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EmilS

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1

Montag, 6. Januar 2014, 20:02

LRS bauen

Hallo,

vor kurzem habe ich mir ein gebrauchtes Rennrad zugelegt. Nichts besonderes, Tiagra 3x9, eher schwerer Rahmen. Ich habe Schutzbleche und Gepäckträger montiert und verwende dies nun ganzjährig als Alltagsrad auf dem Weg zur Arbeit, vor allem bei schlechterem Wetter.

Bisher sind Vuelta-"Kronos Racing"-Felgen und Sora Naben verbaut, also nichts besonders hochwertiges. Die Naben laufen nicht besonders weich, auch nicht nach dem abschmieren.

Fürs schlechte Wetter wären diese LR ja noch OK zum runter fahren, allerdings hat der Rahmen aus irgendeinem Grund hinten einen Einbaubreite von 135mm so dass dieser bei den Rennradnaben mit 130mm ziehmlich gestaucht wird.

Gibt es hierfür Abstandshalter im Handel um die 5mm auszugleichen? Wenn ja, nach was müsste ich da googlen?

Die Idee ist jetzt allerdings das Rad mit etwas besseren Laufrädern aufzuwerten, die dann das richtige Einbaumaß haben.
Da es sowas nicht von der Stange gibt, möchte ich mich nun im Laufradbau versuchen. Ich habe schon öfters zentriert und auch schon mal eine Felge umgespeicht.

Als Naben würde ich die Shimano LX verwenden evtl. auch XT.
Bei den Felgen liebäugel ich mit den Mavic Open Pro.

Mit Wintermontur, Gepäck und meiner Wenigkeit muss das Fahrrad des öfteren mal 100 kg Systemgewicht aushalten. Seltener auch mal etwas mehr.

Nun die eigentliche Fragen:
Kann das diese Felge wegstecken?
Reichen da 32 Speichen mit 2,0/1,8mm. (am liebsten natürlich 2,0/1,5mm)
Wäre es vielleicht besser auf 36 Speichen zu gehen. Reichen hier vielleicht dann 2,0/1,5mm.

Welche alternativen Felgen würdet ihr empfehlen, wenn ich unter 200€ bleiben möchte?

Gruß Emil

thomaspan

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2

Montag, 6. Januar 2014, 20:37

Mal so meine ersten Ideen:

1.
Wenns ein Stahlrahmen spricht, kannst du den Hinterbau problemlos je Seite 2,5 mm "stauchen", bei Alu tät ichs lieber lassen. Da du ihn aber schon gestaucht hast, scheints kein Alu zu sein.

2.
Du kannst wohl eine 130er Nabe auf 135 mm aufspacern, aber dafür bin ich nicht der richtige Ansprechpartner. Das sollen bitte andere erledigen.

3.
Wenn die Naben trotz Schmierens rau laufen, musst du wohl mal "groß reine machen". Dann kannst du dir ein Bild machen, wie es um den Zustand der Konen + Kugeln bestellt ist. Vllt. hilft auch Ausschleifen nebst neuen Kugeln.

4.
Ob bei einem Neuaufbau 32 Speichen reichen, kann dir keiner "aus der Lameng" beantworten. Das hängt vom Gewicht + den Fahrgegebenheiten ab.

5.
Unter 200 EUR empfehle ich die handaufgebauten Rose LRS mit 36 - leider nicht konifizierten - Speichen in 130, z.B.

http://www.roseversand.de/artikel/rennra…-370/aid:401760

http://www.roseversand.de/artikel/rennra…1744/aid:401746

oder in 135

http://www.roseversand.de/artikel/atb-la…-370/aid:401691

http://www.roseversand.de/artikel/atb-la…satz/aid:401683

mit 10 Jahren Garantie auf Speichenburch. Gibts mit allen möglichen Naben + Felgen für von ... bis. Individualaufbauten mit u.a. konifizierten Speiche kosten etwas mehr (m.E. 15 EUR), sind aber machbar.
Ich bete 10 Campa-Kränze und gelobe Besserung ...

EmilS

2radfahrer

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3

Montag, 6. Januar 2014, 21:54

Hallo thomaspan,

Danke für die Antwort!

Zu 1.: Es ist ein Alu-Rahmen, deswegen seh ich ja auch Handlungsbedarf.

Zu 3.: Der aufwand lohnt sich nicht mehr. Die Laufen schon noch ausreichend. Nur eben nicht so geschmeidig, vglbar zb mit einer Acera Nabe.

Zu 4.: Kennt jemand zu der Tragfähigkeit irgendwelche Tabellen zu bestimmten Speichen?

Zu 5.: Ja die Rose LRS sind schon unschlagbar günstig. Gearde die DT-Swiss-Naben kosten einzeln genausoviel wie der komplette LRS. Mich reizt allerdings ein Selbstaufbau. Deswegen möchte ich mir erstmal klar werden, welche Teile ich brauche/haben möchte und wie ich das dimensionieren muss.

thomaspan

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4

Dienstag, 7. Januar 2014, 09:02

Wenn es dein 1. Selbstaufbau werden sollte, würde ich es lassen + bei Rose bestellen. auch wegen des Preises. Den alten LRS kannst du dann mal zur Übung demontieren + wieder zusammensetzen.

Mim Laufradbau habe ich keine Erfahrungen, da helfen dir bestimmt andere. Allgemeine Empfehlungen gibt es da nicht. Ich fahre - langjährig auch mit deinem Systemgewicht - am Schlechtwetterradel einen 24/24er Billig-LRS (nicht nur über Asphalt), der hält + hält + hält.

---

Aber ...


Zu 1.: Es ist ein Alu-Rahmen, deswegen seh ich ja auch Handlungsbedarf.


... hast du den Hinterbau mal auf Risse o.ä. unersucht?
Ich bete 10 Campa-Kränze und gelobe Besserung ...

sickgirl

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5

Dienstag, 7. Januar 2014, 16:56

Laufradbau macht man eigentlich auch nicht um Geld zu sparen, sondern an der Freude am bauen.

Ich bin jedesmal fasziniert wenn aus den an sich sehr biegsamen Speichen, den Naben und der Felge diese tolle Konstruktion Laufrad ensteht.

Zur Open pro gibt es eine Gewichtsbeschränkung von 100 kg, das heißt Fahrer, Zuladung und Fahrrad dürfen nicht über 100 kg wiegen.

EmilS

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6

Dienstag, 7. Januar 2014, 23:27

Das wäre sicher die vernünftige Entscheidung:
Wenn es dein 1. Selbstaufbau werden sollte, würde ich es lassen + bei Rose bestellen. auch wegen des Preises. Den alten LRS kannst du dann mal zur Übung demontieren + wieder zusammensetzen.
Aber genau das reizt mich:
Laufradbau macht man eigentlich auch nicht um Geld zu sparen, sondern an der Freude am bauen.
Einspeichen und Zentrieren ist eine schöne, kontemplative Arbeit. Wie gesagt, ich habe ja schon einmal eine alte Felge umgespeicht und mit neuem Material ist das bestimmt einfacher.

Ich werde nun wohl auf 135mm (LX) mit 36 konifzierten Speichen gehen. Mit den 100kg der Open Pro sollte ich auskommen.

Hier habe ich einen netten Speichenrechner gefunden:
http://www.whizz-wheels.de/produkte/laufradkonfigurator.html

Salamander

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7

Dienstag, 7. Januar 2014, 23:47

Laufradbau macht man eigentlich auch nicht um Geld zu sparen, sondern an der Freude am bauen.

Ja, Laufradbau hat auch was kontemplatives.
Bei Laufradbau neige ich ja dazu, beii nicht-spochtlichem Einsatzprofil "auf Nummer sicher zu gehen", das würde ich gerade hier empfehlen. Also Speichen mit 1,8 mm im Mittelteil. Mit belastetem Gepäckträger kann man Unebenheiten nicht so gut "abreiten", da würde ich mich für 36 Speichen entscheiden. Bei höher profilierten Felgen auch 32 Loch.
"Salmei, Dalmei, Adomei"

sickgirl

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8

Mittwoch, 8. Januar 2014, 05:51

Den Wihizz Wheels Rechner benutze ich auch, der hat bei mir bisher immer hingehauen.

Salamander

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9

Donnerstag, 9. Januar 2014, 00:50

Witzig, zwischenzeitlich hat @EmillS genau den gleichen Begriff gebraucht.

Was ich vergesssen hatte: für den Ausgleich zwischen 130 und 135 mm ist die einfachste und pfuschigtse Möglichkeit, auf beiden Seiten Unterlegscheiben unter den Schnellspapnner zu legen. Eleganter wäre, auf beiden Seite eine 2,5 mm Kontermutter au zu schrauben. Hierfür zahlt sich regelmäßiger Kontakt zu seinem FHdgM mit gut sortierter Grabbelkiste aus, bzw Schrottkiste. Oder Unterlegscheiben unter die Kontermuttern. Aber wenn man schon dabei ist, kann man besser eine längere Achse einbauen und bei der Gelegenheit die Lager schmieren. Dabei kann man asymmetrisch auffüllen unnd die Felge mittiger spannen, gibt ein stabileres Laufrad.
"Salmei, Dalmei, Adomei"

EmilS

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10

Donnerstag, 9. Januar 2014, 21:24

Witzig, zwischenzeitlich hat @EmillS genau den gleichen Begriff gebraucht.
Salamander: Du meinst "kontemplativ"? Vielleicht waren wir da telepathisch verbunden?

Es bestärkt mich, dass Du die Auslegung (36x 2/1,8mm) für meinen neuen Laufradsatz bestätigt hast. Dann werde ich bald die Teile bestellen.

Das mit der längeren Achse für das alte Hinterrad ist eine gute Idee.
Bei meinem Treckingrad ist der Winterradsatz soweit runter, dass ich das Hinterrad im Frühjahr schlachten könnte. Die Achse, sowie die Spacer und die Kontermuttern würden dann am Rennrad weitere Verwendung finden.
Das hätte den Vorteil, dass ich am Rennrad dann auch einen Sommer- und einen Herbst/Winter-Radsatz verwenden könnte.

EmilS

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11

Freitag, 17. Januar 2014, 23:31

So, beide Räder sind eingespeicht! :D
Bin mal gespannt, wie die sich beim Fahren anfühlen!?

Vorn habe ich die Open Pro mit 32 Loch genommen und hinten mit 36 Loch.
Speichen DT Swiss Competition (2,0/1,8mm), Alu Nippel.
Naben: LX T670.

Die meisten Anbieter haben die Speichen nur im Hunderter Pack. Bei Rose gab es dann einzelne bzw. in 20ger Gebinden. Allerdings nur in 2mm Stufung.

Die beste Anleitung die ich gefunden habe kommt natürlich von Sheldon:http://sheldonbrown.com/german/wheelbuilding.html

Ganz witzig und hilfreich war auch die Tensiometer-App:
https://play.google.com/store/apps/detai…heckspoke&hl=de

Ich habe die Speichen auf ca. 500Hz "gestimmt", was laut App 600N entsprechen soll. Wie genau das wohl ist? Auf jeden Fall hilft es, eine gleichmäßige Spannung zu erreichen. Und man kann Vorder- und Hinterrrad in etwa gleich hart einstellen.

thomaspan

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12

Freitag, 17. Januar 2014, 23:47

Danke für den App-Hinweis.

---

Mich erstaunen jetzt 2 Sachen:

1.
Die Speichen HR (auf der Antriebsseite) müssen doch, da steiler stehend + deutlich mehr Kräfte aufnehmend, wesentlich (mind. 50%) härter gespannt werden als V + HL.

2. (hängt mit 1. zusammen)
Oft werden V + HL dünnere Speichen als HR verbaut, z.B.

2,0-1,5-2,0 V + HL; 2,0-1,8-2,0 HR

oder

2,0-1,8-2,0 V + HL; 2,0 HR
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EmilS

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13

Samstag, 18. Januar 2014, 00:44

1.

Die Speichen HR (auf der Antriebsseite) müssen doch, da steiler stehend + deutlich mehr Kräfte aufnehmend, wesentlich (mind. 50%) härter gespannt werden als V + HL.
Ja, dass ist klar. Die Speichen HL haben eine geringere Spannung bekommen (um die 360Hz/340N). Das ergibt sich automatisch, wenn die Felge mittig zwischen den Achsenden eintariert wird.
Die 500Hz bezogen sich auf HR und V.
Aber das HR 50% > als V sein soll, ist mir neu. Mein Ziel war V == HR, um eine vergleichbare Härte zu bekommen. Mal schauen wie sichs fährt.
Oft werden V + HL dünnere Speichen als HR verbaut, z.B.
Beim VR hab ich kurz über 2,0/1,5 nachgedacht, aber mir war die Stabilität für das Alltagsrad mit bis zu 100 kg wichtiger als die letzen 10-20g. Außerdem sollen sich die ganz dünnen Speichen auch sehr leicht beim Spannen verwinden. Bei meinem ersten LRS wollte ich mir da nicht extra schwer machen.
Den Tip HL dünnere Speichen reinzumachen, werd ich dann beim nächsten Mal in Erwägung ziehen. Das kann ich mir jetzt nachdem ich das mal angefasst habe auch ganz gut vorstellen.

thomaspan

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14

Samstag, 18. Januar 2014, 00:50

V + HL sollten (grob) identische Spannung haben, HR die besagten etwa 50% mehr.
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EmilS

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15

Samstag, 18. Januar 2014, 09:17

Warum eigentlich?

thomaspan

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16

Samstag, 18. Januar 2014, 11:58

Darum:

"Die bisherigen Ausführungen gelten nur, wenn die Felge mittig zwischen den Nabenflanschen liegt, wie dies bei Vorderrädern und vielen Hinterrädern mit Nabenschaltung der Fall ist. Bei Hinterrädern mit Kettenschaltung sind die Speichen auf der Antriebsseite steiler als die auf der Nicht-Antriebsseite und damit auch stärker gespannt. (Faustformel: Speichenspannung(links) = 0,65 * Speichenspannung(rechts) Die gleichmäßige Spannung gilt hier also jeweils nur für die Speichen auf einer Seite des Antriebs."

Quelle: http://www.radreise-wiki.de/Speichenspannung
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EmilS

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17

Samstag, 18. Januar 2014, 15:27

Soweit klar, aber warum V = HL?

thomaspan

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18

Samstag, 18. Januar 2014, 16:17

Weil ...

Soweit klar, aber warum V = HL?


... jetzt überfragst du mich (fast).

Ich versuchs mal, bitte aber um Unterstützung von Laufradbaukennern.

---

Das ursprünglich normale, klassische Laufrad ist vorn + hinten nahezu symmetrisch bei Verwendung 1 Ritzels (egal ob fixed, SSP o. Nabe). Deshalb ist zunächst mal die Speichenspannung v + h gleich.

Nimmst du statt 1 Ritzels hinten 5 - 11, brauchst du mehr Platz für Kassette / Ritzelpaket, was dazu führt, dass die Speichen HR steiler stehen + mehr Spannung benötigen (hast du ja selbst in #13 geschrieben).

Der Abstand meiner Laufräder zur Achse - bei 8fach Kassette - beträgt in cm

bei 130 mm Nabe HL 2,6 - HR 5,2, und beim anderen Radel

bei 135 mm Nabe HL 3,1 - HR 5,3.

Die Differenz von gemittelt 2,4 cm wird über die - über den Daumen - 50% höhere Speichenspannung ausgeglichen wie auch über unterschiedlich starke Speichen (s. #12).
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whitewater

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19

Sonntag, 6. April 2014, 11:06

Ich habe die Speichen auf ca. 500Hz "gestimmt", was laut App 600N entsprechen soll. Wie genau das wohl ist? Auf jeden Fall hilft es, eine gleichmäßige Spannung zu erreichen. Und man kann Vorder- und Hinterrrad in etwa gleich hart einstellen.

Auch wenn das Thema als erledigt markiert wurde, eine Bemerkung:
Da ich seit Jahren nach Tonhöhe zentriere hat mich die App interessiert, dabei ist mir ein entscheidender Punkt aufgefallen:
Es gibt keinen Hinweis, wie die Speichenlänge zu messen ist. Für die Tonhöhe ist die frei schwingende Länge entscheidend.
Wer hier die absolute Länge der Speiche (wie gekauft) einstellt macht bei radialer Speichung nur einen Fehler um die Nippellänge, evtl. korriert die App das sogar, ich habs nicht nachgemessen.
Bei gekreuzten (unterkreuzten) Speichen ist der Fehler aber erheblich. Der frei schwingende Speichenrest liegt da in der Regel bei 3/4 bis 2/3 der gesamten Länge, d.h. eine Quart bis eine Quint höher als erwartet.
Wahrscheinlich landet man mit normal 3fach gekreuzten Speichen also etwa um den Faktor (zwölfte Wurzel zwei) hoch 5 bis 7 unterhalb der gewollten Spannung.

EmilS

2radfahrer

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20

Sonntag, 11. Mai 2014, 00:16

Nach 1800 km möchte ich mal einen Erfahrungsbericht zu meinen selbstgebauten Laufrädern schreiben.

An Gewicht habe ich ca. 90 g Pro Rad eingespart. Dies hauptsächlich an rotierender Masse, was sich in der Spritzigkeit bemerkbar macht.
Auf den neuen Laufrädern hatte ich statt der Schwalbe Blizzard 25er nun die leichteren Durano 23er montiert. Mit (der ungenauen) Personenwaage gemessen, ergab dies insgesamt 500g Gewichtsersparnis. :D

Schneller bezogen auf die Durchschnitsgeschwindigkeit bin ich allerdings nicht geworden.
Aber am Berg geht es subjektiv besser, da man bei einem Nachlassen der Steigung leichter wieder in Fahrt kommt.

Das Vorderrad:
Hier habe nur ganz leicht nachzentriert. Insgesamt sehr unauffällig.

Hinterrad:
Das Hinterrad hatte sich nach 700 km deutlich gesetzt. Besonders auf der stärker gespannten (rechten) Antriebsseite. Hier werde ich das nächste mal besser/öfter abdrücken müssen.
Das hatte zur Folge, dass die Speichenspannung der linken Speichen noch mehr nachgelassen hat und sich die Mittigkeit auf der Achse um mehr als 1mm nach Links verschoben hatte.
Die Mittigkeit habe ich durch Spannen der rechten und Auslassen der linken Speichen wieder hergestellt. Insgesamt habe ich dann die Spannung noch um eine drittel Umdrehung erhöht. Nun habe ich seit 1000 km Ruhe mit dem Rad und musste nicht mehr nachzentrieren.

Da das Rad hauptsächlich im diesem milden Winter und bei Regen eingesetzt wird merke ich an der hinteren Felge schon ein wenig Verschleiß durch die Bremsen. Wenn ich die Finger auf die Flanke lege, dann fühlt sich das ganz leicht konkav an. In 1-2 Jahren darf ich die Felge wohl wieder tauschen. Aber dann weiß ich ja wie es geht.

Auch wenn mein Erstlingswerk nicht auf Anhieb perfekt geworden ist, bin ich zufrieden damit. Dadurch das ich das selbst gemacht habe konnte ich das anschließend noch soweit korrigieren, das es jetzt hoffentlich ein dauerhaft gutes Ergebnis ist. Die letzten 1000 km hab ich nichts mehr machen müssen an den Rädern.

Der Mythos Laufradbau ist somit für mich entzaubert, insoweit, dass man sich da auch Laie ran trauen kann. Das Thema bleibt aber im wahrsten Sinne des Wortes spannend und birgt das Potential, meine Fertigkeiten zu verbessern.

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