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1

Donnerstag, 9. August 2012, 20:22

welche Schaltung sinnvoller

Hallo,
ich fahre z. Zt. ein Mountain-Bike mit einer 24-Gang Schaltung

da ich täglich etliche Höhenmeter (Straße) zurücklege, habe ich mir gedacht, das ein Crosser doch besser und schneller hochkrabbelt, oder täusche ich mich da ?(

meine eigentliche Frage ist, welche Schaltung mehr Sinn macht:
27-Gang oder 30-Gang Deore Kettenschaltung

Bin am Wochenende eine 27-Gang Deore gefahren und war erstaunt wie leicht ich eine Rampe hochkam

Danke schon mal

Doris

kylogos

unregistriert

2

Donnerstag, 9. August 2012, 21:25

Hallo Doris,

mit der Anzahl der Gänge hat das weniger zu tun, sondern vielmehr mit der Übersetzung.
Und um dazu was sagen zu können, müsstest Du uns erst mal erzählen, wie es da bei Dir aussieht. Wie viele Zähne haben Deine Kettenblätter und Ritzel?

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Boramaniac

3

Donnerstag, 9. August 2012, 22:22

... oder du spielst selbst ein bissl mit dem Ritzelrechner.

Prabha

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4

Donnerstag, 9. August 2012, 23:50

Hattest du auf dem Rad mit der 27-Gang Schaltung evtl. eine andere Sitzposition, die das "Hochkrabbeln" auch besser unterstützte als dein jetziges Rad?
(Ich gehe davon aus, dass viele Faktoren die Leichtigkeit des Bergkletters beeinflussen.)
„Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“ (David Ben Gurion)

becki

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5

Freitag, 10. August 2012, 00:14

9 Ritzel hinten oder 10 haben wenig (oder eigentlich gar keinen) Einfluss darauf, wie man die Berge fahren kann. Bei 10 Ritzeln hat man den Vorteil einer etwas feineren Abstufung zwischen den einzelnen Gängen gegenüber 9 Ritzeln.

Ich persönlich empfinde eine Übersetzung in der Nähe von 1 als optimal für starke Steigungen in den Alpen auf asphaltierten Straßen. Bei unseren Rennrad- Schaltgruppen bedeutet das vorn 34 und hinten 32 Ritzel.

Bei einem Mountain Bike, das in der Regel vorn ein 22er Kettenblatt anbietet, hat man mit einem 32er Ritzel, wie es in der Regel bei einem MTB vorliegt, eine Übersetzung von unter 0,7. Aus meiner Sicht macht eine solche Übersetzung, jedenfalls auf der Straße, wenig Sinn. Man fährt mit einer Trittfrequenz von 50 nur noch wenig schneller als 4 km/h. Und das ist eine „Geschwindigkeit“, bei der man kaum noch das Rad am Umfallen hindern kann.

Man sollte in jedem Fall wissen, dass man mit sehr kleinen Gängen zwar Kraft aber keine Leistung einsparen kann. Für eine bestimmte Mindestgeschwindigkeit am Berg benötigt man eine bestimmte Leistung. Wenn man die nicht treten kann, nützt einem ein noch kleinerer Gang also nichts. Man braucht mit dem kleineren Gang zwar weniger Kraft dafür aber eine höhere Trittfrequenz. Die erforderliche Leistung ist bei gleicher Geschwindigkeit gleich. Bei sehr kurzen Rampen funktioniert also ein extrem kleiner Gang, bei langen Steigungen nicht.

Becki

6

Freitag, 10. August 2012, 03:52

Man fährt mit einer Trittfrequenz von 50 nur noch wenig schneller als 4 km/h.


Ich möchte aber gerade längere Steigungen bitte nicht unbedingt mit einer so geringen Trittfrequenz hochfahren. Mein Orthopäde wird dieses begrüßen ;)

Klar, es muss genügend Kraft da sein, um im kleinsten Gang eine Geschwindigkeit erreichen zu können, bei der man sich auf dem Rad halten kann. Das darf aber gern dann auch bei hoher Trittfrequenz passieren - dann bist du im Idealfall oben zwar außer Puste, aber Muskeln machen kurz- und Gelenke langfristig keine Probleme.

Ist aber natürlich auch ein Stück weit eine Typfrage.

becki

2radfahrer

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7

Freitag, 10. August 2012, 08:31

Na ja, man kann diese Berechnung ja auch komfortabel auf eine höhere Trittfrequenz ausdehnen. Bei 75 Umdrehungen in der Minute landet man dann bei gut 6 km/h. Da reißt einem der Fahrtwind auch noch nicht den Helm vom Kopf.

Übrigens sind die meisten Hobbyfahrer hinsichtlich der optimalen Trittfrequenz sehr limitiert. Ich habe an meiner Kurbel einen Beschleunigungssensor, der mir die Trittfequenzen aufzeichnet, sodass ich sie später ganz gut kontrollieren kann. Im Windschatten einer Gruppe, also mit sehr wenig Last, kann ich dauerhaft ganz gut Richtung 90 treten. Allein in der Ebene sind es (als Schnitt) selten wesentlich über 80. Und je höher die Last auf dem Pedal wird, also am Berg, desto niedriger wird die Tretfrequenz, die man noch vernünftig realisieren kann. Die allermeisten Radler landen dann schnell bei 60, meistens noch deutlich weniger.

In jedem Fall funktionieren Überlegungen mit extrem kleinen Gängen (deutlich kleiner als 1) immer nur auf kurzen Rampen. Wenn die Steigung lang ist (unter lang verstehe eine halbe Stunde oder noch viel länger), dann stellt sich einfach immer die Frage: Kann ich die Wattzahl, die ich zum Aufrechterhalten der „Mindestgeschwindigkeit“ (bei der ich noch halbwegs geradeaus fahren kann) über eine bestimmte Zeit treten oder nicht. Wenn nicht, dann nützt mir auch der kleinste Gang nichts, weil ich leider nur die Kraft nicht aber die Leistung reduzieren kann.

Nur als allgemeiner Hinweis: Für die Bewältigung "handelsüblicher" Alpenpässe mit Maximalsteigungen von 10-12 und Durchschnittssteigungen von 6-7 % muss man eine Dauerleistung von mindestens 1,8 Watt pro kg Systemgewicht (Fahrer + Rad+ Klamotten + Gepäck) anbieten, um einigermaßen hochzukommen. Das sind bei 100 kg 180 Watt. Bei sehr steilen Auffahrten (von denen es allerdings nur sehr wenige gibt) ist der Wert entsprechend höher.

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Manfred1954

8

Freitag, 10. August 2012, 18:08

Also erst einmal Danke an Euch alle,
bin jetzt auch in meiner Annahme gestärkt worden, das es nicht unbedingt auf die Menge der Gänge ankommt.
meine jetztige Übersetzung:48/38/28 Zähne vorne und 11-32, (8) Zähne hinten
meine Vorstellung: 48-36-26 Zähne vorne und 11-34 Zähne hinten als 27-Gang-Schaltung oder die gleiche Abstufung als 30-Gang-Schaltung
Wenn ich mir das Ganze so anschaue, liegt es an mir ;( und an der Qualität des Rades.Mein jetziges wahr eine Notlösung mit kleinem Budget.
Unter 6km/h komme ich nicht mehr und einige Stücke kann ich auch schon auf dem mittleren Blatt fahren ohne das Muskeln und Knie quietschen.
Also einen Crosser mit wenig Gewicht und besseren Komponenten und so weiter.

becki

2radfahrer

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9

Freitag, 10. August 2012, 23:50

@Elfi

Aus meiner Sicht bist Du mit Deinem jetzigen „Minimalgang“, also einer Übersetzung von 0,875 (28/32) schon sehr komfortabel für Berge gerüstet. Eine Schaltgruppe mit 10 Ritzeln hat gegenüber einer mit 8 oder 9 einfach den Vorteil etwas engerer Abstufungen zwischen den Gängen. Das finde ich vor allem dann sinnvoll wenn, wie hier, der Unterschied zwischen dem kleinsten und dem größten Ritzel mehr als 20 beträgt. Eine Kassette mit einem 34er Ritzel halte ich bei gleichzeitig vorn dreifach für übertrieben.

Übrigens: meine Frau, die wirklich nicht sehr viel Zeit hat zum Radfahren außerhalb des Urlaubs, hat an ihrem Rennrad vorn eine Compactkurbel (50/34) und fährt eine Kassette mit 11/32. Ihr Rad wiegt fahrfertig 7,2 kg. Damit ist sie im letzten Jahr eine ganze Reihe von Alpenpässen und am Ende auch das Stilfser Joch hochgekommen; dort sind auf 25 km Anstieg immerhin 1850 Höhenmeter zu fahren.

Ein leichteres Rad hilft aber sicher nur wenig. Beim Systemgewicht spielt natürlich das Körpergewicht die eindeutig dominierende Rolle. Allerdings dürften z.B. 2 kg Mindergewicht schon einen deutlich messbaren Einfluss auf die Steiggeschwindigkeit haben. Ob man das auch subjektiv empfindet, weiß ich nicht so genau.

Becki

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