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healy

2radfahrer

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1

Samstag, 13. Mai 2017, 13:30

Schaltung einstellen oder erneuern?

Hallo

Ich möchte das Fahrrad meiner Mutter (ca. BJ 1990) ungern wegwerfen, da es nur extrem selten benutzt wurde und rein optisch so gut wie neu ist. Derzeit fährt damit meine Frau, die sich aber ständig darüber beschwert, dass der dritte Gang immer wieder von selbst herausspringt und zurück in den 2. wechselt. Ich spreche von dem vorderen Ritzel, welches drei Zahnkränze hat. Die hinteren 7 Gänge funktionieren problemlos.
Da es sich um eine etwas eigenartige Schaltung handelt (drehbarer Handriff) weiß ich nun nicht mehr alleine weiter. Ist das nur eine Sache der Einstellung, oder aber ist es ein mechanischer Defekt des drehbaren Griffs? Der dritte Gang springt wirklich fast von selbst wieder zurück in den zweiten. Es hat für mich so den Anschein, als wären die Noppen im Inneren, die den Gang dort halten sollen wo er ist, etwas abgenutzt. Kann das sein? Oder ist es wirklich nur eine Sache der Einstellung am Umwerfer bzw. am Seilzug?

Mal angenommen, ich würde mich für einen neuen Schalthebel entschließen und den drehbaren Griff komplett abmontieren und gegen einen normal ersetzen, müsste ich dann auch einen neuen Umwerfer einbauen, der wieder zu dem neuen Schalthebel passt, oder sind die Hebel zu den Umwerfern kompatibel? Ich würde natürlich innerhalb der Firma Shimano bleiben.

Derzeit ist eine Shimano Altus A20 an dem Fahrrad verbaut.

Danke bereits vorab für eure Infos.
»healy« hat folgendes Bild angehängt:
  • 20170513_125415.jpg

Draht_Esel

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2

Samstag, 13. Mai 2017, 14:25

Hallo Healy,

ich könnte mir vorstellen, dass dein Problem aus einer verstellten Anschlagsschraube am Umwerfer herrührt: diese Anschlagsschrauben sollen dafür sorgen, dass der Umwerfer sich nur in einem sicheren Bereich bewegt, damit die Kette nicht "über" das große bzw. kleine Kettenblatt geschaltet wird und somit ins Nichts fällt -> ergo die Kette "abspringt". Es gibt zwei Schrauben am Umwerfer, übliucherweise gekennzeichnet mit "H" wie High für das große Kettenblatt und "L" wie Low - zuständig für die Beschränkung des kleinen Kettenblatts. Für dich interessant wäre also nur die "H" Schraube - es könnte sein, das diese den Umwerfer zu weit nach innen begrenzt, so dass sie sich nicht auf dem großen Blatt hält. Ich würde versuchen, ob sich eine Verstellung, die für mehr Freiraum sorgt, sich hier positiv bemerkbar macht.

Achso, die Verstellrichtung kann ich dir grad nicht sagen...muss ich jedesmal selbst wieder probieren...kann ich mir nicht merken :rolleyes:


Hier nochmal ein Link mit dem Bild eines Umwerfers mit den beiden Schrauben. Deiner sieht anders aus, aber das Prinzip ist das gleiche

http://www.bike-magazin.de/uploads/tx_sa…2d57259f44.jpeg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Draht_Esel« (13. Mai 2017, 14:28)


ToG

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3

Samstag, 13. Mai 2017, 15:57

Wenn es nicht die Einstellschrauben sind, ist es die Zugspannung.
Es muss mehr Spannung auf den Zug, oder du brauchst neue Züge.

Das ist nach 27 Jahren mit wenig Wartung zu erwarten, und ein ganz typisches Symptom.
Wenn der Umwerfer keinen Schlag abbekommen hat, und es früher funktioniert hat, sind des nicht die Einstellschrauben sondern die Zugspannung.

Ansonsten ist das keine etwas eigenartige Schaltung, sondern eigentlich die robusteste und wartungsärmste Schaltungsart, die es so gibt. Kaum bewegliche Teile, extrem einfacher Mechanismus, sehr intuitiv zu bedienen, und man muss zum schalten die Hand nur sehr wenig bewegen.
SRAM hat die Dinger vor ca. 30 Jahren auf den Markt gebracht, das war am Anfang quasi deren einziges Produkt, damit sind die groß geworden.
Die gibt's heute noch, im Preisbereich zwischen 7,90 und 130€.

Wenn der Schaltgriffmechanismus abgenutzt wäre, würde mich das sehr wundern.
Alle anderen Teile der Schaltung verschleißen schneller.

Henner

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4

Samstag, 13. Mai 2017, 22:02

Also das Fahrrad würde ich auf keinen Fall wegwerfen - falls das Rad nicht unglücklich umgefallen ist, dann ist ja auch der Umwerfer wir auch die Ketternräder vorne neuwertig.

Mein Tip (stimmer TOG zu!): Das Fahrrad wurde mit unter Zug stehendem Bowdenzug des vorderen Umwerfers für längere Zeit abgestellt - das sollte man nicht machen.

So hat sich der Bowdenzug gelängt. Wenn man nun gegen die Federkraft des Umwerfers die Kette auf das größte Kettenrad wuchten will, so ist das in der Schalterstellung "3" nicht mehr möglich, bzw. es wird nicht mehr sicher auf das größte Kettenblatt geschaltet.
Lösung: Bowdenzug nachspannen. Ich denke da ist sicher eine Einstellschraube am Handgriff - die muß linksherum gedreht werden.
Falls es keine Einstellschraube gibt (was ich mir eigentlich nicht denken kann), dann - und erst dann - den Bowdenzug am Umwerfer lösen, im losen Zustand von Hand strammer ziehen und wieder festziehen. So lange weitermachen, bis man wieder sicher und dauerhaft auf das große Kettenblatt schalten kann.

Salamander

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5

Sonntag, 14. Mai 2017, 10:49

Jo, das deutet auf nachlassende Spannung durch Längung des Schaltzugs. Dazu die Einstellschraube am Schalter etwas heraus drehen, kann man während der Fahrt machen. Versuch das erstmal und melde Dich dann. Kann auch am hinteren Schaltwerk nötig werden, das hat eine Einstellschraube am Zugeingang (bessere Schalter auch, einfache nicht).

Die Begrenzungschrauben an einer Schaltung müssen grundsätzlich nur bei der Erstmontage eingestellt werden, danach nie mehr (außer jemand hat da dran rumgefummelt). Weiteres nachstellen ist nur nötig, wenn sich die Geometrie von Rahmen zu Schaltung ggeändert hat, etwa durch Gewalteinwirkung auf Schaltwerk oder Umwerfer. Scheint mir aber hier unwahrscheinlich. Am hinteren Schaltwerk auch bei Einbau eines anderen Hinterrades mit andern Abmessungen.
"Auf meinen Reisen habe ich überall auf der Welt gute Menschen kennengelernt. Und auch ein paar Arschgeigen. Das hat nichts mit Hautfarbe, Pass oder Religion zu tun." - Jürgen Schwandt, Ankerherz Verlag

healy

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6

Sonntag, 14. Mai 2017, 11:16

Hallo

Danke erst einmal für die Antworten. Ich habe nun den Seilzug etwas gespannt und siehe da, es ist schon viel viel besser. Der dritte Gang ist zwar immer noch sehr leichtgängig, er springt aber nicht mehr selbstständig raus. Genau das wollte ich ja. Ihr habt mir sehr geholfen.

Dankeschön! :thumbsup:

ToG

Ehren-Zwerg

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7

Sonntag, 14. Mai 2017, 15:59

Schön, das wir dir helfen konnten!
Mal so aus Neugierde: hat der Schaltgriff eine Einstellschraube oder nicht?

healy

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8

Mittwoch, 17. Mai 2017, 15:58

Ja, an der Unterseite des Drehgriffes, dort wo der Seilzug heraus kommt. Ich glaub das ist fast identisch zu den aktuellen Schaltungen, denn das schaut gleich aus wie bei meinem 3 Jahre alten Bulls Fahrrad.

Ich war sehr überrascht, dass mein Problem nur darin bestand, dass das Seil nicht genug Spannung hatte. Ich hätte viel eher auf einen Defekt im Drehgriff getippt. An den H und L Schrauben des Umwerfers habe ich früher schon mal rumgespielt, hat aber nicht den erwünschten Erfolg gebracht, an die Spannung des Seilzugs hätte ich nie gedacht. Danke danke danke. :P