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körsbär

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1

Donnerstag, 9. Februar 2012, 20:24

Ein Abend in der Werkstatt

Vor 2 Wochen bekam ich einen Newsletter unseres Fahrradgeschäfts hier auf der Ecke, darin enthalten eine Einladung zum Werkstattabend. Kleinreparaturen, Zentrieren von Laufrädern, Ketten- und Nabenschaltungprobleme erkennen und beheben und diverse andere Sachen auf Anfrage. Wir uns also entschlossen hin zu gehen, kann ja nie schaden so was. Haben uns zeitnah auf den Weg gemacht, wollte ja vorher nochmal nach einem Rad für mich gucken (die unendliche Geschichte, ich glaube aber ich bin einen Schritt weiter). Wir gingen also pünktlich zu um 19 Uhr runter in die Werksatt, wurden nett persönlich in Empfag genommen, Kekse und Getränke wurden an den Mann/die Frau gebracht und man fand sich zum ersten Plausch. Einige Mitgucker kamen mit den reparaturbedürftigen Rädern an. Kurzes abklären welche Teile neu müssen, sofern vorrätig und preislich ok, wurden die auch gleich wieder flott gemacht.

Die einzelnen Stationen wurden, mit den dazu gehörenden Mechanikern, kurz vorgestellt und wir auf die Menschheit losgelassen. Wir zuerst zu den Kleintreparaturen getrabt, Einstellung von Scheibenbremsen. Passendes Rad aus dem Fundus gegriffen, Bremsen gelockert (eigentlich war es nämlich schon fertig für die Auslieferung) und dann wieder befestigt. Kurzer Gegencheck mit der Taschenlampe obs noch irgendwo schleift, gut. Mhm, sah nicht so kompliziert aus. Als nächstes Laufrad zentrieren. Neues Laufrad gegriffen, ab zum passenden Gerät und angefangen. Hier etwas verstellt, da geschraubt. Sieht so schwer auch nicht aus. Und das man eine Seite fester macht, die andere dafür loser erscheint auch logisch. Ab zur Kettenschaltung. Ich habe ja öfter das Problem gehabt das ich nach der Arbeit am Bahnhof ankam und meine Kette sonst wo hing, aber nicht mehr auf den Kränzen. Sehe nach der Reparatur ja immer aus wie ein Schwein, außerdem dachte ich das es bestimmt einfacher geht als ich es immer mache. Gefragt, Kette entfernt und an Hand von runterschalten, wo ansetzen zum Greifen (mit Taschentuch, sehr schlau) und Einsetzen war auch das schnell geklärt. Wieso habe ich eigentlich immer hinten probiert an dem Teil was zu werden? Einmal noch das Einstellen von Federn in der Sattelstütze bequatscht und ab nach Hause. Nicht ohne uns brav zu bedanken.

Am 01.03. kommt da ein Sattelexperte der einen berät, über Sitzpositionen und auch die Unterschiede in den Sätteln. Auch interessant, dann am 17.6. der nächste Termin, da kommt ein Radwanderer der von Touren quer durch Deutschland berichtet, auch nicht uninteressant wenn man die typischen Touritouren fahren will. Ist eine Überlegung wert, sofern wir bis dahin wieder fit sind (Tag davor ist Geburtstagsfeier).

Kai sitzt also völlig motiviert in der Küche, nimmt ein Laufrad auseinander, ich hab gelernt das heißt ausspeichen, und ich durfte deswegen jetzt austesten ob Frauen überhaupt Zugriff zum Werkstattbereich haben.

Grundsätzlich ein kurzweiliger Abend. Informativ, kostenlos und mit netten Leuten die sich alle Mühe mit uns Neugierigen gegeben haben. Für den ersten Einblick in die Welt des selber-machens nicht schlecht.

Ich geh jetzt mal noch etwas über das Rad nachlesen was ich Probe gefahren bin......
Mit liebem Gruß,

Kirsche
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thomaspan

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2

Donnerstag, 9. Februar 2012, 20:34

Klingt gar nicht mal schlecht. Wer ist euer Händler?
Ich bete 10 Campa-Kränze und gelobe Besserung ...

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3

Donnerstag, 9. Februar 2012, 20:38

Schöner Laden, gefällt mir.
Vor allem, dass Anregungen und Erklärungen zur Reparatur und Wartung gegeben werden.

ob Frauen überhaupt Zugriff zum Werkstattbereich haben.

Klar, wer versteht, was er/sie tut, soll dies auch bitte machen!
:pro:
Gruß, rogger
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4

Donnerstag, 9. Februar 2012, 20:38

Hiho,

sicher sehr interessant sowas. Aber warum beraubt sich der Händler seines Umsatzes. Wird er demnächst wegen Reichtum schließen? Wenn Leute auch Kleinstreparaturen selbständig erledigen können, wozu ist er dann noch da? Nur um Räder zu verkaufen? Das kann man mittlerweile auch schon im www. Für mich eine eher unverständliche, aber ganz gewiss nette Aktion...

Gruß Bora
Na, wie fährt sich deine Rohloff? - Eine Rohloff fährt man nicht, die hat man...

körsbär

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5

Donnerstag, 9. Februar 2012, 20:46

Hi Bora,

war auch unsere Frage nach dem "wieso". Wurde uns so erklärt das man ja manchmal gar nicht die Möglichkeit hat immer den Radhändler anzufahren und dann vielleicht doch das eine oder andere selber erledigen kann. Grundsätzlich denke ich aber auch das man so Leute durchaus auch mit Serviceleistungen an sich binden kann. Ganz davon ab, vom Einspeichen bin ich immer noch Lichtjahre entfernt :D
Mit liebem Gruß,

Kirsche
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6

Donnerstag, 9. Februar 2012, 20:50

Also, unser "normaler" Fahrrad-Händler ist Fahrrad-XXL Marcks. Ein alteingesessenes Geschäft in Bergedorf, welches sich vor ein paar Jahren der Einkaufsgemeischaft Fahrrad-XXL angeschlossen hat.

Wir waren da heute Abend so ca. 6-10 Leute, die sich das eine oder andere zeigen lassen haben. Ich denke nicht, dass die sich dadurch irgendwelche Umsätze versauen, wenn man sonst ca. 1,5-2 Wochen Wartezeit auf einen Werkstatt-Termin hat. Wenn man nun auch noch bedenkt, dass die meisten dort zwar Interesse hatten (wohl aber mehr daran dass deren Räder wieder flott gemacht werden), aber wohl trotzdem nicht den Schraubendreher in die Hand nehmen werden, wird sich da wohl Umsatztechnisch nicht wirklich etwas ändern.

Und sagen wir es mal so, richtig aufwändige Sachen wurden auch abgelehnt. Es ging mehr um Kleinigkeiten, wie z.B. Schaltung richtig einstellen. Da kam eine Dame bei der das Tretlager nicht mehr in Orndung war und dieses getauscht hätte werden müssen, das wurde für den Abend dann abgelehnt, weil es zu lange dauern würde.

Für mich war es einfach mal ganz interessant zu sehen wie ein Laufrad zentriert wird. Grundsätzlich wie das ganze funktioniert war mir auch vorher schon klar, aber mir ging es darum das ganze mal in der Praxis zu sehen und mal darauf achten zu können wie ein Profi das macht.
Lieben Gruß

Kai

7

Donnerstag, 9. Februar 2012, 20:59


Für mich war es einfach mal ganz interessant zu sehen wie ein Laufrad zentriert wird. Grundsätzlich wie das ganze funktioniert war mir auch vorher schon klar, aber mir ging es darum das ganze mal in der Praxis zu sehen und mal darauf achten zu können wie ein Profi das macht.
So ist es. Gerade bei dieser Arbeit ist es von unschätzbarem Vorteil, das mal live zu sehen. Hätte mir der Seniorchef damals nicht gezeigt, wie's geht, hätte ich es niemals so schnell gelernt. Dass man natürlich trotzdem üben muss, um eine gewisse Routine zu entwickeln, ist klar, aber ohne eine anständige Basis ist es eben viel schwerer.

Gruise, Paule
2017: 3.917km; S:131.053; LB:20.690; DMC:18.964; PH:1.368; AB:6.372; ges.:178.447

thomaspan

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8

Donnerstag, 9. Februar 2012, 21:16

Also, unser "normaler" Fahrrad-Händler ist Fahrrad-XXL Marcks. Ein alteingesessenes Geschäft in Bergedorf, welches sich vor ein paar Jahren der Einkaufsgemeischaft Fahrrad-XXL angeschlossen hat.


Danke! Das relativiert mein deutlich etwas angeschlagenes Bild von denen. Ich wills nicht vertiefen würde ich aber gern, die sind sicher gut sortiert ... aber, so meine Erfahrung, ohne Sachverstand Emotion.

Wie eben nahezu alle modernen Läden / Geschäfte / Filialen / Unternehmen / Ketten. Kein Vergleich zu meinem - mittlerweile verstorbenen - Artlenburger Kleinsthöker, zu dem ich mal mit meinem alten CSSR 5-Gang Favorit radelte

"Meister, das HR lauft plötzlich sehr rauh. Lager?"

"Moment Junge
(ich war damals schon über 40) ! Da ist die Achse gebrochen. Lass uns mal gemeinsam in den Kisten wühlen, iwo hatte ich noch was."
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Prabha

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9

Donnerstag, 9. Februar 2012, 23:17

So einen Werkstattabend würde ich auch mitmachen, wenn ich das hier in der Nähe finden würde. Einfach etwas mehr von der Technik zu verstehen und mal gesehen zu haben, wie es gehen könnte, fände ich gut.
Vermutlich würde ich aus Bequemlichkeit / Zeitmangel trotzdem mein Rad zur Reparatur wegbringen. Eine Werkstatt, die mir vorher erklärt hat, wie es geht, hätte gute Chancen mein Rad als Auftrag zu kriegen, weil einfach mein Vertrauen erhöht wird.

(Das kann auch schiefgehen: bei einem Event hatte mal ein Werkstattmitarbeiter mein Fahrrad in den Fingern und erklärte mir "mal eben" wie die Schaltung einzustellen ist. Dabei hat er sie komplett verstellt, weil er mit seiner Aufmerksamkeit eigentlich ganz woanders war - diese Werkstatt sieht mein Fahrrad nicht mehr wieder.)
„Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“ (David Ben Gurion)

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