten Schaltzüge besitzt. Rechts werden die Gänge 2 - 4 gesteuert und links die Gänge 1 und 5. Mich hätte schon stutzig machen müssen, dass die linke Schaltmimik beim Fund des Rades nicht mehr vorhanden war. Egal, denn Schaltzüge mit Führungen, neue Zugkettchen, Umlenkrollen und Schiebehülsen kosteten ja nicht die Welt. Der Schaltgriff war noch komplett vorhanden und funktionstüchtig. Mein Fahrradmechaniker gab mir noch wertvolle Tips zur Justierung der Schaltung (von wegen auf Stufe 4 stellen u.s.w.). Und genau jetzt fingen die Probleme an. Egal was ich auch anstellte, dieses Teil vernünftig einzustellen, alles hatte wenig Effekte. Es funktionierten nur die Gänge 2 - 4. So langsam schlich sich das Gefühl mit dem "vom Regen in die Traufe kommen" ein! ;( Mir kamen schon erste Gedanken, dass der Besitzer wohl auf Grund der defekten Schaltung das ganze Fahrrad, dessen Rahmen auch verhunzt war, entsorgen wollte.
Ich habe mir viel aus dem Netz heruntergeladen, wie Funktionsbeschreibungen oder Zerlegeanweisungen. Letzteres ist für mich als Hobbyschrauber eh eine Nummer zu groß. Bezüglich Schäden an der Pentasport werden dort richtige Horrorgeschichten beschrieben. Da es bei dieser Aktion sowieso auf nichts mehr ankam, habe ich alles auf eine Karte gesetzt und gedacht, top oder flop. In diesem Fall hieß das, Fahrrad auf die rechte Seite legen, den linken Schaltungszug lösen und das Zugkettchen aus der Nabe herausdrehen. Dann habe ich soviel WD 40 in die Nabe hineingesprüht, bis auf der rechten Seite reichlich ekelige schwarz/braune Brühe heraustrat. Dann habe ich alles wieder zusammengebaut und einen erneuten Einstellungsversuch lt. Vorschrift gestartet. Und was soll ich sagen: Das Leben kann so einfach sein! :D Die Schaltung funktioniert wieder super und butterweich. Meine Torpedo 3-Gang-Schaltung hat übrigens direkt dieselbe Spülkur erhalten, da sie auch anfing herum zu zicken. Jetzt muss ich nur noch die Kette aus dem Schlachtrad kürzen. Wisst Ihr vielleicht, wo ich ein gutes Kettenkürzgerät erstehen kann? Der ganze Baumarktmist taugt bis in die Wurzel nicht und ist nach zweimaligem Gebrauch im Eimer :cursing: ! Und was kann ich tun, dass die Schaltung noch lange Zeit so funktioniert, ohne das alles gleich zerlegt werden müsste? Wäre dankbar für Eure Tips.

LG

Berny

2

Montag, 5. Mai 2014, 07:49

Die Antwort wird dir nicht gefallen aber du wirst beide Naben zerlegen müssen. Du hast ihnen die letzte Ölung verpasst...

Du wirst mit dem WD 40 das verharzte Öl/Fett gelöst haben, so das jetzt nur noch eine Notschmierung stattfindet die nicht lange hält.

Fast noch schlimmer ist aber dass du damit das Spezialfett der Bremsmäntel ausgespült hast.

OT

Sei mir nicht böse aber was nimmst du mit deinem Hänger so mit? Der Mixterahmen wird Seitenzugbremsen mit langen Schenkeln haben und das auf Stahlfelgen. Da bremst bei Nässe nix mehr!
Essen: check, Wasser: check, Glasperlen für die Eingeborenen: check, Knüppel gegen die Wölfe: check. Auf nach Brandenburg!

3

Montag, 5. Mai 2014, 14:59

Tja, so kann man seinen Naben auch den Totenschein ausstellen :huh:

Gruß Bora

PS: der Doppelrohrrahmen, wäre ja noch was für mich :rolleyes:
Na, wie fährt sich deine Rohloff? - Eine Rohloff fährt man nicht, die hat man...

Salamander

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4

Montag, 5. Mai 2014, 19:10

Bezüglich Schäden an der Pentasport werden dort richtige Horrorgeschichten beschrieben.
Wieso das ?( Die Pentasport gilt als ausgereift, robust und haltbar, wenn man die nicht mißhandelt. ZB mit WD40 flutet... :D Kann man machen - als Notbehelf, bis man einen Werkstatt-Termin hat, oder Zeit da selber bei zu gehen. Was man auch machen sollte, sobald die Nabe anfängt zu zicken. Abgesehen davon, daß man sich den Antrieb ruiniert oder die Bremse ohne Schmierung blockieren kann, gibt es nämlich noch einen weiteren Fehler: Verkleben der Sperrklinken vom Bremskonus. Dann kannst Du wirklich eine Horrorgeschichte erzählen. Wenn Du das dann noch kannst...

Also eine Tube Castrol LMX und harzfreies Öl besorgen, und ans Werk! So schwer ist das nicht. Anleitungen hast Du ja. Leg die ausgebauten Teile der Reihe nach auf eine ausgebreitete Zeitung, getrennt nach linker und rechter Seite. Auch die Einbaulage beachten (außen = oben), ist wichtig bei Teilen wie Sicherungsscheiben. Die 3-Gang ist ideal zum Üben.
"Auf meinen Reisen habe ich überall auf der Welt gute Menschen kennengelernt. Und auch ein paar Arschgeigen. Das hat nichts mit Hautfarbe, Pass oder Religion zu tun." - Jürgen Schwandt, Ankerherz Verlag

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5

Mittwoch, 7. Mai 2014, 01:52

PS: der Doppelrohrrahmen, wäre ja noch was für mich :rolleyes:
Den kriegst Du aber trotzdem nicht :D

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6

Mittwoch, 7. Mai 2014, 02:11

Sei mir nicht böse aber was nimmst du mit deinem Hänger so mit? Der Mixterahmen wird Seitenzugbremsen mit langen Schenkeln haben und das auf Stahlfelgen. Da bremst bei Nässe nix mehr!

Richtig, es sind eben zeitgenössische Seitenzugbremsen. Auf diese Dinger stehe ich normalerweise ja auch nicht. Aber ich hatte sie komplett zerlegt, und versehen mit neuen Bremsklötzen verrichten sie jetzt, sogar bei Starkregen, einwandfrei ihren Dienst. Bei der hinteren Bremse musste die Spreizfeder erneuert werden. Und mit dem Einbau der Pentasport-Nabe habe ich ja jetzt zusätzlich auch eine Rücktritt-Bremse. Und drei Bremsen finde ich für den Hängerbetrieb schon ausreichend.

Aber deine Aussage trifft vollkommen zu, wenn man die Situation vor dem Umbau betrachtet. Die alten 27er Schmalspurräder waren an den Felgenhörnern aussen total glatt und nicht geriffelt, wie die jetzt verbauten Edelstahlfelgen. Weil dabei die Bremswirkung, auch bei Trockenheit, ohnehin schon miserabel war, habe ich das Teil bei Regen, nach schlechten Erfahrungen mit dem vielfach längeren Bremsweg, sowieso lieber im Keller gelassen.

Berny67

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7

Mittwoch, 7. Mai 2014, 02:40

Hallo Zusammen,

ich habe mir ja schon beinahe gedacht, welche Postings hier auf mich zukommen. Wie in meinem Posting bereits erwähnt, war ich mir ja auch selbst nicht ganz sicher, welche Auswirkungen die WD40-Behandlung nach sich ziehen würde :S . Es hat mir eben bei der Pentasport einen vorrübergehenden Erfolg beschert, nämlich von schlecht bis fast gar nicht funktionierend auf gut funktionierend. Dadurch konnte ich mir zunächst Gewissheit verschaffen, dass keine Innereien (bis jetzt noch nicht) schadhaft sind. Bevor es damit auf Tour geht, wird sie sowieso erst beim "Freundlichen" abgegeben. Dieser äußerte sich auch nicht gerade überzeugt zu meiner Sprüh-Attacke und teilt auch Eure Bedenken. Die 3-Gang-Nabe meines Heidemann-Rades schreit nach meiner letzten längeren Tour eh nach Überholung, da mir bei einer steilen, langen Bergabfahrt die Bremse heiß lief und es zu Fettaustritt kam, übrigens das erste Mal in 29 Jahren! Wie gut, dass ich noch ein komplettes Edelstahlrad, aus einem Schlachtrad, mit neuwertiger 3-Gang-Torpedo-Nabe in der Garage hängen habe ;). Das Zerlegen von Schaltnaben muss ich erst noch üben, nach vorhandener Anleitung. Als Übungsobjekt wird mir dazu das total rostige Normalstahl-Hinterrad eines anderen Schlachtrades dienen, was ich eigentlich entsorgen wollte, dies aber eben auf Grund der Nabe nicht tat. Wenn sich die Pentasport bewähren sollte, kommt es vielleicht irgendwann zu einem Technik-Tausch und sie zieht in mein Alltags-Heidemann-Rad ein. Das Doppelrohrrahmen-Rad käme ja auch mit nur 3 Gängen ganz gut aus.

Auch wenn ich mir gerne hoffnungsvollere Antworten Eurerseits erwünscht hätte ;( , sage ich zunächst einmal:

Vielen Dank für Eure Postings und Anregungen :D

LG

Berny

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Berny67« (7. Mai 2014, 03:00)


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8

Montag, 16. Juni 2014, 01:25

Hallo zusammen,

die Freude ist groß :D ! Endlich habe ich am Samstag mein Hinterrad mit der Pentasport-Nabe von meinem Fahrradmechaniker zurück bekommen. Neu zentriert und zerlegt und gefettet. Nach dem Einbau war die Einstellung, trotz Vorgehensweise nach Anleitung, wieder etwas fummelig, aber nach etwas längerem Herantasten schnurrte sie wieder einwandfrei, und die 5 Gänge flutschen nun einfach so rein. Da mein Alltags-Heidemann auch gerade in Arbeit ist, werde ich wohl das Doppelrohrrahmen-Rad mit der Pentasport am Montag für meinen Weg zur Arbeit benutzen und wieder, anders als bei meinem MTB, "rucksackfrei" fahren. Einziger Nachteil dabei ist, dass dieses Rad keinen Naben-Dynamo hat, aber so schlecht sind die fetten Teile von AXA ja auch nicht, wenn sie richtig ausgerichtet sind. Wenn sich die Pentasport bewährt, woran ich ja nun doch glaube, wandert sie wohl irgendwann in mein Heidemann. Aber erst nach meinem Sri Lanka-Urlaub nächsten Monat. Ich finde es übrigens erstaunlich, wie viele Pentasports noch unterwegs sind. Wahrscheinlich achte ich auch gerade speziell darauf. Selbst bei Peugeot kamen die Teile zum Einsatz! In den Fahrradständern vor meinem Krankenhaus steht auch immer noch ein älteres Damenrad, wo wahrscheinlich bereits die Nachfolgerin mit nur einem Schaltungszug verbaut ist. Jedenfalls deutet nichts darauf hin, dass auf der linken Seite, wie bei meiner Version, noch ein Schaltungszug verbaut sein müsste. Sie trägt zwar noch die Bezeichnung "Pentasport", ähnelt aber von der Führung des Schaltzuges her eher einer SRAM. Habe leider vergessen, meinen Mechaniker dazu zu befragen.

Freudige Grüsse

Berny