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Montag, 5. November 2018, 08:45

Demontage einer F&S Torpedo Modell 55 Nabe

Demontage der Lagerschale bei der F&S Torpedo Dreigangnabe Modell 55



Wer schon einmal eine 55er Nabe komplett zerlegen wollte, kennt das Problem: Die große Lagerschale auf der Ritzelseite bekommt man ohne Spezialwerkzeug kaum herausgeschraubt.




Und selbst mit dem originalen „Sonderwerkzeug“




- Anlg 1 -

und der Anweisung aus der Reparaturanleitung




- Anlg 2 , Anlg 3 -

ist es notwendig, dass das Rad eingespeicht ist.

Oft liegt aber eine „nackte“ Nabe vor, die man zerlegen möchte – was nun?

Zunächst der Versuch, das Lager vorsichtig im Schraubstock einzuspannen und dann die Nabe mit einem Bandschlüssel zu drehen – klappt nicht, der Schlüssel fasst nicht fest genug.

Dann die Nabe mit Lappen/Schutzbacken in Schraubstockeingespannt + versucht mit Splinttreiber + Hammer auf die Kerben der Lagerschale einzuwirken – auch erfolglos!



…. so ein Schiet!!! Aber aufgeben? NEIN!!!




Neuer Versuch: Eigenes Spezialwerkzeug gebaut:

- Anlg 4 -

Ein 2 mm Blech „passend“ gemacht (Öffnung mit 2 „Nasen“ für die beiden Kerben im Lagerdeckel), mit Holzleiste als Hebelgriff. Das Blech im Bereich der 2 Nasen gehärtet (rotglühend erhitzt + abgekühlt)…

Dann wieder die Nabe vorsichtig in den Schraubstock gespannt, in 2 Speichenbohrungen noch Nägel gegen das Mitdrehen eingeführt (Nägel lagen an Schraubstockbacken an). Werkzeug fasst gut, aber: Nabe hält nicht fest genug im Schraubstock, die Nägel haben sich verbogen…

Wieder überlegt + noch ein Spezialwerkzeug entwickelt:

- Anlg 5 -

Stabiler Hartholzblock, der in den Schraubstock gespannt wird. Eine Kerbe hineingefräst, damit die Speichenlöcher näher an das Holz kommen (sonst starke Biegebeanspruchung der Nägel). Eigentlich wollte ich in allen 18 Löchern Nägel ansetzen, habe es aber doch auf 12 reduziert, weil das Ansetzen der Nabe auf die Nägel schon recht fummelig ist. Damit man die Nägel dabei etwas nachjustieren kann, habe ich sie ca. 2,5 cm herausstehen lassen.

Jetzt hat es geklappt!!! Schlüssel mit Links fest auf die Nabe gedrückt und mit Rechts den Hebel gedreht. Allerdings haben sich die „weichen“ Nägel noch etwas verzogen, da die Löcher nicht ganz am Holz anliegen (nur bis zum Absatz). Würde man die Kerbe im Holz in dieser Hinsicht optimieren, wäre nicht mehr genug Halt für die Nägel an der Kante vorhanden. Mit gehärteten Stiften müsste das aber ohne Verbiegen ablaufen, wobei dann das “Einfädeln“ wieder schwieriger werden dürfte…

Quellen:

Anlage 1 - 3: F&S Servicehandbuch, Anlage 4 + 5: Eigene Fotos

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »jubel« (6. November 2018, 07:09)


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