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Draht_Esel

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1

Donnerstag, 3. März 2016, 17:10

Frage an Fahrzeugelektriker (oder alle, die mehr von Elektronenfluss verstehen als ich - also fast jeder)

Vorgeschichte: Nachdem vor kurzem die Flegenflanke am Vorderrad meines Schlechtwetteresel bis über den Verschleißindikator durchgebremst war musste ein neues her, natürlich mit Nabendynamo - wie das davor auch. Ich habe mich für eins mit Shimano Nabendynamo Typ DHT-670-3N entschieden.

Als ich die Lieferung von dem freundlichen Floristen erhalten habe, staunte ich nicht schlecht: beigelegt war ein Dynamo-Überspannungsschutz "SM-DH10", der laut Montageanleitung vor das Rücklicht geschaltet wird. Nun habe ich 3 Räder mit Nabendynamos und keins von denen hatte bisher so einen Überspannungsschutz, aber alle (LED) Leuchten verrichten seit Jahren klaglos und ohne Ausfälle ihren Dienst.

Frage: Ist der Überspannungsschutz vielleicht bei den anderen Dynamos integriert gewesen und bei diesem Modell nicht? Oder ist der Überspannungsschutz vielleicht nur für die Verwendung von vorsintflutlichen "Glühbirnen" gedacht? In der Montageanleitung wird jedenfalls immer von "Glühlampen" gesprochen. Ich meine auch mal gehört zu haben, dass in LED-Rücklichter ein Überspannungsschutz verbaut sein soll, aber sicher bin ich mir nicht - und was wäre dann mit dem vorderen Scheinwerfer?

Auf jeden Fall habe ich - sure is sure wie wir Engländer sagen - den Okkolyten dazwischen geschaltet und siehe, es funktioniert auch mit. Da ich aber kein Freund davon bin unnötige Teile spazieren zu fahren würde mich schon interessieren, ob ich das Teil auch getrost der Reststoffverwertung zuführen könnte? :D

.357

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2

Montag, 7. März 2016, 12:56

Hi, grundsätzlich dürften alle LED-Lämpchen, die sich an Bikes finden, mit einem integrierten Spannungsregler versehen sein, da der (Naben-)Dynamo ja nicht gerade eine Konstantstromquelle darstellt. Die LEDs sollen also in einem recht weiten Spannungsbereich leuchten. Von daher sollte der Regler eigentlich unnütz sein.
Fährst du jedoch lange Zeit schnell und ist die Lampe schlecht konstruiert, wird sie warm und der Wirkungsgrad sinkt. Bei hochwertigen Modellen sollte das nicht auftreten, aber wer weiss... Dann kann die Regelung helfen. Für wirklich brauchbare Aussagen muss jeder Einzelfall gemessen werden. Das lohnt aber den Aufwand nicht. Einen interessanten Artikel findest du hier:
http://fahrradzukunft.de/5/lichtkafkaeske/

Gerry

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3

Montag, 7. März 2016, 20:42

Der Überspannungsschutz ist in der Kombination LED-Rückstrahler mit Glühlampen-Frontscheinwerfer empfohlen.
Brennt die Glühlampe vorn durch, kommt die komplette Leistung am Rücklicht an, dessen evtl. integrierter Überspannungsschutz die Leistung nicht aufnehmen kann und somit das Rücklicht Schaden nehmen kann.

Falls du deine Räder sowieso mit modernen LED-Scheinwerfern vorn ausgestattet hast, ist der zusätzliche Überspannungsschutz am Rücklicht überflüssig, da der LED-Scheinwerfer die Funktion bereits übernimmt.

Verkehrt machst du aber trotzdem nichts, solltest du den zusätzlichen Überspannungsschutz am Rücklicht montieren.
Grüsse,
Gerry

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FraWie

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4

Montag, 7. März 2016, 23:25

Fast richtig, aber Glühlampe oder LED ist dabei nicht entscheidend.

Zu Zeiten des Seitenläufers war es Vorschrift, dass der Überspannungsschutz im Dynamo integriert sein musste. War auch kein Problem, da hier die Leuchten nicht abschaltbar waren und der Dyanmo im Hellen tunlichst stillgelegt wurde.
Mit dem Durchsetzen der Nabendynamos änderte sich dieses. Da diese permanent mitlaufen würde ein Überspannungsschutz im Nabendynamo bei ausgeschaltetem Licht etwa gleich viel Leistung ziehen - und damit gleichen Rollwiderstand verursachen - wie mit Licht. Deswegen ist es üblich geworden, den Überspannungsschutz in die Frontleuchte hinter den Schalter zu setzen. Wenn die Rückleuchte an den Frontleuchte angeschlossen wird, ist somit kein weiterer Überspannungsschutz notwendig. Wegen der ursprünglichen Gesetzgebung für Seitenläufer muss mit einzeln verkauften Nabendynamos trotzdem immer noch ein separater Überspannungsschutz ausgeliefert werden, i.d.R. kann der sofort entsorgt werden.

Draht_Esel

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Dienstag, 8. März 2016, 11:18

Ah, und wieder etwas schlauer geworden. Ich werde dann den doppelten Überspannungsschutz wohl in einer ruhigen Minute demontieren.

Vielen Dank für eure Antworten!

Der Esel.

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6

Dienstag, 8. März 2016, 20:44

Ah, und wieder etwas schlauer geworden. Ich werde dann den doppelten Überspannungsschutz wohl in einer ruhigen Minute demontieren.

Vielen Dank für eure Antworten!

Der Esel.

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Ups...doppelt gemoppelt?